Startseite >> Pressespiegel >>                     Pressespiegelarchiv 08

Jan

Feb

Mär

Apr

Mai

Jun

Jul

Aug

Sep

Okt

Nov

Dez

D e z e m b e r   2 0 0 8

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Mittwoch, 24. Dezember 2008 +++

Nachrichten

Letztes Literarische Café in diesem Jahr am Sonnabend

Buchholz
. Zum letzten „Literarischen Café“ in diesem Jahr lädt der Tenneverein am Sonnabend ein. Silke und Denis Kirchhof sind die Gäste. Sie stellen den Roman „Chronist der Winde“ des schwedischen Krimiautors Henning Mankell vor. Ein zweites Buch, „Die Bibel und ich“ von A.J. Jacobs, handelt von einem, der auszog, die Bibel wörtlich zu nehmen. Das Literarische Café findet ab 16Uhr in der Alten Schule in Buchholz statt. Kaffee, Tee und Kuchen werden vom Christlichen Kulturverein dazu angeboten. (SZ/sg)

.................................................................................

Andrea Hommel (li) probt gemeinsam mit den Jugendlichen und Erwachsenen von Buchholz und Tetta das Krippenspiel in der Kirche von Buchholz. Zur Christvesper am Heiligabend soll es keine Pannen geben. Foto: B.Donke       

+++ Sächsische Zeitung, Dienstag, 23. Dezember 2008 +++


Krippenspiel mit Bezügen zum Heute
Von Bernhard Donke

  Die Mitwirkenden für das Krippenspiel sind aufgeregt. Morgen ist es so weit: in Tetta und Buchholz.
  Es ist kalt, und dennoch sind die Jugendlichen und jungen Erwachsenen der Evangelischen Kirchgemeinde Buchholz/Tetta in der Buchholzer Kirche seit mehreren Wochen fleißig beim Einstudieren der Weihnachtsgeschichte, dem Krippenspiel zu Heiligabend, dabei. Zwölf Laiendarsteller, die sich aus Mitgliedern der Jungen Gemeinde, den Konfirmanden und aus erwachsenen Mitgliedern der Kirchgemeinde zusammensetzen, muss Andrea Hommel in ihrem Regie- und Dramaturgiekonzept zusammen führen.
          Improvisieren ist oft gefragt
  Keine leichte Aufgabe für die junge Frau, denn nicht alle Darsteller stehen zu den Proben zur Verfügung, so dass immer wieder einmal improvisiert werden muss. Doch daran sind die anderen Mitwirkenden schon gewöhnt, und so überspielen sie leicht die fehlenden Personen. Ob die Buchholzer morgen, am Heiligabend, ein Krippenspiel nach moderner Fassung oder nach altem historischen Vorbild aufführen wollen, darüber möchte Andrea Hommel nichts verraten. Das soll eine Überraschung für die Besucher in der Kirche werden.
  So viel nur: Es wird ein Mix aus traditionellem Krippenspiel mit moderner Sprache. Die Mitwirkenden haben so oder so viel Freude an dem gemeinsamen Spiel. Und das lebt natürlich immer auch ein Stück weit von unvorhergesehenen Momenten. Wer morgen in die Kirchen in Tetta und Buchholz zur Christvesper am Heiligabend kommt, soll sich überraschen lassen.

.................................................................................

Mit dem Stück „Wenn Schnuddel zur Schule geht“ erfreuten die schauspielernden Eltern die Schüler aus Vierkirchen-Buchholz. Foto: Bernhard Donke       

+++ Sächsische Zeitung, Montag, 22. Dezember 2008 +++


Theater im Vereinshaus „Alte Tenne“ begeistert
Von Bernhard Donke

 

  Es ist am letzten Schultag des Jahres schon Tradition, dass die Eltern der Schüler der Grundschule Vierkirchen in Buchholz für ihre Kinder ein kleines Theaterstück aufführen. Die Idee hatte vor vier Jahren Antje Stein. „Ich dachte mir damals, die Kinder sind jetzt in der vorweihnachtlichen Zeit mit Schule und Bastelarbeiten für Geschenke an Eltern und Großeltern schon etwas überlastet. Warum sollen wir ihnen am letzten Schultag im alten Jahr nicht eine Abwechslung bereiten. So kam ich auf die Idee, dass wir Eltern doch unseren Kinder diese kleine Freude mit der Theateraufführung machen könnten“, sagt Antje Stein. Auch die anderen Eltern waren einverstanden und so kam es zur ersten Aufführung. Jedes Jahr wurde ein anderes Stück gemeinsam einstudiert und dann am letzten Schultag vor dem Jahreswechsel aufgeführt.
  Die Regie führte meistens Steffi Lange aus Nieder Seifersdorf. Sie ist Erzieherin in der Melauner Kindertagesstätte des Kinderkreises Vierkirchen. „Es ist doch immer wieder eine Freude, mit anzusehen wie sich die Kinder über die schauspielerischen Leistungen ihrer Eltern freuen und sie Spaß daran haben. Für mich und die mitmachenden Eltern ist das stets eine Motivation und es macht uns auch sehr viel Spaß“, sagt Hobby-Regisseurin Steffi Lange. War es im vergangenen Jahr die Geschichte von der Feuerwehr, bei der der Kaffee kalt wird, so kam in diesem Jahr das Stück „Wenn Schnuddel in die Schule geht“ von Janosch (Horst Eckert) zur Aufführung.
  Erstmals und das war eine Premiere, wurde das Theaterstück im großen Gesellschaftsraum im Vereinshaus „Alte Schule“ des Buchholzer Tennevereins aufgeführt. Mit viel Beifall honorierten die Schüler, Lehrer und auch der anwesende Bürgermeister der Gemeinde Vierkirchen Horst Brückner die schauspielerischen Leistungen der zehn Eltern auf der provisorisch eingerichteten Bühne des Gesellschaftsraums. Zum Schluss der gelungenen Aufführung überraschte auch der Weihnachtsmann die Schüler und Lehrer mit kleinen Geschenken.

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Dienstag, 16. Dezember 2008 +++

 

Talsperrenverwaltung baut Wehr im Schwarzen Schöps zurück
 

Fische können sich dadurch freier bewegen. Der Rückbau verbessert auch den Schutz vor Hochwasser.
  Der Rückbau des Heidewehres im Schwarzen Schöps ist abgeschlossen. Wie die Landestalsperrenverwaltung mitteilt, wurde die Anlage zu einer Fischrampe umgebaut.
  Das Heidewehr war in einem schlechten Zustand. Ein Defekt der Anlage behinderte eine sichere Bedienung. Das Wehr erzeugte einen Stau, der bis in das Arnsdorfer Wasser reichte. Sein Abriss war Teil des Hochwasserschutzkonzeptes für den Schwarzen Schöps.
          Hindernis wird beseitig
  Mit dem Umbau des Wehrs soll der Schwarze Schöps hydraulisch und ökologisch effizienter gestaltet werden. So wurde ein Hindernis beseitigt, das Fische und andere Wasserlebewesen nicht überwinden konnten. Die vorhandene Anlage wurde abgerissen und durch eine Stützschwelle mit anschließender Sohlgleite (vergleichbar mit einer Rampe) ersetzt. Die neue Sohlgleite ist reichlich 73 Meter lang und überwindet eine Höhe von anderthalb Metern. Sie fällt ins Unterwasser ab und geht dort in einen Beckenpass aus zehn Becken über,. Das soll den Aufstieg von Fischen ermöglichen. „Nun können sich die Fische freier durch die Lausitz bewegen“, sagt der Geschäftsführer der Landestalsperrenverwaltung Norbert Ziegler. „Das ist ein wichtiger Beitrag zur Renaturierung und Revitalisierung der sächsischen Flüsse.“ Der Abriss der Wehre gewinnt auch für den Hochwasserschutz in der Region an Bedeutung.
          Guter Fluss-Zustand gefordert
  Der Rückbau ist über ein Programm des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt- und Landwirtschaft erfolgt. Damit werden auch EU-Richtwerte in Sachsen umgesetzt. Diese fordern die Herstellung eines „guten Zustandes“ der europäischen Gewässer bis 2010. Ein zentraler Bestandteil der Richtlinie ist neben der Durchgängigkeit der Gewässer für Fische und andere Wasserlebewesen eine verbesserte Wasserqualität.
  Der Schwarze Schöps entspringt auf Sohländer Flur am Rotstein. Er fließt an Reichenbach und den Königshainer Bergen vorbei, durch Waldhufen und Vierkirchen bis zur Talsperre Quitzdorf und von dort weiter nordwestlich. Im Landkreis Görlitz wurde 2008 neben dem Heidewehr auch das Kunnersdorfer Konsumwehr in der Pließnitz (nahe Bernstadt) umgebaut. (SZ)

.................................................................................

Auch Waldmensch Öff!Öff! (3.v.r) hatte an dem Wettessen teilgenommen. Schmeckt ja auch besser als immer nur Würmer! 

+++ Oberlausitzer Kurier, Sonnabend, 13. Dezember 2008 +++

 

König verputzte fast zwei Kilo Schnitzel

 

Der 170 Zentimeter große und 120 Kilogramm schwere Maik Lätsch aus Vierkirchen, Kampfname „Bärli“, ist beim Wettessen im XXL-Restaurant „Zur lustigen Pfanne“ in Rosenhain offiziell zum „Löbauer Schnitzelkönig 2008“ gekürt worden. Unser Redakteur Steffen Linke unterhielt sich mit dem 42-Jährigen.

Wie sind Sie denn auf die Idee gekommen, an diesem Wettbewerb teilzunehmen?

Ich wollte eigentlich meine Tochter überraschen, mit ihr zum Nikolaus einkehren und Schnitzel essen. Richtig entschieden habe ich mich erst direkt vor Ort. Ich hatte in der Vergangenheit schon einmal zwei Kilogramm argentinisches Rumpsteak gegessen.

Wie viel Schnitzel haben Sie denn in der zur Verfügung stehenden Stunde geschafft?

Über 1,5 Kilogramm. Das Schnitzel war so groß wie ein Kuchenbrett. Von der zweiten Portion habe ich noch einmal etwa ein Viertel bzw. ein Drittel gegessen (Anmerkung des Organisators – Maik Lätsch hat fast zwei Kilogramm Schnitzel verzehrt).

Insgesamt nahmen neun Schnitzelesser an dem Wettbewerb teil. Wie groß war denn Ihr Vorsprung zu den Platzierten?

Recht deutlich. Ich habe dazu auch zwei Portionen Pommes, Krautsalat, Tomate und Gurke gegessen.

Wie lange hatten Sie denn vor dem Wettkampf nichts gegessen?

Ich habe ganz normal Mittag gegessen. Ich war doch gar nicht darauf vorbereitet. Sonst wäre ich besser gerüstet gewesen. Ich hätte vielleicht zum Frühstück nicht ganz so reingehauen, wäre danach an die frische Luft in den Wald gegangen.

Hat Ihnen der erste Bissen des Schnitzels genauso geschmeckt wie der letzte?

Ja. Da gab es keinen Unterschied.

Haben Sie geschlungen oder genossen?

Ich habe von der ersten bis zur letzten Minute ganz normal gekaut – kontinuierlich wie ein Förderband.

Gab es einen Punkt, wo Sie satt waren und nur noch gestopft haben?

Bei mir nicht. Ich hätte sicher noch mehr geschafft, habe aber dazu noch vier halbe Liter Bier getrunken.

Wie lange sind Sie danach satt gewesen?

Das hat schon eine ganze Weile angehalten. Zum Frühstück am nächsten Morgen habe ich nur eine Semmel und einen Kaffee gebraucht. Ich bin auch nach dem Wettkampf nicht gleich eingeschlafen, nicht etwa weil das Schnitzel schwer im Magen lag, sondern weil ich aufgeregt gewesen bin. Ich habe abends zu Hause noch ein Bier getrunken und Videotext gelesen.

Was bedeutet Ihnen dieser Titel „Löbauer Schnitzelkönig 2008?

Ich freue mich darüber. Es war doch schon allein der Spaß wert. Ich würde wieder mal antreten, wenn mich jemand herausfordert.

Maik Lätsch freute sich nach dem Wettbewerb über seinen Erfolg.     

Sind Sie generell ein guter Esser?

Ja, das bin ich.

Wie viel Mal kommt bei Ihnen in der Woche Schnitzel auf den Tisch?

Es muss nicht immer Schnitzel sein. Ich esse aber so gut wie jeden Tag Fleisch. Die breite Palette reicht von Rind über Kaninchen, Geflügel bis hin zu Wild.

Sie bringen bei einer Größe von 1,70 Meter 120 Kilogramm auf die Waage, sind also ganz schön beisammen.

Ich bin zwar nicht fett, habe aber schon einen Bauch.

Was halten Sie denn vom Abnehmen?

Ich wollte eigentlich bis Weihnachten zehn Kilogramm abnehmen. Das hatte ich meiner Frau im Frühjahr versprochen. Nun habe ich beim Schnitzelwettbewerb aber wieder gesündigt.

Sind Ihre guten Vorsätze damit vom Tisch?

Zehn Kilo müssen auf alle Fälle runter. Eigentlich schwebt mit ein Kampfgewicht von 100 Kilogramm vor. Vor fünf Jahren habe ich einmal so viel gewogen. Damit war ich ganz zufrieden.

Da müssen Sie künftig aber wohl ein bisschen weniger Schnitzel essen.

Das stimmt. Und wohl nicht nur ein Schnitzel weniger.

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Sonnabend, 13. Dezember 2008 +++

 

Nachrichten

Waldhufen vergibt für Schulsanierung Aufträge

Vierkirchen/Waldhufen
. In seiner Sitzung am 18. Dezember vergibt der Gemeinderat Waldhufen erste Bauleistungen für die Sanierung der Schule in Nieder Seifersdorf. Dort soll ein moderner Grundschulkomplex für die Gemeinden Vierkirchen und Waldhufen entstehen. Die beiden bisherigen Grundschulen in Buchholz und Jänkendorf werden geschlossen, wenn die neue Schule fertig ist. (SZ)

Kinder erfreuen Rentner bei ihrer Weihnachtsfeier

Melaune
. Der Chor der Grundschule aus Buchholz unter Leitung von Musiklehrerin Margitta Thiele hat die Senioren des Ortes bei ihrer Weihnachtsfeier mit einem Programm erfreut. Selbst der Weihnachtsmann war dabei, auch wenn die Senioren nicht schlecht über dessen Größe staunten – ein Grundschüler hatte sich verkleidet. Die Feier wurde vom Heimatverein Döbschütz/Melaune organisiert. (bd).

Rote, rosé-, creme- und ziegelfarbene Farbtupfer für die Adventszeit hält Floristin Kathrin Gebauer derzeit in der Gärtnerei Fuchs bereit. Foto: B.Donke      


Weihnachtssterne in Vierkirchen
Von Bernhard Donke

 

  ln der Gärtnerei Fuchs in Döbschütz wetteifern Weihnachtssterne in vielen Farben derzeit um die Gunst der Kunden. Floristin Kathrin Gebauer ist hier unter anderen für die Pflege der Adventssterne (EupHorbia pulcherrima) verantwortlich.
  Die weihnachtlichen Gewächse, deren Heimat die tropischen Laubwälder Mittel- und Südamerikas sind, gehören zu den Wolfsmilchgewächsen. Vorsicht ist geboten, denn sämtliche Pflanzenteile einschließlich der pflanzliche Milchsaft sind giftig. Trotzdem ist der Weihnachtsstern zurzeit eine der beliebtesten Topfgewächse.
          Blütenpracht bis Januar
  Die Blütezeit reicht von November bis in den Januar. Die eigentlichen Blüten der Pflanze sind klein und unscheinbar grün-gelblich. Sie werden oft mit den großen kräftigen roten, rosé- oder cremefarbenen Hochblättern verwechselt.

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Freitag, 12. Dezember 2008 +++

Posaunenchöre und Zuhörer musizieren gemeinsam

Von Bernhard Donke

 

Melaune. Die festliche Musik von Bläsern hat in diesem Jahr wieder die Gäste in der Kirche erfreut. Rund 80 Zuhörer folgten gern der Aufforderung zum Mitsingen. Eingeladen zu diesem traditionellen Konzert hatte der Posaunendienst im Kirchensprengel Görlitz in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg -Schlesische Oberlausitz. Gekommen waren sechs Posaunenchöre aus der Region, um mit Landesposaunenwart Bernd-Johannes Alter zu musizieren. Die Einladung zum Mitsingen war diesmal neu. Damit hat das Konzert weiter an Popularität gewonnen.
  Unterstützt wurden die Bläser während des gesamten Konzertes von Erika Gaertner an der Orgel und Pfarrer Andreas Fünfstück, der mit Geschichten für kleine Verschnaufpausen sorgte. Mit mehreren Posaunenchören ein gemeinsames Konzert zu bestreiten ist den Veranstaltern auch in diesem Jahr wieder bestens gelungen.

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Donnerstag, 11. Dezember 2008 +++

 

Zwei junge Männer wegen Brandstiftung zu Arbeitsstunden verurteilt
Von Jens-Rüdiger Schubert

 

Amtsgericht Görlitz ahndet damit den Brand in der Holzmühle Vierkirchen.
  Mit der Urteilsverkündung nach sechs Verhandlungstagen und 30 Zeugenvernehmungen hat der Prozess um den Brand der Holzmühle in Vierkirchen ein Ende gefunden.
          Der Vorwurf
  Christian T. und Clemens H. wurden beschuldigt, fahrlässige Brandstiftung durch Unterlassen begangen zu haben. Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft und des Gerichtes sind die beiden damals 18-Jährigen verantwortlich dafür, dass ein Schaden von mehr als 50000 Euro entstanden ist.
  In seiner Urteilsbegründung stellte Richter Schettgen fest, dass es seitens des Gerichtes keinen Zweifel an der Täterschaft der Angeklagten gibt. Der Prozess sei schwierig gewesen, da die Angeklagten ein Geständnis widerrufen haben. Auch Staatsanwältin und Verteidigung lieferten sich eine Reihe von Argumenten dafür und dagegen. Besonders konträr waren die Bewertung einiger Zeugenaussagen und die Interpretation der Aussagen in den Beschuldigtenvernehmungen.
          Die Anklagevertretung
  Folgt man der Auffassung der Staatsanwaltschaft, so haben die Angeklagten Papier und Müll im Obergeschoss der Holzmühle zusammengetragen, alles entzündet, dann die Flammen ausgetreten und dabei durch Fahrlässigkeit den späteren Brand verursacht, der die Mühle total zerstörte.
  Dafür spricht, dass das Objekt schon länger leer steht und zum Tummelplatz der Ortsjugend wurde. Außerdem hatten beide Jugendlichen früher schon mehrmals in diesem Grundstück gegokelt.
  Zwei Zeugen wollen zumindest einen der Beschuldigten im Tatzeitraum in der Nähe der Holzmühle gesehen haben. Die Staatsanwalt hielt dies als Beweiskette für schlüssig und forderte für jeden sechs Monate Freiheitsstrafe und Arbeitsstunden.
          Die Verteidigung
  Folgt man der Argumentation der Rechtsanwälte, kommt man zu dem Schluss, dass beide Angeklagten zu Unrecht angeklagt wurden. Zwar wird nicht beschritten, dass sie gegokelt haben, aber nach eigener Aussage waren sie im Wohnhaus an einem Kamin. Dafür spricht ihre Aussage bei Polizei, Staatsanwaltschaft und Ermittlungsrichter. Der Brandherd soll aber im Obergeschoss der Holzmühle gewesen sein. Außerdem wurden durch die Rechtsanwälte Bedenken an den durchgeführten polizeilichen Vernehmungen vorgetragen. Sie forderten Freispruch.
       Das Urteil
  Nach halbstündiger Beratung verkündete Richter Schettgen das Urteil: Beide Jugendlichen wurden für schuldig befunden, verwarnt und zur Ableistung von Arbeitsstunden verurteilt. Diese sind innerhalb von sechs Monaten abzuleisten. Die Verfahrenskosten sollen der Staatskasse zur Last fallen. Wenn das Urteil rechtskräftig wird, kommen auch noch die erheblichen zivilrechtlichen Ansprüche auf die beiden jungen Männer zu.

................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Mittwoch, 10. Dezember 2008 +++

 

Geld für Straßenbau in Arnsdorf
Von Anja Hecking

 

  Weit über die Hälfte der Anträge, die bisher im Förderprogramm für die Integrierte Ländliche Entwicklung (Ile) bewilligt worden sind, wurden von Kommunen und Privateigentümern im Görlitzer Raum gestellt. Der Ausbau der Straßen und Brücken in Gersdorf im Zuge des Abwasseranschlusses gehört ebenso dazu wie der geplante Straßenbau in Arnsdorf-Hilbersdorf. Insgesamt haben für dieses Jahr 71 private und kommunale Vorhaben zwischen Bad Muskau und Ostritz, Hohendubrau und Neißeaue ein positives Votum vom Koordinierungskreis für die Ile-Region „Östliche Oberlausitz“ bekommen. Für die meisten von ihnen beantragten Gemeinden, Vereine oder Bürger die Förderung. 22 Projekte erhielten einen Zuwendungsbescheid.
  Davon wurden allein für Markersdorf, Kodersdorf, Neißeaue, Reichenbach, Vierkirchen und Sohland 13 Anträge im kommunalen und zwei im privaten Bereich bewilligt, bestätigt die Kreisentwicklung des Landratsamtes Görlitz. Sechs weitere Gemeinde-Projekte sind in Markersdorf, Schöpstal, Reichenbach, Vierkirchen und Königshain in Bearbeitung (vor allem Straßen- und Brückenbau).
  Im privaten Bereich steht die Sanierung von Häusern zum eigenen Wohnen im Vordergrund. Die zwei bisher bewilligten Vorhaben befinden sich in Vierkirchen und in der Neißeaue. Acht Projekte von privaten Eigentümern in Markersdorf, Kodersdorf, Reichenbach und Vierkirchen stecken in der Bearbeitungsphase.
  Auch die Umnutzung alter Bausubstanz für Gewerbezwecke gehört hier dazu. Mit der Kreisreform hat sich die Bewilligungsstelle verändert. Diese ist beim Landkreis Görlitz angesiedelt und befindet sich in der Löbauer Außenstelle des Landratsamtes. Bisher war das das Amt für Ländliche Entwicklung in Kamenz.
  Das Regionalmanagement leistet das Planungsbüro Richter & Kaup Ingenieure + Planer in Görlitz. Hier können sich Bürger, Gemeinden, Firmen, Vereine und sonstige Interessengruppen zu Fördermöglichkeiten beraten lassen.

.................................................................................

Schnitzelkönig Maik Lätsch aus Vierkirchen.Foto: Steffen Scholz      

+++ Sächsische Zeitung, Montag, 8. Dezember 2008 +++


Maik Lätsch aus Vierkirchen ist „Löbauer Schnitzelkönig“
Von Annett Weckebrod

 

Rund 1,5 Kilogramm Fleisch aß der schwergewichtige Sieger am Sonnabend.
  Mit Namen wie „Der kämpfende Ritter“, „Bärli“, „Alex the kid“ oder „Iss no gut“ sind am Sonnabend neun Männer zum offiziellen Löbauer Schnitzelwettessen im XXL-Restaurant „Zur lustigen Pfanne“ angetreten. Manche hatten den ganzen Tag nichts gegessen, andere lediglich das Abendbrot an diesem Tag ausfallen lassen, um genug Hunger und Appetit für die Riesenportion Schnitzel nebst Beilagen mitzubringen.
  Auch Öff-Öff, der Waldmensch, gab sich die Ehre. Er war auf besonderen Wunsch des Restaurantbesitzers gekommen, aber nicht etwa um sich kostenlos satt zu essen. Er erschien, wie immer, im Namen des Friedens und der Freundschaft und trat unter dem Kampfnamen „Öff-Öff – der Friedenskämpfer“ an. Öff-Öffs Ehrgeiz, den Titel zu holen, hielt sich daher in Grenzen.
  Mit mehr Siegeswillen war Maik Lätsch aus Vierkirchen angereist. Der 42-Jährige, 120-Kilo-Mann hatte großen Appetit und seine siebenjährige Tochter Vivien zum Anfeuern dabei. Um 21.30Uhr startete Organisator und TV-Moderator Jim Brutto das Wettessen. Zum Henri-Maske-Song „Conquest of Paradise“ (Eroberung des Paradieses) marschierten die „Schnitzel-Gladiatoren“ unter den Augen der belustigten Zuschauer in den Saal. Die XXL-Portionen wurden aufgetischt. 1500 Gramm Schnitzel inklusive Pommes frites und Kraut wollten aufgegessen werden.
  Der erste Kandidat „Micha“ gab nach einer guten halben Stunde Dauerkauens auf. Ihm war sichtlich übel. Das halbe XXL-Schnitzel lag noch auf seinem Teller. Auch die anderen Kandidaten hatten zu kämpfen. Einigen stand vor Anstrengung der Schweiß auf der Stirn.
  Öff-Öff gab als Dritter um 22.18 Uhr auf. Er hat seine Riesenfleischportion sichtlich genossen. Das XXL-Schnitzel haben nur zwei Kandidaten aufgegessen: Maik Lätsch und Alexander Noke. „Alex the Kid“ kämpfte allerdings noch mit den letzten Pommes, als Maik sich schon die zweite Portion servieren ließ.
  Pünktlich um 22.30 Uhr wurde er dann von Jim Brutto erlöst und zum ersten Löbauer Schnitzelkönig gekürt. Die neue Portion hat er nicht mehr aufgegessen. Die hätte er eigenem Bekunden nach nicht mehr geschafft und war froh, dass die Stunde Wettkampfzeit vorbei war. Anderenfalls hätte er den erst im September gekürten deutschen Schnitzelkönig geschlagen.

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Sonnabend, 6. Dezember 2008 +++

Polizeibericht


Traktor-Anhänger war nicht versichert

Vierkirchen.
Eine Polizeistreife hatte am Donnerstag, gegen 11.20 Uhr, auf der S 124 zwischen Döbschütz und Melaune (Richtung S 122) einen Traktor entdeckt, dessen Anhänger kein Kennzeichen hatte. Bei der Kontrolle des Fahrzeuges stellte sich heraus, dass der Anhänger nicht versichert war.

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Donnerstag, 4. Dezember 2008 +++

Polizeibericht


Mercedes gerät ins Schleudern

Vierkirchen
. Ein Mercedes-Fahrer ist am Dienstag, gegen 6.15 Uhr, mit seinem Wagen auf der Kreisstraße8453 kurz vor dem Ortsausgang Buchholz ins Schleudern gekommen. Dabei kam er von der Straße ab und stieß erst gegen einen Baum und dann gegen ein Verkehrsschild.

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Dienstag, 4. Dezember 2008 +++

Polizeibericht


BMW stößt mit einem Opel zusammen
 

Melaune. Ein 64-jähriger BMW-Fahrer hat am Sonntag, gegen 13.20 Uhr, bei dem Versuch am Abzweig Dobschütz von der Staatsstraße124 auf die Staatsstraße122 in Richtung Melaune zu fahren, einen Opel übersehen und ist mit diesem zusammengestoßen. Der Unfallschaden wird auf rund 7000 Euro geschätzt.

N o v e m b e r  2 0 0 8

.................................................................................

Der Gebetsraum war ständig besetzt.Foto: B. Donke     

+++ Sächsische Zeitung, Sonnabend, 29. November 2008 +++


Gebetswoche vereinte wieder die Christen
Von Bernhard Donke

 

Mit einem feierlichen Gottesdienst endete die Gebetswoche 24-7 Prayer auch in der Tettaer Kirche. Am Nachmittag kam es aber unter den Jugendlichen noch einmal zu einer kleinen Abschiedsrunde im Gebetsraum des ehemaligen Melauner Pfarrhauses, der heutigen Jugendscheune. Für Tobias Walzok, Jugendwart in der Jugendscheune Melaune e.V. und Mitorganisator der Gebetswoche, Gelegenheit, sich nochmals bei allen Betenden zu bedanken, die die 24-7 Prayer Gebetswoche in Melaune in diesem Jahr durch ihre Hilfe wieder möglich gemacht hatten. Es war mit Sicherheit auch eine spannende Woche für die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen. Die Kodersdorfer Jugendlichen des Christlichen Vereins Junger Menschen hatten sich gar mit Gitarre und Trommel in den Gebetsraum begeben, sangen und musizierten gemeinsam. Die Melauner Jugendlichen wollten es etwas ruhiger und griffen lieber zu einem Buch und dem stillen Gebet, ehe sie ihre Wünsche und Hoffnungen auf das Hungertuch an der Gebetswand schrieben.

.................................................................................

Bis zum Ende des Jahres 2009 sollen die Umbauarbeiten an der Schule in Nieder Seifersdorf beendet sein. Foto: B. Donke       

+++ Sächsische Zeitung, Mittwoch, 26. November 2008 +++


Eltern fordern Umzug der kompletten Schule
Von Bernhard Donke

 

  Um die Einzelheiten zu klären, gibt es jetzt ein Treffen von Rat, Bürgermeister und Eltern.
  Klarheit über den künftigen Umzug der Buchholzer Grundschüler in die gemeinsame Schule in Nieder Seifersdorf wollen die Eltern in Vierkirchen haben. Vertreter wie der Elternsprecher Ingo Thiel nahmen daher an der jüngsten Gemeinderatssitzung in Vierkirchen teil. Insbesondere interessierte Thiel, ob überhaupt im kommenden Schuljahr 2009/10 noch eine erste Klasse in Buchholz eingeschult wird. Eine klare Auskunft erhielten Ingo Thiel und Matthias Ullrich leider nicht – zumindest keine, die sie und sicher auch die Eltern befriedigen.
          Fördermittel sind genehmigt
  Bürgermeister Horst Brückner konnte den beiden Elternvertretern lediglich mitteilen, dass die Fördermittel für den Schulumbau genehmigt wurden und mit den ersten Arbeiten, wie der Entkernung des Gebäudes, noch in diesem Jahr begonnen werden soll.
  Der eigentliche Baubeginn soll aber, so die vorläufigen Angaben des Bürgermeisters, erst im März oder April 2009 beginnen. Mit dem Abschluss der Umbaumaßnahme sei am Ende des Jahres 2009 zu rechnen, sagte Brückner.
  Ob aber einzelne Klassen schon früher ihre Räume in Anspruch nehmen können, das kann jetzt noch nicht gesagt werden. Für Ingo Thiel und sicher für den größten Teil der Eltern wäre ein Umzug der gesamten Schule sinnvoll. „Es bringt doch nichts, wenn die Eltern zweier Schulkinder erst ihr Kind in eine Klasse nach Nieder Seifersdorf bringen und dann noch eins nach Buchholz.“ Das sei weder sinnvoll noch finanziell zumutbar.
          Gespräch mit Elternvertreter
  So sehen es auch die Gemeinderäte und deshalb schlug Gemeinderätin Frau Nicht vor, dass sich der Rat vor der kommenden Sitzung gemeinsam mit dem Bürgermeister und dem Elternvertreter zusammensetzen und über dieses Problem diskutieren soll. Das soll mit dem Ziel erfolgen, für alle Beteiligten eine gemeinsame und befriedigende Lösung zu finden. Der Vorschlag wurde von den Räten akzeptiert.

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Dienstag, 25. November 2008 +++

 

polizeibericht

 

Kollision zweier Fahrzeuge in Melaune wird teuer

Vierkirchen. Am Sonntag ist um 17.50 Uhr auf der S122 in Melaune in Richtung Reißaus ein Auto mit einem entgegenkommenden Mazda kollidiert. Dieser driftete bei dem Zusammenstoß von der Straße. Bei diesem Unfall entstand ein Schaden von etwa 8000 Euro..

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Sonnabend, 22. November 2008 +++

 

Herbstgebetswoche in der Jugendscheune

 

  Unter dem Motto „Der Gott, der Dich behütet, schläft nicht“ findet ab Sonntag eine Herbstgebetswoche in der Jugendscheune Melaune statt. Gemeinsam mit den Jugendlichen aus den Jungen Gemeinden Niesky, Jänkendorf, Kodersdorf und Melaune organisiert Tobias Walzok, Jugendwart in der Jugendscheune, die Herbstgebetswoche.
  Mit einem Gottesdienst in der Melauner Kirche beginnt die Woche am Sonntag und wird in der Jugendscheune in Melaune für 168 Stunden lang bis zum 30.November fortgesetzt.
  In den sieben Tagen ist es für alle interessierten Bürger möglich, sich eine Stunde lang rund um die Uhr im eingerichteten Gebetsraum der Jugendscheune zum Beten und Gespräch mit Gott einzufinden. Es besteht die Möglichkeit, einzeln oder auch in Gruppen mit Freunden und Bekannten gemeinsam zu beten. Um Wartezeiten zu vermeiden, ist es günstig, sich unter Telefon 035827/70354 anzumelden. (SZ)

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Freitag, 21. November 2008 +++

 

Frau bei Unfall schwer verletzt

 

Vierkirchen. Bei nasser Fahrbahn kam vorgestern, 17 Uhr, der Fahrer (47) eines Mazdas auf der S122 bei Melaune mit seinem Auto in einer Rechtskurve auf die Gegenspur und stieß dort mit einem entgegenkommenden Toyota zusammen. Dabei wurde eine 71-jährige Toyota-Insassin schwer verletzt. An beiden Fahrzeugen entstand Sachschaden von über 15000 Euro. (SZ)

 

.................................................................................

Brückner bleibt Vorsitzender in zwei Verbänden
Von Annett Preuß

Der Bürgermeister steht weiter an der Spitze von zwei Zweckverbänden für die Abwasserentsorgung.
  Der neue, alte Vorsitzende der Abwasserzweckverbände (AZV) Schöpstal und Schwarzer Schöps heißt Horst Brückner, ehrenamtlicher Bürgermeister von Waldhufen und Vierkirchen. Er wurde von den Mitgliedsgemeinden in offener Wahl jeweils einstimmig im Amt bestätigt. Die Rechtsaufsicht habe eine Neuwahl gefordert, sagte Horst Brückner, wenn diese auch in beiden Verbänden in Ermangelung eines zweiten Kandidaten eine Formalie sei. Die Wahl des Verbandsvorsitzenden hängt mit der Neuwahl der Bürgermeister zusammen. Im AZV Schöpstal wird Brückner von Norbert Reimann aus Boxberg vertreten, im AZV Schwarzer Schöps von Herbert Riedel aus Melaune. Er folgt damit Andreas Nedo, dem früheren Vierkirchener Bürgermeister. Ein Thema beschäftigt beide Verbände: Die Geruchsbelästigung und die Korrosionsschäden an Schächten und der Pumptechnik. Durch lange stehendes Abwasser bildet sich aggressiver Schwefelwasserstoff. Der AZV Schöpstal betreibt 261 Pumpwerke. Allein für die Erneuerung von jährlich zwei der 18 Hauptpumpwerke werden 40 000 Euro veranschlagt. Im AZV Schwarzer Schöps ist ein Versuch mit einem Mittel gelaufen, das die Bildung von Schwefelwasserstoff bremst. Eine Entscheidung über einen Einsatz steht noch aus.

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Donnerstag, 20. November 2008 +++

 

polizeibericht

 

Mit Anhänger ohne Zulassung herumgefahren

Thiemendorf/Arnsdorf. Am Dienstag war ein 58-Jähriger auf der Ortsverbindungsstraße zwischen den Dörfern Thiemendorf und Arnsdorf unterwegs. Bei einer Verkehrskontrolle stellte sich heraus, dass der Auto-Anhänger, den der Peugeot-Fahrer bei der Fahrt mitführte, weder zugelassen war, noch die dafür erforderliche Versicherungen abgeschlossen hatte.

..................................................................................

Jeden Dienstagabend treffen sich die Frauen im Vereinshaus in Buchholz, um nicht nur gemeinsam zu stricken und zu häkeln, sondern auch in der Vorweihnachtszeit kleine Geschenke wie diese Weihnachtssterne zu basteln. Foto: B. Donke       

„Wir stricken unsere Socken noch selbst“
Von Bernhard Donke

 

  Frauen aus Buchholz und Umgebung stricken, nähen und basteln im Winter gemeinsam.
  Seit dem ersten Dienstag im November kommen die Frauen aus Buchholz und Umgebung wieder zu ihrem im vergangenen Jahr aus der Taufe gehobenen Kreativzirkel zusammen. Der steht unter dem Motto: „Wir stricken unsere Socken selbst“. Nun treffen sie sich wieder jeden Dienstag um 18.30Uhr im Vereinshaus des Tenne e.V. Buchholz, der Alten Schule.
  Gemeinsam bei Tee, einer heißen Zitrone oder auch einem geistreicheren Getränk stricken, häkeln und basteln sie. Die ersten beiden Treffen und sicher auch noch das kommende nutzen die Frauen vorerst, um Weihnachtssterne zu basteln. „Mir macht die ganze Sache sehr viel Spaß und so freue ich mich schon auf die weiteren Treffen“, sagt Monika Koppe und Veronika Gleisenberg stimmt ihr da mit den Worten zu: „Ich freue mich schon lange wieder auf diese gemütlichen Stunden hier mit den Frauen. Wir stricken und basteln ja nicht nur zusammen, sondern reden auch miteinander und tauschen uns in allen Fragen und Bereichen des Lebens aus. Das ist genauso wichtig wie das handwerkliche Arbeiten“.
  Wer von den Frauen oder Männern sich diesem Kreativzirkel anschließen möchte, der ist ab sofort jeden Dienstag bis zum Ende der dunklen Jahreszeit im März kommenden Jahres ab 18.30 in der „Alten Schule“ in Buchholz gern gesehen. Er sollte aber auch viel Humor und Aufgeschlossenheit mitbringen, denn es geht in dieser Frauenrunde doch recht unterhaltsam und locker zu, hieß es.

.

..................................................................................

Für Tee und Marmelade pflückt Renate Gäbler die Hagebutten in ihrem Vorgarten. Foto: B.Donke      

+++ Sächsische Zeitung, Freitag, 14. November 2008 +++


Hagebutten für Tee und Marmelade
Von Bernhard Donke

Renate Gäbler aus Arnsdorf- Hilbersdorf macht sich noch die Arbeit mit dem Pflücken roter Früchte.
  Überall, wenn man sich zur Herbstzeit umschaut, sieht man die rotleuchtenden Früchte der Heckenrose (Rosa canina), die Hagebutten. Als Grundstoff für die Marmeladen und Konfitüreherstellung wird die rote Frucht auch sehr von den Hausfrauen zur Bereicherung des morgendlichen Frühstückstischs geschätzt. Daher werden die roten Früchte auch gern gesammelt und aufgearbeitet. So macht sich auch Renate Gäbler aus Arnsdorf-Hilbersdorf noch die Arbeit mit dem Pflücken der roten Früchte, was nicht immer einfach ist. „Denn Stacheln der Heckenrose sind spitz und hart und man sollte es meiden, mit ihnen in direkte Berührung zu kommen“, rät die Sammlerin.
  Zumal das Entkernen der Hagebutte auch nicht jedermanns Sache ist, da die Kerne einen starken Juckreiz verursachen. Schließlich wurde in vergangenen Zeiten das Juckpulver aus ihnen hergestellt.
  Renate Gäbler hat es einfach. Bei ihr wachsen die Hagebutten im Vorgarten ihres Grundstückes. Nach dem Pflücken werden die Früchte entkernt und getrocknet und so für Hagebuttentee oder auch verschiedene Teemischungen oder zu Marmelade verarbeitet.
  „Wer aber weiß, wie gut der Tee der Hagebutte schmeckt und heilsam wirkt und wie vorzüglich die Marmelade aus Hagebutten mundet, der kann es nicht lassen und nimmt die Arbeit auf sich“, sagt die Hausfrau und fügt noch hinzu: „Die Hagebutte ist seit altersher wegen ihres hohen Vitamin-C-Gehaltes ein beliebtes Heilmittel und Hausmittel.“ Aber auch Weinkenner wissen auch aus den roten Früchten einen vorzüglichen Wein aufzusetzen und zu keltern.

.................................................................................

Sechs Stellen für Ein-Euro-Jobber in der Gemeinde Vierkirchen
Von Bernhard Donke
 Sechs Leute haben ihre Arbeit als Ein-Euro-Jobber in der Gemeinde Vierkirchen begonnen. Bürgermeister Horst Brückner informierte darüber den Gemeinderat am Montag. Die Maßnahme läuft bereits seit vergangenem Mittwoch und ist befristet bis zum 4.Mai nächsten Jahres.
 Sechs Ein-Euro-Jobs sind bisher genehmigt worden, von denen fünf bereits in einer Maßnahme durch die Ostsächsische Dienstleistungs- und Strukturgesellschaft (ODS) mit Sitz in Görlitz beschäftigt werden. Eine Person hat die Maßnahme bisher noch nicht angenommen.
  Darüberhinaus wurde im Gemeinderat auch die Anfrage des Fremdenverkehrsvereins beantwortet. Er bittet um die Bereitstellung von werbeträchtigen Fotos aus den Ortsteilen von Vierkirchen, um die Gemeinde besser touristisch ins Spiel zu bringen. Gemeinderat und Bürgermeister wollen das Vorhaben unterstützen. (bd).

..................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Donnerstag, 13. November 2008 +++


Straßen werden instand gesetzt

Von Bernhard Donke

Vierkirchen. Die vier kleinen Straßenabschnitte in Vierkirchen, die neu asphaltiert werden sollen, sind vom Gemeinderat inzwischen vergeben. Dabei handelt es sich um die Teilstücke der Lindenallee in Arnsdorf, die die Umgehungsstraße Arnsdorf-Karlsdorf verbindet, die Verbindungsstraße Heideberg-Krobnitz und die Dorfstraße in Tetta. Laut Beschluss des Gemeinderates sind die Straßen an die Hohendubrauer Firma Peter Soldan GmbH zur Erneuerung der Decklagen vergeben worden. Die Gesamtsumme der Straßenbaumaßnahme beträgt 156250 Euro.

..................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Mittwoch, 12. November 2008 +++


Dem Straßenbau zugestimmt

Von Bernhard Donke

 

Vierkirchen. Der Gemeinderat Vierkirchen stimmte in seiner Sitzung am Montag dem Ausbau der Staatstraße 122 in der Ortslage Melaune zu. Damit kann die Straße durch den Ort erneuert werden. Außerdem erfolgte die Vergabe von Planungsleistungen zum Schwarzdeckenprogramm, das in diesem Jahr noch abgearbeitet werden soll.

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Sonnabend, 8. November 2008 +++


Polizeibericht

Opel kann Zusammenstoß mit Reh nicht verhindern

Döbschütz.
Eine 50-jährige Frau befuhr am Donnerstagabend gegen 19 Uhr mit ihrem Opel die S124 von Döbschütz in Richtung Reichenbach, als plötzlich zwei Rehe über die Fahrbahn rannten. Die Fahrerin konnte einen Zusammenstoß mit einem der Rehe nicht mehr verhindern. Am Pkw entstand ein Sachschaden von rund 750 Euro. Das Tier jedoch flüchtete auf das angrenzende Feld.

..................................................................................

Die Zimmerer Martin Gläser (l.) und Oliver Bergel von der GMV Dachbau GmbH aus Melaune setzen die Sattelbinder für den Dachstuhl auf. Foto: B. Donke      

+++ Sächsische Zeitung, Mittwoch, 5. November 2008 +++


Umkleideraum für Tettaer Feuerwehrleute
Von Bernhard Donke

 

  Durch Umbau sollen sich die Bedingungen für das Abstellen der Technik und die Arbeitsbedingungen der Kameraden verbessern.
  Schon seit Jahren entspricht das Gerätehaus der Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Buchholz/Tetta, das in den 1960er Jahren erbaut wurde, nicht mehr den heutigen Ansprüchen. „Deshalb beschloss der Gemeinderat Vierkirchen, diesem Mangel ein Ende zu setzten“, sagt Bürgermeister Horst Brückner. Den Beschluss zum Um- und Ausbau des Gerätehauses wurde aber noch vor seinem Amtsantritt durch den Bürgermeister Andreas Nedo gefasst. Mit Einbeziehung und deren Vorstellungen wurde durch das Planungsbüro Steffen Böttger aus Malschwitz ein Projekt erstellt. Dieses sieht vor, das aus Asbest bestehende Dach des Hauses durch eines aus Dachziegeln zu ersetzen. Das Gebäude erhält außerdem einen Anbau, der einen 33 Quadratmeter großen Umkleideraum für die Kameraden beherbergen wird und zusätzlich auch noch einen zwölf Quadratmeter großen Funktionsraum für die Wehrleitung.
  Der Abstellraum für die Technik der Wehr wird mit dem Anbau auch um 36,5 Quadratmeter erweitert. Zusätzlich sollen die Heizungs- und Sanitäranlagen und der Fußboden der rund 70 Quadratmeter großen Abstellhalle für die Technik erneuert werden. „Auch an den Außenanlagen sollen Veränderungen vorgenommen werden, um das gesamte Gebäude attraktiver zu gestalten. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 188000 Euro“, ergänzt der Bürgermeister. 140000 Euro davon sind als Fördermittel vom Land bewilligt. „Doch auch die Kameraden werden einige Arbeiten selbst ausführen und so auch ihren Teil zum Ausbau des Gerätehauses beitragen. Anfang Oktober begannen die Arbeiten durch die Handwerker aus der Region und sie sollen zu Beginn des kommenden Jahres abgeschlossen sein.

..................................................................................

Jeden Dienstag probt der Kirchenchor von Nieder Seifersdorf und Arnsdorf im Pfarrhaus Nieder Seifersdorf. Darunter ist auch schon mal das erste Weihnachtslied. Geleitet wird der Chor von Kantorin Hannelore Schulz. Foto: SZ/Steffen Gerhardt      

+++ Sächsische Zeitung, Mo, 3. November 2008 +++


Vierkirchener Chor feiert in seinen Liedern schon Weihnachten
Von Claudia Neubert

 

  Der Kirchenchor singt vor allem traditionelle Lieder. Manchmal gibt es etwas Ausgefallenes.
  Der Dienstagabend ist für die Chormitglieder von Nieder Seifersdorf seit Jahrzehnten reserviert. Seit 50 Jahren ist auch die Chorleiterin und Kantorin jede Woche dieselbe: Hannelore Schulz singt dienstags mit den Nieder Seifersdorfern und den Arnsdorfern, jeden Montag fährt sie zur Probe nach Buchholz. „Zu Konzerten treten dann aber alle 30 Sänger gemeinsam auf“, erklärt die 68-Jährige. Das Repertoire ist breit gefächert: Deutsche Volkslieder und lateinische Kirchenlieder oder auch einen afrikanischen Lobgesang haben die Sänger im Programm. „Für einen Reisebericht über Afrika haben wir extra ein Volkslied aus Ghana einstudiert“, verrät Hannelore Schulz. „Tuma mina – Lobet Gott“ habe einfach besser zu dem Diavortrag im Gewandhaus von Diehsa gepasst als ein Kirchenlied auf Deutsch. So bunt wie das Repertoire ist auch der Chor selbst gemischt. Annelies Herrmann ist mit 80 Jahren die älteste Sängerin und schon so lange dabei wie Hannelore Schulz. Das jüngste Chormitglied ist 34 Jahre. Ob Geburtstag, Hochzeit, Erntedankfest oder Beerdigung, der Chor ist in den umliegenden Gemeinden ein gern gesehener Gast.
          Mitsänger gesucht
  Das Ensemble ist stimmlich gut ausgerüstet: Sopran und Alt, jeweils drei Männer sorgen für Tenor und Bass. „Wir freuen uns aber über jeden neuen Mitsänger“, betont die Leiterin. Man kennt sich gut, vor Beginn der Probe ist der kleine Raum im Pfarrhaus von den neuesten Erlebnissen der letzten Woche erfüllt.
          Lauter Seufzer ist Ritual
  Kaum hat Hannelore Schulz aber die ersten roten Texthefte ausgeteilt, erstirbt das Geschnatter. „Warum, warum, warum, na ja, na ja, na ja“, hallt es von den Wänden wieder. Das Einsingen mit diesen Worten ist ein festes Ritual, ebenso wie der laute Seufzer am Schluss. „Damit fallen alle Sorgen des Tages von uns ab“, erklärt die Kantorin.
  Dann werden knapp zwei Stunden lang alte und neue Lieder geprobt. Für den nächsten Auftritt am 5. Oktober zum Erntedankfest in Nieder Seifersdorf sitzt das Programm schon.
  Die 400 Jahre alte Volksweise „Tanzen und Springen“ stellt die Leiterin hingegen erst beim dritten Versuch richtig zufrieden. Je nach Jahreszeit und Kirchenfesten verändert Hannelore Schulz das Programm.
  Und so wird auch für Weihnachten schon im September geprobt. Das neue Lied „Heilig, heilig, heiliges Paar“ muss schließlich bis zum Weihnachtskonzert am 29. November sitzen.

..................................................................................

Nachrichten

Volvofahrerin rammt Brückenpfeiler

Waldhufen. Freitagnacht, gegen 23.40 Uhr fuhr eine 44-jährige Volvofahrerin auf der S122 aus Nieder Seifersdorf kommend, in Richtung Melaune. Kurz nach der Autobahnauffahrt Nieder Seifersdorf fuhr sie nach rechts von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Pfeiler der Autobahnbrücke. Die Verursacherin wurde im Fahrzeug eingeklemmt und schwer verletzt.

..................................................................................

