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D e z e m b e r   2 0 0 6

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+++ Sächsische Zeitung, Sonnabend 30. Dez. 2006 +++

 

Mit Orgelandacht aus dem neuen Jahr 
Vierkirchen. In der Silvesternacht findet in der Kirche Melaune zwischen 23 und 23.40 Uhr eine Orgelandacht mit dem Weigersdorfer Michael Biedermann an der Orgel statt, zu der die Evangelischen Kirchgemeinden Buchholz/Melaune einladen. Eine Woche später, am 6.Januar - dem Epiphaniastag - gibt der Kirchenchor Melaune/Meuselwitz ab 16 Uhr in der Kirche Tetta ein Konzert. Neben dem Chor gestalten Annegret Gäbler (Gesang) und Hannelore Schulz das Musikereignis. Am Epiphaniastag werden drei Geschehnisse gefeiert: Das Erscheinen der Heiligen Drei Könige, die Taufe Jesu, und die Hochzeit in Kana, bei der Jesus Wasser in Wein verwandelte. (SZ)

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+++ SZ, Mittwoch, 27. Dez´06 +++

Kinderchor der Grundschule erfreute Senioren
von Bernhard Donke  

Bei der diesjährigen Weihnachtsfeier der Senioren aus Melaune, Prachenau und Döbschütz waren die Kinder des Schulchores der Grundschule Vierkirchen (Buchholz) unter der Leitung ihrer Musiklehrerin Margitta Thiele zu Gast. Mit einem weihnachtlichen Programm aus Liedern, Gedichten und kleinen Sketchen erfreuten sie die Senioren in der "Alten Schmiede" im Schlossensemble Krobnitz. 

Unter den Gästen auch Vierkirchens Bürgermeister Andreas Nedo, der es sich nicht nehmen ließ, eine gemütliche Stunde im Kreise der Senioren mit zu erleben. Die Mitglieder des Heimatvereins sorgten sich um das leibliche Wohl der Senioren in der wunderschön rekonstruierten "Alten Schmiede".  

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+++ Sächs. Zeitung, Sonnabend, 23. Dez. 2006 +++

 

Eltern spielen für ihre Kinder

 BUCHHOLZ. Mit der Erzählung "Petterson kriegt Weihnachtsbesuch“ haben die Eltern auch in diesem Jahr den Nerv ihrer Kinder in der Grundschule Vierkirchen in Buchholz getroffen. Das von ihnen mit viel Spaß und Engagement für ihre Kinder vorgetragene Stück überzeugte vollauf. Nach langem Applaus gab es noch eine Zugabe von den Laienschauspielern. Foto: B. Donke

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Ein Treffpunkt für Kleine und Große
Buchholz.  Die "Alte Schule" - jetzte eine soziokulturelle Begegnungsstätte lockte in diesem Jahr Pilger und Publikum an.
von Constanze Junghanß
 

  Eingeweiht wurde die "Alte Schule" als soziokulturelle Begegnungsstätte in Buchholz in diesem Frühjahr. Im 1844 als Dorfschule wieder errichteten Gebäude zog neues Leben ein. "Das Haus nutzten in diesem Jahr allein 150 Pilgergäste", freut sich Pfarrer Helmut Törne.  Auch das literarische Café findet hier regelmäßig - außer in den Sommermonaten - statt. Diese Veranstaltung konnte sich seit rund sechs Jahren im Ort etablieren. Bei Kaffee und selbst gebackenem Kuchen lauscht das Publikum den Vorlesern, die teils selbst Geschriebenes, teils Werke verschiedener bekannter oder weniger bekannter Autoren vorstellen.
          Scheck vom Bürgermeister
  Neben Dörte Seidel saß jüngst auch Andreas Böer im Lesesessel. Der Reichenbacher Bürgermeister hatte außerdem ein ganz besonderes Geschenk ins literarische Café mitgebracht. "Wir erhielten von ihm und Peter Neugebauer einen Scheck überreicht", sagt der Pfarrer.
 
