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+++ Sächsische Zeitung, Freitag, 24. Dezember 2010 +++
 

Nur den Pferden gibt man ein Festtagsbrot

Von Steffen Gerhardt

 

Nicht auf dem Feld, aber in den Ställen haben die heutigen Hirten ihr Vieh zu versorgen – und das auch über das Heilige Fest.

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  Ganz ohne Weihnachtszauber müssen die Tiere in der landwirtschaftlichen Produktion auskommen. So auch auf der Landfarm Melaune. „Bei uns gibt es kein Weihnachten, die Tiere werden auch über die Festtage zu ihren festen Zeiten versorgt“, sagt Gesellschafter Volker Hänsel. 4Uhr früh wird Licht gemacht in den Ställen und die Tiere versorgt und gemolken. 300 Milchkühe und 200 Rinder kommen da dran. Da bleibt keine Zeit für Weihnachtliches, wenn sich vier Beschäftigte um den Viehbestand kümmern. Das gleiche passiert ab dem Nachmittag bis eine halbe Stunde vor Mitternacht noch einmal. Die größere Sorge ist dabei, dass das Personal pünktlich im Stall ist. „Der Schnee bringt uns erschwerte Bedingungen. Wir mussten unsere Melker schon mit dem Traktor auf Arbeit holen, weil kein Durchkommen mit dem Auto war“, erzählt Volker Hänsel. Denn seine Beschäftigten sind meist schon vor dem ersten Schneepflug unterwegs nach Melaune.

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Mit Streichen von Max und Moritz erfreuten die Eltern am Mittwoch die Kinder und Erwachsenen in Nieder Seifersdorf. Foto: Bernhard Donke

+++ Sächsische Zeitung, Donnerstag, 23. Dezember 2010 +++
 

Eltern spielen Theater für ihre Kinder

Von Bernhard Donke
 

  Von der Grundschule Vierkirchen in Buchholz wurde die Tradition mit in die neue Grundschule Waldhufen/Vierkirchen übernommen, dass die Eltern der Schüler am letzten Schultag im Jahr ein Märchen für ihre Kinder aufführen. Dazu wurde die Aula der Schule in diesem Jahr in ein Theater mit provisorischer Bühne verwandelt.
  Elf Vatis und Muttis aus Vierkirchen und Waldhufen spielten den Kindern und Erwachsenen die Geschichte von Max und Moritz, frei nach Wilhelm Busch, am Mittwochvormittag vor. „Wir haben dazu auch fleißig geübt und freuen uns, dass die Schule unser Angebot angenommen hat, hier in Nieder Seifersdorf die Tradition weiterzuführen“, sagte stellvertretend für alle Laienschauspielerin Antje Stein am Ende der Aufführung.

Teil 2
 

Buchholzer Märchenspiel an neuer Schule

 

Von Bernhard Donke
 

  Märchenstunde war gestern in der neuen Grundschule für Vierkirchen und Waldhufen angesagt: Eltern der Grundschüler spielten die Geschichten von Max und Moritz vor. „Wir haben dazu auch fleißig geübt und freuen uns, dass die Schule unser Angebot angenommen hat, hier in Nieder Seifersdorf die Tradition weiter zuführen“, sagte für die elf Laienschauspieler Antje Stein. Denn bisher war es Tradition an der Grundschule Buchholz gewesen, dass die Eltern am letzten Schultag im Jahr ein Märchen für ihre Kinder aufführen. Dazu wurde dieses Mal die Aula der Schule in ein Theater mit provisorischer Bühne verwandelt. Schulleiterin Elfi Koch wünscht sich, dass nach der sehr guten Resonanz am Mittwoch, so eine Aufführung auch in Nieder Seifersdorf zur Tradition wird.

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+++ Sächsische Zeitung, Dienstag, 21. Dezember 2010 +++

 

Neue Leuchten für neue Straße

Von Steffen Gerhardt
 

Melaune. Mit dem Neubau der S122 durch Melaune wird auch die Straßenbeleuchtung an der Ortsdurchfahrt erneuert. Die Gemeinde vergab den Auftrag an die Elektrofirma Nicht aus Arnsdorf. Sie führt den Auftrag für rund 26000 Euro aus. Die Installationsarbeiten sollen im Frühjahr beginnen und fortan für eine gleichmäßigere Ausleuchtung der Straße sorgen. Auftraggeber ist die Gemeinde Vierkirchen. (SZ/sg).

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+++ Sächsische Zeitung, Dienstag, 21. Dezember 2010 +++
 

Dem Federvieh geht es an den Kragen

Von Steffen Gerhardt

 

  Wer Gänse, Puten oder Enten sein Eigen nennt, der rotiert jetzt ganz stark, damit das Federvieh pünktlich nicht nur auf den eigenen Teller zum Weihnachtsfest kommt. Denn wer über den eigenen Bedarf hinaus die Tiere für den Festtagsbraten züchtet, will natürlich auch seinen Kunden Gutes tun und mobilisiert alle Kräfte, um ihren Wünschen gerecht zu werden.
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Prachenau: Das große Schlachten beginnt heute
  Auch die Kunden von Paul Hoge wollen Frischfleisch, das unter natürlichen Bedingungen herangewachsen ist. Auf seiner Putenfarm in Prachenau beginnt heute das große Schlachten. „Der Verkauf ist am Donnerstag in unserem Hofladen. Einen Tag brauchen wir noch, um das Fleisch auch zu Bratwurst und Wiener zu verarbeiten“, sagt der Putenzüchter.
  Da sein Bestand rund 15000 Tiere zählt, kommt nur ein geringer Teil in den Direktverkauf. Die Mehrzahl seiner Puten wird im Lkw abgeholt und in die Schlachtereien gefahren und weiterverarbeitet. Dennoch wird es in seinem Hofladen am Mittwoch wieder eng werden. „Ich habe viele Stammkunden, die sogar aus dem Zittauer und Dresdner Raum kommen und meine Frischware schätzen“, sagt Paul Hoke mit Stolz.
  Das Weihnachtsgeschäft ist für Hoke zwar wichtig, aber nicht das alleinige. „Nicht wenige meiner Kunden nehmen Putenfleisch oder ganze Puten gern auch zum Grillen bei Familienfesten im Garten. Sie holen es sich aus unserer wöchentlichen Schlachtung“, so der Farmbesitzer, der mit zwei Angestellten die Putenzucht betreibt.

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+++ Sächsische Zeitung, Freitag, 17. Dezember 2010 +++

 

Straßenbau in Arnsdorf bewegt die Gemüter

Von Steffen Gerhardt
 

Vierkirchen. Durch Arnsdorf kann wieder gefahren werden. Das war die gute Nachricht, die Bürgermeister Horst Brückner jetzt in den Gemeinderat brachte. Dank der Temperaturen über null Grad in der Vorwoche konnte zumindest noch die Tragschicht auf die Kreisstraße durch Arnsdorf aufgebracht werden. „Damit entfällt die Umleitung, die in den Wintermonaten unzumutbar gewesen wäre“, sagte der Bürgermeister und ergänzte, dass seit Montag auch die Linienbusse wieder durch Arnsdorf fahren.
  Die noch fehlende Deckschicht soll nach dem Winter aufgetragen werden. Bis dahin muss mit kleinen Absätzen zwischen der Fahrbahn und der Randbefestigung gelebt werden. Für die Arnsdorfer ist das das kleinere Übel.
  Vielmehr wurde vonseiten der Arnsdorfer Räte der Zustand an den Bushaltestellen kritisiert. Dort liegen noch Baumaterialien, die besonders für Kinder eine Gefährdung darstellen, noch dazu, wenn Schnee darüber liegt. Da die Bushaltestellen in Hoheit der Gemeinde sind, muss diese nun Abhilfe schaffen. (SZ/sg)

N o v e m b e r  2 0 1 0

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Bei einem Auftritt 1992 im Hamburger „Safari“ Foto: privat

    

Gerda Bachtig auf Tournee um 1980 Foto: Rainer Kitte

+++ Sächsische Zeitung, Sonnabend, 27. November 2010 +++
 

Gerda Bachtig aus Arnsdorf-Hilbersdorf ersang sich den Sonderpreis der Mongolei

Von Ralph Schermann

 

  Görlitz hatte eine große Vielfalt an Laienkunst zu bieten. Nicht wenige Profis gingen daraus hervor.

  „Gerda ist sehr temperamentvoll, hat eine jazzige Stimme und einen sehr interessanten Alt, und sie ist unerhört fleißig!“ Kein geringerer als Heinz Quermann, der Altmeister der DDR-Unterhaltung, gab diese Einschätzung über Gerda Bachtig. Er war es auch, der die aus Arnsdorf-Hilbersdorf stammende Sängerin in seiner TV-Sendung „Herzklopfen kostenlos“ einst entdeckte. Noch heute kommt die mittlerweile in Salach zwischen Ulm und Stuttgart lebende Künstlerin immer wieder einmal gern in ihre alte Heimat zu Besuch – wenn auch nicht mehr mit „Robert“, wie sie ihren 353er „Wartburg“ einst nannte. Hier erinnert sie sich an Schulzes Dorfgasthaus, in dessen Saal sie erste Auftritte feierte und die erste große Liebe kennenlernte. Hier erinnert sie sich an ihren Musiklehrer Karl-Heinz Loose, der Heinz Quermanns Einschätzung teilte. Hier erinnert sie sich an das Görlitzer „Haus der Jugend“, auf dessen Bühnenbrettern sie so oft stand.
  1980 vertrat sie die Region in Dresden beim Wettbewerb um den „Kleinen Rathausmann“, traf aber auf merkwürdige Ansichten der Jury: „Denen galt ich nicht mehr als Talent, weil ich zu fraulich gebaut war“, schmunzelte sie später oft über diese Darstellung. Bei Achim Mentzel und Peter Albert indes, zwei gestandenen Show-Sängern, lernte sie das Einmaleins der Tourneeprogramme. Mit ihnen und weiteren Künstlern ging es jahrelang von Ort zu Ort. „Leben aus dem Koffer, das war eine sehr anstrengende Zeit, in der ich aber auch viel gelernt habe“, bestätigte sie. Mit dem Berufsausweis in der Tasche sang sie alles, was gefragt war, doch eigene Titel blieben ebenso rar wie Auftritte in Funk und Fernsehen. Bekannt wurde sie den Zuschauern in Sendungen der „Hafenbar“, und TV-Regisseur Manfred Spitz sagte, warum das Ausnahmen blieben: „Gerda wollte sich im Fernsehgeschäft nicht verbiegen lassen.“ 1987 ging sie auf BRD-Tournee und war „verblüfft, als Ledige ohne Weiteres einen Pass zu bekommen“, staunt sie noch heute. Vier Jahre war sie auch Sängerin im Tourneeprogramm mit dem Zittauer Komiker Winfried Krause („Immer dieser Krause“), und im August 1989 erzielte sie ihren größten künstlerischen Erfolg: Beim 13. Festival des mongolischen Liedes bekam sie in Ulan Bator den Sonderpreis.
  Eigentlich war mit diesem Erfolg ihre Karriere zu Ende. Denn nach der Wende war sie nicht Star genug, um sich im Showgeschäft zu behaupten. „Es war schon immer härter, als Außenstehende dachten, aber im Westen war es nun knallhart und unerbittlich“, sagte sie. Sie erlebte es bis 1992, als sie in Hamburg Schlager im Reeperbahn-Varieté „Safari“ sang, auch ein paar Wochen bei einem Münchener Engagement. Seitdem tritt sie nur noch äußerst selten auf, meist nur auf privaten Veranstaltungen.
 „Ich habe eben Pech gehabt“, sagte sie 1995 einmal und meinte damit sowohl ihre Künstlerkarriere als auch Partnerschaften. Die Jahre auf Tournee ließen ihren Wunsch nach einer Familie unerfüllt. Heute arbeitet Gerda Bachtig in einem Getränkemarkt, bildet Lehrlinge aus, gestaltet Werbeschriften. Ab und an blättert sie in alten Tourneealben. Und Heinz Quermann würde sagen: „Es war schon toll, was Gerda auf den Bühnen geleistet hat.“

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+++ Sächsische Zeitung, Donnerstag 25. November 2010 +++

 

Zwei Gemeinden stellen Weichen für Abwasser-Fusion

 

Von Annett Preuß

 

  Die Verbandsversammlung des Abwasserverbandes „Schwarzer Schöps“ hat für den Zusammenschluss mit „Schöpstal“ gestimmt

Kurz und schmerzlos hat die Verbandsversammlung des Abwasser-Zweckverbandes (AZV) „Schwarzer Schöps“ am Dienstag in Melaune die Weichen für die Fusion mit dem AZV „Schöpstal“ gestellt: Der Beschluss dafür fiel einstimmig.
  Mit dem Ja der Vierkirchener und Waldhufener ist die Verschmelzung und die Entsorgung der Abwässer von dann rund 10000 Einwohnern noch nicht perfekt. Am kommenden Montag tagt die „Schöpstaler“ Verbandsversammlung und muss das selbe Prozedere absolvieren. Damit der neue Verband zustande kommt, benötigt er insgesamt eine Zwei-Drittel-Mehrheit bei der Abstimmung. Verbandsvorsitzender Horst Brückner: „Bis auf Mücka haben im Vorfeld alle Gemeinden zugestimmt.“
  Die Zeitschiene sieht vor, dass der neue Verband – dann „Schwarzer Schöps“ genannt – zum 1. Januar rechtskräftig wird. Ziehen die „Schöpstal“-Gemeinden am Montag nach und genehmigt das Landratsamt den Antrag, wird die Fusion im Amtsblatt bekannt gemacht, erklärt Horst Brückner den weiteren Ablauf. Im Januar 2011 sind in den Gemeinderäten dann neue Verbandsräte zu wählen. Sie bilden die neue Verbandsversammlung und wählen einen Vorsitzenden und seinen Stellvertreter.
  Der Vierkirchener Verbandsrat Udo Gleisenberg bestätigt, dass es nicht gelungen ist, alle Vorbehalte im Vorfeld abzubauen. Bürger aus einer nicht zustimmenden Gemeinde seien an ihn herangetreten, sagt er. Sie befürchten, dass nach der Fusion Paragraf 5 des Verbandssatzung ausgehebelt wird. Darin ist festgeschrieben, dass die technisch voneinander unabhängigen Anlagen der bisherigen Zweckverbände auch zukünftig jeweils eine eigene Einrichtung mit eigener Gebührenkalkulation und Globalberechnung bilden.
  Für den Bürger heißt das: Gebühren und Beitragssätze bleiben wie gehabt. Steht eine Überarbeitung der Kalkulationen an, passiert das für die jeweiligen Altverbände: in Vierkirchen und Waldhufen ohne Grundgebühr, in den Mitgliedsgemeinden des Altverbandes „Schöpstal“ mit jährlicher Grundgebühr. „Rechtlich geht das“, sagt Horst Brückner. Auch kaufmännisch sei das sauber und ohne Probleme möglich. Ob drei oder 35 Kostenstellen, sei dabei egal.
  Der Vorsitzende räumt ein, dass diese Stelle oft fehlgedeutet werde oder es möglicherweise an Vertrauen darin mangelt. Das sei ihm in den Diskussionen in den Gemeinderäten aufgegangen. „Was die Verbandsräte in fünf, zehn oder 20 Jahren entscheiden, kann ich nicht beeinflussen“, sagt Brückner. Er werde diesen Stein jedenfalls nicht ins Rollen bringen. Ziel der Vereinigung ist in erster Linie eine noch effektivere und wirtschaftlichere Arbeitsweise und Struktur, die bessere Ausnutzung des vorhandenen Personals und der Arbeitsmittel – nicht zuletzt unter den Vorzeichen des Einwohnerverlustes.
  Die Verbandsversammlung „Schöpstal“ tagt am kommenden Montag, 29. November, ab 19 Uhr im Gemeindezentrum Petershain. Es ist u.a. eine Bürgerfragestunde vorgesehen, die Jahresrechnung 2009 ist festzustellen..

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Die Straßenbrücke der S 122 zwischen Döbschütz und Melaune wird erneuert. Dabei rollt der Verkehr einspurig um die Brücke herum. Für den Lkw-Durchgangsverkehr bleibt die Straße dennoch gesperrt

+++ Sächsische Zeitung, Sonnabend 13. November 2010 +++
 

Nach drei Jahren rollt es wieder in Gersdorf

Von Steffen Gerhardt
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          Melauner Brücke noch in diesem Jahr fertig
  In Melaune ist die Ortsdurchfahrt bis auf kleinere Restarbeiten fertig gestellt. Was noch ein Nadelöhr ist, ist der Brückenbau am Ortseingang aus Richtung Döbschütz. Bauleiter Roman Kretschmer vom Bauunternehmen Teichmann ist zuversichtlich, dass der Verkehr dieses Jahr noch über die neue Brücke der S122 rollen kann. „Es bleibt natürlich wetterabhängig, aber wenn wir im Dezember den Asphalt noch aufbringen können, dann wird es noch mit diesem Jahr“, so der Bauleiter gegenüber SZ.
          Mildes Wetter ist beim Arnsdorfer Straßenbau nötig
  Dass der Frost noch auf sich warten lässt – und das noch eine ganze Weile – ist die Hoffnung von Vierkirchens Bürgermeister Horst Brückner. „Vor Wintereinbruch muss die Straße in Arnsdorf noch ihren Asphalt bekommen, sonst haben wir ein Problem mit dem Busverkehr. Denn die Umleitungsstrecke ist im Winter für Busse nicht befahrbar“, so der Bürgermeister. Eigentlich sollte der Asphalt schon auf der Straße sein, aber das Hochwasser im September brachte die Bauleute in Verzug. Nun kann erst im Dezember die Asphaltierung erfolgen.
          Dorfstrasse in Hilbersdorf kostet weniger als geplant
  Fertig ist die Dorfstraße zur Schäferei in Hilbersdorf, die mit der Abwassererschließung grundhaft ausgebaut wurde. Jetzt erfolgte die Endabrechnung. Sie blieb 7000 Euro unter den geplanten Kosten der Gemeinde von knapp 246000 Euro. Die Nieskyer Baufirma hat sehr gut und zügig gearbeitet, so das Fazit des Bürgermeisters.

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+++ Sächsische Zeitung, Freitag, 5. November 2010 +++

 

Polizeibericht

Reh läuft in VW und flüchtet dann

Döbschütz
. Ein VW-Fahrer hat am Mittwochabend auf der S122 bei seiner Fahrt in Richtung Nieder Seifersdorf Bekanntschaft mit Wild gemacht. Ein Reh war ihm plötzlich ins Auto gelaufen und hatte einen Schaden von ungefähr 2000 Euro angerichtet. Das Tier lief davon.

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+++ Sächsische Zeitung, Donnerstag, 4. November 2010 +++

 

In einer Woche: St.-Martins-Umzüge

von Constanze Junghanß

 

Meuselwitz/Vierkirchen. Der Kindergarten feiert heute in einer Woche Martinstag. 17.30 Uhr geht es mit einem kleinen Theaterstück von Eltern, Erziehern und Hortkindern los. Der Posaunenchor begleitet den Umzug. Eine Familie stellt ein Pferd für den Heiligen Martin bereit. Nach der kleinen Rast an den Laternen stehen im Gemeinderaum Speis und Trank bereit. Auch der Kinderkreis Vierkirchen feiert den Martinstag öffentlich. 16.30 geht es an der Autobahnbrücke Niederseifersdorf los. Mit Feuerwehr und Kapelle aus Melaune führt der Umzug zum Pfarrhof Niederseifersdorf. Hier gibt es in der Kirche ein kleines Programm, Martinshörnchen und warme Getränke. Die Eltern der Kinderkreis-Kitas aus Melaune und Arnsdorf bringen Sachspenden für die Hochwasseropfer in Bogatynia mit.

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+++ Sächsische Zeitung, Dienstag, 2. November 2010 +++
 

Nachrichten
Sportverein organisiert Vortrag mit Verkehrspolizei
 

Von Constanze Junghanß


Arnsdorf-Hilbersdorf. Der Sportverein organisiert für den 11. November, 19 Uhr, im Vereinsheim eine Schulung mit der Verkehrspolizei. Der Eintritt ist frei. Wird die Veranstaltung gut angenommen, plant der Verein weitere Vorträge.

O k t o b e r   2 0 1 0

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In den Logenräumen der Buchholzer Kirche stellt Sabine Rißmann einige ihrer gemalten Werke bis zum 31. Oktober aus. Die Ausstellung ist täglich von 9 bis 18Uhr geöffnet. Foto: bernhard Donke

+++ Sächsische Zeitung, Sonnabend, 30. Oktober 2010 +++
 

Sabine Rißmann stellt noch bis Sonntag ihre Bilder aus

 

Von Bernhard Donke

 

  Die Gebelzigerin malt seit ihrer Kindheit. Nach einer Pause hat das Hobby sie nun wieder gepackt.

  Noch bis zum Sonntag stellt die Gebelzigerin Sabine Rißmann einige ihrer gemalten Bilder in den Logenräumen der Evangelischen Kirche in Buchholz aus. Die studierte Bauingenieurin, Mutter von zwei Töchtern und Oma von vier Enkelkindern hat das Malen mit Ölfarben für sich vor fünf Jahren entdeckt. Motive für ihr Hobby sucht sie in der Natur sowie in der Landschaft.
  Gemalt hat sie schon seit ihrer Kindheit, die sie in Maltitz verbrachte, und auch später in ihrer Schulzeit immer sehr gern. Doch Berufsausbildung, Studium, Arbeit und später Familie ließen ein intensives Ausleben des Hobbys nicht zu. Erst eine Geschenkidee für eine ihrer Freundinnen vor fünf Jahren ließ sie wieder zu Pinsel und Farbe greifen. Seitdem hat die Malerei sie gepackt und nicht mehr losgelassen. In ihr findet die Mitarbeiterin der Nyla-Bau GmbH Niesky einen Ausgleich zu ihrer beruflichen Tätigkeit.

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Die S 122 ist durch Melaune wieder befahrbar und auch der Schulbus hält wieder. Nur für Lkws ist diese Straße weiterhin gesperrt, da eine Brücke bei Döbschütz erneuert wird. Foto: SZ/Steffen Gerhardt

+++ Sächsische Zeitung, Freitag, 29. Oktober 2010 +++
 

Nach den Entbehrungen herrscht nun Freude über die neue Straße

 

Von Steffen Gerhardt 

 

  Die Straße ist wieder offen in Melaune und die Kunden kehren zurück. Die Händler wollen ihnen mit einem Straßenfest Danke sagen.

  In Melaune kehrt langsam, aber sicher wieder Normalität ein, was natürlich die Händler und Gewerbetreibenden besonders freut. Denn mit der Normalität kommen auch die Kunden wieder in den Ort, der mit dem Straßenbau von der Außenwelt abgeriegelt war. Seit dem 12.Oktober ist die Straße wieder offen, nur Lkws müssen weiterhin um Melaune fahren.
  Die Melauner sind jetzt froh, eine ordentliche Straße samt Fußweg durch den Ort zu haben. „Es war richtig, die Straße voll zu sperren und ihren Neubau in einem Ruck durchzuziehen, sonst hätten wir immer noch diese Einschränkungen“, sagt Elke Gaida. Zwar hatte sie mit ihrer kleinen Gaststätte „Pic 56“ in der Bauzeit weniger hungrige Gäste, die auch die Bauleute vor Ort nicht kompensierten, aber nun kommen wieder mehr Gäste.
  Dass die Durchreisenden fehlten, sagt nicht nur Elke Gaida, auch bei Ilona Richter machte sich das stark bemerkbar. „Während der Vollsperrung ging der Umsatz um die Hälfte zurück“, sagt die Inhaberin von Richters Kaufpunkt. Nun tönt die Türglocke wieder öfters, wenn jemand den Laden betritt. „Die Straße ist die Lebensader für Melaune, denn wie ich leben viele von der Laufkundschaft“, erklärt die Einzelhändlerin und bedankt sich bei ihren Stammkunden, dass sie ihr die Treue gehalten haben. „Mein Dank gilt auch den Bauleuten, die hier eine ordentliche Arbeit abgeliefert haben“, ergänzt sie.
  Dem stimmt auch Helga Schaffrath zu, die gegenüber den Einkaufsmarkt Melaune führt. Auch ihre Kunden nahmen manch abenteuerlichen Weg auf sich, um sich mit Lebensmitteln bei ihr zu versorgen. „Nachdem die Straße wieder offen war ist es gut angelaufen, die Kunden kommen langsam wieder“, erzählt die Geschäftsfrau. Auch sie hatte Einbußen während der Vollsperrung, ging ihr Umsatz um ein Drittel zurück. Was ihr noch fehlt, sind die Lkw-Fahrer, die sich öfters Zigaretten oder Getränke holten. Auf sie muss sie aber noch eine Weile verzichten.
  Nicht verzichten wollen die beiden Geschäftsinhaberinnen auf ein Dankeschön an ihre Kunden in Form eines Straßenfestes. Über das Datum müssen sich die Frauen noch einigen und vielleicht schließen sich weitere Händler an.
  Bei den Handwerkern schlug die Straßensperrung nicht so nachteilig ins Kontor. Martin Gläser, Geschäftsführer der G.M.V. Dachbau GmbH, sagte: „Wir fahren meist zu unserer Kundschaft, daher musste sie die Einschränkungen nicht auf sich nehmen.“ Zudem war es mit den Straßenbauleuten ein angenehmes Arbeiten, die Rücksicht auf die Zufahrt zum Betriebsgelände genommen haben. Das bestätigt auch Manuel Vetter von Vetter Bedachungen, der gleiches erlebte.
  Für Tischlermeister Reinhard Nitsche hat mit der Straßenfreigabe das Umladen in Döbschütz ein Ende gefunden. „Das war schon ein Problem, immer nach Döbschütz zu fahren, um dort die Ware in Empfang zu nehmen.“ Doch nun ist er froh, dass er eine neue Straße vor der Werkstatt hat, „auch wenn ich meine Regenentwässerung komplett neu verlegen musste.

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Rosemarie Radisch und Sabrina Thiel (rechts) vom Heimatverein verkaufen ihr selbstgemachtes Sauerkraut an die Besucher. Foto: B. Donke

+++ Sächsische Zeitung, Dienstag, 19. Oktober 2010 +++
 

Verein bereitet Herbstmarkt vor

 

von Bernhard Donke

 

  Am Sonntag verwandelt sich der Platz vor der „Alten Wassermühle“ zum Markt.

Derzeit haben die Mitglieder des Heimatvereins Döbschütz/Melaune eine Menge Arbeit mit der Organisation des diesjährigen Herbstmarktes. Er findet am kommenden Sonntag statt. Schon Wochen vorher haben die Frauen des Vereins wieder Weißkraut zu Sauerkraut eingehobelt, das sie am Markttag an den Mann oder die Frau bringen wollen. „Darüber hinaus werden die Frauen wie alle Jahre auch wieder hausbackenen Kuchen und frischgebrühten Kaffee anbieten. Neu ist, dass verschiedene Kürbissuppen zur Verkostung angeboten werden“, sagt Vereinsvorsitzende Andrea Weise.
  Im vergangenem Jahr haben erstmals Frauen aus der polnischen Partnergemeinde von Vierkirchen Jezów Sudecki (Grunau) regionale handwerkliche Produkte auf dem Herbstmarkt angeboten. Sie sind auch dieses Mal wieder mit dabei. Natürlich darf auch ein deftiges Schlachtschüsselessen nicht fehlen. „Um es unseren Besuchern so angenehm wie möglich zu machen und sie auch musikalisch zu unterhalten, wird der Melauner Blasmusikverein der Freiwilligen Feuerwehr von 12 bis 14Uhr mit flotten Liedern aufwarten“, fügt die Vereinsvorsitzende hinzu.
  Für die kleinen Marktbesucher wird ein Drachenbasteln organisiert und wer die Historie von Melaune näher kennenlernen möchte, dem ist der Besuch der beiden Heimatstuben mit Führung anzuraten.

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Die Buchholzer Teichwirte Bernd Mitschke, Heiko Gerlach und Dietmar Thomas (von links) haben ihren Fischzug schon hinter sich. Weitere Fischerfeste werden an diesem Wochenende in Zoblitz und Königshain begangen. Foto: B. Donke

+++ Sächsische Zeitung, Sonnabend, 16. Oktober 2010 +++
 

Die Buchholzer Teiche sind abgefischt, weitere Gewässer warten darauf

 

Von Bernhard Donke

 

  Aus den Teichen werden die Fische geholt. In Buchholz ist das erfolgt, in Zoblitz und Königshain passiert das an diesem Wochenende

  Für die Mitglieder der Pächtergemeinschaft Buchholzer Teiche, Bernd Mitschke, Heiko Gerlach und Dietmar Thomas war der Fischzug unter Beteiligung vieler Zuschauer in den Buchholzer Dorfteichen recht erfolgreich. Sie bewirtschaften die drei Teiche im Ort, aus denen Karpfen, Hecht, Schleie und Aale den Hobbyfischern ins Netz gingen. Dabei durchlebten die Pächter auch bange Tage, als die starken Niederschläge Ende September den Dorfbach und damit auch ihre Teiche zum Überlaufen brachten. Davon war aber beim Abfischen vergangenen Sonnabend nichts mehr zu spüren. Der frische Fisch fand sofort das Interesse bei den vielen Besuchern, die auch mit eigenen Fischspezialitäten überrascht wurden.

 

 

 

Tettaer sind eine verschworene Dorfgemeinschaft

 

Von Ullrich Martin

 

SZ vor Ort: Die Tettaer fühlen sich zu Buchholz hingezogen und machen mit dem Nachbarort vieles gemeinsam. 

