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J u n i   2 0 0 9

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A p r i l   2 0 0 9

M ä r z   2 0 0 9

 

F e b r u a r   2 0 0 9

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+++ Sächsische Zeitung, Donnerstag, 12. Februar 2009 +++

 

Finanzamt lässt Boden schätzen

 

Vierkirchen. In den Gemarkungen Melaune und Arnsdorf-Hilbersdorf wurden durch das Finanzamt Görlitz Bodenschätzungen veranlasst. Dabei handelt es sich um Acker- und Grünland, das einer Nachschätzung unterzogen wurde.
  Wie die Behörde mitteilt, werden die Schätzungsergebnisse weder den Eigentümern noch den Nutzungsberechtigten gesondert bekannt gegeben. Stattdessen können die Nachschätzungsurkarten und Schätzungsbücher von den Betroffenen im Finanzamt selbst eingesehen werden. Das ist noch bis zum 2.März möglich. Daran schließt sich eine einmonatige Einspruchsfrist an, bevor die Ergebnisse rechtswirksam werden. (SZ/sg)

Kontakt: 03581/875144 oder 875143

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Protest der Vierkirchener findet Gehör

 

Melaune. Entscheidet der Gemeinderat Waldhufen in der nächsten Woche genauso, wird ab neuem Schuljahr je eine erste Klasse in Buchholz und in Jänkendorf lernen. Der Gemeinderat Vierkirchen hat sich am Montag in Melaune dazu bekannt, und zwar einstimmig.
  Matthias Ullrich ist erleichtert, dass der Protest der Eltern Gehör gefunden hat. „Zum neuen Schuljahr liegen Anmeldungen von 19 Kindern aus unserer Gemeinde vor“, sagt er. Im vorigen Jahr habe sich die Situation mit nur sechs Erstklässlern aus Vierkirchen anders dargestellt. Sie wurden im etwa zehn Kilometer entfernten Jänkendorf eingeschult. Die Eltern wollen ihren Sprösslingen so lange wie möglich die familiäre Atmosphäre der Buchholzer Grundschule erhalten, begründet Ullrich den Protest. „Das fängt bei den Arbeitsgemeinschaften an und hört bei dem erheblich kürzeren Schulweg auf.“ Sobald das neue Schulgebäude in Nieder Seifersdorf fertig sei, wolle man ohne Diskussionen in die Nachbargemeinde umziehen. Nun ist Waldhufen am Zug: Der Gemeinderat tagt am 19. Februar. (cg)

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+++ Sächsische Zeitung, Mittwoch, 11. Februar 2009 +++

 

Kino, Klause, Pilgerstätte

Von Irmela Hennig

 

  Goethe war hier“, steht in großen Buchstaben am Scheunentor. Den winzigen Zusatz „nie“ sieht nur, wer ganz genau hinschaut. Und doch – auch ohne den Dichterfürsten ist der Pfarrhof von Arnsdorf-Hilbersdorf ein echter Kulturort. Denn hinter dem massiven Scheunentor verbirgt sich wohl eines der kleinsten Kinos der Oberlausitz.
  Das Landkino Arnsdorf bei Görlitz mit seinen dunkelbraunen Kirchenbänken, der vielleicht vier Quadratmeter großen Leinwand, den Holzdielen und roten Vorhängen bringt Filmkunst ins Dorf. Im Moment freilich nicht. Ein Teil des Inventars schlummert unter Planen. „Klapperkino“, sagen die Arnsdorfer, wenn sie im Winter dann doch mal zum Kino schauen zusammenkommen. Denn das Landkino hat keine Heizung, ist ein Saisonkino, erzählt Andrea Gloger.

  Sie ist die Vorsitzende des Vereins für Kirchenbau und Dorfgeschichte. Und der hat das Landkino erfunden und erweckt es jedes Jahr von Mai bis September neu zum Leben. 25 bis 30 Vorstellungen gibt es jedes Jahr in der Kinoscheune. „Die Vorstellungen sind immer voll. Und es kommen fast immer neue Leute dazu“, sagt Andreas Gloger. Ältere und ganz alte Filme sind zu sehen. Außerdem gibt es jedes Jahr einen von den Vereinsleuten und Mitstreitern selbst gedrehten Kurzstreifen – mit Kultfaktor. Die aktuellen Kassenschlager zu zeigen, wäre finanziell unmöglich.

          Wein nach Filmschluss

  Und sie sind nicht nötig – auch so kommt genügend Publikum. Ob zum Filme schauen oder zum gemütlichen Treff in der rustikalen Kino-Klause gleich gegenüber. Unterm Kreuzgewölbe aus roten Ziegeln sitzen die Arnsdorfer, Hilbersdorfer, Oberlausitzer und Urlauber nach Filmschluss hier, heizen bei Bedarf einen kleinen Ofen ein, trinken Wein, Bier, reden. Kino und Klause sind zwei wichtige Standbeine fürs Kulturdorf. Die einzigen sind sie nicht.

  Die spätromanische sandfarbene Saalkirche war schon Teil der dörflichen Lebens- und Glaubenskultur als an Kino nicht im Entferntesten zu denken war. 1251 eingeweiht, nimmt sie mit zu einer anschaulichen Reise ins Mittelalter. Verblasste, arg in Mitleidenschaft gezogene Heiligengemälde zieren die Wände. Der schlichte Altar trägt das Wappen der Lausitzer Adelsfamilie von Gersdorf. Eine bunte Kassettendecke zeigt faszinierende Muster. Viel Geschichte steckt in den alten Mauern. Sie zu erforschen ist eine weitere Aufgabe des Vereins für Kirchenbau und Dorfgeschichte. Immer wieder laden die rund 30 Mitglieder ein zu historischen Vorträgen. Aber auch zu Wanderungen, Konzerten, oder zu Ausstellungen in der Kirche. Das Gotteshaus ist sanierungsbedürftig. Darum hatten die Arnsdorfer den Verein 1998 überhaupt gegründet. Denn der Pfarrer brauchte zur Sanierung des Gotteshauses unbedingt ein Team.