Die runde Summe von immerhin 400 Euro spendete der Lions-Club. Mit Hilfe dieses Geldes soll nun Mobiliar für die "Alte Schule" angeschafft werden. Auch ein KIavier, das der Kulturraum förderte, konnte inzwischen finanziert werden. "Es gab in dieser Saison bereits mehrere Konzerte im Haus, wie zum Beispiel eine Veranstaltung zum 45-jährigen Jubiläum des Kirchenchores", erzählt dazu Helmut Törne.
  Betreiber des Objektes sind die zehn Mitglieder des Tenne-Vereins, die das denkmalgeschützte Gebäude in Erbpacht von der Kirchgemeinde langfristig überlassen bekamen. Ziel war, einen Ort zu schaffen, an dem Menschen sich treffen, miteinander reden und Kultur erleben können.  Zwischenmenschliche Begegnungen von Angesicht zu Angesicht seien in der heutigen Zeit sehr wichtig.
          Gemeinsam kreativ sein
  Gemeinsam Potentiale entdecken oder Interessen zu fördern sei notwendig. Alle 14 Tage gibt es deshalb Gesprächsrunden zu den unterschiedlichsten Themen, wird wöchentlich eine Rückenschule für die Kinder der daneben liegenden Grundschule angeboten oder einmal im Monat die "Brotzeit" für junge Menschen. Letztere Veranstaltung läuft in Kooperation mit der Kreisjugendarbeit.
  Im Durchschnitt sind es 50 Mädchen und Jungen, die gemeinsam musizieren, spielen und Kreativabende miteinander verbringen. Die Freizeitangebote sollen im kommendem Jahr erweitert werden.
          Bastelabende geplant
  Spiel- und Bastelabende für alle Interessierten kleinen und großen Besucher sind geplant. Und im Dezember steht zudem noch eine letzte Veranstaltung für dieses Jahr an, zu der der Tenne-Verein herzlich einladen möchte.
  "Zum Jahresabschluss präsentieren wir am 27. Dezember noch ein literarisches Café. Thomas Biele stellt allen Interessierten den Schriftsteller Stefan Heym vor und Elisabeth Törne liest Werke von Reiner Kunze", sagt der Pfarrer.
  Die Alte Schule befindet sich qegenüber der Kirche gleich neben der Grundschule. Die Veranstaltung beginnt am 27. Dezember, um 19 Uhr

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+++ Sächsische Zeitung, Sonnabend, 23. Dezember 2006 +++

 

Die Glocke der Kirche in Tetta wir noch von Hand geläutet. Morgen, um 15.30 Uhr lädt das Gotteshaus zur Christvesper ein.

Die Glocke läutet schon heute 
Straßenansichten. Viele gute Geschichten liegen auf der Straße. Schauen wir nach. Heute ein letztes Mal in Tetta, zwischen Kirche und Gasthof.

von Ullrich Martin

  Schon heute läutet Roland Bitterlich das Weihnachtsfest ein. Wie auch morgen, Heiligabend, um 15.30 Uhr zur Christmesse, mit 62 Handzügen an dem dicken Hanfseil, dass in die Aufhängung der Glocke ftihrt. Dieses "Glöcknern" ist seit Jahrhunderten ein Privileg der Bewohner des jetzigen Grundstückes Nummer 28. Seit jeher gehörte es als Pfarrgut mit 82 Morgen Land der Kirche. Bis zum Verkauf 1842, mit der Verpflichtung, dass die Besitzer den Läutedienst ehrenamtlich übernehmen.
  Selbst während der DDR-Zeit, als die Auflage gelöscht wurde, hielt das Privileg an. Dank der Familie Bitterlich. "Ich übernahm das Amt 1982 von meinem Vater Erich und Opa Robert. Bin ich mal nicht da, übernehmen die Nachbarn die Vertretung", sagt Roland Bitterlich. Natürlich kann der 49-jährige Familienvater dazu Geschichten erzählen. "Wenn zum Jahreswechsel über Vierkirchen die Glocken von vier Kirchtürmen läuten, ist das von hier oben aus besonders schön. Manchmal steigen sogar ein paar Leute mit hoch. Aber immer so, dass es funktioniert.  Das gilt ebenso für mich." Und wie sieht es mit der Nachfolge aus? "Unsere zwei Töchter werden wohl kaum in Frage kommen. Ein Ziel aber habe ich. Bis 2023 möchte ich weitermachen." Dann glöcknern die Bitterlichs stolze 100 Jahre.
  Über solch ein Engagement kann sich Helmut Törne, seit 30 Jahren Gemeindepfarrer für Tetta, Melaune und Buchholz, nur freuen. "Nicht mal den Kirchenschlüssel habe ich. Der liegt bei Erika Hänsch. Für die Tettaer Gemeindemitglieder ist das Kirchlein wie eine eigene Wohnstube", sagt der Pfarrer und zeigt auf den 1901 angebauten 17 Meter hohen Kirchturm.  "Kirchenvorstand Volker Scholz schlug voriges Jahr vor, dort einen Herrnhuter Stern anzuhängen. Die Befestigung dazu war nicht einfach. Alles wurde mit Bravour, ohne wenn und aber, erledigt."