O k t o b e r   2 0 0 8

Martha Kliemt (links) und Judith Schmidt spielten die Franzi und die Susi im Film der Jugendscheune. Foto: Bernhard Donke      

+++ Sächsische Zeitung, Donnerstag, 30. Oktober 2008 +++


Kinder drehen einen Film in den Herbstferien
Von Bernhard Donke

 

  Die Uraufführung fand jetzt vor Eltern und Freunden in der Jugendscheune statt. Bald wird der Streifen im Landkino Arnsdorf gezeigt.
  In der Jugendscheune Melaune herrschte an einem Abend dieser Tage ein großes Begängnis. Vier anstrengende Drehtage für ihr Filmprojekt (SZ berichtet) in Buchholz, Melaune und Arnsdorf lagen da schon hinter den Ferienkindern. Noch am selben Nachmittag hatten Tobias Walzok und Gerd Neumann mit den 23 Darstellern die letzten Szenen zu ihrem Film „Kainer hat nicht’s gesehen“ in den Kasten gebracht. Nun sollte noch kurz vor der Uraufführung vor Eltern und Freunden in der „Alten Wassermühle“ in Melaune der Filmschnitt vorgenommen und teilweise der Film synchronisiert werden.
          Filmschnitt in letzter Minute
  Das dies nicht vollständig gelungen war, dafür entschuldigte sich Tobias Walzok mit herzlichen Worten vor der sehr zahlreich erschienenen Zuschauerkulisse. Während sich die jungen Darsteller die Zeit vor der Uraufführung mit Spiel und Spaß vertrieben, hatten Martha Kliemt (10) und Judith Schmidt (8), die jungen Hauptdarstellerinnen des Films, schon heftiges Herzklopfen vor der Premiere.
 Martha spielt im Film, dessen Handlung auf die biblische Geschichte von Kain und Abel zurückgreift und durch Tobias Walzok und Gerd Neumann in eine moderne Fassung gebracht wurde, die Franzi. Sie fühlt sich von Schulkameraden und Lehrern unrecht behandelt und begeht daraufhin einen folgenschweren Fehler. Judith spielt im Film die von allen geliebte Freundin, die man gern zum Spielen einlädt. Die aber am Filmende aber genauso Opfer wird, wie Abel in der biblischen Geschichte durch Kains Eifersucht und Neid.
  Die filmische Handlung wird durch Zeichentrickszenen, die Gerd Neumann mit den Kindern in Szene setzte, eindrucksvoll unterstrichen. Genauso wie die Nahaufnahmen von Franzi alias Martha Kliemt, die eindrucksvoll die seelischen Schmerzen zeigt.
  Der Film ist demnächst, wenn er den richtigen Schnitt hat und synchronisiert ist, auch im Landkino im Pfarrhof Arnsdorf zu sehen.
  Matthias Walzok und Gerd Neumann möchten sich bei allen Personen, Instituten und Sponsoren die mit dazu beitrugen, dass dieser Film entstehen konnte, aufs Herzlichste bedanken. „Für die Kinder waren diese Tage sicher sehr abwechslungsreich, spannend und lehrreich. Zum ersten Mal haben sie selbst erlebt und konnten dabei auch mitwirken wie ein Film entsteht“, sagte Tobias Walzok.

..................................................................................

Eckehard Radisch zeigt in der Alten Wassermühle in Melaune einige seiner gesammelten Exponate zur Elektrifizierung. Foto: B. Donke     

+++ Sächsische Zeitung, Mittwoch, 29. Oktober 2008 +++


Verband tagt heute

 

Waldhufen/Vierkirchen. Heute Abend, 19.30Uhr, tagt die Verbandsversammlung des Abwasserzweckverbandes Schwarzer Schöps in der Gemeindeverwaltung Melaune. Nach der Bürgerfragestunde geht es um den Abschluss eines Ingenieurvertrages für die geforderte Kostenvergleichsrechnung. Erst danach sind Fördermittel für den weiteren Ausbau des Abwassernetzes in Arnsdorf-Hilbersdorf und Teilen von Nieder-Seifersdorf und Jänkendorf zu erwarten. Dem Verband gehören die Gemeinden Waldhufen und Vierkirchen an. (SZ/tt).

 

..................................................................................

Als der Strom nach Melaune kam
Von Bernhard Donke

 

Die Elektrifizierung und Stromerzeugung in Melaune und Döbschütz vor 99 Jahren zeigt eine Ausstellung in der Mühle.
  Eckehard Radisch hat im Vereinshaus des Heimatvereins Döbschütz/Melaune e.V. in der „Alten Wassermühle“ am Burgberg in Melaune zur Zeit eine kleine Ausstellung über die Elektrifizierung von Melaune und Döbschütz und der Stromerzeugung in der Melauner Wassermühle vor 99 Jahren zusammengetragen.
  So kann der Betrachter nicht nur Elektrogeräte aus dem beginnenden 20.Jahrhundert, die von den Melauner und Döbschützer Bürgern um 1909 benutzt wurden, bestaunen. Der Besucher hat auch die Möglichkeit, alte Dokumente die von der ersten Stromerzeugung in der Wassermühle zeugen, zu studieren und zu lesen. (bd)
 

Wer die Ausstellung besichtigen möchte, sollte sich vorher unter Telefon 035827/70403 anmelden.

..................................................................................

Monika Kretschmer (Foto oben) zeigte auf dem Markt mit einer Handpresse, wie man aus Äpfeln frischen Saft presst. Rainer Wiedemann ist zufrieden mit der Kostprobe vom Sauerkraut, die ihn Rosemarie Radisch und Sabina Thiel reichen. Agata Wolak (im unteren Foto) aus der polnischen Partnergemeinde war mit verschiedenen Textil- und Folkloreprodukten zum Herbstmarkt gekommen. Fotos: B. Donke

+++ Sächsische Zeitung, Dienstag, 28. Oktober 2008 +++


Gefragtes Sauerkraut und Schlachtefleisch
Von Bernhard Donke

  Das Gelände um das Vereinshaus „Alte Wasser-Mühle“ in Melaune hat sich am Sonntag in einen kleinen Marktplatz verwandelt. Um Verkaufsbuden und Stände drängen sich die Leute. Mal riecht es nach frischen Weiß- und Sauerkraut, das Rosemarie Radisch und Sabina Thiel anbieten, dann wieder nach Apfelsaft, den Monika Kretschmer mittels Handpresse aus den Äpfeln heraus presst. Am Stand der Landfrauen Melaune duftet es nach frischgebackenen Kartoffelpuffern und beim Fleischermeister Jakob riecht es nach Hausgeschlachteten, dass einem das Wasser im Mund zusammenläuft. Im großen Versammlungsraum des Vereinshauses hat Agata Wolak aus der polnischen Partnergemeinde von Vierkirchen, Jezow Sudecki, ihren Stand mit selbstgefertigten Folkloreartikeln aufgebaut. Wir sind sehr glücklich, dass wir hier dabei sein dürfen“, sagt die junge Polin. Es herrscht also ein buntes und unterhaltsames Markttreiben, das von den Blasmusikern der Melauner Feuerwehrkapelle musikalisch umrahmt wurde.
          Heimatstube öffnete
  Oben im Gebäude führt Eckhard Radisch die Besucher durch die Heimatstube und nebenan fertigen Kinder unter Anleitung von Vereinsmitgliedern bunte Drachen an. Überall also zufriedene Gesichter, auch an den dicht umlagerten Essständen, wo man sich das vielfältige Speisenangebot schmecken lässt. Dem Markttreiben schaut auch Herbert Riedel mit sehr zufriedener Miene zu. Der Vorsitzende des Heimatvereins Döbschütz/Melaune e.V. und seine Mitstreiter vom Verein sind als Veranstalter zufrieden mit der Resonanz zum 1.Melauner Herbstmarkt. „Angesichts der vielen Besucher, die sich hier zum Markt eingefunden haben, können wir nur zufrieden sein. Ich denke, die Anstrengungen aller Vereinsmitglieder und freiwilligen Helfer haben sich gelohnt. Über eine Wiederholung im kommenden Jahr können wir da schon mal laut nachdenken“, sagt der Vereinsvorsitzende.
  Die Besucher kamen aus der ganzen Region von Görlitz, Niesky und Bautzen, um zu kaufen oder einfach nur mal um sich umzuschauen. So wie das Görlitzer Ehepaar Eva und Rainer Wiedemann, die sich eine Kostprobe am Sauerkrautstand haben geben lassen. „Es ist sehr würzig und schmeckt auch sehr gut, aber etwas mitzunehmen, das lohnt sich für uns nicht. Die Woche über wird, weil wir beide berufstätig sind, nicht gekocht“, sagen die beiden Görlitzer.
          Mit Hausschlachtung versorgt
  Dagegen haben sich Ruth und Hans Büttner aus Groß Radisch mit Hausgeschlachteten und natürlich auch frischem Sauerkraut auf dem Markt versorgt und sind gerade auf den Nachhauseweg. „Wir sind zufrieden und es hat uns sehr gefallen hier. „Wir finden, dass dieser Markt eine sehr gute Idee für das Dorf ist. Gekauft haben wir natürlich Sauerkraut und Hausgeschlachtetes“, sagen die beiden Senioren bevor sie in ihr Auto steigen.

..................................................................................

Auch den beiden jüngsten Teilnehmerinnen, Doreen auf Pony Kobold und Caroline auf Sammy (vorn), macht die Freizeireiterjagd Spaß. Foto: Bernhard Donke     

+++ Sächsische Zeitung, Montag, 27. Oktober 2008 +++


Little Pony Ranch in Gebelzig beendet die Reitsaison
Von Bernhard Donke

 

  Es war noch ganz schön kalt, und der letzte Reif über der Wiese vor „Liebigs Gasthof“ in Gebelzig konnte sich am Sonnabendvormittag noch gegen die ersten Sonnenstrahlen behaupten. Dick und warm eingepackt warteten die Freizeitreiter der Little Pony Ranch aus Gebelzig und ihre Gastreiter auf das Startzeichen von Master Simone Pinkert, um zur Freizeitreiterjagd 2008 aufzubrechen. Es war das letzte große Ereignis der Freizeitreiter der Pony Ranch in dem nun langsam zu Ende gehenden Jahr, zu dem der Ponyhof eingeladen hatte.
  Nachdem der Master die Regeln und Verhaltensweisen für dieses Unternehmen vorgelesen hatte, ging es los: auf dem historischen Groß Saubernitzer Schulweg von Gebelzig nach Sandförstgen durch den „Gröditzer Busch“ über Gröditz -Bahnhof und die Wuischker Mühle, durch die Weißenberger Scala immer entlang des „Löbauer Wassers“ Richtung Buchholz. Auf dem Ferienhof Leubner wurde Rast gemacht. Beim Mittagessen stärkten sich Mann, Frau, Kind und Ross, ehe der Ritt weiter über die Autobahnbrücke an den Grenzsteinen vorbei ging, die einst Sachsen und Preußen trennten, weiter in Richtung Jerchwitz und von dort zurück zum Ausgangspunkt des Rittes nach Gebelzig.
          Kleine Jagd zum Schluss
  Hier angekommen, wurde aus dem Freizeitritt dann doch noch eine kleine Jagd, bei der es galt, den Fuchsschwanz zu erhaschen. Das beherrschte Angelique Schenke aus Rotkrescham auf Brisko am besten und holte sich die Trophäe als bester Freizeitjagdreiter.
  „Es war eine sehr schöne Freizeitjagd bei herrlich-sonnigem Wetter. Es ging durch eine wechselvolle, aber immer wunderbar herbstlich-bunte Landschaft. Ich denke, wir haben alle, ob Ross oder Reiter, sehr viel Freude daran gehabt“, sagte am Ende der Freizeitreiterjagd Conny Willrich aus Görlitz.

..................................................................................

Sabine Rissmann vom Tenne-Verein hilft beim Betreuen der Fotoausstellung von Manja Zumpe mit.Foto: B. Donke    

+++ Sächsische Zeitung, Freitag, 24. Oktober 2008 +++


Buchholzer Bilder in der Kirche
Von Bernhard Donke

Hobbyfotografin stellt in den Logenräumen ihre Arbeiten aus.

  Eine Fotoausstellung der 1978 in Görlitz geborenen und in Buchholz aufgewachsenen Hobbyfotografin Manja Zumpe ist derzeit in den Logenräumen der Buchholzer Kirche zu sehen. Die Ausstellung trägt den Namen „Buchholz – meine Heimat – deine Heimat“. Sie kann täglich bei offener Kirche von 8 bis 18 Uhr besichtigt werden. Sollte das Gotteshaus verschlossen sein, bitte im Pfarrhaus nebenan nach dem Schlüssel fragen.
          Bindung zur Heimat
  Mit der Ausstellung will die seit 2004 in Dresden wohnende Hobbyfotografin ihre Bindung zu ihrem Heimatort veranschaulichen. Gleichzeitig soll der Betrachter den Reiz und die Naturschönheiten sowie die hier lebenden Menschen neu entdecken. Die witzigen Untertitel für die Fotos tragen zum besonderen Reiz der Ausstellung bei. „Außerdem hat Manja Zumpe viele noch nicht so bekannte Winkel und Ecken im Ort auf ihre Art und Weise aufgespürt und fotografiert“, sagt Sabine Rissmann vom Tenne-Verein in Buchholz. Der Verein hat die Ausstellung mit organisiert und betreut diese, weil Manja Zumpe ja in Dresden lebt.
  „Wir und da spreche ich sicher im Namen aller 600 Einwohner von Buchholz-Tetta sind stolz auf diese Ausstellung“, fügt Katharina Tobias, ebenfalls vom Tenne-Verein, hinzu. „Die Hobbyfotografin hat es sehr gut und deutlich verstanden, auf ihren Fotos die warmen Töne und für uns ortstypischen Merkmale besonders hervorzuheben.“
  Es ist bereits die dritte Ausstellung, die in den Logenräumen der Kirche in diesem Jahr stattfindet. Auch für nächstes Jahr gibt es schon Ausstellungs-Pläne.
          Neue Pläne
  Die erste soll im Mai, die zweite zum Gemeindefest im Juni und die dritte zum Tag des offenen Denkmals eröffnet werden. „In allen unseren bisherigen und auch kommenden Ausstellungen wollen wir Laien- und Hobbykünstlern die Chance geben, sich hier, in der Öffentlichkeit vor einem breiten Publikum zu präsentieren“, sagt Katharina Tobias. Die Themen für die kommenden drei Ausstellungen stehen noch nicht fest. Auf alle Fälle soll es wieder interessant und abwechslungsreich werden.

..................................................................................

Die jungen Filmemacher bei den Dreharbeiten in Melaune. Foto: Bernhard Donke    

+++ Sächsische Zeitung, Mittwoch, 22. Oktober 2008 +++


Laiendarsteller sehen sich morgen erstmals auf der Leinwand
Von Bernhard Donke

 

Kinder und Jugendliche drehen einen Film über zwei begabte, aber sehr verschiedene Mädchen.
  Seit Sonntag findet in Melaune eine Freizeitrüste – wie das Ferienlager der Kirche genannt wird – statt. Die Evangelische Jugendscheune ist für die 20 Kinder und Jugendlichen ein ganz besonderer Ausgangsort. Sie drehen einen Film. „Wir sind seit Sonntag fleißig dabei, dieses Vorhaben umzusetzen“, sagt Jugendwart Tobias Walzok, während er den Regieassistenten und den jungen Laiendarstellern letzte Anweisungen am Drehort in Melaune gibt. Weitere Orte des Geschehens sind Buchholz und Arnsdorf-Hilbersdorf. Die Darsteller im Film rekrutieren sich alle aus den Teilnehmern der Freizeitrüste. Der Film handelt von zwei Mädchen, die unterschiedlich begabt sind und deshalb von ihren Freunden und der Umwelt auch verschieden behandelt werden.
          Uraufführung am Donnerstag
  Teile des Films, besonders die aus der Bibel, werden als Trickfilm aufgenommen. Alles andere spielt als Realfilm in Melaune, Buchholz und Arnsdorf. Morgen besteht für die Eltern der jungen Laienschauspieler und Interessenten die Möglichkeit, diesen Film in der „Alten Wassermühle“ in Melaune während der Uraufführung anzusehen.

Doch bis dahin haben die jungen Filmemacher und ihre Laiendarsteller noch einige Drehstunden vor sich.

..................................................................................

Zum Abschied entzündete Lena Lotte Pols in der Nieder Seifersdorfer Kirche St. Ursula und St. Gallus noch einmal eine Kerze. Foto: Donke   

Angehende Pfarrerin sammelt erste Berufserfahrung
Von Bernhard Donke
 

Theologiestudentin Lena Lotte Pols absolvierte ein sechswöchiges Praktikum in Kirchen der Region.
  „Es wird für mich ein schwerer Abschied. Ich habe die Menschen hier in der Region um Nieder Seifersdorf und Arnsdorf lieben und schätzen gelernt und während meines Praktikums bei Pfarrer Andreas Fünfstück sehr viel dazugelernt, was mir bei meinen weiteren Studium sicher zugutekommen wird“, sagt Lena Lotte Pols nach ihrer Verabschiedung aus einem Praktikum während des Gottesdienstes zum Erntedankfest in der Nieder Seifersdorfer Kirche St. Ursula und St. Gallus.
          Herzlicher Empfang
  „Ich bin hier offenen Herzens empfangen worden, habe viel menschliche Wärme und Liebe von den Menschen empfangen, bei denen ich sechs Wochen lang leben durfte. Dafür bin ich allen dankbar. Dennoch freue ich mich jetzt wieder auf mein Studium in Greifswald, damit ich meinem Berufswunsch, Pfarrerin zu werden, wieder ein Stück näher komme“, fügt die 22-jährige gebürtige Berlinerin und Theologiestudentin im 6.Semester hinzu. Sechs Wochen lang hat sie, die sich erst mit neun Jahren auf eigenen Wunsch taufen ließ, hier in den von Pfarrer Andreas Fünfstück betreuten Kirchgemeinden Nieder Seifersdorf, Arnsdorf, Buchholz und Melaune ein Praktikum absolviert. „Dabei habe ich erstmals wertvolle praktische Erfahrungen mit der Kirche im ländlichen Raum sammeln können, gleichzeitig natürlich auch ein Stück der schönen Oberlausitz mit ihren wunderbaren Menschen kennen- und schätzen gelernt“, sagt sie.
          Im Berufswunsch bestärkt
  Das Praktikum soll den Studierenden einen umfassenden Einblick in das Leben, die Arbeit und Aufgaben eines Pfarrers geben. Dabei sollen sie in der Begegnung und Auseinandersetzung mit den verschiedenen Aufgabenbereichen wie Seelsorge, Organisation, Unterricht und Kulturmanagement im engeren und weiteren Sinn ihren Berufswunsch Pfarrer theologisch und persönlich kritisch reflektieren. Diese Aufgaben erfüllte Lena in den vier Kirchgemeinden, die von Pfarrer Andreas Fünfstück betreut werden, in vielfältiger Weise. „Das Praktikum hat mir wertvolle Erfahrungen für meinen späteren Beruf vermittelt und mich in meinem Wunsch gestärkt, Pfarrerin zu werden“, sagt sie abschließend.

..................................................................................

Prüfung von Brücke und Stützwänden

Von Bernhard Donke

 

Vierkirchen. Das Ingenieurbüro Geudner & Partner aus Görlitz ist derzeit in der Gemeinde unterwegs, um Bauwerke wie Brücken, Lärmschutz- und Stützwände zu prüfen. Das wird aller sechs Jahre veranlasst, um die Stand- und Verkehrssicherheit zu kontrollieren.
  Auftraggeber ist der Landkreis. Bei der Tettaer Brücke an der Kreisstraße stellte der Kontrolleur zum Beispiel einen Längsriss in der Flügelwand fest. Hier muss schnell etwas getan werden, damit sich die Flügelwand nicht absenkt.

..................................................................................

Die Aufbauarbeiten für den Herbstmarkt sind in vollem Gange. Foto: Donke      

+++ Sächsische Zeitung, Dienstag, 21. Oktober 2008 +++


Alles startklar fürs Herbstfest
Von Bernhard Donke

 

Der Heimatverein organisiert das Fest rund um die „Alte Wassermühle“.

  Nach dem Ostermarkt veranstaltet der Heimatverein Döbschütz/Melaune nun auch einen Herbstmarkt. Der findet am Sonntag statt. Nachdem Einwohner und Gäste den Ostermarkt nach Einschätzung von Vereinschef Herbert Riedel gut angenommen haben, kam bei den Mitgliedern der Gedanke auf, es doch auch einmal mit einem Herbstmarkt zu probieren. Und um die Sache auch noch etwas attraktiver zu machen, haben die Heimatfreunde nicht nur die Blasmusikanten der Feuerwehrkapelle dafür gewinnen können, sondern auch Händler aus den Partnergemeinden von Vierkirchen aus Polen und Tschechien. „Diese Händler werden vor allem mit Volkskunst aber auch regionalen Speisen teilnehmen“, sagt Herbert Riedel.
          Sauerkraut und Rübensirup
  Die Fleischerei Jakob aus Diehsa wird Schlachtspezialitäten anbieten. Mitglieder des Vereins sind mit selbst gemachtem Sauerkraut (SZ berichtete) präsent. Eine Händlerin aus Weißwasser führt vor, wie einst gebuttert wurde. „Wir vom Verein werden versuchen, Rübensirup nach alter Tradition herzustellen. Mal sehen, ob uns das gelingen wird“, fügt Herbert Riedel hinzu.
  Und so wird es auch manch andere Vorführung geben. Für frisch aufgebrühten Kaffee und selbst gebackenen Kuchen sorgen natürlich die Frauen des Heimatvereins im Vereinshaus „Alte Wassermühle“, auf dessen Gelände der Herbstmarkt stattfindet.

Herbstmarkt von 10 bis 16 Uhr rund um die „Alte Wassermühle“ in Melaune mit Händlern und Handwerkern. Die Blasmusikanten der Feuerwehrkapelle spielen von 11 bis 13 Uhr mit heiteren Rhythmen und Schlagermusik auf..

..................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Sonnabend, 18. Oktober 2008 +++


Grünes Licht für den Schulumbau

 

Vierkirchen/Waldhufen. Der Zuwendungsbescheid für den Schulumbau ist da, sagt Bürgermeister Horst Brückner. Nächste Woche trifft er sich mit den Planern, um die Zeitschiene abzustecken. Ausschreibung und Abrissarbeiten sind 2008 noch machbar. Nach vier Jahren Warten soll die zweizügige Grundschule für Vierkirchen und Waldhufen so schnell wie möglich am Mittelschulstandort in Nieder Seifersdorf gebaut werden. Der Freistaat gibt rund 1,2 Millionen Euro dazu (50 Prozent der förderfähigen Kosten). (SZ/ap)

..................................................................................

Katherina Tobias vom Tenne e.V. Buchholz zeigt das gemütlich eingerichtete Zweibettzimmer in der Buchholzer Pilgerherberge. Foto: Bernhard Donke     

+++ Sächsische Zeitung, Freitag, 17. Oktober 2008 +++


Herbstferien führen Pilger nach Vierkirchen
Von Bernhard Donke

 

Tourismus. Wer auf dem Pilgerweg nach Santiago de Compostela durch Vierkirchen kommt, kann zwischen drei Pilgerherbergen wählen
  Die erste Herberge ist der Pfarrhof in Arnsdorf. Auf sie stoßen die Pilger, wenn sie von Görlitz über Königshain eintreffen. 20 Kilometer haben sie dann hinter sich. „Die richtige Zeit also für eine Rast“, sagt Pfarrer Andreas Fünfstück. Besser Trainierte nächtigen dann meistens eine oder zwei Herbergen weiter, wie in dem vier Kilometer entfernten Herbergen in Melaune und Buchholz.
          Vorrat an Lebensmitteln
  Bei Herbergsmutter Frauke Hiemisch im ehemaligen Melauner Pfarrhof stehen drei Zimmer mit ausklappbaren Betten, einer kleinen Küche, Bad und WC für die Pilger bereit. „In der Küche haben wir einen kleinen Vorrat an Lebensmitteln bereitgestellt, damit sie sich etwas zubereiten können“, sagt Hiemisch. Beim Ansturm größerer Gruppen stehen die Betten in der Jugendscheune zur Verfügung.
  In der gut vier Kilometer weiter gelegenen Buchholzer Pilgerstätte im Vereinshaus des Tenne e.V. hält die Beherbergungsfamilie von Helmut Törne, einem Pfarrer im Ruhestand, alles bereit, um müde Pilger zu empfangen.
  In der vor wenigen Jahren sanierten und umgebauten „Alten Schule“ findet der Gast Einbettzimmer und ein Zweibettzimmer. Des weiteren stehen je nach Bedarf noch bis zu 16 Schlafmöglichkeiten auf Matratzen im gesamten Gebäude zur Verfügung. In der Küche ist der Kühlschrank stets gefüllt. Das ist auch wichtig, denn im Ort selbst gibt es weder eine Gaststätte noch eine Einkaufsmöglichkeit.
  Auch der Arnsdorfer Pfarrhof von Pfarrer Fünfstück weist zwei komfortabel ausgestattete Zweibettzimmer und etwa 13 Schlafmöglichkeiten auf Matratzen auf. Auch hier steht ein gefüllter Kühlschrank als Pilgerbox mit Lebensmitteln. Zudem können die Pilger hier, wie auch in Buchholz, ihre Wäsche waschen.
          Bisher 750 Pilger begrüßt
  „Wir empfangen in allen drei Herbergen Pilger aus allen Herrenländer Europas, die auf dem Weg nach Santiago de Compostela in Spanien sind“, sagt Fünfstück stolz. In Arnsdorf haben man schon Pilger aus Amerika, Neuseeland und Australien begrüßen können. Allein in diesem Jahr hat der Pfarrer bereits rund 750 Pilger registriert. Weitere werden mit Beginn der Herbstferien erwartet.
  Wer übrigens in einer der drei Herbergen übernachtet, erhält einen Pilgerstempel. Die Kirchen laden überdies zu stillen Andachten ein. Pfarrer Fünfstück rät den Fremden auch einen Besuch des Wasserschlosses Döbschütz oder des Schlosses Krobnitz. Die Finanzierung für Übernachtung und Verpflegung erfolgt in allen drei Herbergen auf Spendenbasis.

..................................................................................

Via-Regia-Verband bietet Nutzung der Internetseite an

Vierkirchen. Der Via Regia Landesverband Sachsen bietet der Gemeinde an, sich in seine Internetpräsentation einbinden zu lassen. Darüber wurde während der Gemeinderatssitzung informiert. Die Eigenbeteiligung liegt unter 200 Euro. Schließlich durchziehe ein Teil der Via Regia auch Buchholz in Richtung Wasserkretscham. Allerdings steht noch nicht fest, in welchem Umfang die Gemeinde das Angebot nutzen kann. Deshalb werden sich die Ratsmitglieder vorerst über die Homepage informieren, um dann noch einmal darüber zu beraten. Die Via Regia galt als eine der wichtigsten Handelsstraßen Europas im Mittelalter. (cj)

..................................................................................

David Pohl und Florian Gaertner (oben) sowie Johannes Nedo und Willy Adam (unten) gehörten mit zu den jungen Helfern. Foto: B. Donke     

+++ Sächsische Zeitung, Donnerstag, 16. Oktober 2008 +++


Mitglieder der Jungen Gemeinde helfen beim Hausputz mit
Von Bernhard Donke

 

Jugendliche unterstützen die Renovierungsarbeiten am Pfarrhaus in Melaune.
  Zurzeit wird die Dachhaut am ehemaligen Melauner Pfarrhaus erneuert. Gleichzeitig wird teilweise die Außenfassade des Gebäudes mit einem neuen Anstrich versehen. Bei diesen Arbeiten, die von der Kirchgemeinde finanziert werden, wollen auch die Jugendlichen und Mitglieder der Jungen Gemeinde nicht abseits stehen. So haben sie sich deshalb jüngst zu einem Arbeitseinsatz gemeinsam mit Jugendwart Tobias Walzok am ehemaligen Pfarrhaus, das auch die Junge Gemeinde beherbergt, getroffen. Gemeinsam ging man mit Pinsel, Bürste und Lappen dem Schmutz an Giebel, Fenster und Sims zu Leibe. Die jungen Leute reinigten sie und strichen sie im Nachgang mit Einlassgrund ein. So dass später der neue Farbanstrich besser hält und zur Geltung kommt.
  Allen sieben beteiligten Jungs und Mädchen machte die Arbeit viel Spaß und Freude. „Es ist ja auch etwas für uns, was wir hier machen und da wollen wir uns auch mit dran beteiligen“, war die einhellige Meinung der Jugendlichen.

..................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Dienstag, 14. Oktober 2008 +++


polizeibericht
 

Katze verursacht Unfall mit einem Motorrad
Melaune. Eine 42-jährige Kradfahrerin ist am Sonntag, 16.45 Uhr, mit ihrer Suzuki auf der Dorfstraße in Melaune gestürzt, weil eine Katze über die Fahrbahn rannte. Dabei verletzte sich die Fahrerin schwer.

..................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Donnerstag, 9. Oktober 2008 +++


Schwarzdecke zum Margarethenhof
Von Bernhard Donke
 

Tetta. Die Straße von Tetta nach Margarethenhof hat eine neue Schwarzdecke bekommen. Mitarbeiter der Firma Peter Soldan aus Weigersdorf haben sie aufgebracht und stellen auch noch die Bankette her. Danach kann der Verkehr wieder rollen.

..................................................................................

Hier wird Kraut selbst gemacht
Von Bernhard Donke

Zum Herbstmarkt Ende Oktober gibt es frisches Sauerkraut zu kaufen.
  Es riecht scharf nach frischem Weißkraut in der Garage von Familie Thiel. Sabina Thiel hobelt hier ihren Jahresvorrat an Sauerkraut für die Familie. Das sind 30 Kilogramm Kohl. Dazu nimmt sie das im Handel recht günstig erhältliche Kraut, das sie mittels Hobel über einer Zinkwanne in feine Streifen schneidet. Diese stopft, presst und stampft sie mit der Faust schichtweise in eine Steingutkruke und gibt immer wieder Salz auf die einzelnen Lagen. Das Rezept hat die Döbschützerin von ihrer Großmutter. „So, wie sie es einst herstellte, schmeckt es uns auch heute noch“, sagt Sabina Thiel. „Außerdem weiß man, was man im Topf hat, und preisgünstig ist es allemal.“ Für den 26. Oktober, an dem der Heimatverein Döbschütz/Melaune rund um die „Alte Wassermühle“ einen Herbstmarkt veranstaltet, hat Sabina Thiel weitere 40 Kilogramm Kraut eingehobelt. Es soll neben anderen selbst gemachten Sachen verkauft werden. Zum Herbstmarkt werden auch polnische und tschechische Partner von Vierkirchen mit ihren Waren erwartet.

..................................................................................

Ein richtiges kleines olympisches Feuer entfachten die Grundschüler auf ihrem Schulhof. Foto: Bernhard Donke   

+++ Sächsische Zeitung, Mittwoch, 8. Oktober 2008 +++


Grundschule veranstaltet Olympische Spiele
Von Bernhard Donke
 

Wie bei den richtigen Olympischen Spielen haben die Grundschüler in Buchholz ihre olympischen Tage ganz feierlich eröffnet – mit Feuer und allem , was dazugehört.
  Die Schüler marschierten, die Flaggen der teilnehmenden Länder vorantragend, auf den Schulhof und nahmen die Wünsche ihrer Schulleiterin Gudrun Koch für faire und schöne Wettkämpfe aufgeregt entgegen. Dann brachten vier Fackelträger das Olympische Feuer beim Klang der Olympischen Hymne auf den Schulhof und entzündeten es. Die Olympiafahne wurde entrollt und Gemeinderat Sven Koch eröffnete als Stellvertreter des Schirmherren, dem Bürgermeister der Gemeinde Vierkirchen, Horst Brückner, die Olympischen Tage an der Grundschule.
  Auch der Eid fehlt nicht Der Eid, der jeden Schüler zum sportlich fairen Wettkampf verpflichtet, wurde laut von einer Schrifttafel, die für alle Schüler gut sichtbar hochgehalten wurden, vorgelesen. Während dieser beiden Tage sollten sich die Schüler nicht nur intensiv mit den Olympischen Gedanken vertraut machen, sondern auch gleichzeitig die Geschichte Olympias kennenlernen und ihre Kräfte im sportlich fairen Wettkampf messen. Der Einfluss von Olympia in China in diesem Jahr war da noch deutlich zu spüren. „Nicht der Sieg, sondern die Teilnahme ist entscheidend“, ermunterte die Schulleiterin die Kinder. Die Gemeinde Vierkirchen ließ der Grundschule zur Unterstützung der Veranstaltung auch eine kleine Geldspende zukommen.
  Die Schüler der Grundschule waren bei ihren Olympischen Tagen nicht nur sportlich aktiv, sondern befassten sich auch mit der Geschichte Olympias und fertigten dazu kleine Forschungsarbeiten an. Beim Olympischen Sechskampf – bestehend aus Minimarathon, Zielwurf, Hürdenlauf, Slalomlauf, Flatterballwerfen und Weitsprung – mussten sie dann aber doch so richtig zeigen, was sie drauf haben. Auch wenn die Schulleiterin versichert hatte, dass die Teilnahme das Wichtigste sei.

..................................................................................

Tanz zum Erntedank und Abschluss der Landkino-Saison 2008 am vergangenen Sonnabend in Arnsdorf. Foto: Christian Suhrbier   

+++ Sächsische Zeitung, Montag, 6. Oktober 2008 +++
 

Bilanz: Eine gute Kinosaison im Landkino ist vorüber

 

Nach den knapp 30 Kino-Vorstellungen in der in der Pfarrhofscheune Arnsdorf wurde am Sonnabend getanzt.
  Die Landkino-Saison ist offiziell zu Ende. Die Pfarrhofscheune, wo die Filme liefen, war am Sonnabend Tanzfläche. Die Evangelische Kirchengemeinde veranstaltete hier ihren Erntetanz mit der „Trio-Diskothek“. Europäische Folkmusik zum Zuhören und Mittanzen bot die Gruppe „HolterdiPolka“. Zu vorgerückter Stunde war die Veranstaltung gut besucht, „so gut wie unsere Kino-Abende“, resümierte Andrea Gloger vom Verein für Kirchenbau und Dorfgeschichte.
  „Die zehnte Saison war wieder eine gute, eine sehr gute“, lautet ihr Fazit. Man habe die richtige Linie gefunden. Bewährt habe sich das relativ kompakte Programm im Juni und Juli sowie von August bis September das Montagskino. Erfreut ist der Verein darüber, dass sich die Zahl der Besucher in der Saison insgesamt bei 1500 eingepegelt hat und bei jeder Vorstellung auch neue Gäste dazugekommen sind. „Langsam kommen wir an unsere Grenzen.“ Mehr Veranstaltungen als bisher werde es nicht geben.
  Zwischen 30 und 40 Mitstreiter organisieren alles in allem das Landkino. Der Aufwand für jede Kinovorstellung ist groß. Pro Abend seien acht bis zehn Leute mit von der Partie, Freiwillige vom Dorfgeschichtsverein und aus dem Ort ebenso wie Mitarbeiter der Kirchgemeinde, erzählt Andrea Gloger. Für erwähnenswert hält sie, dass die Verbindung zur Defa-Stiftung gehalten hat. In diesem Jahr war das Defa-Stiftungsteam in Arnsdorf und hat mit den hiesigen Kinoorganisatoren das Jubiläum „Zehn Jahre Landkino“ gefeiert.
  Auch in diesem Jahr gibt es außerhalb der Saison noch einen Höhepunkt: Im Dezember das traditionelle „Klapperkino“ auf dem Pfarrhof in Arnsdorf. „Dick eingepackt werden die Besucher zum zweiten Mal diesen Spaß genießen“, freut sich Andrea Gloger, Vorsitzende des Vereins für Kirchenbau und Dorfgeschichte. (SZ/cm).

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Donnerstag, 2. Oktober 08 +++

 

Chansons bei Kerzenschein am Montagabend
Arnsdorf-Hilbersdorf
. „Und was ich noch sagen wollte“ – unter diesem Motto singt Sigurd Rentz, der Liederpoet mit den sanften Tönen, am Montag, dem 6. Oktober, 19.30 Uhr in der Dorfkirche. „Das ist ein besonderes Dankeschön an die Glieder der Arnsdorfer Kirchengemeinde und eine Gelegenheit für alle, einzutauchen in die Welt der Musik und einfühlsamen Texte“, sagt Pfarrer Andreas Fünfstück.
  Rentz kommt nach Arnsdorf, um ein paar Tage auszuspannen und sich gleichzeitig einspannen zu lassen. Über 60 Chansons hat Sigurd Rentz komponiert und getextet, dazu 15 Gedichte von Erich Kästner gekonnt vertont. Gerade erschien seine zweite CD „Blick ins Wunderland“. (cj).

..................................................................................

Jeden Dienstag probt der Kirchenchor von Nieder Seifersdorf und Arnsdorf im Pfarrhaus Nieder Seifersdorf. Darunter ist auch schon mal das erste Weihnachtslied. Geleitet wird der Chor von Kantorin Hannelore Schulz (rechts). Foto: SZ/Steffen Gerhardt 

+++ Sächsische Zeitung, Mittwoch, 8. Oktober 2008 +++


Chor feiert in seinen Liedern schon Weihnachten
Von Claudia Neubert

 

Der Dienstagabend ist für die Chormitglieder von Nieder Seifersdorf seit Jahrzehnten reserviert. Seit 50 Jahren ist auch die Chorleiterin und Kantorin jede Woche dieselbe: Hannelore Schulz singt dienstags mit den Nieder Seifersdorfern und den Arnsdorfern, jeden Montag fährt sie zur Probe nach Buchholz.
  „Zu Konzerten treten dann aber alle 30 Sänger gemeinsam auf“, erklärt die 68-Jährige. Das Repertoire ist breit gefächert: deutsche Volkslieder und lateinische Kirchenlieder oder auch einen afrikanischen Lobgesang haben die Sänger im Programm. „Für einen Reisebericht über Afrika haben wir extra ein Volkslied aus Ghana einstudiert“, verrät Hannelore Schulz. „Tuma mina – Lobet Gott“ habe einfach besser zu dem Diavortrag im Gewandhaus von Diehsa gepasst als ein Kirchenlied auf Deutsch.
  So bunt wie das Repertoire ist auch der Chor selbst gemischt. Annelies Herrmann ist mit 80 Jahren die älteste Sängerin und schon so lange dabei wie Hannelore Schulz. Das jüngste Chormitglied ist 34 Jahre. Ob Geburtstag, Hochzeit, Erntedankfest oder Beerdigung, der Chor ist in den umliegenden Gemeinden ein gern gesehener Gast.
          Lauter Seufzer ist Ritual
  Das Ensemble ist stimmlich gut ausgerüstet: Sopran und Alt, jeweils drei Männer sorgen für Tenor und Bass. „Wir freuen uns aber über jeden neuen Mitsänger“, betont die Leiterin. Man kennt sich gut, vor Beginn der Probe ist der kleine Raum im Pfarrhaus von den neuesten Erlebnissen der letzten Woche erfüllt. Kaum hat Hannelore Schulz aber die ersten roten Texthefte ausgeteilt, erstirbt das Geschnatter. „Warum, warum, warum, na ja, na ja, na ja“, hallt es von den Wänden wieder. Das Einsingen mit diesen Worten ist ein festes Ritual, ebenso wie der laute Seufzer am Schluss. „Damit fallen alle Sorgen des Tages von uns ab“, erklärt die Kantorin. Dann werden knapp zwei Stunden lang alte und neue Lieder geprobt. Für den nächsten Auftritt am 5. Oktober zum Erntedankfest in Nieder Seifersdorf sitzt das Programm schon. Die 400 Jahre alte Volksweise „Tanzen und Springen“ stellt die Leiterin hingegen erst beim dritten Versuch richtig zufrieden. Je nach Jahreszeit und Kirchenfesten verändert Hannelore Schulz das Programm. Und so wird auch für Weihnachten schon im September geprobt. Das neue Lied „Heilig, heilig, heiliges Paar“ muss schließlich bis zum Weihnachtskonzert am 29. November sitzen.

.................................................................................

S e p t e m b er   2 0 0 8

+++ Sächsische Zeitung, Dienstag, 30. September 08 +++
 

Putenaufzucht einmal „federnah“ erlebt
Von Bernhard Donke

 

Paul Hoke, der unter den Leuten meist nur mit Puten-Paule angesprochen wird, hatte am Sonntag seinen Familienbetrieb weit geöffnet. Zum traditionellen Hoffest lud er wieder ein und das herrliche Wetter ließ viele Besucher auf die „Hartha“ bei Prachenau pilgern. Sie alle wollten sich mehr oder weniger umsehen, wie sich der Hof in den letzten Jahren entwickelt hat oder sie kamen, um sich an den von den vielen fleißigen Helfern der Familie Hoke angebotenen Putenspezialitäten zu laben.
  Dabei wurden sie musikalisch durch die Kameraden der Feuerwehrkapelle Melaune angenehm unterhalten. „Wir sind schon erstaunt, was hier so abläuft und was man so auf die Beine stellt“, sagt Wilfried Rother, der mit einer Männergruppe aus Malschwitz angereist war und sich das bunte Hoftreiben bei einem Glas Bier ansah.
  Das Hoftreiben bestand ja nicht nur aus der Besichtigung der Stallanlagen. Peter Dutschmann aus Gröditz schaute sich mit Frau und Enkelin da auch genauer um und er ließ sich auch das eine oder andere von den Mitarbeitern der Putenfarm erklären.
  Viel Liebe zum Detail war auch in der Heimatstube und der Ausstellung von historischen landwirtschaftlichen Geräten zu spüren. So zufrieden die Gäste waren, so zufrieden zeigte sich auch Paul Hoke am Sonntagabend: „Wir können zufrieden sein, wie das Hoffest ablief. Mein Dank gilt den Besuchern, aber auch den Helfern, die mit dazu beigetragen haben, dass unser Hoffest wieder ein Erfolg wurde.“

..................................................................................

Handwerkliche und künstlerische Fähigkeiten waren bei der Station „Speckstein bearbeiten“ unter den jungen Konfirmanden gefragt. Foto: B.Donke  

+++ Sächsische Zeitung, Sonnabend, 27. September 08 +++
 

Konfirmanden treffen sich zum Konfetti-Tag
Von Bernhard Donke

 

Junge Leute aus der Region bereiten sich im Pfarrhof in Arnsdorf auf ein Leben im Zeichen von Jesus vor.
  Ein buntes Treiben sollte die jungen Konfirmanden aus der Region zwischen Reichenbach und Nochten auf dem Pfarrhof in Arnsdorf erwarten. Konfetti-Tag hat Regionaljugendwart Tobias Walzok das Treffen daher genannt. Unter dem Thema „Bis du noch fit“ wurden viele interessante Sachen vorbereitet. „Wir stellen den jungen Konfirmanden vor allem die Frage, wer sie auf die Aufgaben im Leben fit macht, sagt Walzok, der auch Mitarbeiter des Vereins „Jugendscheune Melaune“ ist.
  „Im Sport ist es der Trainer, der den Sportler auf seine neuen und nahenden Aufgaben und auf den Erfolg fit macht und vorbereitet“, sagt Walzok. „Im Leben ist es für uns junge Christen Jesus.“ Als Beispiel nennt er die Geschichte von Jesus und seinen Jüngern. Diese wurde von Jesus gründlich auf ihre Aufgabe – die Verkündigung des Evangeliums an die Menschen – vorbereitet, ehe er sie hinaus in die Welt sandte.
  In Arnsdorf verlief diese Vorbereitung der Jugendlichen auf das Leben etwas anders als zu Zeiten von Jesus. Mit einen gemeinsamen Gottesdienst, begleitet von einer Jugendband aus Pulsnitz, in der Arnsdorfer Kirche, begann der Tag.
  Dann konnten die Konfirmanden ihre sportlichen, artistischen und künstlerischen Fähigkeiten an sieben aufgebauten Stationen nachweisen. Von einem Karaoke-Wettbewerb, Erlebnispädagogik über Jonglieren bis hin zum Zaubern war alles angesagt. So kam absolut keine Langeweile auf.
          Beziehungen weiter ausgebaut
  Am Nachmittag unternahm man dann noch eine Wanderung in die nahe Umgebung, um dann zum Abschluss des Tages pünktlich 16.30 Uhr zum Abschlussgottesdienst in der Arnsdorfer Kirche zu sein. Der wurde von einer Jugendband aus Leipzig musikalisch umrahmt und mitgestaltet. So vergingen die wenigen Stunden für die meisten der Teilnehmer viel zu schnell und es galt wieder Abschied voneinander zu nehmen.
  „Es war ein Tag, der den Teilnehmer viel brachte“, sagte Walzok. „Nicht nur, dass sie Gott wieder etwas näher kamen, sie selbst lernten sich bei all den Beschäftigungen heute auch untereinander besser kennen und verstehen.“ So seien die zwischenmenschlichen Beziehungen untereinander weiter gefestigt und ausgebaut worden.

..................................................................................

In der Heimatstube zeigt Roy Hoke, wie mittels Zentrifuge die Sahne von der Milch getrennt wurde, um aus ihr Butter herzustellen. Foto: Bernhard Donke  

+++ Sächsische Zeitung, Freitag, 26. September 08 +++
 

Paul Hoke lädt zum Hoffest auf seine Putenfarm ein
Von Bernhard Donke

 

Die Besucher erwartet ein „Bauerntreff“, eine Schau landwirtschaftlicher Geräte und Putenspezialitäten. Los geht es am Sonntag, 10 Uhr.
  Das Hoffest auf der Putenfarm von Paul Hoke und seiner Familie hat sich zu einer schönen Tradition entwickelt. Am Sonntag findet es zum fünften Mal statt. Dann sind Gäste aus nah und fern eingeladen, von 10 bis 17 Uhr das weitläufige Hofgelände draußen auf der „Hartha“ zu besichtigen. Gleichzeitig ist es möglich, sich Einblicke in die Aufzucht der Puten zu verschaffen.
  Familie Hoke und ihre vielen fleißigen Helfer haben auch noch andere Überraschungen für die Besucher vorbereitet. So findet ein „Bauerntreff“ mit Dr. Schulze statt, und in einer Ausstellung historischer landwirtschaftlicher Geräte und Maschinen wird gezeigt, wie die Landwirte früher ihre Felder und Äcker bestellten und abernteten.
  Die Heimatstube auf dem Farmgelände gewährt Einblick in das dörfliche Leben um die Wende vom 19.zum 20.Jahrhundert. Natürlich stehen auch wieder die Putenspezialitäten auf dem Programm des Festes. Musikalisch wird die Feuerwehrkapelle das ganze Fest umrahmen.
  Auch an die kleinsten Besucher wurde gedacht: Mit einer Riesenluftrutsche, Pferde- und Ponyreiten wird man sie gut unterhalten. Und natürlich findet auch wieder eine Verlosung statt, bei der es Vielerlei zu gewinnen gibt.
  „Wir haben wieder versucht, ein möglichst breites Programm für das Hoffest auf die Beine zu stellen“, sagt Paul Hoke. Da auch die Wettermacher einen sonnigen Herbstsonntag vorausgesagt haben, hofft die Familie auf viele Besucher.
  Programm: Bauerntreff, Verlosung, Ausstellung landwirtschaftlicher Maschinen, Verkauf von Putenspezialitäten, Pferde- und Ponyreiten.

..................................................................................

 

Der neue Kreisname steht jetzt am Ortseingang

Von Bernhard Donke

 

Vierkirchen. Schwarze Schrift auf gelbem Grund: Arnsdorf-Hilbersdorf in der Gemeinde Vierkirchen hat seit Dienstag sein Ortseingangsschild mit dem neuen Kreisnamen. Montiert hat es Heiko Wenger, Mitarbeiter der Straßenmeisterei Niesky. Wie die meisten der 220 Ortsschilder, die im Verantwortungsbereich der Straßenmeisterei Niesky liegen und von dieser ausgewechselt werden, ist auch dieses Ortseingangsschild nur mit einer neuen Schriftfolie beklebt worden. Das hält die Kosten für die gesamte Maßnahme, die nach der Kreisreform notwendig wurde, noch in einem vertretbaren finanziellen Rahmen.

 

Heiko Wenger von der Straßenmeisterei Niesky bringt das geänderte Ortseingangsschild an. Foto: Bernhard Donke

..................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Montag, 22. September 2008 +++


Bayrische Brotzeit mit Zigeunergeschichten auf der Lausitzer Tenne erlebt

Von Bernhard Donke

Buchholz. Brotzeit auf der Tenne im Buchholzer Pfarrhof – das klingt urig. Und es ist auch sehr traditionell. Jüngst war es wieder soweit. Neben Regionaljugendwart Tobias Walzok und Gerd Neumann von der Evangelischen Jugendscheue Melaune hatte auch die Junge Gemeinde Kodersdorf die Brotzeit mit vorbereitet und organisiert. Begrüßt wurden die zahlreichen – vor allem jugendlichen – Besucher mit einem Stück Brot. Deshalb der Name.
  Neben Gebet und Musik gab es auch eine Lesung von Tobias Walzok und der Theologiestudentin Lena Pohls über die Wahrnehmung der Güte Jesus Christus für die Menschen. Doch Hauptthema war diesmal der Bericht der Jugendlichen, die vom 25.Juli bis 3. August an einer Fahrt mit Tobias Walzok und dem Sekretär des Christlichen Vereins Junger Menschen, Thomas Brendel, nach Rumänien teilgenommen hatten. Diese Reise führte die Jugendlichen aus Melaune, Görlitz und Hoyerswerda in das rumänische Dorf Nagygalambfalva in Siebenbürgen. Hier unweit der Ortschaft gibt es eine Zigeunersiedlung, wo sie die Lebensumstände dieser am Rande der rumänischen Gesellschaft lebenden Menschen kennenlernten. Wie diese Erlebnisse verarbeitet wurden, war Inhalt des Treffens.

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Sonnabend, 20. September 08 +++

Doppelter Bürgermeister erhält nur einmal Geld
Von Cornelia Jung

 

  Horst Brückner dient zwei Gemeinden ehrenamtlich, Die Orte sparen dabei.
  Dass die Gemeinden Vierkirchen und Waldhufen mit Horst Brückner beide den selben ehrenamtlichen Bürgermeister haben, hilft den Kommunen finanziell wirtschaften. Denn so teilen sie sich in die Aufwandentschädigung für Brückner. Diese beträgt über 17000 Euro pro Jahr. Hätte jede Gemeinde ihren eigenen ehrenamtlichen Bürgermeister, so müsste sie jährlich mit etwa 15000 Euro für die Entschädigung des Aufwands rechnen. Die Höhe richtet sich unter anderem nach der Zahl der Einwohner.
  Als Bürgermeister für zwei Gemeinden wird Horst Brückner die ehrenamtliche Arbeit also nicht zweimal finanziell anerkannt.
  Die Auszahlung der gemeinsamen Entschädigung erfolgt über die Verwaltung von Waldhufen. Die Abrechnung mit der Gemeinde Vierkirchen ist vierteljährlich angedacht.