          Herberge für Pilger

  Schnell kamen zur Kirchenrettung weitere, vor allem kulturelle, selbst gestellte Aufgaben hinzu. Ob Filme, ob Geschichtsforschung – Andrea Gloger möchte nichts davon missen. Zeigt doch der Zuspruch, dass Verein und Kirche den richtigen Weg eingeschlagen haben.

  Unter den Gästen sind immer wieder völlig Fremde – Pilger. Denn auch das ist Arnsdorf-Hilbersdorf – eine Station auf der Pilgerstrecke „Jakobsweg“. Gleich unter der Kirche vorm Friedhof steht neben einem steinernen Sühnekreuz die Landkarte mit Jakobsmuschel, dem Symbol des Pilgerweges. Pfarrhof und Kino sind zugleich karge, aber freundliche Pilgerherberge. 350 bis 400 Wanderer übernachten hier jährlich. Bis zu 600 schauen bei der Pilgerstation Arnsdorf-Hilbersdorf vorbei. Manche bleiben eine Weile, auf einen Film, auf ein Glas Wein...

  

2.April, 19 Uhr, Geschichtlicher Heimatabend in der Klause auf dem Pfarrhof bei der Kirche
9. bis 12. April, Osterkino in der Kirche, jeweils 20 Uhr läuft ein Kurzfilm
11. Juni, Weinverkostung im Landkino (Pfarrhof), 19 Uhr
12. Juni bis 3. Juli, Sommerfilmwochen im Landkino
4. und 5. Juli, Pfarrhoffest auf dem Pfarrhof neben der Kirche
3. August bis 14. September, Montagskino
26. September, Erntetanz
4.Oktober, Erntedankgottesdienst in der Kirche
25. Oktober Kirchweihfest
6. Dezember, Gemeindenachmittag mit Klapperkino im Landkino auf dem Pfarrhof

Die Uhrzeiten sind rechtzeitig im Internet zu finden: www.landkino-arnsdorf.de

 

Sühnekreuz in Arnsdorf an der Kirche     >>

 

Leben Sie auch in einem „Kulturdorf“ oder kennen sie eines? Dann schicken sie uns Vorschläge an: Sächsische Zeitung, PF 300151, 02806 Görlitz, E-Mail: sz.lausitz@dd-v.de Wir wollen für (fast) jeden Buchstaben des Alphabets einen Ort vorstellen.

 

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Kreativzeit ist jeden Dienstagabend in der Alten Schule in Buchholz angesagt. Bei gemeinsamen Handarbeiten kommt die Unterhaltung nicht zu kurz. Fotos: Bernhard Donke

Tenne-Verein bringt Kultur auf das Land

Von Anja Hecking

 

  Um die 30 Besucher zählt das Literarische Café in der Alten Schule in Buchholz pro Veranstaltung. Einmal im Monat findet es statt. Seit mittlerweile zehn Jahren gibt es dieses Angebot. Es wurde von den jugendlichen Tennegründern ins Leben gerufen, um sich gegenseitig ihre Lieblingsbücher und -autoren vorzustellen. Das Besondere an dieser Veranstaltung war von jeher die behagliche Atmosphäre durch ein angenehmes Umfeld und das Angebot zum Gedankenaustausch bei Kaffee, Tee, selbst gebackenem Kuchen, dezent begleitet von „handgemachter“ Musik.
          Offen nach vielen Richtungen
  Diese Verknüpfung ist bis heute geblieben. Der Kreis der Zuhörer und Vorleser ist dabei größer und vielschichtiger geworden. Das Literarische Café ist in der Region bekannt. Der christliche Kulturverein „Tenne e.V.“ hat sich seit seiner Gründung im November 1997 nach vielen Richtungen hin geöffnet. Längst ist er über den Anspruch hinausgewachsen, jungen Leuten auf dem Dorf etwas zur eigenen Betätigung anzubieten.
  Heute sieht der Verein eine wichtige Aufgabe darin, Jung und Alt zusammenzubringen und das Verständnis füreinander zu fördern. Als Mitglied des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz ist er dem diakonischen Grundgedanken verpflichtet.
  Die Erkenntnis, durch Selbsttätigkeit etwas bewegen zu können und damit die ländliche Gemeinschaft zu stärken, treibt den Tenne-Kern – das sind heute nicht mehr nur Jugendliche – voran. Diese ehrenamtliche Arbeit war nie leicht und immer wieder auch von Tiefen geprägt, sagt Kerstin Kolpe. Es muss genug Leute geben, die die Kraft haben, gute Ideen auch umzusetzen. Jedes neue Angebot braucht Zeit, um zu wachsen, erklärt Katharina Tobias. Das „Offene Haus“ zum Beispiel entstand aus dem Ansatz heraus, die Türen der Alten Schule für jedermann offen zu halten. Regelmäßige Angebote, wie die Brotzeit, Themenabende oder die Kreativzeit haben sich genauso etabliert wie die Ausstellungen in den Logenräumen der Buchholzer Kirche.
  Zum Herzen der Vereinsarbeit ist ohne Zweifel das Literarische Café geworden. „Das Bedürfnis an Kultur und Bildung auf dem Land, die Verknüpfung von Literatur, Musik, Begegnung und Gespräch in vertrauter Atmosphäre hat das Café mehr oder weniger unbemerkt zu dem gemacht, was es heute ist“, sagt Katharina Tobias.
          Abschied der Pfarrersfamilie
  Anteil an diesem Erfolg hat besonders Elisabeth Törne. Mit ihren Lesungen, vor allem ihrem Gespür für Zwischentöne und dem Mut, den Zuhörern Ungewöhnliches, Anspruchsvolles nahezubringen, hat die Pfarrersfrau das Literarische Café in all den Jahren maßgeblich mit geprägt. Dass am letzten Sonnabend im Januar, dem ersten Café in diesem Jahr, der Veranstaltungsraum in der Alten Schule bis auf den letzten Platz besetzt war, lag sicher auch daran, dass Elisabeth Törne vorlas und dass ein Abschied bevorstand: Nach über drei Jahrzehnten Arbeit und Leben als Pfarrersfamilie haben Törnes Buchholz verlassen und sind nach Potsdam umgezogen. „Leb wohl, lieber Dachs“, dieses Kinderbuch von Susan Varley hatte sich Elisabeth Törne nicht ohne Grund ausgewählt. Es war anrührend, denn es handelte vom Abschied, sogar einem endgültigen. Aber es erzählte auch davon, was derjenige, der weggeht, den Bleibenden an Gutem hinterlässt.