          Zeitgemäßes Krippenspiel

  Mit seinem Friede und Geborgenheit verkündenden Licht strahlt der Stern morgen zur Christvesper besonders hell. In der vollbesetzten, Kirche werden diesmal 14- bis 17-jährige Jugendliche das traditionelle Krippenspiel auffuhren. Pfarrer Törne besitzt dazu eine dicke Mappe mit 100 Stücken, von der klassischen Weihnachtsgeschichte bis zum sozialkritischen Stück. Diesmal bringen die Darsteller eine zeitgemäße Version auf die Kirchenbretter: Wenn Maria und Josef in der Heiligen Nacht 2006 auf Quartiersuche wären, könnten sie in einer Garage landen, wo ein dicker Benz oder BMW steht. Mancher Kirchgänger nimmt so etwas, wenn anfangs auch recht kritisch, inzwischen an. Da kam es schon mal vor, dass ein Engel nach dem Verkünden der Weihnachtsbotschaft sich eine Zigarette ansteckte.
  Die Jugendlichen wollen zeigen, dass sie nicht nur sehr gut schauspielern können, sondern sich ebenso mit dem Inhalt identifizieren. Den Besuchern gefällt das. Unter solch modernen Zeitgeschichten leidet selbst das um 1400 erbaute Kirchenhaus - 1687 kam ein extra errichteter hölzerner Glockenturm hinzu - nicht. Im Gegenteil. Die dicken Mauern sind weltoffene Veranstaltungen, Instandhaltungen, Renovierungen und Gerüstbauer gewöhnt. 1987 zum Beispiel erhielt die Außenfassade und die Turmbekrönung eine Gesamterneuerung. In der Turmkugel fanden die Arbeiter neben üblichen Zeitzeugen eine Zigarrenspitze nüt der Inschrift "E. Scholz Deutsche Eiche". Das war schon außergewöhnlich.  Pfarrer Törne mutmaßt: "Die Kirche hatte schon immer Beziehungen zu dem nahe gelegenen Gasthof. Ob nach Taufen, Hochzeiten oder Beerdigungen, die Leute zogen dort immer ein und sorgten für Umsatz. Mit der Zigarrenspitze wollte Herr Scholz vielleicht Danke sagen." Das Relikt kam wieder in die Kugel und liegt nun schon seit 105 Jahren dort oben. Ernst Scholz baute übrigens die "Deutsche Eiche" 1902 im heutigen Stil um. Vor 22 Jahren übernahm Renate Brinner von ihrer Mutter das Anwesen, modernisierte und baute mit vielen Helfern erneut um - und pflanzte vor zehn Jahren mit ihrem Mann an der Gaststätte einen Baum. Natürlich eine Deutsche Eiche.

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+++ Sächsische Zeitung, Donnerstag 21. Dez. 2006 +++

Gemeinde hat neue Internet-Homepage

Vierkirchen. Die Internetpräsenz der Gemeine zeigt sich seit Anfang Dezember in einem neuen Gewand. "Das Design ist gegenüber der alten Seite ansprechender, übersichtlicher und informativer", erklärt Sven Koch. Das Gemeinderatsmitglied hat die Homepage ehrenamtlich in Eigenregie erstellt. Verschiedene Rubriken wurden neu aufgenommen. Bürger können sich zum Beispiel zu Ansprechpartnern und Telefonnummern der verschiedenen Behörden informieren.  Geplant ist außerdem, Informationen zu Gewerbe und Wirtschaft ins Netz zu stellen. In Zukunft sollen Formulare sowie Anträge an die Gemeinde über das Internet zur Verfügung stehen. (cj)  www.vierkirchen.com

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+++ Sächsische Zeitung, Dienstag 19. Dezember 2006 +++

Windkraftanlagen in privater Hand

Melaune. Die sieben Windkraftanlagen auf dem Melauner Windfeld wurden von der Betreiberfirma Boreas teilweise an private Betreiber abgegeben. zum derzeitigen Stand der Dinge konnte in der jüngsten Gemeinderatssitzung noch nicht ausführlich informiert werden, weil noch keine Verhandlungen erfolgten. Damit rechnet die Vierkirchener Gemeinde Anfang des nächsten Jahres. (cj) 