  Der Ortsteil Tetta zählt mit seinem um 1400 erbauten Gotteshaus zu den Namensgebern der am 1. Januar 1994 gebildeten Gemeinde Vierkirchen. Die rund 140 Einwohner fühlen sich aber nach wie vor mit der nur wenige Hundert Meter benachbarten Ortschaft Buchholz verbunden. Obwohl nicht mehr im Gemeinderegister verzeichnet, bleibt Buchholz-Tetta mit seinen historisch gewachsenen Gemeinsamkeiten bestehen.
          Zentrale Abwasserentsorgung
  Günter Richter, der seit 18 Jahren einen selbstständigen Elektrobetrieb führt, ist stellvertretender Vorsteher im Ortschaftsrat Buchholz-Tetta. „Natürlich muss man sich für sein Dorf bemerkbar machen, sozusagen von unten nach oben die Geschicke anschieben. Da haben wir schon manches erreicht, gute Straßen, zentrale Abwasserentsorgung.“ Zumal auch ein Tettaer, der Landwirt Bernd Windler, im Gemeinderat sitzt.
  Auf der Dorfstraße, oder sagen wir der Kreisstraße 8453 Melaune-Klinkerwerk Buchholz, kommt mir, in Höhe der schön gestalteten Bushaltestelle, Frau Thomas auf dem Fahrrad entgegen. Für die 77-Jährige wäre ein Radweg nicht schlecht. „Hier ist ganz schön Verkehr.“ Die Verkehrsdichte, mit täglich rund 1000 Fahrzeugen, lässt das aber nicht zu. „Die Gemeinde braucht dagegen für die Straße, einschließlich Winterdienst, nichts zu bezahlen. Die Kosten übernimmt der Landkreis“, sagt Ortsvorsteher Udo Gleisenberg aus Buchholz..
  Eine Besonderheit an der kreislichen Dorfstraße ist der Tante-Emma-Laden mit Postdienst von Elke Baumgart. Die 45-Jährige macht das seit 16 Jahren, und gibt einfach nicht auf. „Vor allem ältere Leute kommen zu mir. Ich mache weiter, solange es geht. Einen anderen Job bekomme ich sowieso nicht. Meine Tochter ist fortgezogen, auch andere junge Leute müssen wegen der Arbeit gehen.“ Die Einheimischen hofften auf die vielen versprochenen Stellen in dem neuen Klinkerwerk. „Vier Leute aus Buchholz und Tetta arbeiten dort. Aber gehen Sie mal zu Tela. Dort sieht es besser aus“, rät Frau Baumgart.
  Die Tela GmbH kann keiner im durch den Fleiß seiner Einwohner geprägten Ortsbild übersehen. Seit Januar 1991 führt Karl-Heinz Schramm den Betrieb für Landmaschinen, Gartengeräte, Service und Vertrieb. „Von den zehn Mitarbeitern, darunter sechs aus Buchholz und Tetta, ist der größte Teil noch dabei. Außerdem bilden wir ständig Lehrlinge aus.“ Der Geschäftsführer wurde hier, auf dem heutigen Firmengelände, geboren. Das fördert und spornt an.
  In der Dorfmitte fällt die Gaststätte „Deutsche Eiche“ mit ihrem gepflegten Äußeren auf. Katrin Scholz übernahm vor zwei Jahren von ihrer Mutter den gefragten Familienbetrieb.
          Feuerwehrhaus und Tierarzt
  Bleiben zwei Einrichtungen, die Anfang Oktober sogar für regionales Aufsehen sorgten: Die Freiwillige Feuerwehr Buchholz/Tetta bekam endlich das neue Feuerwehrzentrum übergeben. Nicht in Buchholz, sondern am Buchholzer Wasser in Tetta. Zwar zog sich der Bau zwei Jahre hin und sorgte auch für manches Kopfschütteln bei den Kameraden. „Aber nachdem wir zwei Jahre auf der Baustelle gelebt haben, sind wir nun froh, das Gebäude nutzen zu können. Mensch und Technik haben hier ordentliche Bedingungen“, erzählt Wehrleiter Remo Kreusch. Seit 14 Tagen ist der Erweiterungsbau übergeben. Und noch einen Neuzugang haben die Tettaer: Der 1985 in Tetta eingeheiratete Dresdner Tierarzt Dr. Frank Ender verlegte seine Tierarztpraxis von Reichenbach nach Tetta und praktiziert künftig im Ort.

 

 

 

  Elke Baumgart vor ihrem Tante-Emma-Laden (rechtes Bild). Seit 16 Jahren versorgt sie die Bürger mit ihrem Geschäft. Blick von der Kreisstraße zur Gaststätte „Deutsche Eiche“ (Mitte), die sowohl das gastronomische wie auch kulturelle Zentrum im Ort ist. Erika Hänsch (rechts) und ihre Tochter Karin Laßmann versehen in der Kirche Tetta zuverlässig „und von Herzen“ die Dienste eines Küsters. Obwohl Tetta wie auch Buchholz eine eigene Kirche haben, gibt es nur eine Kirchgemeinde und einen Gemeindekirchenrat, in dem Frau Laßmann Mitglied ist.Fotos: U. Martin  

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+++ Sächsische Zeitung, Freitag, 15. Oktober 2010 +++
 

Noch dieses Jahr mit dem Sanieren der Kita beginnen


Melaune.
Nicht erst im neuen Jahr soll die energetische Sanierung der Kindereinrichtung in Melaune erfolgen. Darauf wurde in der jüngsten Gemeinderatssitzung von Vierkirchen gedrängt. Nicht nur die Auftragsvergabe, auch die Bauausführung soll dieses Jahr in Angriff genommen werden. Ursprünglich sollten die der Wärmedämmung dienenden Maßnahmen bereits in der Schließzeit im Sommer erfolgen. Bürgermeister Horst Brückner, der den Vorschlag für 2011 machte, sprach sich nun für eine gewerkeweise Sanierung der Einrichtung in Trägerschaft des Kinderkreises Vierkirchen aus. (SZ/sg)

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+++ Sächsische Zeitung, Donnerstag, 14. Oktober 2010 +++
 

Buchholzer frischen Partnerschaft mit Oldenburgern auf

 

Von Bernhard Donke


  Gäste aus Lemwerder sind zu Gast in der Evangelischen Kirchgemeinde BuchholzSeit zwanzig Jahren währt die Partnerschaft der Kirchgemeinde Buchholz mit der aus Lemwerder im Oldenburgischen Land. Gegenseitige Besuche gehören der Partnerschaft regelmäßig an. Am vergangenen Wochenende weilten 23 Lemwerderer in Buchholz, um das 20-jährige Jubiläum ihrer Partnerschaft zu begehen.
  Dazu besuchten die Gäste einen Extra-Themenabend des Christlichen Kulturvereins Tenne. Zudem führte sie der Weg in den Bibelgarten nach Oberlichtenau und anschließend auf dem Monumentberg bei Groß Radisch.
  Sonntags wohnten sie dem Gottesdienst gemeinsam mit ihren Herbergswirten in der Buchholzer Kirche bei, um anschließend sich das Dorf und die nähere Umgebung anzuschauen.
  „Es waren wieder wundervolle Stunden mit unseren Gästen und Freunden aus Niedersachsen in denen wir uns wieder ein ganzes Stück näher kamen und in denen wir und unsere Gäste unvergessliche Erlebnisse hatten“, sagt Katharina Tobias von der Kirchgemeinde Buchholz nach der Abreise der Lemwerderer Gäste.

 

Straßensperrung in Melaune ist aufgehoben

 

Melaune. Die Straßensperrung in Melaune ist aufgehoben. Damit kann die S122 auch von Nichtanliegern wieder befahren werden. Auf die Straßenfreigabe hatten sich bereits vorige Woche bei einer Bauberatung das Straßenbauamt Bautzen mit der Baufirma und der Gemeinde Vierkirchen geeinigt.
  Eigentlich sollte die Straße schon seit Montag wieder frei sein, aber es waren noch Restarbeiten zu erledigen. Ein Nadelöhr bleibt der Durchlass zwischen Döbschütz und Melaune. Der Verkehr wird weiter über eine Behelfsstraße einseitig an der Brückenbaustelle vorbeigeführt. Statt einer Ampel regeln hier Verkehrsschilder den Verkehr.
  Wie aus dem Straßenverkehrsamt weiter zu erfahren war, bleibt die Ortsdurchfahrt aber für Lkws weiterhin gesperrt. Sie müssen die Umleitung nehmen. (SZ/sg)

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Ausstellungen in den Logenräumen der Buchholzer Kirche sind ein Geheimtipp.

+++ Sächsische Zeitung, Sonnabend, 9. Oktober 2010 +++
 

An Kunstorten ist kein Mangel im Umland

 

Von Anja Hecking

 

Was haben das Reichenbacher Rathaus, die Bibliothek in der Kleinstadt und die Logenräume in der Buchholzer Kirche gemeinsam? Alle drei erfüllen nicht nur ihren eigentlichen Zweck. Sie geben auch regelmäßig Ausstellungen einen Raum. Zählt man Schlösser und Museen auf den Dörfern mit ihren Dauer- und Sonderausstellungen dazu, punktuell auch noch Kirchen und Vereinshäuser – dann kommt man schnell zu dem Schluss: Das Umland ist mit Ausstellungs-Räumen reich gesegnet.
  Allein zwischen diesem Sommer und Herbst punkten Reichenbach, Krobnitz, Königshain und Buchholz mit sechs Neueröffnungen. Zu viel für das Land? Die Veranstalter sagen eindeutig nein. Über zu wenig Besucher können sie sich nicht beklagen. „Für unsere Leser sind die Ausstellungen, die hier im Schnitt aller drei Monate wechseln, eine Bereicherung“, sagt Bibliothekarin Barbara Platner. Es kommen auch ganz gezielt Gäste vorbei. „Das merken wir dann an den Reaktionen. Die Leute bleiben stehen, schauen sich alles in Ruhe an und fragen auch durchaus zu dem einen oder anderen bei uns nach.“.

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Die Vorschulgruppe aus der Kita in Weißenberg, die in der Ortsschule in Buchholz ihr Ausweichquartier mit den anderen Kindern aus Weißenberg gefunden hat, nutzt das sonnige Herbstwetter für das Spielen im Sand. Die neuen Mieter machen schon am Hauseingang auf sich aufmerksam (kleines Foto). Fotos: SZ/Steffen Gerhardt

+++ Sächsische Zeitung, Donnerstag, 7. Oktober 2010 +++
 

Weißenberger Kinder fühlen sich in der Buchholzer Schule wohl

 

von Steffen Gerhardt

 

  Neue Kinder sind in das alte Schulhaus eingezogen und erfüllen es wieder mit Leben – wenn auch nur vorübergehend

Gut eingewöhnt haben sich die 66 Jungen und Mädchen aus der Kindereinrichtung „Strombergwichtel„ in Weißenberg. Das bestätigt Kita-Leiterin Monika Böhme. Mit sieben weiteren Erzieherinnen und einer Wirtschaftskraft betreut sie in dem Ausweichquartier die Knirpse in fünf Gruppen. Für ein Jahr sind die Weißenberger hier die neuen Mieter, denn ihre Kindereinrichtung wird solange für rund 900000 Euro umgebaut.
  An ihrer Kita, die seit längerem unter Platzmangel leidet, wird ein Anbau errichtet und es kommt ein neues Dach drauf. Auch sollen die unterschiedlichen Fußbodenhöhen ausgeglichen werden. Dann wird es dort 20 Krippen- und 52Kindergartenplätze geben. Auch die Weißenberger Eltern haben sich daran gewöhnt, ihre Kinder jetzt vier Kilometer weiter weg zu schaffen, sagte die Leiterin.

S e p t e m b er   2 0 1 0

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Iris Spengler mit „Lehrer“ Theo: die lustige Handpuppe mit Sympathiebonus erzählt Grundschülern aus Waldhufen und Vierkirchen Geschichten, auch aus der Bibel, zum Beispiel, welche Berufe sich darin finden. Das Angebot der Evangelischen Kirche will zur Wertevermittlung beitragen.Foto: ru

+++ Sächsische Zeitung, Dienstag, 28. September 2010 +++
 

Theo wird Lehrer auf Zeit

 

Von Annett Preuß


  Theo ist neu – neu an der Grundschule Nieder Seifersdorf und neu im Lern- und Freizeitangebot im Rahmen der ganztägigen Betreuung von Schule und Hort (GTA). Die Jänkendorfer Theologin Iris Spengler gibt der lustigen Handpuppe ihre Stimme. „Ich habe gestaunt, wie still die Kinder waren“, sagt sie nach der Auftaktstunde im September. „Wir haben darüber geredet, wie Freunde sein sollen und was einen guten Freund ausmacht“, sagt sie. Theo sei ein Lehrer auf Zeit und darüber hinaus einer mit Sympathiebonus: Er hat schnell Freunde gefunden.
          Neue Partner
  Zwölf Kinder der zweiten bis vierten Klassenstufe erleben „Theos Team“ nun aller zwei Wochen. Nicht alle sind konfessionsgebunden. Das Angebot der Evangelischen Kirche ist eines von 18, aus denen die 135 Grundschüler in diesem Schuljahr wählen können. „Für uns stand die Frage, wie wir vor dem Hintergrund christlicher Traditionen Werte in die Schule eintragen können“, sagt Helmut-Andreas Spengler, der Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinden Jänkendorf/Ullersdorf und Diehsa. Sein Kollege Andreas Fünfstück ist Pfarrer der Kirchengemeinden Nieder Seifersdorf und Arnsdorf: „Wir wollen als Kooperationspartner zeigen, dass Kirche sich öffnet und bewegt.“ So erfahren die Kinder zum Beispiel, welche Berufe in der Bibel eine Rolle spielen. Oft sind es welche, die es früher gab oder heute noch gibt. Die Fischer gehören dazu, die jetzt mit Netzen ihre Ernte einholen. Iris Spengler: „Daran lässt sich gut erklären, wie wichtig Hilfe ist.“ Ohne zupackende Hände und gegenseitige Hilfe hätte es ein einzelner Fischer schwer. Das den Kindern zu vermitteln, ihr Sozialverhalten zu stärken, sei ein Anliegen. Dabei geht es der Theologin nicht nur um graue Theorie. Die Kinder sollen mit Hilfe von Partnern Praxisluft schnuppern. Gedacht ist an den Besuch eines Fischers, auch an eigene Versuche. Das passt zum Beispiel beim Zeltmacher. „Wir wollen uns im Weben ausprobieren“, sagt Spengler.
  Neu hinzugekommen sind auch die Keramik-AG und die Feuerwehr-AG. Lehrerin Uta Karsch sagt: „Wie bei allem Neuen ist da der Ansturm natürlich am größten.“ Dennoch werden auch die anderen Angebote gerne genutzt.
          Förderung
  Die Gemeinde Waldhufen ist Träger der Grundschule. Die Fördermittel des Freistaates für dieses Schuljahr sind niedriger ausgefallen als beantragt. Für Schulleiterin Elfi Koch ist die Zuweisung einer Pro-Kopf-Summe eine zwangsläufige Entwicklung: „Es gibt jetzt viel mehr Schulen, die GTA anbieten“, sagt sie. Obwohl 3000 Euro weniger zur Verfügung stehen, musste kaum gestrichen werden. Das Kollegium hat eine akzeptable Lösung gefunden: „Wir haben die Angebote in allen Bereichen zeitlich leicht gestreckt“, so Elfi Koch. Das hat geholfen, anfängliche Startschwierigkeiten nach dem Umzug in das neue Haus zu meistern – weil zum Beispiel Klassenlehrer ausfielen und Kollegen ihren Unterricht absichern mussten, zusätzlich zum GTA. Karsch: „Ich denke, insgesamt ist es dennoch gut angelaufen.“
          Hausaufgabenzeit
  Neben den Freizeitangeboten will das Kollegium auch leistungsstarke und schwächere Schüler fördern. Wie im vorigen Jahr gibt es eine feste Hausaufgabenzeit. Karin Richter ist eine der zwei Pädagoginnen, die dort tätig werden: „Wir Lehrer gehen in die Hortgruppen.“ Mit Kindern, denen es schwerer fällt, arbeite sie separat weiter. Vorher mit den Eltern besprochen sei auch, wer Übung im Bereich Lesekompetenz braucht oder in Mathe mehr gefordert werden kann: Rechenfüchse gehen in die Knobel-AG.

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Auch Karina, Ulrike und Jochen Eberl sowie Ruth Boppert (von links) kommen aus dem niedersächsischen Bielefeld zur Studienreise in die Region.

+++ Sächsische Zeitung, Donnerstag, 23. September 2010 +++
 

Neue Tafel informiert Touristen über Preußen-Steine

 

von Bernhard Donke

 

  Vor hundert Jahren begann bereits nördlich von Hohendubrau das Königreich Preußen. Sachsen endete genau in jenem Ort. Auf dem Wiener Kongress von 1815 wurde dies festgelegt und mit zwei Grenzsteinen allseits sichtbar festgelegt. Seit Kurzem weist eine Informationstafel auf diesen historischen Fakt in Hohendubrau hin. Die Gemeindeverwaltung errichtete die Tafel neben den Steinen an der Verbindungsstraße Vierkirchen-Buchholz-Hohendubrau-Gebelzig.
  Einst trennte sie auch die drei Kirchgemeinden und Gemeinden Buchholz, Gröditz, Weißenberg und Gebelzig. Gezogen wurde sie durch die Oberlausitz nach dem Wiener Kongress 1815 als Vergeltung. Sachsen, das an der Seite Napoleons 1813 in der Völkerschlacht bei Leipzig verlor, büßte Land dadurch ein. Die neue Grenze trennte die Oberlausitz in einen preußischen und einen sächsischen Teil. Auf der Tafel kann jetzt jeder interessierte Bürger nachlesen, wofür diese Grenzsteine einst standen.
  Entworfen wurde die Tafel vom Heimatfreund und Grenzsteinforscher Manfred Steinmann aus Reichenbach. Neben die Tafel und die bereits sanierten Grenzsteine (Pilare) stellte die Gemeindeverwaltung Hohendubrau eine rustikale Bank auf, damit sich müde Wanderer setzen können. Zwei weitere Infotafeln wurden am Radweg von Weigersdorf nach Dubrauke und der Verbindungsstraße Gebelzig-Buchholz durch Mitarbeiter des Gemeindebauhofs aufgestellt. Manfred Steinmann übernahm die fachgerechte Bemalung nach historischen Vorbild. Die dafür anfallenden Kosten übernehmen die Gemeinden Hohendubrau und die Stadt Weißenberg zu gleichen Teilen.

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Am Kriegsdenkmal teilt sich die Verkehrsführung in zwei Einbahnstraßen. Das entlastet die Dorfmitte. Bereits am Ortseingang wird auf die geänderte Verkehrsführung hingewiesen. Was den Anwohnern viel wichtiger ist, zeigt das zweite Verkehrsschild: der gesamte Ort ist 30er-Zone. Fotos: SZ/Steffen Gerhardt

+++ Sächsische Zeitung, Donnerstag, 16. September 2010 +++
 

Stresstest für neue Straße in Prachenau

Von Steffen Gerhardt


  Mehr Autos, mehr Busse, als auf dem Fahrplan stehen, und dazu noch die Lkws von den Baustellen – das ist Dora Strehle in den letzten Wochen verstärkt aufgefallen, wenn die Rentnerin aus ihrer Wohnung im Unterdorf schaut. Auch wenn sich das Baugeschehen in und um Melaune sowie in Arnsdorf abspielt, so belastet es doch auch die umliegenden Ortschaften in der Gemeinde Vierkirchen. „Irgendwo müssen sie ja langfahren“, zeigt Dora Strehle einerseits Verständnis, hofft andererseits aber darauf, dass die „Bauerei“ bald ein Ende hat und es wieder ruhiger auf der Straße wird. Denn eine ausgeschilderte Umleitungsstrecke ist die Route durch Prachenau nicht. Günter Jänsch hat aber beobachtet, dass „viele sie nehmen, vor allem merkt man das an den Zittauer Autokennzeichen“. Dass mehr Autos an seinem Grundstück vorbeirollen, seit in Melaune gebaut wird, ist für ihn zwar Tatsache, aber das stört weniger. „Mich ärgern vor allem die Raser, die sich nicht an die 30 km/h halten. Vor allem früh und in den Abendstunden häuft sich das“, sagt der Prachenauer.
  Wenn der Ort als 30er-Zone ausgeschildert ist, dann haben sich die Kraftfahrer dran zu halten! Dieser Meinung ist auch Martin Schöne, der gegenüber von Jänschs wohnt. Vor seinem Haus parkte schon mehrmals das „Blitzerauto“, da das gerade Stück Straße dort zum Gasgeben verleitet. Aber so etwas hat eben nur kurzzeitig abschreckende Wirkung.
  „Wenn es dann noch Prachenauer gibt, die ein Pappschild mit der Aufschrift ,Radarkontrolle’ aufstellen, dann frage ich mich, was will man hier im Ort eigentlich“, berichtet Anwohner Paul Hoke.
  Dass sein Haus fast auf der Straße steht, merkt der Inhaber der Putenfarm besonders, wenn die Lkws vorbeirollen. „Meine Befürchtung ist, dass die Straße darunter mehr leidet, als bisher“, sagt Paul Hoke. Dabei meint er nicht nur die Lkws, die die Sandgrube zum Ziel haben, sondern auch die Baustellenfahrzeuge. „Vor drei Jahren bekamen wir im Zuge der Abwassererschließung eine neue Straße, aber ich glaube nicht, dass sie dem Schwerlastverkehr ewig standhält.“
          Einbahnstraße entlastet
  Diese Befürchtung hat auch sein Sohn Lothar Hoke, der einige Häuser weiter wohnt: „Das wird die Straße nicht ewig mitmachen“, ist er überzeugt. Dennoch hat Lothar Hoke den Eindruck, dass sich das mit dem Verkehr jetzt eingepegelt hat. „Die Anfangszeit war schlimm, als wir im Ort noch keine Einbahnstraßenregelung hatten, da kam es öfters zum Stau.“ Von dieser Regelung hat Werner Hennig aber wenig, denn an seinem Haus rollt es aus beiden Richtungen. „Der Baustellenverkehr hat schon enorm zugenommen, aber den wird unsere neue Straße bestimmt übel nehmen“, ist der 86-Jährige überzeugt und hofft: „Hauptsache, wir werden nicht zur Kasse gebeten, wenn Reparaturen notwendig sind.“
  Mit den beiden Einbahnstraßen wird die Ortsmitte entlastet, auch wenn mancher Anwohner nun erst im Kreis fahren muss, um auf sein Grundstück zu kommen. Martin Schöne hat es beobachtet: „Für uns war das schon eine Umstellung, und mancher fährt jetzt noch verkehrt, selbst der Polizei passierte das.“ Ihm kann das eigentlich egal sein, denn der rüstige Rentner ist mit seinen 83 Jahren mehr auf dem Fahrrad als im Auto unterwegs.

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Bürger sind in Sachen Grauwacke-Tagebau zum Warten verdammt

 

  Es liegen dem Oberbergamt noch nicht alle Unterlagen des Unternehmens vor.

Die Bürger von Gebelzig und Buchholz sind in Sachen Grauwacke-Tagebau zum Warten verdammt. Dieses Fazit zieht Denis Riese, Sprecher der Bürgerinitiative Pro Gebelzig, in der jüngsten Hohendubrauer Einwohnerversammlung in Weigersdorf. Im Vorfeld hatte er die für das Planfeststellungsverfahren federführende Behörde, das Sächsische Oberbergamt (OBA), und das Wirtschaftsministerium des Freistaates mit Bitte um Auskunft angeschrieben. „Vom Bergamt kam keine Antwort“, sagte er. Aus dem Ministerium hieß es, dass das Unternehmen die Nachforderungen weiter bearbeite. Termine seien nicht genannt worden, so Riese.
  Die HWO Hartsteinwerke GmbH & Co. KG Osterburken müssen unter anderem Flora und Fauna im Gebiet über eine ganze Vegetationsperiode beobachten. Bisher liegen die Ergebnisse im Oberbergamt noch nicht vor, hat die SZ auf Nachfrage von Peter Horler, Sprecher des Oberbergamtes, erfahren: „Die HWO hat uns gegenüber die Vorlage der Unterlagen bis Ende des Jahres angekündigt“, sagt er. Der vom Unternehmen in Anspruch genommene Zeitraum für die ergänzenden Planungen sei im Vergleich zu ähnlichen Vorhaben nicht ungewöhnlich.
  Noch läuft die Klage der vom Landverlust bedrohten drei Landwirte vor dem Verwaltungsgericht Dresden auf Widerruf der Bergbauberechtigung. Ein Termin sei noch nicht festgesetzt, weiß Horler. Bis zu einem Urteil ist seitens des Petitionsausschusses keine Äußerung an den Landtag zu erwarten. (SZ/tt)

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Umweltfreundliche Pelletsheizung.

+++ Sächsische Zeitung, Mittwoch, 15. September 2010 +++
 

Gärtnerei Fuchs ist auf Gerberas spezialisiert

 

Von Constanze Junghanß
 

  Gerberas über Gerberas – so weit das Auge im Gewächshaus der Gärtnerei Fuchs reicht. Man könnte meinen, der Korbblütler ist die Lieblingsblume des Familienbetriebes. Und in der Tat: Mitarbeiterin Margit Pohl bestätigt, dass die Gerbera hier eine ganz besondere Rolle spielt. Denn ihr Anbau in Döbschütz beruht auf langjähriger Tradition – seit 1970. Noch 20 Jahre länger zurück reichen die Wurzeln der Gärtnerei. Wilhelm Fuchs baute sie damals hier auf. Das ist nun genau 60 Jahre her. Am 1. Oktober 1950 übernahm Wilhelm Fuchs den kleinen Betrieb, der direkt an der S 124 liegt und auf dem Weg von Reichenbach zur Autobahn-Auffahrt Nieder Seifersdorf nicht zu übersehen ist. Damals hatte die Gärtnerei ein kleines Erdgewächshaus. Wihelm Fuchs war da schon knapp 50 Jahre alt. Zuvor hatte er schon einmal eine Gärtnerei aufgebaut – jenseits der Neiße, dort, wo sich heute die polnische Kohlegrube für das Kraftwerk Turow befindet. Krieg und Vertreibung machten die Arbeit zunichte. Die Familie floh bis nach Reichenbach.
  Bei der Gärtnerei Schwarze, heute Zimmermann, fanden sie Unterschlupf. „Meine Eltern lernten hier den Gärtnerberuf“, erzählt Margit Pohl. Sie ist die Enkeltochter von Wilhelm Fuchs. Ihr Vater übernahm 1973 den Betrieb in Döbschütz. Damals hatten die Gärtnereien aufgrund der Mangelwirtschaft Abgabepflicht zu erfüllen. Vor allem Salat und auch Tabakpflanzen wurden in großen Mengen angebaut. Letztere wurden an die Landwirtschaftliche Produktionsgemeinschaft (LPG) geliefert, die sie dann großflächiger anbaute. Margit Pohl wäre gern schon zeitiger in den Familienbetrieb eingestiegen. „Meine Eltern galten aber durch den Privatbetrieb in der DDR als Kleinkapitalisten“, erzählt sie. Eine Gärtnerlehre wurde ihr verwehrt, und so lernte die Vierkirchenerin Zootechnikerin in der Milchviehanlage Borda. Dort lernte sie auch ihren Mann kennen. Fünf Kinder haben Pohls inzwischen groß gezogen. Vor 15 Jahren übernahm Norbert Pohl die Gärtnerei. Um das Traditionsunternehmen mit den vier Mitarbeitern zu erhalten, investierte die Familie mithilfe von Fördermitteln in die Sanierung und in neue Gewächshäuser. Sie kauften ein Stück Land dazu und verschönerten die Außenanlagen.
  Neueste Errungenschaft ist eine Pelletsheizung, die die Gewächshäuser zusammen mit einer Ölheizung mit Wärme versorgt. Der Anbau von Schnittblumen und Zierpflanzen erfolgt ganzjährig. Kurz nach Weihnachten blühen bereits die ersten Tulpen. Gemüsejungpflanzen gibt es von Februar bis in den frühen Herbst. 85 Prozent der Pflanzen stammen aus eigener Produktion. „Das ist unser großes Plus“, sagt Norbert Pohl.
  Um sich auch ansonsten auf dem Laufenden zu halten, hält er Kontakt zu Kollegen in der Region. Gemeinsam werden Messen besucht. Die Kundschaft kommt nicht nur aus der Umgebung, sondern auch aus Görlitz, Löbau und Niesky. Für deren Treue und aus Anlass der beiden runden Jubiläen veranstaltet die Döbschützer Gärtnerei am 16. Oktober einen Tag der offenen Tür. Da gibt es unter anderem auch eine Chronik des Betriebes zu sehen.

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Gesang gehörte dazu.Foto: Bernhard Donke

+++ Sächsische Zeitung, Montag, 13. September 2010 +++
 

Brotzeit junger Christen

 

Von Bernhard Donke


  Zur 1. Brotzeit der Evangelischen Jugend hatte die Jugendscheune Melaune e.V. am Freitagabend in das Gemeindehaus der Evangelischen Kirchgemeinde Klitten geladen. Sechs Monate lang wird es diese Zusammenkunft nun dort geben. Zuvor fand diese in Melaune und zuletzt in der Kodersdorfer Kirchgemeinde statt.
  Gut 130 Jugendliche – so dass viele keinen Sitzplatz mehr bekamen – waren aus dem gesamten Kirchenkreis Niesky, aus dem Kreis Kamenz und selbst aus der Landeshauptstadt gekommen, um gemeinsam mit der Klittener Jungen Gemeinde unter dem Motto „Life Style“ die Brotzeit zu begehen. Dabei kamen Lobpreisungen mit Gesang, Spiel und Theater nicht zu kurz. Gezeigt wurde ein Film, der während der Rumänienrüstzeit im Juli dieses Jahres von den Jugendlichen der Jugendscheune Melaune e.V. aufgenommen worden war. Er vermittelte einen Einblick in die Hilfe, die die jungen Leute den Menschen in Rumänien zukommen lassen.

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+++ Sächsische Zeitung, Dienstag, 7. September 2010 +++
 

Pilgerherberge verstärkt genutzt

 

Von Anja Hecking

 

In der „Alten Schule“ in Buchholz haben bisher in diesem Jahr mehr Pilger übernachtet als sonst.