Tenne e.V. – Christlicher Kulturverein Buchholz

Mitglieder: Zurzeit sind es zehn, neue Mitstreiter sind immer willkommen, auch im Tenne-Freundeskreis.

- Domizil ist die Alte Schule in Buchholz 78, gegenüber der Kirche.
- Pilger auf dem Jakobsweg finden in dem umfassend sanierten Haus eine einladende Unterkunft.
- Regelmäßige Angebote: Kreativzeit, dienstags, 18.30 Uhr, mit Stricken und anderen Handarbeiten; Offenes Haus, erster Freitag im Monat, 15-17 Uhr; Brotzeit am zweiten Freitag, 19 Uhr, Literarisches Café zum Monatsende, sonnabends, 16 Uhr.
- Veranstaltungen werden durch Vereinsmitglieder und eine über das Modell Kommunal-Kombi angestellte Hauswirtschafterin betreut.
- Die Alte Schule kann auch für Seminare und private Feiern genutzt werden.

Kontakt: Katharina Tobias in Buchholz, 035876/40 442

 

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Gemeinde soll sich um neue Praxis bemühen

 

Vierkirchen. Die Nachricht von der Schließung der Praxis von Frau Dr. Altmann in Melaune für Ende März möge den Gemeinderat zum Handeln bringen, fordern die Einwohner von Vierkirchen. Das sehen etliche Ratsmitglieder und auch der Bürgermeister ähnlich. Man solle sich Gedanken um die Nutzung eines eigenen Gebäudes oder den Ankauf der Praxis machen, sagte Herbert Riedel auf der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend.
  Frau Dr. Großmann aus Markersdorf habe sich bereit erklärt, an zwei Tagen pro Woche eine Sprechstunde in der Gemeinde abzuhalten. Perspektivisch würde sich vielleicht ihr Sohn nach Beendigung des Medizinstudiums in Vierkirchen niederlassen, stellte sie in Aussicht.
  Auf alle Fälle wollen die Gemeinderäte verhindern, dass es keine allgemeinmedizinische Versorgung mehr in Vierkirchen gibt. Als Standort wird der Ortsteil Melaune favorisiert. Aber auch das Schloss in Buchholz steht zur Diskussion. (cg)

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Revierförster und Wanderführer Ingo Weber (links) erklärte die wirtschaftliche Bedeutung und den Mythos, den die Eiche im Volksglauben hat, den Teilnehmern der Winterwanderung. Rund 180 Teilnehmer zählte der Verein für Kirchenbau und Dorfgeschichte Arnsdorf-Hilbersdorf. Fotos: Bernhard Donke

 

+++ Sächsische Zeitung, Dienstag, 10. Februar 2009 +++

Arnsdorfer Verein wandert und hat großen Zuspruch

Von Bernhard Donke

 

180 wanderlustige Leute nehmen an der Wanderung des Vereins teil und erfuhren Wissenswertes über heimische Baumarten.

Es liegt ein Duft Frühling am heutigen Tag in der Luft“, sagte Andrea Gloger als Vorsitzende des Vereins für Kirchenbau und Dorfgeschichte Arnsdorf-Hilbersdorf und Thiemendorf e.V. Denn der Verein war am Wochenende der Ausrichter der nunmehr elften Winterwanderung. Rund 180 wanderlustige Leute fanden sich am Fuße des Hutberges bei Arnsdorf-Hilbersdorf ein, um eigentlich in den Winter zu wandern. Doch herrlicher Sonnenschein und ein laues Lüftchen waren die angenehmen Begleiter dieser Wanderung. Und wer genau in die Natur schaute, der konnte schon die ersten zaghaften Knospen an den Bäumen entdecken.
  Die Bäume waren auch das Thema für die Wanderfreunde. Revierförster und Wanderleiter Ingo Weber berichtete über die Bedeutung und Bewirtschaftung der vier Baumarten Eiche, Europäische Lärche, Birke und Bergahorn. Das tat er auf der gut vier Kilometer langen Wanderstrecke, die nicht zu lang, dafür aber den Teilnehmern schon einiges an Kraft und Ausdauer abverlangte. Denn es ging sehr viel bergauf und bergab, und das zum Teil auch noch auf vereisten Waldwegen. Aus dem Munde des Forstmannes erfuhren die Teilnehmer viele Dinge über die vier Baumarten von der wirtschaftlichen Bedeutung über die Anpflanzung, Pflege und ihre spätere Verwendung in der Industrie und im Handwerk. Da passte auch die Begegnung mit dem Forstdienstleister Gunnar Poller aus Arnsdorf dazu, der mit seiner Räum- und Bergetechnik, und Michael Kluge mit seinem mobilen Sägewerk, Forstarbeit praktisch zeigten. Schließlich ging es nach den interessanten Einblicken wieder hinab ins Tal zum ehemaligen Bahnhof Hilbersdorf. Hier warten bereits die Vereinsmitglieder mit Grillwurst, heiße und kalte Getränke auf die Wanderer..