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Donnerstag, 18. September 08 +++

 

Nachrichten

Beliebte Selbsternte findet wieder im Oktober statt

Arnsdorf-Hilbersdorf
. Die beliebten Selbsternten der Gärtnerei Jung finden am 11. und 18. Oktober statt. Kraut, Zwiebeln, Mohrrüben, Rosenkohl und anderes heimisches Gemüse können von 9 bis 12 Uhr vom Feld geholt werden. Günstig ist es, eine Grabegabel oder einen Spaten sowie Transportbehälter mitzubringen. Auf den Flächen der ehemaligen Kirschplantagen hinter der Gärtnerei wächst das Gemüse, welches unter naturnahen Anbaumethoden gezüchtet wurde. (cj)

.................................................................................

Welcher Weg führt wohin? Das fragen sich der ortsunkundige Auto- und Fahrradfahrer an dieser Stelle. Denn an der Kreuzung „Nordkreuz“ steht kein einziges Hinweisschild. Foto: B.Donke 


Kreuzung ohne Schilder erschwert die Weiterfahrt

 

  Fehlende Wegweiser und Ortseingangsschilder irritieren vor allem die Ortsfremden in Buchholz.
  Wer von Prachenau auf der ehemaligen Beton- oder LPG-Straße nach Tetta oder Buchholz fährt und nicht ortskundig ist, hat spätestens auf halbem Weg zwischen Buchholz und Prachenau auf der Kreuzung „Nordkreuz“ ein Problem.
  Obwohl die Straße von Buchholz kommend und die Kreuzung neu ausgebaut ist, fehlen jegliche Hinweisschilder in alle vier Richtungen. „Hat der Ortsfremde dann doch irgendwie herausbekommen, welcher der vier Wege nach Buchholz führt und er die ersten Häuser sieht, weiß er immer noch nicht, ob er in Buchholz oder Tetta angekommen ist. Denn auch hier fehlen die üblichen Ortseingangsschilder“, ist die Erfahrung von Anwohner Hans Zieschank. Seiner Meinung nach ist dieser Zustand für den aufkommenden Tourismus schädlich.
  Mit dem Problem konfontiert, sagte Bürgermeister Horst Brückner: „Ich werde mich umgehend damit befassen und informieren, inwieweit eine Beschilderung dieser Kreuzung erfolgen muss und notwendig ist.“ (bd)

.................................................................................

Herbert Riedel Foto: Cornelia Jung 


Rund um das Eisstadion wird drei Tage lang gefeiert
Gespräch: Cornelia Jung
 

Herbert Riedel freut sich auf die Kirmes im Ort. Er ist der Vorsitzende des Heimatvereins.

Welche Bedeutung hat die Kirmes für das Dorf?

Die traditionelle Kirmes ist nach wie vor ein Fest für die Bürger mit christlichem Ursprung und zudem die Hauptveranstaltung in unserer Gemeinde. Hier können sich Nachbarn, Freunde und Verwandte in einem ganz besonderen Rahmen treffen.

Kirmes heißt ja eigentlich Kirchweih. Wie wird dem christlichen Ursprung Rechnung getragen?

Durch unseren Festgottesdienst in der Melauner Kirche. Dieser hat in der ländlichen Struktur eine ähnlich wichtige Bedeutung wie die Gottesdienste zu Ostern und Weihnachten. Besucher sind dazu herzlich eingeladen.

Der Heimatverein hat den Hut für die Veranstaltung auf. Stemmt der Verein die Veranstaltung allein?

Wir werden von Feuerwehr (FFw), dem FFw-Traditionsverein, den Landfrauen, der Jugend und auch von Privatpersonen unterstützt. Handwerker und Gewerbetreibende aus dem Ort sind Sponsoren, die zum Gelingen des Festes beitragen.

Welche Höhepunkte können die Besucher erwarten?

Am Freitag findet der Fackelumzug mit Lagerfeuer und Feuerwerk statt. Sonnabend steigt ein Freundschaftsspiel der Fußballer aus Vierkirchen und der polnischen Partnergemeinde Jedzow Sudecki. Und Schlagerstar Achim Mentzel ist am Sonntag zu Gast bei einem bunten Bühnenprogramm.

Wo findet die Kirmes statt?

Rund um das Eisstadion wird an allen drei Tagen gefeiert. Dort laufen auch die Fäden des Dorflebens mit Feuerwehr, Gaststätte, Wassermühle und Burgberg zusammen.

Kirmes in Melaune von Freitag bis Sonntag rund um das Eisstadion, am Freitag ab 19 Uhr Fackelumzug, am Sonnabend ab 14 Uhr Freundschaftsspiel Fußball, am Sonntag ab 9.30 Uhr Gottesdienst und ab 14 Uhr buntes Programm.

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Mittwoch, 17. September 08 +++

 

Via-Regia-Verband bietet Nutzung der Internetseite an

 

Vierkirchen. Der Via Regia Landesverband Sachsen bietet der Gemeinde an, sich in seine Internetpräsentation einbinden zu lassen. Darüber wurde während der Gemeinderatssitzung informiert. Die Eigenbeteiligung liegt unter 200 Euro. Schließlich durchziehe ein Teil der Via Regia auch Buchholz in Richtung Wasserkretscham. Allerdings steht noch nicht fest, in welchem Umfang die Gemeinde das Angebot nutzen kann. Deshalb werden sich die Ratsmitglieder vorerst über die Homepage informieren, um dann noch einmal darüber zu beraten. Die Via Regia galt als eine der wichtigsten Handelsstraßen Europas im Mittelalter. (cj)

.................................................................................

Lena Pohls und Regionaljugendwart Tobias Walzok in der Tenne. Foto: B. Donke

+++ Sächsische Zeitung, Dienstag, 16. September 08 +++


Jugendliche berichten über Rumänien

Von Bernhard Donke

 

Gebet, Musik, Film und Erlebnisse aus Rumänien stehen bei der Brotzeit auf der Tenne im Mittelpunkt.
  Die Brotzeit auf der Tenne im Pfarrhof wurde von Regionaljugendwart Tobias Walzok und Gerd Neumann vom Evangelischen Jugendscheune Melaune e.V. und der Jungen Gemeinde Kodersdorf organisiert. Dem Namen gemäß gab es ein Stück Brot zur Begrüßung. Neben Gebet und Musik gab es eine Lesung von Tobias Walzok und der Theologiestudentin Lena Pohls über die Wahrnehmung von Gottes Güte. Außerdem berichteten die Jugendlichen, die im Sommer an einer Fahrt mit und CVJM-Sekretär Thomas Brendel nach Rumänien teilgenommen hatten, über ihre Erlebnisse. Die Reise führte die Jugendlichen auch nach Siebenbürgen. Hier gibt es eine Zigeunersiedlung, wo Menschen am Rande der Gesellschaft leben.

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Donnerstag, 11. September 08 +++


Jugendclub soll Anlaufpunkt für alle im Dorf werden
Von Claudia Neubert

 

In Eigenregie haben sieben Arnsdorfer ein altes Bahngebäude in einen Jugendclub verwandelt.
  Eigentlich würde man sich ein Mitglied im Jugendclub ein wenig jünger vorstellen. „Ja, Jugendclub kann man bald nicht mehr so richtig zu uns sagen“, gibt Rocco Schuch lachend zu. Der 34-Jährige ist gerade Vater geworden, wie bereits einige seiner Mitstreiter. Der harte Kern im Arnsdorfer Jugendclub, das sind sechs Männer und eine Frau: Neben Schuch verbringen Falk Hoffmann, Mathias Herkner, Michael Strauß, Martin Jahnke, Marko Laßmann und Susanne Gloger einen Großteil ihrer Freizeit auf dem ehemaligen Bahngelände.
          Haus in Eigenregie saniert
  Inzwischen sind die Vereinsmitglieder zwar zwischen Mitte 20 und Mitte 30. „Trotzdem ist das hier unser Club“, sagt Rocco Schuch. Als sie vor fünf Jahren angefangen haben, sei das Gebäude verfallen gewesen. In Eigenregie haben sie das Haus Stück für Stück auf Vordermann gebracht. „Angefangen haben wir mit dem Innenausbau.“ In der unteren Etage ist ein kleiner Versammlungsraum entstanden, außerdem Küche und Toiletten. Im hinteren Teil befinden sich eine Werkstatt und das Schmuckstück der Außenanlage: eine Bar, die durch eine Flügeltür direkt auf den Hof führt. „So kann man im Sommer auch schön draußen feiern.“ Das Obergeschoss hat der Verein zu einem großen Partyraum mit viel Platz zum Tanzen und Feiern ausgebaut. Alte Wagenräder, Tierschädel und rustikale Holzböden sorgen für Westernflair. Beim Grillplatz hat Rocco Schuch seiner Liebe zu Granit freien Lauf gelassen.
          Jugend hat wenig Interesse
  In den Boden wurde eine Feuerstelle eingelassen, im mannshohen Badezuber kann man sich abkühlen. „Dach und Fassade haben wir in den letzten Monaten erneuert.“ Das bedeutete Verzicht auf Freizeit. „Wir haben jede freie Minute hier gearbeitet.“ Spenden, aber vor allem Eigenmittel haben den Ausbau möglich gemacht. Der Club ist seit zwei Jahren beim Arnsdorfer Verein für Kirchenbau und Dorfgeschichte angesiedelt. Finanziell könne dieser aber nicht viel geben.
  Auch der jugendliche Nachwuchs fehlt. Leider sei die Jugend nicht so sehr daran interessiert, Verantwortung für einen solchen Club zu übernehmen. „Nach den Baumaßnahmen geht es uns finanziell auch nicht mehr so gut.“ Eigene Veranstaltungen seien aber steuerlich problematisch und würden sich deshalb nur bedingt als Einnahmequelle eignen. Zukünftig könnten deshalb alle Arnsdorfer etwas von dem sanierten Bahnhofsgebäude haben, für Feiern jeglicher Art gegen einen kleinen Unkostenbeitrag für Strom und Wasser.

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Mittwoch, 10. September 08 +++

Zwei Männer wegen Brandstiftung in Arnsdorf angeklagt
 

Justiz. Seit gestern haben sich zwei junge Männer vor dem Jugendschöffengericht des Amtsgerichtes Görlitz zu verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen fahrlässige Brandstiftung durch Unterlassen vor. Die Tat hat sich im August 2006 ereignet. Die damals 18-Jährigen sollen in einem leer stehenden Haus in Arnsdorf (Vierkirchen) Toilettenpapier und andere brennbare Gegenstände aufgeschichtet und entzündet haben. Beim Verlassen des Hauses löschten sie das Feuer jedoch nur oberflächlich, so dass es später wieder aufflammte.
  Der Brand erfasste dann die Dielung und griff schließlich auf das gesamte Haus über. Trotz des intensiven Einsatzes der Feuerwehr brannte das Gebäude völlig aus. Die Staatsanwaltschaft spricht von rund 100000 Euro Sachschaden und davon, dass die Jugendlichen die Folgen hätten erkennen müssen. Beide Angeklagte waren bis gestern nicht geständig. Für den Prozess sind mehrere Verhandlungstage anberaumt. (jrs)

.................................................................................

am rande

Von Cornelia Jung
Kommunalwahl verhilft zur Wiedergutmachung

Der neue Bürgermeister von Vierkirchen, Horst Brückner, gab zu seinem Amtsantritt eine nicht ganz ernst zu nehmende Antwort auf die im Vorfeld vor der Wahl oft gestellte Frage, warum er neben Waldhufen nun auch die Amtsgeschäfte in Vierkirchen als Gemeindeoberhaupt leiten möchte. „Jetzt, drei Monate nach der Wahl, kann ich es ja sagen: Ich habe etwas gut zu machen in Vierkirchen“, erzählte er augenzwinkernd. Vor Jahren hätte er in der Gemeinde „eine Straftat begangen“ und „einen Menschen entführt“. Dieser Mensch stammt aus dem Vierkirchener Ortsteil Tetta und steht noch heute gern an seiner Seite: Es ist seine Frau, mit der er seitdem glücklich verheiratet ist.

 

Neuer Bürgermeister hält alle zwei Wochen eine Sprechstunde
  Horst Brückner hat ein großes Pensum vor sich und will vieles auch operativ entscheiden.
  Es war die erste Gemeinderatssitzung am Montagabend für den neu gewählten Bürgermeister Horst Brückner in Melaune. Der parteilose Bürgermeister hat sich keine leichte Aufgabe aufgebürdet: In der Region ist er das einzige Gemeindeoberhaupt, das für zwei Kommunen zuständig ist, und das auch noch in ehrenamtlicher Arbeit.
  Waldhufen und Vierkirchen haben zusammengerechnet rund 4500 Einwohner. In Waldshufen hat Horst Brückner schon die Geschicke der Kommune geleitet. Auch in Vierkirchen kennt er sich aus. Es gibt gemeinsame Interessen beider Gemeinden.
          Runde zum Kennenlernen
  Die erste Gemeinderatsitzung bezeichnete Brückner als „Kennenlernrunde“. „Wie wollen wir künftig unsere gemeinsame Arbeit strukturieren?“, fragte er die Abgeordneten und machte mit einigen Vorschlägen gleich den Anfang. Er sehe seinen Posten nicht als Nebenjob. Sprechzeiten für die Bürger werde es abwechselnd in beiden Gemeinden geben, also jeweils 14-tägig am Dienstag. Im Amtsblatt der Gemeinde, dem „Vierkirchener Rundblick“, sollen diese Sprechzeiten auch bekannt gegeben werden.
  „Ich werde meine Arbeit in beiden Gemeinden so aufteilen, dass ich dort bin, wo Bedarf ist, also das Ganze operativ gestalten.“ Für die Ratssitzungen soll es in Vierkirchen wie bisher feste Termine geben. Das ist anders als in Waldhufen. Dort werden die Termine von Sitzung zu Sitzung beschlossen.
          Viele Verpflichtungen
  Ebenso angesprochen wurde das Thema Ortschaftsratssitzungen. Wegen der zahlreichen Verpflichtungen, die Horst Brückner nicht nur als „doppelter“ Bürgermeister hat, sondern unter anderem auch als Kreisrat, Vorsitzender von drei Zweckverbänden und Mitglied des Sächsischen Städte- und Gemeindetages, sei eine Teilnahme an diesen Sitzungen nicht immer möglich.
  Ganz einfach sei es für den Bürgermeister auch nicht, die schöne Tradition in Vierkirchen zu erhalten, Geburtstagsglückwünsche für Senioren mit einem runden Jubiläum immer persönlich zu überbringen. Hier soll zusammen mit dem Gemeinderat nach einer Lösung gesucht werden.

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Sonnabend, 6. September 08 +++

Jugendclub feiert heute fertiges Dach mit Familienfest

 

Arnsdorf. Der Arnsdorfer Jugendclub feiert heute die Einweihung des fertigen Daches. Das Familienfest mit Kaffee und Kuchen, Hüpfburg und weiteren Angeboten für Kinder beginnt 14 Uhr auf dem Gelände des ehemaligen Bauhofs der Gemeinde. Mit Livemusik, Gesang, Kesselgulasch und Lagerfeuer soll der Abend ausklingen.
  Der Jugendclub ist in den letzten fünf Jahren von einem Kern engagierter Arnsdorfer zum größten Teil in Eigenregie saniert worden. Zunächst bauten die Vereinsmitglieder die Innenräume aus. So sind ein großer Partyraum für rund 120 Gäste und zwei Barräume entstanden. Eine gemütliche Grillecke mit Feuerstelle lädt zum Feiern ein. Zuletzt wurde die Fassade erneuert und in den vergangenen vier Monaten das Dach neu gedeckt. (cn)

.................................................................................


Karsdorfer lebt in seiner Oase am Steinbruch
Von Ullrich Martin

 

Warum ich hier lebe? Das kann ich gar nicht so einfach beantworten. Der wichtigste Grund ist wohl, dass ich nicht in Görlitz, in einem Krankenhaus oder irgendwo anders geboren bin, sondern in Arnsdorf. Da gehöre ich hin“, sagt Wilfried Fuhrmann. Bei diesen Worten muss der 59-Jährige in sich hineingehen, holt Ereignisse zurück, stellt Vergleiche an und fragt sich selbst: „Was habe ich in all den Jahren mit meiner Frau, dem engsten Familienkreis, mit Verwandten und Freunden, erreicht? Ist das ausschlaggebend, dass wir immer noch in diesem Dorf, Arnsdorf-Hilbersdorf, wohnen? Sogar etwas vom Schuss weg, im Wohngebiet Karlsdorf. Inmitten von Weiden, nahe am Wald, 300 Meter entfernt vom lärmenden Granitabbau?“
          Die Gemeinsamkeit zählt
  Das Leben hat besonders nach der Wende all diese Fragen beantwortet. Mit dem Ergebnis: „Hier weggehen? Das kommt nicht in Frage. Mit meiner Frau Carmen habe ich von 1985 bis 1987 das Haus gebaut. Das geben wir nicht auf.“
  Das betrifft ebenso die rund zwölf Anwohnerfamilien auf dem en Karlsdorfer Hang. „Wir sind eine eingeschworene Clique. Von Anfang 20 bis in die 80 hinein. Wir feiern zusammen, brennen unser eigenes Hexenfeuer ab.“ Fuhrmann und die „Clique“ haben da so ihre Erfahrungen. Zum Beispiel mit der nahen Grube, wo Steine abgebaut werden. Der immerforte Arbeitslärm des Brechers beim Schreddern der Steine und die Staubbelästigungen dringen durch Mark und Bein. „Besonders das Sprengen ist schlimm. Da wackelt alles im Haus. Die Messwerte stimmen aber, alles liegt im Soll“, sagen die Karlsdorfer. Nur gut, dass der Gesteinsabbau Arbeit für das Dorf bringt.
  Auch anderswo musste der Facharbeiter für Gärtnerei und Obstbau und studierte Ingenieur für Agrochemie/Pflanzenschutz einiges einstecken. Mitte der 90er Jahre ging sein Job futsch, der ständige Kampf um Arbeit begann. Sogar die SZ trug er fast drei Jahre im Dorf und in halb Königshain aus.
  Zurzeit ist der Hobbygärtner als Gemeindearbeiter angestellt. „Wer Arbeit sucht, der findet fast immer was“, sagen sich die Arnsdorf-Hilbersdorfer. Unter den jungen Leuten sind nur wenige ohne Job. Wilfried Fuhrmann, der dreifache Familienvater, schmunzelt: „Selbst die Zahl der Babys steigt.“
  Dabei verrät der dreifache Opa sogar ein „Familiengeheimnis: „Meine Enkel Leni und Lina und Mutter Carla haben an einem Tag Geburtstag. Da ist im Haus meines Sohnes in Arnsdorf richtig was los. Gibt es was Schöneres?“ Oder das alljährliche Familientreffen zum Dorffest: Da kommen alle Fuhrmänner mit ihren Partnern und Kindern zusammen. Tochter Grit reist sogar aus Frankreich an.
          Einsatz für die Jüngsten
  In Arnsdorf/Hilberdorf macht man sich ohnehin einige Gedanken um die jüngsten Einwohner. Ob sie alle mal hier bleiben, oder der Arbeit irgendwohin nachrennen müssen, kann keiner voraussagen.
  „Man sollte ihnen aber in ihrem Dorf ein Gefühl der Geborgenheit und Aufmerksamkeit geben. Wir haben in unserem Sportverein angefangen, wieder eine Fußballmannnschaft der jüngsten Altersklasse aufzubauen“, sagt das Vereinsmitglied Fuhrmann. Rund 20 Kinder, darunter auch Mädchen, im Alter von fünf bis sieben Jahren, erlernen das Fußball-Abc. Ein weiteres gutes Beispiel ist der Kinderkreis mit dem Kindergarten in Melaune.

 

Was die Arnsdorfern schätzen und was ihnen nicht so gefällt

  In Arnsdorf-Hilbersdorf gibt es kein Gasthaus mehr, keine Verkaufsstelle wie im benachbarten Döbschütz. Sogar der heimische Bäcker wurde inzwischen von „fliegenden Händlern“ ersetzt.
  Einen Lichtblick allerdings gibt es wieder: Den Partyservice- und Getränkeladen von Gabi Pursche. „Mein Herzblut stecke ich hier rein“, sagt die 48-Jährige. Sie beliefert auch umliegende Betriebe mit Mittagessen, bringt den Rentnern Essen und Getränke ins Haus, sichert Familienfeste und Feiern gastronomisch ab. Ihre Kundschaft reicht bis nach Niesky und Görlitz. Viele Arnsdorf-Hilbersdorfer sehen diesen Service als Gaststättenersatz an.
  Am anderen Ende des Dorfes, an der Brücke, berührt die nahe Autobahn mit ihrem Lärm die Anlieger. Einige sagen: „Wir können sowieso nichts machen. Andere werden viel mehr belästigt.“ Ein Arnsdorfer baut hier sein Grundstück aus.

.................................................................................

Heike Windler (vorn) und Gisela Walter gehören mit zu den Landfrauen, die wissen, wie man eine Erntekrone herstellen kann.Foto: Cornelia Jung  

+++ Sächsische Zeitung, Freitag, 5. September 08 +++


Landfrauen wollen die schönste Erntekrone Sachsens flechten
Von Cornelia Jung

 

„Gut Ding will Weile haben“, sagt ein altes Sprichwort. Zeit braucht es eben, wenn man eine echte Erntekrone aus den unterschiedlichsten Getreidesorten herstellen möchte. Bereits zum 15. Mal beschäftigen sich die Landfrauen mit der überdimensionalen „Bastelarbeit“.
          Federnschleißen ist spannend
  Vier Nachmittage Zeit investierten sie dafür. „Erntekronen haben in unserer Region eine lange Tradition“, erzählt Gisela Walter. In den 50er Jahren als junges Mädchen wickelte sie ihre erste Krone für die Bauern. Das gute Stück überdauert dann den Winter in Scheunen oder guten Stuben, erinnert sie sich zurück. Die Melauner Erntekrone, die unter zwölf Paar geschickten Frauenhänden entsteht, kommt nicht zum Landwirt, sondern zu einem Wettbewerb.
  In Oschatz findet vom 12. bis 21. September der landesweite Ausscheid des Sächsischen Landfrauenverbandes „Schönste Erntekrone - Schönster Erntekranz Sachsens“ statt. Teilnehmen kann jeder, der diese Möglichkeit zur Pflege und Wiederbelebung ländlichen Brauchtums nutzen möchte.
  „Wir machen mit, weil die ganze Geschichte großen Spaß bereitet“, sagt Heike Windler vom Melauner Landfrauenverein. Eine Erntekrone herzustellen sei genauso spannend wie Federn schleißen.
  „Neben der Geselligkeit kann man schön miteinander plaudern, pflegt Gemeinschaft und tauscht sich miteinander aus“, erzählt sie. Zum Beispiel darüber, wie viele Ährenbündel es denn eigentlich sind, die diesmal verarbeitet werden müssen.
  Jeweils drei Halme von Roggen, Gerste, Weizen, Hafer und Leinsamen wurden verknotet. Diese Büschel wiederum kommen nach einem bestimmten Muster geordnet an das Kronengestell.
          Ziel ist ein vorderer Platz
  Heike Windler und Gisela Walter überschlagen: Über 1000 Stück haben sie gemeinsam mit den anderen Frauen aufgeknüpft.
  Kunstvolle Sonnenblumen aus Ähren und Sämereien verzieren die Krone, bevor es mit dem Bus auf Reisen geht. Die Erntekrone tritt ihren Weg am 11. September ins 150 Kilometer entfernte Oschatz zum Wettbewerb an. „Es wäre schön, wenn wir bei den vordersten Plätzen mit dabei sein könnten“, wünscht sich Heike Windler.

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Montag, 1. September 08 +++

 

Unfall mit zwei Schwerverletzten bei Döbschütz


Vierkirchen.
Ein schwerer Verkehrsunfall hat sich am Freitag, 13.50 Uhr, auf der S124 bei Döbschütz in Richtung Reichenbach ereignet. Der 74-jährige Fahrer eines Opel kam aus ungeklärter Ursache nach links ab. Das Auto passierte den Straßengraben und stoppte dann an einer Feldauffahrt aus Beton. Der Fahrer und seine 74-jährige Beifahrerin wurden schwer verletzt in das Görlitzer Klinikum eingeliefert. Am Fahrzeug entstand Totalschaden. Am Freitag und Sonnabend ereigneten sich im Bereich der Polizeireviere Görlitz und Niesky insgesamt 23 Verkehrsunfälle mit vier Verletzten. (SZ)

.................................................................................

Abwasserkanal verzögert sich

 

Waldhufen/Vierkirchen. Der Abwasserzweckverband Schwarzer Schöps kann noch nicht mit dem weiteren Ausbau des Kanalnetzes in Arnsdorf-Hilbersdorf (Gemeinde Vierkirchen) sowie Teilen von Nieder Seifersdorf und Jänkendorf (Waldhufen) beginnen. „Wir haben seit Ende vorigen Jahres die Zusicherung, dass Fördermittel bereitstehen“, sagt Verbandsvorsitzender Horst Brückner. Rund drei Millionen Euro sollen investiert werden. Der Baubeginn verzögert sich, weil das Land vor Bewilligung der Fördermittel eine Kostenvergleichsrechnung fordert. „Eine komplizierte, aufwändige Sache, die wir gemeinsam mit dem Ingenieurbüro erstellen“, so Brückner.
  Er vermutet, dass der Wirbel in Horka dazu geführt hat. Dort haben sich Bürger seit Jahren gegen den Anschluss an die öffentliche Schmutzwasserentsorgung durch den „Zweckverband Abwasser Rothenburg“ gewehrt und die damit verbundenen Kosten. (SZ/tt)

..................................................................................

A u g u s t   2 0 0 8

Konrad Brendel in Buchholz freut sich über seine gute Ernte. Foto: B. Donke 

+++ Sächsische Zeitung, Donnerstag, 28. August 08 +++


Gute Kartoffelernte im Garten
Von Bernhard Donke

  Dank ausreichendem Regen und fehlender Schädlinge können sich die Hobbylandwirte über die Früchte ihrer Arbeit freuen.
  Die Kartoffelernte fällt für Konrad Brendel in diesem Jahr recht erfolgreich aus. Auf seinem kleinen, nur wenige Quadratmeter großen Kartoffelacker hat der Hobbylandwirt und Kleintierzüchter die Sorte „Karena“ im Frühjahr angebaut. In diesen Tagen erntet er diese mit der Hand und Kartoffelhacke.
          Ohne chemische Düngung
  „Es freut mich, dass die Ernte so gut ausfällt und uns damit sicher der Kauf von Kartoffeln bei den zurzeit doch recht hohen Preisen erspart bleibt“, sagt er. „Außerdem sind meine Kartoffeln richtige und unverfälschte Bio-Kartoffeln, die ohne chemische Düngung gewachsen sind. Da weiß man dann, was man im Topf und auf dem Teller hat“, ergänzt der Buchholzer nicht ohne Stolz.
  Die Knollen, die er jetzt erntet, sind zum sofortigen Verbrauch, als Speise- oder Futterkartoffeln, bestimmt. Später geerntete Knollen werden als Futtervorrat für die Kleintierhaltung oder als Speisekartoffeln für die Familie eingekellert oder eingemietet. Dass seine diesjährige Ernte so gut ausfällt, begründet der Hobbylandwirt damit, dass es im Frühjahr nach dem Anbau und auch später während des Wachstums doch genügend Regen gab und auch der Kartoffelkäfer nicht so viel Schaden angerichtet hat, wie in vergangenen Jahren. Käfer und gefräßige Larven wurden per Hand abgelesen und vernichtet. Auch hier ging es ohne Chemie.

.................................................................................

Bürgermeister tritt Amt an

 

Vierkirchen. Der neue Bürgermeister von Vierkirchen, Horst Brückner (parteilos), wird am 1. September offiziell in sein Amt eingeführt. Die Veranstaltung findet in der „Alten Wassermühle“ Melaune um 19.30 Uhr statt. Horst Brückner ist der einzige ehrenamtliche Bürgermeister im neuen Landkreis Görlitz, der für zwei Gemeinden zuständig ist.
  Neben Vierkirchen ist er auch weiter für die Nachbargemeinde Waldhufen verantwortlich. Diese hatte er bisher hauptamtlich geführt. Beide Kommunen haben zusammen über 4 500 Einwohner. Verabschiedet wird am gleichen Tag Andreas Nedo. Der bisherige und ebenfalls parteilose Bürgermeister hatte die Geschicke der Gemeinde Vierkirchen in die vergangenen sieben Jahren gelenkt.
  Die erste Gemeinderatssitzung mit dem neuen Bürgermeister findet eine Woche später, am 8. September , statt. (cj)

.................................................................................

Gunnar Poller (vorn) und Dirk Braun bei den Vorführungen. Foto: Bernhard Donke 

+++ Sächsische Zeitung, Mittwoch, 27. August 08 +++


Sportverein setzt auf starke Männer an Motorsägen
Von Bernhard Donke

 

  Der Timbersport hat seit einigen Jahren einen festen Platz beim Dorffest.
  Weit über hundert Zuschauer haben am Wochenende auf dem Arnsdorfer Sportplatz das Können von Lokalmatador Gunnar Poller und Europameister Dirk Braun im Timbersport verfolgt.
  Zum Dorffest in Arnsdorf-Hilbersdorf (SZ berichtete) gehören Vorführungen in dieser Sportart, bei der es um Kraft, Ausdauer, aber auch Geschicklichkeit geht, seit einigen Jahren dazu. Friedbert Lindner, Fachhändler von Motorsägen und Gartenbearbeitungsgeräten in Arnsdorf und dem Maschinen-Hersteller Stihl sind die Schauvorführungen im Ort zu verdanken.
          Schaulustige an der Bühne
  Die Sportart rührt von Holzfällern her. Sie lockt auch in Arnsdorf-Hilbersdorf immer viele Schaulustige an. In diesem Jahr wurden dabei zum ersten Mal alle sechs Disziplinen in dieser Sportart gezeigt, sagt Friedbert Lindner. Dazu hatte sich der Organisator auch gleich prominente Sportler eingeladen. Lokalmatador Gunnar Poller aus Arnsdorf ist bereits bekannt. An seiner Seite agiert diesmal der amtierende Europameister Dirk Braun aus dem westfälischen Winterberg. Für die Zuschauer stand auch das Angebot, sich hier selbst einmal mit der zweimetrigen Handsäge auszuprobieren, Kraft und Geschicklichkeit zu zeigen.
          Sieger kommt aus Mengelsdorf
  Die Zuschauer sahen sich das alles aber erst einmal von ihren Plätzen rund um die aufgebaute Showbühne an. „Ich wollte das mal miterleben“, sagt der Nieskyer Mario Weiß. „Im Fernsehen habe ich solche Wettbewerbe schon oft verfolgt und bin deshalb neugierig geworden. Ich werde mich vielleicht auch selbst mit der Handsäge versuchen.“ Konrad Arlt aus Kodersdorf hat sich dafür schon entschieden. „Warum nicht, ich habe schon mal bei einem ähnlichen Wettbewerb mitgemacht, und heute will ich unter den strengen Augen eines Europameisters eine Probe meines Könnens ablegen. Mal sehen, ob ich ihn überzeugen kann“, sagt er.
  „Von den mitmachwilligen Zuschauern wurden wir nicht enttäuscht“, sagt der Organisator der Show, Friedbert Lindner. „Es haben sich sehr viele gemeldet, die hier mal mitmachen wollen. Deshalb mussten wir dann doch die Teilnehmerzahl begrenzen.“ Sieger dieses Wettbewerbs wurde dann in 44,7 Sekunden der Mengelsdorfer Christian Buder.

 

Nachrichten

Noch zweimal Montagskino auf dem Pfarrhof

Arnsdorf-Hilbersdorf
. Das „Montagskino“auf dem Pfarrhof innerhalb der Landkino-Angebote kann in diesem Jahr noch zweimal genutzt werden. Am 1. September ist das deusche Drama „Am Ende kommen Touristen“aus dem Jahr 2007 zu sehen und am 8. September „„Das Zigeunerlager zieht in den Himmel“, ein sowjetischer Spielfilm von 1976. Die Filme beginnen 20 Uhr. Vom 12. bis zum 15. September gibt es dann noch eine Landkino-Herbstvariante.

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Dienstag, 26. August 08 +++


Volles Zelt beim Dorffest
Von Bernhard Donke

 

Der Sportverein hat ein unterhaltendes Programm gestemmt und dem Regen am Sonntag getrotzt.

Was die 120 Mitglieder des Sportvereins Arnsdorf e.V. zu ihrem Dorffest auf die Beine stellten, verdient Anerkennung. Da konnte der verregnete Sonntag die Stimmung nicht trüben, bestätigten Dietmar Nerger und René Barteldt vom Vorstand des Sportvereins. Obwohl die Sportler zu tun hatten, um den Wassermassen auf dem Sportplatz Herr zu werden. Denn schon vom Vormittag an, wo sich die Timbersportler mit ihren Vorführungen angekündigt hatten, gab es Dauerregen. Viele Gäste nahmen es gelassen. „Wir sind Stammgäste, schon allein weil unsere Männer hier vom Sportverein mithelfen. Uns macht der Regen nicht viel aus“, sagten die Besucherinnen Beate Schubert aus Arnsdorf und Marlies Kath aus Hilbersdorf. So mussten die Organisatoren, weil der Festplatz vom Regen total aufgeweicht wurde, das Nachmittagsprogramm von der Freilichtbühne ins Festzelt verlegen. Stimmungskanone „Harry Wuchtig“ und die drei jungen hübschen Mädchen vom sächsischen Nachwuchssängertrio „Kat“ verstanden es auf ihre Art, die Stimmung im vollbesetzten Zelt anzuheizen. Viele Gäste waren auch wegen des Auftritts von Schlagerstar Andrea Jürgens gekommen. Sie begeisterte das Publikum gut eine Stunde lang.

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Montag, 25. August 08 +++


Brutale Schläger beim Dorffest

 

Vierkirchen. Zwei derzeit noch unbekannte Schläger hatten während des Dorffestes am Sportplatz in Arnsdorf-Hilbersdorf am Sonnabend, gegen 2.30Uhr, Streit mit einem 29-jährigen Mann. Sie schlugen ihn mit Fäusten und fügten ihm dabei schwere Verletzungen im Gesicht zu. Als der Mann zu Boden ging, traten sie mit den Füßen auf ihn ein. Der Verletzte musste stationär in einer Klinik aufgenommen werden. Die Polizei hat Ermittlungen nach den brutalen Schlägern eingeleitet. (SZ)

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Sonnabend, 23. August 08 +++


Alles klar: Die Schule kann wieder losgehen

 

Buchholz. Grundschullehrerin Manuela Frenzel hat mit ihren Kolleginnen in den vergangenen Tagen alles bestens vorbereitet, damit die Mädchen und Jungen am Montag gut in das neue Schuljahr starten können. Auch die Bücher und Lehrmaterialien wurden dabei nach Klassenstufen sortiert.
  Eine Schuleintrittsfeier wird es heute in der Vierkirchener Grundschule nicht geben. Denn die sechs Abc-Schützen aus der Gemeinde werden mit in Jänkendorf eingeschult. Künftig soll es mit Waldhufen einen gemeinsamen neuen Grundschulstandort geben.
  Aber ansonsten besichtigen heute die 130 Erstklässler an den vier weiteren Görlitzer Umland-Grundschulen ihre Schule. Da wird natürlich nicht nur über die großen Zuckertüten gestaunt. Und dafür wurde auch in Zodel, Ebersbach, Markersdorf und Reichenbach alles gut vorbereitet. (bd)
 


Für den Schulstart ist alles gut vorbereitet. Auch Grundschullehrerin Manuela Frenzel in Buchholz hatte in den vergangenen Tagen alle Hände voll zu tun.Foto: Bernhard Donke  >>

.................................................................................

Die Ostritzer Ortschronistin und Leiterin des Literaturcafés, Josefine Schmacht, feierte gestern ihren 70. Geburtstag. Foto: Thomas Knorr 

+++ Sächsische Zeitung, Donnerstag, 21. August 08 +++


Ostritzer Lehrerin lebt für die Geschichte
Von Jan Lange

 

Josefine Schmacht hat gestern ihren 70. Geburtstag gefeiert. Die Ostritzer kennen sie vor allem als Ortschronistin, und Klosterführerin.
  Von jeher begeisterte sich Josefine Schmacht für Geschichte, in der Schule erhielt sie in dem Fach stets die Note eins. Auch später ließ sie die Historie nicht los. Als 1993 in der Neißestadt der Ostritzer Heimatverein gegründet wurde, gehörte sie natürlich zu den Mitgliedern der „ersten Stunde“.
  „Da ich selbst erst seit 1986 in der Neißestadt lebe, war ich auf vieles neugieriger als die einheimischen Ostritzer“, sagt Josefine Schmacht, die gestern ihren 70. Geburtstag feierte. Als Katholikin war es für sie fast selbstverständlich, sich auch dem Freundeskreis des Klosters anzuschließen, der sich im September 1994 gründete. So erhielt die gebürtige Egerländerin Einblicke in eine für sie bisher unbekannte Welt – die der Ordensschwestern des Klosters St. Marienthal.
          Rosen für Henriette Sontag
  Mit deren Geschichte beschäftigte sie sich ab 1995 sehr intensiv. Sie arbeitet Dokumente und Briefe aus dem Klosterarchiv und der Bibliothek auf. Zwei Broschüren waren das Ergebnis ihrer Recherchen: die erste trug den Titel „Klostersagen und -geschichten“, die zweite beleuchtete die Historie der Abtei im Spiegel ihrer Äbtissinnen.
  Oft waren es historische Persönlichkeiten, denen Josefine Schmacht besondere Aufmerksamkeit schenkte. So wie beispielsweise Henriette Sontag, die in der Gruft der Kreuzkapelle von St. Marienthal begraben ist. Anlässlich ihres 200. Geburtstages im Jahre 2006 entstand die Broschüre „Rosen für Henriette Sontag“. Derzeit beschäftigt sie vor allem das Leben und Werk des Komponisten Edmund Kretschmer, dem berühmtesten Sohn der Stadt. Sein Todestag jährt sich im September zum 100. Mal. Grund genug für die engagierte Ostritzerin, für ihn eine Festveranstaltung zu organisieren. Wenn diese vorbei ist, will Josefine Schmacht erst einmal eine Pause einlegen, ihre eigenen, sehr umfangreichen Sammlungen zur Ostritzer Geschichte sortieren und wieder etwas niederschreiben.
  Vor fünf Jahren initiierte sie zum Beispiel das Ostritzer Literaturcafe. Zwischen September und Mai treffen sich seitdem jeden Monat Literaturfreunde im „Cafe Giersch“. Auch als Klosterführerin hat Josefine Schmacht einen großen Anteil daran, dass die Abtei St. Marienthal heute weit über die sächsischen Landesgrenzen hinaus bekannt ist.
          Für ihr Engagement geehrt
  Für ihr Engagement – seit 1997 ist sie auch Ortschronistin – wurde sie vor zwei Jahren ausgezeichnet. Zusammen mit ihrem Mann Gerold, der genauso engagiert wie sie ist. „Nur durch seine Unterstützung waren manche Aktivitäten überhaupt möglich“, sagt Josefine Schmacht. Die beiden lernten sich in den 50er Jahren während des Lehramtsstudiums in Dresden kennen. Sie war damals aus Meiningen, wo sie seit dem Ende des Krieges lebte, nach Sachsen gekommen, er stammte aus Seitendorf, wuchs später in Ostritz auf. Nach ihrer Heirat 1960 kamen sie an die Schule in Buchholz (Kreis Görlitz), die 26Jahre ihre Heimat wurde. Ab 1986 war dann Ostritz ihr Zuhause.

.................................................................................

Beim Timbersport kann es auch schon einmal hoch hinaus gehen. Gunnar Poller aus Arnsdorf frönt dem außergewöhnlichem Sport schon seit vielen Jahren und hat die Vorführungen in seinen Heimatort geholt. Foto: Cornelia Jung

+++ Sächsische Zeitung, Mittwoch, 20. August 08 +++


Mit Axt und stärkster Säge der Welt beim Dorffest
Von Cornelia Jung
 

  Jede Menge Spaß und Unterhaltung für die ganze Familie bietet das Dorffest von Freitag bis Sonntag. Dabei hat sich der Sportverein Arnsdorf-Hilbersdorf mehrere Höhepunkte einfallen lassen. Im Seniorenprogramm am Freitagnachmittag sind die beliebten „Original Heideländer Musikanten“ zu Gast. Am Abend darf das Tanzbein zur Discomusik mit DJ Rutz’l geschwungen werden. Auch der Sonnabendabend ist für Tanzmusik reserviert. Gleichzeitig erlebt das Publikum „Die Verzauberer“ – eine Feuershow samt kleinem Feuerwerk. Beginn der beiden Abendveranstaltungen ist um 20 Uhr.
  Am Sonntag gibt es ab 10 Uhr eine Timbersportshow in sechs Disziplinen. Fliegende Späne, schwere Äxte und starke Motorsägen sind dann ebenso zu erleben wie Top-Athleten. Zum Beispiel zeigt Dirk Braun, amtierender Deutscher Meister und Europameister der Stihl Timbersport Series, sein Können. Die „stärkste“ Säge der Welt, mit 64 PS, wird vorgeführt. Wer möchte, nimmt an einem Showwettkampf teil, bei dem der erste Preis eine Motorsense ist.
  Ein Unterhaltungsprogramm steht ab dem Nachmittag auf dem Plan. Schlagersängerin Andrea Jürgens ist mit von der Partie. Der „Zauberpeter“ zeigt Hokuspokus. Harry Wuchtig bringt die Lachmuskeln in Schwung, Gesangs- und Tanzdarbietungen werden zu erleben sein. Nicht zu vergessen die Angebote für die Jüngsten: Toben auf der Hüpfburg, Schminken und Kinderfahrspaß sind angesagt..

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Dienstag, 19. August 08 +++


Polizeibericht

Betrunkener Radfahrer stürzt am Straßenrand

Vierkirchen.
In Arnsdorf fanden Passanten vorgestern, gegen 22.15 Uhr, einen 45-Jährigen, der am linken Straßenrand neben seinem beschädigten Fahrrad lag. Der Pedalritter kam offenbar von einer Geburtstagsfeier. Die hinzugerufene Polizei ließ den Mann pusten. Er hatte 2,56 Promille intus. Der Rettungsdienst musste den Betrunkenen, der sich beim Sturz verletzt hatte, in eine Klinik bringen.

Die Solisten Foto: Bernhard Donke 

.................................................................................

Russische Lieder erfreuen Gäste in der Dorfkirche
Von Bernhard Donke

 

Das Petersburger Solistenensemble „Neva“ begeisterte mit seinem Gesang die Zuhörer.
  Es war ein besonderer Freitagabend für die Kirchgemeinde. Erstmals in der Geschichte des Gotteshauses erklangen russisch-orthodoxe und russische Volkslieder. Die Kirche war liebevoll ausgeschmückt, und brennende Kerzen sorgten für eine besinnliche Stimmung. Mit herzlichen Worten begrüßte 19.30 Uhr Pfarrer Andreas Fünfstück das aus Sankt Petersburg kommende Vokalensemble „Neva“ mit drei Gesangssolisten, die Mitglieder und Ausbilder des berühmten Sankt Petersburger Konservatorium sind.Der Erlös ihrer Konzerte wird für die Ausbildung junger Nachwuchsmusiker in ihrem Land verwendet. Mit Schwung, kraftvollen Stimmen und gestenreich sangen sie sich in die Herzen der Zuhörer.
  Waren die geistlichen Lieder sicher den meisten der Zuhörer eher unbekannt, änderte sich das dann im Teil zwei des Konzertes mit klassischen russischen Volksliedern wie „Kalinka“, „Katjuscha“ und „Herrlicher Baikal“. Für Katherina und Hartmut Tobias war dieser Abend dann auch etwas ganz Besonderes. „Es war, und das ist sicher auch die Meinung der anderen Zuhörer, ein wirklicher Hörgenuss“, sagt Hartmut Tobias. Pfarrer Fünfstück kennt das Ensemble schon gut sechs Jahre. „Wir hatten sie auch schon zum Konzert in der Nieder Seifersdorfer Kirche.“

.................................................................................

Verein zeigt Bilder vom Dorffest im Internet

Buchholz/Tetta.
Das 31. Dorffest, das der Kultur- und Sportverein Mitte Juli im Park um die Freilichtbühne veranstaltet hatte, ist zwar Geschichte. Aber einen Eindruck davon bekommt, wer die Internetseite des Vereins anklickt. Dort gibt es einen bildhaften Rückblick auf das Fest mit 177 Motiven. Das SR-2-Rennen, Tanz und Unterhaltung sind zu sehen, und Sängerin Helene Fischer ist natürlich auch mehrfach präsent. (SZ/ah)    www.ksv-buchholz-tetta.de

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Freitag, 15. August 08 +++

polizeibericht

 

Auto-Fahrer landet im Vorgarten

Vierkirchen
. Ein Auto-Fahrer hat am Mittwochmorgen auf der S 123 im Vierkirchener Ortsteil Dobschütz in einer leichten Rechtskurve mit den Rädern seines Wagens den Randstreifen berührt. Daraufhin verlor der Mann die Kontrolle über sein Fahrzeug, er kam ins Schleudern und stieß mit dem Heck gegen eine Hauswand. Endstation war im Vorgarten auf einem Grundstück. Das Auto hat Totalschaden.

.................................................................................

Gemeinsam speisen, gemeinsam wandern: eine gelungene Reise. Fotos: privat

+++ Sächsische Zeitung (Niesky), Donnerstag, 14. August 08 +++

 Unser Vertrauen fiel auf fruchtbaren Boden
 

Melanie Gaertner, Marie-Luise Wenzel und Roland Micke schrieben der SZ:

  Es sind etwa 800 Meter. 800 Meter, die ein kleines Dorf namens Nagygalambfalva und eine Zigeunersiedlung in Siebenbürgen (Rumänien) voneinander trennen. Die Einwohner sowie die Zigeuner sprechen Ungarisch. Doch die meisten Dorfbewohner waren noch nie in der Zigeunersiedlung, haben noch nie die schlechten Häuser gesehen und wissen vielleicht nicht einmal, dass es da draußen keinen Strom und kein fließendes Wasser gibt. Viele nehmen Abstand von den Zigeunern, wollen mit ihnen nichts zu tun haben, weil Zigeuner für sie nur Menschen sind, die stehlen, anders leben und anders riechen.
  Doch es gibt eine Handvoll Menschen in Nagygalambfalva, die die Umstände in der Zigeunersiedlung ganz genau kennen, allen voran Pfarrer Kanyady. Er war lange Zeit Schmied, hat später ein Theologiestudium absolviert und ist Pfarrer der reformierten Kirche geworden. Er setzt sich sehr für diese Menschen ein, geht regelmäßig zu ihnen, kennt ihre Probleme, Sorgen und Ängste und weiß, dass nur einer von den Zigeunern lesen und schreiben kann.
  In der vergangenen Woche war Pfarrer Kanyady besonders oft bei ihnen. Mit ihm waren wir, eine Gruppe von jungen Leuten aus Melaune, Görlitz, Hoyerswerda und Umgebung, zu Besuch in der Zigeunersiedlung. Wir, unter der Leitung des CVJM-Sekretärs Thomas Brendel und des Regionaljugendwarts Tobias Walzok und mit der Unterstützung zweier Übersetzer vom Missiocenter Berlin, haben uns vom 25.Juli bis 3.August auf den 1500 Kilometer langen Weg gemacht. Gemeinsam mit Pfarrer Kanyady haben wir uns Zeit für diese Menschen genommen.
  Nach der anstrengenden Fahrt galt der Sonntagsgottesdienst als Startschuss für die kommende Kinderwoche. Pfarrer Kanyady sprach die Gemeinde in der gut besuchten Kirche direkt an: „Wer von euch war schon einmal da draußen bei den Zigeunern? Meldet euch!“ Von 134 Leuten meldeten sich nur vier. Als nächstes fragte er: „Wer ist euer Nächster? Hat nicht der barmherzige Samariter dem Verwundeten am Straßenrand geholfen und nicht der Schriftgelehrte?“ Der barmherzige Samariter ist eine biblische Figur aus dem Neuen Testament, die einem Obdachlosen zu essen, trinken und ein Dach über dem Kopf gegeben hat. Und tatsächlich, als es am Montag raus in die Zigeunersiedlung gehen sollte, fanden sich viele Kinder und einige Erwachse aus Nagygalamfalva am Pfarrhaus ein.
  Der unbefestigte Weg in die Siedlung ist beschwerlich und hat sich durch den Regen der letzten Tage in ein einziges Schlammloch verwandelt. Zum Glück hatten wir alle Gummistiefel dabei.
  Endlich bei den Zigeunern angekommen, wurden wir von einer Kinderschar mit offenen Armen und freudestrahlenden Gesichtern empfangen. In unserer monatelangen Vorbereitung, ist uns klar geworden, dass vor allem die Kinder unserer Aufmerksamkeit bedürfen.
  Deshalb sollte diese Woche eine Zeit werden, in der wir zusammen mit den Kindern spielen, klettern, basteln, gemeinsam mit ihnen essen und uns einfach für sie Zeit nehmen. Darüber hinaus haben wir ihnen die Geschichte von Josef und seinen Brüdern, aus der Bibel erzählt. Wir zeigten ihnen so, wie ein besseres Miteinander möglich ist, zum Beispiel mit der Ehrlichkeit. Als eine Art Test ließen wir das gesamte Spielzeug und andere wertvolle Dinge bei den Zigeunern zurück.
  Und wir wurden nicht enttäuscht sondern im Gegenteil noch überrascht: Tobias hatte einmal seine Sonnenbrille vergessen. Als er zurückging um sie zu holen kam ihm bereits ein Zigeuner mit der Brille in der Hand entgegen; was für eine Aufrichtigkeit! Selbst als wir einen Tag lang nicht vor Ort waren, und unsere Sonnensegel unter dem Wind gelitten hatten, sammelten die Zigeuner diese ein und bewahrten sie für uns an einem sicheren Ort auf.
  So war diese Woche geprägt von vielen einmaligen Eindrücken und Erlebnissen. Deshalb fiel uns der Abschied von den Zigeunern, besonders den Kindern, deren Vertrauen wir gerade so richtig erlangt hatten, und die so anhänglich waren, besonders schwer.