  In diesem Jahr haben schon 130 Pilger in der „Alten Schule“ in Buchholz übernachtet. Das sind 30 mehr als im gleichen Zeitraum der Vorjahre. Auffallend in diesem Jahr war auch der zeitige Start der Pilgersaison. Schon im Januar wurden in der Herberge die ersten Gäste begrüßt, bestätigt Katharina Tobias, Vorsitzende des christlichen Kulturvereins „Tenne“. Der Verein betreibt die „Alte Schule“ gemeinsam mit der evangelischen Kirchgemeinde als kulturelle Begegnungsstätte. Hier befindet sich auch die kleine Herberge. Die Pilgersaison beginnt sonst in der Woche vor Ostern und endet im Oktober. Pilger, die den Jakobsweg entlang der alten Handelsstraße Via Regia von Görlitz aus bis nach Buchholz zurücklegen, bringen nach Einschätzung des Vereins meistens schon viel Erfahrung mit. Viele von ihnen sind in den alten Bundesländern zu Hause. Die Tagesstrecke von Görlitz bis nach Buchholz umfasst um die 30 Kilometer und erfordert Durchhaltevermögen. Das hat der Verein in diesem Jahr selbst getestet. Zwischen sieben und acht Stunden mit Pausenzeiten haben die Mitstreiter für das Teilstück benötigt.
  In der „Alten Schule“ stehen für Pilger ein Zimmer mit zwei Betten, eine Liege und mehrere Matratzen auf dem Spitzboden sowie weitere Notquartiere bereit. „Es muss niemand weggeschickt werden“, sagt Sonja Leubner vom Tenne-Verein. Auf Wunsch erteilen Katharina Tobias und Sonja Leubner den Pilgern am Morgen in der kleinen Dorfkirche gern auch den Reisesegen.

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+++ Sächsische Zeitung, Sonnabend, 7. September 2010 +++
 

Neues Konzept für Discos funktioniert

 

Von Anja Hecking

 

Buchholz. Das neue Vermarktungskonzept des Kultur- und Sportvereins für die Freiluftsaison im Schlosspark ist aufgegangen. Als Vier-Gänge-Menü hat der Verein vier Diskotheken zwischen Ende Mai und Anfang September über das Internet und Flyer beworben. Dadurch wurden auch Gäste aus der gesamten Region aufmerksam. Das bestätigt der Verein, der mit der Disco am heutigen Sonnabend, ab 21 Uhr, die Nachspeise bereithält. Vor allem an junge Leute richtet sich das Angebot.

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+++ Sächsische Zeitung, Freitag, 3. September 2010 +++
 

Aus dem Einsatztagebuch August

 

Bissiger Hund

Ein Kind wurde in Buchholz von einem Hund ins Gesicht gebissen. Vermutlich durch plötzliches Herantreten von hinten erschrak der an der Leine geführte Schnauzer-Labrador-Mischling derart, dass er dem zwölfjährigen Mädchen ein Stück Oberlippe abbiss. Gegen den Hundehalter wird wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt.

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Die Landfrauen Anneliese Schulze (links) und Rosi Idziaschek binden einen Erntekranz für die polnische Partnergemeinde Jezow Sudecki.

 

Landfrauen binden Kranz als Gastgeschenk

 

Von Constanze Junghanß

 

  Am Wochenende ist der Verein bei einem Besuch im polnischen Partnerort dabei. Ab Oktober plant er Vorträge zur Gesundheit

Mit flinken Fingern bindet Christine Becker das Getreide zusammen. Immer fünf Halme verknüpft sie miteinander. Aus den Minigarben entsteht ein Erntekranz. Den nehmen die Landfrauen an diesem Wochenende in die polnischen Partnergemeinde von Vierkirchen, Jezow Sudecki mit.
  „Seit vielen Jahren pflegt die Gemeinde die Kontakte und wir Landfrauen sind bei den Treffen immer mit dabei“, freut sich Vereinsvorsitzender Heike Windler schon auf den Ausflug ins polnische Nachbarland. An dem Gastgeschenk haben sieben Vereinsmitgliedern mitgearbeitet. Doch nicht nur Kränze werden von den Landfrauen gebunden. Der August und der September sind die arbeitsreichsten Monate bei den Landfrauen. Das beginnt bereits mit der Getreideernte für die zahlreichen Bastelarbeiten. Mit der Hand und per Sichel werden Weizen, Roggen, Gerste und Hafer eingebracht. „Wir sortieren gemeinsam die Garben und schneiden die Ähren“, erklärt Heike Windler.
          Vorbereitungen sind A und O
  Lieselotte Friede ergänzt, dass die Vorbereitungen viel Arbeit machen. „Aber wir haben jede Menge Spaß dabei und können uns hier im Kreis über alte Handarbeitstechniken und Rezepte austauschen“, sagt die Rentnerin. Die Pflege der Gemeinsamkeit im dörflichen Leben, die Weitergabe traditioneller Techniken und der Erfahrungsaustausch rund um den landwirtschaftlichen Jahreslauf sind die Dinge, die die Landfrauen beschäftigen. 23 Mitglieder hat der Verein insgesamt. Sie kommen nicht nur aus Melaune, sondern auch aus Reichenbach, Sohland, Mengelsdorf und Meuselwitz – so, wie Waltraud Fülöp. Sie arbeitet im gleichnamigen landwirtschaftlichen Familienbetrieb in Meuselwitz. Ihr liegen die Landwirtschaft und die Natur am Herzen. In der Stadt würde sie sich ebenso wenig wohlfühlen wie die anderen Vereinsmitglieder. „Im Dorf gibt es keine Anonymität. Da hat jeder ein Auge auf den anderen und dadurch funktioniert auch das gute Miteinander auf dem Land“, sagt sie. Wohl auch deshalb sind die Treffen in der Landfarm Melaune immer so beliebt.
 Die Angebote werden jetzt erweitert. Handarbeitsnachmittage mit Klöppeln, Häkeln und Stricken soll es ab Oktober geben. Öffentliche Vorträge zur Gesundheit stehen auf dem Plan. Und Ende September veranstalten die Landfrauen gemeinsam mit dem Gesundheitsamt und Ernährungsfachfrauen vom Bauernhof Ladusch einen Kartoffel-Projekttag in der Grundschule Nieder-Seifersdorf. „Wer Lust hat, bei uns mitzumachen oder einfach mal über die Schultern zu schauen, ist herzlich eingeladen“, sagt Heike Windler.
  Die Mitglieder des 1994 gegründeten Landfrauenvereins treffen sich ein- bis zweimal monatlich in der Landfarm Melaune. Kontakt über Heike Windler, 02894 Vierkirchen, unter 035827/70415 oder 035827/72067..

A u g u s t   2 0 1 0

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+++ Sächsische Zeitung, Donnerstag, 19. August 2010 +++
 

Polizeibericht

250 Liter Diesel vom Bohrfahrzeug abgezapft

Melaune.
Aus einem Bohrgerätefahrzeug, das in einem Melauner Steinbruch gesichert abgestellt war, hat in der Nacht zum Dienstag jemand 250 Liter Diesel abgezapft.

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+++ Sächsische Zeitung, Freitag, 13. August 2010 +++
 

Nachrichten
Telefonkabel wird ohne Einschränkungen verlegt
 

Von Constanze Junghanß


Arnsdorf-Hilbersdorf. Im Zuge des Straßenbaus der Kreisstraße in Arnsdorf-Hilbersdorf wird auch ein Glasfaserkabel der Deutschen Telekom umverlegt. „Für die Anwohner gibt es aber dadurch keine Einschränkungen“, sagt Baubetreuer Stephan Lehmann. Das Kabel wird während der Arbeit nicht vom Netz abgetrennt.

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+++ Sächsische Zeitung, Donnerstag, 12. August 2010 +++
 

Dorffest mit Sport und Unterhaltung


Von Constanze Junghanß


Arnsdorf-Hilbersdorf. Der lang gestreckte Ortsteil von Vierkirchen bereitet sich auf sein diesjähriges Dorffest vor. Dazu lädt der Sportverein vom 20. bis 22. August ein. Jede Menge Musik steht auf dem Programm. Am Freitag in einer Woche spielen die Heideländer Musikanten. Abends gibt es eine Diskothek mit Feuerwerk.

Sonnabend wird erst einmal dem Ball beim Fußball hinterher gejagt. Ab 20 Uhr erleben die Gäste ein Tina-Turner-Double und einen Tanzabend mit DJ Rutzl. Sonntag beginnt 10.30 eine Ausstellung mit Oldtimern. Der Nachmittag bietet Comedy und Musik. Für die Kinder gibt es Mitmachangebote.

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+++ Sächsische Zeitung, Mittwoch, 11. August 2010 +++
 

Nachrichten

Straßenbau wird noch über ein Jahr dauern


Von Constanze Junghanß


Arnsdorf-Hilbersdorf. Der Bau der Kreisstraße durch den Ort samt einem Radweg soll voraussichtlich im Sommer 2011 abgeschlossen sein. Das bestätigt Bürgermeister Horst Brückner (parteilos). In Hilbersdorf wird außerdem zurzeit der zentrale Abwasserkanal verlegt. Abwasserzweckverband und Gemeinde sind dafür die Bauträger. In diesem Zuge erhält die Straße auch eine neue Decke. „Hier rechnen wir mit einem Bauende in etwa vier Wochen“, sagt Horst Brückner.

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Diese Stützmauer in Arnsdorf-Hilbersdorf ist durch das Hochwasser weggebrochen. Die Bauarbeiter haben die Lage im Griff.Foto: Constanze Junghanß

+++ Sächsische Zeitung, Dienstag, 10. August 2010 +++
 

In Arnsdorf brechen Stützmauern weg

 

Von Anja Hecking und Constanze Junghanß

 

  Das Hochwasser hat auch für Schäden in den Gemeinden des Umlandes gesorgt. SZ erkundigte sich nach der aktuellen Lage

           Schäden beim Strassenbau in Arnsdorf sind überschaubar
 
Auf den Dörfern rund um Görlitz hat das Hochwasser keine größeren Schäden eingerichtet (SZ berichtetet). Dennoch mussten sich die Straßenbauarbeiter in Arnsdorf-Hilbersdorf gestern auf die Zerstörungen einstellen, die das Arnsdorfer Wasser hinterlassen hat. Zu einer dramatischen Bauverzögerung wird es deshalb aber nicht kommen. Das bestätigte Bürgermeister Horst Brückner (parteilos). Zwei Stützmauern sind weggebrochen. Eine davon sollte im Zuge des Ausbaus der Kreisstraße, die vom Ortseingang Richtung Autobahn bis zum Ortsausgang Richtung Königshain führt, erneuert werden. Derzeit ist die Firma Nadebor aus Krauschwitz mit dem Straßen- und Tiefbau und der Regenentwässerung auf der etwa zwei Kilometer langen Strecke beschäftigt. „Als das Wasser am Sonnabend immer weiter stieg, sind gleich einige Leute aus der Firma vor Ort gefahren, um die Schäden einzudämmen“, sagt Vorarbeiter Mike Werchosch. Immerhin stand in der ausgebaggerten Straße das Wasser 80 Zentimeter tief. Ein Baufahrzeug musste gesichert werden, da Wasser rein lief. Hier hofft die Firma, dass die Versicherung für die notwendige Reparatur aufkommt. Ein Teil der Frostschutz- und Tragschichten im Boden wurde durch das Hochwasser weggespült. Das aufgeweichte, schlammige Erdreich wird an den betroffenen Stellen ausgetauscht. Auch einige Regenwasserleitungen sind durch Sand, Schlamm und Steine zugesetzt. Hier erfolgt eine Spülung. „Diese Maßnahmen sind ziemlich schnell zu realisieren“, schätzt Baubetreuer Stephan Lehmann ein. An der rund 200 Meter langen Stützmauer am Arnsdorfer Wasser, die im Zuge des Straßenbaus erneuert wurde, richteten die Naturgewalten zum Glück keinen Schaden an.

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+++ Sächsische Zeitung, Montag, 9. August 2010 +++
 

Die Katastrophe bleibt aus

 

Von Anja Hecking und Constanze Junghanß

 

  Im Umland ist die Lage wesentlich entspannter als in Görlitz. Flüsse und Dorfbäche sind am Sonnabend je nach Ortslage am späten Nachmittag bis zum Abend aufgrund der starken anhaltenden Regenfälle über die Ufer getreten. Die Pegel blieben dann aber relativ schnell konstant und waren noch in der Nacht wieder rückläufig. Diese Einschätzung betrifft vor allem den Weißen Schöps im Raum Markersdorf und Holtendorf sowie die Dorfbäche.

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          Vereinshaus in Melaune betroffen
  Anders sieht es Raum Sohland, Reichenbach und Vierkirchen aus, wo der Schwarze Schöps fließt. In Melaune machten sich die Überschwemmungen rund um das Vereinshaus Alte Wassermühle unweit vom Eisstadion und das Feuerwehrhaus breit. Die Feuerwehr konnte ihre Fahrzeuge noch rechtzeitig aus dem Gerätehaus holen. In Arnsdorf richtete das Arnsdorfer Wasser Schaden auf den Straßen- und Abwasser-Baustellen an. Die Firmen versuchten gestern, Herr der Lage zu werden und erste Schäden zu beseitigen.

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+++ Sächsische Zeitung, Sonnabend, 7. August 2010 +++
 

Nachrichten

Gemeinde gibt Geld für Spielgeräte

 

Von Anja Hecking


Die Gemeinde wird für die Tagesmutter in Arnsdorf-Hilbersdorf einen Antrag auf Fördermittel für Spielgeräte stellen. Das hat der Gemeinderat beschlossen. Annett Queißer möchte Spielgeräte für den Innen- und Außenbereich kaufen und dafür 2011 eine Förderung über den Landkreis Görlitz nutzen. Die Gemeinde wird den Eigenanteil von rund 290 Euro bereit stellen. Die gesamte Investition kostet 2900 Euro. Die Tagesmutter arbeitet seit August 2009. Die Kommune hat diese Betreuungsform auch im Bedarfsplan anerkannt.

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+++ Sächsische Zeitung, Mittwoch, 4. August 2010 +++
 

Nachrichten

Landkino zeigt bis Mitte September montags Filme

Von Constanze Junghanß


Arnsdorf-Hilbersdorf. Das Landkino auf dem Pfarrhof ist in dieser Woche in seine zweite Runde gestartet. Bis zum 13. September flimmern hier an jedem Montagabend wieder Filme über die Leinwand. Wer gemeinsam dazu lachen, weinen, nachdenken oder gespannt das Geschehen verfolgen will, der sollte sich die Montage vormerken. Los geht es immer um 20 Uhr. Am 9. August läuft zum Beispiel die amerikanische Tragikomödie „In den Schuhen meiner Schwester“. Auf dem Pfarrhof können sich die Gäste auch unterhalten, ein Glas Wein trinken und die Atmosphäre genießen.

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Fitnesskurse bald im Schloss

 

Von Anja Hecking

 

  Der Kreissportbund wagt sich im Görlitzer Raum auf Neuland. Die ersten Mitstreiter melden sich an.

Mit dem Gesundheitssportkurs, den der Oberlausitzer Kreissportbund ab Ende August im Buchholzer Schloss anbietet (SZ berichtete), wagt sich der Verein im Görlitzer Bereich auf Neuland. Ein ähnliches Angebot hatte Übungsleiterin Kathrin Blümel schon einmal mit Erfolg in See gestartet.
  Interessenten in Buchholz können also bald etwas für ihre Gesundheit, Beweglichkeit und Ausdauer tun, ohne dass sie dafür mit dem Auto bis nach Görlitz oder in eine andere Stadt zu fahren brauchen. Auf Buchholz ist der Kreissportbund gekommen, weil es vor Ort Nachfragen gab. Im Schloss steht außerdem ein geeigneter Raum bereit. Mit der Gemeinde Vierkirchen ist sich der Sportbund schnell und unkompliziert einig geworden. Der Gesundheitssportkurs beinhaltet Gymnastik für die Wirbelsäule, Training auf dem Steppbrett, Übungen für Koordination, Kraft, Problemzonen und Entspannung. Je nach Nachfrage und Alter stellt sich Kathrin Blümel auf die Teilnehmer ein. Bei Bedarf können auch zwei Gruppen gebildet werden. In eine Liste, die im Buchholzer Frisörsalon ausliegt, haben sich schon mehrere Frauen eingetragen, freut sich die Übungsleiterin. Losgehen wird es am 30. August um 19.30 Uhr für eine Stunde. Zehn Wochen lang finden die Einheiten statt. Eine vorherige Anmeldung beim Kreissportbund ist nötig. Außerdem können Interessenten prüfen, ob ihre Krankenkasse die Kosten übernimmt oder einen Bonus vergibt. Die Gesundheitssportkurse sind mit dem Qualitätssiegel „Sport pro Gesundheit“ zertifiziert. Die 43-jährige Übungsleiterin ist für Kurse im Breitensport, Gesundheitssport, Reha und Wellness ausgebildet und arbeitet als Koordinatorin beim Kreissportbund.

Anmeldungen unter 03581/7 50 08 12   blümel@oberlausitzer-ksb.de

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+++ Sächsische Zeitung, Dienstag, 3. August 2010 +++
 

Parkproblem für Erzieherinnen gelöst

 

Buchholz. Nachdem die Kita-Kinder aus Weißenberg vorübergehend in die ehemalige Grundschule in Buchholz eingezogen sind (SZ berichtete), wurde inzwischen auch das Parkproblem für die zehn Erzieherinnen gelöst. Es stehen jetzt separate Parkflächen bereit. Dadurch bleibt an der Einrichtung Platz für die Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto nach Buchholz bringen.
  Ansonsten ist es auf der schmalen Straße recht eng. Der Kindergarten kann bis zu 73 Kinder in Buchholz betreuen. Das sind mehr, als zuletzt Schüler die Grundschule besuchten. Das waren je nach Schuljahr zwischen 40 und 50 Mädchen und Jungen. Die Kindertagesstätte Weißenberg wird umfassend saniert und nutzt das Schulhaus im Nachbarort gern als Ausweichquartier. (bd/SZ/ah).

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+++ Sächsische Zeitung,  Sonnabend, 31. Juli 2010 +++
 

Nachrichten

Sportverein hat jetzt zwei Kindertanzgruppen

Von Constanze Junghanß

 

Arnsdorf-Hilbersdorf. Der Sportverein hat einen neuen Bereich für die Kinder erschlossen. Zwei Kindertanzgruppen haben sich unter der Leitung von Maria Barteldt und Caroline Hänsel gebildet. Insgesamt machen bisher 17 Kinder im Alter von vier bis acht Jahren mit. Nächster großer Auftritt ist am 20. August zum Seniorennachmittag im Rahmen des Dorffestes.

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+++ Sächsische Zeitung, Freitag, 30. Juli 2010 +++
 

Nachrichten

Arnsdorfer feiern zum 20. Mal am ehemaligen Bahnhof


Von Constanze Junghanß


Arnsdorf-Hilbersdorf. Der ehemalige Bahnhof wird an diesem Sonnabend wieder zum Leben erweckt. Hier veranstalten die Anwohner aus dem Ort ein Straßenfest. „Seit 1990 hat das Fest bei uns Tradition“, erzählt Ursula Kliem aus Arnsdorf.
  Wichtig sind ihr und den Nachbarn der Zusammenhalt im Dorf, der durch solche privat organisierten Veranstaltungen mit gepflegt wird. „Früher waren wir zusammen mit den Kindern etwa 40 Leute, die mitgemacht haben“, sagt sie. Noch heute kommen die nun erwachsenen Kinder mit ihrem eigenen Nachwuchs gern zu diesem Traditionsfest. Ein Straßenfest gibt es seit Jahren auch in der Rotsteingemeinde. Dort feiern die Sohländer auf ihrer Paulsdorfer Straße.

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Hell und groß sind die meisten Räume in der ehemaligen Grundschule in Buchholz. Hier leben jetzt die Weißenberger Kita-Kinder.Foto: SZ/Uwe Soeder

+++ Sächsische Zeitung, Donnerstag, 29. Juli 2010 +++
 

Weißenberger „Strombergwichtel“ beziehen ihr Übergangs-Quartier

 

Von Kerstin Fiedler

 

  Die Baugenehmigung für die Sanierung der Kita liegt jetzt vor. Während der Bauzeit sind die Kinder in Buchholz untergebracht.

Fröhliches Lachen kommt aus den Räumen der ehemaligen Grundschule in Buchholz. Nachdem die letzten Grundschüler zum Schuljahresende ausgezogen waren, wurde in den vergangenen 14Tagen mächtig gewerkelt. Die Bauhof-Mitarbeiter aus Weißenberg, Erzieherinnen und Eltern halfen, aus der ehemaligen Grundschule ein Übergangsdomizil für die Weißenberger Kindertagesstätte „Strombergwichtel“ zu machen. Die nämlich soll saniert werden. Am Montag kam die lang ersehnte Baugenehmigung. Am selben Tag sind die Kinder in Buchholz eingezogen. „Für alle war es eine Überraschung im neuen Haus. Doch als die Kinder sahen, dass in den Zimmern ihre gewohnten Möbel stehen, fühlten sie sich schnell heimisch“, sagt die Leiterin der Kindertagesstätte, Monika Böhme.
          Schöne Gruppenräume
  Alle fünf Gruppenzimmer haben einen freundlichen, hellen Anstrich erhalten. Für die zweitälteste Krippengruppe sind zwei Waschbecken im Zimmer. Die Kleinsten haben ihre Betten mit im Gruppenraum. „Aber der Raum ist sehr groß, da geht das schon mal für die Übergangszeit. Auch zwei Räume für die älteren Kinder sind schön groß. Der Renner bei den Kindern sind die Tafeln zum Malen. Erzieherin Gudrun Bräuer ist zufrieden mit dem Ausweichobjekt. Nur die Umstellung, dass die Küche im Keller ist, muss sich noch einprägen. Gudrun Bräuer ist ein wenig traurig, denn sie wird nicht mehr in der dann sanierten Einrichtung in Weißenberg arbeiten. „Ich gehe nächstes Jahr in Rente“, sagt sie.
  „Der Platz für die Vorschulgruppe ist etwas klein“, sagt Monika Böhme. Hier musste auch noch Platz gemacht werden für den Ausgang zur Fluchttreppe, die in Weißenberg ab- und in Buchholz wieder angebaut wurde. „Aber wir können den Turnraum im Schloss mit nutzen, da wird es sich schon alles einpegeln“, sagt die Leiterin. – Vorige Woche waren die zuständigen Ämter aus Görlitz zur Kontrolle in Buchholz. Bis auf kleine Auflagen, die noch verändert werden, wurde alles genehmigt.
  Andreas Heinisch aus Kotitz ist ganz zufrieden mit dem Ausweichobjekt. Er muss mit Tochter Lena Vanessa jetzt zehn Minuten länger fahren. „Aber für eine absehbare Übergangszeit geht das schon in Ordnung“, sagt er.
          Erste Aufträge am 30.August
  Auch die Weißenberger Hauptamtsleiterin Marion Zimmermann ist froh, dass alles so gut geklappt hat. Das kurze Halten vor der Einrichtung wird sich einspielen, der Schulbus, der früher durch die Gasse fuhr, ist verlegt worden. Nun kann sich die Stadt auf die Sanierung in Weißenberg konzentrieren. An der Kita stehen jetzt die Container. „Um Geld zu sparen, räumt der Bauhof alles aus. Was wieder verwendet werden kann, wird eingelagert“, sagt Marion Zimmermann. Das Planungsbüro erarbeitet derzeit die Leistungsbeschreibungen. Erste Aufträge sollen zu einem Sonder-Stadtrat am 30.August möglichst an regionale Firmen vergeben werden.

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+++ Sächsische Zeitung, Mittwoch, 28. Juli 2010 +++
 

Sport im Schloss ab Ende August

 

Buchholz. Der Oberlausitzer Kreissportbund bietet erstmalig im Buchholzer Schloss einen Gesundheitssportkurs für alle Interessierten an. Wirbelsäulengymnastik, Bewegungstraining mit dem Steppbrett, Koordinationsschulung, Kräftigungsübungen für die Muskelgruppen Bauch-Beine-Po und Arme sind geplant. Unterschiedliche Entspannungsübungen runden jede Kursstunde ab.
 Losgehen soll es am 30. August, von 19.30 bis 20.30 Uhr. Zehn Wochen lang, immer montags für eine Stunde, geht es weiter.
 Eine vorherige Anmeldung beim Oberlausitzer Kreissportbund, unter 03581/7 50 08 12 ist nötig.
  Interessenten sollten vorab ihre Krankenkasse nach der Kostenübernahme oder einem Bonusprogramm fragen. Die Gesundheitssportkurse sind mit dem Qualitätssiegel „Sport pro Gesundheit“ zertifiziert. Anmeldungen beim Kreissportbund sind auch per E-Mail möglich. (SZ).

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+++ Sächsische Zeitung, Freitag, 28. Juli 2010 +++
 

Ortsstraße erhält neue Schwarzdecke

 

Melaune. Der Ausbau der Ortsdurchfahrt von Melaune geht voran. Am Mittwoch und gestern hat die Wilsdruffer Straßenbaufirma mehrere Schichten aufgebracht. Das ist keine leichte Arbeit für die Straßenbauer. Denn der Asphalt ist nach dem Auftragen auf dem Boden 160 Grad heiß. Dazu kommt die tägliche Hitze. Die S122 wird zurzeit zwischen der Einmündung nach Tetta und der Kreisstraße nach Reichenbach grundhaft ausgebaut.

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Siegfried Kreusch zeigt verschiedene handwerkliche Schmiedearbeiten, die er für die Ausstellung zusammengetragen hat.Foto: Bernhard Donke

+++ Sächsische Zeitung,  Sonnabend, 17. Juli 2010 +++
 

Das Handwerk vor 100 Jahren

 

Von Bernhard Donke

 

  In der Kirche sind Zeugnisse der örtlichen Gewerke von 1900 bis 1950 zu sehen.

In den Logenräumen der Kirche Buchholz wurde innerhalb der Ausstellung „Chronikblätter“ eine weitere Exposition unter dem Titel „Handwerk und Gewerbe in Buchholz und Tetta in der ersten Hälfte des 20.Jahrhunderts“ eröffnet.
  Diese Ausstellung basiert auf den Geschichtsblättern von Gotthard Ender, der sie wie schon so oft für eine Schau zur Verfügung stellte. Gestaltet wurde die Ausstellung von Sonja Leubner und Kerstin Ender. Gezeigt werden Fotos und Dokumente, die das Handwerk und Gewerbe in beiden Orten von 1900 bis 1950 widerspiegeln. Außerdem sind handwerkliche Erzeugnisse zu sehen, wie die gesammelten und aufgearbeiteten Schmiedearbeiten von Siegfried Kreusch, der Anfang der 1950er Jahre in der Dorfschmiede von Fritz Laube in Buchholz erfolgreich seine Schmiedegesellenlehre absolvierte. „Ich finde die Ausstellung sehr gelungen. Vor allem wir älteren Bürger finden uns in vielen Bildern wieder, weil uns viele Dinge im Ort noch bekannt sind“, sagt Siegfried Kreusch.

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+++ Sächsische Zeitung,  Sonnabend, 17. Juli 2010 +++
 

Nach Sommerfilm das Montagskino


Arnsdorf.
Nach dem Sommerfilmprogramm, das seinen Abschluss mit dem Pfarrhoffest am ersten Juli-Wochenende hatte, ist jetzt Sommerpause im Landkino Arnsdorf.
  Die Filmfreunde können sich aber schon auf den August freuen, denn dann startet das Montagskino. Jeden Montagabend, bis zum 13.September, läuft ab 20Uhr ein Spielfim. Den Auftakt macht der oscarnominierte Streifen „Das weiße Band“ Ein Drama um ein Dorf im Norden Deutschlands vor dem Ersten Weltkrieg.
  Gezeigt werden außerdem das auch in Görlitz gedrehte Drama „Der Vorleser“ am 23.August und die Geschichte um den niederlausitzer Krabat in dem gleichnamigen Film am 13.September. (SZ/sg)

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Die Informationstafel neben den historischen Grenzsteinen Foto: B. Donke

+++ Sächsische Zeitung,  Mittwoch, 14. Juli 2010 +++
 

Grenzsteine aufgewertet

 

Von Bernhard Donke

 

  Eine Tafel gibt Auskunft über den Grenzverlauf zwischen den Königreichen Preußen und Sachsen.

   Genauere Auskünfte über die inzwischen restaurierten Grenzsteine gibt jetzt eine Informationstafel. Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung Hohendubrau stellten diese an die beiden historischen Grenzsteine zwischen dem Königreich Preußen und dem Königreich Sachsen an der Verbindungsstraße von Buchholz nach Gebelzig auf.
  Einst trennte diese Grenze auch die drei Kirchgemeinden und Gemeinden Buchholz, Weißenberg und Gebelzig. Gezogen wurde die neue Grenze durch die Oberlausitz nach dem Wiener Kongress 1815 und als Vergeltung. Denn der sächsische König hatte bis zur Niederlage Napoleons in der Völkerschlacht bei Leipzig 1813 als Mitglied im Napoleon treuen Rheinbund an dessen Seite gestanden und gekämpft.
  Danach trennte die Grenze die Oberlausitz in einen preußischen und einen sächsischen Teil. Auf der Tafel kann jetzt jeder Interessierte nachlesen, wann, warum und wofür diese Grenzsteine einst standen. Entworfen wurde die Tafel vom Heimatfreund und Grenzsteinforscher Manfred Steinmann aus Reichenbach.
  Neben diese Tafel und die bereits sanierten Grenzsteine, auch Pilare genannt, will die Gemeinde Hohendubrau noch eine rustikale Bank aufstellen, damit sich der müde Wanderer auch setzen und die Tafel in Ruhe lesen kann.