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Die Vogelhochzeit ist ein Fest, dass die Mädchen und Jungen wie hier in Melaune jedes Jahr feiern. Der jüngste Vogelhochzeitszug wurde angeführt vom Brautpaar Anneli und Maurice (rechts).Foto: Bernhard Donke

+++ Sächsische Zeitung, Sonnabend, 7. Februar 2009 +++

 

Kinder feiern Fasching und der Verein sein zehnjähriges Jubiläum

Von Bernhard Donke

 

  Das Vogelbrautpaar Anneli als Drossel und Maurice als Amsel haben ihre Vogelhochzeit bereits zünftig gefeiert. Zusammen mit den anderen Vogelkindern wurde dieser wendische Brauch auch dieses Jahr wieder in der Kindertagesstätte des Kinderkreises Vierkirchen e.V. in Melaune begeistert gefeiert.
  Doch bald werden die Kinder in Melaune und Arnsdorf, wo der Verein die zweite Kindereinrichtung betreut, wieder in bunte Kostüme schlüpfen. „Wenn Faschingsdienstag ist, werden auch wir unseren Fasching feiern“, sagt Leiterin Sabine Lätsch. Jeden Monat gibt es eine Feier oder einen Anlass, um etwas Größeres zu unternehmen.
  Ein Jubiläum wird dabei besonders im Mittelpunkt stehen – der Trägerverein besteht 2009 genau zehn Jahre. Neben der Gemeinde Vierkirchen ist die Kirchgemeinde Arnsdorf, der Sportverein, die Ortslandfrauen, der Kirchenbauverein und Privatpersonen Mitglied. Die Vereinsgründung war die Voraussetzung, um die beiden Kindereinrichtungen in Arnsdorf und Melaune zum 1.Januar 2000 in freie Trägerschaft zu übernehmen.
  In den Folgejahren wurden beide Einrichtungen grundlegend saniert. „Somit können wir vom baulichen her zufrieden sein, was jetzt noch folgt ist die Erneuerung des Mobiliars in den Gruppenräumen“, ergänzt Sabine Lätsch. Mit ihren Kolleginnen betreut sie derzeit 105 Kinder von der Krippe bis zum Hort in den beiden Häusern in Vierkirchen. (SZ/sg).

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Signale deuten auf Schul-Kompromiss

 

Wo lernen Erstklässler aus Waldhufen und Vierkirchen ab August?

Im Februar werden beide Räte beraten. Jänkendorf oder Buchholz? Noch ist keine Entscheidung gefallen, wo die Erstklässler aus Vierkirchen und Waldhufen ab August lernen. Das betont Horst Bückner, Bürgermeister in Vierkirchen und in Waldhufen. In den Wochen seit der Debatten im Januar sind mehrere Gespräche geführt worden. Am Montag wird die Einschulung der Erstklässler in der Vierkirchener Ratssitzung eine Rolle spielen, eineinhalb Wochen später diskutiert der Gemeinderat Waldhufen „das sensible Thema“ erneut. „Ich hoffe, wir finden einen Kompromiss. Wir müssen die Zukunft sehen“, sagt Brückner mit Blick auf den künftigen Unterrichtsort in Nieder Seifersdorf. Dort sind die Umbauarbeiten voll im Gange. Ziel ist ein Umzug Ende 2009, Anfang 2010.
  Er sei optimistisch, dass ein Kompromiss möglich ist, so Ingo Thiel, Elternsprecher der Grundschule Buchholz. Er habe im Vorfeld der Ratssitzung signalisiert bekommen, dass in jeder Noch-Grundschule eine erste Klasse eingeschult werden soll – Mehrheitsbeschlüsse vorausgesetzt. „Dann hätte aus meiner Sicht die Vernunft gesiegt.“ Thiel hat mit der Waldhufener Elternsprecherin telefoniert: „Wir streben eine gute Zusammenarbeit an.“ Antje Schulz bestätigt das, will aber die Kompetenz bei den Gemeinderäten lassen: „Egal wie sie entscheiden, wir bleiben dabei: Wir wollen gut zusammenarbeiten mit Blick auf die gemeinsame Schule.“ (SZ/tt)

Ja n u a r   2 0 0 9

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+++ Sächsische Zeitung, Mittwoch, 28. Januar 2009 +++

 

Literarisches Café an diesem Sonnabend

Buchholz. Der christliche Kulturverein Tenne lädt an diesem Sonnabend, um 16Uhr in die Alte Schule zum nächsten „Literarischen Café“ ein. Andrea von Wiedebach stellt den preisgekrönten Roman „Der Turm“ von Uwe Tellkamp vor. Die Handlung spielt im Dresden der 1980er Jahre und steuert unaufhaltsam auf den 9. November 1989 zu.
  Danach liest Elisabeth Törne aus dem Kinderbuch „Leb wohl, lieber Dachs“ von Susan Varley. Die Besucher erwartet ein unterhaltsamer Nachmittag bei Kaffee, Tee und selbst gebackenem Kuchen. (SZ/ah)

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Firma fällt kranke Bäume nahe der A 4

Vierkirchen. Entlang der Staatsstraße 122 zwischen der Autobahnauffahrt Nieder Seifersdorf und Döbschütz fällen seit Wochenbeginn Mitarbeiter der Garten- und Landschaftsgestaltungsfirma Rissmann alte und kranke Apfelbäume. Vor Ort werden Äste und dünne Stämme zu Holzschnitzel zerkleinert, die im Frühjahr bei Neuanpflanzungen als Abdeckung dienen. (bd)

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+++ Sächsische Zeitung, Dienstag, 27. Januar 2009 +++

 

Ein Ereignis jagt das nächste in Vierkirchen

Vierkirchen. Gemeinde und Vereine haben ihren Veranstaltungskalender für dieses Jahr fertig. Er kann auch über die Internetseite der Gemeinde abgerufen werden. So können sich Einwohner und Gäste ein Bild über die vielseitigen Ereignisse und Termine im Jahresverlauf machen.
  Der ereignisreichste Monat ist mit Abstand der Juni, wo zu den regelmäßigen Angeboten etliche Feste und die Sommerfilmwochen im Landkino Arnsdorf hinzukommen. Aber auch im September und Dezember ist der Kalender mit zehn beziehungsweise acht Terminen gut gefüllt. Aber auch in den anderen Monaten ist in Vierkirchen mindestens sechs- bis siebenmal etwas los. Darüber hinaus finden sich im Kalender sämtliche Ansprechpartner in Gemeinde, Grundschule, Kindergärten, Kirchgemeinden sowie in Vereinen und weiteren Einrichtungen mit Telefon und Adresse. (SZ/ah)