Der neue Besitzer des verfallenen Pferdestalles im ehemaligen Döbschützer Schlosshofensemble, der Görlitzer Geschäftsmann Bernd Himpel, hat mit den ersten Aufräum- und Sicherungsarbeiten begonnen. In absehbarer Zeit könnte ein weiterer Schandfleck im Dorf verschwinden. Foto: Bernhard Donke

.................................................................................

Rettung für die Ruine im Schlosshof

Von Bernhard Donke

 

  Ein Schandfleck soll verschwinden. Ein mutiger Käufer rettet den ehemaligen Pferdestall im Schloss vor dem Abriss.
  Die Ruine des ehemaligen Pferdestalles (vermutliche Bauzeit um die Mitte des 17.Jahrhunderts) im ehemaligen Schlosshof von Döbschütz ist schon seit vielen Jahren ein Schandfleck im Ort. Wurde das Gebäude zu DDR-Zeiten noch als Lager und vermutlich auch als Stallgebäude genutzt, verfiel es nach 1990 immer mehr.
          Ausbau für später vorgesehen
  Vor 20 Jahren hatte der Stall noch ein–wenn auch desolates– Dach. Doch auch das brach in den vergangenen Jahren immer mehr in sich zusammen. So ragen heute nur noch die kahlen, aber romantisch aussehenden Mauern in den Himmel.
  Während das historische Wasserschloss unmittelbar neben der Ruine vor Jahren einen Käufer fand und nun wieder bewohnt und genutzt wird, fand sich für den ehemaligen Pferdestall bis vor wenigen Wochen kein Nutzer. Jetzt aber gibt es Hoffnung für das Gebäude oder besser das, was noch von ihm übrig ist. Der Görlitzer Handwerksmeister und Inhaber eines Gas- und Wasserinstallationsbetriebes Bernd Himpel hat das Gebäude gekauft und will es für eine spätere Nutzung ausbauen. Er hat bereits mit den ersten Aufräum- und Bausubstanzsicherungsarbeiten im Gebäude und darum herum begonnen.
  Durch seine freundschaftlichen Beziehungen zu den benachbarten Schlossherren, die Familie Rößler, wurde der Görlitzer auf das Gebäude aufmerksam.
          Verschiedene Baustile vereint
  „Als Liebhaber historischer Dinge fand ich Interesse an diesem Gebäude, das verschiedene Baustile von Gotik über Renaissance, englischen Classic-Landhausstil, Barock bis hin zum Klassizismus in sich vereint. Außerdem liegt es in einer landschaftlich sehr schönen Lage. So habe ich es samt Gelände einfach gekauft“, antwortete er auf die Frage, warum er gerade dieses Gebäude käuflich erworben habe, obwohl man sich schon mit dem Gedanken des Abrisses vertraut gemacht hatte.
  Vorerst will der neue Besitzer durch Sicherungs- und Aufräumarbeiten die Bausubstanz der noch vorhandenen Gebäudeteile sichern und erhalten. Was er später daraus machen will, das wollte er noch nicht verraten. Aber Ideen zu einer Nutzung, die hat der Görlitzer angeblich schon.

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Mittwoch, 13. August 08 +++


Russische Musik erklingt in der Dorfkirche Buchholz

An diesem Freitag gastiert das Solistenensemble NEVA aus St. Petersburg 19.30 Uhr in der Dorfkirche. Das Programm beinhaltet Gesänge der Russisch Orthodoxen Kirche und Volkslieder. Der Eintritt für das Konzert ist frei. Um Spenden für die Förderung des künstlerischen Nachwuchses in St. Petersburg wird gebeten. (cj)

.................................................................................

Übernachtet wird in Zelten unterhalb der Kirche in Buchholz. Gemeinsam werden die deutschen und polnischen Mädchen und Jungen Ausflüge machen und Projekte durchführen. Foto: C. Jung 

+++ Sächsische Zeitung, Sonnabend, 2. August 08 +++


Junge Leute nutzen die Ferien zum Kennen lernen
Von Cornelia Jung

 

Polnische und deutsche Jugendliche nehmen bis zum Sonntag an einer Begegnungsfreizeit in Buchholz teil.
  Laientheater werden sie gemeinsam spielen, einen Abstecher auf die Kulturinsel Einsiedel machen und Görlitz besuchen. Außerdem stehen baden, Papier schöpfen und Spiele auf dem Plan. Acht junge Menschen aus Polen und drei deutsche Jugendliche verbringen bis Sonntag auf der Wiese hinter der Kirche ein Ferienlager der besonderen Art. Bei der deutsch-polnischen Begegnungsfreizeit zelten junge Leute im Alter von zwölf bis 19 Jahren und möchten sich gegenseitig kennen lernen.
          Nur drei deutsche Jugendliche
  Mateusz Ognodnik ist aus dem Nachbarland angereist. Er spricht fast perfekt die deutsche Sprache. „Mitgekommen bin ich, um beim Übersetzen zu helfen und gleichzeitig neue Menschen kennen zu lernen.“ Auch wenn nur drei deutsche Teilnehmer – zwei Zwölfjährige und ein 17-Jähriger aus Reichenbach und Sohland – dabei sind, gibt es für ihn und die anderen dafür noch mehr Gelegenheiten.
  Anna zum Beispiel war bereits bei der ersten Jugendbegegnung dieser Art in Krysztatowice im Jahr 2002 mit dabei. Die junge Frau ist nicht viel älter als die Teilnehmer, die sie betreut. „Es macht Spaß, sich bei solchen Projekten einzubringen“, sagt sie. Kai ist dabei, um neue Freunde zu finden und einen Schnupperkurs in Sachen polnischer Sprache quasi als schönen Nebeneffekt gleich mit zu erhalten. Das Camp biete dafür eine prima Möglichkeit. Und Stefan Biele, der die „integrative Freizeit“ organisiert hat, ist ebenso dabei, wie Mitglieder und Freunde vom Tenne-Verein.
  Beim Sitz des Jugendkulturzentrums in Buchholz sind die Besucher zu Gast. Der Verein pflegt seit rund sechs Jahren Kontakte zum polnischen Verein Choreia aus der Nähe von Wroclaw (Breslau). „Dort gibt es ein Kulturhaus, in dem einige der Mitgekommenen ihre Freizeit verbringen“, erzählt Mateusz Ognodnik.
  Immer im Wechsel zwischen Deutschland und Polen fanden die Begegnungen über beide Vereine statt. Nur im Vorjahr fiel das Projekt aus. In diesem Jahr dagegen wurde die Begegnung über das deutsch-polnische Jugendwerk finanziell gefördert. Dadurch sind auch die zahlreichen Freizeitangebote und ein minimaler Teilnehmerpreis von 15 Euro für alle fünf Tage möglich.

..................................................................................

J u l i   2 0 0 8

+++ Sächsische Zeitung, Donnerstag, 31. Juli 08 +++


Dorffest in Arnsdorf

Arnsdorf
. In Arnsdorf wird am 24. August ganz groß gefeiert. Dann findet auf dem Sportplatz das Dorffest statt. Höhepunkt der Veranstaltung sind ab 10.30 Uhr Timbersport-Vorführungen in sechs verschiedenen Disziplinen. Daneben gibt es bunte Angebote für kleine und große Besucher. (csz)

Steffen Thomas hat alle Schreiben von der Arbeitsagentur sorgfältig abgeheftet. Auf eine Antwort wartet er derzeit noch: Er hat seinen Fall auch dem Petitionsausschuss des Bundestages vorgetragen. Foto: Christian Suhrbier 


Arbeitsloser Arnsdorfer beklagt, dass Arbeitsvermittler ihn nicht richtig informiert hat
Von Claudia Neubert

 

  Steffen Thomas wollte die Meisterschule besuchen. Erst nach langem Hin und Her erfuhr er, dass er in der Zeit keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld hat.
  Steffen Thomas wohnt erst seit drei Monaten wieder in Arnsdorf. Die letzten acht Jahre arbeitete er in Bayern, hatte als Maschineneinsteller 20 Leute unter sich. Doch dann ging es der Firma schlechter, Entlassungen standen an. Da der 41-Jährige sowieso zurück zu seiner pflegebedürftigen Mutter und seinen zwei Kindern wollte, bot er eine einvernehmliche Trennung an. Die zweimonatige Sperre des Arbeitslosengeldes nahm er in Kauf.
  Der Fachkräftemangel im Osten und die Aussicht auf bessere Chancen hätten ihn dazu bewogen, sich über eine Ausbildung zum Meister zu erkundigen. Ein Abschluss als Facharbeiter reiche oft nicht mehr aus. Der gelernte Dreher bewarb sich bei der IHK Dresden um eine Aufstiegsfortbildung zum Geprüften Industriemeister Metall. Nach einer Infoveranstaltung berichtete er seinem Arbeitsvermittler von seiner Idee. „Der wies mich lediglich darauf hin, dass die Agentur für Arbeit eine solche Aufstiegsfortbildung nicht bezahlt.“
  Das habe er zur Kenntnis genommen und sich über das so genannte Meister-BAföG informiert. „Für mich stand aber fest, dass ich während der neunmonatigen Weiterbildung Anrecht auf Arbeitslosengeld habe.“ Erst nach einem weiteren Termin und einem Nebensatz seines Vermittlers musste er feststellen, dass dem nicht so ist.
  „Das hätte man mir gleich am Anfang klipp und klar sagen können“, wirft der Arnsdorfer der Arbeitsagentur vor. Stattdessen habe ihm sein Vermittler keine genaue Auskunft geben können und ihn an die Leistungsabteilung verwiesen. „Über die Hotline erfuhr ich, dass ich keinen Anspruch habe.“
          Richtlinien sind bekannt
  Die derzeit zuständige Geschäftsstellenleiterin der Görlitzer Arbeitsagentur, Ilona Winge-Paul, bedauert das Missverständnis. „Ich gehe davon aus, dass der Vermittler weiß, dass es bei einer Aufstiegsfortbildung kein Arbeitslosengeld gibt.“ Bei der Erörterung der komplexen Gesetzeslage seien Missverständnisse leider nicht immer auszuschließen. Aufgrund des Datenschutzes könne sie sich aber nicht näher zu dem Fall äußern.
  Im Allgemeinen gelte, dass nur zertifizierte Weiterbildungsmaßnahmen gefördert werden und auch nur dann, wenn bestimmte Bedingungen vorliegen. Eine Weiterbildung zum Meister könne nicht unterstützt werden, da es dafür das Instrument des Meister-BAföGs gebe. Damit sei die Arbeitsagentur nicht zuständig und könne auch nichts zahlen.
  Für Steffen Thomas, der nach seiner Scheidung für den Unterhalt seiner Kinder aufkommen muss und für die Meisterschule täglich nach Dresden müsste, ist diese Förderung keine Option. „Ohne das Arbeitslosengeld kann ich mir das nicht leisten.“ Der Traum vom Meister sei damit ausgeträumt.
  Nun überlegt er, ob er ein Angebot der Arbeitsagentur annimmt: Einen zertifizierten und daher geförderten CNC-Lehrgang, ebenfalls in Dresden, ebenfalls bei der IHK. „Dass meine Eigeninitiative aber gar nicht gewürdigt wird, enttäuscht mich trotzdem.“

.................................................................................

Bei Rosemarie Mann wachsen Kakteen auf dem Nussbaum. Foto: B.Donke  

+++ Sächsische Zeitung, Mittwoch, 30. Juli 08 +++


Einfach Kakteen auf den Nussbaum
Von Bernhard Donke

 

Eine Baumveredlung der besonderen Art hält ein Garten in Tetta bereit.
  Eine nicht alltägliche Idee, dafür aber um so schöner, hatte Rosemarie Mann aus Tetta: Als vor drei Jahren ihr im Vorgarten des Grundstückes stehender Nussbaum gestutzt werden musste, ließ sie den Baum nicht bis zum Wurzelansatz absägen. Vielmehr wurden die drei starken, aus der Wurzel hervor wachsenden Baumstämme, die sich nach oben nochmals verzweigen bis auf zwei Meter gekürzt.
  Der Schnitt erfolgte so, dass auf ihnen jetzt fünf Blumentöpfe mit 20- bis 25-jährigen Blattkakteen Platz finden. So wird jedes Jahr im Frühjahr, wenn kein Frost mehr droht, der Nussbaumstumpf zu neuem Leben erweckt. Die Kakteen blühen den ganzen Sommer über und erfreuen so den Betrachter genauso wie ihre Eigentümerin, die sie liebevoll pflegt.

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Dienstag, 29. Juli 08 +++


Montagskino startet wieder in Arnsdorf

 

Vierkirchen. Die Landkino-Saison startet weiter durch. Ab dem kommenden Monat, vom 4. August bis zum 15. September können Leinwandfans immer montags, um 20 Uhr, Filme in der umgebauten Pfarrhof-Scheune Arnsdorf erleben.
  „Gezeigt wird eine bunte und interessante Mischung verschiedener Genres“, sagt Andrea Gloger, Vorsitzende des Vereins für Kirchenbau- und Dorfgeschichte, der gemeinsam mit dem Landkinoteam den Hut für die Veranstaltungsreihe auf hat. Gestartet wird die Reihe mit dem DDR-Kultfilm „Das Puppenheim in Pinnow“.
  Am 11. August wird der 1969 gedrehte Defa-Film „Dr. med. Sommer II“ gezeigt. Die Komödie „Zur Sache Schätzchen“ flimmert am 18. August über die Leinwand. „Leergut“, ein tschechisches Drama, ist am 28. August zu sehen.
  Im September stehen mit der Herbstvariante des Landkinos insgesamt sechs weitere Filme auf dem Plan. (csz)

.................................................................................

Stefan Biele baut schon für die Jugendfreizeit in der Tenne auf.Foto: Jenny Ebert 

+++ Sächsische Zeitung, Montag, 28. Juli 08 +++


Beim Zelten kommt die Jugend mit den Nachbarn einfacher ins Gespräch
Von Jenny Ebert

 

  Jede Woche passiert etwas Besonderes. Nicht immer für alle, aber für einige Menschen. Stefan Biele will Vorurteile zwischen Polen und Deutschen abbauen.
  Stefan Biele kennt das Desinteresse an den polnischen Nachbarn. Einst hat er ähnlich gedacht. „Ich hatte früher nie mit deutsch-polnischer Zusammenarbeit zu tun und die Sprache fand ich auch nicht toll“, sagt er. Inzwischen lernt er sogar Polnisch. „Ich habe einfach Blut geleckt, könnte man sagen. Solche deutsch-polnischen Freizeiten für die Jugend sind eine tolle Sache.“ Vorurteile und Annäherungsschwierigkeiten könnten so auf ideale Weise abgebaut werden. Stefan Biele findet die Freizeiten so gut, dass er für diese Woche eine solche organisiert hat. Wieder, um genau zu sein, denn er macht das schon seit einigen Jahren. Am Mittwoch kommen zehn junge Leute zwischen 13 und 19 Jahren aus Polen nach Buchholz, um dort gemeinsam mit zehn Deutschen fünf gemeinsame Tage zu verbringen.
          Ausflug, Workshop und Spiele
  Dabei stehen ein Workshop und Integrationsspiele genauso auf dem Plan wie ein Ausflug zur Kulturinsel Einsiedel. „Die jungen Leute sollen einfach schöne Tage zusammen verbringen“, erklärt Stefan Biele, „wir nennen das integrative Freizeit.“ Da die Polen einen Dolmetscher mitbringen, dürfte die Verständigung kein Problem sein.
  Übernachtet wird in Zelten auf dem Gelände der Tenne. Dieses Jugendkulturzentrum in Buchholz ist sozusagen der Heimatverein von Stefan Biele. Im Nachbarort Gebelzig aufgewachsen, ist er vor einigen Jahren durch seinen jüngeren Bruder zum Verein hinzugestoßen und mittlerweile im Vorstand. „Ich bin für die deutsch-polnischen Dinge zuständig“, erklärt der 34-Jährige, der nach einem abgeschlossenen Ingenieurstudium in Zittau nun beim Dresdner Jugendamt arbeitet.
          Ein Schauspieler zeigt Übungen
  Die deutsch-polnische Jugendfreizeit gibt es seit 2002. Damals hatte sich unter anderem Pfarrer Helmut Törne, der mittlerweile im Ruhestand ist, für ein solches Camp eingesetzt. Es wurde seither fast jedes Jahr durchgeführt. Einmal in Deutschland, einmal in Polen, immer im Wechsel. Genauso lange hat der Tenne e.V. gute Verbindungen zu einem Verein namens Choreia bei Breslau, mit dem der Austausch stattfindet. „Der Betreuer der Polen ist Schauspieler von Beruf“, erzählt Stefan Biele, „das sorgt immer für nette Spiele bei den Freizeiten.“ Lockerungs- und Ausdrucksübungen für Schauspieler seien eine spannende Sache.
  Das deutsch-polnische Jugendwerk fördert die fünftägige Freizeit, sodass jeder Teilnehmer nur noch 15 Euro für alle Tage bezahlen muss. Ein Problem hat Stefan Biele allerdings noch: Die Resonanz auf deutscher Seite ist dürftig. „Deshalb würden wir uns sehr freuen, wenn sich noch ein paar junge Leute zwischen 13 und 19 Jahren anmelden“, sagt Stefan Biele. Bedingungen gibt es keine – wer Lust auf ein spaßiges Camp mit verschiedenen Freizeitmöglichkeiten hat, ist herzlich willkommen. Es sind ja schließlich Ferien.

.................................................................................

Horst Brückner (56) ist Bürgermeister

+++ Sächsische Zeitung, Donnerstag, 24. Juli 08 +++


"Ein Ehevertrag ist kein Thema“
Interview: Annett Preuß

 

Horst Brückner ist der einzige in Sachsen, der ab September gleichzeitig Bürgermeister in zwei Gemeinden ist: Vierkirchen und Waldhufen.
Herr Brückner, Sie sind im Juni in Waldhufen mit deutlicher Mehrheit im Amt bestätigt worden und haben sich gegen zwei Mitbewerber in Vierkirchen durchgesetzt. Ein Auftakt nach Maß als doppelter Bürgermeister?
Der eindeutige Wahlausgang erleichtert den Start natürlich. Doch noch ist es nicht soweit: Ich gehe davon aus, dass ich Andreas Nedos Amt in Vierkirchen ab 1. September übernehme. Die Übergabe wird Ende August sein.
Wird bei Ihrer Doppelfunktion nicht eine Gemeinde zu kurz kommen?
Nein, das denke ich nicht. Natürlich kenne ich noch nicht alle Strukturen in Vierkirchen. Und sicher gibt es dann zwei Gemeinderäte, zwei Verwaltungen, mehrere Kitas... Doch hier wie da arbeiten funktionierende Verwaltungen: Die Fachleute in der Verwaltungsgemeinschaft Reichenbach und im Verwaltungsverband Diehsa leisten die Hauptarbeit. Ich trage die Verantwortung und muss koordinieren. Aber der Bürgermeister ist nicht der König in den Gemeinden.
Sie arbeiten ehrenamtlich...
Das zwingt dazu, manches anders zu organisieren. Und die Bürger sollten wissen, dass ich nicht zu jeder Zeit und sofort zu sprechen bin. Ich befürchte jedoch nicht, dass deshalb der Draht zu den Menschen leidet. Die Waldhufener wissen, wie sie mich erreichen. Warum sollte es in Vierkirchen nicht auch so laufen?
Sie haben vor der Wahl von Synergieeffekten gesprochen. Welche können das sein?
Es gibt neben den vielen menschlichen Kontakten bereits gemeinsame Projekte beider Gemeinden. Das sind Anknüpfungspunkte.
Zum Beispiel?
Ganz aktuell sind der gemeinsame Grundschulstandort in Nieder Seifersdorf und die Abwasser-Erschließung. Waldhufen und Vierkirchen haben 1994 den Abwasserzweckverband „Schwarzer Schöps“ gegründet.
Wie ist dort der Stand?
Wir investieren in diesem Jahr in die weitere Erschließung rund drei Millionen Euro. Das Ortsnetz Arnsdorf-Hilbersdorf ist dran, außerdem ein Teil von Nieder Seifersdorf und Jänkendorf. Der Vorbescheid liegt vor.
Wovon können beide Gemeinden außerdem profitieren?
Für die Unterhaltung kommunaler Straßen benötigen wir Technik und Personal. Maschinen sind sehr teuer, ihr Einsatz in einem größeren Gebiet effektiver. Auch beim Personaleinsatz können wir im Notfall flexibler sein.
Beide Gemeinden zusammen haben knapp 5000 Einwohner. Dann wäre auch ein hauptamtlicher Bürgermeister möglich. Warum nicht gleich einen Ehevertrag aufsetzen?
Das ist überhaupt nicht das Thema. Ein Zusammenschluss muss von den Bürgern gewollt sein und im Vorfeld intensiv diskutiert werden.
Denken Sie nicht, dass der Freistaat nach der nächsten Landtagswahl 2009 aktiv wird?
Das müssen wir abwarten. Doch ich bin kein Freund aufgedrückter Gebietsreformen. Auch innerhalb des Verwaltungsverbandes (VV) Diehsa haben wir vier Bürgermeister dieses Thema in der Vergangenheit heiß diskutiert – und sind auf keinen Nenner gekommen.
Deshalb entgehen den Bürgern im Verbandsgebiet in diesem Jahr rund 450000 Euro Mehreinnahmen durch höhere Schlüsselzuweisungen. Mit Fördermitteln untersetzt, könnte diese Summe vervielfacht werden. Können Sie das mitverantworten?
Der Kuchen ist ja nicht größer geworden. Was ich an einer Stelle mehr austeile, nehme ich an einer anderen weg. Und wir sollten nicht immer nur über Geld diskutieren, über Kopfprämien etc. Die Strukturen sind wichtig und die Bindungen der Menschen. Die gibt es zwischen Vierkirchen und Waldhufen seit Jahrzehnten: durch Kirche, Landwirtschaft, Schule. Zwischen Thiemendorf und zum Beispiel Mücka bestehen keine. Deshalb bin ich auch gegen eine Einheitsgemeinde aus den vier Gemeinden im VV Diehsa gewesen.
Zurück zu Ihrer Herausforderung als doppelter Bürgermeister: Werden Sie dafür auch doppelt entschädigt?
Nein, das ist ein Irrtum. Ich erhalte nur einmal die Aufwandsentschädigung.

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Mittwoch, 23. Juli 08 +++


Deutsche und Polen erleben ihre Freizeit

Der Tenne e.V. lädt interessierte Jugendliche und junge Erwachsene gemeinsam mit zehn jungen Polen zu einem Jugendaustausch ein.

  Deutsche und polnische junge Leute werden sich auf einem gemeinsamen Jugendaustausch kennen lernen. Dieser findet vom 30.Juli bis zum 3.August als eine interkulturelle Freizeit in Buchholz an der Tenne statt. „Etwa 20 junge Polen und Deutsche verbringen fünf Tage bei gemeinsamen Aktionen: lustige Integrationsspiele, spielerisch und schauspielerisch, ein Kreativangebot, zwei Ausflüge und Freizeit mit Tischtennis, Volleyball, Baden und Relaxen am Lagerfeuer“, nennt Organisator Stefan Biele das Programm.
  Übernachtet wird in Zelten. Für jeden Teilnehmer kosten die fünf Tage nur 15 Euro, da die Jugendfreizeit gefördert wird. Die Freizeit beginnt am Mittwoch, dem 30. Juli, in Buchholz an der Tenne, gleich bei der Kirche ab 15Uhr und geht am Sonntag nach dem Mittagessen gegen 14Uhr an gleicher Stelle zu Ende. „Für die An- und Abfahrt ist jeder selbst verantwortlich, wer darin Probleme sieht, kann aber gern mit dem Tenne e.V. Kontakt aufnehmen, wenn er oder sie irgendwo abzuholen oder hinzubringen ist“, sagt Stefan Biele. (SZ/sg)

Für Informationen oder Anmeldung steht Stefan Biele zur Verfügung. Telefon 0351/4055956 (wochentags ab 17Uhr) oder 0162/7155326, per E-Mail:stefan.biele@gmx.de. Der Teilnehmerbeitrag ist zur Freizeit mitzubringen.

.................................................................................

Helene Fischer zeigte immer wieder ihre Publikumsnähe in Buchholz, was ihr auch mit Blumen gedankt wurde. Extra wegen ihres Idols ist der Fanklub „Helene Fischer“ aus dem Erzgebirge angereist. Fahrerisches Können war beim SR-2-Rennen gefragt, denn der Regen machte den Rundkurs durch den Buchholzer Park zu einer recht glitschigen Angelegenheit. Für die Jüngsten drehten sich die Karussells. Fotos: Bernhard Donke

+++ Sächsische Zeitung, Dienstag, 22. Juli 08 +++


Bunter Trubel beim Dorffest
Von Bernhard Donke

 

  Den Auftritt der Schlagerstars Steffen Jürgens und Helene Fischer hat beim Buchholzer Dorffest kaum jemand verpassen wollen. Die Einen brachten sicherheitshalber einen Regenschirm mit, Andere vertrauten Petrus und kamen nur in luftiger Kleidung. Doch der Schirm war zum Glück umsonst, denn wie Andreas Winkler vom Show-Express Körnern zu Beginn des Konzertes sagte, habe es noch nie geregnet, wenn Helene Fischer aufgetreten ist. Dabei hatte gerade der Regen den Organisatoren des Dorffestes am Freitag und Sonnabend einiges Kopfzerbrechen bereitet. „Aber da Buchholzer nun mal pfiffig und ideenreich sind, haben wir uns mit Holzschnitzeln geholfen und so alle Wege auf der Festwiese bestens begehbar gemacht“, sagte Dietmar Schlenz, Chef des Kultur- und Sportvereins Buchholz sowie Organisator des traditionellen Dorffestes.
  Am Sonntag war der Festplatz optimal vorbereitet und schon gegen 15 Uhr drängten sich die ersten Besucher dicht an der Freilichtbühne, um Schlagerstar Steffen Jürgens live zu erleben. Der ging auf das buntgemischte Publikum ein und heizte so richtig die Stimmung an, vor allem bei seinen weiblichen Fans. Die tolle Stimmung führte dazu, dass sich einige Besucher gern zu einem Tänzchen auf dem Festplatz verführen ließen.
          Fans und Wetter hielten aus
  Je näher der Abend kam, desto voller wurde die Festwiese, und als dann gar zur Sandmännchenzeit Helene Fischer aufkreuzte, stieg die Stimmung nochmals. „Ja, wir sind nur wegen Helene Fischer hier. Sie ist uns mit ihren Liedern regelrecht ans Herz gewachsen. Heute wollen wir sie einmal live erleben“, sagten das Seniorenehepaar Jutta und Peter Altmann aus Niesky. Auch Uta Lachmann aus Bautzen und Christina Noack aus Wilthen waren wegen ihres Idols Helene Fischer nach Buchholz gekommen: „Es ist fantastisch, was hier abgeht.“
  Um 20 Uhr wurde Helene Fischer mit rasendem Applaus von den tausenden Besuchern begrüßt. Dicht an dicht standen die Fans. Jene, die vorn an der Bühne keinen Platz mehr ergattern konnten, standen auf Bänken und Tischen, nur um einen Blick auf ihr Schlageridol zu werfen. Außerdem wurde der Auftritt auf einer großen Videoleinwand übertragen.
  Die Schlagersängerin begann mit einem Medley ihrer Lieder: Beginnend mit „Lass mich in dein Leben“ und „Ewig ist manchmal zu lang“ aus der neuen CD „Zaubermond“. Ihre wunderbar kräftige Stimme und ihre einzigartige Ausstrahlung verfehlten nicht ihre Wirkung.
  Es war schon fantastisch, wie sie es verstand, auf das Publikum einzugehen und es zu verzaubern. „Toll, ihre Ausstrahlung, Stimme und Publikumsnähe“, schwärmte Annett Maiwald, eine junge Mutti aus dem nahen Weißenberg-Lauske. Mehrere Zugaben musste die Schlagersängerin geben, ehe das Publikum zufrieden war.
  „Was wir und die Gäste heute erleben durften, hat uns alle Sorgen und Mühen vergessen lassen, die wir im Vorfeld mit der Organisation hatten“, sagte am Ende des Dorffestes Dietmar Schlenz sichtlich sehr zufrieden. Bereits am Sonnabend fand das traditionelle SR-2-Rennen zum Buchholzer Dorffest statt. Auf den Rundkurs durch den Park hatte wie im Vorjahr Manuel Vetter aus Melaune seinen fahrbaren Untersatz bestens vorbereitet und konnte erneut den Pokal als Sieger mit nach Hause nehmen.

Helene Fischer Foto: B. Donke 

Begeistert vom Publikum
Gespräch: Bernhard Donke

 

Im Gespräch mit der Sängerin Helene Fischer bei dem Konzert in Buchholz, bei dem sie sich sehr offen und locker gab.
Frau Fischer, sind Sie heute das erste Mal in der Oberlausitz?
Nein, ich war schon mehrmals Gast hier in der Region“.
Hat es Ihnen immer gefallen?
Ja, stets. Leider habe ich nie richtig Zeit gehabt, mich einmal gründlich umzusehen. Aber vielleicht werde ich später einmal dazu kommen.
Wie wurden Sie hier von den Menschen bei Ihren Auftritten empfangen?
Immer sehr freundlich und mit viel Begeisterung. Ich glaube die Menschen hier sind sehr aufgeschlossen und für alles Schöne, insbesondere auch für die Musik.
Wann werden Sie wieder hier in die Oberlausitz kommen?
Ich glaube schon im Oktober zu einen Oktoberfest in der Nähe von Löbau.
Und wie hat Ihnen das Publikum in Buchholz gefallen?
Sie haben es ja selbst miterlebt: Es war und ist unglaublich fantastisch und begeisterungsfähig.

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Sonnabend, 19. Juli 08 +++


Nachrichten
Von Constance Junghanß

 

Motorsägen sind wieder zum Dorffest in Aktion

Arnsdorf-Hilbersdorf
. Zum Dorffest am 24. August haben sich wieder die Timbersportler mit ihren Vorführungen in sechs Disziplinen angemeldet. Dirk Braun, amtierender Deutscher Meister und Europameister der Stihl Timbersport Series und der Arnsdorfer Gunnar Poller werden ihr Können mit der Motorsäge zeigen.

Schulbau in Nieder Seifersdorf wird teurer als geplant
Von Annett Preuß

 

Die Sanierung der früheren Mittelschule soll rund 400000 Euro mehr kosten. Waldhufen berät, wie das finanzierbar ist.

  Waldhufen und Vierkirchen halten am gemeinsamen Grundschul-Standort in Nieder Seifersdorf fest. Auch das neue pädagogische Konzept mit Ausrichtung auf ganztägige Angebote steht. Ab Ende August lernen die neuen ersten Klassen bereits gemeinsam in Jänkendorf. Nun muss Waldhufen als Schulträger noch eine Hürde nehmen, um grünes Licht für den Umbau in Nieder Seifersdorf zu erhalten: Der Bau wird rund 400000 Euro teurer – im Zuge der rasant steigenden Baupreise und nach Berücksichtigung aller Forderungen der Oberfinanzdirektion Chemnitz.
          Abriss des Altbaus geplant
  Dazu zählt der Abriss des Altbaus, sagt Bürgermeister Horst Brückner, der ab September auch Bürgermeister von Vierkirchen ist. Stattdessen soll ein Ergänzungsbau errichtet werden. Bei einer 50-prozentigen Förderung muss die Gemeinde die Hälfte der Summe stemmen. „Keine leichte Entscheidung“, sagt der Bürgermeister. Am Vorhaben dürfe das nichts ändern.
          Steuererhöhung wird erwogen
  Gemeinderat Waldhufen und Bürgermeister müssen „zusätzliche Einnahmen“ erschließen. Steuererhöhungen werden in Betracht gezogen, auch wenn sie unpopulär sind. „Ohne wird es aber nicht gehen“, sagt Brückner. Denn auch in den nächsten Jahren seien erhebliche Ausgaben notwendig – zum Beispiel für weitere Investitionen in den Schulstandort und die Turnhalle. Außerdem sei der „angespannte, aber zukunftsorientierte“ Etat unter einer Bedingung genehmigt worden: Statt der ursprünglich geplanten 480000 Euro Kredit darf Waldhufen nur 370 750 Euro aufnehmen.
  Die Leiterin der Schulverwaltung im Kreis, Marlies Wiedmer-Hüchelheim, hofft, dass die Gemeinde das Gewicht auf die Schule legt. Sie ist optimistisch, dass der Freistaat dann schnell reagiert. „Das Land steht unter Druck“, sagt sie. Denn es sei wichtig, dass der Schulstandort endlich Realität werde.

 

Neue Grundschule:

- Baukosten: 3,39 Millionen Euro
- 1. Bauabschnitt: Für 2,54 Millionen Euro sollen das Schulhaus umgebaut, Ergänzungsbau und Verbinder errichtet werden.
- Folgejahre: Turnhalle und Außenanlagen
- Zweckvereinbarung: Waldhufen und Vierkirchen haben 2004 den Schulstandort vereinbart.
- Schulträger: ist für beide Gemeinden Waldhufen.
- Zurzeit gibt es noch zwei Standorte: in Jänkendorf und Buchholz
- Ab dem Schuljahr 08/09 lernen die Erstklässler aus Vierkirchen und Waldhufen in Jänkendorf.

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Freitag, 18. Juli 08 +++


Gelungenes Hoffest in Buchholz

Leserbrief: Dieter Müller, Bautzen

Die Hoffeste auf dem Familienferienhof Leubner sind eine schöne Tradition der Bautzener Josua Gemeinde. Auch in diesem Jahr fanden über 300 Gemeindemitglieder und Gäste ihren Weg in das idyllische Buchholz bei Weißenberg. Das von Johannes Steinle gefühlvoll moderierte Fest begann mit einem großen Familiengottesdienst unter freiem Himmel. Danach war reichlich Zeit für Sport, Spiel, Entspannung und Gespräche. Einer der Höhepunkte war das von Alf Mudrich engagiert inszenierte Kindermusical „Noah, ein cooler Held“. Die Hauptdarsteller, Kinder aus Bautzen und Umgebung, sprühten vor Begeisterung und erfreuten das Publikum mit beachtlichem Talent.

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Donnerstag, 17. Juli 08 +++

Nachrichten

Von Anja Hecking

 

Treff für Eltern und Kinder nach der Sommerpause

Arnsdorf/Melaune. Die Krabbelgruppe des Kinderkreises Vierkirchen e.V. macht Sommerpause. Am 3. September findet in Melaune das nächste Treffen für Eltern und Kinder bis zu drei Jahren statt. Abwechselnd in beiden Kitas in Arnsdorf und Melaune wird zu vielfältigen Angeboten an den Mittwochvormittagen eingeladen. Spielen, basteln, turnen, experimentieren und Erfahrungsaustausch für die Großen gehören dazu. (SZ/ah)

Chronikblätter sind noch bis Ende Juli zu sehen

Buchholz
. Bis zum 31. Juli ist in den Logenräumen der Kirche die Ausstellung über historische Gasthäuser in Buchholz, Tetta und Umgebung sowie entlang der Via Regia zwischen Weißenberg und Reichenbach zu sehen. Täglich, 9 bis 18 Uhr, ist geöffnet, bei verschlossener Kirche im Pfarrhaus melden.

.................................................................................

Herbert Riedel vor der Alten Wassermühle in Vorbereitung des Frühlingsmarktes Foto: SZ-Archiv/C. Jung (vom 11.März)

+++ Sächsische Zeitung, Dienstag, 15. Juli 08 +++


Die „Alte Wassermühle“ zum Vereinshaus umgebaut
Von Bernhard Donke

 

Seit 2004 führt Herbert Riedel die Geschicke des Heimatverein Döbschütz/Melaune

  Wenn Melaune seinen Ostermarkt, die Kirmes feiert oder man auf eine Radwanderung geht, dann steckt hinter der Organisation solcher Veranstaltungen stets der Heimatverein Döbschütz /Melaune, an dessen Spitze seit 2004 Herbert Riedel steht. Der Ex-Bürgermeister und studierte Agraringenieur gehörte schon dem Vorgänger des heutigen Vereins seit Mitte der 1990er Jahre an. Mit seiner Pensionierung 2001 ergab sich die Möglichkeit, sich mehr im Vereinsleben zu engagieren. Bei den Vorstandswahlen 2004 stellte er sich mit für die Wahl zum Vorstand auf. „Ich wollte etwas im Verein und damit auch hier in Melaune/Döbschütz bewegen, und darum habe ich entschieden, mich der Wahl zu stellen.“
  Durch seine langjährige Arbeit als Brigadier auf der LPG „Thomas Müntzer“ Melaune und als Bürgermeister der Großgemeinde Vierkirchen stand er mitten im Leben und wusste, wie man die Leute anfassen musste, um sie für eine Sache begeistern zu können. Das müssen auch die Vereinsmitglieder so gesehen haben, denn sie wählten Riedel auf Anhieb zum Vorsitzenden ihres Vereins. „Dass sie so viel Vertrauen in mich setzten, war doch überraschend für mich“, sagt Riedel. Unter seiner Regie wurde dann auch die „Alte Wassermühle“ 2006/07 zum Vereinshaus umgebaut und präsentiert sich heute als ein kleines Schmuckstück am Melauner Burgberg.
  Doch allein der Ausbau der Mühle zum Vereinsheim kann es nicht gewesen sein, dass er bei den letzten Vorstandswahlen dieses Jahr in seiner Funktion als Vereinsvorsitzender bestätigt wurde.
          Erneut das Vertrauen erhalten
  „Es freut mich, dass die bisher geleistete Arbeit anerkannt wird und ich wieder das Vertrauen bekommen habe. Doch ich muss auch sagen, vieles wäre nicht möglich gewesen, wenn mich nicht die Vereinsmitglieder so unterstützt hätten“, sagt Riedel und verweist gleich auf die neuen Aufgaben, die er mit ihrer Hilfe und Unterstützung in den kommenden Jahren verwirklichen möchte.
  Unter anderem sollen der Ostermarkt, die Kirmes, das Tischtennis- und Kegelturnier und die Radwanderung noch weiter ausgebaut werden. Überhaupt soll das kulturelle Leben im Ort noch reicher werden.
  In diesem Jahr beabsichtigt der Verein erstmals gemeinsam mit den polnischen und tschechischen Partnergemeinden von Vierkirchen ein Herbstfest in Melaune zu organisieren. Weiterhin streben die 25 Vereinsmitglieder eine engere Zusammenarbeit mit den örtlichen Vereinen zur Bereicherung des kulturellen Lebens im Ort an. Das 2007 eingeweihte Vereinsheim „ Alte Wassermühle“ bietet da geradezu ideale Möglichkeiten.

.................................................................................

Moritz Lange, Jonas Hänsel, Svenja Görnitz und Timo Wirth aus Vierkirchen kamen beim Landeswettbewerb auf den fünften Platz. Sie erhielten ihren Preis von Landespolizeipräsident Bernd Merbitz (links) und dem Präsidenten der Landesverkehrswacht, Hartmut Ulbricht. Foto: Peter Kühnrich 

+++ Sächsische Zeitung, Sonnabend, 12. Juli 08 +++


Auf den fünften Platz gefahren

Von Bernhard Donke

 

  Die Schülermannschaft der Grundschule war beim Landeswettbewerb um den „Superfahrer“ erfolgreich.
  Beim Landeswettbewerb „Superfahrer“, der von der sächsischen Landespolizei und der Sächsischen Verkehrswacht organisiert wird, hatte sich die Mannschaft der Grundschule Vierkirchen in Buchholz qualifiziert. Nun galt es auch die Kreisverkehrswacht Niesky/Weißwasser, die die Mannschaft betreute und auf den Wettbewerb vorbereitete, in Dresden unter 39 teilnehmenden Mannschaften würdig zu vertreten.
  Das gelang den Schülern der 4.Klasse Moritz Lange, Svenja Görnitz aus Nieder Seifersdorf, Timo Wirth aus Melaune und Jonas Hänsel aus Arnsdorf dann ganz hervorragend mit dem 5. Platz in der Gesamtwertung. Sieger wurde das Team der Kreisverkehrswacht Stollberg.
  „Es ist doch ein sehr schöner Erfolg, den uns da die Schüler dieser kleinen Schule bescherten. Dafür möchten wir ihnen auch noch mal unseren Dank und Anerkennung aussprechen“, sagten die drei Übungsleiter des Teams, Udo Jurke und Klaus Ebeling von der Kreisverkehrswacht Niesky/Weisswasser des Niederschlesischen Oberlausitzkreises, und Hans Jürgen Keul vom Polizeirevier Niesky.
  „Mir persönlich haben damit die Schüler noch einmal eine sehr große zusätzliche Freude für meinen am 1.August nach 37 Jahren endenden Polizeidienst bereitet. Was auch ein Zeichen dafür ist, dass meine Arbeit in den letzten acht Jahren im Fachbereich Präventions-Verkehrserziehung mit dazu beigetragen hat, Früchte zu tragen“, sagte Hans Jürgen Keul.
          Für den Erfolg fleißig trainiert
  Für die Leiterin der Grundschule Vierkirchen-Buchholz, Gudrun Koch, kommt die gute Platzierung ihrer Schüler nicht ganz überraschend. „Ich freue mich für die Schüler und auch für unsere Schule, dass die vier den Niederschlesischen Oberlausitzkreis so gut vertreten haben. Da haben sie sich ein ganz großes Lob verdient. Überrascht hat es mich eigentlich nicht so sehr, denn die Kinder haben auch sehr fleißig trainiert.“
  Als Lohn für ihren Fleiß und ihre gute Platzierung bekommen sie eine Wochenendfahrt in das Abenteuerland „Belantis“ zuerkannt.

................................................................................

+++ FAKTuell Freitag, 11. Juli 2008 +++

 

Schnell ermittelt -
die Polizei hat an der Grenze zwei 59- und 65jährige Polen geschnappt. Sie sollen in Prachenau eine Wohnung ausgeräumt haben, während die Bewohner im Garten arbeiteten. Dabei hatten sie Schmuck und Bares im Wert von 2.500 Euro mitgehen lassen.

 

+++ Sächsische Zeitung +++

 

Polizei stellt Diebe nach einem Wohnungseinbruch

Vierkirchen. Am Dienstagvormittag drangen in Prachenau Diebe in ein Wohnhaus ein. Als die Mieter in ihre Wohnung kamen, stellten sie sofort fest, dass mehrere Schränke durchwühlt waren und rund 2500 Euro Bargeld fehlten. Durch die Polizei wurden Nachbarn befragt, die einen PKW und Teile eines polnischen Kennzeichens beschreiben konnten. Aufgrund dieser Hinweise konnten Beamte der Bundespolizei kurz darauf zwei polnische Staatsbürger (w 65 und m 59) festnehmen, die das Diebesgut aus Prachenau mit sich führten.

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Donnerstag, 10. Juli 2008 +++


Erfolgreiche „Superfahrer“

Von Bernhard Donke

 

  Niesky/Vierkirchen. Die Mannschaft der Kreisverkehrswacht Niesky-Weißwasser war mit dem 5.Platz unter 39 teilnehmenden Mannschaften beim Landeswettbewerb „Superfahrer“ am 8. Juli in Dresden sehr erfolgreich. Sieger dieses von der Landespolizei Sachsen und der Landesverkehrswacht organisierten Wettbewerbs wurde das Team der Kreisverkehrswacht Stollberg.
  Udo Jurke und Klaus Ebeling von der Kreisverkehrswacht Niesky-Weißwasser sowie Polizeihauptmeister Hans-Jürgen Keul von der Landespolizei, Revier Niesky, zeigten sich nach dem Wettbewerb sehr erfreut über die Platzierung ihrer Schüler Svenja Görnitz und Moritz Lange (Nieder Seifersdorf), Timo Wirth (Melaune) und Jonas Hänsel (Arnsdorf) aus der Grundschule Vierkirchen-Buchholz.

.................................................................................

Volles Programm bis zum Schluss für Andreas Nedo. Foto: Autorin 

+++ Sächsische Zeitung, Mittwoch, 9. Juli 08 +++


Die Bürgermeisterzeit endet
Von Cornelia Jung

 

  Bürgermeister Andreas Nedo verabschiedet sich. Sieben Jahre war der 51-Jährige im Amt. Andreas Nedo widmete sich besonders dem weiteren Ausbau der Infrastruktur der Gemeinde. So konnten unter seiner Regie die Feuerwehr-Gerätehäuser und die FF-Technik auf den neusten Stand gebracht werden. Auch Straßen- und Wegebau sowie die Verlegung des Abwassers in den einzelnen Ortsteilen wurden in Angriff genommen. Buchholz, Tetta, Melaune und Prachenau konnten in diesem Zuge mit Straßenbeleuchtung ausgestattet werden. Ebenso wurden während seiner Amtszeit fünf Brücken errichtet. Partnerschaften mit der polnischen Gemeinde Jezow Sudecki und der tschechischen Gemeinde Paseki nad Jizerou wurden auf den Weg gebracht. Zahlreiche gegenseitige Besuche unterstreichen seitdem das freundschaftliche Verhältnis der Kommunen untereinander. Der Vater von fünf Kindern wünscht sich, dass die Zusammenarbeit der einzelnen Ortsteile, der Ortswehren, der Vereine und der Kirchgemeinden künftig noch weiter vorangetrieben wird. „Die Zusammenarbeit ist zwar besser geworden, könnte aber noch intensiver sein“, sagt er. Andreas Nedo hat zwei Berufe erlernt. Er ist Elektromonteur und Sozialpädagoge. In letzterem Bereich wird er künftig arbeiten.

.................................................................................

 

Zum 12. Pfarrhoffest tauchten beim Gottesdienst auch ein Kreuzritter und das Andreaskreuz auf. Seifenblasen pusten an der Kirchenmauer machte vor allem den Kindern großen Spaß. Fotos: Autorin

+++ Sächsische Zeitung, Dienstag, 8. Juli 08 +++


Auch ein Kreuzritter findet den Weg nach Arnsdorf

Von Cornelia Jung

 

  Hinter der alten Pfarrhofsmauer steigen Riesenblasen in die Luft. Aus Seife sind diese und Kinder pusten mit ihren Eltern um die Wette, damit die schillernde Pracht in den Himmel fliegt. Am nur wenige Meter entfernten Teich schlängelt sich ein roter Faden auf Sandboden. Die Fadenstrecke laufen Mädchen und Jungen in Schritten ab, um herauszufinden, wie viele Meter Schnur ausgelegt wurden. Andere Kinder sind am Knobeln. Wie heißt die Spinne mit dem markanten weißem Zeichen auf dem Rücken oder das Kreuz am Bahnübergang?
          Die Herkunft der Kreuze
  Die Spiele finden im Rahmen des 12.Pfarrhoffestes am Sonntagnachmittag statt. Nach einem Gottesdienst unter dem Motto „Gekreuztes gibt Halt“ treffen sich die Besucher im Pfarrhof. Zuvor erlebten sie in der evangelischen Sankt Katharinen-Kirche einen ganz besonderen Gottesdienst. Es wurde nicht nur gepredigt und gemeinsam gesungen, sondern auch ein „echter“ Kreuzritter im kiloschweren Kettenhemd tauchte auf. In diese Rolle schlüpfte Winfried Neuer aus Reichenbach, der den Besuchern erzählte, was es mit den Kreuzrittern im Mittelalter auf sich hatte. Bildlich informiert wurde außerdem über die Herkunft des Andreas- und der anderen Kreuze sowie deren geschichtliche Hintergründe. Kaffee, selbst gebackene Torten und Puppenspiel für die Jüngsten rundeten den Nachmittag ab.
  Am Tag zuvor bereits hatte sich die kleine Kirchgemeinde mächtig für die Veranstaltung unter dem Slogan „Alle Wege führen nach Rom – und Arnsdorf“ ins Zeug gelegt. Rund 250 Besucher kamen. Der Titel ist ein kleines Wortspiel und bezog sich auf die extra aus Rom angereiste Musikgruppe „de Roma nostra“, die mit Akkordeon, Gitarrenklängen und Gesang dem Publikum einheizte. Eine himmlische Lichterkette als Aktion zum fünfjährigen Jubiläum des Ökumenischen Pilgerweges brachte den Zilsberg zu später Stunde zum Leuchten. Der Weg mit der Jakobsmuschel führt auch durch die Gemeinde. In der Scheune des Pfarrhofes ist ein Pilgerquartier eingerichtet. Bei im Vorjahr gezählten 350 Übernachtungen wird der Platz jedoch mittlerweile eng. Die Pilgerzahlen steigen ständig, heißt es von Seiten der Kirchgemeinde. Deshalb entsteht jetzt ein weiteres Pilgerzimmer in Arnsdorf, für das auch bei der Kollekte nach dem Gottesdienst Geld gesammelt wurde. Zum Pfarrhoffest konnten Neugierige schon einmal einen Blick hinter die noch unsanierten Kulissen der künftigen Herberge werfen.

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Freitag, 4. Juli 08 +++
Nachrichten

von Anja Hecking

 

Feuerwehrverein darf alte Scheune nutzen

Melaune
. Der Traditionsverein der Freiwilligen Feuerwehr Melaune/Prachenau/Döbschütz darf die ehemalige Bauhofscheune an der „Alten Wassermühle“ zum Unterstellen für historische Technik nutzen. Dem Abschluss eines Vertrages mit der Kommune hat der Gemeinderat zugestimmt.


Teil des Winterdienstes wird vergeben

Vierkirchen
. Einen Teil des Winterdienstes vergibt die Gemeinde an den Dienstleistungs- und Handelsbetrieb Marc Strehle aus Vierkirchen. Damit soll vor allem der Einsatz der Technik für die Gemeinde effektiver gestaltet werden. Die Kommune führt den Winterdienst bereits mit Hilfe von Firmen und in Eigenregie über den Bauhof durch..

.................................................................................