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Sohn Reik schmiedet das Eisen, Vater Harald Dießner erhitzt schon das nächste Stück Eisen im Schmiedefeuer. Damit allein lässt sich heute kein Geld mehr verdie-
nen, deshalb werden in der Arnsdorfer Schmiede auch Treppen, Geländer, Türen, Tore und Stahl-
konstruktionen gebaut. Zudem werden auch die Dienste einer Bauschlos-
serei in der seit 100 Jahren bestehenden Schmiede der Familie Dießner angeboten.
Die Wetterfahne zeigt es: Das Haus mit der Schmiede steht mindestens seit dem Jahr 1852.Fotos: SZ/Steffen Gerhardt

+++ Sächsische Zeitung, Sonnabend, 10. Juli 2010 +++
 

Das Feuer brennt in der vierten Generation

 

Von Steffen Gerhardt

 

  Wenn sich in Arnsdorf die Quecksilbersäule in Bewegung setzt, die 30-Grad-Marke zu überschreiten, dann ist das Feuer in der Schmiede Dießner schon wieder erloschen. „Bei dieser Hitze entfachen wir das Feuer nur in den Morgenstunden, um Eisen zu erhitzen“, sagt Harald Dießner. Denn längst ist für den Inhaber, seinem Sohn Reik und den beiden Angestellten das Schmieden nur eine Tätigkeit unter vielen.
  Der Schmied von heute muss Fachwissen und Erfahrung im Metallbau, Kalkulieren und Ausschreiben haben. Das ist bei Dießners nicht anders, zumal Vater und Sohn beide Schmiedemeister sind. „Die Erbfolge ist also geklärt“, sagt Harald Dießner schmunzelnd. Auch wenn er erst 55 ist und noch einige Eisen bis zur Rente schmieden muss, so freut er sich dennoch, dass sein Sohn die Familientradition fortsetzen will. „Die Schmiede Dießner gehörte schon immer zu Arnsdorf und so soll es auch bleiben“, sagen die beiden Schmiede übereinstimmend.
  In diesem Jahr sind es 100 Jahre, dass es die Schmiede gibt. Großvater Hermann Dießner eröffnete sie auf dem eigenen Grundstück 1910. Da er sehr früh starb, ist wenig von ihm überliefert. Auch was das Haus betrifft. Die in Ehren gehaltene Wetterfahne auf dem Dach kündet von 1852. „Leider haben wir bisher aus dieser Zeit keine Aufzeichnungen gefunden, so dass die Zeit vor 1910 für uns nicht nachvollziehbar ist“, sagt der jetzige Chef.
          Die Lehre in Niesky gemacht
  Harald Dießners Vater Herbert ist beiden noch gegenwärtig. Von ihm übernahm Harald Dießner am 1.Juni 1988 die Schmiede. Vorher hatte er schon seinen Meisterabschluss in der Tasche. „Opa“ ist auch Reik Dießner noch in guter Erinnerung: „In den Ferien war ich oft in seiner Schmiede und habe da mit herumgewerkelt. Das hat mir gefallen“, sagt der heute 33-Jährige. Für ihn stand damit schon in der Schulzeit fest: Ich mache etwas mit Metall. Reik ließ sich im Waggonbau Niesky zum Konstruktionsmechaniker ausbilden und setzte gleich noch den Meisterlehrgang dran.
  Sein Vater Harald hat auch die Nieskyer Berufsschule von Waggonbau und Stahlbau besucht und sich dort zum Stahlbauer ausbilden lassen. „Eigentlich wollte ich danach noch studieren, aber ich hatte nicht die richtige Gesinnung“, erinnert er sich. Dennoch drückte Harald Dießner noch einmal die Schulbank und schloss auf der Abendschule seine Ausbildung zum Schmied erfolgreich ab. So wie ihn zog es auch Sohn Reik gleich nach der Lehre in den Familienbetrieb nach Arnsdorf.
  Über Mangel an Aufträgen können sich die beiden Dießners nicht beklagen. „Die letzten drei Jahre liefen für uns gut, so dass wir über den Winter auch keinen Mitarbeiter zu Hause lassen mussten“, sagt der Firmenchef. Private und gewerbliche Kunden, die sich die Waage halten, kommen vorwiegend aus den Kreisen Görlitz und Bautzen nach Arnsdorf. Aber Aufträge hatten sie auch schon im Allgäu und in der Stadt Prag.
          Immer Lehrlinge ausgebildet
  Und auf noch etwas sind Dießners stolz: In ihrer Schmiede wurden fast immer Lehrlinge ausgebildet. Auch die beiden Mitarbeiter haben ihr Handwerk einst in der Schmiede gelernt. Im vergangenen Jahr lernte ein weiterer Lehrling aus, nur in diesem Jahr lag ihnen keine einzige Bewerbung vor.
  Sohn Reik, der mit Frau und Tochter von Diehsa nach Arnsdorf in das großelterliche Haus einziehen will, hält die Tradition des Schmiedens über Arnsdorf hinaus wach. Er ist auf Märkten anzutreffen und lockt die Leute mit Hammerschlägen ans Schmiedefeuer.

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Claudius Soldan beim Verputzen der Natursteine an der Mauer des Kirchvorplatzes in Buchholz Foto: Donke

Kirchvorplatz in neuer Gestalt

 

Von Bernhard Donke


  Der Platz soll künftig auch für Veranstaltungen im Ort genutzt werden.

  Große und schwere Natursteine setzt Claudius Soldan von der Firma Peter Soldan aus Weigersdorf in die Mauer auf den Kirchvorplatz in Buchholz. Der Platz wird zurzeit durch die Mitarbeiter der Firma neu gestaltet. Dazu gehört, dass entlang der Friedhofsmauer eine Mauer aus Naturstein gesetzt und der Platz davor noch mit Natursteinen gepflastert wird. In die Umgestaltung ist auch der Seitenaufgang zum Friedhof einbezogen, der eine Treppe aus Naturstein bekommt. Ist der Platz baulich fertig, wird er noch ansprechend begrünt.
  „Diese Arbeiten werden im Zuge der inneren Dorfgestaltung vorgenommen und sollen zur Verschönerung unseres Dorfbildes beitragen. Dabei ist der Platz keineswegs als Parkplatz vorgesehen. Vielmehr soll er für verschiedene Veranstaltungen rings um die Kirche und den historischen Ortskern dienen“, sagt Udo Gleisenberg, der Buchholzer Ortsvorsteher. Die Kosten für den neuen Kirchvorplatz belaufen sich auf rund 20000 Euro und werden durch das Konjunkturpaket II zu 80 Prozent gefördert.

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+++ Sächsische Zeitung, Donnerstag, 8. Juli 2010 +++
 

Die Feste im Görlitzer Umland kämpfen um ihr Publikum
 

Von Constanze Junghanß und Steffen Gerhardt

  Ein Grund zum Feiern findet sich immer – auch auf den Dörfern des Umlandes. Der Sommer ist die hohe Zeit der Feste, und die Auswahl fällt nicht immer leicht, vor allem wenn sich die Festivitäten an den Wochenenden häufen. „Dass die Leute aber weniger zu den Festen gehen, diese Erfahrung habe ich bisher nicht gemacht. Das Problem sehe ich eher in der Abstimmung untereinander. Fehlt diese, dann nehmen sich die Veranstalter die Leute gegenseitig weg“, sagt Harald Sturm. Der Görlitzer Eventmanager betreut mit Technik und Ausstattung auch einige Dorffeste im Umland, wie das in Girbigsdorf.
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          Jugend macht Werbung für das Arnsdorfer Fest
  Ursula Kliem vom Sportverein Arnsdorf-Hilbersdorf kann über die Resonanz nicht klagen. „Unser Dorffest zieht von Jahr zu Jahr mehr Besucher an. Sonnabends bieten wir immer einen ganz besonderen Höhepunkt, der von den Gästen schon erwartet wird“, erzählt die Arnsdorferin. Außerdem macht die Jugend jede Menge „Flüsterwerbung“, was auch Besucher aus den umliegenden Orten anlockt. Vom 20. bis 22.August wird in diesem Jahr auf dem Sportplatz gefeiert.
          Ein Treues Stammpublikum haben die Buchholzer
  „Wir haben ein treues Stammpublikum“, sagt Klaus Leubner. Er ist Mitglied im Kultur- und Sportverein Buchholz, der das Dorffest organisiert. Die Zahl der Besucher richtet sich einerseits nach dem Wetter, andererseits nach dem Programm, ist Leubners Erfahrung. Mitte Juli ist Schlagerstar Andreas Martin zu Gast in Buchholz. „Ich hatte für dieses Konzert jetzt einen Anruf einer Hamburgerin, die extra zu diesem Konzert kommen möchte und eine Karte reservierte“, freut sich Klaus Leubner..

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Die Kita „Strombergwichtel“ am Wasserturm in Weißenberg soll saniert werden.
Herzlich willkommen im Übergangsquartier, scheint Hauptamtsleiterin Marion Zimmermann zu sagen. In der ehemaligen Grundschule Buchholz wird noch in diesem Monat die Kita „Strombergwichtel“ aus Weißenberg einziehen. Während der Schließzeit der Einrichtung wird hier umgebaut. Fotos: Bernd Heinze

Lothar Brückner vom städtischen Bauhof malert die Übergangszimmer in Buchholz.

+++ Sächsische Zeitung, Mittwoch, 7. Juli 2010 +++
 

„Strombergwichtel“ ziehen nach Buchholz

 

Von Kerstin Fiedler

 

  Hauptamtsleiterin Marion Zimmermann pendelt derzeit öfter über die Kreisgrenze nach Buchholz. Dort sind seit Montag Mitarbeiter des Bauhofs der Stadt sowie Erzieherinnen dabei, den Umzug der Kinder aus Weißenberg vorzubereiten. Nach der Schließzeit der Kita vom 12. bis 23.Juli wird die ehemalige Grundschule das Ausweichdomizil für die rund 70Kinder aus Weißenberg sein. Denn die Einrichtung soll saniert werden.
 
Wie sehen die Eltern den Umzug nach Buchholz?
Marion Zimmermann weiß, dass es Diskussionen unter den Eltern gibt. Vor allem die Weißenberger, die vielleicht zu Fuß oder mit dem Fahrrad die Einrichtung erreichten, werden sich umstellen müssen. Gestern morgen brachten einige Mütter und ein Opa die Kinder per Auto. „Meine Tochter wird sich kümmern müssen“, sagt ein Opa. Da sie früh um 8Uhr mit der Arbeit beginnt, werde es eine Umstellung sein. „Aber hinterher wird es doch für die Kinder schöner“, sagt er. Ramona Hartmann wohnt in Weißenberg und braucht bisher kein Auto, um die Kinder in die Einrichtung zu bringen. „Ich muss mal sehen, wie ich das dann mache. Aber hinterher wird es ja hier schön werden“, sagt sie. Susann Peschel muss dagegen schon immer aus Gröditz nach Weißenberg fahren. „Jetzt geht es eben bis nach Buchholz. Es bleibt ja ein Übergang. Wir wollen doch, dass es hier schöner wird“, sagt sie.
 
Wie wird die Kita in Buchholz aussehen?
Das Gebäude der ehemaligen Grundschule haben die Buchholzer innerhalb kürzester Zeit ausgeräumt. „Deshalb konnten wir bereits am Montag anfangen, hier zu arbeiten“, sagt Marion Zimmermann. Im Erdgeschoss gibt es zwei Zimmer für den Krippenbereich. „Die Mäuschen- und die Häschengruppe kommen hier rein“, sagt Kita-Leiterin Monika Böhme. Außerdem gibt es im Erdgeschoss die Toiletten. „Es sind zwar zu wenig, aber wir haben das auch mit dem Gesundheitsamt des Kreises Görlitz abgesprochen“, sagt Marion Zimmermann. Im Obergeschosse gibt es drei Zimmer für die Kindergartenkinder. Dort wird eine neue Trockenbauwand als Brandschutzsicherung eingebaut. Die alte Fluchttreppe aus Weißenberg wird an die Vorderfront in Buchholz angebaut. Auch deshalb haben die Mitarbeiter des Bauhofes Weißenberg jetzt vorrangig in Buchholz zu tun. „Wir werden das schon schaffen“, ist Horst Behnke sicher.
 
Was ist noch zu klären in Buchholz?
Vor allem um die Parkmöglichkeiten will sich Marion Zimmermann kümmern. Derzeit ist vor dem Haus in der schmalen Straße noch die Schulbushaltestelle. „Da die Zusammenarbeit mit den Buchholzern sehr gut ist, hoffen wir hier auf eine Lösung. Schön wäre, die Haltestellen zu verlegen“, so Marion Zimmermann. Der Spielplatz dagegen ist topp in Ordnung. Ab Freitag werden dann mit Eltern und Erziehern die Möbel umgeräumt. Am 21.Juli gibt es eine Brandschutzabnahme.
 
Wie geht es weiter in Weissenberg?
Für die Sanierung in Weißenberg fehlt derzeit noch die Baugenehmigung. „Wir hoffen, dass es dann noch Firmen gibt, die auch bauen können“, sagt Marion Zimmermann in Hinblick auf die vielen Projekte aus dem Konjunkturpaket. Deshalb rechnen die Weißenberger vorsichtig mit einem Jahr Bauzeit, hoffen auf weniger.


Kommentar: Von Fiedler.Kerstin@dd-v.de  über das Weißenberger Ausweichquartier
 

Kreisübergreifende Zusammenarbeit

  Wie froh waren die Weißenberger Stadträte, als klar war, dass mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket die Kindertagesstätte saniert werden kann. Gleichzeitig begann die Sorge um ein Ausweichquartier.
  Lange wurde im Stadtgebiet gesucht. Doch die Verwaltung verwarf die Varianten. Durch Zufall kam man auf die Grundschule in Buchholz im Nachbarkreis Görlitz. Die wurde nämlich nach diesem Schuljahr nicht mehr gebraucht, weil die Jänkendorfer und Buchholzer Kinder in die sanierte, ehemalige Mittelschule Nieder Seifersdorf ziehen.
  Doch geht es so einfach, dass aus dem Kreis Bautzen Kinder nach Buchholz im Kreis Görlitz gehen? Es geht. Kein Kirchturmdenken, sondern Solidarität. Lob aus Weißenberg für die Buchholzer und die Kreisämter. Wenn diese Zusammenarbeit woanders so komplikationslos wäre, hätten viele Leute gewonnen.

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Kristin (rechts) zeigt schon mal ganz stolz ihre ersten Blaubeeren, während Opa Günter, Schwester Kira und Oma Elfriede (von links) noch fleißig pflücken. Foto: B. Donke

+++ Sächsische Zeitung, Sonnabend, Dienstag, 6. Juli 2010 +++
 

Die Blaubeerzeit im Diehsaer Oberwald hat begonnen

 

Von B. Donke

 

  Vermutlich haben der lange Winter und die kalte Witterung im Mai das Wachstum der köstlich-blauen Beeren gehemmt. Dennoch – Elfriede und Günter Wache aus Melaune lockt es in den Diehsaer Oberwald. „Das Beerenpflücken ist eine sehr mühselige Arbeit und verursacht Kreuzschmerzen“, sagt Günter Wache. Doch es mache ihm und den beiden Ferienkindern Kristin und Kira Spaß. Die Enkelkinder warten gespannt darauf, was die Oma aus den blauen Beeren zaubert. „Schmecken wird es uns auf alle Fälle“, sagt Kristin voller Überzeugung. Die Fahrradtour hierher und anschließend wieder nach Hause mache außerdem so richtig Appetit.

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+++ Sächsische Zeitung, Donnerstag, 1. Juli 2010 +++
 

Schule in Buchholz wird Domizil für Kita Weißenberg
 

Weißenberg/Buchholz. Für die Stadt Weißenberg wird es ganz eng. Erst seit Montag wird die Grundschule in Buchholz leer geräumt. Die Schule soll aber ab dem 26.Juli schon Übergangsdomizil für die Kinder aus der Kita „Strombergwichtel“ in Weißenberg sein. Erst wenn die Einrichtung leer ist, kann mit Umbauten begonnen werden. „Es ist zwar nicht viel, aber doch einiges zu tun in Buchholz“, sagt Hauptamtsleiterin Marion Zimmermann. Zum Beispiel muss die Fluchttreppe aus Weißenberg mit nach Buchholz.
  Ab dem 9.Juli hat die Kindereinrichtung zwei Wochen Sommerpause. In dieser Zeit soll alles über die Bühne gehen. „Wir sind ja froh, dass wir ein Übergangsdomizil gefunden haben“, so Marion Zimmermann. Nach der Schließzeit sollen die Kinder in Buchholz sein. (SZ/kf)

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+++ Sächsische Zeitung, Dienstag, 29. Juni 2010 +++
 

Großes Ausräumen hat begonnen

 

Buchholz. Seit gestern sind Lehrerinnen, Gemeindeangestellte und Helfer dabei, die Grundschule Buchholz leer zu räumen. „Was noch zu gebrauchen ist, wird in die neue Schule nach Nieder Seifersdorf geschafft“, sagt Heidrun Mühle, die bisherige leitende Lehrerin. Gleiches passiert in der Grundschule in Jänkendorf.
  Umziehen wird gleichfalls die kommunale Kita in Weißenberg, und zwar in das Buchholzer Schulhaus. „Mitte Juli haben wir zwei Wochen Sommerpause. Da wird umgeräumt, damit wir ab dem 26.Juli unsere Kinder in Buchholz betreuen können“, erfuhr SZ von Hauptamtsleiterin Marion Zimmermann. 60 bis 70 Kinder, davon 17 im Krippenalter, ziehen in Buchholz ein. Neun Monate später geht es in die frisch sanierte Kita nach Weißenberg zurück. (SZ/sg)

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Zur Einweihung in Nieder Seifersdorf wurden zwei Bäume gepflanzt als Symbol, dass die Schule genauso mit ihren Schülern wächst. Foto: R. Ullmann

+++ Sächsische Zeitung, Freitag, 25. Juni 2010 +++
 

Die Freude über den gemeinsamen Neuanfang überwiegt

 

Von Annett Preuß

 

  Es ist Abschied und Neuanfang zugleich. Nach gut einem Jahr Bauzeit wurde Mittwochnachmittag das rekonstruierte und modernisierte Schulhaus in Nieder Seifersdorf eingeweiht. Rund 130 Grundschüler aus den Gemeinden Waldhufen und Vierkirchen lernen ab neuem Schuljahr gemeinsam.
  Gestern schloss Elfi Koch, die Leiterin der Grundschule Waldhufen, die Tür des Jänkendorfer Schlosses zum letzten Mal zu. Damit enden in Jänkendorf mehr als 423 Jahre Schulgeschichte. „Wir gehen mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, sagt sie. Natürlich überwiege die Freude. Einiges – wie der Park – werde fehlen. Antje Schulz scheidet als Elternsprecherin, weil ihr Kind die Schule verlässt. Sie sehe die Einweihung als „beflügelnden Zwischenschritt“. Es gebe sicher noch einiges, wo die Eltern dranbleiben sollten – gemeinsam mit dem Bürgermeister und den Gemeinderäten. „Doch wir haben viel geschafft.“
  Er kann es nicht lassen, sagt Wolfgang Schymuras Frau – und meint die Tatsache, dass der langjährige Nieder Seifersdorfer Schulleiter (1951 bis 1989) und Leiter der Heimatstube auch den Schulumbau dokumentiert hat. Waldhufen hat 2,5 Millionen Euro investiert. Zur Eröffnung bereitete der 85-Jährige eine Fotoausstellung vor. Ihn freue es außerordentlich, dass aus dem Kirchsteig wieder eine Kinderstraße wird: mit Kita, Hort und Schule. „Und dass der erst 1988 eingeweihte Neubau mit Turnhalle nicht umsonst war“, sagt Schymura.
          Schwieriger Umzug
  „Logistisch ist dieser Umzug zweier Schulen nicht einfach“, sagt Horst Brückner, Bürgermeister in Waldhufen und Vierkirchen. Ein Teil werde in den Ferien passieren.
  In Nieder Seifersdorf ist der Umbau der früheren Krippe zum Hort voll im Gange. Er soll zum Jahresende abgeschlossen sein. Horst Brückner: „Das ist schaffbar.“
  Der Kinderkreis Vierkirchen e.V. schließt mit dem neuen Schuljahr seinen Hort. Für Andreas Fünfstück, Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinden Nieder Seifersdorf und Arnsdorf und Mitglied im Trägerverein des Kinderkreises, ein wichtiger Schritt: „Hort muss an einer Stelle und nahe der Schule sein“, sagt er. Andernfalls seien zum Beispiel ganztägige Angebote am Nachmittag für viele nicht nutzbar. „19 AGs gibt es ab dem neuem Schuljahr“, sagt Koordinatorin Karin Richter.
  Vieles sei in Buchholz und Jänkendorf schon parallel gelaufen. Neu kommt Keramik dazu – wie das Reiten bereits jetzt überfüllt. Reinhold Kosan, der Leiter der Feuerwehr Arnsdorf-Hilbersdorf, will Kinder für den Brandschutz begeistern. Auch die Kirchengemeinden sind erstmals Kooperationspartner im GTA-Projekt. Theologin Iris Spengler will mit ihrer Handpuppe Theo biblische Geschichten erzählen.

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1.) Günther Kohl (links) und Paul Hoke überlegen, ob vielleicht über einen Aushang im Schaukasten ein neuer Ortschaftsrat gefunden werden könnte. 2.) Einblicke in die frühere Landwirtschaft zeigt die Ausstellung in der Putenfarm. 3.)Der Eingang zur gepflegten Sport- und Kulturstätte. Fotos: U. Martin (2), B. Donke

+++ Sächsische Zeitung, Sonnabend, 19. Juni 2010 +++
 

„Wir ziehen hier nicht weg“

 

Von Ullrich Martin

  Vor drei Jahren erfolgte für Prachenau der lang ersehnte Anschluss an das zentrale Abwassersystem. Das war, wie viele der Einwohner sagen, vor allem auch für die kleine Ortschaft zwischen Melaune, Buchholz und der Autobahn in vielerlei Hinsicht von großem Vorteil. Denn mit dem zeitgleich laufenden Dorferneuerungsprogramm lösten sich mit einem Schlag manche Probleme.
  Die Dorfstraßen wurden neu gebaut, einige sogar mit kleinen Verkehrsinseln. Der Dorfteich erhielt eine Graniteinfassung. Das Ortszentrum gleich daneben, mit geschichtlichen Infotafeln seit dem Jahre 1239, der Freilandausstellung von landwirtschaftlichen Geräten oder dem einstigen Spritzenhaus, das auch eine Gefangenenzelle enthielt, putzte sich heraus. Manche Dreckecken verschwanden. Und: Die Einwohner selbst werkelten an ihren Häusern und Grundstücken. Ehemalige Landwirtschaftsbauten bieten heute Familien neuen Wohnraum.
  Kurzum: „Prachenau ist einfach schön“, sagt Günther Kohl, hier geboren und der bei unserer Begegnung gerade den Aushangkasten in der Dorfmitte mit neuen Informationen versorgt. Auch heute noch engagiert er sich für sein Dorf. „In der Altersabteilung der Feuerwehr, zu der ja jetzt Prachenau, Döbschütz und Melaune gehören, pflegen wir die Tradition und vor allem das Zusammensein. Da sind selbst unsere Frauen mit dabei.“
          Nicht im Gemeinderat dabei
  Kommt man mit den Leuten ins Gespräch, fällt oft der Name Paul Hoke. „Fragen Sie ihn doch. Der kann am besten erzählen, was hier alles so läuft.“ Hoke lacht darüber: „Das kann eigentlich fast jeder. In Prachenau stimmt noch manches, der Zusammenhalt, Hilfe, gegenseitiges Verstehen.“ Dazu muss man wissen, dass der jetzige Unternehmer seit 1990 Schritt für Schritt einen großen Putenhof als Familienbetrieb mit Selbstvermarktung aufbaute, über 17 Jahre als Gemeinde- und Ortschaftsrat wirkte und vieles in dem 151-Seelendorf ins Laufen brachte. Eines aber bedrückt nicht nur ihn: „Uns fehlen die nachrückenden, jungen Leute. Obwohl ich mich echt bemühte, einen Nachfolger fand ich nicht.“ So ist Prachenau seit zwei Jahren die einzige Ortschaft in Vierkirchen, die nicht im Gemeinderat vertreten ist.
  Parlamentarischen Beistand könnte zum Beispiel Familie Janke gebrauchen. Schule und Kinderbetreuung wurden in die größeren Orte, bis nach Nieder-Seifersdorf, verlegt. „Fast eine Stunde braucht man da, um unsere zwei Kinder immer hin- und herzubringen. Das mit der Arbeit abzustimmen, ist nicht einfach. Mit der Gemeinde könnte man ja über dieses Problem, auch finanziell, mal diskutieren“, sagt Mutter Melanie. „Junge Familien kann man an zwei Händen abzählen. Trotzdem, wir ziehen hier nicht weg. Obwohl es kein Dorffest mehr gibt, wir feiern demnächst mit Freunden, mit Kind und Kegel, ein eigenes internes Fest.“
          Autobahn ist unüberhörbar
  Oben, am Fiebig, ist der Ort besonders schön. Trotz der neuen Autobahntrasse, die nur 450 Meter weit weg ist. Manfred Herrmann, der einheiratete, wohnt seit 41 Jahren dort. „Der Lärm belastet schon. Doch wir müssen halt damit leben.“ Und wie könnte man Prachenau wieder etwas mehr Schwung einimpfen? „Das geht nur mit der Mutterkolonie Melaune“, sagt er mit etwas Schelm. „Zwischen uns liegen ja nur paar Fahrradminuten.“ Da könnte selbst die Kulturanlage mit der Versammlungsbaracke davon profitieren. Wolfgang Bäselt, der gegenüber wohnt und jahrelang die fast einen Hektar große Fläche mähte: „Bis voriges Jahr gab’s noch Fußball, manch lustiges Gaudispielchen oder Kegeln. Die Jugend fehlt. Der Maibaum aber soll demnächst fallen. Diese Tradition wird wohl nicht einschlafen.“

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+++ Sächsische Zeitung, Mittwoch, 16. Juni 2010 +++
 

Nachrichten

 

Bauleistungen werden später vergeben

Vierkirchen. Bauliche Sanierungsarbeiten hat die Gemeinde in der Kindereinrichtung in Melaune geplant. Darüber sollte der Gemeinderat am Montagabend entscheiden. Die Gemeinderäte sehen aber noch Diskussionsbedarf und verschoben die Vergabe auf die nächste Sitzung. (SZ/sg).

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+++ Sächsische Zeitung, Sonnabend, 12. Juni 2010 +++
 

Hortbetreuung künftig in Nieder Seifersdorf

 

Vierkirchen/Waldhufen. Mit dem Start der Grundschüler in der Grundschule in Nieder Seifersdorf ab August ändert sich auch die Hortbetreuung. Bisher standen dafür die beiden Kitas des Kinderkreises Vierkirchen in Melaune und Arnsdorf-Hilbersdorf bereit. Künftig sollen die Schüler den gemeinsamen Schulhort in Nieder Seifersdorf besuchen und damit die Ganztagsangebote besser nutzen können. Im August beginnt für die Schulkinder aus Jänkendorf und Buchholz der Unterricht in der Grundschule in Nieder-Seifersdorf. Die Schule wurde saniert. (SZ/ah).

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+++ Sächsische Zeitung, Mittwoch, 9. Juni 2010 +++
 

Landkino startet morgen Abend
 

Mit einer Weinverkostung beginnt die Saison. Der erste Streifen folgt Freitag.

Ab Freitagabend können sich alle Landkinogänger auf die zwölfte Sommerfilmsaison in Arnsdorf-Hilbersdorf freuen. In den nächsten Wochen bis zum 13. September verwandelt sich der Pfarrhof in einen Kinosaal. Über 25 Filme werden große und kleine Zuschauer zum Lachen und Weinen, Träumen und Nachdenken bringen. Bis zum 2. Juli läuft das Landkino jede Woche von Freitag bis Montag und am Mittwoch. Danach, bis zum 13. September, ist immer montags Kinozeit. Dass das Landkino mit einer Weinverkostung losgeht, hat in Arnsdorf Tradition. Die Winzer-Familie Oswald aus Guntersblum gehört schon zum „Inventar“. Liedermacher Ludwig Hetzel ist morgen Abend in der Pfarrhofscheune auch zu Gast. In diesem Jahr gibt es keinen neuen Vorfilm. Der wurde bisher immer von Mitstreitern vor Ort selbst gedreht. Dafür können sich treue Landkinobesucher auf ein Wiedersehen mit vielen alten Bekannten aus allen bisherigen elf Vorfilmen freuen. Das Los entscheidet, welcher Streifen jeweils vor dem Hauptfilm zu sehen ist. Damit auch drum herum alles gut läuft, stehen viele freiwillige Helfer bereit. Das Landkinoteam weist aufgrund des Straßenbaus auf die etwas komplizierte Anfahrt hin. Der Weg wird ausgeschildert. (SZ/ah)

Weitere Filme auf der Serviceseite am Tag.

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+++ Sächsische Zeitung, Montag, 7. Juni 2010 +++
 

Polizeibericht


Einbrecher entwenden aus einem Lkw das Funkgerät

Melaune
. Zwischen dem 3. und 4. Juni drangen Diebe durch Einschlagen der Scheibe der Beifahrertür in das Fahrerhaus eines gesichert abgestellten Lkws ein und entwendeten den digitalen Fahrtenschreiber sowie ein Funkgerät. Der Gesamtschaden beträgt rund 3000 Euro..

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+++ Sächsische Zeitung, Sonnabend, 5. Juni 2010 +++
 

Kulturinsel Einsiedel kürt dritten Baumhaus-Bauer

 

  Zentendorf. Ein recht komfortables Baumhaus will sich Familie Penâ aus dem Vierkirchener Ortsteil Arnsdorf bei Görlitz in ihrem Garten bauen. Holz und Hilfe bekommt sie nun von der Kulturinsel Einsiedel in Zentendorf zwischen Görlitz und Rothenburg. Denn die Familie hat den monatlichen Baumhaus-Wettbewerb der Insulaner gewonnen.

Die übrigen Bewerber gehen in die Wertung des nächsten Monats ein, teilt die Kulturinsel mit. Weitere Bewerber mit einer Idee und Skizzen für ein eigenes Baumhaus sind willkommen. Einsendeschluss ist am 23. Juni. (SZ/st)

www.kulturinsel.de.