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+++ Sächsische Zeitung, Freitag, 23. Januar 2009 +++

 

Verein organisiert Winterwanderung zum Hutberg

Arnsdorf-Hilbersdorf. Zur traditionellen Winterwanderung lädt der Verein für Kirchenbau und Dorfgeschichte Arnsdorf-Hilbersdorf/ Thiemendorf am 7. Februar ein. 13 Uhr ist für alle Wanderfreunde Treff am alten Hilbersdorfer Bahnhof.
  „Die Wanderung, diesmal zum Thema ,Mythos Baum‘, wird wie gewohnt von Vereinsmitglied Ingo Weber geleitet“, sagt Andrea Gloger. Diesmal verläuft die rund zweieinhalbstündige Tour in Richtung Hutberg. „Wer also außer Wandern in wunderbarer Natur noch Interessantes über Geschichte und Symbolik einzelner Baumarten erfahren möchte, ist herzlich eingeladen“, sagt die Vereinsvorsitzende. Zum Abschluss gibt es einen Imbiss. In den Vorjahren nahmen an den Winterwanderungen jeweils etwa 100 Wanderfreunde teil. Ingo Weber leitet das Forstrevier Königshain und kennt sich in den hiesigen Wäldern bestens aus. (cj)

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Horst Brückner, Bürgermeister der Gemeinden Waldhufen und Vierkirchen, in seinem Amtszimmer in Melaune. Foto: Carola Gerlach       

+++ Sächsische Zeitung, Donnerstag, 22. Januar 2009 +++

 

Straßenbau in Arnsdorf und Melaune geht los
Von Carola Gerlach

 

Bürgermeister Horst Brückner erläutert der SZ, welche Pläne 2009 wie verwirklicht werden.
  Als „Fremder“ fühlt sich der Vierkirchner Bürgermeister Horst Brückner in der Gemeinde wahrlich nicht. Obwohl sein Zuhause in Thiemendorf und er zugleich ehrenamtlicher Bürgermeister der Nachbargemeinde Waldhufen ist, sei er in seinem neuen „Regierungsbezirk“ gut aufgenommen worden, auch, weil er vorher schon viele persönliche Kontakte hierhin hatte. Seit einem halben Jahr ist der 57-Jährige zusätzlich für die Geschicke der Gemeinde Vierkirchen verantwortlich.
         Zusammenarbeit
  Die Zusammenarbeit mit seinen Ortsvorstehern und Gemeinderäten laufe sehr gut, betont er. Es gebe keine größeren Probleme in „seinem Revier“.
         Straßenbau Arnsdorf
  Als Herausforderung betrachtet Horst Brückner die umfangreichen Straßenbauarbeiten, die ab diesem Frühjahr in der Ortslage Arnsdorf/Hilbersdorf anstehen. Nach intensiven Vorbereitungen wird das Bauprojekt mit drei Schwerpunkten an der Kreisstraße 8402 endlich verwirklicht. Mit dem Landkreis Görlitz gemeinsam wird in Arnsdorf und Hilbersdorf als letztem größeren Ortsteil von Vierkirchen die Abwassererschließung durchgeführt. Außerdem erhält die schmale Straße einen Gehweg, und die Fahrbahn wird erneuert. Mit welchen Einschränkungen für den Fahrzeugverkehr und die Anwohner zu rechnen sei, konnte das Gemeindeoberhaupt noch nicht näher erklären. „Ich will mit den Anwohnern auf alle Fälle eine einvernehmliche Lösung finden, damit die Belastungen so gering wie möglich sind“, sagt Horst Brückner. Deshalb soll es hauptsächlich Vor-Ort-Termine geben, um auch individuelle Lösungen zu finden.
          Straßenbau Melaune
  Eine Nummer kleiner fällt dagegen der Straßenbau in Melaune aus. Für rund 170000 Euro wird dort ein Abschnitt der Staatsstraße 122 saniert und mit einem Gehweg versehen. Diese Maßnahme beginnt ebenfalls im Frühjahr und soll nach zwei Jahren abgeschlossen sein.
          Feuerwehren
  Über Investitionen können sich die Feuerwehren freuen. So erfolgt zum Einen die Umstellung auf digitalen Funk, und zum Anderen erhalten die Kameraden aus Arnsdorf eine neue Feuerwehrspritze. In Buchholz/Tetta wird in Kürze das neue Gerätehaus fertiggestellt. Problematisch sieht Horst Brückner allerdings die Einsatzbereitschaft der Freiwilligen Feuerwehren. „Sollte tagsüber etwas passieren, haben wir Probleme.“
          Bürgersprechstunde
  Etwas überrascht ist der gelernte Rinderzüchter über den scheinbar geringen Gesprächsbedarf der 1818 Vierkirchner. Alle 14 Tage bietet er dienstags Sprechzeiten im Gemeindeamt Melaune an. „Dass relativ wenige Bürger davon Gebrauch machen, könnte darauf hindeuten, dass wir organisatorisch alles gut im Griff haben“, sagt er.

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Nachrichten

Frost hinterlässt tiefe Risse in der Kreisstraße

Melaune/Tetta
. Auf der Kreisstraße zwischen Melaune und Tetta hat der Frost wie vielerorts auch tiefe Risse in der Asphaltdecke hinterlassen. Die eisigen Temperaturen und die Nässe verursachen nun deutliche sichtbare Schäden. Das bedeutet dann wieder viel Arbeit und hohe Geldausgaben für die Straßenmeisterei beziehungsweise bei den Gemeindestraßen für die Kommunen. (bd)

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Gemeinsam mit den Erzieherinnen Steffi Lange und Kathrin Zaplata üben die Melauner Kindergartenkinder den Hochzeitszug für die Vogelhochzeit. Diese wird in der Einrichtung in diesem Jahr bereits einen Tag vorverlegt. Der eigentliche Termin für den sorbischen Brauch ist der Sonntag. Die Kita in Melaune gehört mit der Kita in Arnsdorf zum Kinderkreis Vierkirchen. Foto: Bernhard Donke        