Chronikblätter über Gasthöfe sind bis Ende Juli zu sehen. Foto:SZ /Hecking 

+++ Sächsische Zeitung, Donnerstag, 3. Juli 2008 +++


Geschichte und Geschichten über Gastwirte von einst

Von Anja Hecking

 

  Chronikblätter über acht historische Gaststätten in Buchholz, Tetta und an der Via Regia zwischen Weißenberg und Reichenbach haben Ortschronist Gotthard Ender, seine Tochter Kerstin und Sonja Leubner vom Christlichen Kulturverein Tenne e. V. zusammengestellt. Mit Fotos, Postkarten, Episoden, Zeitungsausschnitten, alten Bierdeckeln und Werbeschildern erzählen sie über Gastwirte von einst und ihre Familien. Dabei wirkt die Ausstellung nicht überladen. Sie ist liebevoll, mit vielen Details gestaltet.
  Das einzige Gasthaus, das bis heute geöffnet hat, ist die „Deutsche Eiche“ in Tetta. Zwei Gasthöfe, in Neu Cunnewitz und Schöps, werden nicht näher betrachtet. Es gibt über beide wenig Material, weil sie nur kurze Zeit in Betrieb waren, erklärt Gotthard Ender.
          Bethaus und Trinkhaus
  Um die umfangreiche Ortschronik über Buchholz/Tetta jedermann zugänglich zu machen, entstand die Idee, Dokumente zu einem bestimmten Thema auszuwählen und als „Chronikblätter“ zu zeigen. So konnten sich die Besucher der Logenräume bereits über Ortsteile und Flurnamen informieren. 2004 wurde eine Ausstellung über 300 Jahre Wiedererbauung der Buchholzer Kirche gezeigt.
  „Wo ein Bethaus ist, ist auch ein Trinkhaus“, hat Pfarrer Andreas Fünfstück ein Zitat ins Gästebuch geschrieben. Nahe der Kirche sind Gasthöfe einst oft bei der Gründung der Dörfer entstanden. Der „Kretscham“ oder „Kretschen“ war das Zentrum. Nicht selten wurde hier auch Recht gesprochen – daher der Name „Gerichtskretscham“. Die Wirte betrieben die Gasthäuser fast nur im Nebenerwerb. Sie waren Bauern, Fleischer, Bäcker oder Kolonialwarenhändler und hatten es zu allen Zeiten schwer, ihre Existenz zu sichern. Schulden waren nicht selten, erklärt Gotthard Ender. Den berühmtesten Gast hatte der „Rotkretscham“ mit Johann Wolfgang von Goethe. Der Dichter rastete hier auf einer Reise nach Schlesien am 31. Juli 1790. Die Gasthöfe an der alten Handelsstraße Via Regia waren oft auch Herberge. Die Pferde wurden hier gewechselt.
          Geheimnisvoller Wechsel
  Einen geheimnisvollen Wechsel ganz anderer Art gab es ebenfalls im „Rotkretscham“. Hier sind ungewohnt viele Wirte bereits jung verstorben. Ob sie selbst ihr treuester Gast am Tresen waren, ist nur eine Vermutung. Doch nicht nur das. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts agierte hier eine Wirtin, die in kurzen Abständen mehrfach heiratete und immer wieder zur Witwe wurde. Vielleicht lag das an ihrem bewegten Leben – es ist auch hier nichts bewiesen. Interesse hat die Ausstellung bei den Besuchern auf jeden Fall geweckt.: „Wer war denn hier der letzte Besitzer?“ Oder: „Das ist ja der und der...“, hört man sie an Vitrinen und vor den Bilderrahmen fragen.

Ausstellung bis 31. Juli in den Logenräumen der Buchholzer Kirche; täglich, 9 bis 18 Uhr; bei verschlossener Kirche im Pfarrhaus melden.
Gasthöfe: „Zum Stern“, „Gerichtskretscham“, „Zur Sonne“ Buchholz; „Deutsche Eiche“ und „Bärenschenke“ Tetta; „Wasserkretscham“, „Rotkretscham“und „Zur Hoffnung“ in Reißaus.

.................................................................................

Manja Mohr (links) und Monika Lange (stehend) vom DRK-Kreisverband Weißwasser unterweisen die Schüler in der „Ersten Hilfe“. Foto: B. Donke 

+++ Sächsische Zeitung, Mittwoch, 2. Juli 2008 +++


Daumendrücken für vier junge Radler

Von Bernhard Donke

 

  Die Grundschüler in Vierkirchen wetteifern mit, um Sachsens bester Radfahrer in der vierten Klassenstufe zu werden.
  Dieses Jahr fahren Schüler der 4.Klasse der Grundschule Vierkirchen in Buchholz zum Landesausscheid nach Dresden. Auch aus Nieder Seifersdorf sind zwei Schüler mit dabei. Doch bevor es soweit ist, mussten sich die Mädchen und Jungen an ihrer Schule qualifizieren.
  Der Schulhof in Buchholz hatte sich nach dem Unterricht in ein kleines Übungsgelände für Fahrradfahrer verwandelt. Die Schüler Svenja Görnitz und Moritz Lange aus Nieder Seifersdorf (Waldhufen), Timo Wirth aus Melaune und Jonas Hänsel aus Arnsdorf haben sich aus dem Wirkungskreis der Kreisverkehrswacht Niesky-Weißwasser e.V. für den Landeswettbewerb „Superfahrer“ am 8.Juli in Dresden qualifiziert.
          Qualifiziert für Sachsen
  Für ihre Leistungen beim Vorentscheid bekamen sie neben den Medaillen auch ihre Berufungsurkunden zur Teilnahme am sachsenweiten Landesausscheid. Hier gilt es dann, in sechs Disziplinen sein Können unter Beweis zu stellen. Dazu zählen Fahrradtechnik, Erste Hilfe, Verkehrregeln bis hin zum Geschicklichkeitsfahren.
  „Wir als Kreisverkehrswacht wollen gemeinsam mit Hans-Jürgen Keul von der Landespolizei gemeinsam die Schüler optimal auf den Landesausscheid in Dresden vorbereiten“, sagt Udo Jurke von der Kreisverkehrswacht. Dazu haben sich auch die Schüler gründlich auf diesen Wettbewerb vorbereitet und fachliche Hilfe von Monika Lange und Manja Mohr vom DRK-Kreisverband Weißwasser geholt. Die beiden Frauen unterweisen die vier Schüler gründlich in der Ersten Hilfe. Bei den Verkehrsregeln steht Hans-Jürgen Keul den Schülern hilfreich zur Seite. Was Fahrradtechnik und Geschicklichkeitsfahren wie Langsamfahren betrifft, fühlen sich Udo Jurke und Klaus Ebeling von der Verkehrswacht zuständig.
  Dass dieses Training mit den jeweiligen Kreissiegern schon in den vergangenen Jahren Erfolge zeigte, bezeugen die meist guten Platzierungen und vorderen Medaillenränge die die Kreisverkehrswacht in den letzten Jahren mit ihren Schützlingen einnehmen konnte.
  „Für unsere vier Schüler ist die Teilnahme schon eine große Überraschung und auch Verpflichtung. Es freut mich besonders, dass sie es aus unserer relativ kleinen Grundschule geschafft haben. Dass sie dort gut abschneiden, dafür drücken wir ihnen alle hier an der Schule die Daumen“, sagt die Leiterin der Grundschule Vierkirchen, Gudrun Koch. „Und wir wollen unser Bestes geben und uns anstrengen, so dass wir unsere Schule würdig in der Landeshauptstadt vertreten“, sagen alle vier qualifizierten Schüler im überzeugenden Ton.

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Dienstag, 1. Juli 2008 +++

Isabell Hanus aus Buchholz ist die bisher erfolgreichste Teilnehmerin der Mittelschule Reichenbach am Englischwettbewerb „Big Challenge“. Von den über 1000 sächsischen Schülern, die teilnahmen, kam die 14-Jährige auf einen achtbaren 20.Platz. Foto: SZ/Steffen Gerhardt  


England und seine Sprache in 54 Fragen

Von Steffen Gerhardt

 

  „Es geht nicht nur darum, gut in der englischen Sprache zu sein, man muss auch etwas über Land und Leute wissen“, ist die Erfahrung von Isabell Hanus. Sie besucht die Klasse 8a der Mittelschule Reichenbach. Und seit sie auf die Mittelschule geht, nimmt sie jedes Jahr an dem Sprachenwettbewerb „Big Challenge“ teil. „Dass ich in diesem Jahr von über 1000 sächsischen Schülern auf den 20.Platz gekommen bin, freut mich sehr. Meine bisher beste Platzierung“, sagt Isabell, die in Buchholz zu Hause ist. Bundesweit ist sie unter die ersten Zehn gekommen, wenn man ihre Platzierung auf Platz 870 zu den insgesamt 13879 Teilnehmern der Klassenstufe 8 relativiert.
  Dass Isabell ein Achtungszeichen für ihre Schule gesetzt hat, freut auch Englisch-Lehrerin Evelyn Nitsch. Sie ist zugleich die Koordinatorin dieses jährlich im Frühjahr veranstalteten Wettbewerbes, an dem sich auch Schüler aus Frankreich und Spanien beteiligen. Aber Isabell ist nicht die einzige, auch wenn sie dieses Mal besonders viele Kreuze richtig gesetzt hat. „40 Schüler der Klassen 5 bis 8 stellten sich dem Wettbewerb, zuvor gab es in jeder Klasse einen Vorentscheid und die jeweils zehn Besten nahmen am ,Big Challenge’ teil“, erzählt Evelyn Nitsch. Damit wurde der Wettbewerb zur Sache für alle Schüler in den vier Klassenstufen.
  „Wir nehmen nun das dritte Jahr daran teil und finden diesen internationalen Wettbewerb eine Bereicherung für den Sprach-Unterricht. Zugleich gibt er den Schülern auch Anreiz, sich nicht nur über die Sprache mit dem Land Großbritannien zu beschäftigen“, sagt die Koordinatorin. Wie zur Abschlussprüfung füllten die 40 Mädchen und Jungen ihre Fragebögen in der Aula der Schule aus und auch die Auswertung und Auszeichnung der besten Arbeiten erfolgte in einem würdigen Rahmen an der Schule.
          Vokabeln und Landeskunde
  Isabell würde gern nächstes Jahr wieder mitmachen, aber da sie dann in die 9.Klasse geht, zählt sie nicht mehr zur Zielgruppe für diese „Große Herausforderung“. Jedenfalls haben Vorbereitung und Teilnahme ihr viel Spaß gemacht und den geistigen Horizont über diesen Inselstaat erweitert. Denn die Fragen sind „querbeet“, umfassen neben Vokabeln, Grammatik und Aussprache auch die Landeskunde.
  www.thebigchallenge.com/de/index.php

Waldemar Scharf (links) und Eckhard Miertschink setzen die Granitsteine für die mörtellose Mauer um die Schlossteichinsel im Buchholzer Park. Bis zum Buchholzer Dorffest in wenigen Wochen soll der Teich wieder geflutet und die Inselmauer fertig gestellt sein. Foto: B.Donke 


Neue Mauer für den Buchholzer Teich

Von Bernhard Donke

  Bis zum Dorffest von Vierkirchen Mitte Juli sollen Teich und Insel wieder nutzbar sein.
  Seit Langem war der Schlossteich im Buchholzer Schlosspark mehr ein Sumpfloch als ein Teich, auf dessen Wasseroberfläche man sich spiegeln konnte. Nun ist sein Dornröschenschlaf beendet worden. Durch Ein-Euro-Jobber der Ostsächsischen Dienstleistungs- und Strukturgesellschaft mit Sitz in Görlitz werden der Teich und die Insel saniert und renaturiert.
  Nachdem der Teich entwässert und vom Schlamm der letzten 30 Jahre befreit wurde, setzen Eckhard Miertschink und Waldemar Scharf eine mörtellose Mauer aus Granitsteinen aus den hiesigen Steinbrüchen um die Insel herum. Damit wird ein Unterspülen der Insel verhindert.
  „Das ist uns sehr wichtig, denn die Steinmauer verhindert, dass die Insel immer kleiner wird und uns so vielleicht eines Tages ganz wegfallen würde. Damit dürfte auch eine unserer Attraktionen beim traditionellen Buchholzer Dorffest fehlen“, sagt Udo Gleisenberg als Ortsvorsteher. „Denn die Insel ist beim Dorffest mit ihrer aufgebauten Inselbar, die mit bunten Lichtern beleuchtet wird, immer eine Attraktion für unsere Gäste“, fügt der Ortsvorsteher noch hinzu. Viel Zeit ist nicht mehr bis zum Buchholzer Dorffest vom 18. bis 20.Juli. So werden sich die Arbeiter sputen müssen, damit auf der Insel der Barkeeper wieder fröhlich feiernde Leute begrüßen kann.

 

Anerkennung für Tenne im Dorfwettstreit
Von Anja Hecking

Christlicher Kulturverein erhält Anerkennung für beispielhaftes Engagement im ländlichen Raum.
  Unter die ersten Vier beim Dorfwettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ im Regierungsbezirk Dresden haben es Buchholz, Kodersdorf und Alt-Weinhübel zwar nicht geschafft, dafür ist die Freude beim Christlichen Kulturverein Tenne e.V. groß. Für sein kulturelles Engagement im ländlichen Raum und für seinen Anspruch, vielfältige Kultur aufs Dorf zu bringen, wurde er als beispielgebend hervorgehoben und bei der Abschlussveranstaltung in Schwarzkollm geehrt.
  Buchholz, Alt-Weinhübel und Kodersdorf hatten sich 2007 von 58 Teilnehmern auf Kreisebene für den Bezirkswettstreit qualifiziert. Dort waren 14 Kommunen angetreten. Im Mai war die Jury vor Ort unterwegs. Aber auch ohne Weiterkommen bringt die Teilnahme immer neuen Schwung in den Ort.

 

Römisches zum Pfarrhoffest mit Lichterkette

 

Arnsdorf-Hilbersdorf. „Alle Wege führen nach Rom oder Arnsdorf“. Unter diesem Motto steigt am 5. und 6. Juli das Pfarrhoffest. Am Sonnabend spielt das Trio Romanosta um 19 Uhr auf. 22 Uhr wird eine Himmelslichterkette vom Zillsberg gebildet. Eine halbe Stunde später erleben die Besucher dann „Römisches in der Kirche“. Und zum Wachbleiben kommt Romanostra ab 23 Uhr nochmals kräftig zum Zuge. Der Sonntag beginnt um 14 Uhr mit einem Familiengottesdienst. Anschließend steigt auf dem Pfarrhof ein „Romlastiges Programm“. 17 Uhr steht Puppentheater auf dem Plan. Und um 19 Uhr feiert der Verein für Kirchenbau und Dorfgeschichte sein zehnjähriges Vereinsjubiläum. (csz).

..................................................................................

J u n i   2 0 0 8

Die Frauen und Männer der Freiwilligen Feuerwehr von Arnsdorf-Hilbersdorf vor ihrem Gerätehaus in Arnsdorf. Es wurde im Jahr 2003 fertig gestellt und hat auch einen Schulungsraum.Foto: Christian Suhrbier  

+++ Sächsische Zeitung, Dienstag, 24. Juni 2008 +++


Arnsdorfer Wehr zählt schon 105 Jahre

In einer Serie stellt die SZ Freiwillige Feuerwehren in ihrem Verbreitungsgebiet vor. Heute: die FFw Arnsdorf-Hilbersdorf.

Gegründet wurde unsere Feuerwehr 1903.

Wir sind derzeit 28 Mitglieder, darunter sechs Frauen. Aktive Einsatzkräfte gibt es 17, davon sind drei Frauen. Wir haben zusammen mit der Gemeinde Vierkirchen eine Jugendfeuerwehr mit zurzeit 12 Mitgliedern.

Wir treffen uns im Schulungsraum unseres Gerätehauses.

Unsere Technik besteht aus einem Löschfahrzeug mit 600-Liter-Wassertank, kurz LF 8/6 genannt, Baujahr 1996.

Alarmiert werden wir über Sirene im Ort und über Funkmelder.

Investitionen seit 2000: Ein neues Gerätehaus für die Technik einschließlich Schulungsraum wurde im Jahr 2003 fertiggestellt.

In den vergangenen Jahren gab es einige Einsätze für uns. Eine Brandserie hielt uns 2006 in Atem, als die Holzmühle brannte und eine Scheune am Heideberg. Zu Beginn 2007 sorgte das Sturmtief Kyrill für einen weiteren großen Einsatz.

Die Zusammenarbeit erfolgt mit polnischen und tschechischen Feuerwehren. Eine gute Zusammenarbeit haben wir mit den Nachbar- und Ortswehren sowie mit der Gemeinde Vierkirchen. In verschiedenen Bereichen und auch bei vielen Veranstaltungen helfen wir mit, soweit es für uns auch machbar ist.

Wir wünschen uns, dass Personal, Technik und Ausrüstung den Anforderungen und Unfallversicherungen entsprechen und ihnen angepasst werden. Außerdem wünschen wir uns an Personal mehr junge Kameradinnen und Kameraden, und auch eine neue Tragkraftspritze Typ TS 8.

So sind wir erreichbar: R. Kosan, Wehrleiter, Arnsdorf Nr. 73

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Sonnabend, 21. Juni 2008 +++

 

Neue Schau über alte Gasthäuser in den Logenräumen

Von Anja Hecking

Buchholz/Tetta. Fotos, Zeitungsausschnitte und weitere Schriftstücke über historische Gaststätten in Buchholz und Tetta sowie entlang der Via Regia zwischen Weißenberg und Reichenbach sind ab Sonntagnachmittag in den Logenräumen der Buchholzer Kirche zu sehen. Die Ausstellung, die Kerstin und Gotthard Ender sowie Sonja Leubner zusammengestellt haben, wird innerhalb der Reihe „Chronikblätter“ gezeigt. Veranstalter ist der Christliche Kulturverein Buchholz, Tenne e.V., der in den Logenräumen der Kirche zwei- bis dreimal im Jahr Ausstellungen anbietet.
  Die neuen „Chronikblätter“ über die historischen Gasthäuser sind in den nächsten Wochen hier zu sehen. Der erste Teil hatte über Ortsteile und Flurnamen informiert.
  Interessenten sollten sich über das Pfarramt in Buchholz, Telefon 035876/4 27 16 oder über Gotthard Ender in Tetta, Telefon 035876/41776, melden. Die Eröffnung findet am Sonntag nach dem Gottesdienst um 15 Uhr statt. Sie ist Teil des Kirchgemeindefestes Buchholz/Tetta.

.................................................................................

Rosemarie Mann (links) und Julia Lassmann wachten, dass niemand dem Rehkitz vor seiner Freilassung am Abend zu nahe kam. Foto: B.Donke

+++ Sächsische Zeitung, Donnerstag, 19. Juni 2008 +++


Rehkitz sucht Mutter
V
on Bernhard Donke

 

  Um ein elternloses Reh hat sich Rosemarie Mann mehrere Tage gekümmert. Inzwischen lebt das Tier wieder in der freien Natur.
  Nicht schlecht gestaunt hat Rosemarie Mann aus Tetta, als sie an einem Vormittag vor dem Eingang zum Friedhofsgelände in Tetta plötzlich auf ein Rehkitz stieß. Das kleine braungescheckte, etwa acht Tage alte Tier schien zu schlafen. „Es lag ganz ruhig da“, erzählt die Frau. Sie habe aber die Atembewegungen am Körper wahrgenommen. Die Frau informierte sofort den für Buchholz-Tetta zuständigen Förster Rudi Kochte.
  Der schaute sich auch gleich das Tier an und riet, es liegen zu lassen. Es sollte aber so abgesichert werden, dass ihm niemand zu nahe kommt. Rosemarie Mann machte sich zur Aufgabe, aller Stunden nach dem Rehkitz zu sehen. Erst abends, gegen 22 Uhr, öffnete sie die Absperrung. In der Nacht fand sich das Muttertier ein, um das Kitz mitzunehmen.

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Mittwoch, 18. Juni 2008 +++

 

Witzige Ortstafeln zur Orientierung

Von Anja Hecking

Gemeinde plant Tafeln mit Karten in den Ortsteilen

Vierkirchen. Die Werbeagentur „diedrei“ aus Bautzen wird bis Juli ihren Entwurf für die Informationstafeln in den Ortsteilen überarbeiten. Dabei sollen vor allem die vorhandene Bebauung, Straßen und Wege möglichst genau wiedergegeben werden. Ansonsten hat sich der Gemeinderat bei zwei Nein-Stimmen mehrheitlich für die neue pfiffigere Variante ausgesprochen.
  Diese gibt zum Beispiel Häuser und Bäume nicht als farblich markierte Flächen wieder, sondern in ihrer tatsächlichen Form. Als witzig und bunt beschreibt Markus Till aus Bautzen den Vorschlag seiner Firma. „Wollen Sie eine normale Karte oder etwas Einzigartiges“, fragte er den Gemeinderat. Alternative wären topografische Allerwelts-Karten gewesen, um an Schautafeln oder Haltestellen Gäste und Bürger zu informieren.
          Einheitliches Bild in den Orten
  Ursprünglich war die Gestaltung der Ortstafel in Melaune Auslöser für das Thema. Das war vor etwa zwei Jahren. Inzwischen plant die Gemeinde das auch für Buchholz und Arnsdorf-Hilbersdorf. „Es sollte vor allem einheitlich für das Gemeindegebiet werden“, erklärte Bürgermeister Andreas Nedo (parteilos). Den meisten Gemeinderäten gefiel die neue Variante recht gut. „Sie lädt eher zum Hinschauen ein als eine normale Landkarte“, sagte Thomas Scholz (Freie Wählervereinigung Arnsdorf-Hilbersdorf). Allerdings sollten die Gegebenheiten vor Ort besser festgehalten werden. „Nicht alle Straßen stimmen im Entwurf. Es fehlen ganze Züge, auch die tatsächliche Bebauung sollte erkennbar sein“, erklärte Udo Gleisenberg (Wählervereinigung Buchholz/Tetta). Herbert Riedel (Aktive Wählervereinigung Döbschütz/Melaune/Prachenau) ergänzte: „Die Genauigkeit ist wichtig, auch wenn mir die Art der Gestaltung gefällt.“
          Bedenken durch Glashäuschen
  „Eine normale Karte dient dem Anliegen der Orientierung mehr“, schätzte Christine Nicht (FWV Arnsdorf-Hilbersdorf) ein. Auch ihr fehlten im Entwurf die vielen kleinen Wege im Dorf. „Die Darstellung ist bestimmt ein Hingucker, aber sie passt nicht zu unseren modernen Bushäuschen.“ Deshalb stimmte auch Peter Gloger (ebenfalls FWV) gegen den Entwurf. Der Ortschaftsrat in Arnsdorf will die Karten an den gläsernen Bushäuschen anbringen. „Diese sind einfach gehalten. Damit werden die Karten nicht an diesem Platz funktionieren“, sagte Peter Gloger.
  Markus Till von der Werbeagentur wies darauf hin, dass noch keine Rad- und Wanderwege, Pilgerrouten und Sehenswürdigkeiten in den Plan aufgenommen wurden, weil sich der Gemeinderat erst zur Gestaltung positionieren sollte. Dem Anspruch, dass sich jeder zu jeder Zeit auf der Karte zurechtfinden kann, will die Werbeagentur nachkommen. Sie wird bis zum Gemeinderat im Juli die überarbeitete Variante und eine Kostenübersicht vorlegen.

.................................................................................

Die Damen-Auswahl zieht mit ganzer Kraft den Traktor. Foto: B. Donke 

+++ Sächsische Zeitung, Dienstag, 17. Juni 2008 +++

 

Starke Frauen beim Dorffest
Von Bernhard Donke

 

Prachenau. Mit lautem Hauruck und leichter Unterstützung durch den Lanzfahrer zogen die fünf Mädchen und jungen Frauen unter lauten Anfeuerungsrufen den schweren Lanz auf der 20 Meter langen Bewertungsstrecke, der neuen Dorfstraße in Prachenau. Nun am Ende lagen sie mit gut zehn Sekunden Abstand hinter den siegreichen „Harten aus dem Garten“ aus dem Heidedorf zurück. Neun Männerteams und das der jungen Frauen stritten am Sonntagvormittag um das stärkste Team beim 9.Prachenauer Lanz- Bulldog-Ziehen.
  Nach dieser Anstrengung schwangen die Prachenauer und ihre Gäste am Abend das Tanzbein und ließen sich das Bier beim Frühschoppen am Sonntag mit den Oberländer Musikanten schmecken. Am Nachmittag beim Streit der „Bierhähne“ gab es nochmals viel Gaudi für die wieder zahlreichen Besucher die das traditionelle Dorffest und auch das noch recht sommerliche Wetter anlockte.
  Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr und die Sportfreunde des SV Prachenau e.V. organisierten auch in diesem Jahr das Prachenauer Dorffest wieder.

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Sonnabend, 14. Juni 2008 +++
 

Paul Hoke, Siegfried Bartho und Siegfried Richter (v.l.) geben dem Vereinsheim neue Farbe. Foto: bd 

Prachenau feiert sein Fest
Von Bernhard Donke

Zwei Tage feiert der kleine Ort sein Dorffest und sucht wieder die stärksten Teams beim Lanz-Ziehen.

Prachenau. Diese Woche war putzen und aufbauen angesagt, damit heute das traditionellen Dorffest in Prachenau beginnen kann. Die Frauen und Männer vom Sportverein und der Freiwilligen Feuerwehr sind seit Tagen auf dem Sportplatz und Vereinsgelände damit beschäftigt. „Wir sind nur ein sehr kleiner Ort und haben nicht die meisten Mitglieder in der Feuerwehr und im Sportverein, aber zum traditionellen Dorffest, da packen alle an und machen mit. Die Gäste haben sich stets bei uns wohlgefühlt und so soll es auch in diesem Jahr sein“, sagt Paul Hoke, der Cheforganisator vom Sportverein und der Feuerwehr, während er auch beim Aufbau des Festzeltes kräftig mit Hand anlegt.
  Seit vielen Jahren sind der Sportverein und die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr die beiden Stützen, die in dem kleinen Ortsteil von Vierkirchen das kulturelle Leben organisieren und bestimmen. Sie haben das traditionelle Maibaumstellen mit Hexenfeuer, das Kinderfest und das Dorffest aus der Taufe gehoben und organisieren es nun seit vielen Jahren. „Auf einem so kleinen Dorf wie dem unsrigen, da halten die Leute noch zusammen und feiern auch gemeinsam“, sagt Paul Hoke.
  Und dass sie feiern können, das stellen sie alljährlich mit dem Dorffest unter Beweis. Dass dabei die Kinder nicht zu kurz kommen, dafür wird auch alle Jahre wieder gesorgt. „Denn auch dieses Mal haben wir uns einige Überraschungen für sie ausgedacht“, so Paul Hoke.

.................................................................................

Aufmerksam befolgen Anna (rechts) und Florian (links) aus der 1.Klasse die Hinweise von Martina Maria Renz zum Balancieren.Foto: B. Donke 

+++ Sächsische Zeitung, Freitag, 13. Juni 2008 +++


Kleine Artisten üben fleißig
Von Bernhard Donke

 

Buchholz. Für die Schüler der Grundschule Waldhufen-Vierkirchen in Buchholz begann der Unterricht am Montag nicht wie gewöhnlich mit Mathe, Schreiben oder Lesen, sondern im fächerverbindenden Unterricht mit dem Projekt „Wir schnuppern Zirkusluft“. „Dazu haben wir den Familien-Zirkus Egon Renz mit seinem Zirkuszelt, seinen Artisten und Mitarbeitern gewonnen“, sagt die Schulleiterin Frau Koch. Bis morgen noch werden nun die Schüler aller Klassen von Martina Renz und ihren beiden Söhnen David und Marlon in die Artistik-, Dressur- und Zauberkunst eingeweiht. Am Freitag werden die Schüler im Rahmen des traditionellen Schulfestes ab 17Uhr im Chapiteau in einer Galavorstellung zeigen, was sie an Zirkuskunst in diesen fünf Tagen gelernt haben. Dabei hoffen sie natürlich auf viele Zuschauer, denn erst dann macht Zirkus Spaß.

.................................................................................

Andrea Gloger führt den Verein zum Kirchenbau und zur Dorfgeschichte.

+++ Sächsische Zeitung, Donnerstag, 12. Juni 2008 +++


Ein Kino, das zum Quatschen einlädt

Zehn Jahre Landkino, zehn Jahre Verein für Kirchenbau und Dorfgeschichte – die SZ sprach mit Vereinschefin Andrea Gloger darüber.
 

Gespräch und Foto von Constance Junghanß

 

Arnsdorf-Hilbersdorf. Zehn Jahre Landkino, zehn Jahre Verein für Kirchenbau und Dorfgeschichte - blicken wir mal kurz zurück...

Die Erfahrung hat gezeigt, dass aus einer damaligen Idee ein großes Projekt geworden ist. Vereinsaufgabe ist ja seit Anfang an, die Gebäude auf dem Pfarrhof mit Leben zu erwecken. So entstand damals durch den Umbau der alten Scheune und mit dem Engagement zahlreicher Helfer ein Kino mitten im Dorf.

Was hat sich aus dieser Anfangs-idee entwickelt?

Das Landkino ist ein richtiger Selbstläufer geworden. Wir haben einerseits ein sehr treues Stammpublikum, andererseits zieht das Projekt jedes Jahr immer neue Besucher aus der gesamten Region und darüber hinaus an. Aus dem Dorfleben ist das Landkino nicht mehr wegzudenken. Immerhin engagieren sich dafür etwa 40 Leute pro Saison.

Wer hält eigentlich für das Landkino die Fäden in der Hand?

Das Kino ist ein Projekt der evangelischen Kirchgemeinde Arnsdorf und des Vereins für Kirchenbau und Dorfgeschichte. Gleichzeitig machen bei uns Menschen mit, denen die Sache ans Herz gewachsen ist und die Spaß daran haben.
Welche Bilanz ziehen Sie nach zehn Jahren?

Wir sind glücklich, dass das Landkino immer noch besteht und sich mittlerweile einen Namen über Dorf- und sogar Kreisgrenzen hinweg gemacht hat. Der Verein selbst verzeichnet stetig wachsende Mitgliederzahlen, was ja in unserer heutigen Zeit gar nicht selbstverständlich ist. Dafür sind wir sehr dankbar. In unseren Rückblick gehört aber auch die Mitgliedschaft im Kinderkreis Vierkirchen, der zwei Kindertagesstätten in Melaune und Arnsdorf betreibt. Wir sind von Anfang an dabei und unterstützen den Kinderkreis finanziell und bei Veranstaltungen.
Was ist der Unterschied zwischen dem Landkino und dem „großen“ Kino in der Stadt?
Unser Kino ist eine Gemeindeaktion und nicht kommerziell geprägt. Das Projekt basiert auf ehrenamtlicher Basis. Und eine weitere Besonderheit kommt noch dazu: Manchmal steht nicht der Film im Vordergrund, sondern den Besuchern ist es wichtig, einen Treffpunkt außerhalb der eigenen vier Wände zu haben, wo man sich mal wieder sehen kann, wo nebenbei auf dem Gelände auch mal gegrillt, Musik gemacht oder gefeiert wird.

Am 13. Juni beginnt die Sommerkinosaison. Was steht auf dem Plan?
Nicht nur das Kino und der Verein feiern ihr rundes Jubiläum, sondern auch die Defa-Stiftung Berlin, mit der es ganz enge Kontakte gibt. Wir haben einiges an Defa-Filmgut in unserem Programm, welches die Stiftung zur Verfügung stellt, die gleichzeitig Schauspieler zu uns nach Arnsdorf holt. Helmut Morsbach, Vorstand der Stiftung, ist am 13. Juni bei uns zu Gast. Er hat den Film „Erscheinen Pflicht“ im Gepäck. Hauptdarstellerin Vivian Hanjohr steht dem Publikum anschließend Rede und Antwort. Die Kinosaison endet vorerst am 4. Juli. August bis Mitte September gibt es neuerdings Montagskino. Insgesamt stehen 29 verschieden Filme auf dem Programm.

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Mittwoch, 11. Juni 2008 +++

 

Vorschlag für Ausbau einer Straße

Von Anja Hecking

 

Vierkirchen. Die Ortsvorsteher von Arnsdorf-Hilbersdorf, Melaune und Buchholz/Tetta werden mit Bürgermeister Andreas Nedo entscheiden, welche Maßnahme sie für eine Förderung aus dem Programm für Kommunalstraßen im ländlichen Raum beantragen werden.
  Diese Möglichkeit besteht seit wenigen Tagen. Gemeinden mit Straßenbauvorhaben im Rahmen der Integrierten Ländlichen Entwicklung (Ile) können die Förderung beantragen. Sie erfolgt außerhalb des Ile-Fördertopfes. Dabei muss es um die vollständige Instandsetzung der Deckschicht für eine Straße oder eines Straßenabschnitt gehen. Bezuschusst werden innerörtliche Ortsstraßen, die Gewerbebetriebe erschließen, innerörtliche Durchgangsstraßen, Verkehrsknotenpunkte und Gemeindeverbindungen. Entscheidend für die Förderung ist, dass diese Straßen auch der Erschließung land- und forstwirtschaftlicher Betriebsstätten oder deren Wirtschaftsflächen dienen. Der Neu- und Ausbau innerörtlicher Gehwege sowie Straßenbeleuchtung ist nicht förderfähig. Gleiches gilt für reine Wohnanliegerstraßen. Der Fördersatz beträgt 70 Prozent für Gemeinden im Ile-Gebiet.

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Freitag, 6. Juni 2008 +++

polizeibericht

 

BMW-Fahrer fährt auf Subaru auf

Döbschütz. Nahe der Gärtnerei auf der S124 fuhr vorgestern ein BMW-Fahrer (38) auf einen verkehrsbedingt anhaltenden Subaru. Der Sachschaden wird mit etwa 8000 Euro angegeben.

Motorradfahrer prallt gegen eine Viehkoppel

Vierkirchen. Kurz vor Tetta versuchte vorgestern ein Motorradfahrer (17), auf der Kreisstraße einem Tier auszuweichen, geriet dabei aber von der Straße und prallte an eine Viehkoppel. Der Fahrer blieb unverletzt, an Zaun und Koppel gab es Schaden von rund 500 Euro.

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Mittwoch, 4. Juni 2008 +++
 

Star sorgt in Buchholz für Wirbel
Von Anja Hecking

 

Kultur- und Sportverein strickt das Programm zum Dorffest erneut um. Denn: Helene Fischer kommt.
  Fast hätte Helene Fischer dem Kultur- und Sportverein Buchholz/Tetta e.V. zum Dorffest erneut einen Strich durch die Rechnung gemacht. Auch diesmal bekam der Verein aufgrund eines Fernsehauftritts der Schlagersängerin kurzfristig eine Absage. Da waren die Eintrittskarten aber schon gedruckt.
  Nun bringt der Terminkalender des Stars den Ablauf des Dorffestes noch einmal durcheinander. Aber: Sie kommt. Dabei hatte sich der Verein schon nach Helene Fischer gerichtet und eine extra Schlagernacht zusätzlich zum Unterhaltungsprogramm geplant. Nun wird wieder alles anders. Die Schlagernacht am Sonnabend wandelt sich zur Diskothek, und alle Helene-Fischer-Fans sollten sich auf den Sonntagabend einrichten. Auch für das Unterhaltungsprogramm am Sonntagnachmittag hat der Verein einen Schlagersänger gewonnen. Der ist zwar nicht ganz so bekannt wie Helene Fischer, soll aber dennoch für Stimmung sorgen, denn darauf freuen sich die Gäste des Festes schon immer im Voraus.
  Durchatmen können die Mitstreiter um Dietmar Schlenz erst einmal. Der Kartenvorverkauf für den Auftritt der Sängerin beginnt heute, und in die Freiluftsaison auf der Bühne im Buchholzer Park ist der Kultur- und Sportverein im Mai auch gut gestartet. Die nächste Disko findet hier am Sonnabend statt. Größtes Ereignis ist und bleibt dabei das Dorffest. Die Diskotheken von Mai bis August und das dreitägige Fest sind so weit auch die einzigen Veranstaltungen dieser Art auf der Freilichtbühne. Und damit der Park bis dahin schmuck aussieht, hat der Kultur- und Sportverein einen Ein-Euro-Jobber im Einsatz. Er hält die Anlage in Ordnung und hat das Geländer an der Tanzfläche erneuert. (SZ/ah)
  Kartenvorverkauf (acht Euro) für Helene Fischer am 20. Juli ab heute unter anderem bei: Getränkemarkt Leubner in Buchholz, Elektrofachgeschäft Klinner in Weißenberg, Stadtinformation Reichenbach, Getränkemarkt Nuck in der Görlitzer Kö-Passage.


Anmeldung für das SR-II-Rennen zum Dorffest am 19. Juli beim Verein, Telefon 035876/4 28 79 (auch der Anrufbeantworter ist eingeschaltet).

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Mittwoch, 4. Juni 2008 +++
 

Horst Brückner will die Tür der ehemaligen Mittelschule Nieder Seifersdorf bald als Grundschule öffnen. Foto: SZ-Archiv/Rolf Ullmann  

Der Straßenbau muss im Rollen bleiben

Gespräch: Constanze Junghanß

Horst Brückner will auch Bürgermeister in Vierkirchen werden. SZ sagt Ihnen warum.

Vierkirchen.

Was war der Auslöser für Ihre Kandidatur?
Bürgermeister Andreas Nedo kandidiert nicht mehr, und deshalb stelle ich mich – auch aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen – zur Wahl. Ich bin Bürgermeister in der Nachbargemeinde Waldhufen. Beide Kommunen verbindet einiges miteinander. Vierkirchen und Waldhufen sind im gleichen Abwasserzweckverband, deren Vorsitzender ich bin. Zur Grundschule in Buchholz gab es eine jahrelange Zweckvereinbarung. Diese gilt es, in den nächsten Monaten gemeinsam umzusetzen.
Eigentlich ist es ein Unikum: Sie kandidieren ja auch als Bürgermeister von Waldhufen. Wie wollen Sie das schaffen?
Bereits vor rund 15 Jahren war ich Bürgermeister in den zwei damals noch eigenständigen Gemeinden Thiemendorf und Jänkendorf. Das heißt, ich habe Erfahrungen mit so einer Doppelposition sammeln können. Daraus ergeben sich auch Synergieeffekte.
Aber Waldhufen und Vierkirchen haben eine Einwohnerzahl von über 4 700. Und die Bürgermeisterämter sind ehrenamtlich.
Der Bürgermeister ist oder sollte kein Einzelkämpfer sein. Gemeinsam in vertrauensvoller Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat, der Verwaltung, mit allen Engagierten in der Gemeinde kann man die Aufgaben umsetzen. Natürlich müsste ich mich organisatorisch auf die neuen Aufgaben einstellen. In beiden Gemeinden wurde schon sehr viel gemeinsam versucht, zu bewegen. Diese Basis sollte beibehalten werden. Ich denke da an den intensiven Ausbau der Infrastruktur. Dazu zählt die Entscheidung eines gemeinsamen Schulstandortes in Nieder Seifersdorf. Der Straßenbau muss im Rollen bleiben. Im Zuge der geplanten Abwassererschließung in Arnsdorf wird der Straßenbau vorbereitet, diese Projekte müssen umgesetzt werden.
Welche Probleme sollen künftig in Angriff genommen werden?
Der Ausbau zur Ganztagsschule in Nieder Seifersdorf ist ein ganz wichtiger Punkt. Ich hoffe, dass dafür endlich ein schnellstmöglichster positiver Bescheid von den Behörden kommt. Vierkirchen hat keinen DSL-Anschluss. Da muss sich was bewegen. Auch die Infrastruktur ist weiter auszubauen. Der Kinderkreis Vierkirchen e.V. ist eine Struktur, die es meines Wissens im Landkreis so nicht noch einmal gibt. Sie ist ein sehr gutes Beispiel wie es gelingen kann, dass Eltern, Vereine, Kirche, Privatpersonen und Gemeinde Kindertagesstätten betreiben. Dies gilt es weiterhin zu unterstützen und zu fördern. Das Thema Feuerwehr steht natürlich auch auf der Tagesordnung. Neben den technischen Voraussetzungen geht es immer wieder darum, Befindlichkeiten auszuräumen. Das ist nicht immer ganz leicht, aber mit Geduld und notwendigem Willen kann man schon das gemeinsame Ziel erreichen. Wichtig ist auf jeden Fall, die engagierten Bürger und das rege Vereinsleben weiterhin zu unterstützen, denn dieses Engagement ist wichtig für das gemeinschaftliche Leben in den Ortsteilen. Dazu gehört auch der offene Kontakt zu allen Bürgern, zu den Firmen, Betrieben, Handwerkern und den Kirchen – also zur gesamten Dorfgemeinschaft.
 

Vierkirchen ist die Mitte
Von Thomas Mielke und Sebastian Beutler

 

Der Landkreis Görlitz ist künftig der drittgrößte in Sachsen – da gibt es viel Neues zu lernen.

  Früher hatten es Kinder leicht: Der Heimatkreis – ob Niesky, Weißwasser, Görlitz, Löbau oder Zittau – war überschaubar. Was nicht in Heimatkunde zu lernen war, wurde mit Mama und Papa erradelt. 20 Jahre und zwei Kreisgebietsreformen später ist das nichtmehr so einfach. Zwischen Köbeln nördlich von Bad Muskau im Norden und Oybin im Süden des neuen Großkreises liegen 99 Straßenkilometer. Fahrtzeit: 2:14 Stunden. Von Uhyst im Westen nach Görlitz sind es 65Kilometer, von Oppach in die Neißestadt 41. Unser neuer Heimatkreis grenzt an Tschechien, an Polen, das Bundesland Brandenburg und den Kreis Bautzen. Erkundungen mit dem Fahrrad sind also nur noch für Ausdauersportler interessant. Da muss man sich schon in Auto, Bus oder Bahn schwingen, um landschaftlich schöne Ecken im neuen Großkreis wie das Zittauer Gebirge, das Oberlausitzer Bergland, die Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft, die Muskauer Heide, das Lausitzer Seenland oder die schönen Städte wie Görlitz, Zittau und Löbau kennenzulernen. Auch die geografischen Eckpunkte, die die Elterngeneration einst lernte, werden mit denen, die heutige Grundschüler in Sachkunde – wie Heimatkunde jetzt heißt – beigebracht bekommen, wenig zu tun haben. So müssen sich zum Beispiel nur die Zittauer nicht umgewöhnen, dass die Lausche mit 793Metern der höchste Punkt im Kreis ist. Die älteren NOLer beispielsweise haben den Rotstein mit 455Metern als Kreis-Dach eingepaukt bekommen. Görlitz behält seine Landeskrone mit 420 Metern Höhe als Hausberg.
  Beim tiefsten Punkt taten sich die Verwaltungen schwer. Das Landratsamt Niesky legte sich als Einziges fest: Das Neißetal bei Köbeln, dort wo sich die Neiße durch den Muskauer Faltenbogen windet und die Landschaft auf beschaulichen Rad- und Wanderwegen durchmessen werden kann, liegt er: 98 Meter über dem Meeresspiegel.
  Der neue Nabel des Kreises liegt nördlich der A4 im Grenzgebiet zwischen den Gemeinden Vierkirchen und Waldhufen, jedoch noch in der Gemeinde Vierkirchen. Das hat die regionale Planungsstelle in Bautzen exklusiv für Sie, liebe Leser, errechnet. Und damit verbunden ist gleich auch noch eine Frage aus dem Heimatkundeunterricht. Für welchen Rohstoff ist Vierkirchen berühmt? Für Granit. Der wird im Ortsteil Arnsdorf seit Generationen abgebaut und fand bereits für den Bau des Berliner Olympiastadions, der Nürnberger Kongresshalle und des Gebäudes des „Rates für gegenseitige Wirtschaftshilfe“ (RGW) in Moskau Verwendung.

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Dienstag, 3. Juni 2008 +++

 

Andreas Schneider (CDU) aus Reichenbach kandidiert für das Bürgermeisteramt in Vierkirchen.Foto: csz

Finanzielle Förderung der Vereine soll bleiben

Gespräch: Constanze Junghanß

Andreas Schneider will Bürgermeister werden. Die SZ sagt Ihnen warum.

Vierkirchen
Was war der Auslöser für Ihre Kandidatur?
Mitglieder der CDU-Ortsgruppe Reichenbach, Königshain, Vierkirchen fragten mich, ob ich kandidieren würde. Nun möchte ich meine Erfahrungen, die ich in der Kommunalpolitik habe und meine Kontakte für Vierkirchen bereitstellen.
Was wollen Sie anders machen?
Grundlage ist ein gesunder ausgeglichener Haushalt. Die Pro-Kopf-Verschuldung ist mit rund 800 Euro geringer als in anderen Gemeinden. Ich möchte erreichen, dass die Verschuldung weiter sinkt. Nur wer über ausreichend freie Mittel verfügt, kann investieren. Weiterer Punkt ist die Unterstützung von Landwirtschaft und Gewerbe. Beispielsweise braucht man heute als Firma einen DSL-Anschluss. In Vierkirchen gibt es das bisher nicht. Wichtig ist deshalb, mit der Telekom in Verhandlung zu treten. Ein anderer Aspekt ist die Nähe zur Autobahn, mit der man gut werben kann. Wenn sich Ansiedlungswünsche von Firmen entwickeln, möchte ich persönlich Hilfe geben.
Welche Dinge sollen erhalten bleiben?
Vierkirchen hat eine engagierte Bürgerschaft. Das Einbringen von Ehrenamt bei Feuerwehr, Kirche, Sport und Vereinen muss weiter gepflegt werden. Ziel ist, vereinsübergreifende Projekte voranzutreiben. Der Kinderkreis ist da ein sehr gutes Beispiel. Mit solchen Projekten ist eine positive Außendarstellung möglich. Damit können sich alle Einwohner identifizieren. Auch die finanzielle Förderung der Vereine soll erhalten bleiben.
Wo sehen Sie Handlungsbedarf?
Die kurzfristige Ansiedlung eines neuen Allgemeinarztes wird nur schwer zu bewerkstelligen sein. Es sollten also Übergangslösungen gefunden werden. Vielleicht gibt es eine Chance über das neue Projekt mit Medizinstudenten in Sachsen. Die S 124 durch Döbschütz muss ausgebaut, der Abwasserbau in Arnsdorf vorangetrieben werden. Der Ausbau des Radwegenetzes entlang der S 124 und der S122 gehört zu meinen Zielen. Radwege sind auch für die Schüler auf ihrem Schulweg nach Waldhufen wichtig. Verbessert werden sollte der Internetauftritt der Gemeinde. Er wird mit Engagement ehrenamtlich betreut, sollte aber ständig erreichbar sein. Die Gemeinde sollte eine Werbebroschüre erarbeiten. Dabei ist die Einbindung des ökumenischen Pilgerweges wichtig. Der Dorfwettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ ist eine wichtige Aufgabe.

..................................................................................

M a i   2 0 0 8

+++ Sächsische Zeitung, Sonnabend, 31. Mai 2008 +++

 

Feuerwehr feiert und veranstaltet ein Forum

Von Anja Hecking

 

Seit drei Jahren tauschen deutsche, tschechische und polnische Wehren ihre Erfahrungen aus.

Arnsdorf-Hilbersdorf. Eigentlich ist diesmal zum Geburtstag der Freiwilligen Feuerwehr nur eine kleine Feier dran. Denn hinten steht eine Fünf, und groß gefeiert wird hier nur bei der Null am Ende. Aber diese Fünf kann sich sehen lassen, denn sie ist nur ein Bruchteil von 105 Jahren. Am nächsten Freitag wird es deshalb eine Festsitzung im Gemeinschaftsraum der alten Schule geben. Die Feuerwehren aus Vierkirchen, Reichenbach, Sohland, Königshain und Nieder Seifersdorf sind eingeladen, die Partnerwehren aus Polen und Tschechien, Betriebe aus dem Ort, Gemeinde und Landkreisvertreter – eben alle, mit denen die Wehr zusammenarbeitet. „Auf diese Art und Weise können wir uns auch einmal bedanken“, sagt Wehrleiter Reinhold Kosan.
          Historische Fotos an der Wand
  Für die Festsitzung am 6. Juni hat er mit einem Kameraden eine kleine Präsentation zusammengestellt. Historische Fotos und Dokumente sind da zu sehen – als Lichtbilder an der Wand. Dazu gibt es kurze Erklärungen, denn von langen Festreden hält Reinhold Kosan nicht viel. Auch um die Auszeichnungen von Kameraden, die sich seit Jahrzehnten engagieren, werden nicht viele Worte verloren. Aber diese Anerkennung muss sein. Denn sie leisten ihren Dienst, ohne großes Aufsehen darum zu machen. Danach will die Feuerwehr mit ihren Gästen zum gemütlichen Teil des Abends übergehen. Am nächsten Morgen müssen alle früh raus. Denn dann findet das nächste „Euroregionale Forum der Feuerwehren“ statt. Diesmal sind die Arnsdorf-Hilbersdorfer mit dem Organisieren dran. Das hat Reinhold Kosan seinen 22 Männern und sechs Frauen in der Wehr eingebrockt. Denn er hatte 2005 die Idee, dass sich die Partnerwehren aus Polen, Deutschland und Tschechien einmal im Jahr zu einem Thema treffen und austauschen können. „Die Kontakte waren enger geworden, warum sollten wir da nicht etwas tiefer ins Fachliche gehen“, sagt er.
          Jedes Land ist mal dran
  Das erste Forum fand vor drei Jahren statt. Seitdem wird reihum in allen drei Ländern gewechselt. Mit dabei sind die drei Feuerwehren aus Vierkirchen, die polnische Wehr aus Jezów Sudecki (Grunau) und die tschechischen Partner aus Cerveny Kostelec (Rothkosteletz) und Paseky nad Jizerou (Pasek).
  In diesem Jahr geht es um die Dienstgrade bei der Feuerwehr. „Es kann ja nicht schaden, wenn wir da etwas vertrauter werden“, sagt der Arnsdorfer Wehrleiter. Als Erinnerung an die Treffen hat Reinhold Kosan Sammelmappen vorbereitet. Die sollen die Wehrleiter und die Bürgermeister bekommen. Darin kann jeder Fotos und Dokumente abheften. Graue Theorie wird es aber auch am Sonnabend nicht geben. Ein zweistündiger Besuch bei der Brandschutztechnik in Görlitz gehört zum Programm.

 

Pfarrer Helmut Törne verabschiedet sich

Am Sonntagnachmittag veranstalten die Gemeindekirchenräte gemeinsam einen Dankgottesdienst in der Buchholzer Kirche.