Fliesen legt eine ortsansässige Firma

Melaune. Weitere Bauleistungen für die Sanierung der "Alten Wassermühle" wurden vom Gemeinderat vergeben. Den Zuschlag erhielt die ortsansässige Firma Henry Michel für die Fliesenlegerarbeiten. Das Objekt unterhalb des Eisstadions wird als euroregionale Begegnungsstätte ausgebaut und soll voraussichtlich im Sommer 2007 fertig gestellt sein. (cj)

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+++ Sächsische Zeitung, Freitag 15. Dez. 2006 +++

Gebäude bekommen Isolierung
Vierkirchen
. Die Gemeinde vermietet im Buchholzer Schloss sowie in Arnsdorf mehrere kommunale Wohnungen. Verwaltet werden die Einheiten von der Rodil Verwaltungsdienstleistungen GmbH mit Sitz in Ostritz. "Die Wohnblöcke in Arnsdorf“, so Bürgermeister Andreas Nedo, "sind alle vollständig belegt. "Gebaut wurden die Häuser ursprünglich für die Arbeiter im Steinbruch. In den 90er Jahren erfolgte dann eine Sanierung.  Der Gemeinderat sprach sich jetzt dafür aus, dass in den Gebäuden außerdem noch eine Wärmeisolierung im Obergeschoss eingebaut werden soll. (cj)

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N o v e m b e r  2 0 0 6

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+++ Sächsische Zeitung, Donnerstag 23. November 2006 +++

 

Schlossherr öffnet die Türen

von Constanze Junghanß und Bernhard Donke

Arnsdorf-Hilbersdorf. Zur Zeit wird das Arnsdorfer Schloss durch den Alteigentümer Hansheinrich Schnorr von Carolsfeld denkmalgerecht saniert.

Im Zuge dieser Renovierungsarbeiten sind bereits zwei Wohnungen ausgebaut und vermietet worden. Eine dritte wird zum 1. Dezember dieses Jahres bezugsfertig.  Die vierte, so sieht es der Sanierungsplan vor, soll im Frühjahr 2007 fertig gestellt werden. Für die untere Etage des Schlosses, die durch eine Freitreppe einen eigenen separaten Zugang haben wird, ist man noch auf der Suche nach einem Nutzer.

Unter architektonischen Gesichtspunkten stellt die Sanierung und Renovierung mit gleichzeitigem Umbau eines besonders großen "Einfamilienhauses" zu einem Mehrfamilienhaus eine doch recht schwierige Aufgabe an Planer und Handwerker dar.

Wie sie diese Aufgabe gelöst haben und noch weiterhin lösen werden, können sich Interessierte am Sonnabend, den 25.November, beim "Tag der offenen Tür" von 14 bis 17 Uhr überzeugen. Dazu lädt der Eigentümer Hansheinrich Schnorr von Carolsfeld ein. (bd)

 

Unterlagen zum Hochwasser liegen aus

Landkreis.  Arbeitskarten für Hochwasserschutzgebiete liegen bei der Unteren Wasserbehörde im Landratsamt des Niederschlesischen Oberlausitzkreises in Niesky aus.  In Vierkirchen betrifft das Gebiete am "Schwarzen Schöps".  Noch bis zum 1. Dezember können Bürger die Akten einsehen. (cj)

Buchholzer Frauen laden zum Basteln ein

Buchholz.  Zum weihnachtlichen Basteln können sich am 27. November alle interessierten Frauen anmelden. Organisiert wird die Veranstaltung im Vereinshaus vom Kultur- und Sportverein Buchholz/ Tetta. Beginn ist 19.30 Uhr. (cj)

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+++ Wochenkurier, Mittwoch, 22. November 2006 +++

Gerüste künden von Bauarbeiten am und im Arnsdorfer Schloss. Foto: Gloger

Schlossbesichtigung in Arnsdorf
Alter und neuer Besitzer investiert in Sanierung

Am 25. November ist 14 bis 17 Uhr Tag der offenen Tür im Schloss Arnsdorf.

ARNSDORF.  In den letzten zehn Jahren hat sich das Gelände des ehemaligen

Gutshofes von einer Ansammlung baufälliger Gebäude zu einem sehenswerten Ensemble gemausert. Dem Alteigentümer Hausheinrich Schnorr v. Carolsfeld ist es gelungen, den enteigneten Gutshof mit erheblichen finanziellen Anstrengungen zum größten Teil zurück zukaufen und die darauf befindlichen Gebäude zu sanieren.