+++ Sächsische Zeitung, Mittwoch, 21. Januar 2009 +++

 

Melauner Kinder wollen am Freitag Vogelhochzeit feiern
Von Bernhard Donke

 

In den meisten Kindergärten wird jedes Jahr am 25. Januar die Vogelhochzeit gefeiert. Für die Mädchen und Jungen, so auch in der Kindertagesstätte des Kinderkreises Vierkirchen in Melaune ist das immer ein kleines Fest.
  Und so verwundert es nicht, dass bereits seit voriger Woche eifrig geprobt und alles vorbereitet wird. Aus dem großen Sportraum der Kindertagesstätte erklingt in diesen Tagen immer wieder die Melodie des wohlbekannten Vogelhochzeitsliedes. Erzieherin Kathrin Zaplata spielt auf ihrer Gitarre, und die Kinder, schon als gefiederte Paare für den Vogelhochzeitszug probeweise kostümiert, singen fleißig mit. Alles wirkt noch etwas unsicher, und Erzieherin Steffi Lange muss auch das eine oder andere Mal den Kindern im Liedtext weiter helfen.
          Vorbereitung macht Spaß
  Dennoch ist den Kindern anzusehen, dass ihnen die ganze Sache viel Spaß macht und sie engagiert dabei sind.
  „Wir sind gerade in der Phase des intensiven Probens mit den Kindern, damit der Vogelhochzeitzug an diesem Freitag gut klappt“, bekräftigt die Erzieherin. In diesem Jahr feiern die Kinder in Melaune die Vogelhochzeit schon am Freitag, weil der eigentliche Termin auf den Sonnabend fällt.
  In den vergangenen Tagen haben sich die Erzieherinnen der Kindertagesstätte mit den Kindergartenkindern ganz intensiv mit dem sorbischen Brauch der Vogelhochzeit beschäftigt.
  So wissen die Mädchen und Jungen jetzt Bescheid, worum es eigentlich bei diesem Brauch geht.Weil die Vögel besonders im Winter die Hilfe der Menschen benötigen, weil Eis und Schnee das Futter größtenteils verdecken, wollen sich die Vögel dafür bei den Kindern bedanken. So helfen auch die Kinder der Einrichtung beim Füttern der Tiere mit. Sie schauen regelmäßig nach, ob noch genug Futter im Häuschen liegt.
  Auch zu Hause, so war zum Beispiel von Max und Anne zu erfahren, werden die Vögel täglich von den Kindern mit Körnern versorgt. Nach dem alten sorbischen Brauch bekommen die Kinder dafür als Dank am Tag der Vogelhochzeit auch eine kleine Süßigkeit in Form von Teigvögeln oder solchen aus Zuckerschaumware.

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+++ Sächsische Zeitung, Dienstag, 20. Januar 2009 +++

 

Die neue Grundschule Nieder Seifersdorf: In Nieder Seifersdorf entsteht in der ehemaligen Mittelschule eine moderne Grundschule für Waldhufen und Vierkirchen.
 

  In diesem Schuljahr gab es in Vierkirchen nur sechs Schulanfänger. Deshalb wurde keine eigene erste Klasse in Buchholz gebildet. Die jüngsten Schüler lernen in Jänkendorf. Dort wird jetzt auch ein Schulkonzept mit Ganztagesangeboten umgesetzt. Buchholz hat zurzeit 53 Schüler.
  Im neuen Schuljahr gibt es wieder 19 Schulanfänger aus Vierkirchen. Der Umzug in die neue Grundschule in Nieder Seifersdorf wird erst Ende 2009 möglich sein. Eltern aus Vierkirchen möchten gern eine eigene erste Klasse in Buchholz, damit die Kinder nicht erst in Jänkendorf eingeschult und dann nochmal nach Nieder Seifersdorf umziehen müssen. Außerdem würden in Buchholz dadurch nicht nur zwei Klassen bis zur Schließung bleiben.

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Matthias Ullrich will Missverständnisse ausräumen.

Herbert Riedel vermisst die Pädagogik.

Roland Jäkel sieht Schwierigkeiten für die Kinder.

Ingo Thiel redet mit Jänkendorfer Elternsprecher.      

+++ Sächsische Zeitung, Sonnabend, 17. Januar 2009 +++


Waldhufen sucht Schul-Kompromiss mit Vierkirchen
Von Annett Preuß

 