Buchholz/Tetta/Melaune.
Kein Platz wird morgen in der kleinen Buchholzer Dorfkirche leer bleiben. Es werden junge Menschen kommen und alte – aus Buchholz und den umliegenden Dörfern. Sie wollen sich bedanken, dass sie so viele gemeinsame Jahre mit ihrem Pfarrer Helmut Törne verleben durften.
          Über drei Jahrzehnte im Dorf
  Mit seiner bescheidenen und schlichten Art hat Helmut Törne nie über die Köpfe der Menschen in Buchholz, Tetta und Melaune hinweggeredet. Er hat sie 33 Jahre lang begleitet. Er hat ihnen zugehört, ihnen geraten, sie ermutigt, ihnen Denkanstöße gegeben und sich dabei, wenn nötig, über sein Amt als Pfarrer gestellt. Er war für sie da. Deshalb verabschieden sie ihn morgen in einem festlichen Dankgottesdienst in den Ruhestand. Die Gemeindekirchenräte aus Buchholz/Tetta und Melaune haben den Gottesdienst mit Grußstunde und Kaffeetrinken vorbereitet. „Dieser Abschied ist sehr schmerzlich für uns“, sagt Siegfried Kreusch aus Buchholz. Wenn ein Pfarrer seiner Gemeinde so lange Zeit treu bleibt, sie durch das Auf und Ab der Zeiten führt und die Kirche dabei wieder zu einem Ort macht, an dem die Menschen innehalten und Ruhe finden können, dann sei das ein ganz besonderer Verdienst. Deshalb hoffen besonders die Älteren, dass ihr „Herr Pfarrer“ noch ein Stück auf ihrem Weg mit ihnen geht, wenn schon nicht als Pfarrer, so als lieber Mitbürger. Törnes sind mit vielen anderen im Dorf selbst älter geworden. Sie haben ihre fünf Kinder hier groß gezogen und viele kleine Sorgen im Alltag mit den Menschen geteilt.
  Dieses Verständnis und die Toleranz rechnen viele Dorfbewohner der Pfarrerfamilie hoch an. Nicht wenige hat Helmut Törne von der Taufe über die Konfirmation bis zur Vermählung begleitet. „Bei ihm kann man sich zu Hause fühlen“, sagt Katharina Tobias.
  Helmut Törne spricht die Menschen mit seiner ehrlichen und offenen Art an, erzählt Sonja Leubner. „Er ist ein Pfarrer, der weiß, dass man auch Fehler begeht und wird sich dennoch nie verurteilend über jemanden stellen.“ Als einen Pfarrer, der für die Seele der Menschen da ist, beschreibt ihn eine Frau aus Melaune. Ihr habe immer besonders gut gefallen, dass seine Worte verständlich und mit eigenen Erlebnissen untersetzt waren. Helmut Törne hat dabei auch weit über seine Kirche hinausgeblickt. Er hat es verstanden, mit seiner Frau in all den Jahren Menschen jeden Alters, aber besonders die jungen Leute, mit Ideen anzustecken. Die Tenne, die Alte Schule mit dem Literarischen Café und der Pilgerherberge, die Belebung des Jakobsweges durch Buchholz oder die Kontakte zu einem polnischen Partnerverein sind nur einige Beispiele dafür. Diese Begeisterung hat trotz anfänglicher Vorurteile dazu geführt, dass immer wieder neue Initiativen geschätzt und von vielen in Buchholz und der Region mitgetragen werden.
          Schöngeistiges auf dem Land
  „Ausgerechnet aufs Land und in unser kleines Buchholz hat er vor Jahren die schöngeistige Kultur gebracht“, sagt Katharina Tobias. Das war ein mutiger Versuch, der in der Zwischenzeit im Dorf Anerkennung gefunden hat. Diesen Anstoß zu Veränderungen hat Pfarrer Törne immer gesucht und mit in das Dorf getragen. Aus einem winzigen Samenkorn ist längst eine große bunte Wiese geworden.Anja Hecking
  Der Dankgottesdienst in der Buchholzer Kirche beginnt am Sonntag um 14 Uhr. Danach finden eine Grußstunde und ein gemeinsames Kaffeetrinken statt.

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Mittwoch, 28. Mai 2008 +++

Polizeibericht

Mitsubishi beim Ausparken am Kotflügel beschädigt

Vierkirchen. Beim Rückwärtsausparken hat eine unbekannte Frau mit ihrem weißen Pkw am Montag, zwischen 20 und 21.45 Uhr, einen an der Kirche in Arnsdorf abgestellten Mitsubishi am vorderen rechten Kotflügel beschädigt. Die Unfallverursacherin flüchtete. Der Schaden beträgt rund 500 Euro..

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Dienstag, 27. Mai 2008 +++
 

Die Obstbäuerinnen Ramona Lehmann, Eveline Haase, Barbara Brauer und Anja Heine (von links) sortieren in der Außenstation des Görlitzer Stadtgutes in Arnsdorf-Hilbersdorf Äpfel der Sorte Jonagold nach Größe und Qualität. Foto: Christian Suhrbier 

Viele neue Früchte lassen auf eine gute Ernte schließen
Von Christine Marakanow

 

Görlitz. Die Zeit der Apfel- und Kirschblüte ist vorbei. Die Pflege der Obstbäume steht jetzt im Fokus der Stadtgut-Mitarbeiter.
  Herrliche Äpfel aus der Ernte des vergangenen Jahres werden derzeit im Stadtgut in Arnsdorf-Hilbersdorf sortiert und für den Verkauf vorbereitet. Der letzte Schwung: sieben Tonnen Jonagold. Doch die neue Ernte hat der Obstbau-Bereichsleiter des Stadtgutes Mike Schwarzbach bereits im Blick. Vor einer Woche hätte man die Obstplantagen des Stadtgutes auf Kunnerwitzer und Arnsdorf-Hilbersdorfer Flur noch in herrlicher Blütenpracht erleben können. Jetzt sind nur noch vereinzelt Blüten an den Apfel- und Sauerkirschbäumen, dafür aber sehr viele grüne Früchtchen. „Es wird eine gute Ernte“, prognostiziert Schwarzbach.
          Käfer treiben ihr Unwesen
  In einigen Miniäpfeln hat sich ein Schädling eingenistet, der Rotbraune Fruchtstecher. Kaum ist der Name ausgesprochen, hat Mike Schwarzbach auch schon eines der kleinen Käferchen in der Hand, die in den Früchtchen ihr Unwesen treiben. Spätblüten sind auch noch zu entdecken. Diese können die Eintrittspforte zum Feuerbrand sein. Zum Glück sei das Stadtgut bisher davon verschont geblieben, sagt der Bereichsleiter. Auf einen anderen Schädling hat er auch ein Auge: die Apfelsägewespe. Das Schlüpfen deren Eier hatte er rechtzeitig bemerkt und das Spritzen mit Quassiabitterholzextrakt, einem natürlichen und im ökologischen Landbau zugelassenen Mittel, zum optimalen Zeitpunkt veranlasst.
  Dem Rotbraunen Fruchtstecher rückt man mit einem Extrakt aus einer amerikanischen Chrysanthemensorte zu Leibe. „Die im normalen Obstbau angewendeten Schädlingsvernichtungsmittel sind wirksamer, aber giftig. Gift spritzen, ist jedoch tabu in der Öko-Produktion“, erklärt Mike Schwarzbach.
  Er zeigt auf die Baumscheiben. Mit mechanischen Mitteln geht man hier gegen das Unkraut vor. Das Gras ist ein ganzes Stück gewachsen. Der Mulcher ist schon unterwegs, um zwischen den Baumreihen Gras und Kräuter flach zu halten. Als nächstes wird ein Baumstreifengerät eingesetzt und wird die lehmige Erdkrume nah am Baumstamm umwälzen. Dadurch zeigt sich der Boden zwischen den Obstbaumreihen wieder zweifarbig: grün und hellgraubraun.
  Für die Mitarbeiter gibt es auf der rund 100 Hektar Obst-Anbaufläche viel zu tun. Sorgen macht Mike Schwarzbach, dass manche einst viel gepriesenen Apfel- und Kirschsorten nicht genug Ertrag bringen. Er vergleicht die Sauerkirsche „Karneol“ mit der Sorte „Gerema“. Letztere ist nicht resistent gegen Pilzerkrankungen und bringt in diesem Jahr auch nicht den gewünschten Ertrag. Alternanz nennt man die Unzuverlässigkeit, die im Obstbau weder bei Äpfeln noch bei Kirschen erwünscht ist. Im Kleingarten spiele sowas keine Rolle, sagt Schwarzbach, aber „wir können uns das nicht leisten, wollen wir zuverlässige Partner für den Handel sein“.
  2006 war ein Rekordjahr für das Stadtgut im Obstbau. Das Gut vermarktet das Obst direkt. Und über das Öko-Gut Krauscha werden Naturkostläden beliefert. Dadurch erziele man gute Preise. „Wir legen uns nicht jetzt schon fest und schließen Verträge mit Händlern, sondern reagieren auf die Marktsituation. Das ist zwar ein bisschen auch ein Pokerspiel, aber nur so können wir flexibel reagieren“, sagt Mike Schwarzbach.
          Neupflanzung wird vorbereitet
  Kaum hat er die Obstplantagen verlassen, warten schon andere Aufgaben auf ihn. Um die Reparatur der Geräte muss er sich kümmern, organisieren, dass ein kaputter Traktor wieder zur Verfügung steht. Danach wartet Schreibarbeit auf seine Erledigung.
  Das Stadtgut will eine Neupflanzung vorbereiten und dazu Fördermittel von der EU und vom Land Sachsen haben. Die Anträge müssen gestellt werden. Zuvor heißt es, sich mit den Förderrichtlinien auseinanderzusetzen und sich zu erkundigen, wo und wie die Anträge abzugeben sind. Noch in diesem Jahr sollen insgesamt vier Hektar neu bepflanzt werden..

------------------------------------------

- Das Stadtgut ist ein ökologisch wirtschaftender Betrieb, der Obstbau und Getreideanbau betreibt. Als dritter Bereich sind die Legehennen, die Eierproduktion geblieben.
- Geschäftsführer und Besitzer des Unternehmens ist Frank Richter.
- Obstplantagen befinden sich in Kunnerwitz und Arnsdorf-Hilbersdorf. Der Standort Hilbersdorf soll auslaufen. Die hier gerodete Fläche, wird in Kunnerwitz ersetzt und neu angelegt. In diesem Jahr sollen das vier Hektar Äpfel sein.
- Rund 500 Tonnen Qualitätsobst (Äpfel) erwartet das Stadtgut in diesem Jahr und etwa 150 Tonnen Mostobst.
- Der Verkauf wird kurz vor der Ernte festgelegt. Sauerkirschen werden derzeit auf etwa 40 Hektar angebaut. Äpfel auf 48 Hektar .
- Die Erneuerung von einem Hektar Apfelfläche ist teuer. Sie schlägt mit ungefähr 25000 Euro zu Buche.

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Freitag, 23. Mai 2008 +++
 

Die 55-Jährige aus Melaune war schon einmal Bürgermeisterin ihres Heimat-ortes und tritt jetzt als parteilose Kandidatin an.Foto: csz 

Ein Nachfolger für die Ärztin muss her

Ute Geißler will Bürgermeisterin werden. Die SZ fragt warum.

Vierkirchen

Was war der Auslöser für Ihre Kandidatur?
Wichtig ist, dass der künftige Bürgermeister aus der Gemeinde selbst kommt. Ich bin die einzige Kandidatin, auf die das zutrifft. Von 1975 bis 1985 lebte ich in Berlin in einem Hochhaus mit 600 Einwohnern. Dort engagierte ich mich in der „Hochhausgemeinde“ zum Beispiel für den Bau eines Spielplatzes, das Pflanzen von Bäumen und die Betreuung eines Jugendclubs. Die Arbeit mit Menschen liegt mir, und als ich vor über 20 Jahren in die Region zurückkam, hatte ich bereits die Idee, Bürgermeisterin zu werden. Bis zur politischen Wende 1990 hatte ich dieses Amt bereits drei Jahre inne.
Was wollen Sie in der Gemeinde Vierkirchen anders machen?
Die Zusammenarbeit mit den Ortschaftsräten soll verstärkt werden. Da die Grundschule in Buchholz bald nicht mehr genutzt wird, ist es wichtig, dafür zu sorgen, dass die Kinder alle ein gutes warmes Mittagessen bekommen. Ich weiß nicht, ob das jedes Kind unserer Gemeinde hat. Beim Dorfplatz in Melaune in der Nähe des Gemeindeamtes sollte ein Halte- und Parkverbot für LKWs vor der Kurve errichtet werden. Dort befindet sich ein Imbiss. Halten aber auf der gegenüberliegenden Straßenseite in der Kurve die Brummis, ist für entgegenkommende Fahrzeuge keine Einsicht da. In den letzten Jahren war dort auch ein Unfallschwerpunkt. Die sanierte „Alte Wassermühle“ ist ein schweres Erbe. Es ist schön, dass sie auf Vordermann gebracht wurde. Nun muss sie aber auch richtig genutzt werden und im Einklang mit der daneben befindlichen Feuerwehr, der Gaststätte und dem Eisstadion stehen. Die Mühle sollte sich, wenn möglich, über mehrere Vereine selbst tragen. Gut wäre, das Vierkirchener Amtsblatt informativer zu gestalten, Gemeinderatsbeschlüsse darin näher zu erläutern und eine Ratgeberrubrik für die Bürger einzuführen.
Welche Probleme sollen künftig in Angriff genommen werden?
Priorität hat die Sicherung der Einsatzbereitschaft bei der Feuerwehr. Die drei Ortswehren müssen sich im Tagesbetrieb ergänzen. Das ist heute auf Grund längerer Arbeitswege und schwererer Erreichbarkeit gar nicht so einfach. Auch, wenn die Koordination schwierig zu bewältigen ist, sollten die Wehren zusammen geführt werden. Wir haben hier die Nähe der Autobahn und den Königshainer Tunnel, so dass im Notfall schnell eingegriffen werden kann. Auch ein Nachfolger für die Arztpraxis in Melaune wird gebraucht, da die Allgemeinärztin in Rente geht. Hier muss die Suche publik gemacht werden, vielleicht, indem man an die Unis geht und um Absolventen wirbt. Weiterer Schwerpunkt ist, das Sportlerheim in Prachenau wieder zum Leben zu erwecken und eine kleine Begegnungsstätte zu schaffen. Der Ortsteil Arnsdorf liegt etwas hinter dem Berg, was die Infrastruktur betrifft. Beim Straßenbau hängt Arnsdorf hinterher, und das Abwasser ist noch nicht angeschlossen. Im Zuge der Abwasserverlegung sollten notwendige Elektrobauleistungen gleich mit erledigt werden. Es gibt in Arnsdorf keine Einkaufsmöglichkeiten. Dafür müsste man jemanden animieren, ein entsprechendes Kleingewerbe zu schaffen und interessierte Menschen gezielt ansprechen. Der Jugendclub braucht Unterstützung. Für die jungen Leute möchte ich ein offenes Ohr für ihre Probleme haben. Ebenso sollte im Rahmen des Dorfwettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ der Ortsteil Buchholz/Tetta Unterstützung von der Gemeinde erhalten.

Gespräch: csz.

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Sonnabend, 17. Mai 2008 +++

 

Zukunft der Arztpraxis beschäftigt die Bürger

 

Am 8. Juni wird auch der Bürgermeister gewählt. SZ sagt, wo engagierte Bürger Handlungsbedarf sehen und was sie erwarten.

Vierkirchen. Elke Gaida, Unternehmerin in Melaune: Ich finde, dass hier im Ort ziemlich wenig los ist. Wenn etwas auf die Beine gestellt wird, kommen die Leute oft nicht aus ihrem Schneckenhaus heraus, obwohl manchmal geschimpft wird, dass nichts passiere. Ein weiteres wichtiges Thema ist die Arztpraxis. Wenn die bisherige Ärztin aus Altersgründen die Praxis schließt, wird dringend ein Nachfolger benötigt.

Deshalb ist es wichtig, dass sich auch der neue Bürgermeister dafür einsetzt. Außerdem müssen schön gestaltete Orte, wie der Busplatz mit dem neuen Häuschen, erhalten bleiben. Dieser Platz könnte für kleinere Veranstaltungen genutzt werden. Die Arbeit des bisherigen Bürgermeisters schätze ich positiv ein. Als wir in Melaune gebaut und unseren Imbissstand errichtet haben, hat er uns unterstützt. Für unternehmerische Belange wünsche ich mir auch beim neuen Bürgermeister immer ein offenes Ohr.

Ekkehard Radisch, Vorstandsmitglied Heimatverein: Wichtiges Thema für unseren Verein ist die ,Alte Wassermühle‘ in Melaune. Sie wurde saniert, und wir freuen uns, dass diese Begegnungsstätte rege angenommen wird. Vom neuen Bürgermeister wünsche ich mir, dass er sich weiterhin für die Gemeinde einsetzt.

In den vergangenen Jahren ist unter der Regie von Bürgermeister Andreas Nedo viel in den Ortsteilen erreicht worden. Zum Beispiel wurde – bis auf Arnsdorf – überall der Abwasseranschluss geschaffen. Ich hoffe, dass diese Arbeiten unter Regie des Neuen zum Abschluss gebracht werden. Wichtig wäre auch, dass sich der neue Bürgermeister für den Erhalt der Arztpraxis stark macht. Denn unsere Allgemeinärztin geht in Rente. Findet sich niemand, wären lange Wege zum Arzt vorprogrammiert.

Udo Gleisenberg, Ortsvorsteher Buchholz: Probleme in dem Sinne haben wir zurzeit nicht. Die Leute beschäftigt im Moment sehr, dass wir uns in Buchholz/Tetta im Dorfwettbewerb mit einem ersten Platz auf Kreisebene für die nächste Runde qualifiziert haben. Nächste Woche kommt die Jury. Das ist für die Vereine, die Feuerwehr und den Ortschaftsrat Freude und Anstrengung zugleich. Dass unsere Orte so weit gekommen sind, daran hat auch die Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung und Bürgermeister Andreas Nedo einen großen Anteil. Denn in seiner Amtszeit ist die Infrastruktur in Buchholz und Tetta ein gutes Stück ausgebaut worden. Ich denke da vor allem an die Abwasserverlegung, den Bau des biologischen Klärwerks und den Straßen- und Wegebau. Aber auch die Partnerschaften mit Jedzow Sudecki in Polen und Paseki nad Jizerou in der Tschechischen Republik wurden weiter vorangebracht.

Vom neuen Bürgermeister erwarte ich, diese partnerschaftlichen „Pflänzchen“ weiter zu pflegen. Wichtig ist außerdem eine konstruktive Zusammenarbeit mit den Ortschaftsräten, eine solide Haushaltsführung sowie die Selbstständigkeit der Gemeinde Vierkirchen innerhalb der Verwaltungsgemeinschaft Reichenbach. Weiter anzuführen ist eine vernünftige Schulpolitik und eine gute Zusammenarbeit zwischen den Vereinen. (csz)

Gespräch: csz.

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Dienstag, 13. Mai 2008 +++

 

Lebenswichtige Brandschützer

Begreift, dass ohne Feuerwehr das Leben doppelt teuer wär!“ Diesen so genialen wie einfachen Spruch über den Sinn der Brandschützer formulierte vor vielen Jahren Hansgeorg Stengel. Es ist freilich nur Zufall, dass eben dieser Altmeister des DDR-Humors im Görlitzer Rathaus den Bund der Ehe schloss. Das war dort, wo sich am Sonnabend auch zwei jener Leute das Ja-Wort gaben, die seit Jahren im Sinne des Stengelschen Spruches leben – ein junges Paar, das sich in den Freiwilligen Wehren von Stadt und Land kennenlernte.

  Im Umland sind diese Wehren der mit beständigste Teil des gesellschaftlichen Lebens überhaupt, innerhalb von Görlitz gelten die Freiwilligen als wichtigste Unterstützung für die Berufsfeuerwehr. Dass die Blauröcke mehr leisten, als Flammen zu löschen, ist allgemein bekannt. Sie üben eine Vereinstätigkeit aus, die schwer ist, viel Disziplin verlangt und nicht immer die gebührende Anerkennung findet. Grund genug, jede der rund 40 Freiwilligen Wehren zwischen A wie Arnsdorf und Z wie Zodel in den nächsten Wochen in der SZ einmal vorzustellen. Nicht ganz ohne Hintergedanken freilich, denn es gilt, neue Mitstreiter zu gewinnen.

Auch der Kinderwagen hatte schon Blaulicht (und einen Handfeuerlöscher unter der Babydecke).

Da half alles nichts: Über das Brautkleid kam die Einsatzkleidung: Kleine Löscheinlage am Standesamt 

Mit kunstvoll gestalteten Reifen aus Schläuchen, vielen Überraschungen mehr und natürlich den besten Glückwünschen erwarteten die Wehrleute am Sonnabend ihr Paar Annett Lindner und Stephan Weilandt nach der Trauung auf dem Görlitzer Untermarkt. Fotos: Pawel Sosnowski

  Nachwuchsförderung ist nicht allein über die Jugendfeuerwehren zu realisieren. Andererseits – wie das frisch vermählte Paar vom Sonnabend beweist – kann man den Begriff vom Feuerwehrnachwuchs sogar auch ganz wörtlich nehmen.

 

 

Feuer und Flamme für das Ja-Wort
Von Anja Hecking

 

  Eine Arnsdorferin und ein Ober-Neundorfer haben zu Pfingsten geheiratet. Beide sind bei der Feuerwehr und setzen sich für die Jugend ein.
  Nein, zu einem Notfall waren die vielen Feuerwehrleute am Sonnabend auf dem Görlitzer Untermarkt nicht unterwegs. Zu einem ganz besonderen Einsatz schon. Denn dass sich zwei junge Leute das Ja-Wort geben, die beide, wenn auch in unterschiedlichen Dörfern, die gleiche Uniform tragen, kommt nicht alle Tage vor. Frauen im Dienst bei der Feuerwehr sind bereits eine Seltenheit. So eine interne Feuerwehrhochzeit ist es erst recht. Das haben weder die Ludwigsdorfer noch die Arnsdorfer bisher so erlebt, bestätigen Jürgen Scholz und Reinhold Kosan, die beiden Feuerwehrchefs.
          Beim Chatten kennen gelernt
  Kennen gelernt haben sich die 31-jährige Arnsdorferin und der zwei Jahre ältere Ober-Neundorfer dabei schon durch die Feuerwehr. Wenn auch nicht so, wie das ihre Familien und Feuerwehr-Kollegen bisher immer dachten. Denn nicht bei einem Einsatz oder einem Feuerwehrtreffen, sondern beim Chatten im Internet kreuzten sich ihre Wege. Das war vor etwa drei Jahren. „Um das Thema Feuerwehr ging es da schon“, erzählt Annett Lindner. Sie war damals bereits einige Jahre in der Arnsdorfer Feuerwehr und hatte sich von einem ehemaligen Klassenkameraden anstecken lassen, auch bei der Jugendfeuerwehr im Dorf mitzuhelfen. Da lag es nahe, sich darüber mal mit Gleichgesinnten auszutauschen.
  Und so lernte sie den Chef der Ludwigsdorfer Jugendfeuerwehr, Stephan Weilandt, kennen. Da die beiden von Anfang an wussten, dass sie nur wenige Kilometer voneinander entfernt zu Hause waren, stand eines Tages fest, auch mal das direkte Gespräch zu suchen. Aber vorerst auf neutralem Boden. Einen Vorwand gab es schnell. So fuhr der Ober-Neundorfer nach Arnsdorf, um sich in der Firma Lindner eine Motorsense auszuleihen. Ob der Funke schon dabei übergesprungen ist, wissen die beiden nicht mehr. Auf jeden Fall waren im Haushalt Lindner in der folgenden Zeit auffällig viele Steckdosen zu reparieren, wofür der Bekannte aus der Ludwigsdorfer Feuerwehr geradezu geeignet war.
  Aus der anfänglichen Schwärmerei ist dann irgend wann einmal Liebe geworden. Den 5. Mai haben die beiden als ihren Jahrestag festgelegt. Seit dem Pfingstfest vor einem Jahr stand dann auch fest, dass sie heiraten wollen. Da war der Babybauch nicht mehr zu übersehen. Und einen richtigen Heiratsantrag sollte es auch geben. Stephan Weilandt wollte die Konfirmation der Tochter seines Onkels bei Berlin als feierlichen Anlass nehmen. Nicht grundlos. Denn genau dieser Onkel hatte ihn vor weit über 20 Jahren mit der Feuerwehr begeistert, weil man dadurch im eigenen Dorf viele Kontakte knüpfen kann. Und genau das wollte Stephan Weilandt, als er Mitte der 1990er Jahre mit seinen Eltern nach Ober-Neundorf gezogen war.
          Nachwuchs für die Feuerwehr
  Aber bei der Konfirmation kam alles anders. Unwetter zogen plötzlich bei Berlin auf. Die Feier musste abgebrochen werden, weil der Onkel zum Auspumpen von Kellern gerufen wurde. Stephan Weilandt half mit, und so fiel der Heiratsantrag erst einmal buchstäblich ins Wasser. Der gute Vorsatz war schnell nachgeholt, und so stand der Hochzeitstermin am Pfingstsonnabend 2008 – fast um den 5. Mai herum – fest.
  Inzwischen gehört Annika zu der kleinen Familie, die sich in Ludwigsdorf ihr Zuhause eingerichtet hat. Die funkelnden Knöpfe an Papas Uniform findet das fast zehn Monate alte Töchterchen schon ganz toll. Mama Annett ist, so oft es geht, bei ihrer Heimatwehr dabei. „Natürlich wäre es toll, wenn meine Frau bei uns Ludwigsdorfern mitmachen würde, aber ich kann ihre Bindung zum Heimatort gut verstehen“, sagt Stephan Weilandt.
  Und so wechseln sich die jungen Eltern oft ab, denn beide Feuerwehren treffen sich natürlich freitags, am Abend. Bis Annika selbst in einer der Jugendfeuerwehren mitmischen kann, gehen noch einige Jahre ins Land. Bis dahin hoffen die Arnsdorfer und Ludwigsdorfer Feuerwehren, dass ihnen die beiden jungen Leute treu bleiben. Wie viel ihnen daran liegt, haben sie am Sonnabend auf dem Görlitzer Untermarkt mit Feuer und Flamme bewiesen.

 

 

 

 



 

Vincent wird vielleicht einmal die Reihen der Freiwilligen Feuerwehr verstärken. Den zielsicheren Umgang mit der Handdruckspritze beweist er hier.  

Feuerwehrleute aus Arnsdorf holen sich den Wanderpokal
Von Rolf Ullmann

Beim sechsten Rennen auf dem Schwarzen Schöps starten fünf Wehren.

Fünfzig Meter können ziemlich lang werden. Besonders dann, wenn die Akteure in einer schwankenden Badewanne auf dem Schwarzen Schöps in Nieder Seifersdorf sitzen und zur Fortbewegung nur zwei Tischtenniskellen zur Verfügung haben. Aber so sieht es das Reglement beim Badewannenrennen, das von der Freiwilligen Feuerwehr Nieder Seifersdorf zu Pfingsten veranstaltet wird, nun mal vor. Fünf Mannschaften, bestehend aus insgesamt vier jungen Burschen, traten in diesem Jahr im Kampf um den Wanderpokal der Freiwilligen Feuerwehr Nieder Seifersdorf an. Wehrleiter Maik Klyk moderierte die Veranstaltung, die von zahlreichen Neugierigen gut besucht wurde. Bei seinem Stellvertreter René Stricker liefen die Fäden für die unmittelbare Durchführung zusammen. Als erste gingen die Kameraden der Arnsdorfer Feuerwehr an den Start. Sie legten mit einer guten Zeit die Messlatte bereits zu Beginn sehr hoch. Fast zu hoch für die jungen Feuerwehrleute aus Jänkendorf, deren Paddler auch noch die Tischtennisschläger einbüßte. Beim erneuten Start versank schließlich zu allem Übel die Badewanne in den Fluten des Schwarzen Schöps. Dieses Schicksal blieb auch den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Nieder Seifersdorf und Thiemendorf nicht erspart. Doch die Gastgeber erreichten immerhin die Ziellinie, bevor ihr Gefährt versank. Das bedeutete für sie Platz 2 vor der Mannschaft aus Melaune. Die Siegerkrone setzen sich diesmal die Arnsdorfer auf. Für Thiemendorf und Jänkendorf blieben nur die hinteren Plätze.

 

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Freitag, 9. Mai 2008 +++

 

Reichenbacher tritt zur Wahl an

Von Anja Hecking

 

Vierkirchen. Der CDU-Ortsverband Reichenbach/Vierkirchen/Königshain hat am Dienstagabend in Melaune Andreas Schneider aus Reichenbach für die ehrenamtliche Arbeit als Bürgermeister von Vierkirchen nominiert. Andreas Schneider engagiert sich seit vielen Jahren in der Kommunalpolitik der Stadt Reichenbach und als Präsident im Sportverein der Kleinstadt. Für die Christdemokraten arbeitet er im Reichenbacher Stadtrat mit. Andreas Nedo (parteilos), der bisherige Bürgermeister der Gemeinde Vierkirchen, steht für das Bürgermeisteramt nicht mehr bereit. Mit seiner neuen Arbeitsstelle im sozialen Bereich ist das zeitlich nicht vereinbar. Die Bürgermeister werden bei der Kommunalwahl am 8. Juni gewählt.

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Mittwoch, 7. Mai 2008 +++
 

Kinderkreis hält wieder bunte Angebote bereit

Melaune/Arnsdorf
Von Anja Hecking
Der Kinderkreis Vierkirchen e.V. lädt Eltern mit Kleinkindern auch in diesem Monat zu mehreren Treffs ein. Los geht es heute in der Arnsdorfer Kita. Dort können die Mädchen und Jungen den Spielplatz erobern, während sich die Großen unterhalten. Am 14. Mai wird in Melaune Entspannung für und mit Kindern angeboten. Eine Woche später geht es um Bilderbücher für die Kleinsten. Lieblingsbücher sollen mitgebracht werden. Mit dem Frühlingsfest am Nachmittag des 30. Mais in der Arnsdorfer Kita klingt der Monat aus. Die Treffs der Krabbelgruppe finden immer mittwochs, von 9.30 bis 11 Uhr, statt und sind für Kinder bis zu drei Jahren und ihre Eltern gedacht. In den beiden Einrichtungen des Kinderkreises in Melaune und Arnsdorf werden zurzeit rund 100 Kinder betreut.

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Dienstag, 6. Mai 2008 +++
 

Notiert

Von Anja Hecking

Bezirksjury kommt zum Rundgang vorbei

Buchholz/Tetta
. Am 21. Mai bekommen die beiden Orte in Vierkirchen Besuch von der Jury im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. Buchholz und Tetta gehörten 2007 auf Kreisebene zu den Siegern. Sie können sich nun auf Bezirksebene behaupten. Der Wettstreit wird 2008 von der Sächsischen Landesanstalt für Landwirtschaft und vom Regierungspräsidium durchgeführt.

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Sonnabend, 3. Mai 2008 +++
 

Notiert

Von Anja Hecking

Vorschlagsliste für Schöffen liegt aus

 

Vierkirchen. Bis Mitte Mai liegen in der Gemeindeverwaltung in Melaune die Vorschlagslisten für die ehrenamtliche Tätigkeit als Schöffe aus. Darauf machte Bürgermeister Andreas Nedo die Gemeinderäte aufmerksam. Über Voraussetzungen und den Einsatz der Schöffen können sich interessierte Bürger im Gemeindeamt informieren.

Am Ende der drei Tage in den Königshainer Bergen gab es ein Erinnerungfoto. Foto: Bernhard Donke 

 

Jugend genießt Natur

Von Bernhard Donke 
16 Jugendliche aus der Region wanderten, kletterten und redeten über Umweltschutz.

Melaune/Königshain. 16 Jugendliche aus der Region nahmen an der Forstrüstzeit der Evangelischen Jugendscheune Melaune e.V. teil. Abschalten, nach einer langen und stressigen Schulwoche hieß es für die Jugendlichen und die Natur in vollen Zügen genießen. Neben ausgiebigen Wanderungen und einer kleinen Klettertour in den Königshainer Bergen wurde auch sehr viel über Umwelt und Artenschutz mit den vier Betreuern diskutiert.

Am Lagerfeuer bereitete man sich selbst sein Essen, was dann im Freien genossen noch einmal so gut schmeckte. Und da Petrus auch Einsicht zeigte und nach den vielen und langen Regentagen mit einem schönen und frühlingshaften Wetter aufwartete, hatten alle Teilnehmer viel Freude an dieser Forstrüstzeit.

.................................................................................

A p r i l   2 0 0 8

+++ Sächsische Zeitung, Mittwoch, 30. April 2008 +++

 

Gemeinden einig über Schulnetz
Von Annett Preuß

Nach Waldhufen hält auch Vierkirchen am Vorhaben einer Schule für beide Gemeinden in Nieder Seifersdorf fest.
  „Vierkirchen hat die Zweckvereinbarung um ein Jahr verlängert“, sagt der Bürgermeister der Gemeinde Waldhufen, Horst Brückner, auf Nachfrage der SZ. Die Nachbargemeinde steht damit zu dem Vorhaben eines gemeinsamen Grundschul-Standortes in Nieder Seifersdorf. Und sie ist kompromissbereit: Vierkirchen verzichtet auf eine erste Klasse in Buchholz. Die Schulanfänger beider Gemeinden werden ab dem neuen Schuljahr in zwei Klassen in Jänkendorf lernen – eine Forderung des Waldhufener Gemeinderates im März (SZ berichtete) mit Blick auf die Umsetzung des neuen Schulkonzeptes mit offenen Ganztagsangeboten. „Ich bin froh, dass sich beide Gemeinden einig sind“, sagt Brückner. Der Beschluss im Vierkirchener Rat sei mehrheitlich gefasst worden. Auch der dortige Elternrat habe sich positiv dazu positioniert. Eine Lehrerin der Grundschule Buchholz und der Grundschule Jänkendorf werden Klassenlehrerin der Erstklässler.
          Ziel: Baubeginn in diesem Jahr
  Waldhufen sitzt nun die Zeit im Nacken, denn eine Hintertür will sich die Nachbargemeinde offen halten: „Sie hat in der Vereinbarung einen Zusatz verankert“, sagt Brückner. Klappt es danach nicht mit einem Umzug aller Kinder nach Nieder Seifersdorf zu Beginn des Schuljahres 2009/10, will Vierkirchen in Buchholz wieder eine neue erste Klasse bilden. „Statt nur sechs Erstklässlern wie in diesem Jahr erwartet Vierkirchen dann 19 Schulanfänger.“ Genug, um eine Klasse aufzumachen.
  Doch Horst Brückner ist zuversichtlich, bald einen Fördermittelbescheid für das Großprojekt in Nieder Seifersdorf in den Händen zu halten. Für zirka 2,9Millionen Euro will Waldhufen dort in den nächsten drei Jahren den früheren Mittelschul-Komplex zu einer zweizügigen Grundschule umbauen. „Unser Ziel ist klar: Wir wollen dieses Jahr mit dem Bau beginnen und nächstes Jahr umziehen.“.

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Sonnabend, 26. April 2008 +++

 

polizeibericht

Polizei sucht Zeugen nach Unfallflucht

Vierkirchen. Zwischen Mittwoch, 19Uhr, und Donnerstag, 8.10 Uhr, wurde in Arnsdorf (Hausnummer 188) ein geparkter Pkw Ford Ka durch ein unbekanntes Fahrzeug am Kotflügel vorn rechts beschädigt. Der Ford war am Giebel des Hauses abgestellt. In unmittelbarer Nähe befindet sich der Parkplatz des Kindergartens. Personen, die Hinweise geben können, werden gebeten, sich beim Polizeirevier Niesky (03588/2650) zu melden.

 

 

Gutes Frühstück gehört dazu

Von St. Gerhardt

Familie König vermietet seit zwölf Jahren. Waren es zunächst vorwiegend Arbeiter und Vertreter, kommen jetzt zunehmend Touristen und Pilger.

Melaune. Es ist ihre erste Pilgertour, erzählt Berbel Häseker, als sie sich gerade mit Rucksack und Hund Tammy von Karin König verabschiedet. Am Vortag war sie mit dem Zug in Görlitz angekommen und hatte ihre erste Tour entlang des Jakobsweges schon zurückgelegt. Auf eine Empfehlung hin ist sie bis zu Königs in Melaune gelaufen und fand „eine wunderschöne Herberge“ vor. „Schließlich war ich den ganzen Tag auf den Beinen und da wünscht man sich schon eine bequeme Herberge“, sagt die 54-jährige Norddeutsche, die noch bis Leipzig auf dem Jakobsweg pilgern will.
  Dass hin und wieder auch Pilger ihre Ferienunterkunft aufsuchen, freut die Herbergsmutter natürlich. Sie versorgt ihre Gäste nicht nur mit einem sauberen und wohnlichen Quartier, sondern auch mit schmackhaftem Frühstück. „Es kam schon vor, dass wir zwei Pilger aus den Königshainer Bergen mit dem Auto abgeholt haben, da sie total fertig vom Laufen waren, aber bei uns übernachten wollten“, erzählt Karin König. Auch an die beiden Frauen aus Leipzig erinnert sie sich noch, die pilgernd mit ihrem Hund unterwegs waren und in Melaune gleich ein paar Tage blieben, so gut gefielen ihnen die Unterkunft und die Umgebung.
          Pilger entdecken die Pension
  Seit 1996 vermietet Karin König zwei Zweibettzimmer in ihrem Eigenheim in der Neubausiedlung. Vor drei Jahren erwarben sie in einem Görlitzer Baumarkt ein Holzgartenhaus und stellten es in ihrem Garten auf. Dazu kam noch ein zweites, das nun Dusche und WC enthält. Beides wird von den Gästen gern im Sommer zusammen mit dem Grillplatz genutzt. „Im Winter ist es zu kalt, obwohl wir eine Elektroheizung haben. Aber die Heizkosten wären enorm hoch“, äußert Karin König ihre Sorge über die steigenden Energiepreise.
  Hatten sie und ihr Mann Klaus in den ersten Jahren vorwiegend Arbeiter und Handelsvertreter als Gäste im Haus, so sind es jetzt zunehmend Touristen und auch Pilger, die bei Königs klingeln. „Dennoch habe ich viele Stammgäste, die auch nur mal so vorbeikommen und sich immer auf mich freuen“, sagt die Vermieterin. Was nicht verwundert, bei dem Service, den sie ihren Gästen bietet, und den volkstümlichen Preisen. Inzwischen hat Karin König auch Kontakt zu Tourismusverbänden im Landkreis und Görlitz aufgenommen und ist im Internet präsent. „Man muss ja auch etwas dafür tun, denn von allein kommen die Leute nicht“, ist die Mutter zweier erwachsener Söhne überzeugt.
www.pension-melaune.de

 

Gemeinde sorgt für Beschäftigung

Von Anja Hecking

 

Vierkirchen. Die Gemeinde will auch in diesem Jahr den Zuschuss der Arge Görlitz nutzen, um einen Langzeitarbeitslosen zu beschäftigen. Darüber informierte Bürgermeister Andreas Nedo (parteilos) den Gemeinderat.
  Die Kommune muss dafür einen finanziellen Eigenanteil bereitstellen. Geplant sind landschaftspflegerische und technische Arbeiten. Darüber muss es keine Abstimmung mit der Handwerkskammer oder dem Garten- und Landschaftsbau geben.
  Anders würde das bei der so genannten Kommunalkombi aussehen. Dort ist das grüne Licht der Fachstelle nötig. Bisher hat die Gemeinde dafür aber noch nichts in die Wege geleitet. Angedacht über diese Strecke sind Arbeiten im Bereich Kultur und Sport.

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Donnerstag, 24. April 2008 +++

 

Kindereinrichtungen gut ausgelastet

Vierkirchen. In den beiden Kindertagesstätten des Kinderkreises Vierkirchen e.V. in Arnsdorf und Melaune wird nach Einschätzung der Gemeindeverwaltung eine sehr gute Arbeit geleistet. Der Verein hatte in seiner Mitgliederversammlung ausführlich berichtet. Von 60 betreuten Kindern im Jahr 2000 ist die Zahl auf über 100 Mädchen und Jungen in diesem Jahr geklettert. Bis Januar 2009 liegen bereits für beide Kitas 16 Anträge auf einen Betreuungsplatz vor. (SZ/ah)

.................................................................................


 

+++ Sächsische Zeitung, Mittwoch, 23. April 2008 +++

 

Weg am Tagebau führt zu einem Konflikt

Von Anja Hecking
Melaune/Arnsdorf. Ein Ersatz für den Waldweg bei Heideberg könnte das Problem lösen. Das deutet sich zwischen Gemeinde und der Firma ProStein an.
  Die Gemeinde Vierkirchen hat eine Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss des Oberbergamtes Freiberg zum Granit-Tagebau Arnsdorf-Melaune veranlasst. Das ist für die Kommune derzeit die einzige Möglichkeit, um ihre Ansprüche an einem Wald- und Feldweg nicht zu verlieren.
  Für das 252 Meter lange Stück Weg zwischen Heideberg und Karlsdorf ist die Gemeinde der Rechtsträger. Der Weg wurde sonst von einigen Spaziergängern und Radfahrern zwischen Arnsdorf und Melaune genutzt, teilweise auch von wenigen Schulkindern, sagten Thomas Scholz (Freie Wähler Arnsdorf-Hilbersdorf) und Reinold Kosan (Freie Wähler Vierkirchen) im Gemeinderat.
          Sicherheit hat Vorrang
  Inzwischen kann der Weg aus Sicht der Gemeinde aber nicht mehr gefahrlos begangen werden, denn er führt bereits durch das Betriebsgelände. Er wird derzeit aber noch nicht vom Bergbau in Anspruch genommen, erklärt Hans Zöllner, Prokurist der ProStein GmbH & Co.KG. Als Rechtsträger sieht sich die Gemeinde in der Verantwortung für die sichere Benutzung des Weges. Denn zu einem Kaufvertrag mit dem Eigentümer des Tagebaus ist es bisher nicht gekommen. Im Zuge der Planfeststellung im Herbst 2007 hatte die Gemeinde auf den Konflikt aufmerksam gemacht. Von einem Ersatzweg ist seitens des Oberbergamtes auch die Rede. Dieser soll in das Eigentum der Gemeinde überführt werden.
  „Aber in der Abwägung zu unserem Einwand wird das eher nebensächlich bemerkt und ohne Terminsetzung“, erklärt Bürgermeister Andreas Nedo (parteilos) auf SZ-Nachfrage. Mit ProStein ist die Gemeinde deshalb seit Monaten im Gespräch. Es hat zwar verschiedene Lösungsansätze gegeben, sagt der Bürgermeister, aber bisher kein Ergebnis. Weil die Planfeststellung jetzt wirksam werden sollte, hatten Verwaltung und Gemeinderat das weitere Vorgehen erneut geprüft. Der Beschluss für die Klage war mehrheitlich.
          Ersatzweg ist geplant
  „Wenn wir nichts unternehmen, ändert sich auch nichts“, sagte Peter Gloger (Freie Wähler Arnsdorf-Hilbersdorf). Bernd Windler (Freie Wähler Buchholz/Tetta) gab zu bedenken: „Damit ist der Weg zu einer gütlichen Einigung durchpflügt.“ Die Gemeinde sollte sich eine finanzielle Grenze setzen, erklärte Herbert Riedel (Aktive Wählervereinigung Döbschütz, Melaune, Prachenau). „Wir müssen schon auch wissen, was da auf uns zukommt.“ Die Frage sei, ob die Gemeinde Vierkirchen einen Wanderweg zwischen Heideberg und Karlsdorf will, sagte Thomas Scholz.
  Außerdem wurde im Gemeinderat aber klar, dass es auch ums Prinzip geht. Die Verantwortung für den bisherigen Weg muss eindeutig geklärt werden. Und wenn der Tagebau dieses Flurstück in Anspruch nimmt, kann das aus Sicht des Gemeinderates nicht ersatzlos geschehen. Inzwischen liegt der Gemeindeverwaltung bereits ein schriftliches Angebot von ProStein vor. „Wir werden darauf reagieren“, sagt der Bürgermeister. Das Flurstück wird von den Gesellschaftern unverzüglich erworben und ein Ersatzweg geschaffen, erklärt Prokurist Hans Zöllner.
  Für die beiden Tagebaue Arnsdorf und Melaune, die zusammengeführt werden (deshalb das Planfeststellungsverfahren), gibt es zwei Gesellschafter. Das sind die Hartsteinwerke GmbH & Co.KG Ostsachsen (HWO) sowie die Bau- und Handelsgruppe Sachsen (BHS). ProStein ist der Betreiber.

 

Straßenbau wird demnächst abgeschlossen

Melaune/Prachenau. Bei der Straßenbaumaßnahme in Melaune im Zuge des Abwasseranschlusses sind nur noch wenige Restarbeiten zu erledigen. Darüber informierte Bürgermeister Andreas Nedo (parteilos) den Gemeinderat. In Prachenau kann der Zeitraum für den Abschluss der Maßnahme nicht eingehalten werden, obwohl der Baubetrieb zügig arbeitet und in den vergangenen Wochen weit voran gekommen ist. Die Firma ist laut Information der Verwaltung auch sonnabends im Einsatz. Die Gemeinde bemüht sich um eine Verlängerung für die Abrechnung der Fördermittel. Dazu hatte es erst kein positives Signal gegeben.
  Inzwischen wird der Sachverhalt beim Regierungspräsidium in Dresden geklärt. Denn die Arbeiten für den zentralen Abwasseranschluss in Prachenau waren später losgegangen als geplant.

Unser Gesprächspartner Johannes Hamann ( 3.v.r.) ist Vorstandsmitglied des Jugendscheune Melaune e.V. und hier bei einer Wanderung bei der Forstrüstzeit im vergangenen Jahr. Foto: B. Donke

 

 

Jugendliche leben und arbeiten im Wald

Gespräch: Bernhard Donke

 

Am Freitag beginnt eine Forstrüstzeit in den Königshainer Bergen. SZ sprach mit Organisator Johannes Hamann.

Königshain/Melaune
Was bedeutet Forstrüstzeit?
Rüstzeit ist ein Wort aus der kirchlichen Jugendarbeit. Zurüstung mit Gottes Wort und Zeit haben für ein gemeinsames Leben. Am Wochenende kommt bei uns noch das Wort Forst dazu, denn wir werden an diesen drei Tagen im Wald leben.
Was gehört dazu?
Es sind solche grundsätzlichen Tätigkeiten wie Lager aufbauen und das tägliche Essen zubereiten. Dann wollen wir Arbeiten im Wald verrichten. Die Zeit für Gottes Wort soll nicht zu kurz kommen, aber auch Spiel und sportliche Aktivitäten stehen mit auf unserem Plan. Dabei können die Teilnehmer an sich selbst neue Seiten und Eigenschaften entdecken.
Wird es auch sportlich zugehen?
Ich hoffe es wird sportlich werden, denn bei gutem Wetter stehen einfache Klettertouren, vielleicht auch eine Wanderung in den Königshainer Bergen auf dem Plan.
Wer steht Ihnen dabei hilfreich zur Seite?
Unserer Jugendwart Tobias Walzok und zwei weitere Mitarbeiter unterstützen mich, denn es soll alles gut und sicher ablaufen.
Für welche Altersgruppe ist die Rüstzeit vorgesehen und was kostet die Teilnahme?
Jugendliche ab dem 14. Lebensjahr sind willkommen und der Unkostenbeitrag für sie beträgt für alle drei Tage ganze fünf Euro.
Können sich Jugendliche jetzt noch dafür anmelden und wo?
Natürlich können sich Jugendliche noch anmelden – und das unter der Telefon-Nummer 035827/70354 oder 035826/60597 oder unter jugendscheune@gmx.de.

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Dienstag, 22. April 2008 +++
Ausbau der Kreisstraße ist geplant
Von Anja Hecking
Arnsdorf-Hilbersdorf. Das Ingenieurbüro hat dem Gemeinderat die Planungen für die Straße ausführlich vorgestellt.
  Der Ausbau der Kreisstraße K 8402 durch Arnsdorf-Hilbersdorf ist als Projekt im Konzept für die Integrierte Ländliche Entwicklung der „Östlichen Oberlausitz“ (Ilek) geplant. Dort ist das Bauvorhaben im Bereich Dorfentwicklung (Straßen, Wege, Brücken) gelistet. Für dieses Jahr ist der Ausbau nicht vorgesehen.
  Der Koordinierungskreis hat dem Projekt auch noch kein Votum erteilt. Das ist Voraussetzung für die Bearbeitung des Förderantrags im Amt für Ländliche Entwicklung in Kamenz. Für 2009 und 2010 hält der Landkreis die erforderlichen Mittel bereit. Derzeit belaufen sich die Kosten auf rund eine Million Euro. 277000 Euro davon muss die Gemeinde Vierkirchen aufbringen. Hier besteht Aussicht auf Förderung aus dem Ilek-Programm. Der Ausbau kann aber nur erfolgen, wenn vorher die Abwasserkanäle für den Anschluss an das zentrale Netz verlegt werden.

  Dem Gemeinderat hat Hartmut Richter vom Görlitzer Büro Richter + Kaup, Ingenieure und Planer die Pläne ausführlich vorgestellt. Der Ausbau soll von der Bushaltestelle am Ortseingang Hilbersdorf bis zu den Ställen am Ortsausgang von Arnsdorf erfolgen. Das sind 2018 Meter Straße mit einem anderthalb Meter breiten Gehweg. Die Fahrbahn soll größtenteils 5,5 Meter umfassen. Zwischen Straße und Fußweg sind drei Zeilen Pflastersteine vorgesehen.
  Das Planungsbüro hat sich bemüht, die entlang der Ortsstraße vorhandenen Bäume zu erhalten. Diskutiert werden muss noch die Gestaltung um das Kriegerdenkmal.

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Sonnabend, 19. April 2008 +++

 

Andreas Nedo tritt nicht mehr an

Von Anja Hecking
Vierkirchen.
Bürgermeister Andreas Nedo (parteilos) wird zur Kommunalwahl am 8. Juni nicht als Kandidat für die ehrenamtliche Arbeit des Gemeindeoberhaupts antreten. „Ich werde ab Herbst eine neue Arbeit im sozialen Bereich beginnen“, erklärte er auf SZ-Nachfrage. Das sei zeitlich und inhaltlich nicht mit den Aufgaben als Bürgermeister zu vereinbaren. Andreas Nedo hat die Geschicke der Gemeinde Vierkirchen in den vergangenen sieben Jahren gelenkt. Der neue Bürgermeister wird künftig ehrenamtlich arbeiten.