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Nach seinem Reißaus trifft Esel Freddy auch auf eine Kuh, gespielt von Peter Hänsel.
Immer die gleichen Kunststückchen. Das nervt den Esel Freddy (Rita König) mächtig. Daher beschließt er, nicht mehr durch den Reifen vom Zirkusdirektor (Ilona Köhler) zu springen. Freddy verlässt den Zirkus und sucht sich tierische Freunde, die in ihm mehr sehen als nur ein Grautier. Mit „Freddy, der Esel“ tritt die Theatergruppe des Kinderkreises am Sonntag, 10.30Uhr, zum Stauseefest in Quitzdorf im Festzelt in Diehsa auf. Fotos: Pawel Sosnowski

Das Theater mit den Eltern

Von Steffen Gerhardt

 

  Am Wochenende wird wieder um den Stausee Quitzdorf gefeiert. Viele Besucher werden erwartet und unter ihnen sind auch einige Tiere, so wie der Esel Freddy. Dieser ist aus dem Zirkus ausgebüxt und sucht sich nun neue Freunde – am Sonntag und am Stausee. Das Grautier ist kein echter Esel, sondern Rita König aus Melaune. Die junge Frau gehört mit zu den Theaterleuten des Kinderkreises Vierkirchen. Diese führen ihr neuestes Stück am Sonntagvormittag im Festzelt in Diehsa auf.
  Premiere hatte „Freddy, der Esel“ zum Frühlingsfest des Kinderkreises am 12.Mai. „Es ist die Geschichte vom Esel Freddy, der sich ungeliebt fühlt und den Zirkus verlässt, um seine Bestätigung bei anderen Tieren zu finden. Dass dabei auch Freddy über gute innere Werte verfügt, arbeiten wir mit dem Stück heraus“, erzählt Sabine Lätsch, die Kitaleiterin. Sie ist seit Anfang an in der Theatergruppe dabei und hob sie 1998 mit aus der Taufe. Ursprünglich sollte das Theaterspiel nur eine kulturelle Bereicherung des jährlich vom Kinderkreis organisierten Frühlingsfestes sein. Aber aus der Freizeitidee ist inzwischen eine feste Institution geworden.
          Mit einem Schuss Pädagogik
  „Wir gehen die Sache ernsthaft an und verfolgen dabei pädagogische Ziele“, so die Mitinitiatorin. Denn das Theaterspiel ist zu einem von der Kirche, einem der Träger des Kinderkreises, finanziell unterstützten Projekt geworden. Es hat den doppeldeutigen Namen „Das Theater mit den Eltern“. 17 Erwachsene zählt das Projekt, das sich aus Eltern und Erzieherinnen zusammensetzt. Nicht alle sind dabei zum Schauspieler geboren. „Wir brauchen auch Personen hinter den Kulissen, die die Kostüme schneidern, die Technik bedienen und Texte schreiben“, zählt Sabine Lätsch auf. Und gerade solche Talente kann die Theatergruppe noch gut gebrauchen. Denn dank der finanziellen Förderung können sich die Theaterfreunde einen Theaterpädagogen leisten. Der Görlitzer Andreas Kochte bring den Laiendarstellern die professionelle Schauspielkunst nahe. „Dass wir einen guten Lehrer haben, bescheinigen uns zunehmend unsere Zuschauer, die unser Schauspiel loben“, freut sich nicht nur die Kita-Leiterin. Denn aus den Anfangsjahren sind immer noch Eltern dabei, die ihre Freude daran haben, mal etwas anderes – und das auch noch vor Publikum – machen zu können.
  Jedes Jahr lassen sich die Vierkirchner ein anderes Stück einfallen, das sie in den aktuellen Zeitbezug setzen. Im vergangenen Jahr spielten sie die Geschichte vom Raben Socke, der anderen ihr Spielzeug wegnahm. Auch Hänsel und Gretel kam zur Aufführung – und darüber muss Sabine Lätsch noch heute schmunzeln: „Ich spielte die Hexe, unser Vereinsvorsitzender Pfarrer Fünfstück war der Hänsel. Und wie das in dem Märchen so ist, durfte ich meinen Chef einsperren.“ Künftig wollen die Laienkünstler auch andere Genres in ihr Repertoire aufnehmen. Die Rede ist von Pantomime und von Stücken aus dem Leben und mit Charakter.
  Wer in der Theatergruppe mitwirken möchte, kann sich beim Kinderkreis, Pfarrer Andreas Fünfstück, Telefon: 035827/70831 melden..

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Gotthard Ender Foto: Anja Hecking

 

Regionalliteratur zeigt Dörfer im Umbruch

 

Von Siegfried Hoche, Ratsarchivar
 

  Ortsgeschichte stößt auf immer mehr Interesse. Der Chronist Gotthard Ender stellt Entwicklungen dar.

  In den vergangenen Jahren erschienen erfreulicherweise zahlreiche ortsgeschichtliche Abhandlungen. Zahlreiche Heimatvereine, Ortschronisten und ambitionierte Forscher sammelten mit viel Fleiß und Liebe wichtige und oft auch neue Informationen über die Geschichte ihrer Heimat.
          Umfangreiches Projekt
  Die wissenschaftliche Qualität der Veröffentlichungen ist freilich sehr unterschiedlich. Manchem Autor gelang es leider nur sehr bedingt, das oft umfangreiche Quellenmaterial historisch kritisch zu werten und zu edieren. Oft wurden die vorhandenen Quellen in wichtigen Archiven und in den Bibliotheken nicht genutzt. Manches mit vielen Jahreszahlen gespickte rein chronologisch aufgebaute Buch verleitet nicht zum intensiven Lesen.
  Dennoch: Gerade die Beschäftigung mit der Geschichte oberlausitzischer Dörfer ist besonders wichtig für die Zeichnung eines umfassenden Bildes hiesiger Landesgeschichte, die eben mehr umfasst als etwa die Geschichte der oberlausitzer Sechsstädte. Besonders dem Wirken des Präsidenten der Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften und Krobnitzer Museumsdirektor, Steffen Menzel, ist es zu verdanken, dass zunehmend Heimatforscher ermutigt wurden, die Resultate ihres Schaffens mit hohem Niveau zu veröffentlichen.
          Nutzung vieler Quellen
  So unterstützte und ermutigte Menzel den Tettaer Ortschronisten Gotthard Ender bei dessen großem Projekt, eine historische Darstellung der Entwicklung der Dörfer der östlichen Oberlausitz zu verfassen. Das Buch erschien jüngst mit dem programmatischen Titel „Dörfer im Umbruch“. Im ersten Teil umreißt Ender die Auswirkungen der historischen Ereignisse für die Entwicklung der ländlichen Oberlausitz. Wir erfahren Wichtiges aus der Besiedlungsgeschichte, von den Kriegs- und Seuchenzeiten, unter denen die im ungeschützten Dorf lebende Bevölkerung oft schlimmer litt als die Bürger hinter den Stadtmauern. Unter Nutzung zahlreicher Quellen werden die sozialen Verhältnisse, aber auch Kultur und Lebensweise der bäuerlichen Bevölkerung plastisch dargestellt.
          Spannendes Leben nach 1945
  Der spannendste Teil des Buches ist aber die packende Schilderung jener Epoche, die der Verfasser als Zeitzeuge selbst erlebt hat, die Zeit etwa ab 1945. Das Leben der Dorfbewohner geriet völlig aus den gewohnten Bahnen. Die Dörfer gerieten in einen beispiellosen Umbruch im Zuge der Enteignungen, Bodenreform und der später erfolgenden Kollektivierung. Der Autor schildert dabei umfassend die großen Rahmenbedingungen, welche sich aus der DDR-Geschichte ergaben. Sehr lebendig und von profunden Kenntnissen getragen folgt dann die heimatgeschichtliche Darstellung. Die große Geschichte löst sich auf in Schicksalen der Dorfbewohner. Denn deren zahlreich eingeflochtene Schilderungen des Erlebten fesseln ganz besonders.
  Geschichte wird lebendig. Nicht zuletzt auch deshalb, da Ender selbst Landwirt war. Zudem verwendet der Autor eine Reihe bisher unveröffentlichter Fotografien und Reproduktionen wichtiger historischer Quellen. Im Ergebnis entstand ein reich bebildertes Werk, welches dem Wissenschaftler und dem Laien gleichermaßen Gewinn bringt. Es entstand ein Buch, welches zum Lesen anregt und zum Blättern geradezu verführt.
 

Gotthard Ender: „Dörfer im Umbruch“, Oberlausitzer Verlag Frank Nürnberger 2010, 184 Seiten; 16,95 Euro
Das Buch ist im einschlägigen Buchhandel erhältlich sowie beim Autor selbst: Ortschronist Gotthard Ender, Tetta Nr. 21, 02894 Vierkirchen

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+++ Sächsische Zeitung, Donnerstag, 3. Juni 2010 +++
 

Ortskenntnis statt Navigationssystem

Von Constanze Junghanß und Steffen Gerhardt

 

  So schön es auch ist, auf asphaltierten Straßen dahinzurollen, aber bevor es soweit ist, wird dem Kraftfahrer häufig viel Geduld abverlangt. So auch in diesen Wochen. Denn wer die Straßen in Königshain, Hilbersdorf, Arnsdorf und Melaune befährt, muss Umleitungen in Kauf nehmen.
  Teilweise sind diese gut ausgeschildert, manche Stellen allerdings sind sehr unübersichtlich, und nur mit Hilfe der Einheimischen kommt der Kraftfahrer vorwärts, so die Erkenntnis beim Durchfahren der Orte.
          Sperrung hält Kundschaft ab
  In Königshain, wo durch den Brückenbau vor dem Gemeindeamt noch bis Ende des Jahres eine Baustelle samt Vollsperrung der Straße ist, findet man sich ohne Probleme zurecht. Die Umleitungsschilder leiten den Fahrer auf die Betonstraße in Richtung Reichenbach über die Bautzener Straße entlang. Nach einigen hundert Metern geht es rechts ab und wieder zurück auf die Dorfstraße bis zur Bushaltestelle „Henning“. Das ist auch für den Auswärtigen überschaubar.
  Das Problem haben vielmehr die Gewerbetreibenden im Ort. „Dadurch, dass in Girbigsdorf Königshain als gesperrt ausgeschildert ist, kommen weniger Kunden zu uns“, berichten Ludwigs vom Restaurant „Zum Hochstein“ sowie Noacks vom Lebensmittelgeschäft und Eiscafé. Das machte sich besonders am Wochenende bemerkbar. Inzwischen wurde das Sperrschild schon mit diversen Hinweisen ergänzt, dass Königshain doch nicht von der Außenwelt abgeschnitten ist und die Geschäfte natürlich alle erreichbar sind.
          Nichts ausgeschildert
  Schwieriger wird es bei der Weiterfahrt nach Vierkirchen. Am Ortseingang Hilbersdorf verweist die Umleitung über das Stadtgut. Ein Hinweisschild zeigt an, dass man zur Gärtnerei Jung über die „Schäferei“ kommt. Wer nicht weiß, wo sich diese befindet, hat schlechte Karten. Denn der Weg ist mit einem Sackgassenschild mit dem Zusatz „bis Baustelle frei“ bestückt. Nutzt der Autofahrer die Umleitung über das Stadtgut, führt die Strecke links wieder ins Dorf bis zur Dorfstraße, die linker- und rechterhand gesperrt ist. Geradeaus führt die Strecke schmal über die Felder.
  Wer den Umleitungsschildern folgt, kommt am Ortseingang Arnsdorf heraus. Doch kleine Straßen, die nicht ausgeschildert sind, führen direkt in den Ort bis zum Kriegerdenkmal. Dort wartet die nächste Baustelle. Ausgeschildert ist hier nichts.
          Verständnis für das Bauen
  Andreas Kirsche von der Gärtnerei Geyer aus Schönau-Berzdorf steht mit seinem Verkaufswagen in der Dorfmitte. „Um mich zurecht- zufinden, mussten mir die Leute erklären, wo es hier überhaupt lang geht“, sagt er. Ursula Förster, die bei ihm Obst und Gemüse kauft erzählt: „Um aus dem Ort heraus zu kommen, fahren wir jetzt Richtung Prachenau über die Lindenallee am Holzmühlenteich entlang.“
  Dass gebaut werden muss, dafür haben die Einheimischen Verständnis. „Aber eine bessere Ausschilderung wäre angebracht“, sagt ein älterer Herr. Hat man sich durch die Baustellen bis Richtung Döbschütz/Melaune durchgefunden, stößt man auf die nächste Sperrung. In Melaune ist die komplette Ortsdurchfahrt dicht. Auch hier weist ein Schild darauf hin, dass man bis zu den Einkaufsmöglichkeiten und dem Imbiss freie Fahrt hat. Wer diese Strecke nutzt, kommt bis zur Kreuzung Reißaus. Dort zeigt ein Sackgassenschild, dass bis zur Grube Tetta frei und nach Niesky und Melaune kein Durchkommen ist.
          Nur für Ortskundige
  Dass bei der Ewig-Baustelle in Gersdorf die Umleitung über den Mühlberg und entlang der Kleinen Seite führt, daran haben sich die Kraftfahrer inzwischen gewöhnt. Mit dem im April begonnenen Kanalbau im Oberdorf ist nun eine neue Herausforderung dazugekommen. Es ist immer der Straßenabschnitt gesperrt, an dem gerade gebaut wird. Umfahren lässt sich der Bereich über den Lindenweg und Am Wiesengrund.
  Aber das wissen nur Ortskundige, denn ausgeschildert ist dieser Schleichweg nicht..

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+++ Sächsische Zeitung, Mittwoch, 2. Juni 2010 +++
 

Schon 750 Bücher sind verkauft

 

Tetta. Die Hälfte der 1500 Bücher über die „Dörfer im Umbruch“ sind in den ersten sechs Wochen bereits verkauft worden. Die Freude bei Ortschronist Gotthard Ender aus Tetta, der das Buch innerhalb von drei Jahren in mühe- und liebevoller Arbeit verfasst hat, ist entsprechend groß. „Bisher habe ich durchweg positive Reaktionen erhalten“, sagt der 73-Jährige.
  Das Buch, das ländliche Geschichte am Beispiel von Dörfern im Altkreis Görlitz erzählt, spannt den Bogen von den Ursprüngen der Besiedlung bis zum Heute. Es enthält neben zahlreichen Fakten und Fotos auch Zeitzeugenberichte und wendet sich vor allem dem Leben der Menschen auf dem Land zu.
  Eine zweite Auflage ist geplant. Das im Oberlausitzer Verlag erschienene Buch ist sowohl im Handel als auch bei Gotthard Ender in Tetta erhältlich. (SZ/ah).

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+++ Sächsische Zeitung, Dienstag, 1. Juni 2010 +++
 

Gehweg in Planung

Vierkirchen. Für den Gehweg entlang der neu zu bauenden Kreisstraße in Arnsdorf hat die Gemeinde den Planungsauftrag vergeben. Mit dem Planungsbüro Lange wird sie einen Ingenieursvertrag abschließen. (SZ/sg).

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+++ Sächsische Zeitung, Montag, 31. Mai 2010 +++
 

Polizeibericht

 

Radlader kaputt

Tetta / Vierkirchen
. Zwischen Donnerstag und Freitag haben Unbekannte in Tetta (Vierkirchen) an der Kiesgrube die Front- und Seitenscheibe eines Radladers eingeschlagen, die Funksprechanlage beschädigt und versucht, die Maschine zu starten. Der Sachschaden beträgt 3000 Euro..

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+++ Sächsische Zeitung, Mittwoch, 26. Mai 2010 +++
 

Verein startet Freiluftdiscos mit neuem Konzept

 

Buchholz. Am Sonnabend startet der Kultur- und Sportverein im Schlosspark seine Freiluftsaison. Vier Tanzabende finden hier von Ende Mai bis Anfang September statt. Als Viergängemenü bewirbt der Verein die vier Termine in diesem Jahr – mit guter Musik vor romantischer Kulisse. Die Vorspeise gibt es am Sonnabend, ab 20 Uhr, mit DJ A. Menzel. Die Musik reicht von „querbeet“ über Partyhits bis hin zu den Charts. Auf einen Zwischengang des Menüs können sich die Gäste am 26. Juni freuen, auf den Hauptgang am 16. Juli innerhalb des Dorffestes und auf eine Nachspeise am 4. September. Der Verein orientiert sich mit den „kulinarischen Hörgenüssen“ mehr als bisher auf die Jugend als Publikum. (SZ/ah).

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+++ Sächsische Zeitung, Dienstag, 25. Mai 2010 +++
 

Weißenberger Kita zieht in Ausweichobjekt

 

  Während des Umbaus werden die Kinder in Buchholz untergebracht

Die Vorbereitungen für den Umzug der Weißenberger Kindertagesstätte „Strombergwichtel“ laufen. Das berichtete Hauptamtsleiterin Marion Zimmermann jetzt dem Stadtrat bei dessen jüngster Sitzung. Die Kindertagesstätte muss während des geplanten Umbaus in ein Ausweichobjekt ziehen. Dafür soll die Grundschule im Nachbarort Buchholz genutzt werden. Die wird im Sommer dieses Jahres frei, weil die Grundschüler dann nach Nieder Seifersdorf wechseln.
          Neue Waschbecken sind nötig
  Bevor der Kindergarten aber nach Buchholz umziehen kann, bleibe noch einiges zu tun, so Marion Zimmermann. Zusätzliche Waschbecken müssten installiert und eine Fluchttreppe angebaut, eventuell die Fußböden abgeschliffen werden. Allzu viel Geld wolle die Stadt aber nicht in diese Übergangslösung investieren.
  „Wir werden etwa ein dreiviertel Jahr mit Kompromissen leben müssen“, warb die Weißenberger Hauptamtsleiterin um Verständnis. Die Eltern aller betroffenen Kinder würden rechtzeitig informiert. Bislang steht aber noch nicht fest, wann die Bauarbeiten überhaupt beginnen können. Noch wartet die Stadt darauf, dass ihr die beantragten Fördermittel für das Vorhaben bewilligt werden. (SZ/MSM).

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+++ Sächsische Zeitung, Sonnabend, 22. Mai 2010 +++
 

Verschnaufpause auf Pilgerweg in Buchholz

 

  Der Jakobsweg erfreut sich großer Beliebtheit. Dieses Jahr sind Pilger hier schon früher als sonst unterwegs.

 

  André Bogutzki aus Halbendorf an der Spree will innerhalb von sieben Tagen auf dem Jakobsweg Leipzig erreichen. Der junge Mann hofft, dass er dadurch den Kopf frei bekommt, innere Ruhe findet und testet, wie es um seine körperliche Verfassung steht. In Buchholz hat er eine Pause eingelegt. Hier befindet sich auch eine Pilgerherberge. Sie wird vom Christlichen Kulturverein Tenne in der „Alten Schule“ bereitgehalten: Ein Zimmer mit zwei Betten und mehrere Matratzen unterm Dach. Das Angebot wird gern genutzt. Allein 2009 zählte der Verein über 120 Pilger in seinem Haus. Zwischen Görlitz und Buchholz sind in diesem Jahr schon viel zeitiger als sonst und fast täglich Pilger unterwegs, sagt Katharina Tobias von der „Tenne“. Diejenigen, die in Buchholz ankommen, sind ihrer Einschätzung nach „Profis“. Viele von ihnen sind schon bis nach Spanien gepilgert. Denn die Etappe bis Buchholz sei ziemlich lang. Zwischen Görlitz und Buchholz waren 13 Mitstreiter rund um den Verein selbst vor zwei Wochen auf Tour. Jedes Jahr lädt der Verein Mitglieder und Interessenten am Tenne-Pilgertag ein, ein Stück des Jakobswegs zu laufen. (bd/SZ/ah).

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+++ Sächsische Zeitung, Montag, 17. Mai 2010 +++
 

Waldhufen führt Grundschulen Buchholz und Jänkendorf zusammen

 

Nieder Seifersdorf. Der Umbau der früheren Mittelschule am Standort Nieder Seifersdorf zur zweizügigen Grundschule steht vor dem Abschluss. Für den 23. Juni ist die Einweihung der gemeinsamen Schule für Waldhufener und Vierkirchener Schüler geplant.
  Die Zusammenführung der beiden früheren Grundschulen Buchholz und Jänkendorf beschäftigt nun auch formell die Gemeinderäte. In Waldhufen steht der Beschluss zur Aufhebung der Alt-Standorte am Donnerstag auf der Tagesordnung des Gemeinderates.
  Weiter geht es auch mit dem Ausbau der früheren Seifersdorfer Kinderkrippe zum Hort. Dort sind für mehrere Gewerke die Aufträge zu vergeben, unter anderem die Malerarbeiten, den Bodenbelag, auch Fliesenlegerarbeiten. Anfang Mai ist im Gebäude Baubeginn gewesen. Wie immer ist im Rat Zeit für Fragen der Bürger eingeplant. Bürgermeister Horst Brückner wird über das aktuelle Geschehen in der Gemeinde informieren. (SZ/tt)
  Der Rat tagt am 20. Mai ab 19.30 Uhr im Schulungsraum der FFw Nieder Seifersdorf.

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+++ Sächsische Zeitung, Sonnabend, 15. Mai 2010 +++
 

Polizeibericht

 

Betrunkener Radfahrer verletzt sich bei Sturz

Vierkirchen. Ein betrunkener Radfahrer ist am Donnertag, gegen 17.50 Uhr, auf der Betonstraße zwischen Prachenau und Tetta gestürzt. Dabei verletzte sich der Mann. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 3,0 Promille. (SZ).

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+++ Sächsische Zeitung, Freitag, 14. Mai 2010 +++
 

In Arnsdorf soll ab Dienstag die Straße gesperrt werden

 

Vierkirchen. In der Sitzung des Vierkirchener Gemeinderates informierte jetzt Gemeinderat Reinhold Kosan über eine angekündigte Straßensperrung in Arnsdorf. Die Einwohner hätten ein Informationsschreiben bekommen, in dem eine Sperrung ab dem 18. Mai angekündigt wird.

Kritisch diskutiert wurde auch die seit Montag angeordnete Vollsperrung der Straße durch Melaune. Trotz der Verbotsschilder sei die Baustellenampel in Betrieb. Das Straßenbauamt erklärte, dass Anlieger fahren dürften. Ende September soll die Straße durch Melaune wieder befahrbar sein. (SZ)

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+++ Sächsische Zeitung, Mittwoch, 12. Mai 2010 +++
 

Sperrung erfolgt auch in Arnsdorf

Von Steffen Gerhardt
 

Der Straßenbau fordert Kompromisse. Nach Melaune wird in Arnsdorf die Straße gesperrt.

In der Sitzung des Vierkirchener Gemeinderates spielte Montagabend der Straßenbau eine wichtige Rolle. In der Kritik stand die Vollsperrung der Ortsdurchfahrt Melaune. Nach dem Unmut der Händler (SZ von gestern) erklärten sich auch die Räte mit der kurzfristigen Information und der verwirrenden Ausschilderung nicht einverstanden. „Seit Montag ist die Straße für jeglichen Fahrverkehr mit einem Verbotsschild gesperrt, dahinter blinkert aber die Ampel weiter. Wie soll sich da der Kraftfahrer verhalten?“, fragte Gemeinderätin Christine Nicht (WV Arnsdorf-Hilbersdorf). Das Straßenbauamt Bautzen hat gegenüber der SZ bestätigt, dass Anlieger, der Busverkehrs und Ver- und Entsorgungsfahrzeuge von der Sperrung ausgenommen sind. Mit der Vollsperrung soll der Straßenbau Ende September, also einen Monat eher als geplant, beendet sein. Der Arnsdorfer Wehrleiter Reinhold Kosan (WV Vierkirchen) legte dem Gemeinderat ein Schreiben an die Einwohner vor, dass auch in Arnsdorf die Straße ab dem 18.Mai gesperrt wird und mahnte die Gewährleistung des Anliegerverkehrs an.

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Straßensperrung schmälert Umsätze der Geschäftsleute

Von Anja Hecking und Constanze Junghanß

 

  Doch bei der Sanierung der Staatsstraße in Melaune konnten die Händler Kompromisse durchsetzen.

Als Ilona Richter vom „Kaufpunkt“ am Donnerstag in der SZ die Nachricht über den Straßenbau in Melaune las, traute sie ihren Augen nicht. Der Landkreis kündigte mit dem Beginn des grundhaften Ausbaus die Vollsperrung der S122 ab dieser Woche an. Bauherr ist allerdings das Straßenbauamt in Bautzen gemeinsam mit der Gemeinde Vierkirchen.
  Vierkirchens Bürgermeister Horst Brückner (parteilos) sagt, dass selbst die Gemeinde von der Vollsperrung erst sehr spät erfahren hat. Anfangs war immer von einer halbseitigen Sperrung die Rede gewesen, bestätigt Händlerin Ilona Richter. Aus ihrer Sicht konnte das auch nicht anders sein. „Wir leben ja mit vom Durchgangsverkehr. Und wenn sich die Arbeiten über den Sommer hinziehen, bedeutet das eine Gefahr für unsere Existenz.“ Am Freitag fand mit den Inhabern der Geschäfte in Melaune, den Behörden und der Baufirma eine Abstimmung vor Ort statt. Mit den Zugeständnissen können die Händler leben: Anlieger und Kunden dürfen an den Geschäften parken, Zulieferer und Schulbus durch Melaune fahren. „Uns wurden auch kostenlose Flyer angeboten, Werbeschilder und Verkaufsanhänger“, sagt Imbissverkäuferin Elke Gaida.
  Solche Angebote hat Renate Mühle vom Landkauf in Friedersdorf nicht bekommen. Auch sie lebt von „Laufkundschaft“ zwischen den Dörfern. Aber die fehlt zunehmend, seitdem die Kreisstraße zwischen Schönau-Berzdorf und Friedersdorf voll gesperrt ist. Die Ladenbesitzerin weiß von anderen Dienstleistern, dass die Bauherren Rücksicht nehmen, wenn man sich vorher lautstark bemerkbar macht. „Für uns kleine Händler wiegt so eine Belastung aber doppelt schwer“, sagt die Jauernick-Buschbacherin. „Einerseits freue ich mich ja, dass die Straße gebaut wird. Aber da wird einfach voll gesperrt, und das war es dann.“ Erfahren hat sie davon aus der Zeitung.
          Zeitverzug aufholen
  Den Melaunern ging es mit der Information zwar genauso. Sie haben durch das Gespräch aber wenigstens Kompromisse erreicht. Die Vollsperrung im Ort zwischen den Abzweigen nach Döbschütz und Tetta – das sind reichlich ein Kilometer Straße – soll bis zum Herbst dauern. Die hat sich so erst nach dem langen Winter ergeben, erklärte Roland Schultze, Leiter des Straßenbauamtes. Damit soll der Zeitverzug aufgeholt werden. „Außerdem haben wir bei einer halbseitigen Sperrung Probleme für die Fußgänger und die Bushaltestelle am Kindergarten gesehen.“

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Das ist die Siegerfamilie Graf aus Prachenau, die Superfamilie des Gewerbegebietsfestes am Wochenende. Fotos: Nikolai Schmidt (7)

+++ Sächsische Zeitung, Montag, 10. Mai 2010 +++
 

Die Super-Familie kommt aus Vierkirchen

Von Jenny Ebert
 

Familie Graf aus Prachenau hat sich beim Görlitzer Gewerbegebietsfest in sechs Prüfungen gegen drei Familien durchgesetzt

  Sohn Valentin wusste es als Erster: Seine Familie ist die Super-Familie! „Er hat kurz vor der Siegerehrung heimlich auf die Ergebnisse geguckt und es uns erzählt“, sagt seine Mutter Manja Graf und lacht. Jetzt darf er sich mit seinen Eltern und seinem kleinen Bruder Thabeus auf eine Urlaubsreise freuen – wohin, wissen die Grafs noch nicht. „Mein Mann Andreas arbeitet in der Landwirtschaft“, erzählt Manja Graf, „und wir haben schon vor einiger Zeit überlegt, vor der anstrengenden Erntezeit nochmal einen schönen Kurzurlaub zu machen.“
  In sechs Prüfungen musste Familie Graf aus Prachenau in Vierkirchen ihr Können unter Beweis stellen, um als Super-Familie zu gelten. Die Veranstalter des Grenzenlos-Gewerbefestes hatten diesen Wettbewerb als Fortsetzung für die Suche nach der Supermama aus dem vergangenen Jahr ausgerufen. Neben Grafs hatten sich drei weitere Familien angemeldet: Familie Göthert aus Bad Muskau, Geduhn aus Groß Krauscha und Sawerska aus Görlitz. Drei Wettkämpfe fanden beim Marktkauf-Gelände statt, die drei anderen bei Porta.
  Familie Graf hat einen besonderen Weg zum Sieg gewählt: Sie haben nur einen der Wettbewerbe gewonnen, lagen sonst aber immer auf den vorderen Plätzen. Beim Puzzeln zum Beispiel. Da hat sich der neunjährige Valentin von den emsig neben ihm puzzelnden Mädchen der anderen Familien nicht ablenken lassen und ruhig Teil an Teil gelegt. Zweiter Platz.
  Oder beim Anschließen der Spielkonsole „Wii“ an einen Fernseher. „Och, das kriegen wir hin, zu Hause haben wir ja auch eine“, sagte Valentin schon beim Start. Manja Graf blieb mit Sohn Thabeus gleich am Rand sitzen. „Die Männer machen das schon. Zu viele Köche verderben den Brei, oder?“ Zweiter Platz. Oder beim Einkauf im Baumarkt. Gießkanne, Tapetenkleister und eine Waschtischarmatur sollten die Grafs da so schnell wie möglich finden – und kamen als zweite Familie ins Ziel. Nur beim schnellen Packen des Autos hat Andreas Graf keiner etwas vorgemacht. Sohn Valentin reichte die Koffer, seine Frau Manja sortierte nach Größe und Form, und der vierjährige Thabeus rief unablässig ins Mikrofon: „Tempo, Tempo!“ Jeder hatte seine Aufgabe, wie es sich für ein gutes Team eben auch gehört. „Im Packen sind wir gut“, sagte Andreas Graf, „wir haben nur ein kleines Auto.“
  Mit einem Punkt Vorsprung haben die Prachenauer am Ende vor Familie Sawerska aus Görlitz gewonnen. Und gestern Abend ordentlich gefeiert. „Wir haben überhaupt nicht damit gerechnet“, meinte Manja Graf, „wir wollten einfach einen schönen Tag miteinander verbringen.“

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+++ Sächsische Zeitung, Sonnabend, 8. Mai 2010 +++
 

Ärger über Sperrung

 

 Melaune. Die Vollsperrung der Ortsdurchfahrt ab Montag bis voraussichtlich Ende August sorgt bei der Gemeinde und bei Händlern für Ärger. „Wir sind bisher davon ausgegangen, dass die S122 während der Bauarbeiten nur halbseitig gesperrt wird“, sagte eine Gewerbetreibende zur SZ. Unverständnis äußerte sie darüber, dass der Landkreis zuerst am Donnerstag über die Zeitung darüber informierte, bevor eine Absprache mit Beteiligten vor Ort stattfand. (cj/SZ/ah).

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+++ Sächsische Zeitung, Dienstag, 4. Mai 2010 +++
 

Geschäfte dürfen an diesem Sonntag öffnen

 

Arnsdorf-Hilbersdorf. Auf Antrag von Friedbert Lindner dürfen an diesem Sonntag Geschäfte öffnen. Dem hat der Gemeinderat von Vierkirchen zugestimmt. Anlass ist das 20-jährige Firmenjubiläum des Arnsdorfers. Friedbert Lindner verkauft Motorgeräte für Haus, Hof und Garten. Damit dürfen an diesem Sonntag auch andere Gewerbetreibende in der Gemeinde Geschäfte ohne Genehmigung öffnen. (cg).