  Ein Jahr vor dem Umzug in eine gemeinsame Schule steht die Einschulung der Erstklässler erneut zur Debatte.
  Das Wörtchen Kompromiss wird am Donnerstag in Jänkendorf oft bemüht. Wie einer aussehen könnte, bleibt in der Waldhufener Ratssitzung offen. „Wir hoffen, wir finden einen Weg, mit dem beide Seiten leben können“, sagt Horst Brückner an die Adresse der Eltern aus Vierkirchen. Das Gemeindeoberhaupt in Waldhufen und in Vierkirchen will das Gespräch suchen, bevor im Februar oder März ein Beschluss gefasst wird. – Wo lernen die Erstklässler beider Gemeinden ab Sommer dieses Jahres? In Buchholz und Jänkendorf? Oder nur in einer der beiden Noch-Grundschulen? Ein Jahr vor dem Umzug in die gemeinsame neue Schule in Nieder Seifersdorf sind diese Fragen wieder hochgekocht. Auslöser ist der Fakt, dass Vierkirchen zum neuen Schuljahr 19 ABC-Schützen hat. Damit besteht die Möglichkeit, in Buchholz wieder eine erste Klasse zu bilden.
          Pädagogik wird vermisst
  „Eine Schule mit zwei Klassen – was ist das noch für eine Schule?“ sagt Ingo Thiel. Der Vater aus Döbschütz ist Elternsprecher der Grundschule Buchholz. Er gehört zur Abordnung, die nach einer emotionalen Diskussion am Montag in ihrer Heimatgemeinde nun die Waldhufener Ratssitzung besucht hat. Aus seiner Sicht spreche alles für je eine erste Klasse in Buchholz und in Jänkendorf. „Wir möchten nicht, dass unsere Kinder in einem Schuljahr zweimal umziehen“, sagt Thiel. Das sei für vier Monate eine unverhältnismäßige Belastung. Der Waldhufener Roland Jäkel fürchtet dagegen eher Schwierigkeiten auf Seiten der Kinder, „werden die im laufenden Schuljahr zusammengeführt“, zum Beispiel durch unterschiedliche Lehrmaterialien. Auf einem Diskussionspapier haben die Vierkirchener Vor- und Nachteile verschiedener Varianten aufgelistet. Natürlich sei das die subjektive Sicht der Eltern, so Matthias Ullrich aus Melaune, doch auch ein Ansatz, Missverständnisse auszuräumen: „Wir wollen einen gemeinsamen Weg finden.“ Deshalb sei es wichtig, dass die Waldhufener die Befindlichkeiten kennen. Ohne Konsens bestehe die Gefahr, dass Eltern abspringen, so Thiel. Es gebe bereits Bemühungen, Kinder in Schulen in Weißenberg oder Hohendubrau einzuschulen. Waldhufen muss entscheiden, wie die Monate bis zum Umzug in die neue Schule überbrückt werden: Die Gemeinde ist seit 2004 auch Schulträger für Vierkirchen. Die Schule in Buchholz hätte sonst im gleichen Jahr mangels Kindern schließen müssen. Der Rat bittet sich Zeit aus, das vorgelegte Papier studieren und beraten zu können. Und Joachim Renner weist einen Vorwurf zurück: „Der Vorschlag, alle Schüler nur noch in Jänkendorf zu unterrichten, kam von Vierkirchen. Wir haben davon erst vor einer Woche in unserer gemeinsamen Sitzung gehört.“
  Herbert Riedel ist Gemeinderat in Vierkirchen und Zuhörer in der Ratssitzung: „Ich habe viel von den Problemen der Eltern gehört“, sagt er. Dabei müsse die Pädagogik im Vordergrund stehen.

Schülerzahlen
Waldhufen erwartet zum Schuljahr 09/10 28 Erstklässler, Vierkirchen 19; 15 für 1.Klassenötig.
Zurzeit lernen in Jänkendorf 94 Kinder, in Buchholz 53.
Im Vorjahr ist in Buchholz keine 1.Klasse gebildet worden (nur sechs Schulanfänger).

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Die beiden Solistinnen Kazumi Hashimoto an der Harfe und Letizia Turini an der Querflöte begeisterten die Zuhörer bei ihrem einstündigen Konzert im Vereinshaus des Tenne e.V. Foto: B. Donke       

Solistinnen aus Japan und Italien begeistern bei der Kulturzeit
Von Bernhard Donke

 

  Ein Konzert mit klassischer Musik setzt den Schlusspunkt unter die dreitägige Kulturzeit des Tenne-Vereins in Buchholz.
 
Zum Abschluss ihrer dreitägigen traditionellen Veranstaltungsreihe „Kulturzeit“ hatten sich die Mitglieder des Christlichen Kulturvereins Buchholz Tenne e.V. die beiden Solistinnen Letizia Turni (Querflöte) und Kazumi Hashimoto (Harfe) in ihr Vereinsheim „Alte Schule“ in Buchholz eingeladen. Sie brachten klassische Musik zu Gehör.
  Bereits am Dienstag und Mittwoch war Kulturzeit angesagt. Zum einen ein Filmabend, den Tobias Walzok mit einer Diskussion zum vorgeführten Streifen „Das Leben ist schön“ von Roberto Benigni moderierte, und zum anderen ein Vortrag von Ulrike Hippe, die als Diplomdolmetscherin das Nachbarland Polen bereiste und darüber berichtete. „Beide Veranstaltungen waren sehr gut besucht. Im Anschluss gab es sowohl zum Film wie auch zum Vortrag von Ulrike Hippe bei einer Tasse Tee sehr viel unter den Gästen zu diskutieren“, erzählt Katherina Tobias vom gastgebenden Verein Tenne e.V.
          Ein wahrer Hörgenuss
  Das kleine Konzert am Donnerstagabend sollte als Höhepunkt die dreitägige Kulturzeit beschließen. Das ist den rührigen Veranstaltern auch sehr gelungen, wie es Katherina Tobias am Ende des einstündigen Konzertes mit ihren Worten zum Ausdruck brachte. „Das Spiel der beiden Solistinnen aus Italien und Japan war für uns Zuhörer ein wahrer Hörgenuss. Sie brachten uns in einer lockeren Unterhaltung auch ihre Instrumente näher und erzählten aus ihrem Leben und ihrer musikalischen Laufbahn“, lobte Katharina Tobias den Auftritt der beiden jungen Damen.
  Zu dem gelungenen Abend trug auch bei, dass die Tenne-Mitglieder das Vereinshaus selbst in einen warmen Kerzenlicht erstrahlen ließen und so eine sehr warme und herzliche Atmosphäre schufen.

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+++ Sächsische Zeitung, Mittwoch, 14. Januar 2009 +++

 

Straßenbau in Arnsdorf-Hilbersdorf hat Vorrang

 

Vierkirchen. Der Entwurf zum Haushaltsplan für dieses Jahr war das zentrale Thema der jüngsten Gemeinderatssitzung in Vierkirchen am Montagabend. Dabei haben die Gemeinderäte klargestellt, dass die relativ hohen Investitionskosten für geplante Vorhaben ohne eine Kreditaufnahme abzusichern sind.
  Bei den Maßnahmen, die dabei oberste Priorität haben, nannte Bürgermeister Horst Brückner stellvertretend den Straßenbau in Arnsdorf-Hilbersdorf. Wichtig sei die finanzielle Absicherung des Bauvorhabens durch die Eigenmittel der Gemeinde. (cg)

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Die jüngsten Kinder aus der Kita in Melaune gehen die Sache mit den Schneebällen erst einmal vorsichtig an und lassen sich von Erzieherin Jana Silbe zeigen, was es damit auf sich hat.Foto: Bernhard Donke       