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Freitag, 18. April 2008 +++

 

Gemeinde schafft Transporter für den Bauhof an
Vierkirchen
. Die Gemeinde wird für die Arbeit des Bauhofes einen Transporter anschaffen. Mehrheitlich fiel die Entscheidung für den Mietkauf eines Mitsubishi Canter.
  Die Verwaltung hatte mehrere Anbieter geprüft und neben dem Mitsubishi Canter auch einen Renault Master in die engere Auswahl gezogen. Dem „Japaner“ gab der Gemeinderat den Vorzug. Mit dem Fahrzeug kann der Bauhof größere Lasten transportieren. Für den Winterdienst ist der Lkw nicht geeignet, reagierte Bürgermeister Andreas Nedo (parteilos) auf eine Frage von Herbert Riedel (Aktive Wählervereinigung Döbschütz, Melaune, Prachenau). Das sei auch gar nicht geplant gewesen. Den Winterdienst will die Gemeinde künftig nur noch zum Teil selbst abdecken und ansonsten vergeben.

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Donnerstag, 17. April 2008 +++

 

Landfarm speist Wärme ein

Vierkirchen. Zu Bauvorhaben in Arnsdorf-Hilbersdorf, Buchholz und Melaune hat sich der Gemeinderat positiv positioniert. So soll in Arnsdorf-Hilbersdorf eine Doppelgarage mit einem Satteldach errichtet werden, die durch einen zusätzlichen Raum die Möglichkeit zum Unterstellen von Pflanzen im Winter bietet.

  In Buchholz plant ein Bauherr, das Dachgeschoss auszubauen und unter anderem eine Gaube zu errichten.

  Die Landfarm Melaune, die auf ihrem Gelände bereits eine Biogasanlage betreibt, will ein Blockheizkraftwerk westlich zur S122 errichten.
  Das Vorhaben ist trotz Lage im Außenbereich laut Baugesetz zulässig. Das Gebiet ist auch als gewerbliche Fläche in den Planungen ausgewiesen. (SZ/ah)

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Mittwoch, 16. April 2008 +++

 

Keine erste Klasse in Buchholz

Von Anja Hecking

 

Die sechs Abc-Schützen aus Vierkirchen werden in der Nachbargemeinde eingeschult. Dort stehen erste Ganztagesangebote für die Schüler bereit.
Vierkirchen. Die sechs Schulanfänger aus der Gemeinde Vierkirchen werden ab Ende August in die Jänkendorfer Grundschule gehen. In Buchholz lernen damit im neuen Schuljahr die Klassen zwei bis vier. Darauf hat sich Gemeinderat am Montagabend mehrheitlich verständigt. Damit wird auch die Zweckvereinbarung zu den Grundschulen mit dem Nachbarn Waldhufen um ein weiteres Jahr verlängert. Sollte die neue gemeinsame Grundschule in Nieder Seifersdorf nicht bis zum Schulstart 2009 fertig werden, wollen Elternrat und Gemeinde, dass wieder eine erste Klasse in Buchholz eingeschult wird. Denn für das Schuljahr 2009/2010 soll es mit 19 Kindern bedeutend mehr Abc-Schützen in Vierkirchen geben als in diesem Jahr.
  Dieser Zusatz in der Vereinbarung scheint zwar einigen Gemeinderäten widersprüchlich. Für Waldhufen ist er aber derzeit kein Problem. Horst Brückner, Bürgermeister von Waldhufen, sagte gestern, dass er Eltern und Gemeinde verstehen kann, die sich dieses Hintertürchen offen lassen wollen.
  Wenn die Sanierungsarbeiten am ehemaligen Mittelschulkomplex in Nieder Seifersdorf nicht bis zum Sommer 2009 fertig werden, müsste die Zweckvereinbarung mit Vierkirchen verlängert und damit neu verhandelt werden. Waldhufen rechne aber mit dem Förderbescheid und dem Baubeginn in diesem Jahr. Beantragt hat die Gemeinde die Förderung vor vier Jahren, erklärte der Bürgermeister. Diese hatten beide Gemeinden am 1. August 2004 abgeschlossen. Für Vierkirchen stand die Aussicht, die eigene kleine Grundschule auf Dauer nicht halten zu können. Für Waldhufen brachten die Nachbarkinder Planungssicherheit für eine zweizügige Grundschule in Nieder Seifersdorf.
          Lehrerinnen aus beiden Orten
  Bis zum Abschluss der Sanierung sollten die Kinder in Buchholz und Jänkendorf weiter lernen. Weil es in diesem Jahr in Vierkirchen aber nur sechs Erstklässler gibt und die Jänkendorfer Grundschule mit den offenen Ganztagesangeboten beginnen will, hat Waldhufen für zwei gemeinsame erste Klassen in Jänkendorf plädiert. Je eine Lehrerin aus Buchholz und Jänkendorf sollen die Klassen übernehmen. Dem Gemeinderat Vierkirchen ist die Entscheidung nicht leicht gefallen, weil es genauso Argumente für den Erhalt der ersten Klasse in der eigenen Gemeinde gibt (Schulkonzept, Patenschaft der Viert- mit den Erstklässlern). Außerdem hatten Eltern aus Waldhufen signalisiert, ihre Kinder auch nach Buchholz zu geben. Inzwischen hat der Elternrat aus Vierkirchen den Kompromiss vorgeschlagen, sich dieses Jahr für Jänkendorf auszusprechen und sich nur bei einer weiteren Verzögerung des Schulausbaus das Hintertürchen offen zu lassen. Der Bitte von Vierkirchens Bürgermeister Andreas Nedo, deshalb für die Verlängerung zu stimmen und damit auch die Einigkeit der beiden Gemeinden zu zeigen, ist der Gemeinderat gefolgt.

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Donnerstag, 10. April 2008 +++

Meik Laßmann rüstet Fahrzeuge mit Benzinmotor um auf Bioethanol. Dabei verbleibt der normale Tank im Auto und wird mit Spezialtechnik versehen. Foto: Constanze Junghanß

 

Alkohol im Tank hilft sparen

Von Constanze Junghanß

 

Döbschütz. Unternehmer will noch in diesem Jahr in Weißenberg eine alternative Tankstelle für Bioethanol aufbauen.
  Der Stand von Meik Laßmanns „ML-Motors Pflanzenöltechnologie“ auf der Dresdener Automesse war dicht umlagert. „Es gab eine ganze Menge Anfragen von Privatpersonen und Werkstätten zum Thema Bioethanol“, sagt er. Dass ist noch nicht einmal einen Monat her. Meik Laßmann und seine Frau Andrea informierten über ihr aktuelles Vorhaben, das bei vielen Menschen auf offene Ohren gestoßen ist: Das Döbschützer Ehepaar möchte noch vor den großen Sommerferien eine Tankstelle im nur wenige Kilometer entfernten Weißenberg eröffnen.
  Dabei handelt es sich nicht um eine der üblichen Anlagen. Vielmehr wollen die Laßmanns nur rund 300 Meter von der Autobahn Dresden-Görlitz entfernt alternative Tankmöglichkeiten anbieten. „Zapfsäulen sind für Ethanol, Rapsöl und Gas vorgesehen“, erzählt der Familienvater. Außerdem sollen mit der Tankstelle mindestens zwei Arbeitsplätze entstehen. „Nun hoffen wir, dass die Bank so schnell wie möglich reagiert“, so der Unternehmer. Denn noch steht der dafür benötigte Kredit aus. Sicher dagegen sind Fördermöglichkeiten, die es dafür gibt.
          Umrüstung ist nötig
  Um mit dem gegenüber Benzin preisgünstigeren Bioethanol E85 fahren zu können, müssen die dafür vorgesehenen Fahrzeuge umgerüstet werden. Meik Laßmann hat dafür bereits seine ersten Kunden gewonnen. Was bisher fehlte, war eine regionale Tankstelle, die den Biosprit auch anbietet. „Während im Westen der Bundesrepublik fast jede Stadt über solche Alternativen verfügt, hat sich das hier bei uns noch nicht so richtig durchgesetzt“, beobachtete der Unternehmer. Nach Großenhain können Kunden bereits fahren und ab Monatsende wahrscheinlich auch in Boxberg Bioethanol tanken.
          Keine Besteuerung bis 2015
  Als Konkurrenz sieht Meik Laßmann diese Tankstellen nicht. Im Gegenteil: Ein ausgebautes Netz sei für die Kunden, die ihr Fahrzeug umgerüstet haben, wichtig. Allerdings können diese ebenso weiterhin normales Benzin tanken. Der alte Tank verbleibt nämlich im Fahrzeug, und die Spezialtechnik erkenne automatisch, was der Autofahrer als Antriebsmittel einfüllt. Für die Kunden liege neben der besseren Umweltfreundlichkeit ein weiterer Vorteil auf der Hand: Bis ins Jahr 2015 soll Bioethanol nicht besteuert werden und kostet deshalb bis zu 50 Cent weniger pro Liter als das herkömmliche Benzin.
  Mit der derzeitigen Bundestagsdebatte um die Anhebung des Ethanolanteils auf zehn Prozent (E10) beim Tanken hat die Idee der Laßmanns nichts zu tun. „Das E85 besteht zu 85 Prozent aus reinem Alkohol, der zum Beispiel aus nachwachsenden Rohstoffen wie Holz, Algen, Zuckerrüben oder Getreide gewonnen wird“, erklärt der Döbschützer. Mit der freiwilligen Umrüstung, die einige hundert Euro kostet, gebe es deshalb keine Motorenprobleme. In Brasilien fahre man bereits seit 40 Jahren mit Ethanol aus Zuckerrohrschnaps. „Und auch im Motorsport dient Ethanol, eine Mischung aus 85 Prozent Alkohol und 15 Prozent Benzin, seit Jahren der Leistungssteigerung der Fahrzeuge“, weiß Meik Laßmann.

 

 

Zwei alte Ställe werden weggerissen / Landwirtschaftsbetrieb verbessert Tierhaltung und schafft mehr Lagerkapazität für Gülle.
Arnsdorf-Hilbersdorf.
Der Gemeinderat von Vierkirchen sieht die baulichen Veränderungen, die Andrea Köhler für ihren Landwirtschaftsbetrieb in Arnsdorf plant, positiv. Die Landwirtin will zwei alte Ställe wegreißen und dafür einen Laufstall mit Boxen für 252 Tiere bauen lassen. Dadurch soll die Haltung der Kühe verbessert werden. Außerdem ist ein zweiter Güllebehälter mit reichlich 2700 Kubikmetern Fassungsvermögen geplant. Damit will der Betrieb die Lagerkapazität für die Gülle erhöhen, um beim Ausbringen auf den Feldern unabhängiger vom Wetter zu sein, erklärt Andrea Köhler auf SZ-Nachfrage.
  Mehrheitlich bei zwei Ablehnungen und einer Stimmenthaltung hat der Gemeinderat für das Bauvorhaben gestimmt. Dabei handelt es sich um die Stellungnahme der Gemeinde. Den Bauantrag bearbeitet das Landratsamt des Niederschlesischen Oberlausitzkreises.
  Bürgermeister Andreas Nedo (parteilos) bewertete das Vorhaben als Verbesserung für Mensch und Tier, zumal die Kühe in dem Laufstall künftig noch etwas weiter weg von der Straße gehalten werden. In der Diskussion gab es auch kritische Äußerungen. Christine Nicht und Peter Gloger (beide Freie Wählervereinigung Arnsdorf-Hilbersdorf) befürchten, dass das Bauvorhaben auf mehr Kühe in den Ställen hinausläuft. Für Ärger habe die Anlage aufgrund ihrer Nähe zu den Wohnhäusern „schon immer gesorgt“, sagten sie. Die Ställe befinden sich am Ortsrand von Arnsdorf auf der rechten Seite, wenn man aus Richtung Melaune kommt.
          Strenge Kontrollen
  „Landwirtschaftsbetriebe unterliegen strengen Kontrollen“, erklärte Bernd Windler (Wählervereinigung Buchholz/Tetta). So ohne Weiteres könne die Zahl der Tiere nicht grenzenlos nach oben hin verändert werden. Für den Betrieb in Arnsdorf gilt Altbestandsschutz. Hier wurden zu DDR-Zeiten mit über 1000 Kühen bedeutend mehr Tiere gehalten als heute.
  Wettbewerb und Kaufverhalten regeln die Milchkuhhaltung genauso wie die Produktion in anderen Bereichen. Sachsenweit ist durch Milchquote und Leistungssteigerung bei den Tieren eher ein zahlenmäßiger Rückgang zu verzeichnen als umgekehrt. „Das Recht, Tiere zu nutzen und die Pflicht, sie zu schützen, das heißt sachgerecht unterzubringen und zu betreuen, stellt eine große Herausforderung dar“, erklärt die Sächsische Landesanstalt für Landwirtschaft zur Tierhaltung.

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Freitag, 4. April 2008 +++
 

Kinderkreis hält im April buntes Programm bereit

 

Vierkirchen. Der Verein Kinderkreis Vierkirchen hält auch in diesem Monat wieder bunte Angebote für interessierte Eltern mit Kleinstkinder aus der gesamten Gemeinde und ihrer Umgebung bereit. Immer mittwochs, von 9.30 bis 11 Uhr, können sich Eltern mit ihren Babys und Kindern bis zu drei Jahren in der Krabbelgruppe treffen.
  Sie findet abwechselnd in den beiden Kindertagesstätten des Kinderkreises in Melaune und Arnsdorf statt. Hier kann gemeinsam gespielt, gebastelt, geturnt oder experimentiert werden. Und die Großen können bei den Treffs der Krabbelgruppe ihre Erfahrungen austauschen oder sich einfach nur miteinander unterhalten.
  Das nächste Mal geht es am kommenden Mittwoch, dem 9. April, in der Kindertagesstätte Arnsdorf „Kreativ in den Frühling“. Am 16. April heißt es in der Kindertagesstätte Melaune „Wir erobern den Spielplatz“, am 23. April in Arnsdorf „Wir kneten“ und am 30. April in Melaune „Die Entwicklung des Kindes in den ersten drei Lebensjahren“.

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Dienstag, 1. April 2008 +++
 

Notiert
Diebe stehlen Kupferkabel aus dem Steinbruch

Vierkirchen
. Unbekannte Täter begaben sich zwischen Donnerstag und Freitag auf das Gelände des Steinbruchs Arnsdorf und zerschnitten zwei rund fünf Zentimeter starke und sieben Meter lange vieradrige Kupferkabel, die zwischen einem Schaltschrank und einem Steinbrecher auf dem Erdboden lagen. Es entstand ein Sachschaden von rund 300 Euro.

.................................................................................

 

M ä r z   2 0 0 8

+++ Sächsische Zeitung, Freitag, 28. März 2008 +++
Vorhaben werden erst einmal zurückgestellt

von Anja Hecking

Arnsdorf-Hilbersdorf. Für Straßenbaumaßnahmen in Arnsdorf-Hilbersdorf hat die Gemeinde eine Förderung aus dem Programm für die Integrierte Ländliche Entwicklung (Ilek) beantragt. In der Koordinierungskommission für die „Östliche Oberlausitz“ sind die Vorhaben aber erst einmal zurückgestellt worden, erklärte der Bürgermeister. Grund sei der unterschiedlich geplante Ausbaustandard zwischen einzelnen Gemeinden. Ein Teil wolle mit, ein anderer ohne Gehweg bauen. Für Arnsdorf-Hilbersdorf hat der Straßenausbau eine hohe Priorität, weil er genauso wie in Gersdorf im Zuge der Abwassererschließung erfolgen soll. Geplant ist in Arnsdorf auch der Ausbau der Straße von der Autobahn bis zur Ortsmitte.

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Donnerstag, 27. März 2008 +++
 

Verzögerungen beim Ausbau von Straßen

Prachenau. Für die Straßenbaumaßnahme in Prachenau will das Amt für Ländliche Entwicklung die Förderung nicht über den 30. April hinaus verlängern, informierte Bürgermeister Andreas Nedo (parteilos) den Gemeinderat. Wenn die Arbeiten bis dahin nicht fertig sind, muss die Kommune das Geld zurückgeben. Die Gemeinde hat bereits Druck auf die Firma gemacht. Das Bauende war für Ende Dezember 2007 geplant gewesen, erklärt der Bürgermeister auf SZ-Nachfrage. Aber den Termin hat die Firma nicht gehalten. Danach ist sie in die Winterpause gegangen. Für die Kommune bleibt unverständlich, warum sie bei dem relativ milden Wetter in den vergangenen Wochen nicht schon wieder losgelegt hat.

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Dienstag, 18. März 2008 +++

 

Feuerwehr richtet „Rollenhäuschen“ am Gasthaus her

 

Tetta. Jeweils 500 Euro erhält die Freiwillige Feuerwehr Buchholz/Tetta in diesem und im nächsten Jahr, um das sogenannte Rollenhäuschen neben dem Gasthaus „Deutsche Eiche“ herzurichten. Darauf hat sich der Gemeinderat verständigt. Die Feuerwehr hatte die Gemeinde um finanzielle Unterstützung gebeten, informierte Bürgermeister Andreas Nedo (parteilos). Die Kosten konnten aber nicht genau beziffert werden. Der Bürgermeister regte an, 1000 Euro bereitzustellen. Diese werden nun auf Vorschlag von Peter Gloger (Freie Wähler Arnsdorf-Hilbersdorf) auf die nächsten beiden Jahre aufgeteilt.
  2008 und 2009 wird in Tetta das Feuerwehrgerätehaus erneuert. Die Wehr möchte einen Teil der Ausrüstung in dieser Zeit im Rollenhäuschen unterbringen und es später als Traditionsgebäude nutzen. Nach Information von Udo Gleisenberg (Wählervereinigung Buchholz/Tetta) müssen vor allem Dach und Putz gemacht werden. Ein neues Tor hat die Feuerwehr bereits. Das kleine Bauwerk war früher mal Spritzenhaus und beherbergte eine Wäscherolle – daher der Name. Grundstück und Häuschen gehören der Gemeinde.

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Freitag, 14. März 2008 +++
 

Gemeinde wird Mitglied im Tourismusverein

 

Vierkirchen. Die Gemeinde tritt dem Fremdenverkehrsverein Schlesische Oberlausitz e.V. bei. Das hat der Gemeinderat mehrheitlich beschlossen. Rund 120 Euro beträgt der Mitgliedsbeitrag im Jahr. Die Gemeinde erhofft sich davon, dass auf Karten und Flyern Tourismusangebote aus Vierkirchen aufgenommen werden. Die Ortschaftsräte von Buchholz und Melaune hatten das bereits begrüßt, erklärten Udo Gleisenberg (Wählervereinigung Buchholz/Tetta) und Herbert Riedel (Aktive Wählervereinigung Döbschütz/Melaune/Prachenau). Keinen Sinn in der Mitarbeit sehen Christine Nicht und Peter Gloger (beide Freie Wähler Arnsdorf-Hilbersdorf). Es sei schwer vorstellbar, wie die Mitarbeit der Gemeinde im Verein erfolgen soll.

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Donnerstag, 13. März 2008 +++

 

Gemeinde fördert in diesem Jahr zwölf Vereine
 

Vierkirchen. Einstimmig hat der Gemeinderat eine Liste mit förderfähigen Vereinen beschlossen sowie die Förderbeträge festgelegt. Aus Arnsdorf-Hilbersdorf, Melaune, Tetta, Buchholz und den dazugehörigen kleineren Ortsteilen sind demnach zwölf gemeinnützige Vereine registriert. Die Gemeindeverwaltung weist noch einmal alle Vereine darauf hin, die entsprechenden Meldefristen einzuhalten.
  Im gesamten Jahr 2008 stehen für die Arbeit der Vereine 3500 Euro im Haushalt der Gemeinde bereit. Jeder Verein erhält einen Sockelbetrag von 180 Euro und einen Zuschuss pro Mitglied. Demnach gibt es 4,10 für jedes Mitglied über 18 Jahre und 8,30 Euro für jedes jüngere Mitglied. „Die Förderung ist ein symbolischer Betrag – als Anerkennung“, sagt Bürgermeister Andreas Nedo (parteilos)..

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Mittwoch, 12. März 2008 +++
Erste Klasse soll bleiben
von Anja Hecking
Der Gemeinderat will die Schulanfänger in Buchholz behalten, bis die Nieder Seifersdorfer Schule fertig saniert ist.

Vierkirchen. Bis das Schulhaus in Nieder Seifersdorf fertig ist, sollen die Grundschulen in Jänkendorf und Buchholz erhalten bleiben und jährlich jeweils eine erste Klasse aufnehmen. Dafür hat sich der Gemeinderat von Vierkirchen am Montagabend in Melaune eindeutig ausgesprochen. Damit wird das Bestreben der Nachbargemeinde Waldhufen, die neuen Erstklässler aus Vierkirchen bereits in Jänkendorf einzuschulen, nicht mitgetragen.
          Was ist passiert?
  Seit mehreren Jahren ist die neue gemeinsame Grundschule mit der Nachbargemeinde Waldhufen gewollt. Dafür soll der ehemalige Mittelschulkomplex in Nieder Seifersdorf saniert werden. Das liegt genau in der Mitte zwischen Buchholz und Jänkendorf. Im August 2004 haben beide Kommunen Nägel mit Köpfen gemacht. Eine Zweckvereinbarung gibt Waldhufen Planungssicherheit für eine zweizügige Grundschule. Als Gegenleistung behält Vierkirchen bis dahin die eigene Grundschule in Buchholz. Diese Vereinbarung läuft aber Ende Juli aus.
          Wo liegt das Problem?
  Die Sanierung in Nieder Seifersdorf hat sich verzögert. Weil inzwischen der Ausbau von Schulen mit Ganztagesangeboten bezuschusst wird, musste der Förderantrag neu gestellt werden. Bis zum 1. April erarbeiten Buchholz und Jänkendorf ein gemeinsames pädagogisches Konzept. Die Gemeinden rechnen derzeit damit, dass die Grundschule bis zum Schuljahr 2009/2010 fertig sein wird. Mit dem neuen pädagogischen Konzept soll die Grundschule in Jänkendorf bereits ab Ende August 2008 starten.
  Das ist einer der Gründe, warum Waldhufen vorgeschlagen hat, die Schulanfänger aus Vierkirchen schon jetzt in Jänkendorf einzuschulen. Hinzu kommt, dass es in Vierkirchen derzeit höchstens acht Schulanfänger gibt. 2007 waren es 17, 2009 sind es wieder 19, sagt Schulleiterin Gudrun Koch. Grundschule und Gemeinde Vierkirchen wollen die erste Klasse bis zum Schluss behalten.
          Keine erste Klasse – Was bedeutet das?
  Ohne erste Klasse lässt sich das Schulkonzept in Buchholz nicht mehr vollständig verwirklichen. Die Patenschaft der Viertklässler für die Jüngsten würde genauso entfallen wie die Teilnahme der Schule an verschiedenen Wettbewerben, bei denen Erstklässler mit gefordert sind. Bei so einer kleinen Schule fällt die Streichung einer Klasse natürlich ins Gewicht.
          Gibt es eine Lösung?
  Zeitgleich zur Gemeinderatssitzung in Melaune haben sich am Montagabend Eltern aus Waldhufen mit ihrem Bürgermeister versammelt. Demnach gibt es Familien in Nieder Seifersdorf, Diehsa und Attendorf, die bereit wären, ihre Kinder in Buchholz einzuschulen, erklärt eine Elternsprecherin aus Vierkirchen. Das hat so bereits in der Vergangenheit funktioniert, zumal es ein Schülertaxi gibt. Kinder aus Waldhufen und Vierkirchen besuchen zum Beispiel gemeinsam die Kindergärten in Arnsdorf und Melaune. „Klar, dass die Kinder dann auch gemeinsam in eine Schule gehen wollen“, sagt die Elternsprecherin.
  Die Buchholzer Grundschule hatte in den vergangenen Schuljahren zwischen 65 und 70 Schüler, davon 15 bis 17 Kinder in der ersten Klasse und sechs Lehrerinnen. In Jänkendorf werden 81 bis 83 Schüler von acht Lehrerinnen unterrichtet. Die erste Klasse zählt je nach Schuljahr 19 bis 24 Kinder.

.................................................................................

Herbert Riedel ist Chef des Heimatvereins, der den Ostermarkt in Melaune veranstaltet. Am 16.März ist es so weit, dass von 11 bis 17Uhr in die Alte Wassermühle eingeladen wird.Foto: Constanze Junghanß  

+++ Sächsische Zeitung, Dienstag, 11. März 2008 +++

Bunter Markt in Melaune
von Constanze Junghanß 


Der Heimatverein organisiert erstmals einen Frühlingsmarkt in der „Alten Wassermühle“.

  Bereits zum dritten Mal veranstaltet der Heimatverein Döbschütz/Melaune e.V. einen Oster- und Frühlingsmarkt. Neu ist der Veranstaltungsort. Die sanierte „Alte Wassermühle“ in Melaune bietet am 16. März Platz für die Händler. „Rund 20 Unternehmen präsentieren ihre Waren“, sagt Herbert Riedel. Der Vereinsvorsitzende erzählt, dass vor allem regionale Firmen aus Görlitz, Niesky, Weißwasser und den anliegenden Dörfern für die Veranstaltung mit ins Boot geholt werden konnten.
          Frisches Brot im Angebot
  Im Angebot sind Produkte wie beispielsweise Keramik, Holzspielzeug, Pflanzen, frische Brote aus dem Holzbackofen, Österliches, gebackenes Lamm, Strick- und Molkereiwaren. Dazu gibt es Kaffee und selbstgebackenen Kuchen, dessen Erlös dem Verein zugutekommt.
  Für den Standort „Wassermühle“ hat sich der Verein entschieden, weil ihm das Gebäude zur Nutzung vonseiten der Gemeinde übertragen wurde. Ursprünglich war vorgesehen, dass ein Trägerverein gebildet wird und alle Vereine des Ortes hier unter einem Dach zusammenkommen. Dieses Konzept scheiterte jedoch.
  Im Vorjahr entschloss sich nun der Gemeinderat Vierkirchen, die Nutzungsrechte an den Heimatverein zu übergeben. „Wir sind de facto Hausherr und nutzen das Objekt für unsere Vereinstätigkeit. Das Vornutzungsrecht liegt bei der Gemeinde“, sagt Herbert Riedel.
          Stark im Ehrenamt
  Andere Vereine können sich für geplante Veranstaltungen einmieten. Aufgaben der 25 Vereinsmitglieder umfassen die Ordnung und Sauberkeit in und um die „Alte Wassermühle“ sowie die Werterhaltung des Hauses. Versucht werden soll künftig, auch Maßnahmen über das Arbeitsamt zu beantragen. „Ansonsten läuft hier alles über ehrenamtliches Engagement“, sagt Riedel, der erst vor wenigen Tagen als Vereinsvorsitzender bestätigt wurde. Constanze Junghanß
  Der Oster- und Frühlingsmarkt mit Musik findet diesmal am kommenden Sonntag, von 11 bis 17 Uhr, in Melaune statt. Der Eintritt ist frei. In der Wassermühle gibt es eine Dauerausstellung zur Geschichte des Hauses, die ihre Pforten während des Markttreibens öffnet.

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Sonnabend, 8. März 2008 +++
Vierkirchen will auf seine erste Klasse nicht verzichten
Von C. Junghanß und A. Preuß

Die Sanierung in Nieder Seifersdorf soll Mitte 2008 beginnen. Den weiteren Schulbetrieb müssen Vierkirchen und Waldhufen klären.

Buchholz/Waldhufen.   Eine Verlängerung der Zweckvereinbarung der Grundschule in Buchholz mit der Gemeinde Waldhufen soll in der Gemeinderatssitzung am Montag in Melaune beschlossen werden. Geregelt war, dass die Buchholzer Schule aufgrund der Vereinbarung mit Waldhufen noch so lange Bestand hat, bis die ehemalige Mittelschule in Nieder Seifersdorf zur Grundschule ausgebaut ist. Die Zweckvereinbarung war bis 2008 zeitlich gebunden. Da sich der Umbau in Nieder Seiferdorf noch verzögert, muss die Zweckvereinbarung verlängert werden. Verhandlungspunkt ist auch, wo die Vierkirchener Kinder in diesem Jahr eingeschult werden. Das betrifft sechs bis acht Mädchen und Jungen. Besprochen werden soll in der Sitzung deshalb, ob die Kinder in Buchholz oder Jänkendorf in diesem Schuljahr eingeschult werden.
  Der Wunsch der Lehrerschaft ist natürlich, dass sie auch dieses Jahr wieder ihre Abc-Schützen in der Schule haben. „Darüber sind wir uns mit den Eltern einig, dass die Vierkirchener Kinder in Buchholz eingeschult werden“, sagt und hofft Schulleiterin Gudrun Koch.
          Baustelle für zwei Jahre
  Der Umbau der früheren Mittelschule Nieder Seifersdorf zu einer zweizügigen Grundschule für die Gemeinden Waldhufen und Vierkirchen wird frühestens Mitte dieses Jahres beginnen. Die Bereitstellung der Fördermittel hat sich verzögert. Die Gemeinde Waldhufen beziffert die Ausgaben für die Sanierung auf rund 2,1Millionen Euro in diesem und dem nächsten Jahr. „Diesbezüglich gibt es keine Diskussionen“, sagt der Bürgermeister von Waldhufen, Horst Brückner. Mit Vierkirchen muss nun schnellstens geklärt werden, wie beide Kommunen bis zur Einweihung des gemeinsamen Grundschulstandortes in Nieder Seifersdorf weiter verfahren. Die bestehende Zweckvereinbarung muss verlängert werden. Sie regelt, dass Waldhufen die zwei Grundschulen in Buchholz und Jänkendorf führt.
  Konfliktpotenzial bietet jetzt die Tatsache, dass es in Buchholz nur sechs Abc-Schützen gibt. „Bisher haben wir in so einem Fall Waldhufener Kinder zur Einschulung nach Buchholz geschickt“, sagt Horst Brückner. Aus pädagogischer Sicht sei es aber sinnvoller, diese in Jänkendorf aufzunehmen. Doch er verstehe, dass das Buchholzer Eltern und Lehrer anders sehen.
  „Gemeinderat und Eltern vertreten den Standpunkt, die Vereinbarung so zu verlängern, wie sie jetzt ist“, sagt Andreas Nedo, der Vierkirchener Bürgermeister. Auch er führt pädagogische Projekte ins Feld, die ohne die Erstklässler nicht realisierbar seien. „Wir hoffen stark, dass wir uns einigen können und der Neuanfang für beide Schulen nach dem Umzug nach Nieder Seifersdorf ist. Denn wir wollen keinen Konfrontationskurs.“ Darüber sei er sich mit seinem Waldhufener Amtskollegen einig. Schließlich hätte die Grundschule in Buchholz ohne die Vereinbarung mit der Nachbargemeinde bereits vor fünf Jahren schließen müssen.

................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Freitag, 7. März 2008 +++
Jeder Betende kann seine Stunde beliebig nutzen

Tagesgespräch mit Jugendwart Tobias Walzok
Gespräch: Bernhard Donke

Tobias, wann beginnt die Veranstaltung in der Jugendscheune?
Mit einem gemeinsamen Gottesdienst am 9. März, um 10 Uhr, in der Kirche zu Tetta. Sie dauert in dem vorgerichteten Gebetsraum des Pfarrhauses in Melaune bis zum 16.März, um 15Uhr, an. Dann gibt es dort eine Abschiedsrunde.
Man kann 24 Stunden lang an sieben Tagen ununterbrochen beten?
Ja. Wir haben aber auch einen Stundenplan für die insgesamt 168 Stunden, also genau eine Woche, aufgestellt. Er weist schon jetzt gefüllte Gebetszeiten auf, aber es gibt auch noch freie Zeiten, zu denen man beten kann. Für sie kann man sich noch bis zum 8. März anmelden und seine Zeit reservieren.
Wer leitet die Veranstaltung die Woche über?
Wir von der Evangelischen Jugendscheune Melaune haben sie organisiert und leiten sie auch, aber es gibt keinen Moderator. Der Wechsel der Betenden erfolgt stündlich. Wer möchte, kann aber auch mehrmals die Gelegenheit zum innigen Gebet nutzen.
Wie kann der Betende seine Stunde gestalten?
Wir haben einen Raum vorbereitet, in dem sich der Betende wohlfühlen kann. Wie er diese Stunde nutzt, das bleibt ihm überlassen. Er kann die Bibel lesen oder nur still das Hungertuch betrachten, das im Raum aufgehängt wird. Er kann schreiben, aber auch lesen oder malen. Selbst gegen Musik ist nichts einzuwenden. Seine Wünsche und Gebetsanliegen kann er an die Wand schreiben, so dass seine Nachfolger für seinen Wunsch und sein Anliegen beten können.
Wie ist für den gesorgt, der über Nacht bleiben möchte?
Für von weither angereiste Nachtbeter gibt es die Möglichkeit, mit einem selbst mitgebrachten Schlafsack hier in den Räumen der Jugendscheune zu übernachten.
Wer steht hinter der Bewegung „24-7 Prayer Germany“?
Auf Deutsch heißt das 24 Stunden sieben Tage lang beten. Die Bewegung ist Ende der 1990er Jahre unter den jungen Christen in England entstanden, die sich auf die Traditionen der Zinzendorfschen Gebetskette berufen. Diese jungen Leute haben festgestellt, dass das Beten aus dem Blick und dem Lebensalltag der Menschen geraten ist. Daraus entwickelte sich zuerst die Idee, einmal im Jahr eine Woche lang in einem eigens dafür ausgestatteten Raum zu beten, dann eine Bewegung. So wird mittlerweile an 52 Wochen in 52 unterschiedlichen Orten gebetet.
Anmeldungen zur Gebetswoche bis 8.März telefonisch unter 035827/70354 oder durch einen Onlineeintrag unter http.//woche11.24-7prayer.de

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Donnerstag, 6. März 2008 +++
Spielfilme für Film und Fernsehen im Umland
Von Constanze Junghanß

  „Über sieben Brücken musst du gehen“ entstand 1977. Szenen für den Defa-Film wurden auch in Hagenwerder und Tauchritz gedreht (beide damals noch Landkreis).
  „Gevatter Tod“, der fast ausschließlich in Görlitz produziert wurde, fängt auf einem Feldweg an. Dort reitet Darsteller Dieter Franke auf einem Ochsen. Diese Szene wurde 1980 im Umland gedreht, der genaue Ort ist nicht bekannt, vermutet wird der Raum Deschka.

  Für „Rosenemil“, größtenteils 1992 in Görlitz entstanden, baute die Stellmacherei Dutschke aus Altbernsdorf (früher Landkreis Görlitz) 1991 zwei Pferdeomnibusse. Die Eisenarbeiten erledigte Schmied Ernst Walther.
  Für „Die Frau des Architekten“ machte das Filmteam 2002 unter anderem in Zodel und Rothenburg Aufnahmen.
  Der Kurzfilm „Zur Zeit verstorben“ von Thomas Wendrich mit bekannten Schauspielern wie Michael Gwisdek und Marie Gruber entstand 2003 in Arnsdorf.
  Im weiteren Umfeld des heutigen NOL-Kreises angesiedelt waren zum Beispiel der Polizeiruf-110-Film „Nachttaxi“ in Niesky (1974) oder Szenen in „Die Abenteuer des Werner Holt“. Diese wurden 1963 in Tränke bei Rietschen gedreht, das der Truppenübungsplatz einverleibt hat. (SZ/rs/cj)

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Dienstag, 4. März 2008 +++
Widerstand gegen den Steinbruch
Von A. Preuß
Der Gemeinderat stärkt jetzt die Front der Gegner des geplanten Abbaus von Grauwacke nahe Gebelzig.

buchholz/gebelzig
  In rauschendem Beifall löst sich die angespannte Stimmung. 136 Hohendubrauer aus allen Orten der Großgemeinde schöpfen Hoffnung, einen Steinbruch vor ihrer Haustür aufhalten zu können: Der Gemeinderat stärkt nun die Front der Gegner. Das Veto gegen einen drohenden Abbau von Grauwacke nahe Gebelzig fällt Montag einstimmig aus. „Wir prüfen, welche rechtlichen Schritte die Gemeinde gehen kann, um den Tagebau zu verhindern“, sagt Bürgermeister Hans-Hermann Zschieschank. Die Gemeinde erarbeitet jetzt eine ablehnende Stellungnahme und will Fachleute zurate ziehen. Für den Kontakt zum Oberbergamt Freiberg will sich der CDU-Landtagsabgeordnete Peter Schowtka einsetzen: „Einen Schnellschuss, den sich die Firma erhofft, wird es nicht geben.“ Im Mittelpunkt der Entscheidungsfindung stehe der Mensch.
          Splitt für Autobahn in Polen
  „Wir werden ihn beim Wort nehmen“, sagt Denis Riese von der Bürgerinitiative „Pro Gebelzig“. Er sei beruhigt, dass der Informationsaustausch der Bürger mit den Vertretern der baden-württembergischen SHB Schotterwerke Hohenlohe-Bauland GmbH & Co. KG Osterburken und des Planungsbüros Geomontan Freiberg sachlich verlaufen sei. Günther Assenheimer von der SHB, die Geologen Dieter Escher und Jochen Rascher sind auf Initiative des Bürgermeisters Gäste im Gemeinderat. „Wir wollen bei günstigem Verlauf noch dieses Jahr mit dem Aufschluss beginnen“, sagt Assenheimer. Die SHB steht hinter den ostsächsischen Hartsteinwerken, die die Genehmigung des Rahmenbetriebsplanes betreiben. Assenheimer führt wirtschaftliche Interessen beim Bau der Autobahn 4 auf polnischer Seite an. Gebelzig soll aufgeschlossen werden, weil das Material aus dem Tagebau Krobnitz für den Straßenbau ungeeignet sei, sagt er. Pließkowitz als Lieferant von Splitt und anderen Zuschlag-stoffen stoße dagegen an seine Kapazitätsgrenze.
  Der Bürgermeister gab den Gästen am Ende der Veranstaltung mit auf den Weg: „Stehen wir zusammen, gebe ich Ihnen Brief und Siegel: Es wird keine Anlage in Gebelzig gebaut.“

 

F e b r u a r   2 0 0 8

..................................................................................

 

+++ Sächsische Zeitung, Mittwoch, 27. Februar 2008 +++
Steinbruch wird abgelehnt
Von Bernhard Donke

Vierkirchen. Buchholzer Ortschaftsrat ist gegen den Abbau in der Nachbarschaft.
  „Wir halten weiterhin an unserer ablehnenden Haltung zum Gebelziger Festgesteinsabbau von Grauwacke unmittelbar an unserer Gemarkungsgrenze fest“, sagt Udo Gleisenberg als Ortsvorsteher von Buchholz. Diese Stellungnahme untermauerten die Mitglieder des Buchholzer Ortschaftsrates nochmals auf ihrer jüngsten Sitzung, nachdem die Gemeinde Vierkirchen das Vorhaben bereits 1997 zurückgewiesen hatte.
  „Für uns als unmittelbare Nachbarn zu diesem geplanten Gesteinsabbaugebiet konnten auch nach nunmehr zehn Jahren die Zweifel, die wir damals anmeldeten und die vorhanden waren, nicht zerstreut werden. Vielmehr haben wir den Eindruck, dass die damals gemachten Gutachten unzureichend sind. Deshalb verlangen wir nochmals ein unabhängiges Gutachten“, sagt Udo Gleisenberg.
          Austrocknungen befürchtet
  Die Befürchtungen und Bedenken gegen den Gesteinsabbau rühren vor allem daher, weil zwei Wohngrundstücke der Gemeinde Buchholz in Mitleidenschaft gezogen werden. Für beide Häuser würde vermutlich die eigene Wasserversorgung zusammenbrechen, da die hydrologisch-geologischen Gutachten keinen Aufschluss geben, wie nach Trockenlegung der Brunnen die Wasserversorgung der beiden Grundstücke garantiert wird. Eine Versorgung über das zentrale Wassernetz ist für beide Grundstücke nicht geplant.
  Zudem befürchten die Buchholzer, dass mit der Trockenlegung des Abbaugebietes der Zufluss für den Buchholzer Fließ unterbrochen wird und damit den Teichen im Dorf ebenfalls die Austrocknung droht. Zudem ist mit der Trockenlegung auch das Austrocknen der Moorgebiete um die „Gebelziger“ zu befürchten. Damit würde die Flora und Fauna direkten Schaden nehmen. „Wir sehen aber auch, dass die Region schon jetzt durch die verschiedenen Tagebaue, Steinbrüche und auch durch die Autobahn arg und schwer belastet ist. Bis 2010 soll zudem noch ein Autobahnkreuz mit der Bundesautobahn und der Bundesstraße 178 zu weiteren Belastungen führen“, sagt Udo Gleisenberg. So befürchten die Buchholzer auch negative Auswirkungen auf den sich langsam entwickelnden Tourismus.
  „Deshalb werden wir auch die Bürgerinitiative Gebelzig, die sich gegen den geplanten Festgesteinsabbau richtet, unterstützen“, fügt der Ortsvorsteher noch hinzu.

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Montag, 25. Februar 2008 +++
LPG-Gründung unter Zwang
Von Constanze Junghanß

Krobnitz. Vortrag zur Landwirtschaft hat viele Erinnerungen geweckt.
  Gotthard Ender aus Tetta hat nicht nur seine Erinnerungen aufgeschrieben, sondern auch umfangreiche Recherchen zur Entwicklung der Landwirtschaft in der östlichen Oberlausitz. 24 Prozent der Bevölkerung waren 1946 Heimatvertriebene, in Döbschütz, Melaune und Diesa waren es sogar 50 Prozent, erzählt Ender im gut besuchten Vortrag in der Krobnitzer Schmiede. Und auch in Arnsdorf, Hilbersdorf, Tetta und Buchholz stellten die Vertriebenen ein Drittel der Bevölkerung. „Noch heute erzählen erschütternde Berichte von zäh schleichenden Trecks, eisigen Nächten, den in ihren Decken erfrorenen alten Menschen und Säuglingen“, sagt Enders Enkeltochter Carolin. Die 14-Jährige unterstützt ihren Großvater beim Vortrag. Die Nieskyer Gymnasiastin findet Aufklärung besonders wichtig, da im Geschichtsunterricht „unsere Region nicht ausführlich behandelt“ werde. Ihr Opa habe ihr eine Menge über das Thema erzählt, welches noch heute die Landbevölkerung sehr beschäftigt.
  Gotthard Ender erinnert ebenfalls an die LPG-Gründungen. Über 100 solcher Produktionsgemeinschaften gab es anfangs im Altkreis Görlitz. Enteignung und Vergesellschaftung des Privateigentums habe als Ziel der SED gegolten. „Anfangs waren die Bauern sich einig, nicht in die LPG einzutreten“, erzählt der Ortschronist. Agitatoren jedoch leisteten eine eher zwanghafte Überzeugungsarbeit. Versprochen wurden außerdem niedrige Sollabgaben und Hilfe bei der Ernte. „Meine Mutter sagte damals: Das ist ein freiwilliger Zwang“, erinnert sich Ender. Letztendlich traten alle Bauern in die LPG ein. „Ich habe als Einzelbauer in der DDR angefangen. Die sprunghafte Umwandlung unter Druck passierte quasi über Nacht. Und nach der Wende 1990 funktionierte das Ganze wieder auf halbprivater Basis“, sagt Klaus Wappler.

.................................................................................

Sabine Rissmann aus Gebelzig (vorn), Fan von Handarbeiten, ist eine der Initiatorinnen des Buchholzer Handarbeitszirkels.Foto: Bernhard Donke 

+++ Sächsische Zeitung, Donnerstag, 21. Februar 2008 +++

Stricken in gemütlicher Runde
Von Bernhard Donke

Frauen aus Buchholz und Gebelzig kommen zur gemeinsamen Handarbeit zusammen.
  „Zwei rechts, zwei links, eine Masche fallen lassen; eine anheben, oder mache ich das lieber mit einem Kreuzstich?“ So oder ähnlich mögen jetzt in der „Alten Schule“ in Buchholz die Gespräche zwischen den neun Frauen aus Buchholz und Umgebung geführt worden sein. In gemütlicher Runde wurde bei einer Tasse Tee oder heißer Zitrone gestrickt, gehäkelt und gestickt .
  „So eine Handarbeitsrunde habe ich mir schon lange gewünscht, denn ich bin ein richtiger Fan von Handarbeit und möchte meine Fähigkeiten gern auch anderen vermitteln“, sagt begeistert Sabine Rissmann aus Gebelzig. Die Bauingenieurin ist eine der Initiatorinnen des Handarbeitszirkels in Buchholz. „Die Idee ist eigentlich schon vor zwei Jahren geboren worden, doch nun wollen wir sie umsetzen und werden uns ab jetzt in den Wintermonaten jeden Dienstag, ab 18.30 Uhr, zu diesem Handarbeitszirkel treffen“, fügt Katharina Tobias aus Buchholz vom Verein Tenne e.V. hinzu.
          Kreativität ist gefragt
  Dabei kommt es den Frauen nicht auf ein einheitliches Strickmuster an, vielmehr kann jede hier ihre eigenen kreativen Fertigkeiten und Möglichkeiten in der Handarbeit ausschöpfen. „Auch wer nur einmal auf eine Tasse Tee oder Punsch vorbeischauen möchte und das gemeinsame Gespräch und Geselligkeit sucht, ist bei uns herzlich willkommen“, sagt Frau Tobias und strickt weiter an ihren Socken. An solchen übt sich auch die Jüngste in der Frauenrunde. Katja Päsler, die Mittzwanzigerin aus Tetta, ist begeistert von der ersten Zusammenkunft des Handarbeitszirkels: „Meine Oma hat mir schon das Stricken beigebracht. Hier in der Runde möchte ich meine Strickfähigkeiten aber noch vervollkommnen und andere Handarbeiten dazulernen, um für meine Kinder dann Socken und Pullover in hoher Qualität selbst stricken zu können“, sagt sie.
  Wer von den Frauen oder Männern sich dieser Handarbeitsgruppe anschließen möchte, der ist in der „Alten Schule“ in Buchholz immer gern gesehen.

.................................................................................

Dr. Hannelore Altmann gibt im ersten Quartal 2009 ihre Praxis ab. Die Arztpraxis wurde 1996 neu gebaut und ist behindertengerecht ausgestattet.  

+++ Sächsische Zeitung, Freitag, 15. Februar 2008 +++
Frau Doktor macht dicht
Von Constanze Junghanß

Melaune. Ein Nachfolger für die Arztpraxis im Ort wird dringend benötigt.
 Schaut man auf die Internetpräsenz der Kassenärztlichen Vereinigung in Sachsen, sind dort in diesem und nächstem Jahr für Görlitz und den Niederschlesischen Oberlausitzkreis fünf Praxen für Innere sowie Allgemeinmedizin zur Übernahme ausgeschrieben. Dazu zählt auch die Praxis von Hannelore Altmann in Melaune.
         Familiäre Bindungen
  Seit 1974 arbeitet sie in dem Vierkirchener Ortsteil. Die Ärztin wird 67 Jahre alt und sucht aus diesem Grund einen Nachfolger, der die Praxis ab dem ersten Quartal 2009 übernimmt. Doch diese Suche gestaltete sich bisher als schwierig. Dabei verbergen sich hinter dem Beruf eines Landarztes einige Vorteile, weiß Frau Dr. Altmann: „Die fast familiären Bindungen, die man zu seinen Patienten hat, sind nicht mit Geld aufzuwiegen.“
  Zwischen den Kollegen in den angrenzenden Orten herrschen sehr gute Kontakte und eine besondere Kollegialität. Ein gutes Miteinander der Ärzte komme letztendlich den Patienten zugute. „Und wer sich hier bei uns niederlässt, ist nicht wie es früher üblich war, örtlich gebunden.“ Beispielsweise könne man in der nur 20 Autominuten entfernten, historisch gewachsenen Stadt Görlitz wohnen, sagt Hannelore Altmann. Die Praxis selbst wurde 1996 neu errichtet, ist behindertengerecht ausgebaut und verfügt über Labor sowie zwei Sprechzimmer.
  Doch bisher ist kein Nachfolger in Sicht. Dabei wäre dieser dringend notwendig. Rund 50 Prozent der Patienten befinden sich im Rentenalter und sind deshalb kaum in der Lage, lange Wegstrecken auf sich zu nehmen.
  Nun hat sich die Gemeinde Vierkirchen mit in die Arztsuche eingeklinkt. Nicht nur auf der Homepage des Ortes wird für einen Nachfolger geworben, sondern auch in der tschechischen sowie polnischen Partnergemeinde. „Das Gebiet ist bereits ärztlich ausgedünnt. Es ist sehr wichtig, dass wir jemanden finden“, sagt Andreas Nedo. Der Bürgermeister verweist darauf, dass die Grundversorgung der Bevölkerung ohne Allgemeinmediziner nicht gesichert ist.

          Immer ein offenes Ohr
  Das Einzugsgebiet umfasst etwa 2500 Patienten in der Gemeinde selbst, in Meuselwitz, Dittmannsdorf, im Behindertenheim Goßwitz und einzelne Patienten im Altenpflegeheim Reichenbach.
  Einige besondere Voraussetzungen müssten Bewerber mitbringen. „Man sollte immer ein offenes Ohr für die Alltagssorgen und Probleme der Menschen haben“, sagt Dr. Altmann. Wichtig sei ebenfalls ein hohes Einfühlungsvermögen, da es in der ländlich strukturierten Region nicht so anonym wie in einer Großstadt zugehe. Punkten kann die Landarztpraxis mit ihrer schönen Lage. Wälder, Wiesen, Kultureinrichtungen und Badeseen sind oft nur wenige Kilometer entfernt. „Und die hiesige Bevölkerung ist durch die engen Bindungen an „ihre“ Ärzte sehr dankbar“, weiß Hannelore Altmann aus Erfahrung.

Hintergrund
Wann? Die Abgabe der Arztpraxis ist für das 1. Quartal 2009 geplant.
Wo? Der Praxisstandort befindet sich in Melaune, einem Ortsteil von Vierkirchen und liegt etwa 1,5 Kilometer von der Autobahn 4, Abfahrt Niederseifersdorf, entfernt.
Zustand? Die Praxis befindet sich in einer 1996 neu erbauten Immobilie, ist 180 Quadratmeter groß und behindertengerecht eingerichtet. Sie verfügt über stabile Patientenzahlen und ist an den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst in Görlitz angeschlossen. Es ist auch möglich, dass sich auch zwei Ärzte hier niederlassen.
Kontakt? Interessenten für Besichtigungstermine melden sich bitte bei Frau Dr. Hannelore Altmann, Telefon 035827/70362.