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Hannelore Schulz in ihrem Element: Sie hat vielen Mädchen und Jungen das Spiel auf Orgel, Klavier oder Posaune beigebracht. Auch mit ihren 70 Lenzen ist der Ruhestand für sie ein Unruhestand. Sie leitet den Kirchenchor und fährt zur Probe auch nach Buchholz. Foto: Archiv/bd

 

+++ Sächsische Zeitung, Donnerstag, 29. April 2010 +++
 

Hannelore Schulz singt in jeder Lebenslage

Von Annett Preuß
 

  Orgel, Posaune, Gesang – ein Leben ohne Musik ist für die Nieder Seifersdorfer Kantorin undenkbar. Heute wird sie 70.

  Striktes Orgelverbot für eine Kantorin, die Generationen von Seifersdorfern das Spiel auf ihrem Lieblingsinstrument beigebracht hat? Nicht heute, an Hannelore Schulz’ 70. Geburtstag, aber morgen definitiv: An ihrer Stelle legen sich ihre drei Söhne samt Familien ins Zeug bei einem Familienkonzert, quasi dem Geburtstagsständchen für ihre Mutter.
  Es wird ein Ständchen für eine Frau, die nicht nur ihre Liebe zur Musik an ihre Kinder vererbt hat. In Nieder Seifersdorf, Arnsdorf und Buchholz, der Evangelischen Kirchengemeinde und darüber hinaus ist sie eine Institution – sagt Pfarrer Andreas Fünfstück. Eine Frau, die zuerst an andere denkt – sagen die Frauen der Frühstücksrunde im Pfarrhaus. Unzählige Menschen hat Hannelore Schulz überrascht, hat ihnen Freude gebracht oder Trost gespendet, am Krankenbett, zu einem runden Geburtstag, in der schweren Stunde des Abschieds von einem lieben Menschen. Annette Langner sagt: „Hannelore singt in jeder Lebenslage.“ Dafür werden sie und ihr Mann Manfred geliebt und geachtet. Die Unterstützung ihres Mannes sei ihr wichtig, sagt Ursula Karsch: „Er und seine Tuba müssen immer mit.“
  Hannelore Schulz ist in Nieder Seifersdorf geboren. Sie stammt aus einer Bauernwirtschaft. Frühzeitig lernte sie das Orgelspiel. Mit 14 Jahren begleitete sie erstmals einen Gottesdienst auf der Buckow-Orgel der Wehrkirche Nieder Seifersdorf. „Die musikalische Ader hat sie von der Mutter“, sagen die Frauen. Etliche von ihnen hatten bei Hannelore Schulz Religionsunterricht, nach ihnen ihre Kinder. Denn die Seifersdorferin ist in ihrem Leben einer doppelten Berufung gefolgt: Als Kantor-Katechetin lebt sie die Liebe zur Musik und ihren Glauben. Beides hat sie seit 1958 an junge Menschen weitergegeben. Seit dem Eintritt in den Ruhestand ist sie weiter ehrenamtlich aktiv. Musik und Glauben sind der rote Faden in Hannelore Schulz’ Leben. Mitte der 1950er Jahre fuhr die Kantorin mit dem Fahrrad zur Chorprobe nach Buchholz, erzählt Christa Trodler: „Das klingt nicht dramatisch. Doch damals gab es nur einen Feldweg.“ Bis heute scheut die 70-Jährige weder Wege, noch Mühen, noch Nerven. Bringen junge Menschen Liebe zur Musik mit, bringt sie ihnen das Orgelspiel bei, lehrt Posaune oder Klavier. „Sie hat sich nie gescheut, immer wieder neu anzufangen“, sagt Pfarrer Andreas Fünfstück. Er schätzt auch ihren Einsatz im Kirchenchor. Das sei mehr als nur ein Termin in der Woche, sagt Fünfstück: „Der Chor erfüllt neben der musikalischen Arbeit eine wichtige soziale Funktion.“ Er bringt die Menschen des Dorfes zusammen.
  Hannelore Schulz hat auf nahezu allen Orgeln im früheren Kirchenkreis Niesky gespielt. Seit vorigem Jahr gibt es eine CD, die den Klang der Seifersdorfer Buckow-Orgel und den Gesang des Chores für die Nachwelt festhält – gleichzeitig ein Beitrag zur Restaurierung des 1841 geweihten Instrumentes. Und auch das ist Hannelore Schulz: Sie sammelt für eine Krankenstation in Tansania, die ein befreundetes Ehepaar leitet. Statt Geschenken zum 70. bitte sie dafür um Hilfe. Wir wünschen: Bleiben Sie gesund!

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+++ Sächsische Zeitung, Freitag, 23. April 2010 +++
 

Nachrichten

 

Geringere Kreditsumme für Vierkirchen
Von Steffen Gerhardt

Melaune. Statt den notwendigen 109200 Euro darf die Gemeinde dieses Jahr nur 51503 Euro an Kredit für Investitionen aufnehmen, so die Auflage aus dem Landratsamt zum Haushalt 2010. Die Differenz wird nun aus den Rücklagen der Gemeinde genommen. (SZ/sg).

 

Spielzeugmuseum erhält Figuren aus dem DDR-Fernsehen

 

Döbschütz. Das Spielzeugmuseum im Wasserschloss Döbschütz hat mit bSandmann, Herrm Fuchs und Bär Brummi Figuren aus dem Kinderfernsehens der DDR erhalten. „Es ist ein Glücksfall, dass wir in den Besitz dieser drei, rund 50 Zentimeter großen und noch funktionierenden Puppen gekommen sind. Es dürften mit Sicherheit nicht mehr viele erhalten sein“, sagt Betreiberin Sylke Rößler. Damit ergänzen sie die Ausstellung im Schloss. Neben Puppenstuben und Kaufmannsläden sind auch Puppen, die ältesten von 1845, zu sehen. Aufgrund von Krankheit ist das Museum nur sonntags (11 bis 18Uhr) offen und nach Voranmeldung. (bd)

Kontakt: 035827/78486

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+++ Sächsische Zeitung, Donnerstag, 22. April 2010 +++
 

Wechsel an Spitze des Heimatvereins

Von Bernhard Donke
 

Melaune/Döbschütz. Andrea Weise hat den Vorsitz des Heimatvereins Döbschütz/Melaune übernommen. Die Melaunerin arbeitet in der Gemeindeverwaltung Vierkirchen. Sie löst Herbert Riedel ab, der den Verein seit 2004 als Vorsitzender sehr erfolgreich geführt hat. Der 66-Jährige wollte diese Aufgabe aus gesundheitlichen Gründen abgeben. Doch wird er auch weiterhin dem Verein und der neuen Vorsitzenden mit Tat und Rat zur Seite stehen.
  In seiner Zeit als Vorsitzender des Vereins wurden nicht nur der Herbst- und Frühjahrsmarkt ins Leben gerufen, eine besondere Herausforderung war der Um und Ausbau der „Alten Wassermühle“ Melaune.

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Josefine Schmacht, Gotthard Ender und Steffen Menzel vom Museumsverbund in Krobnitz. Foto: C. Junghanß

+++ Sächsische Zeitung, Mittwoch, 21. April 2010 +++
 

Neues Buch: „Dörfer im Umbruch“

 

Gotthard Enders Buch über die ländliche Geschichte stößt auf großes Interesse

  Gotthard Ender ist erleichtert und glücklich. Sein neues Buch „Dörfer im Umbruch“ ist bei der Präsentation auf Schloss Krobnitz auf großes Interesse gestoßen. Mit über 115 Zuhörern hatten weder er noch der Museumsverbund als Veranstalter gerechnet. Etliche Bücher wechselten signiert gleich an Ort und Stelle den Besitzer. Im Buchhandel gibt es das im Oberlausitzer Verlag erschienene Werk ab sofort zu kaufen. Mit der Vorstellung am Wochenende hat Gotthard Ender sein geistiges Kind aus der Hand gegeben. „Was andere dazu sagen, wird sich nun zeigen“, gab ihm Josefine Schmacht, Chronistin in Ostritz, mit auf den Weg. Die ehemalige Lehrerin aus Vierkirchen hat die Arbeit des 73-jährigen Autors aus Tetta gewürdigt: Neben den vielen Zahlen und Fakten sind es vor allem die berührenden Erzählungen und Schilderungen, die noch nirgendwo zu lesen waren.
 „Schlösser werden viel beschrieben“, sagt Gotthard Ender, „die einfachen Menschen vom Land und ihre Geschichte kaum, auch das wollte ich nahebringen.“(SZ/ah)

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Zu groß und schlecht umzubauen sind die Wohnungen im Schloss Buchholz

+++ Sächsische Zeitung, Sonnabend, 17. April 2010 +++
 

Familien mit Kindern sind als Mieter rar

Von Steffen Gerhardt
 

  Einraumwohnungen werden selten nachgefragt und sind schlecht vermietbarEs ist nicht jedem vergönnt, ein Schlossherr zu sein, aber in einem Schloss zu wohnen, das ist schon eher möglich. Doch das ist nicht immer gewollt. Diese Erfahrung macht der Buchholzer Ortsvorsteher Udo Gleisenberg schon seit längerem. „Der Leerstand im Buchholzer Schloss tut einem schon weh“, sagte er im Gemeinderat, als sich das Gremium über die Wohnungsverwaltung informieren ließ. 42 Kommunale Wohnungen werden in Vierkirchen durch die Bauen und Wohnen GmbH mit Sitz in Ostritz verwaltet. „In Vierkirchen sieht es eigentlich gut aus, denn nur sechs Wohnungen stehen leer“, listete Kathrin Heidrich, Mitarbeiterin der Bauen und Wohnen, auf. Aber von den sechs Wohnungen befinden sich vier im Buchholzer Schloss. „Diese Wohnungen sind zu groß und lassen sich baulich kaum verändern, obwohl wir immer wieder Nachfragen haben“, sagt die Wohnungsverwalterin.
 Für das Ostritzer Wohnungsunternehmen ist das Schloss ein Schwerpunkt in Vierkirchen, wie auch das Mehrfamilienhaus 20 bis 22 in Arnsdorf. Die Mieter klagen über Schimmelbildung, da die Dachdämmung mangelhaft ist. Um eine größere Reparatur wird die Gemeinde als Wohnungseigentümer nicht umhin kommen.
         Sanierungsbedarf am Schloss
  Es sind vorwiegend die alten Gebäude, die keinen unerheblichen Sanierungsbedarf haben. Bei Geschäftsführer Hans Bungenstab liegt ein Sanierungskonzept für das Schloss in Deutsch-Paulsdorf auf dem Schreibtisch. „Hier sehen wir den nächsten Handlungsbedarf“, sagt er zu dem vermieteten Objekt. Aber gehandelt werden kann erst dann, wenn auch Geld dafür da ist. „Wir haben den Bestand aufgenommen und würden auch den Fördermittelantrag stellen, aber dazu muss die Finanzierung über die Gemeinde gesichert sein“, sagt der 69-Jährige. Der Gemeinde fehlt aber gegenwärtig das Geld dazu, um den Eigenanteil aufzubringen.
  „Die Bürger erwarten einen gewissen Komfort in ihrer Wohnung“, ist die Erfahrung von Hans Bungenstab. Das bestätigt auch Wilfried Zinke, Bürgermeister von Sohland: „Von unseren Wohnungen sind drei nicht vermietet, aber das hängt mit ihrer Beschaffenheit zusammen.“ Ansonsten ist der Gemeindechef recht froh darüber, dass nur jede zehnte kommunale Wohnung leer steht. Das hilft auch der Bilanz der Bauen und Wohnen, die neben den Gemeinden Vierkirchen, Markersdorf und Sohland auch noch Wohnungen in Neißeaue verwaltet. „Über die Hälfte unserer 492 Wohnungen haben wir in der Stadt Ostritz – und hier ist der Leerstand am größten. Von allen Wohnungen steht jede fünfte leer“, rechnet Hans Bungenstab vor. Was auch in Ostritz gut geht, sind Zwei- und Dreiraumwohnungen. „Einraumwohnungen werden selten nachgefragt und sind schlecht vermietbar. Ebenso große Wohnungen, weil es an jungen Familien mit Kindern fehlt“, sagt der Geschäftsführer.
  Deshalb erschließt sich das 1990 gegründete Unternehmen zunächst in Ostritz neue Geschäftsfelder. Neben dem betreuten Wohnungen werden auch möblierte Wohnungen angeboten. Außerdem steht weiterhin das Angebot der Verwaltung kommunaler und privater Wohnungen über Ostritz hinaus.

 

 

Raffaels Sixtinische Madonna in Gobelintechnik.Foto: Bernhard Donke

 

Mit Nadel und Faden „gemalt“

Von Bernhard Donke

Rosemarie Starke stellt ihre handgefertigten Gobelin Sonntag in Melaune aus.

  Auf Einladung des Heimatvereins Döbschütz/Melaune stellt am Sonntag die Dresdner Künstlerin Rosemarie Starke ihre handgefertigten Gobeline in der „Alten Wassermühle“ aus. Die 1937 im schlesischen Braunsdorf (Bronowice) geborene Künstlerin verbrachte infolge der Kriegswirren auch eine kurze Zeit in Heideberg bei Döbschütz. Im Ruhestand hat sie sich im Selbststudium kunsthandwerkliches Schaffen wie das Teppichknüpfen, Nadelmalerei und Gobelinstickerei angeeignet. Mit ihren Werken gestaltete sie schon Ausstellungen in der Landeshauptstadt. Nun möchte sie sich auch in Melaune, in ihrer einstigen Wahlheimat, der Öffentlichkeit präsentieren. So lädt der Heimatverein alle interessierten Bürger zu dieser Ausstellung herzlich ein. Die Mitglieder des Vereins halten während der Veranstaltung am Sonntag, von 13 bis 17 Uhr, Kaffee, selbstgebackenen Kuchen und Getränke bereit.

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Vier Grundschüler fahren mit dem Feuerwehrauto zum Hort. Bis zum Schuljahresende werden die Kinder wegen der Straßenbauarbeiten in Arnsdorf (unteres Bild) auf diese Weise transportiert. Fotos: C. Junghanß

 

+++ Sächsische Zeitung, Donnerstag, 15. April 2010 +++
 

Feuerwehrauto bringt Kinder in die Schule

Von Constanze Junghanß und Steffen Gerhardt
 

  Mit der Feuerwehr, aber ohne Blaulicht und Signalton werden die jüngsten Arnsdorfer derzeit durch den Ort gefahren. Das sorgt nicht nur für Aufmerksamkeit, sondern auch für reichlich Spaß. Das merkt auch Wilfried Fuhrmann. Der Gemeindemitarbeiter wartet im Feuerwehrauto auf die Kinder, die der Schulbus aus der Grundschule in Buchholz bringt. „Die Haltestelle des Busses wurde an den Abzweig Döbschütz/Arnsdorf wegen der Bauarbeiten an der Straße verlegt“, sagt er. Da die Straße zum Hort und Kindergarten gesperrt ist, werden die Schulkinder auf besondere Art transportiert: Nämlich mit dem Feuerwehrfahrzeug.
  Vier Mädchen und Jungen sind es Dienstagmittag, die so zu ihrer nachmittäglichen Betreuung kommen. Die achtjährige Sariana findet das ganz toll: „Es gibt bestimmt nur wenige Schulkinder, die mit der Feuerwehr zu ihrem Hort gefahren werden“, sagt die Zweitklässlerin.
  Um Richtung Kirche und Kindereinrichtung zu gelangen, ist ein Umweg notwendig. Hinter dem Schloss führt eine weitere Straße bis zum Kriegerdenkmal, von wo aus diese Örtlichkeiten erreichbar sind. Das ist auch die Route, die das Feuerwehrauto nimmt. Der Grund für die außergewöhnliche Fuhre ist, dass die Kreisstraße durch Arnsdorf und Hilbersdorf durch zwei unterschiedliche Baumaßnahmen gesperrt ist. Zum einen baut der Landkreis in Arnsdorf die Kreisstraße grundhaft aus. Derzeit werden von der Firma Nadebor die Entwässerungsarbeiten und Rohrverlegungen auf dem Stück zwischen Orangerie und Kirche durchgeführt. Der Ausbau führt bis zum Ortsausgang Hilbersdorf in Richtung Königshain. Parallele dazu erhält die Straße einen Geh- und Radweg, der zusammen mit der Straßenbeleuchtung über die Gemeinde Vierkirchen finanziert wird.
          Erschließung in Hilberdorf
  Dazu geht die Abwassererschließung in Hilbersdorf weiter. Erschlossen wird die Straße in Richtung Schäferei. „Heute hatten wir dazu die erste Bauberatung und es zeichnet sich ab, dass die Erschließung und der Straßenbau bis Ende August geschafft sein sollen“, informierte Bürgermeister Horst Brückner am Montag den Gemeinderat.
  Dieser Abschnitt ist momentan gesperrt. „Anwohner wissen, welche Schleichwege sie zu ihren Häusern nutzen können“, sagt ein Bauarbeiter. Auf dem Abschnitt befindet sich auch eine Gärtnerei mit Hofladen. „Wenn hier nichts ausgeschildert wird, kommen die Kunden nicht mehr bis zum Laden durch“, sagt Stefan Jung von der gleichnamigen Gärtnerei. Mit Beginn der Baumaßnahme sei sein Umsatz rapide gesunken. „Das gefährdet die Arbeitsplätze“ befürchtet er. Bürgermeister Horst Brückner verspricht aber, schnellstmöglichst Abhilfe zu schaffen. Am Abzweig Schäferei soll die Umleitung ausgeschildert werden.

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+++ Sächsische Zeitung, Mittwoch, 14. April 2010 +++
 

Schönere Plätze in Arnsdorf und Buchholz

Von Steffen Gerhardt
 

Vierkirchen. Die Gemeinde wird an der Kirche in Buchholz in den nächsten Wochen für einen befestigten Vorplatz sorgen. Der Gemeinderat stimmte am Montagabend der Vergabe der Bauleistung zu. Drei Anbieter bewarben sich um den Auftrag, als kostengünstigster Bieter bekam der Bauhof Soldan aus Weigersdorf den Zuschlag. Für 18755 Euro wird der Platz, der jetzt noch eine Grünfläche ist, mit Pflaster versehen und gestaltet.
  „Damit schaffen wir eine ordentliche Standfläche für die Autos der Besucher der Kirche und des Friedhofes“, begründete Bürgermeister Horst Brückner diese Maßnahme. Gefördert wird sie aus Mitteln des Konjunkturpaketes II.
  Neu gestalten will die Gemeinde im Zuge des Straßenbaus in Arnsdorf den Dorfplatz mit dem Denkmal. Nachdem es bereits erste Gedanken zum Platz gibt, sollen diese nun planerisch zu Papier gebracht werden. Den Auftrag vergab der Gemeinderat an das Görlitzer Planungsbüro Richter und Kaup. Dieses soll zunächst die Planung für diesen Platz erstellen. Mit dieser will die Gemeinde das Projekt über den Fördertopf Integrierte ländliche Entwicklung umsetzen.

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+++ Sächsische Zeitung, Dienstag, 13. April 2010 +++
 

Buchholzer Fabrik produziert auch weiterhin Ziegel

 

Buchholz/Görlitz. Das Buchholzer Ziegelwerk ist von Umstrukturierungen des Eigentümers CRH Clay Solutions nicht betroffen. Das bestätigte am Freitag eine Unternehmenssprecherin. In Buchholz produzieren rund 50 Mitarbeiter Pflasterklinker und Vormauerziegel-Sortimente. Genau darauf will sich nun CRH Clay Solutions konzentrieren, kündigt der Geschäftsführer für Marketing und Vertrieb, Theo Wenke, gegenüber der SZ an. Dagegen stellt das Dachziegelwerk im niedersächsischen Algermissen seine Produktion im Spätsommer ein. Die Auftragslage für Hohlziegel habe sich nicht wie erhofft entwickelt, erklärt Wenke.
  Neben dem Buchholzer Werk sind in der AKA-Gruppe unter dem CRH-Dach auch noch Fabriken im niedersächsischen Steyerberg-Wellie und in Ibbenbüren (Nordrhein-Westfalen) vereint. (SZ/sb).

 

 

 

Ein Buch über die „Dörfer im Umbruch“

Von Anja Hecking
 

  Damit erfüllt sich Gotthard Ender einen Wunsch. Die ländliche Geschichte liegt ihm sehr am Herzen.

Spannend bleibt es für Gotthard Ender bis zuletzt. Die 181 Seiten seines neuen Buches über die „Dörfer im Umbruch“ sind seit drei Wochen fertig, Korrektur gelesen und beim Verlag. Druckfrisch wird es Sonnabend in der „Alten Schmiede“ in Krobnitz präsentiert. Danach ist es im Buchhandel erhältlich.
          Drei Jahre intensive Arbeit
  Drei Jahre lang hat Gotthard Ender intensiv daran gearbeitet. Er hat seine Aufzeichnungen gesichtet, in Archiven gesucht, mit Zeitzeugen geredet, Fakten in Diagrammen und Tabellen zusammengestellt, Karten und Fotografien zugeordnet. So erzählt er die ländliche Geschichte am Beispiel von Dörfern im Altkreis Görlitz von den Ursprüngen der Besiedlung bis zum Heute. Am Ende wagt er einen Ausblick in die Zukunft der Dörfer. Den Wandel in den jüngsten Jahrzehnten hat er selbst miterlebt. Dem 72-Jährigen liegt die dörfliche Geschichte sehr am Herzen. „Ich möchte, dass sie nicht in Vergessenheit gerät und für künftige Generationen erhalten bleibt.“ Gotthard Ender ist ein Landmensch. In Tetta, einem kleinen Dorf in Vierkirchen – weitab von großen Straßen – kam er zur Welt. Hier hat er immer mit seiner Familie gelebt und in der Landwirtschaft gearbeitet. Seit über drei Jahrzehnten dokumentiert und erforscht er die Heimatgeschichte von Tetta und Buchholz.
  Ein Buch über die Veränderungen der Dörfer zu schreiben, das war ihm schon lange ein Anliegen. Die Sammlung mit Berichten von Zeitzeugen zum Beispiel hat er bereits vor mehreren Jahren angelegt. Auch auf seine umfangreichen Arbeiten als Ortschronist konnte er zurückgreifen. Das Buch ist kein wissenschaftliches Werk, sondern zu großen Teilen ein Sachbuch, dem man anmerkt, dass es nicht nur mit Verstand, sondern mit Herzblut geschrieben ist. Im Nachhinein sagt Gotthard Ender, dass jedes Kapitel für sich genug Stoff für ein Buch geliefert hätte. Verleger Frank Nürnberger schätzt ein, dass die „Dörfer im Umbruch“ beispielgebend für die Oberlausitz sind.
  Selbst vorstellen will Gotthard Ender sein Buch am Sonnabend in Krobnitz aber nicht. Er wird da sein. In der ehemaligen Lehrerin aus Vierkirchen und heutigen Chronistin in Ostritz, Josefine Schmacht, hat er eine liebe Bekannte ausgewählt, die seine Arbeit präsentieren wird..

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+++ Sächsische Zeitung, Sonnabend, 10. April 2010 +++
 

Vorsicht: Frösche wandern

Von Constanze Junghanß
 

Ehrenamtlich sammeln Bürger zurzeit wieder Amphibien ein, damit sie nicht überfahren werden.

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          Vielfalt an Arten
  Probleme anderer Art treten am Holzmühlenteich bei Arnsdorf-Hilbersdorf auf, wo wesentlich mehr Autos vorbei fahren als in der Nähe des Pfarrteiches. Das Arnsdorfer Gewässer verzeichnet eine große Artenvielfalt. Kamm- und Teichmolch, Rotbauchunke, Laub-, Gras- und Teichfrosch, Knoblauch- und Erdkröte sind hier anzutreffen.
 „Viele Dorfteiche sind nicht so reich gesegnet“, sagt Georg Brendler, der am Holzmühlenteich einen 500 Meter langen Zaun errichtet hat. Wichtig ist ihm, dass niemand störend in die Amphibienwelt eingreift. Dazu zählt, Hunde nicht an die Zäune zu lassen, den Zaun nicht mutwillig zu zerstören und die Eimer nicht zu entfernen.
  Weitere Schutzzäune stehen zwischen Königshain und Girbigsdorf, in Königshain, Holtendorf und Deutsch Paulsdorf.

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+++ Sächsische Zeitung, Donnerstag, 8. April 2010 +++
 

Landfarm schenkt dem „Kinderkreis“ Puppentheaterstück

 

Vierkirchen. Eine Überraschung erwartete die Mädchen und Jungen aus den beiden Kitas vom Kinderkreis Vierkirchen am Dienstag. Mit dem Grimm’schen Märchen „Hänsel und Gretel“ waren Puppenspieler aus Bautzen in der „Alten Wassermühle“ in Melaune zu Gast. Die Aufführung hat der Kinderkreis zu seinem zehnten Geburtstag im vorigen Jahr von der Landfarm Melaune GbR geschenkt bekommen. Nun wurde das Geschenk eingelöst und von den Kindern aus den beiden Einrichtungen in Arnsdorf und Melaune mit viel Begeisterung und Aufmerksamkeit verfolgt.
  Im Anschluss hatten die Puppenspieler noch eine Überraschung für die Kinder parat. Diese durften einmal hinter die Kulissen des Puppentheaters schauen. Da gab es wie beim Märchenspiel erstaunte Augen und viele Fragen an die Puppenspieler. (bd)

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+++ Sächsische Zeitung, Sonnabend, 3. April 2010 +++
 

 

Glücklich: Robert Koch. Foto: Robert Michael

 

Wie sich Dynamos Torschütze durchbeißt

Von Sven Geisler

 

Robert Koch kam als Spieler für die zweite Mannschaft. Jetzt hat er zweimal das Siegtor bei den Profis erzielt.

Zwei Tore, zwei Siege: Robert Koch schießt die SGDynamo Dresden aus dem Tabellenkeller der 3.Fußball-Liga. Dabei kannte den 24-Jährigen vor zwei Wochen kaum jemand. Er galt als Ergänzungsspieler, eigentlich einer für die Oberliga-Elf, der bei den Profis aushelfen kann, wenn Not am Mann ist.
  Mit dieser Perspektive war Koch vor der Saison vom Stadtnachbarn SCBorea geholt worden. Doch er selbst hatte bei dem Wechsel bereits andere Vorstellungen. „Wenn man in einer zweiten Mannschaft spielt, muss man das als Sprungbrett sehen.“ Zunächst aber musste er sich ganz hinten anstellen, durfte im Sommer nicht einmal mit ins Trainingslager. „Da habe ich wirklich noch mal überlegt, ob es überhaupt Sinn macht“, räumt er ein.
  Es dauerte jedoch nicht lange, bis er wegen der vielen Verletzten aufrückte. Am 7.Spieltag saß er beim 0:0 gegen Osnabrück zum ersten Mal auf der Bank, eine Woche später gab er beim 0:1 in Dortmund sein Debüt – für acht Minuten. Über Kurzeinsätze kam Koch zwar danach nicht hinaus, aber zur Winterpause holte ihn der neue Trainer Matthias Maucksch offiziell in den Profikader. „Danach wurde ich in der Mannschaft anders gesehen und ernst genommen“, sagt Koch.
  Plötzlich war er eben nicht mehr der Lückenbüßer, sondern ein Konkurrent im Kampf um die Stammplätze. Genauso stellt sich Maucksch die Entwicklung eines jungen Spielers vor: „Er ist immer bereit, Höchstleistungen zu bringen, auch im Training zerrt er an den Ketten.“ So stand Koch gegen Werder BremenII zum ersten Mal in der Startelf bei dem Verein, dem er sich von kleinauf als Fan verbunden fühlt. Er stammt aus Melaune bei Löbau, und in der Oberlausitz, erzählt er, „sind sowieso alle Schwarz-Gelb“.
          Mit dem Bruder als Fan
  Zu vielen Dynamo-Spielen fuhr er mit seinem Bruder Sven, der seit einem Motorradunfall 1994 im Rollstuhl sitzt. Der 36-Jährige war zugleich der erste Trainer von Robert von der D- bis zur B-Jugend beim SV Meuselwitz im Kreis Görlitz. „Nachdem ich dort in einer Saison mal 51Tore erzielt hatte, wurden die Vereine in der Nachbarschaft auf mich aufmerksam“, schildert Robert Koch seine Entwicklung. Über den DFB-Stützpunkt in Hagenwerder kam er zu Übungsleiter Peter Berndt beim FC Oberlausitz in Neugersdorf. Dort durfte er mit 18 schon mal Oberliga-Luft schnuppern, und 2007 wechselte er schließlich nach Dresden zu Borea.
  Dort machte er als Torjäger weiter auf sich aufmerksam. Nach 15Saison-Treffern klopfte Dynamo schon 2008 an, doch der Transfer scheiterte, weil Borea eine Ablöse verlangte. „Ich war schon ein bisschen sauer, weil sie versprochen hatten, mir keine Steine in den Weg zu legen.“ Koch steckte jedoch nicht auf, sondern blieb mit elf Toren im zweiten Jahr im Blickpunkt. So konnte er sich den Kindheitstraum im Sommer 2009 erfüllen.
  Maucksch ist froh, dass Dynamo das Talent aus der Region zwar spät, aber nicht zu spät entdeckt hat. „Er ist willig, dynamisch, schnell, hat einen guten Abschluss, Top-Fitnesswerte und keine Angst“, charakterisiert der Chefcoach den Angreifer, und er bescheinigt ihm eine „Pferdelunge“. Trotz dieser Lobeshymne gibt es für den doppelten Torschützen keine Einsatzgarantie fürs nächste Spiel am Ostersonntag in Offenbach. „Da lege ich mich nicht fest“, betont Maucksch.
          Kurzeinsätze zählen nur halb
  Koch formuliert keine Ansprüche, sondern möchte „um den Stammplatz kämpfen“. Sein Vertrag verlängert sich automatisch, wenn er auf zehn Spiele kommt. Im Moment steht er bei sechseinhalb, auch wenn die Statistik schon elf ausweist. Die Kurzeinsätze zählen nur halb. Wenn er so weitermacht, empfiehlt er sich vielleicht gleich für ein längerfristiges Engagement.
  Zudem bestimmen Tore den Marktwert eines Stürmers. Eine Aufbesserung seines Gehalts könnte Robert Koch gut gebrauchen, denn eine eigene Wohnung kann er sich bisher nicht leisten. „Ich muss schon aufs Geld gucken und bin deshalb dankbar, dass ich bei meinem ältesten Bruder René in Kleinröhrsdorf wohnen kann“, erzählt er. So geht Robert Koch seinen Weg zum Fußballprofi: bescheiden und konsequent.