+++ Sächsische Zeitung, Mittwoch, 7. Januar 2009 +++


Erster Kontakt mit dem Schnee
Von Bernhard Donke

  Endlich liegt Schnee. Die Kinder freut das meistens sehr. Und viele der Jüngsten, wie hier in der Melauner Kindereinrichtung des Kinderkreises Vierkirchen e.V. kommen nun das erste Mal in ihrem Leben so richtig mit den kalten weißen Flocken in Berührung. Während die größeren Mädchen und Jungen im Kindergarten schon mal eine Rodelpartie wagen oder sich eine Schneeballschlacht liefern, schauen sich die Kleinen erst mal vorsichtig um, ehe sie sich mit der weißen Pracht einlassen. Erzieherin Jana Silbe zeigt ihnen behutsam, wie man einen Schneeball formt und mit ihm wirft.
  Zurzeit werden in der Melauner Einrichtung 60 Mädchen und Jungen, vom Krippen- bis zum Hortkind von fünf Erzieherinnen liebevoll betreut. Der Kinderkreis betreibt noch eine weitere Kindereinrichtung im benachbarten Arnsdorf. Die Arnsdorfer Kita hat 45 Betreuungsplätze.

 

 

Abwasserverband hofft auf Baubeginn im Frühjahr
Von Annett Preuß

 

  Kein grünes Licht für den Abwasserbau ohne Zusage schwarz auf weiß. Doch Rosemarie Urban ist optimistisch, dass die in den nächsten Wochen kommt und damit rund 1,9Millionen Euro Fördermittel: „Bei uns ist seit November von behördlicher Seite keine negative Reaktion auf den geforderten Variantenvergleich eingegangen“, sagt auf Nachfrage der SZ die Mitarbeiterin des Abwasserzweckverbandes Schwarzer Schöps mit Sitz in Melaune. Mitglieder sind die Gemeinden Waldhufen und Vierkirchen. Der Verband möchte das Ortsnetz Arnsdorf-Hilbersdorf, Teile von Nieder Seifersdorf und Jänkendorf erschließen (SZ berichtete). Geklärt werden sollen die Abwässer in der Anlage der Stadtwerke Niesky. Der Fördermittel-Antrag liegt seit 2007 in Dresden. Der Zeitverzug erklärt sich aus geänderten Vorgaben. „Arm durch Abwasserbeitrag“ – Verbandsvorsitzender Horst Brückner vermutet, dass solche und ähnliche Protestnoten von Bürgern zur Änderung der Förderrichtlinie geführt haben. Verbände müssen nachweisen, dass eine zentrale Lösung günstiger ist als viele kleine Kläranlagen. „Bei uns ist das passiert“, sagt Horst Brückner. Er sei zuversichtlich, dass in diesem Frühjahr gebaut werde. Rosemarie Urban teilt die Zuversicht ihres Chefs: „Wir haben bereits im Zuge der Erarbeitung des Variantenvergleichs die zuständige Fachbehörde eingebunden.“
  Im Fall des Verbandes Schwarzer Schöps spricht der Vergleich für die zentrale Lösung, sagt Gotthelf Elsner vom Ingenieurbüro Bötig & Elsner GbR Görlitz. Er hat die Zahlen ermittelt und Ende vorigen Jahres in der Verbandsversammlung vorgestellt. Die Investitionssumme würde bei 3,8Millionen Euro brutto liegen, die der 394 notwendigen Einzel- plus zwei Gruppenkläranlagen bei 4,6 Millionen Euro brutto, so Elsner. Er betont, dass den Berechnungen sowohl für das zentrale Kanalnetz als auch die Einzelanlagen keine Fördermittel zugrunde lägen. Denn auch kleine Anlagen seien förderfähig.
  Die höheren Kosten gegenüber einer zentralen Lösung ergeben sich im konkreten Fall unter anderem aus hohem Grundwasserstand und der Bodenbeschaffenheit. Bindige Böden und felsiger Untergrund verbieten im untersuchten Gebiet eine Versickerung an Ort und Stelle. Dadurch müssten auch von den Kleinkläranlagen Leitungen zu einem Vorfluter, also einem fließenden Gewässer, gebaut werden. In diesem Fall würden sich alleine die Abflussleitungen auf 13 Kilometer summieren, sagt Elsner. Er gibt noch ein anderes Argument zu bedenken: „Die Lebensdauer einer Kleinkläranlage wird mit 20 Jahren angegeben.“ Danach sei die volle Investitionssumme erneut nötig. Kanalsysteme würden dagegen auf 80 Jahre ausgelegt.
  Im Durchschnitt kostet eine Kleinkläranlage rund 6000 Euro.

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+++ Sächsische Zeitung, Dienstag, 6. Januar 2009 +++

 

Grundschule führt Zähneputzen nach dem Mittagessen ein

Von Bernhard Donke

 

Buchholz. Der Anblick zähneputzender Mädchen und Jungen zur Mittagszeit in der Grundschule Vierkirchen in Buchholz ist seit kurzem nichts außergewöhnliches mehr. Denn in der Schule wurde das Zähneputzen nach dem Mittagsessen eingeführt. Grund ist die letzte zahnärztliche Untersuchung durch die Zahnärztin des Kinder und Jugendzahnärztlichen Dienstes, Frau Tschammer. Dabei ließen sich deutliche Rückstände bei der Kariesprophylaxe gegenüber den Vorjahren erkennen. Deshalb gab es seitens des Lehrerkollegiums Überlegungen, wie man dem entgegenwirken kann. Mit der Zahnpflege zur Mittagspause fand man eine Lösung, die von den Kindern angenommen wurde.
  Durch Frau Tschammer wurde dies Projekt tatkräftig mit Zahnbürsten, Zahnputzbechern und Zahnpasta unterstützt und sie zeigte den Kindern auch wie man richtig die Zähne putzt und säubert, damit sie lange erhalten bleiben und die gefürchtete Karies keine Chance hat. So das es nun zu jeder Mittagspause in der Grundschule Vierkirchen heißt: auf zum gemeinsamen Zähneputzen.