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Donnerstag, 14. Februar 2008 +++

Mit Fördermitteln Straßen ausbauen
Von Constanze Junghanß
Vierkirchen. Für den Ausbau der Ortsstraßen in Arnsdorf und Hilbersdorf im Zuge der Abwasserverlegung wurde für die Planung das Görlitzer Ingenieurbüro Richter und Kaup beauftragt. Insgesamt betrifft das drei Straßenabschnitte mit einer Gesamtlänge von 2000 Metern. Die Kosten für das Projekt betragen rund 760000 Euro.
  „Wir rechnen mit Fördermitteln über das Land Sachsen aus dem ILE-Programm“, sagte Bürgermeister Andreas Nedo. Wenn diese Mittel fließen, steht dem überwiegend grundhaften Ausbau der Straßen nichts im Wege.

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Montag, 11. Februar 2008 +++

Nächtliche Explosion im Steinbruch
Am Wochenende proben THW und Feuerwehr in den Königshainer Bergen den Notfall.

Von Ines Igney

  Um zwei Uhr gab es in der Nacht vom Sonnabend zum Sonntag Vollalarm: Eine Explosion im Steinbruch Arnsdorf wird gemeldet, möglicherweise sind Menschen verletzt. Innerhalb weniger Minuten fahren Technisches Hilfswerk (THW) und Feuerwehr raus in die Königshainer Berge; Nebel zieht über die Unglücksstelle, die Zufahrt ist von schweren Gesteinsbrocken versperrt. Es riecht verbrannt und Hilferufe schallen aus dem Geröll am Wasser. Die Männer von THW und Feuerwehr stellen hohe Lichtmasten auf, erkunden das Gelände und finden das erste Opfer; noch immer sind jedoch Hilferufe aus dem Explosionsrauch zu hören. Aber der dramatische Notfall ist nur eine Alarmübung.
          Den Ernstfall intensiv üben
  „Unter erschwerten Bedingungen“ finde die Übung statt, sagt Michael Kruhl. Alle im Ernstfall möglichen Komplikationen sind geplant; der THW-Ausbilder und Dozent für Krisen- und Katastrophenmanagement aus Görlitz hat diese Nacht ein halbes Jahr lang vorbereitet, den Steinbruch ausgesucht, den die Firma „Prostein“ zur Verfügung stellte, die Zufahrt versperren und Rauchgranaten zünden lassen. Fässer mit scheinbar unbekanntem – und damit möglicherweise giftigem oder explosivem – Inhalt hat er im Wasser versenkt. Die Übung soll so authentisch wie möglich sein oder sogar besonders intensiv, um im Ernstfall dann schnell und richtig zu reagieren.
          Das erste Opfer: eine Puppe
  Trainiert wird auch das Zusammenspiel zwischen den verschiedenen Einsatzkräften, die bei Großbrand, Unfall oder auch Erdbeben ruhig miteinander arbeiten müssen, obwohl sie sonst selten miteinander zu tun haben: THW, Feuerwehr sowie Polizei und Rettungsdienst.
  „Die Kommunikation ist leichter, wenn man sich kennt“, sagt Kruhl. In dieser Nacht ist ein Kennenlernen außerhalb der realen Ausnahmesituation möglich, denn spätestens als das erste der Opfer gerettet ist – eine Puppe –, wird der Übungscharakter klar.
          Konzentration bei Dunkelheit
  Aber auch zwei menschliche Verletzte sind auf dem Gelände versteckt. Einer von ihnen ist Klaus Franz. Der 54-jährige Brandmeister der Freiwilligen Feuerwehr in Mengelsdorf/Biesig gehört sonst zu den ehrenamtlichen Helfern; in dieser Nacht aber liegt er selbst eine halbe Stunde verschüttet und am Bein verletzt am Wasser, bevor ihn seine Kollegen bergen können. Er hat Glück im vermeintlichen Unglück: Denn trotz der Winternacht sind die Temperaturen ein gutes Stück über Null Grad und Franz ist nur leicht unterkühlt. Seine Kollegen kommen ins Schwitzen, als sie ihn den Hang hinauftragen; er wiegt 120 Kilogramm.
  Die Dunkelheit und das abschüssige Gelände im Steinbruch erschweren seine Rettung: „Das verlangt viel Konzentration und die technische Ausrüstung wie Beleuchtung werden ausgenutzt“, weiß Franz.
         Teil der Übung: Auswertung
  „Abfahrt!“ Gegen sechs Uhr rücken die ersten Fahrzeuge der Feuerwehr wieder ab; das THW aber sucht weiter nach möglichen Opfern, obwohl die fünf als vermisst Gemeldeten schon an der Sammelstelle versorgt werden. Gegen sieben Uhr ziehen dann auch die letzten Helfer ab in den wohlverdienten Feierabend; Kruhl ist denen dankbar, die eingeweiht mitwirkten. „Diese Übungen bringen sehr viel für die gemeinsame Arbeit“, sagt er. Einige Stunden, manchmal aber auch mehrere Tage kann ein realer Einsatz dauern; nach dessen Abschluss findet immer auch eine Auswertung statt. Die ist auch ein wichtiger Teil der alljährlichen Notfallübung. Den nächsten Probeeinsatz plant Kruhl in Gedanken schon.

.................................................................................

Kathrin Barthel gehört zu den drei Lehrlingen im Betrieb, die als Tierwirt ausgebildet werden. Die Arbeit mit den Kälbern macht ihr großen Spaß.Foto: Constanze Junghanß 

+++ Sächsische Zeitung, Sonnabend, 9. Februar 2008 +++
Farm sucht Lehrling
Von Constanze Junghanß

Melaune. Wer Tierwirt werden will, muss früh aufstehen und am Wochenende arbeiten, was nicht jedermanns Geschmack ist.
  Mit großen Augen schaut das Kälbchen zu Katrin Barthel. Die 18-Jährige bringt dem kleinen Vierbeiner einen Eimer mit „Nuckelvorrichtung“. Sie hängt den Behälter am Gatter fest und das Tier beginnt sofort zu saugen. Katrin Barthel ist Lehrling bei der Landfarm Melaune. Bereits während der Schulferien zog es sie zum Praktikum in den ortsansässigen Kuhstall. 500 „Holstein Frisianrinder“ stehen hier als Milch- und Fleischproduzenten.
  „Ich wollte immer mit Tieren zu tun haben“, sagt das Mädchen. „Am meisten gefällt es mir bei den Kälbern.“ Zwei „Erziehungskälber“ betreut Katrin Barthel von ihrer Geburt an, dokumentiert ihr Wachsen und Gedeihen. Die junge Frau ist für den Betrieb ein kleiner „Glücksgriff“. Engagement und Eigenverantwortung werden ihr von Volker Hänsel bestätigt. Er ist einer von zwei Gesellschaftern der Landfarm, die die Rechtsform einer GbR und den Status eines anerkannten Ausbildungsbetriebes hat.
          Hohe Qualität ist wichtig
  Acht Mitarbeiter und drei Lehrlinge arbeiten im Unternehmen. Nun sucht die Landfarm einen weiteren Azubi als Tierwirt. Doch bisher gibt es kaum Interessenten. Vielleicht, so mutmaßt der 50-Jährige, liege es an den Anforderungen, die gestellt werden müssen. Dabei spielt die schulische Qualifikation nicht die absolute Hauptrolle, auch wenn ein Realschulabschluss notwendig ist. Viel wichtiger wäre die Bereitschaft zu Wochenendarbeit und Schichtsystem, frühzeitiges Aufstehen und großes Engagement. „Wir brauchen jemanden, der einen Draht zu Tieren hat und nicht bloß streicheln, sondern auch mit anpacken möchte“, sagt Volker Hänsel. Ein Lehrling bekommt von der Geburt der Kälber über ihre Aufzucht und Pflege bis hin zum Abkalben alle wichtigen Schritte beigebracht. Dazu zählen außerdem Melken, Füttern, Stall reinigen und selbst die richtige Berechnung des Futters. „Es geht hier nicht wie in einem Streichelzoo zu. Wir produzieren bei uns letztendlich hochwertige Lebensmittel, die eine sehr gute Qualität erreichen müssen“, betont Volker Hänsel. Dass die Landfarm gleichzeitig auf eine hohe Ausbildungsqualität setzen kann, beweist eine Auszeichnung vom Vorjahr. Martin Bauz, der bei den Melaunern lernte, wurde 2007 bester Lehrling im Landkreis.

Wer sich für die Stelle interessiert, sollte über einen Realschulabschluss verfügen. Los geht die Ausbildung im Herbst. Bewerber können sich unter Telefon 035827/70415 melden.

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Mittwoch, 6. Februar 2008 +++
Nur drei Einsätze für Feuerwehr

Von Bernhard Donke

Melaune. Je einmal musste die Wehr 2007 wegen Orkanschäden, eines Unfalls sowie eines Fehlalarms ausrücken.
  Bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Döbschütz/Melaune/Prachenau konnte Wehrleiter Joachim Mielsch eine gute Bilanz für 2007 ziehen. Nur dreimal musste die Feuerwehr zu Einsätzen ausrücken. Der erste fand am 18./19. Januar zur Beseitigung der Orkanschäden statt. Am 24. Januar gab es einen Unfall auf der S 121. Hier versperrte kurz nach der Ausfahrt ein Heizöltanklaster den Weg. Da sich der Fahrer uneinsichtig zeigte, musste der Einsatz abgebrochen werden.
          Ein Minus in der Theorie
  Eine Fehlalarmierung gab es vier Tage später durch Selbstauslösung eines Feuermelders im Plastverarbeitungswerk Arnsdorf. Zufrieden konnten die 15 Feuerwehrmänner wieder den Heimweg antreten. Weitere Einsätze blieben aus. So blieb Zeit für Weiterbildung und Übungen, auch gemeinsam mit den Ortswehren Buchholz/Tetta und Arnsdorf/Hilbersdorf.
  Bei der theoretischen Ausbildung halten sich die Mitglieder leider zurück, kritisierte der Wehrleiter. 2008 muss sich der Traditionsverein auch endlich auf ein Gebäude zur Unterbringung der historischen Technik einigen. Anknüpfen will die Feuerwehr an das traditionelle Feuerwehrfest, den Austausch mit der Partnerwehr in Ingeln-Oesselse (bei Hannover) und den Melauner Weihnachtsmarkt. Für ihren Einsatz geehrt wurden Roy Hoke (zehn Jahre), Siegfried Bartho (40 Jahre), Wilfried Kulke und Martin Schöne (beide 60 Jahre).

.................................................................................

Stolz zeigen die Mädchen und Jungen in einer kleinen Ausstellung ihre Märchen in der Kiste. Mit Hilfe der Eltern lässt sich das bestimmt auch gut zu Hause ausprobieren. Foto: Bernhard Donke

+++ Sächsische Zeitung, Dienstag, 5. Februar 2008 +++
Tolle Märchen in einem Pappkarton
Von Bernhard Donke

Buchholz. Mädchen und Jungen basteln und dichten mit ihren Eltern. Eine spannende Idee für die Winterferien.
  „Es war ein besonderes Angebot für die Mädchen und Jungen, gemeinsam mit ihren Eltern ein Märchen aus der Kiste zu zaubern“, sagt Ines Wilhelm, Lehrerin in der Grundschule Vierkirchen in Buchholz. Doch jetzt sind erst einmal Winterferien, und die Märchenkisten, die noch kurz vor dem Halbjahresende entstanden sind, schmücken den Vorraum der Schule. So können auch andere Kinder und Erwachsene sehen, was man mit einfachen Mitteln und guten Ideen alles gestalten kann. Vielleicht ist das auch eine Anregung für die Winterferien, denn gemeinsam mit Mutti, Vati, Oma oder Opa macht es viel mehr Spaß, sich etwas Tolles auszudenken. Die Mädchen und Jungen aus der zweiten Klasse mussten sich zuerst mit ihren Eltern ein Märchen aussuchen. Sie konnten sich auch selbst eins ausdenken und aufschreiben. Ein Karton wurde dann mit Bildern aus dem Märchen bemalt oder beklebt.
          Drei lustige Figuren
  Gleichzeitig sollten noch drei Figuren, die in der Geschichte vorkommen, kunstvoll gebastelt oder einfach aus Pappe ausgeschnitten werden. Bei so einer nicht alltäglichen Aufgabe werden die Kinder dazu angeregt, ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen, Bilder und Gedanken anschaulich umzusetzen. Dabei kann gemalt oder gebastelt werden, sagt Ines Wilhelm. Als das Werk mit den Eltern geschafft war, mussten die kleinen Künstler erraten, welches Märchen auf dem jeweiligen Pappkarton aufgemalt war und welche Figuren dargestellt wurden. Bei den Grimm’schen Märchen gab es da kaum Schwierigkeiten. Nicht ganz so einfach ging es bei den selbsterdachten Geschichten zu. Die mussten erst einmal vorgelesen werden, und dann ging es an das Rätseln. Toll auch, was da für fantasievolle Figuren genäht, geklebt und geformt wurden. Das hat Klein und Groß Spaß gemacht und kann sich sehen lassen.

.................................................................................

1860 wurde das Buchholzer Steinkreuz von Pfarrer Broske umgesetzt. Angeblich soll es ein Sühnestein eines Mörders sein. Foto: Bernhard Donke 

+++ Sächsische Zeitung, Sonnabend, 2. Februar 2008 +++
Ein Kreuz bekommt Asyl im Kirchhof
Von Bernhard Donke


  Einst stand der Stein vom Pfarrhof Buchholz mitten auf einem freien Feld – bis ihn ein Pfarrer rettete.
  In der Ortsmitte von Buchholz liegt der Pfarrhof. Von hier aus sind es nur wenige Schritte bis zum Eingang des Pfarrhauses. Und genau dort steht ein aus Granit gefertigtes spätmittelalterliches Steinkreuz. Exakt 79 Zentimeter ist es hoch und 49 Zentimeter breit, 16 Zentimeter beträgt seine Stärke. Arme, Kopf und Schaft verjüngen sich zur Kreuzung hin. Wer genau hinschaut, entdeckt eine in die Südseite des Steinkreuzes eingeritzte Lanzenspitze mit Schaftung.
  Die Oberfläche des Steines ist stark verwittert, was mit dem früheren Standort zusammenhängt. Der befand sich einst auf einem freien Feld zwischen Buchholz (das bis 1936 Krischa hieß) und Weißenberg. An der Stelle, so erzählt man sich, soll einst ein Mord verübt worden sein. Doch wer wen hier vom Leben in den Tod beförderte, ist nicht bekannt. Und so ranken sich nur mündlich überlieferte Sagen und Geschichten um das Steinkreuz. 1860 jedenfalls rettete es Pfarrer Georg Moritz Broske (1833 bis 1902) vor der Zerstörung und stellte es im Pfarrhof von Buchholz auf. Am 11. Mai 1970 wurde es von Harald Quietsch, einem anerkannten Kreuz- und Steinkreuzforscher in der DDR, dokumentiert und als Bodendenkmal unter Denkmalschutz gestellt.

.................................................................................

Die Tettaer Kirche wurde im Außenbereich bereits saniert. Jetzt soll der Innenbereich folgen. Foto: Constanze Junghanß 

+++ Sächsische Zeitung, Freitag, 1. Februar 2008 +++

Die Kirche soll saniert werden
Von Constanze Junghanß

Tetta. Der Kirchenrat möchte einen Förderkreis gründen, der sich um die Arbeiten am Gotteshaus kümmern soll.
  Es ist schon eine Seltenheit, dass unser kleiner Ort mit seinen 228 Einwohnern eine eigene Kirche hat und diese auch erhält“, sagt Gotthard Ender. Der ehrenamtliche Ortschronist hat in jahrelanger Arbeit die Geschichte des Gotteshauses chronologisch zusammengestellt, Fotos gemacht und Bauphasen dokumentiert. Entstanden sind dicke Mappen voller historischer und neuzeitlicher Informationen. Die Geschichte könnte bald fortgeschrieben werden. Denn der Gemeindenkirchenrat plant, einen Förderkreis oder Förderverein zu bilden. Der soll künftig die Fäden für die Innensanierung der Kirche in der Hand halten. Umfangreiche Reparaturen im Außenbereich fanden bereits statt.
  Gotthard Ender blättert in der Chronik. „1986 bis 1987 wurde diese Sanierung durchgeführt“, sagt er. Die Blitzschutzanlage und die Turmbekrönung wurden erneuert, Fensterbänke und Simse erhielten neue Verkleidungen aus Zinkblech und das Gebäude bekam einen neuen Putz und Anstrich. Elf Jahre später erfolgte die Erneuerung des Kirchendachs. Ender erinnert sich an die große Spendenbereitschaft der Einwohner Tettas. Innerhalb von nur 14 Tagen wurde eine hohe vierstellige Summe für die Dachsanierung zusammengetragen.
 Auch der künftige Förderkreis soll versuchen, Spenden einzuwerben und Fördermittel zu beantragen. Benötigt werden die Gelder, um die Bemalung im Inneren zu erneuern und das gesamte Kirchengestühl zu konservieren. Denn dort nagt der Holzwurm am Material.
  Auch deswegen sucht der Gemeindekirchenrat einen engagierten Menschen, der sich den Hut für die ganze Sache aufsetzt. „Es muss jemand sein, der sich mit Tatkraft und Herz diesem Projekt widmet“, sagen die Kirchenratsmitglieder Volker Scholz und Karin Laßmann. Gleichzeitig sollen für die geplante Sanierung weitere Interessenten, die mit helfen möchten, ins Boot geholt werden. „Der Zeitrahmen für das Projekt ist noch nicht fest abgesteckt“, sagt Scholz. Aber es wäre schön, wenn es schon in diesem Jahr schon losgehen könnte.

Hintergrund
  Die Gemeinde: Eine eigenständige Kirchengemeinde besteht in Tetta schon sehr lange. Nach der Reformation im Jahr 1645 wurde der Ort pfarramtlich mit Buchholz verbunden.
  Der Gemeindekirchenrat: Im kürzlich neu gewählten Gemeindekirchenrat sind vier Mitglieder aktiv. Sie führen ihre monatlich stattfindenden Gemeindekirchenratstagungen zusammen mit den Buchholzern durch.
  Die Kirchenmitglieder: Etwa hundert Einwohner sind Mitglieder der Kirchgemeinde, die eigenständig ist.
  Unterstützung: Wer bei der Innensanierung der Kirche in Tetta helfen möchte oder sich für eine Mitgliedschaft im Förderkreis interessiert, meldet sich bitte beim Pfarramt Buchholz unter Telefon: 035876/42716

 

Ja n u a r   2 0 0 8

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Mittwoch, 30. Januar 2008 +++
Bürgergespräche zum Abwasser
Von Constanze Junghanß


Vierkirchen. Im Bereich Tetta, Döbschütz, Melaune und Prachenau sind die Anschlüsse für das Abwasser zu 95 Prozent fertiggestellt, erfuhr SZ aus dem gemeindeamt. Auch in den Ortsteilen Arnsdorf und Hilbersdorf soll nun mit dem Abwasseranschluss begonnen werden. Erste Gespräche mit den Einwohnern dazu laufen bereits. Mit der Abwasserverlegung soll gleichzeitig die Kreisstraße grundhaft ausgebaut werden, hieß es.
  Am 13. Februar findet dazu auch eine öffentliche Einwohnerversammlung in der Gemeinde statt. Dabei soll über die Themen Abwasser und Planungsstand informiert werden. Die Versammlung in der „Alten Schule“ in Buchholz beginnt um 19 Uhr.

.................................................................................

 

Katherina Tobias und Veronika Gleisenberg (v.l.) gehörten mit zu den Frauen, die sich am Dienstag zum ersten Mal zum Handarbeitszirkel in Buchholz zusammenfanden. Foto: Donke

„Wir stricken unsere Socken selbst“
Von Bernhard Donke

Buchholz. Frauen wollen im Winter feine Handarbeiten anfertigen.
  „Zwei rechts, zwei links, eine Masche fallen lassen; eine anheben, oder mache ich das lieber mit einem Kreuzstich?“ So und so ähnlich mögen am Dienstagabend in der „Alten Schule“ in Buchholz die Gespräche der neun Frauen geführt worden sein. In gemütlicher Runde wurde bei einer Tasse Tee gestrickt, gehäkelt und gestickt.
  „So eine Handarbeitsrunde habe ich mir schon lange gewünscht“, sagt begeistert Sabine Rissmann aus Gebelzig. Sie ist ein „richtiger Fan von Handarbeit“ und will in der neuen Runde ihre „Fähigkeiten auch anderen gern vermitteln“, betont die Bauingenieurin. Sie ist eine der Initiatorinnen des ins Leben gerufenen Handarbeitszirkel in Buchholz. „Die Idee ist eigentlich schon vor zwei Jahren geboren worden, doch nun wollen wir sie endlich umsetzen“, sagen die Frauen. Die Wintermonate sind dafür wie geschaffen. Jeden Dienstag, ab 18.30 Uhr, gibt es nun diesen Treff. „Dabei kommt es uns nicht auf einheitliche Strickmuster an“, ergänzt Katharina Tobias aus Buchholz vom Verein Tenne e.V. Sie wollen „vielmehr ihre eigenen kreativen Fertigkeiten und Möglichkeiten in der Handarbeit ausschöpfen. Auch wer nur einmal auf eine Tasse Tee oder auf einen Punsch vorbeischauen möchte und das gemeinsame Gespräch und die Geselligkeit sucht, ist bei uns herzlich willkommen“, meint Frau Tobias und strickt weiter an ihren Socken. An solchen übt sich auch die Jüngste in der Frauenrunde. Katja Päsler, die Mittzwanzigerin aus Tetta, ist begeistert von der ersten Zusammenkunft des Handarbeitszirkels. „Meine Oma hat mir schon das Stricken beigebracht. Hier in der Runde möchte ich meine Strickfähigkeiten vervollkommnen und andere Handarbeiten dazulernen.“ Ihre Kinder kennen sie noch – selbst gestrickte Socken und Pullover.
  Eine Voraussetzung allerdings ist beim Treff gewünscht – an dem übrigens durchaus auch Männer teilnehmen könnten: „Eine gute Prise Humor und Aufgeschlossenheit sind mitzubringen“, heißt es bei Katherina Tobias und Veronika Gleisenberg.

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Mittwoch, 30. Januar 2008 +++
Alleen sollen in den Regionalplan
Von Constanze Junghanß


Vierkirchen. In den Regionalplan aufgenommen werden sollen künftig die Lindenallee Arnsdorf, die Holzmühlen-Allee Arnsdorf/Heideberg und die Ahornallee Königshain/Hilbersdorf. Die Alleen stehen bereits unter Naturschutz. Auch der Verlauf des Froschradweges soll im Plan ausgewiesen werden. Ein Teilstück davon führt durch Buchholz. Mit Radwegen allgemein ist die Kommune kaum ausgestattet. Es gibt keine Straßen begleitenden Radwege. Eine Stellungsnahme zur Anbindung an das Radwegenetz wurde ebenfalls in den Regionalplan gestellt.

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Montag, 28. Januar 2008 +++
Gemeinde baut auf viele ehrenamtliche Helfer
Von Constanze Junghanß


Melaune
. In der sanierten „Wassermühle“ fand die Neujahrsbegegnung von Vierkirchen statt.
  Bernd Lange sieht die euroregionale Begegnungsstätte in Melaune erstmals von innen. Gemeinsam mit Vertretern ortsansässiger Unternehmen, Vereine und Verbände ist der Landrat Gast des Neujahrsempfangs in Vierkirchen, der in der sanierten „Alten Wassermühle“ stattfindet. Bereits im September des Vorjahres wurde die Begegnungsstätte zwischen Burgberg, Eisstadion und Feuerwehr feierlich eingeweiht. „So ein schönes Gebäude würde sich mancher wünschen“, lobt Bernd Lange, bevor er aus dem Nähkästchen plaudert.
  Er hat eine ganz besondere Erinnerung an den Ort Melaune, erzählt er. 1972, auf dem Weg in Richtung Lehrstelle, hatte sein Fahrzeug einen „Platten“. Schnell und unbürokratisch half ein ortsansässiges Unternehmen, den Schaden zu beheben. Der Landrat bildet damit den Übergang in die heutige Zeit: „Unser Dank gilt den Unternehmen, die den Ort voranbringen und entwickeln“, sagt er. Immerhin gibt es in der Gemeinde 100 Gewerbetreibende im Haupt- und Nebengewerbe. Gelobt wird auch das ehrenamtliche Engagement. Stellvertretend für die zahlreichen Helfer zeichnet Bürgermeister Andreas Nedo den Melauner Sven Koch aus. Der junge Mann betreut seit fünf Jahren die Internet-Homepage der Gemeinde. Zur Sprache kommen auch die anstehenden Kommunalwahlen im Juni. „Zum Beispiel verbindet uns mit Reichenbach die Verwaltungsgemeinschaft, zwischen den Kirchen in verschiedenen Gemeinden gibt es gute Verbindungen“, zählt der Bürgermeister Berührungspunkte auf. Trotzdem möchte sich die Gemeinde eine gewisse Form der Selbstständigkeit bewahren. „So schnell werden wir nicht heiraten und uns auch nicht verkaufen“, sagt Andreas Nedo.
  Welche Dinge in der rund 2000 Einwohner zählenden Gemeinde im Lauf der Jahre auf den Weg gebracht wurden, darüber konnten sich die Gäste ebenfalls informieren. Der Vierkirchener Kinderkreis beispielsweise beherbergt in den Tagesstätten Melaune und Arnsdorf 90 Kinder. Die Kapazität musste 2007 sogar aufgestockt werden.
  In den drei Ortswehren der Feuerwehr gibt es 82 aktive Mitglieder und 18 jugendliche Brandbekämpfer. Mitglieder der Vereine stellen Aktionen auf die Beine, die mittlerweile Menschen auch über die Grenzen Vierkirchens hinaus locken. So veranstalten die „Milzener“ mittelalterliche Schulprojekte und der Heimatverein engagiert sich für den musealen Teil in der „Alten Schule“ und bietet dort Führungen an.

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Sonnabend, 26. Januar 2008 +++
Notiert

Heimatverein betreibt die „Alte Wassermühle“

Von Constanze Junghanß
Melaune. Der Heimatverein betreibt die „Alte Wassermühle“, Träger bleibt die Kommune. Geplant war, einen Trägerverein aus den ortsansässigen Vereinen zu bilden. „Es kam kein Konzept zustande“, sagt Bürgermeister Andreas Nedo. Künftige Nutzer sollen alle Vereine und Interessenten sein.

.................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Freitag, 25. Januar 2008 +++
Bürgermeister rechnet noch nicht mit Schulbeginn 2008
Von Constanze Junghanß


Vierkirchen. „Voraussichtlich geht es in diesem Jahr in Nieder Seifersdorf noch nicht los. Wir hoffen, dass die Fördermittel für den Ausbau der ehemaligen Mittelschule zur Grundschule so schnell wie möglich fließen“, sagt Andreas Nedo, Bürgermeister der Gemeinde Vierkirchen. Die Kommune hat deshalb ihre Vereinbarung mit der Gemeinde Waldhufen verlängert (SZ berichtete). Sie wäre in diesem Jahr ausgelaufen. Die Grundschule in Buchholz hat aufgrund der Vereinbarung mit Waldhufen noch so lange Bestand, bis die alte Mittelschule in Nieder Seifersdorf zur neuen Grundschule ausgebaut ist. Ist dieser Ausbau beendet, gehen die Kinder aus Waldhufen und Vierkirchen in die Grundschule nach Nieder Seifersdorf. „Nieder Seifersdorf steht auf der Prioritätenliste des Kreises weit oben“, sagt Bürgermeister Andreas Nedo. Der Fördermittelantrag für den Umbau wurde bereits gestellt. Doch nun müssen weitere Unterlagen dafür nachgereicht werden. Derzeit steht noch nicht fest, ob im neuen Schuljahr nochmals in Buchholz eingeschult wird oder die Erstklässler in die Waldhufener Schule gehen.

.................................................................................

Auf dem Arnsdorfer Pfarrhof werden die Pilger von Anett Miethe (links) und Regina Kosan empfangen und betreut. Foto: B. Donke

+++ Sächsische Zeitung, Donnerstag, 24. Januar 2008 +++
Verpflegung wartet in der Pilgerbox
Von Bernhard Donke

Vierkirchen. Auf ihrem Pilgerweg von Görlitz nach Santiago de Compostela haben 270 Pilger auf dem Pfarrhof Arnsdorf Station gemacht.
  Die erste Station auf ihrem Weg ins spanische Santiago de Compostela ist für viele Pilger auf dem Jakobsweg der Arnsdorfer Pfarrhof. „Sie erholen sich hier von den ersten Strapazen“, sagt der Arnsdorfer Pfarrer Andreas Fünfstück. Die Pilgerstätte ist mit einem Zweibett-Zimmer und 13 Matratzen ausgestattet. Weitere Beherbergungsstätten gibt es in der Gemeinde Vierkirchen in Melaune und Buchholz.
  Allein Frauke Hiemisch, verantwortlich für die Melauner Pilgerstätte in der Jugendscheune und dem ehemaligen Pfarrhaus, zähle 208 Pilger. In der „Alten Schule“ in Buchholz waren es 150. „Diese Zahl kann sich doch sehen lassen“, freut sich Fünfstück.
          Auch Neuseeländer begrüßt
  Der Pfarrer geht davon aus, dass jährlich mindestens 500 bis 600Pilger die Gemeinde durchwandern. Denn manche übernachten auch in Bautzen oder Weißenberg. „Es kommt ja immer darauf an wie körperlich fit man sich fühlt“, sagt Fünfstück.
  Die Pilger kommen aus allen Bevölkerungs-, Alters- und Gesellschaftsschichten und längst nicht nur aus Deutschland. „Wir konnten in den vergangenen sechs Jahren auch Christen aus vielen Ländern Europas, aus Amerika, Asien und selbst aus Australien und Neuseeland begrüßen“, sagt der Pfarrer. Zahlreiche Eintragungen im ausgelegtem Pilgerbuch zeugen davon.
         Fernsehen ist tabu
  Was erwartet nun ein Pilger, wenn er von Görlitz über das Königshainer Bergmassiv kommend, in Arnsdorf eintrifft? Auf dem Pfarrhof werden die Pilger von Anett Miethe und Regina Kosan empfangen und betreut.
  Das Gebäude bietet seinen Gästen eine einfache Unterkunft mit Bett oder Matte im Pilgerzimmer, dazu die sanitären Einrichtungen und die Möglichkeit, Kleidung zu waschen. „Für die Verpflegung haben wir die mit Nahrungsmitteln gefüllte Pilgerbox, aus der er sich bedienen kann“, sagt Pfarrer Fünfstück.
  Für ein Gebet und um zur inneren Ruhe und Besinnung zu kommen, steht den Pilgern auch die Kirche zur Verfügung. Fernsehen und Radio sind dagegen tabu. Für die Übernachtung zahlt der Pilger dann entsprechend seines Geldbeutels zwischen drei und fünf Euro. Damit wird ein Teil der entstandenen Unkosten für Reinigung, Wasser, Energie und Bettwäsche beglichen.

.................................................................................

Schulbetrieb ab September

Vierkirchen
. Verlängert werden soll die Zweckvereinbarung mit Waldhufen über einen gemeinsamen Grundschulbezirk mit Standort in Nieder Seifersdorf. Darüber informiert der Waldhufener Bürgermeister Horst Brückner. Er hat in Vierkirchen begründet, warum sich der Umbau der früheren Mittelschule in Nieder Seifersdorf verzögert hat. Dort sollen die Grundschüler aus Buchholz und Jänkendorf ab September 2008 gemeinsam lernen. Vierkirchen stehe zu Waldhufen. Buchholz erwartet für das neue Schuljahr sechs Erstklässler, Jänkendorf 30. (SZ/tt)

.................................................................................

 

 

Kreuz für die beiden Toten (oben)  Kreuz am Kirchhof (unten) Fotos: Donke

+++ Sächsische Zeitung, Sonnabend, 19. Januar 2008 +++
In Arnsdorf stehen zwei Steinkreuze
Von Bernhard Donke


  Während von einem die Sage berichtet, behält das zweite Kreuz noch sein Geheimnis für sich.
  Steinkreuze und Kreuzsteine sind meist Zeugen der mittelalterlichen Rechtsprechung. Der Volksmund nennt sie auch Sühnekreuze, weil sich an ihrer Stelle oft eine Straftat ereignete. Die mit den Kreuzen erhoffte Sühne aber regt auch heute noch die Fantasien der Menschen an.
  In Arnsdorf-Hilbersdorf stehen gleich zwei solcher Steinkreuze. Während das kleinere, dicht an der Kirchhofsmauer stehende Steinkreuz 1938 durch einen Historiker namens Flaschel gehoben und durch Harald Quietzsch 1977 registriert und aufgenommen in die Bodendenkmalliste sein Geheimnis noch immer nicht preisgegeben hat, geht von den größeren, etwas abseits der Kirchhofmauer stehende Stein, die folgende Sage aus.
  Einst kamen zur Sommerzeit zwei Handwerksburschen auf Suche nach einer Anstellung nach Arnsdorf, um sich hier das notwendige Zehrgeld für ihre weitere Wanderung nach Norden zu verdienen. Müde setzten sie sich unter die schattenspendende Krone eines Baumes unmittelbar an der Kirchhofmauer, um ihre vorhandene Barschaft zu zählen. Dabei stellte sich heraus, dass der jüngere der beiden einen Kreuzer mehr als der etwas ältere Geselle in seinem Geldbeutel hatte. Darüber entbrannte ein heftiger Streit, der damit endete, dass beide mit dem Messer aufeinander losgingen. Bei dieser Attacke stach der ältere der Streithähne den jüngeren derart in den Leib, dass dieser auf der Stelle tot umfiel. Doch auch die Verletzungen des älteren Gesellen waren derart schwer, dass auch er nur kurz nachdem sein jüngerer Mitwandergesellen sein Leben aushauchte. Als die herbeieilenden Leute den Streit bemerkten, war es schon zu spät, um schlichtend einzugreifen. Sie konnten nur noche von einem der beiden sterbenden Gesellen, der am Boden liegend sein Leben aushauchte, die Ursache des tödlichen Streites in Erfahrung bringen.
  Durch die Hilfe und Opferbereitschaft der Arnsdorfer, die damals ein sehr frommes Dorfvolk waren, fanden beide Handwerksgesellen auf den Arnsdorfer Friedhof ihre letzte Ruhestätte in einem gemeinsamen Grab. An der Stelle, wo beide ihr junges Leben verspielten, ließ man das Steinkreuz errichten. Sicher auch zur Mahnung für andere, die sich wegen Geringfügigkeiten bis aufs Blut streiten.

..................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Freitag, 18. Januar 2008 +++

Winterwandern im Kirchwald

Vierkirchen. Die Kirchgemeinde bereitet für den 26. Januar gemeinsam mit dem Geschichtsverein Arnsdorf und dem Heimatverein Döbschütz und Melaune eine Winterwanderung zum Thema „Mein Freund, der Baum“ durch den Arnsdorfer Kirchwald vor. Treff ist um 13 Uhr auf dem Parkplatz von Arnsdorf, abschließend gibt es einen Imbiss auf dem Pfarrhof. (SZ)

.................................................................................

Rosemarie Mann versucht sich mit ihrem Hobby ihren Lebenstraum vom Malen zu erfüllen.Foto: Bernhard Donke

+++ Sächsische Zeitung, Sonnabend, 12. Januar 2008 +++

Laborantin verwirklicht ihren Lebenstraum
Von Bernhard Donke

Porzellanmalerin konnte Rosemarie Mann nicht werden, aber künstlerisch hat sie jetzt ihren Stil gefunden.


  Eigentlich wollte Rosemarie Mann vor 53 Jahren Porzellanmalerin werden. Das schlug fehl, nun versucht sie mit ihrem Hobby, der Malerei, ihren Lebenstraum zu verwirklichen. Das kleine Maleratelier von Rosemarie Mann in ihrem Wohnhaus in Tetta sieht genauso aus, wie man sich ein Künstleratelier vorstellt, nur eben etwas kleiner. An den Wänden hängende Bilder, Stillleben oder Landschaften. Ringsum in den Regalen stehen bunt bemalte Keramikfiguren.
  Alles kleine Kunstwerke, die die gelernte Baustoffprüferin und Laborantin in ihrer Freizeit selbst angefertigt hat. Heute steht Rosemarie Mann aber an einem Bild, das sie für eine Ausstellung in der Görlitzer Künstlerwerkstatt „die fabrik“ auf der Rothenburger Straße Nr. 54 anfertigt.
          Die Familie ging vor
  Man sieht der Frau an, dass sie mit viel Liebe und künstlerischer Inspiration an ihrem schon fast vollständigen Kunstwerk arbeitet. „Eigentlich war ja mein großer Lebenstraum der, dass ich Porzellanmalerin werden wollte. Die Aufnahmeprüfung an der Meißner Porzellanmanufaktur hatte ich 1964 bereits bestanden und die Ausbildungszusage erhalten. Dann musste ich aber aus familiären Gründen den Ausbildungsbeginn absagen. Seitdem hänge ich diesem schmerzlichen Verlust meines Lebenstraumes nach, den ich mir aber nun versuche, mit der Malerei nun doch noch zu verwirklichen“, erzählt sie. So erlernte sie den Beruf einer Laborantin und Baustoffprüferin und ging ihrer Leidenschaft, der Malerei, in der Freizeit nach.
  Die wurde mit der späteren Familiengründung dann auch immer knapper, aber ganz hat sie ihr Hobby nie aufgegeben. Mehr Freizeit, als ihr lieb war, bekam sie 1996, nachdem sie arbeitslos wurde und nur noch sporadisch in Beschäftigungsprogrammen Arbeit fand. Positiv zu denken und immer, auch in misslichen Lebenslagen, nach vorn zu schauen, war trotz dieses Schicksalsschlages immer ihre Lebensdevise. So begann sie sich verstärkt ihrem Hobby zu widmen und sich mit über vierzigjähriger Verspätung endlich ihren Lebenstraum vom Malen zu erfüllen.
  Auf der Suche nach fachlicher und künstlerischer Inspiration und neuen Maltechniken besuchte sie Keramikmalkurse an der Görlitzer Volkshochschule. Doch die Suche blieb vergebens, genauso wie die nach der Mitgliedschaft in einem Kunstverein in dem sie sich künstlerisch verwirklichen wollte. „Weder das eine noch das andere hatte bei mir den künstlerisch einschneidenden Effekt. Doch ich wollte mich künstlerisch weiterentwickeln und neue Techniken hinzulernen. So suchte ich weiter nach meinem Meister, der mir konsequent meine Fehler aufzeigt, mir aber gleichzeitig die richtigen Maltechniken beibringt“, erzählt sie.
          Nun schon im zweiten Kurs
  Nach langem und konsequentem Suchen hat sie nun „ihren Meister“ in dem Maler Maik Nelde vom „Kunstwerk Villa Hagspihl“ auf der Bautzener Straße in Görlitz gefunden. „Bereits nach dem ersten Malkurs habe ich gespürt: Das ist es, was du so lange vergeblich gesucht hast. Hier bringt man dir das bei, was du künstlerisch und maltechnisch beherrschen möchtest, um dir deinen Lebenstraum vom Malen zu verwirklichen. Nun bin ich schon mitten im zweitem Kurs, spüre auch, dass ich mich künstlerisch weiterentwickelt habe, die Dinge jetzt mit ganz anderen Augen sehe und Maltechniken beherrsche, die ich vorher nicht kannte“, sagt sie begeistert. „Jetzt macht das Malen noch einmal so viel Spaß, und ich denke, damit meinen Lebenstraum zu verwirklichen“.


Zur Zeit ist sie in einer Ausstellung im Museum Krobnitz mit ihren Bildern zu sehen.

..................................................................................


Polizeibericht
Auto gerät ins Rutschen und kracht gegen Mast

Vierkirchen. Eine 51-jährige Ford-Fahrerin ist am Donnerstag, gegen 9 Uhr, auf der S 122 im Vierkirchener Ortsteil Melaune nach einer leichten Rechtskurve auf glatter Straße ins Rutschen gekommen. Das Auto kam auf der nach links abschüssigen Fahrbahn ab und glitt gegen einen Telegrafenmast. Der Ford wurde beschädigt. Blechschaden am Auto war die Folge.

.................................................................................

W. Kritsch als Burelli 

+++ Sächsische Zeitung, Dienstag, 8. Januar 2008 +++

Kleine Tricks sorgen für große Freude
Von Bernhard Donke

Melaune. Wolfgang Kritsch hatte als Burelli im vergangenem Jahr 171 Auftritte bei denen er Spaß und Freude bot.
  Dass er schon 69 Lenze zählt, sieht man dem gelernten Schneider und heutigen Hobbyzauberer Wolfgang Kirtsch nun wirklich nicht an. Eigentlich könnte er sich ja in seinem Heimatort Melaune zur Ruhe setzen und das Rentnerdasein im Kreise seiner Familie genießen, wäre da nicht sein Hobby, die Zauberei.
  Seit 1947 betreibt das heutige Mitglied der Ortsgruppe Zittau des Magischen Zirkels von Deutschland e.V. dieses Hobby. In seinen Shows unterhält er Kinder, Erwachsene genauso wie Senioren. Im vergangenem Jahr war er auf sage und schreibe 171 Veranstaltungen – von kleinen Familienfeiern, Kinderfeiern, Seniorentreffen, Sponsorenveranstaltungen bis hin zu großen Events wie das Mittelalterliche Spektakel in Zittau.
  Auch in diesem Jahr ist sein Kalender schon sehr gefüllt und täglich kommen Anfragen für eine kleine Zaubershow im Familienkreis oder beim Seniorentreffen hinzu. „Diese Auftritte sind mein Lebenselixier und verschaffen mir Lebensfreude. Es macht mir einfach Spaß, wenn ich etwas von dieser anderen Mitmenschen vermitteln kann. Das hält mich jung und fit“, sagt er.
  Im Laufe seiner 59-jährigen Amateurzeit als Zauberkünstler hat er schon viele Begegnungen mit Prominenten aus Politik, Funk und Fernsehen erlebt. Dabei sind ihn insbesondere die Begegnungen mit der Frau des Ex-Ministerpräsidenten Kurt Biedenkopf genauso in Erinnerung wie mit dem Schauspieler Hans Clarin, den Entertainer Heinz Quermann und Sänger Achim Menzel. In den letzten Jahren hilft ihm bei seiner Show auch schon mal Enkeltochter Melanie. „Ich hoffe, dass ich mit meinem Hobby noch viele Menschen erfreuen kann. Vorausgesetzt die Gesundheit macht mit und die Leute wollen mich noch haben“, sagt er, während er sich auf den nächsten Auftritt, am 12.Januar, in Spree vorbereitet.

Kontakt unter Telefon 035827/70388.

.................................................................................

Jugendwart Marko Kosan sowie die Ausbilder Annett Lindner und Sven Weigel (von links) sorgen als Ausbilder für Nachwuchs im aktiven Feuerwehrdienst für die drei Ortswehren von Vierkirchen. Foto: B.Donke 

Schüler für die Feuerwehr begeistern
Von Bernhard Donke

  Annett Lindner, Marko Kosan und Sven Weigel bilden Jugendliche zu aktiven Feuerwehrleuten für die drei Ortswehren in Vierkirchen aus.
  Nachwuchssorgen haben wir auch, aber wir tun schon aktiv etwas dagegen, dass sich die Reihen der Ortswehren in Vierkirchen immer wieder schließen“, sagt Marko Kosan. Seit 1994 gehört der gelernte Automechaniker der Freiwilligen Feuerwehr Arnsdorf/Hilbersdorf an. 1999, als die Jugendfeuerwehr Vierkirchen gegründet wurde, ist er als Jugendfeuerwehrwart deren Leiter.
          Personelle Verstärkung geholt
  Damit die ganze Last der Ausbildung und Nachwuchswerbung nicht allein auf den Schultern des dreifachen Vater lastet, holte sich dieser mit Annett Lindner und Sven Weigel zwei weitere aktive Feuerwehrkameraden mit ins Boot.
  Alle drei gehen einer beruflichen Arbeit nach und das teilweise gar im Schichtsystem. Sie haben zu Hause eine Familie mit Kindern, sind aber trotzdem ganz engagiert bei der Sache, um junge Menschen für den ehrenamtlichen Feuerwehrdienst zu gewinnen. Die Quote der Jugendlichen, die später in den Ortswehren aktiven Dienst leisten, liegt bei 50 Prozent. „Dabei ist zu berücksichtigen, dass ein großer Teil der Jugendlichen, die nach ihrer Schulzeit wegen einer Lehrstelle oder später auch Arbeitsstelle die Region verlassen, so auch für die Feuerwehrarbeit verloren gehen“, sagt Marko Kosan. Trotzdem macht die Arbeit allen drei Spaß und sie sehen in ihr auch einen gesellschaftlichen Auftrag.
          Ausbildung macht Spaß
  Der verheirateten Annett Lindner, die zudem Mutti einer Tochter ist, macht die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen Freude. „Außerdem macht es mir Spaß, mein Wissen über die Feuerwehrarbeit an sie weiterzugeben. Das ist ganz entscheidend und dringend notwendig, um Nachwuchs für unsere Ortswehren zu gewinnen. Wir freuen uns über jeden, der einmal bei uns Feuerwehrluft geschnuppert hat und später in einer der drei Wehren seinen aktiven Dienst versieht“, sagt die 30-Jährige. Sie selbst ist seit 2001 in der FFw Arnsdorf/Hilbersdorf Mitglied und seit drei Jahren Ausbilderin in der Jugendfeuerwehr. Dabei nimmt sie jetzt auch den weiteren Weg von Ludwigsdorf in Kauf, wo sie zurzeit mit ihrer Familie wohnt, um zum Gruppennachmittag der Jugendfeuerwehr zu kommen.
  Sven Weigel, der Dritte im Bunde der Ausbilder, ist verheiratet und Vater eines Sohnes. Seit 1996 ist er Mitglied der FFw Arnsdorf/Hilbersdorf und seit 1999 Ausbilder und Mitstreiter von Marko Kosan. „Als ich mich entschied, hier mitzumachen, war ich von der Notwendigkeit der Nachwuchsgewinnung und Ausbildung von jungen Feuerwehrkameraden überzeugt. Heute wie damals bereitet mir die Arbeit mit den jungen Leuten viel Spaß. Besonders dann, wenn wieder einer unserer ehemaligen Jugendfreunde als aktives Mitglied einer Ortswehr aufgenommen wird“, sagt der ebenfalls 30-Jährige über sein Engagement für die Jugendfeuerwehr.
  Dass sich alle drei bei ihrer ehrenamtlichen Arbeit auch ganz auf die Unterstützung ihrer Familien verlassen können und müssen, können sie nur bestätigen: „Deshalb sind wir sehr froh, dass in unseren Familien die Einsicht für unsere Tätigkeit besteht. Dafür können wir ihnen nur dankbar sein.“
  Einen finanziellen Ausgleich erhalten sie bis auf die Aufwandsentschädigung für den Jugendfeuerwehrwart keinen. „Unser Lohn ist, dass unsere Arbeit von den Leuten in der Gemeinde anerkannt und gewürdigt wird und wenn einer unserer ausgebildeten Jugendlichen für den aktiven Feuerwehrdienst gewonnen wurde“, sagt Marko Kosan nicht ohne Stolz.
          Anerkennung in der Gemeinde
  Vierkirchens Bürgermeister und oberster Dienstherr der Freiwilligen Feuerwehr, Andreas Nedo, ist des Lobes voll: „Ich kann ihre ehrenamtliche Arbeit nicht hoch genug einschätzen. Sie sind mit dem Herzen dabei, für unsere drei Ortswehren junge Leute für die Feuerwehrarbeit zu begeistern und auszubilden. Das erfordert unsere ganze Anerkennung und Achtung.“

..................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Freitag, 4. Januar 2008 +++

Auto gerät auf die Gegenfahrbahn

Vierkirchen.
Ein Renault (Fahrer 20) ist vorgestern, 10.30 Uhr, im Ortsteil Heideberg auf der Straße von Döbschütz nach Arnsdorf in einer Doppelkurve nach links auf die Gegenfahrbahn geraten. Dabei krachte das Fahrzeug mit einem entgegenkommenden Renault eines 63-Jährigen zusammen. Bei dem Unfall entstand Sach-, aber kein Personenschaden. Insgesamt blieb dieser Unfall vorgestern der einzige im Landkreis, während es in Görlitz drei weitere Fälle gab. (SZ)

..................................................................................

+++ Sächsische Zeitung, Mittwoch, 2. Januar 2008 +++

Rund um die Uhr für die Tiere da
Von Bernd Donke

Melaune. Für Landwirt Stefan Bendler begann der erste Arbeitstag 2008 bereits am Neujahrstag.
  Es gibt Berufe, in denen es keine Feier- und Sonntage gibt. In denen rund um die Uhr oder wie bei den Tierpflegern in der Landfarm Melaune bereits wenige Stunden nach Mitternacht gearbeitet werden muss. „Dass ich Weihnachten, Silvester oder wie heute am Neujahrstag arbeiten muss, dass war mir schon bei meiner Berufswahl klar“, sagt Tierpfleger Stefan Bendler, während er den Milchkühen im Stall der Landfarm Melaune GbR am Neujahrsmorgen das Mischfutter verabreicht. „Tiere wollen und müssen in einem regelmäßig gleichbleibenden Rhythmus versorgt werden.“
          Die Silvesterparty fiel aus

  Seit vier Uhr ist der 23-jährige gelernte Landwirt und Tierpfleger aus Ludwigsdorf mit Kollegen in der Stallanlage Melaune mit Melken, Fütterung und Pflege der insgesamt 510 Milchkühe, Kälber und Färsen beschäftigt. Erst gegen 12.15 Uhr winkt der Feierabend und dann kann man sich ja auch noch einen Schluck aufs neue Jahr genehmigen“, meint Benger. Die Silvesterparty hat er ausfallen lassen. Es bringe doch nichts, „wenn ich ausgelassen feiere und kaum zum schlafen komme, anschließend noch von Ludwigsdorf bis Melaune mit dem Auto fahren muss“. Wenigstens über die Weihnachtsfeiertage hatte der junge Mann frei.