 

 

Ortsvorsteher Udo Gleisenberg (Mitte) erklärt die Pläne. Foto: B. Donke

 

 

 

Bürger äußern sich zur B 178

Von Bernhard Donke und Anja Hecking

 

Ab Dienstag liegen die Pläne im Gemeindeamt aus. Es gibt erste Einwände.

  Ab Dienstag liegen die Unterlagen zum Planfeststellungsverfahren für den Bau der B 178 zwischen Löbau und der A4 bei Weißenberg im Gemeindeamt Melaune aus. Das beinhaltet eine Verlegung der S 111 und eine neue Anschlussstelle an die Autobahn. Die Arbeiten dafür können frühestens im Spätsommer beginnen. Bis November soll die Bundesstraße bis Löbau fertig sein.
  Da Buchholz/Wasserkretscham vom Bau der Straße betroffen ist, hat der Ortschaftsrat Buchholz/Tetta interessierte Bürger über das Vorhaben informiert. Dabei wird bereits auf mehrere Konfliktpunkte hingewiesen. Diese gehen über die Gemeindeverwaltung an die Landesdirektion Dresden als zuständige Behörde für die Planfeststellung. Folgende Punkte/Forderungen beschäftigen die Bürger:
  Die Planungen gehen von Erhebungen aus, die bereits vor zehn Jahren erfolgt sind. So fehlt zum Beispiel der Pilgerweg im Raum Buchholz in den Unterlagen.
  Es soll Nachbesserungen beim „Trebe-Weg“ und eine Waldmehrung als Nadelgehölz am vorhandenen Wäldchen geben, das vor dem Autobahnanbindekreuz liegt.
  Am Pilgerweg unweit der zu verlegenden S 111 in Wasserkretscham soll es einen Übergang für Fußgänger und Radfahrer geben und zusätzliche Landwirtschaftswege zwecks Erreichbarkeit.

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Bevor es in Arnsdorf an die Straße geht, verlegen die Bauleute der Firma Nadebor die Betonrohre für die Regenentwässerung (oben). In Melaune baut der Freistaat von der Ortsdurchfahrt bis zur Autobahn aus. Fotos: SZ/Steffen Gerhardt

 

+++ Sächs. Zeitung, Donnerstag, 1. April 2010 +++


 

Folgen des Winters bremsen Investitionen

Von Steffen Gerhardt

 

  Der Bedarf an Straßenreparaturen ist nach diesem Winter höher als der für den Neu- oder Ausbau. Darauf haben sich die Kommunen im Görlitzer Umland eingestellt.

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Vierkirchen: Viele Vorhaben

Weiter geht es auch mit der Ortsdurchfahrt in Arnsdorf-Hilbersdorf, ebenfalls eine Kreisstraße. Mit dem Einbringen der Regenentwässerung werden die Arbeiten gegenwärtig am Abschnitt zwischen Orangerie und Kirche fortgesetzt. Grundhaft ausgebaut werden soll die Straße bis zum Ortsausgang Hilbersdorf in Richtung Königshain. „Wir werden dazu den Geh- und Radweg beziehungsweise die Straßenbeleuchtung finanzieren“, erklärt Bürgermeister Horst Brückner. Damit setzt die Gemeinde Vierkirchen dieses Jahr den Schwerpunkt im Straßenbau. Der Freistaat baut die Ortsdurchfahrt Melaune und die S122 bis zur Autobahn in diesem und nächsten Jahr aus. Dazu kommt ein Radweg. Vierkirchen beteiligt sich innerorts mit einem Geh- und Radweg. In Arnsdorf will die Gemeinde den Kirchweg über das Ile-Programm erneuern und die Abwassererschließung samt Straßenbau in Hilbersdorf fortsetzen.

 

 

Vorverkauf für Schlagerprogramm hat begonnen

 

Buchholz/Görlitz. Der Kartenvorverkauf für den Schlagernachmittag mit Andreas Martin am 18. Juli auf der Freilichtbühne im Buchholzer Park hat begonnen. Ab sofort können die Karten auch im SZ-Treffpunkt in Görlitz erworben werden. Sie sind für den gesamten Sonntag gültig. Dieser beginnt um 11 Uhr mit den „Burkauer Musikanten“ zum Frühschoppen.
  Der Schlagernachmittag hat im Programm des dreitägigen Dorffestes Tradition. Mit dabei sind in diesem Jahr die Thüringer Sängerin Sylvia Martens und die Gebrüder Comic, zwei „verrückte Lausitzer“, die ein musikalisches Comedyprogramm bieten. Organisiert wird das Dorffest vom Kultur- und Sportverein Buchholz/Tetta. Es findet bereits zum 33. Mal statt. (SZ/ah)
  Karten für den Schlagernachmittag im Vorverkauf für elf Euro im SZ-Treffpunkt Görlitz, im City-Center, montags bis freitags, 10 bis 17 Uhr

M ä r z   2 0 1 0

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+++ Sächsische Zeitung, Mittwoch, 31. März 2010 +++
 

Nachrichten


Spielzeugmuseum im Fremdenverkehrsverein

Döbschütz.
Das Wasserschloss mit Spielzeugmuseum (siehe auch neben stehenden Osterbeitrag) und Pension ist nun auch Mitglied in Fremdenverkehrsverein Schlesische Oberlausitz e.V.. Dort findet sich zum Beispiel ein Eintrag auf der Internetseite des Vereins unter der Rubrik „Sehenswertes“. (bd)
www.fremdenverkehr-schlesische-lausitz.de

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Ein brütender Kiebitz.Foto: SZ-Archiv

 

+++ Sächs. Zeitung, Freitag, 26. März 2010 +++


Kiebitzschutz bei Buchholz

Von Anja Hecking

 

  Sachsen stellt mit Hilfe der Landwirte den seltenen Vögeln Brutplätze bereit.

Der Kiebitz soll in Sachsen heimisch bleiben. Dabei können Landwirte mithelfen. Rund um Görlitz gibt es so eine Projektfläche. Sie liegt westlich von Buchholz. Dort wurde eine Kiebitzinsel angelegt, erklärt Jan-Uwe Schmidt von der Vogelschutzwarte Neschwitz. Auf etwa einem Hektar wurde im Herbst kein Winterweizen ausgesät, damit der schwarz-weiße Vogel mit seinem markanten Kopfschmuck hier einen Brutplatz vorfindet. Ob er diesen Platz wirklich annimmt, wird sich zeigen.
  Die Fläche bietet gute Voraussetzungen. Es handelt sich um einen ehemaligen Teich. Im Herbst wurden dort bereits Kiebitze auf dem Durchzug beobachtet. Der Landwirtschaftsbetrieb erhält für Ertragsausfall und Mehraufwand eine Vergütung. Schon kleinflächige Maßnahmen können helfen. Informationen zum Vogelschutz im Agrarraum im Internet (Link: „Aus unserer Arbeit“).
www.vogelschutzwarte-neschwitz.de.

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oben: Die Dachdecker Frank Bürger und Manfred Jama von der GMV Dachbau GmbH decken ein Wohnhaus komplett neu ein. Diese Firma aus Melaune gehört mit zu den drei Firmen des Lausitzer Energie-Fachringes.
Martin Gläser, GMV Dachbau Melaune (li)

 

+++ Sächs. Zeitung, Mittwoch, 24. März 2010 +++

 

Hausbesitzer lassen die Wärme im Gebäude

Von Steffen Gerhardt

 

  Die Leute tun sich nicht mehr schwer mit dem Umkrempeln ihrer Häuser, um darin künftig energieeffizienter und kostengünstiger zu leben. Diese Erfahrung haben die Geschäftsführer der drei Unternehmen gemacht, die sich auf Kooperationsbasis zum Lausitzer Energie-Fachring zusammenschlossen. Das war im Sommer vergangenen Jahres, als sich die Bürgel&Schulze Haustechnik in Markersdorf, die G.M.V. Dachbau in Melaune und die TVS Fenstertechnik in Reichenbach zu diesem Verbund vereint haben.
          Konzepte aus einer Hand
  „Das Interesse an Energiekonzepten für das eigene Haus ist groß und unsere Interessenten entscheiden sich auch für diese zukunftsorientierten Investitionen“, sagt Norbert Liebig, Geschäftsführer der TVS Fenstertechnik. Eine Firma, die seit 1993 in Reichenbach ansässig ist und 25 Mitarbeiter, darunter zwei Auszubildende, zählt. Im Herbst soll ein weiterer Lehrling zum Konstruktionsmechaniker ausgebildet werden. Auch auf ein Patent kann Norbert Liebig verweisen: „2006 haben wir die Lichtgaube ,Luxia©’ entwickelt. Eine Designgaube mit Hitzeschutzverglasung, die mehr Tageslicht zulässt.“
  Dass sich die Gewerke Fensterbau, Haustechnik und Dach zusammenschlossen und eine energetische Haussanierung im Paket anbieten, hat seinen Grund: „Was nützt es, wenn ich die modernste Heizungsanlage habe, die Wärme aber durch undichte Fenster oder ein nichtgedämmtes Dach wieder entweicht?“, fragt Olaf Mauermann, der zusammen mit Martin Gläser die GMV Dachbau führt.
  Das Dachdecken allein ist es nicht, was die Melauner Firma in den Energiering einbringt. 2002 von drei Unternehmern gegründet, erledigen die derzeit 17 Mitarbeiter auch Klempner- und Zimmererarbeiten am Dach. Vor allem in und um Görlitz sind ihre Baustellen.
  Da jedes Gewerk nur für sich sprechen kann, holten sich die drei Firmen noch Energieberater mit an Bord. Dieser berät die Kunden nicht nur gewerkeübergreifend, sondern gibt auch fachliche Unterstützung, erstellt mit dem Hauseigentümer eine Prioritätenliste mit Kostenplan und informiert über Fördermöglichkeiten. Für Interessenten ein wichtiger Gesichtspunkt und auch notwendig, um einen Überblick in dem Spektrum an Fördermöglichkeiten zu bekommen. „Eine Förderung ist notwendig, um die eigenen Projekte durchzusetzen, das betrifft den Kunden genauso wie uns selbst.“ Für Geschäftsführer Siegmund Schulze von der Bürgel&Schulze Haustechnik ist der finanzielle Faktor ein wichtiger Entscheidungsgrund. Spezialisiert auf Heizung, Sanitär, Lüftung und Klima ist das seit 1991 bestehende Unternehmen in Ostsachsen unterwegs. „Dank dem Konjunkturpaket haben wir momentan gut zu tun“, sagt Siegmund Schulze, der 24 Mitarbeiter beschäftigt.
          Technik, die Zukunft hat
 Wer sein Haus energetisch auf Vordermann bringen möchte, setzt auf Technik der Zukunft. Diese bieten die drei Firmen an. Ganz gleich ob Fenster mit Dreifachverglasung, oder Thermofloc, der Einblasdämmstoff aus Zellulose, oder alternative Heiztechniken wie Erdwärme, dafür ist der Energie-Fachring der kompetente Partner.
  Großen Bedarf sieht der Fachring vor allem bei den Eigenheimbesitzern, die zu DDR-Zeiten ihre Häuser bauten. „Jetzt sind es vor allem die hohen Energiepreise, die zu einem Umdenken führen“, ist die Erfahrung von GMV-Geschäftsführer Martin Gläser. „Die Modernisierung finanziert sich auch nennenswert aus sich selbst heraus“, ergänzt Norbert Liebig und meint damit die einzusparenden Kosten.

0180/5428734 und www.Energiefachring.de.

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In Melaune werden wieder die Ostereier geputzt

Von Bernhard Donke

 

  Der Heimatverein lädt am Sonntag zu seinem fünften Oster- und Frühjahrsmarkt an die Wassermühle ein.

  Zum fünften Mal haben die Mitglieder des Heimatvereins Döbschütz/Melaune ihren Oster- und Frühjahrsmarkt vorbereitet. Am Sonntag lädt er zu einem Besuch ein.
  „Auch dieses Mal wollen wir den Gästen wieder etwas bieten, damit sie uns auch weiterhin die Treue halten zu den beiden Märkten im Frühjahr und Herbst, die wir vom Verein aus organisieren“, sagen Eckehard Radisch und Herbert Riedel vom Vorstand des Heimatverein Döbschütz e.V.
  In diesen Tagen sind die Vereinsmitglieder rund um das Marktgelände am Vereinshaus „Alte Wassermühle“ emsig dabei, den Markttag so zu organisieren, dass es in seinem Verlauf zu keinen Stockungen kommt. Schon jetzt stehen die Standplätze fest und die Vereinsmitglieder kümmern sich um die Ausgestaltung des Marktes mit österlichen und dem Frühjahr angepassten Dekorationen. „Wir erwarten wieder rund 15 Händler aus der näheren Umgebung, die ihre Waren von Floristik, Keramik und Töpferwaren über Haushaltswaren und Pflanzenangebote für die Kleingärtner den Besuchern anbieten“, sagt Herbert Riedel. Doch was wäre ein Oster- und Frühjahrsmarkt ohne die Kunst der Ostereierbemalung? In diese führt der Wurschener Peter Kießling ein, während sich der Verein um das leibliche Wohl der Marktbesucher kümmert. „Neben einem Mittagessen aus gebackener Schweinekeule und Pute, erwarten den Besucher Kaffee und Kuchen, den unsere Vereinsfrauen selbst gebacken und aufgebrüht haben“, sagt Radisch.
  Nach dem Markt richtet sich die Aufmerksamkeit auf eine neue Ausstellung. Am Sonntag, dem 18.April, wird von 13 bis 17Uhr im Vereinshaus „Alte Wassermühle“ eine Gobelin-Ausstellung gezeigt. In dieser stellt Rosemarie Starke aus Dresden gewirkte Gobelins vor.
  Der 5. Oster -und Frühjahrsmarkt findet in Melaune diesen Sonntag von 11 bis 17 Uhr auf dem Gelände um die Alte Wassermühle statt.

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+++ Sächsische Zeitung, Freitag, 19. März 2010 +++
 

Straßenbau ist Thema in Buchholz
 

Buchholz. Am Montag können sich die Bürger über das Planfeststellungsverfahren zur Verlegung der Bundesstraße 178 und Staatsstraße 111 im Ortsteil Wasserkretscham von Vierkirchen informieren.
  Wie Ortsvorsteher Udo Gleisenberg von Buchholz der SZ mitteilt, wird diese Informationsveranstaltung um 19.30 Uhr im Vereinsheim des Kultur- und Sportvereins Buchholz/Tetta stattfinden. Hier werden die zum Planfeststellungsverfahren nötigen Unterlagen ausliegen und für jedermann einsehbar sein. (bd)

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+++ Sächsische Zeitung, Donnerstag, 18. März 2010 +++
 

Ile-Projekte werden von Görlitzer Planern begleitet

 

Vierkirchen. Das Görlitzer Planungsbüro Richter und Kaup wird auch weiterhin das Regionalmanagement für die Gemeinde Vierkirchen führen, um beispielsweise Projekte für die Ile-Region anzuschieben. Dafür hat sich der Gemeinderat einstimmig entschieden. Jährlich muss Vierkirchen dafür etwa 300 Euro einplanen. Das Planungsbüro erarbeitet Konzepte und Studien zur Entwicklung im ländlichen Raum und bietet sich Gemeinden dafür als kompetenter Partner an. Sechs Projekte für die Gemeinde, Vereine oder Privatpersonen werden momentan für Vierkirchen durch das Planungsbüro begleitet. (cg)

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+++ Sächsische Zeitung, Sonnabend, 13. März 2010 +++
 

Nachrichten


Kinderkreis bedankt sich für Unterstützung der Bürger

Melaune/Arnsdorf-Hilbersdorf. Der Kinderkreis hat nach dem kleinen Aufruf in der SZ von Bürgern so viel Material für die Werkstätten in beiden Kindergärten erhalten, dass er damit erst einmal längere Zeit über die Runden kommt. Der Kinderkreis bedankt sich ganz herzlich für die Unterstützung und meldet sich rechtzeitig, wenn das Material zum Bauen, Basteln und Ausprobieren wieder zur Neige geht. (SZ/ah)

Straße in Melaune wird halbseitig gesperrt

Melaune. Die Ortsdurchfahrt Melaune (S 122) wird bis Ende August grundhaft ausgebaut. Deshalb kommt es ab Montag zur halbseitigen Sperrung der Straße. Die Ortsdurchfahrt bleibt für Fahrzeuge bis 2,8Tonnen frei, der Lkw-Verkehr wird umgeleitet. Der Linien- und Schülerverkehr bleibt davon unberührt, allerdings wird die Bushaltestelle am Kindergarten nicht bedient. (SZ))

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+++ Sächsische Zeitung, Freitag, 12. März 2010 +++
 

Nachrichten


Firma aus Waldhufen baut Straße in Hilbersdorf

Arnsdorf-Hilbersdorf
. Die Tiefbaufirma Otto aus Waldhufen hat den Zuschlag für die anstehenden Straßenbau- und Kanalarbeiten für die Ortsstraße in Hilbersdorf bekommen. Dafür hat sich der Gemeinderat Vierkirchen in seiner jüngsten Sitzung entschieden. Die Firma hatte mit 235000 Euro das wirtschaftlichste Angebot abgegeben. Der Kanal soll bis September fertig sein, für den Straßenbau ist ein größeres Zeitfenster vorgesehen. (cg)

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+++ Sächsische Zeitung, Donnerstag, 11. März 2010 +++
 

Gemeinde plant Straßenbau bis 2013


Arnsdorf-Hilbersdorf. Umfangreiche Straßenbaumaßnahmen stehen bis 2013 an. Marco Polenz vom gleichnamigen Ingenieurbüro aus Horka hat im Gemeinderat erste Planungen für elf Bauabschnitte vorgestellt. Demnach sollen Straßen und Wege in der Breite von 2,50 bis 3,50 Metern erhalten bleiben. Auf problematische Situationen bei der Entwässerung haben Udo Gleisenberg (WV Buchholz/Tetta) und Peter Gloger (WV Arnsdorf-Hilbersdorf) hingewiesen. Ende 2010 könnte der erste Abschnitt in Angriff genommen werden. Dazu gehört unter anderem die Straße an der Kirche. „Je nach Haushaltslage wird sich der Baufortschritt gestalten“, sagt Bürgermeister Horst Brückner. (cg)

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+++ Sächsische Zeitung, Sonnabend, 6. März 2010 +++
 

Uhren und Waagen für kleine Bastler

 

Vierkirchen. Noch nicht intensiv helfen konnten Bürger dem Kinderkreis Vierkirchen, der in Melaune und Arnsdorf Krippen-, Kindergarten- und Hortkinder betreut. Wir hatten die falsche telefonische Vorwahl veröffentlicht. Richtig muss es wie am Artikelende lauten. Wir bitten das Versehen zu entschuldigen.
  Für die kleinen Werkstätten in den Kindereinrichtungen wird noch einiges zum Werkeln gebraucht. Benötigt werden: Schreibmaschine, Wanduhren, Wecker, Waagen, Rechenmaschine, große Knöpfe, Gewichte bis 500 Gramm, Maßbänder und Schlüssel. (SZ/ah)
  Kontakt : 035827/7 03 03 oder -7 08 40

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Denis Riese   Foto: bd

 

Grauwacke: Gegner suchen Öffentlichkeit

Von Annett Preuß

 

  Die Bürgerinitiative Pro Gebelzig und die Gemeinde Hohendubrau haben sich an das Magazin „Focus“ in Leipzig gewandt.

Der Brief ist per E-Mail auf die Reise an die Redaktion Leipzig des Magazins Focus gegangen. Noch steht die Antwort aus. Die Bürgerinitiative Pro Gebelzig und die Gemeinde Hohendubrau suchen im Kampf gegen den geplanten Grauwacke-Tagebau bewusst diesen Weg, überregional die Öffentlichkeit zu informieren, sagt ihr ehrenamtlicher Sprecher Denis Riese: „Wir wollen deutschlandweit darauf aufmerksam machen, wie die Firma HWO als Tagebaubetreiber in den neuen Ländern auftritt.“ Denn neben Hohendubrau ist von dem Vorhaben südlich von Gebelzig auch Buchholz in Vierkirchen betroffen.
  Rieses Fazit nach zwei Jahren Kampf fällt ziemlich nüchtern aus: „Wir haben noch nichts erreicht.“ Im Ort führe das zur Lähmung, sagt Corina Günzel: „Dieser Schwebezustand ist nicht nur unangenehm. Es will auch keiner etwas investieren.“ Ans Aufgeben denkt Denis Riese nicht, schmiedet neben der Focus-Anfrage mehrere Eisen. Für seinen Einsatz im Interesse des Gemeinwohls bekam er diese Woche den Bürgerpreis der Stiftung zivita überreicht. Hohendubraus Bürgermeister Hans-Hermann Zschieschank schätzt an ihm, dass er nicht locker lässt: „Er hat viele, viele Stunden investiert.“

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+++ Sächsische Zeitung, Freitag, 5. März 2010 +++
 

Landkreis setzt Straßenbau fort

 

Vierkirchen. Der Ausbau der Ortsdurchfahrt in Arnsdorf-Hilbersdorf wird bei entsprechender Witterung voraussichtlich in 14 Tagen fortgesetzt. Das teilte Bauamtsleiter Dieter Peschel mit. Neben dem grundhaften Ausbau der Straße werden Entwässerungsrohrleitungen verlegt sowie die alten Stützwände zum Arnsdorfer Wasser abgebrochen und neu errichtet. Um die Verkehrssicherheit zu verbessern, werden außerdem ein straßenbegleitender Gehweg gebaut und die beiden Bushaltestellen erneuert. Zum Abschluss erhält die Ortsstraße einen Asphaltoberbau auf einer Länge von zwei Kilometern.
  „Für diese Baumaßnahme stehen bis 2012 insgesamt 1,4 Millionen Euro zur Verfügung. Davon kommen rund eine Million Euro vom Land aus dem Fond zur Förderung des kommunalen Straßenbaus. Der Eigenanteil des Landkreises beträgt 400 000 Euro“, benennt Dieter Peschel den Wertumfang. (SZ/sg)

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+++ Sächsische Zeitung, Donnerstag, 4. März 2010 +++
 

Kinderkreis sucht Uhren und Waagen

 

Vierkirchen. Der Kinderkreis Vierkirchen, der in Melaune und Arnsdorf Krippen-, Kindergarten- und Hortkinder betreut, braucht Unterstützung. In beiden Einrichtungen gibt es kleine Werkstätten, in denen sich die älteren Kindergarten- und Hortkinder handwerklich ausprobieren und basteln. Sie planen und arbeiten miteinander und erleben so manche Aha-Effekte.
  Aber es fehlt noch einiges. Benötigt werden: Schreibmaschine, funktionstüchtige Wanduhren oder große Wecker, Küchen- und Personenwaagen, Rechenmaschine, große Knöpfe, Gewichte bis 500 Gramm, Maßbänder, diverse Schlüssel und eventuell Schlösser dazu und eine funktionstüchtige analoge Stoppuhr. (SZ/ah)

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+++ Sächsische Zeitung, Dienstag, 2. März 2010 +++
 

Jauernicker betreut Richtfunkkunden

 

Vierkirchen/Waldhufen. Für die DSL-Richtfunkkunden von Michael Ebermann aus Nieder Seifersdorf steht ab sofort Stefan Bunzel aus Jauernick-Buschbach als Ansprechpartner bereit. Er betreibt auch eine Firma im Bereich Richtfunk per DSL. Hintergrund ist ein dreijähriger Auslandsaufenthalt von Michael Ebermann. Er hat bisher in Waldhufen, Arnsdorf-Hilbersdorf und Melaune DSL-Netze mit Richtfunk aufgebaut.
  In Melaune läuft auch die Vorbereitung für DSL über das Telefonnetz der Telekom. Zurzeit befragt das Unternehmen Interessenten. Der Anschluss durch die Telekom sollte bis Ende 2009 realisiert sein und wird nun bis Ende April in Aussicht gestellt. Im Vorjahr gab es aus Kostengründen einen Baustopp, gegen den die Gemeinde Vierkirchen mit Erfolg vorging. (SZ/ah)

F e b r u a r   2 0 1 0

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+++ Sächsische Zeitung, Sonnabend, 27. Februar 2010 +++
 

Der Ausbau der Ortsdurchfahrt in Melaune beginnt

 

Melaune. Am Dienstag beginnt der grundhafte Ausbau der Staatsstraße 122 in der Ortsdurchfahrt Melaune. Die Maßnahme wird durch die Firma Teichmann Bau GmbH ausgeführt, Auftraggeber ist das Straßenbauamt in Bautzen.
  Gebaut wird unter einer halbseitigen Sperrung der Fahrbahn. Die ersten Arbeiten beginnen mit der Sanierung der Friedhofsmauer und der provisorischen Verbreiterung der Fahrbahn ab etwa Bushaltestelle am Kindergarten bis vor den Knotenpunkt mit der S 124. Außerdem wird die Straße hinter diesem Knotenpunkt bis zum vorgesehenen Bauende an der Bushaltestelle in Richtung Autobahn verbreitert. Der Abschluss der Arbeiten ist für den August 2011 vorgesehen. (cg)

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+++ Sächs. Zeitung, Mittwoch, 24. Feb 2010 +++


Umzug in neue Grundschule für Vierkirchen verschiebt sich auf Sommer

Von Annett Preuß

 

  Noch wird in der neuen Schule in Nieder Seifersdorf gebaut, aber die Eltern haben viele Fragen

  Wann ziehen die Grundschüler aus Vierkirchen und Waldhufen in ihr neues gemeinsames Schulhaus um? Diese Frage bekommt Bürgermeister Horst Brückner (parteilos) in diesen Tagen am meisten von Eltern zu hören. Denn der Termin nach den Winterferien ist geplatzt. Auch wenn jetzt inoffiziell die Sommerferien im Gespräch sind – der Bürgermeister will sich darauf nicht festlegen: „Qualität geht vor Zeit“, sagt er, „wir müssen nicht mit Gewalt umziehen.“ Denn in Nieder Seifersdorf ist der Ausbau noch voll im Gange. Bis der geschafft ist, seien die Kinder in den vorhandenen Grundschulen in Buchholz und Jänkendorf gut aufgehoben, so Brückner.
  Essenversorgung, Schülerbeförderung, Ganztagsangebote oder Hortbetreuung – neben dem Umzugstermin gibt es viele weitere Fragen, die die Eltern im Vorfeld beantwortet haben möchten. Die Waldhufener Elternsprecherin Antje Schulz begrüßt deshalb die Zusammenkunft der Vertreter der Elternschaft mit dem Bürgermeister, die in dieser Woche anberaumt ist: „Die Eltern brauchen mehr Informationen“, sagt sie. „Das ist vor allem für diejenigen wichtig, die Kinder in der ersten und zweiten Klasse haben.“ Mit der Zeitverschiebung können viele Eltern demnach leben. Sie haben dafür Verständnis, denn der Umbau ist ein großes Vorhaben. Aber: Sie wollen informiert sein und das regelmäßig.
          Hortfrage wird viel diskutiert
  Bis zum Umzug der Kinder will die Gemeinde Waldhufen auch dafür sorgen, dass es genug Platz draußen gibt zum Toben und Spielen beziehungsweise für die Hofpausen. Das sei das Ziel und eine Forderung laut Verwaltungsvorschrift, die die Gemeinde zu erfüllen hat. „Wir haben dann etwa 140 Kinder vor Ort. Da müssen wir die notwendigen Anlagen garantieren“, sagt Horst Brückner. Geld dafür ist eingeplant. Der Bürgermeister schränkt aber auch ein: „Gänzlich fertig werden die Außenanlagen noch nicht sein.“ Denn sie sind von vornherein als zweiter Bauabschnitt vorgesehen gewesen. Waldhufen will Fördermittel für 2011 beantragen. Aus Vierkirchen interessiert die Frage, ob genügend Kinder für zwei erste Klassen angemeldet sind, sagt Ingo Thiel, der dortige Elternsprecher: „Aber auch die Hortbetreuung wird unter Eltern diskutiert.“
  Thiel erinnert daran, dass es in Melaune und Arnsdorf Kitas gibt, die eine Hortbetreuung anbieten. „Ich persönlich sehe es als gut an, wenn Schule und Hort an einem Ort sind“, sagt er. Dann können die Kinder vor Ort auch die Ganztagsangebote (GTA) nutzen. Waldhufen baut deshalb die benachbarte Krippe zum Hort um. Weil die Plätze in dem Gebäude aber nicht reichen werden, soll auf Klassenräume zurückgegriffen werden. Die Doppelnutzung von Klassenräumen für GTA ist erlaubt..

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Gehören zu den Ausgezeichneten: Wehrleiter Reinhold Kosan (links) und Jugendwart Marko Kosan.Fotos: bd

+++ Sächs. Zeitung, Mittwoch, 17. Februar 2010 +++


Feuerwehrleute setzen auf internationale Zusammenarbeit

Von Bernhard Donke

 

  Wehrleiter Reinhold Kosan aus Arnsdorf bekam das tschechische Feuerwehrverdienstkreuz.

  Für Wehrleiter Reinhold Kosan war es eine besondere Ehre, als ihm vom Leiter der tschechischen Partnerwehr, Viktor Malík, die Verdienstmedaille der Tschechischen Freiwilligen Feuerwehr überreicht wurde. Die tschechischen Kollegen nahmen die Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Arnsdorf-Hilbersdorf zum Anlass, um sein Engagement und die gute internationale Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr aus Paseky nad Jízerou zu ehren.
  Nicht untätig waren die Kameraden im vergangenen Jahr. Wehrleiter Reinhold Kosan lobte, dass die Aufgaben im Dienst- und Ausbildungsplan insgesamt erfüllt wurden, auch wenn es bei einigen Kameraden noch Nachholbedarf gibt. „Erfreulich für uns, dass drei Kameraden für die Wehr neu gewonnen werden konnten und mehrere Kameraden im Jahresverlauf ausgezeichnet und befördert wurden“, berichtete der Wehrleiter.
          Neue Technik und Bekleidung
  Im Jahr 2009 gab es neue Technik und neue Einsatzbekleidung, sodass sich auch materiell die Einsatzbedingungen verbesserten. Positiv hervorgehoben wurde die Pflege der Außenanlagen am Feuerwehrgerätehaus durch die Kameraden und deren Neugestaltung durch die Gemeindeverwaltung Vierkirchen, mit der es ein sehr gutes Miteinander gibt. Ebenso erfreulich ist die Zusammenarbeit mit den Nachbarwehren über Vierkirchen hinaus bis hin zu den Wehren der polnischen und tschechischen Partnergemeinden Jezow Sudecki sowie Paseky nad Jizerou. Auch von ihnen waren Vertreter anwesend.
  Leider konnten nicht alle Aus- und Weiterbildungskurse von den Kameraden belegt werden, schätzte der Wehrleiter ein. Der Grund dafür liegt in der angespannten Arbeitsplatzsituation und darin, dass viele ihre Brötchen außerhalb des Freistaates verdienen müssen.
  Lobende Worte fielen über die Jugendwehr. „Seit zehn Jahren leistet sie eine sehr gute Nachwuchsarbeit. Jugendwart Marko Kosan legt bei seinen jungen Kameraden viel Wert auf Kameradschaft und ein gesundes Zusammengehörigkeitsgefühl“, sagte der stellvertretende Wehrleiter Sven Weigelt. Zur Zeit zählt die Jugendfeuerwehr 12 Jugendliche und Kinder ab dem 10.Lebensjahr.
  Marko Kosan wurde für seine zehnjährige ehrenamtliche Arbeit als Jugendfeuerwehrwart ausgezeichnet. Er gründete 1999 mit die Jugendfeuerwehr Vierkirchen und übernahm auch deren Leitung. Aber auch sein Vater und Wehrleiter Reinhold Kosan erhielt durch die Gemeinde Vierkirchen nochmals eine Würdigung für seine 40- jährige ehrenamtliche Tätigkeit in der Freiwilligen Feuerwehr.

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+++ Sächsische Zeitung, Mittwoch, 10. Februar 2010 +++
 

Nachrichten


Vierkirchen
. Ab sofort informiert die Gemeinde über Bescheide der Baubehörde. Anlass ist ein vom Landratsamt abgewiesener Bauvorbescheid für ein Einfamilienhaus in Arnsdorf. Das Grundstück ist als Außenbereich ausgewiesen. Thomas Scholz (WV Arnsdorf-Hilbersdorf) regte an, solche Sachverhalte als Gemeinde zu prüfen und wenn möglich, nach Alternativen zu suchen. (cg)

Ja n u a r   2 0 1 0

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Andreas Fünfstück ist seit Kurzem Pfarrer in fünf Gemeinden. Darum sitzt er oft im Auto und fährt von Ort zu Ort. Zuständig ist er für Melaune, Tetta, Buchholz, Arnsdorf und Nieder Seifersdorf. Fotos: Matthias Weber (2), Irmela Hennig

+++ Sächs. Zeitung, Sonnabend, 23. Jan 2010 +++


Ein Pfarrer für fünf Kirchen

Von Irmela Hennig

 

  Es ist kurz nach acht, ein feuchtgrauer Dienstagmorgen. Pfarrer Andreas Fünfstück sitzt im übersichtlichen Pfarrbüro von Helga Hommel. Besprechung mit der Pfarramts-Mitarbeiterin zu dem, was die Woche über ansteht in der Kirchgemeinde von Buchholz bei Weißenberg. Doch viel Zeit bleibt Andreas Fünfstück nicht. Ein Zimmer weiter sitzen schon acht Ein-Euro-Kräfte vor schwarzem, starkem Kaffee – seine nächste Verabredung. Der Pfarrer erzählt den Männern und Frauen etwas aus der Bibel – eine Predigt im Kurzformat. Dann kommen Absprachen: Es geht um Sitzkissen, um Malerarbeiten. Und um Termine.
  Andreas Fünfstück, seit 1996 Pfarrer in der Region zwischen Görlitz und Weißenberg, hat das Handy mit dem Kalender immer vor Augen. Der 47-Jährige muss viel unter einen Hut bringen. Fünf Gemeinden mit fünf Kirchen, zwei Kindergärten und drei Pilgerherbergen sind sein Aufgabengebiet. Arnsdorf, Buchholz, Melaune, Nieder Seifersdorf und Tetta heißt das „Revier“ des evangelischen Pfarrers – kleine Dörfchen nahe der Autobahn 4. Dazu kommt Seelsorge, Zeit für Menschen, Zeit zum Zuhören. „Das hat Vorrang“, sagt der Pfarrer, auch bei vollem Kalender.
  Zeitdruck für Andreas Fünfstück. Im zwölf Kilometer entfernten Arnsdorf wartet die Frühstücksrunde für Leute um die 50. Doch noch sitzt der Pfarrer in Buchholz bei den Ein-Euro-Kräften – Woche für Woche trifft er sich mit insgesamt drei solchen Runden.
          Kirche muss sparen
  Ab ins Auto. Im Eiltempo geht’s über verschneite Dorfstraßen nach Arnsdorf. Dort sitzen am liebevoll gedeckten Tisch gut zehn Frauen und Männer. Fünfstück kommt mit Verspätung – aber ungeduldig ist hier niemand. Die Senioren fühlen mit dem Pfarrer. „Ich möchte nicht mit ihm tauschen“, sagt eine Frau.
  Der Pfarrer holt seine Gitarre und es kann losgehen. Kurzpredigt und Frühstück: Dabei erzählt Andreas Fünfstück von den anderen Gemeinden, die er betreut. Will so ein Miteinander der Christen schaffen, das noch am Anfang steht. Denn bislang war er nur für Arnsdorf und Nieder Seifersdorf zuständig. Die übrigen Gemeinden sind gerade dazugekommen. Grund sind Sparmaßnahmen in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, bei der er angestellt ist. Ein Pfarrer für jede Kirche – das ist finanziell längst undenkbar. Die Mitgliederzahlen sinken: Zusammen zählen Fünfstücks fünf Gemeinden rund 1600 „Schäfchen“. In den 90er Jahren waren es deutlich mehr. Neue Zeiten brechen an für die Christen, auch in der Lausitz. Überall macht sich das bemerkbar. „Die Gemeinden müssen lernen, füreinander mitzudenken“, sagt Andreas Fünfstück. Wenn ein Pfarrer mehrere Orte betreut, ist das kirchliche Leben anders nicht mehr zu organisieren.
  Das „zwangsweise“ Zusammenrücken „hat aber auch was für sich“, sagt Andreas Fünfstück. Jede Kirchgemeinde bietet etwas Besonderes und kann andere daran teilhaben lassen. In Arnsdorf machen sie Landkino, in Melaune gibt es eine Jugendscheune der Kirche. In Nieder Seifersdorf lockt die Wehrkirche Touristen an, und in Buchholz existiert ein Christlicher Kulturverein.
  Der nächste Termin wartet, eine Silberhochzeit ist zu planen. Dann kommt Verwaltungsarbeit. Und schließlich geht es ab nach Nieder Seifersdorf zum Kirchenrat, der organisiert das Kirchenleben. Kaum zur Tür herein gibt es wieder Absprachen: Am 14. August soll der Pfarrer eine Silberhochzeit halten. Aber an dem Tag stehen schon eine Diamantene, eine Goldene und eine Grüne im Plan. Eigentlich geht es nicht, aber irgendwie dann doch. Jede hat was zu bieten
  Die Nieder Seifersdorfer und Arnsdorfer bilden einen gemeinsamen Kirchenrat – eine Erleichterung für den Pfarrer. Weil sie um die Mehrbelastung ihres Geistlichen wissen, haben die Kirchenräte zugestimmt, dass nur noch 14-tägig Gottesdienst ist. So kann Fünfstück abwechselnd in jeder Kirche auf der Kanzel stehen – zwei Gottesdienste am Sonntag sind dennoch das Minimum.
  Gegen 22.30 Uhr ist Feierabend. Macht Pfarrer sein noch Spaß bei so viel Termindruck? Andreas Fünfstück lächelt nur und meint dann eindeutig: „Na klar!“

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+++ Sächsische Zeitung, Donnerstag, 21. Januar 2010 +++
 

Umzug in Schule verschiebt sich


Vierkirchen/Niederseifersdorf. Die Handwerker in Nieder Seifersdorf haben zwar alle Hände voll zu tun. Sie geben sich auch alle Mühe, um die Arbeiten in der ehemaligen Mittelschule voranzutreiben. Denn hier sollen die Grundschüler aus Waldhufen und Vierkirchen gemeinsam lernen.
  Aber, auch wenn bereits die Trockenbauer, Maler, Fliesen- und Fußbodenleger sowie die Elektriker im Haus sind, wird der Umzug in den Winterferien nicht zu halten sein. Davon geht Bürgermeister Horst Brückner (parteilos) jetzt aus. Qualität geht vor Zeit, sagt er. Einen neuen Termin für den Umzug will er deshalb auch nicht nennen.
  Inzwischen liegen in Nieder Seifersdorf die Vorplanungen für die Sanierung der Turnhalle und die Außenanlagen vor. „Wir sind froh, dass wir das Schulhaus und den Verbindungsbau zur Turnhalle schon in einem Ruck erledigt haben“, erklärt der Bürgermeister.
          Krippe wird zum Hort umgebaut
  Zum Hort umgebaut werden soll die ehemalige Krippe in Nieder Seifersdorf. Das entspricht dem Ziel der Gemeinde, Grundschule und Hort an einem Standort zu konzentrieren. Ansonsten wird es schwer, die bereits an der Jänkendorfer Grundschule 2008 angefangenen Ganztagesangebote am neuen Schulstandort fortzuführen.
  In Vierkirchen stehen Hortplätze über die beiden Kindertagesstätten in Melaune und Arnsdorf-Hilbersdorf bereit. Denn in der Buchholzer Grundschule gibt es keinen Hort. Wie sich die Vierkirchener Eltern am neuen Schulstandort in Sachen Hort entscheiden, wird von der Organisation der Ganztagesangebote in Nieder Seifersdorf und den Busverbindungen abhängen.
  Die Gemeinde Waldhufen will sich auf jeden Fall in Markersdorf erkundigen, wie Ganztagsangebote, Hort und Schule gehändelt werden. (SZ/ap/ah)
  In Buchholz lernen zurzeit noch 44 Kinder in drei Klassen. Die zweite Klasse ist in Jänkendorf.

 

Neue Pilgerherberge

 

Döbschütz. Am Jakobs-Pilgerweg in Döbschütz soll aus einem historischen Gebäude die „Bastion zum Hirschgarten“ entstehen. Der Eigentümer plant in einem ersten Bauabschnitt das Dach des ehemaligen Pferdestalles zu erneuern. Perspektivisch soll in diesem Gebäude eine Herberge mit zwölf Betten entstehen. (cg)

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+++ Sächsische Zeitung, Mittwoch, 20. Januar 2010 +++
 

Deutscher zwei Tage in Zgorzelec festgehalten

Daniela Pfeiffer und Katrin Schröder

 

  Weil er sich vor dem Tanken ein Feierabendbier gegönnt hatte, nahm die polnische Polizei einen 29-Jährigen in Gewahrsam.

So lang hatte er sich seinen Tankausflug nach Zgorzelec nicht vorgestellt. Der 29-jährige Timo K.* aus Vierkirchen verbrachte das vergangene Wochenende völlig abgeschottet von der Außenwelt in einer Zelle des Polizeireviers Zgorzelec – wegen einer Ordnungswidrigkeit. Der Automechaniker hatte sich am Freitagabend nach Dienstschluss ein Feierabendbier gegönnt und war später mit seiner Freundin in Polen tanken. Dort wurde er von zwei polnischen Polizisten gestoppt – der 29-Jährige musste pusten. Das Ergebnis: 0,46 Promille – laut polnischem Gesetz eine Ordnungswidrigkeit. Doch die Beamten griffen rigoros durch. Der junge Mann durfte kein Wort mehr mit seiner Freundin wechseln, sondern landete im Keller des Polizeireviers, wo er alle persönlichen Sachen abgegeben musste.
  „Ich wusste in den nächsten Stunden und Tagen nicht, wie spät es ist und was nun passiert“, sagt der junge Mann. In seiner unbeheizten, gefliesten Kellerzelle mit Holzpritsche und Milchglasfenster kam er sich vor wie ein Schwerverbrecher. Einzige Abwechslung in der ganzen Zeit: Der Besuch der Toilette auf dem Gang und das Essen, das er in die Zelle bekam.
  Vergeblich wartete er am Sonnabendvormittag darauf, dass ihn seine Freundin gegen Zahlung von 1000 Zloty Strafe frei bekommt – so wie es die Beamten noch am Vorabend angekündigt hatten. Doch daraus wurde nichts. Obwohl sie sehr wohl da war, wurde dem Deutschen mitgeteilt, niemand wäre gekommen, ihn abzuholen.
  Stattdessen wurde sein Fall am Sonntag verhandelt. „Das habe ich auch erst mitbekommen, als ich in einen gepanzerten Fiat verfrachtet wurde und vor dem Gericht ausgestiegen bin“, sagt der Betroffene. Hier dann ein ganz anderer Ton: Ihre Landsleute hätten überzogen reagiert, es wäre doch nur eine Ordnungswidrigkeit, so die Richterin. Von den 1000 Zloty Strafe zog sie gleich 600 ab – 200 Zloty Entschädigung für jeden der drei Hafttage. Die acht Monate Fahrverbot, die für den 29-Jährigen jetzt in Polen gelten, lassen ihn relativ kalt. So enttäuscht ist er über seine Behandlung, dass er das Land so schnell nicht wieder betreten will. „Man wurde angelogen und für dumm verkauft“, sagt er.
  Dass man in Polen mitunter nicht „mit Samthandschuhen angefasst wird“, bestätigt Heiko Reinarz von der Polizeidirektion Oberlausitz-Niederschlesien in Görlitz, der auch als Kontaktmann zur Zgorzelecer Polizei arbeitet. Eine solch drastische Behandlung allerdings kann auch er nur schwer nachvollziehen.
  Das Vorgehen der Kollegen sei aber, erklärt der Zgorzelecer Polizeisprecher Antoni Owsiak, mit dem polnischen Recht im Einklang. „Wir können Personen bis zu 48 Stunden festhalten“, sagt er. Damit die Zeit auch an Wochenenden nicht überschritten wird, gibt es Eilverfahren. Klar geregelt sei, wer verständigt wird: In diesem Fall das deutsche Konsulat in Wroclaw (Breslau) als diplomatische Vertretung: „Dazu sind wir verpflichtet.“
  „Vergleichen sollte man die Vorgehensweisen nicht“, warnt der Pressesprecher der PD in Görlitz, Uwe Horbaschk. „Die Rechtssprechungen sind sehr unterschiedlich.“ Wird beispielsweise ein Pole auf deutscher Seite mit Alkohol am Steuer oder beim Ladendiebstahl erwischt, komme er nur kurz aufs Revier und könne dann gehen. Nur in besonderen Fällen werde der Staatsanwalt hinzugezogen, der entscheidet, ob eine Haftsache vorliegt. „Natürlich hat jeder das Recht, jemanden zu kontaktieren.“
  *Name geändert

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+++ Sächsische Zeitung, Freitag, 15. Januar 2010 +++
 

Pläne für Ausbau der S124 in Richtung Reichenbach


Vierkirchen.
Einen Ausbau der Staatsstraße 124 von Melaune in Richtung Reichenbach hat Bürgermeister Horst Brückner (parteilos) im jüngsten Gemeinderat angekündigt. Eine entsprechende Beratung mit dem Straßenbauamt hat es kürzlich gegeben. Dafür wird eine zehn Jahre alte Vereinbarung zwischen der Gemeinde Vierkirchen und der Behörde wieder aufgegriffen. Allerdings stünde man erst ganz am Anfang der Vorbereitungen, erklärte Horst Brückner.
  Einen Bauablauf, Kosten und Termine könnte er zum jetzigen Zeitpunkt nicht nennen. Aber zumindest die geschätzten Baukosten sollen in den nächsten Haushalt 2011 mit eingeplant werden, sagte der Bürgermeister. Die Staatsstraße 124 führt von Reichenbach kommend durch Döbschütz und Melaune in Richtung Autobahn. Die relativ viel befahrene Straße ist sehr kurvenreich. (cg)

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+++ Sächsische Zeitung, Donnerstag, 14. Januar 2010 +++


Gemeindestraßen kosten Vierkirchen 2010 weniger Geld

Von Carola Gerlach

 

Die Sanierung der Straße zahlt sich jetzt aus. Aber es gibt noch „Baustellen“ in der Gemeinde.

  Einen ausgeglichenen Haushalt hat Kämmerin Monika Krause von der Verwaltungsgemeinschaft Reichenbach den Vierkirchener Gemeinderäten in der ersten Diskussionsrunde vorgelegt. Er enthält aber einige „Baustellen“ und wurde „mit heißer Nadel gestrickt“, erklärte Bürgermeister Horst Brückner (parteilos). Mit dem Zahlenwerk sei er trotzdem zufrieden.
  Erst der Haushalt 2011 werde problematisch, weil dann die Karten komplett neu gemischt würden. Nachfragen gab es von Christine Nicht (Freie Wählervereinigung Arnsdorf-Hilbersdorf) und Udo Gleisenberg (WV Buchholz/Tetta) zur Umlage an die Verwaltungsgemeinschaft. Die steigt 2010 trotz sinkender Einwohnerzahl um 44000 Euro auf 262 000Euro. Freuen kann sich die Freiwillige Feuerwehr in der Gemeinde. Sie erhält neue Dienst- und Schutzbekleidung, deren Anschaffung zu 75 Prozent gefördert wird. Mehr als 300000 Euro lässt sich Vierkirchen die Kinderbetreuung im Kinderkreis und bei einer Tagesmutter kosten. Erfreulich ist, dass die Unterhaltung der Gemeindestraßen weniger Geld kosten wird. Viele Straßenabschnitte sind bereits saniert worden und erfordern weniger Arbeiten zur Instandsetzung. Als zu gering hat Udo Gleisenberg die veranschlagten 300 Euro für die Unterhaltung der Buswartehäuschen eingeschätzt. „Allein für die Reparatur des Buchholzer Häuschens müsste man eine Null dranhängen.“ Der Bürgermeister versprach, eine Lösung zu finden.
           Kredit für Straßenbau geplant
  Weniger Geld bekommt die Gemeinde aus den Konzessionsabgaben des Energie-Versorgers Enso für Strom und Gas. Das ist auch bei den Abgaben des Betreibers der Windkraftanlagen so.
  40000 Euro erwirtschaftet die Gemeinde für den Vermögenshaushalt. Diese Summe wird zur Kredittilgung eingesetzt. Im Gespräch ist aber auch, einen Teil davon als Eigenmittel zur Kreditaufnahme für weitere Straßenbauprojekte zu nutzen, die momentan noch großzügig gefördert werden.

 

Zufrieden mit dem Winterdienst

 

Vierkirchen. Die Kritik der Gemeinderäte am Winterdienst in Vierkirchen (SZ von gestern) kann Siegfried Thomas aus Prachenau nicht teilen. „Ich bin zufrieden mit dem, was geleistet wurde. Natürlich muss man auch selbst mal die Schaufel in die Hand nehmen bei den Schneemassen“, sagt der Rentner gegenüber SZ. Selbst nachts fuhr bei ihm der Schneepflug. Das bestätigt auch Günter Wache in Melaune, der an dem Winterdienst der Gemeinde nichts auszusetzen hat. (SZ/sg)

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+++ Sächsische Zeitung, Mittwoch, 13. Januar 2010 +++
 

Gemeinderäten reicht Winterdienst nicht überall aus


Vierkirchen. Heftige Kritik am Winterdienst gab es in der Gemeinderatssitzung. Carsten Scholz (Aktive Wählervereinigung Döbschütz/Melaune/Prachenau) monierte, dass die Gehwege an der Melauner Wassermühle mangelhaft abgestumpft worden seien. Ähnlich äußerte sich Christine Nicht (Freie Wählervereinigung Arnsdorf/Hilbersdorf) über ihren Ortsteil. Gerade für ältere Leute sei der Weg zur Arztpraxis unzumutbar gewesen.
  Über den Jahreswechsel sei auch die Schneeberäumung auf der Kreisstraße viel zu spät erfolgt. Bürgermeister Horst Brückner (parteilos) machte seinen Gemeinderäten wenig Hoffnung auf eine Änderung der Situation. „Wir sind nur verpflichtet, nach unseren Möglichkeiten zu handeln“, sagte er. Für ihn seien die Probleme alle im normalen Bereich. Manch Einwohner reagiere naturgemäß sensibler. Ein krankheitsbedingter Ausfall beim örtlichen Winterdienst habe aber in der Tat zu einem vorübergehenden Engpass geführt.(cg)

 

Los aus Kaufpunkt ist 5000 Euro wert

 

Melaune. Bei der Glücksspirale hatte ein Kunde des Kaufpunktes Richter in Melaune ein glückliches Händchen. Durch fünf richtige Endzahlen gewann er 5000 Euro. Das teilte Marko Kuring von der Lotto-Hauptstelle in Bautzen gestern mit. Jedes Los der Glücksspirale unterstützt die Wohlfahrtspflege, den Sport sowie den Denkmalschutz, heißt es auf der Internetseite der Lotterie. (jay)

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Die beiden Trockenbauer Wolfgang Usemann (links) und Jens Rosenberg, Mitarbeiter der Görlitzer Baufirma Strauß, bringen die Deckenplatten im Obergeschoss der künftigen Grundschule in Nieder Seifersdorf an. Derzeit läuft hier der Innenausbau auf vollen Touren. Foto: Rolf Ullmann

+++ Sächsische Zeitung, Dienstag, 12. Januar 2010 +++


Schulhausbau auf der Zielgeraden – Hortumbau beginnt

Gespräch: Annett Preuß

 

Herr Brückner, der Umbau der früheren Mittelschule in Nieder Seifersdorf zu einer zweizügigen Grundschule ist 2009 für Sie als Bürgermeister, aber auch den Gemeinderat das bestimmende Thema gewesen. Wann ziehen Waldhufener und Vierkirchener Grundschüler in ihr gemeinsames Schulhaus?
Das ist eine Frage, die ich oft gestellt bekomme: So schnell es geht, natürlich. Wir sind auf der Zielgeraden: Trockenbauer, Maler, Fliesenleger und Elektriker arbeiten im Haus. Auch der Fußbodenleger hat schon mit Ausgleichsmaßnahmen begonnen.

Also in den Februarferien?
Nein, der Termin ist nicht mehr realistisch. Darüber haben wir uns im Gemeinderat verständigt. Ich sage: Qualität geht vor Zeit.

Schule, Straßenbau, Radweg, Mühlebrücke: Das vergangene Jahr ist mit einem Investitionsvolumen von 4,2 Millionen Euro eines der umfangreichsten in Waldhufen gewesen: Wird es dieses Jahr so weitergehen?
Nicht in diesen Schritten. Wie viele andere Gemeinden auch erhalten wir dieses Jahr zirka 100000 Euro weniger Schlüsselzuweisungen. Das heißt: Wir müssen künftig kleinere Brötchen backen.

Bedeutet das Abstriche an Investitionen, die 2009 begonnen wurden?
Nein, wir sind in der glücklichen Lage, alles mit Fördermitteln untersetzt zu haben, arbeiten Begonnenes ab. Die Schule ist und bleibt dabei unser größtes Projekt.

Was wird aus der geplanten Sanierung der Turnhalle am Grundschul-Standort Nieder Seifersdorf?
Alles Weitere hängt davon ab, wie sich unsere Finanzlage entwickelt. Die Vorplanung für Turnhalle und Außenanlagen liegt vor. Wir sind ja froh, dass wir das Schulhaus und den Verbinderbau zur Turnhalle in einem Ruck erledigt haben.

Kommt der voriges Jahr angekündigte Umbau der ehemaligen Krippe zum Hort?
Ja, das ist die gute Nachricht. Unsere Zielstellung war immer, Grundschule und Hort an einem Standort zu konzentrieren. Eine Zersplitterung würde schwierig werden für die Angebote im Rahmen der ganztägigen Betreuung, weil das die Organisation sehr erschweren würde. Das zeigt sich in Buchholz: An der Noch-Schule gibt es keinen Hort.

Wann ist Baubeginn und was kostet der Umbau?
Im Frühjahr. Die Antragsunterlagen sind fertig, die Baugenehmigung haben wir gestellt. Die Sanierung ist mit 400000 Euro veranschlagt. Darin steckt unser Anteil aus dem Konjunkturprogramm.

Wann ist Einzug?
Zielstellung ist zum nächsten Schuljahr. Bis dahin müssen wir eine Übergangslösung finden, eventuell mit einem Bus. Wir wollen uns in Markersdorf erkundigen, wie dort Ganztagsangebote, Hort und Schule gehändelt werden. Die Strukturen sind ähnlich wie bei uns.
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+++ Sächsische Zeitung, Donnerstag, 7. Januar 2010 +++
 

Weißenberger Kinder ziehen in das Schulgebäude in Buchholz

 
  Der Umzug ist aber nur vorübergehend, denn ihre Kita wird saniert.

Für die Grundschule in Buchholz gibt es nach dem Auszug der Schüler in einigen Wochen eine neue Nutzung. So soll der Kindergarten aus dem benachbarten Weißenberg dort einziehen, informierte Bürgermeister Horst Brückner.
  Allerdings sei das nur eine vorübergehende Lösung. Die Weißenberger suchten nach einem Ausweichquartier, weil deren Kita in den nächsten Monaten grundlegend saniert werden soll. Die Weißenberger mieten daher die Buchholzer Grundschule an.
  „Sollte der Fördermittelbescheid für die Sanierung des Weißenberger Objektes im zeitigen Frühjahr eintreffen, könnten wir im April umziehen“, blickt Hauptamtsleiterin Marion Zimmermann voraus. Allerdings seien noch einige Umbauarbeiten in Buchholz vonnöten, ehe die 70 Kinder ihr neues Quartier in Beschlag nehmen können. So fehlt noch ein zweiter Fluchtweg, und das Gesundheitsamt möchte am Fußboden noch einiges gemacht haben.
  Hauptamtsleiterin Marion Zimmermann sieht in dieser Variante eine optimale Lösung, auch wenn die Eltern noch darüber informiert werden müssen. „In unseren 15 Ortsteilen war beim besten Willen kein geeignetes Ausweichquartier zu finden.“ Und die zwei Kilometer Entfernung in die Nachbargemeinde, auch wenn sie im anderen Landkreis liegt, sei auch für ein dreiviertel Jahr zumutbar. (cg)

 

Neuer Sitzungsort für Gemeinderäte im Gespräch

 

Vierkirchen. Der Haushaltsplan für das Jahr 2010 ist der einzige Tagesordnungspunkt auf der nächsten Gemeinderatssitzung von Vierkirchen am 11. Januar. Interessierte Bürger können sich 19.30 Uhr im Gemeindeamt Melaune einfinden. Alle weiteren Ratssitzungen finden immer am zweiten Montag im Monat statt.
  Ob aber der Verwaltungssitz in Melaune auch weiterhin Treffpunkt bleibt, ist noch nicht entschieden. Bürgermeister Horst Brückner hat in der vergangenen Sitzung angeregt, den Ort zu wechseln. „Der Sitzungssaal ist nicht behindertengerecht zu erreichen“, erklärte der 56-Jährige. Und, da mit Sven Koch auch ein Rollstuhlfahrer unter den Gemeinderäten ist, wäre ein Ortswechsel – eventuell in die Alte Wassermühle – überdenkenswert. (cg)

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+++ Sächsische Zeitung, Mittwoch, 6. Januar 2010 +++
 

Buchholz zieht demnächst Strom aus der Sonne

Vierkirchen.
Ihre Zustimmung zu einer Fotovoltaikanlage in Buchholz haben die Vierkirchner Gemeinderäte auf ihrer jüngsten Sitzung gegeben.
  Auf dem Dach eines Firmengebäudes soll die Anlage demnächst installiert werden und Energie erzeugen. Der Ortschaftsratsvorsitzende Udo Gleisenberg war von dem Projekt regelrecht begeistert: „Jetzt können wir auch endlich mit erneuerbaren Energien im Wettbewerb ,Unser Dorf soll schöner werden’ punkten“, sagte er.
  Die fehlenden erneuerbaren Energien waren zuletzt noch ein Manko in dem kommunalen Wettbewerb, obwohl Buchholz unter den Bestplatzierten war. Aber der nächste Wettbewerb kommt bestimmt. (cg)

 

Vierkirchen senkt den Schuldenstand

 

Vierkirchen. Einen positiven Jahresabschluss 2008 konnte die Kämmerin Monika Krause der Gemeinde Vierkirchen bescheinigen. Der Schuldenstand konnte je Einwohner um 100 Euro gesenkt werden und liegt jetzt bei insgesamt 1,133 Millionen Euro.
  Höhere Gewerbesteuern hätten für zusätzliche Einnahmen gesorgt. So konnte ein Wohnungsbaukredit bei der Sächsischen Aufbaubank abgelöst werden. Aus den Zweckverbänden (Abwasser/Trinkwasser) waren auch keine Belastungen zu verzeichnen.
  Die für 2010 avisierten Investitionen sind aus heutiger Sicht abgesichert, so Monika Krause. Bis zum 19. Januar können Bürger in die Jahresrechnung bei der Gemeindeverwaltung in Melaune Einsicht nehmen. (cg)

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+++ Sächsische Zeitung, Mittwoch, 6. Januar 2010 +++
 

Buchholz zieht demnächst Strom aus der Sonne

Vierkirchen.
Ihre Zustimmung zu einer Fotovoltaikanlage in Buchholz haben die Vierkirchner Gemeinderäte auf ihrer jüngsten Sitzung gegeben.
  Auf dem Dach eines Firmengebäudes soll die Anlage demnächst installiert werden und Energie erzeugen. Der Ortschaftsratsvorsitzende Udo Gleisenberg war von dem Projekt regelrecht begeistert: „Jetzt können wir auch endlich mit erneuerbaren Energien im Wettbewerb ,Unser Dorf soll schöner werden’ punkten“, sagte er.
  Die fehlenden erneuerbaren Energien waren zuletzt noch ein Manko in dem kommunalen Wettbewerb, obwohl Buchholz unter den Bestplatzierten war. Aber der nächste Wettbewerb kommt bestimmt. (cg)