Die Orangerie ist ein erfreuliches Projekt im Arnsdorfer Park. Neben der Sanierung von Scheunen- und Stallgebäuden wurde ein ehemaliges Stall- und Wohngebäude zum Wohnhaus umgestaltet.

Jetzt ist das Schloss an der Reihe. Zwei Wohnungen sind seit einiger Zeit bewohnt, eine Dritte wird am 1. Dezember übergeben, eine weitere im Frühjahr.

Für die untere Etage wird noch nach einer geeigneten Nutzung gesucht.

Unter architektonischen Gesichtspunkten stellt es sicherlich eine der schwierigsten Aufgaben dar, aus einem übergroßen Einfamilienhaus ein Mehrfamilienhaus zu konzipieren, das sowohl Ansprüchen des Denkmalschutzes als auch heutigen Anforderungen an modernes Wohnens entspricht. Dass dies mit entsprechenden Ideen in den beiden oberen Etagen gelungen ist, kann nun besichtigt werden. SvC

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+++ Sächsische Zeitung, Sonnabend 18. November 2006 +++

 

Auch eine Brücke ist geplant
Vierkirchen
. Gute Ideen für neue Investitionen liegen dem Gemeinderat vor.  Doch deren Finanzierung ist derzeit noch offen.

von Constanze Junghanß

Die Gemeinde Vierkirchen möchte 2007 in einige Projekte investieren. Eine erste Vorberatung zum Haushaltsplan fand jetzt statt. Dabei wurde auch eine Prioritätenliste diskutiert. Allerdings steht momentan keine der Investitionen auf festen Füßen. "Es gibt noch keine Daten von Zuweisungen seitens des Landes", so Bürgermeister Andreas Nedo. Nur wenn Deckungsmittel und Fördermittel verbindlich zugesagt werden, können die Projekte in Angriff genommen werden.  Geplant sind der Bau einer Brücke in Arnsdorf, die Straßenerneuerung im Ortskern Melaune nach Zusage des Abwasserbaus, der Ausbau eines stark befahrenen Weges zwischen Buchholz und Prachenau als Ortsverbindung sowie die Errichtung von zwei weiteren Bushäuschen in Arnsdorf.

In einigen Jahren könnte, soweit benötigte Gelder vorhanden sind, der Dorfplatz in Arnsdorf neu gestaltet werden. Für die Sanierung der „Alten Wassermühle" als euroregionale Begegnungsstätte fließen Fördermittel. "Wir rechnen im Sommer nächsten Jahres mit der Fertigstellung des Projektes", so der Bürgermeister. Beschlossen wurde vom Gemeinderat die Vergabe von Bauleistungen für die Mühle im Bereich Trockenbau und Dämmung an die Buchholzer Firma Bauunternehmen Tobias GmbH.

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+++ Sächsische Zeitung, Freitag 17. November 2006 +++

 

Baumaßnahme ist beendet

von Constanze Junghanß

Melaune. Vor wenigen Tagen wurden die Baumaßnahmen an der Einrichtung des Kinderkreises Vierkirchen in Melaune beendet. Durchgeführt wurden Arbeiten an den Außenanlagen mit neuen Parkmöglichkeiten. Auch die farbliche Gestaltung der Fassade sowie Dach- und Dachdämmungsarbeiten gehörten zu den Maßnahmen.

80 Prozent der Gesamtkosten voll insgesamt rund 50 000 Euro trug die Gemeinde, wobei der Kinderkreis einen Anteil an Eigenmitteln zur Verfügung stellte. 20 Prozent wurden mit Fördermitteln finanziert. Der Kinderkreis betreibt in Melaune und Arnsdorf jeweils eine Einrichtung für die Betreuung von Kindergarten- und Hortkindern. (cj)

Gebrauchter Kleinbus fährt für die Gemeinde

Vierkirchen. Die Gemeinde Vierkirchen hat einen gebrauchten Mannschaftstransportwagen erworben. Dieser soll bei der Freiwilligen Feuerwehr und für die Gemeinde zum Einsatz kommen. Vermittelt wurde der Kleinbus über Kontakte der Ortsfeuerwehr Döbschütz/Melaune/Prachenau in die Nähe von Hannover, woher das Fahrzeug stammt. (cj)

Neue Betreiber für Teile des Windfeldes

Melaune. Ein Teil der Windräder des Windfeldes in Melaune hat neue private Betreiber, informierte Bürgermeister Andreas Nedo in der jüngsten Gemeinderatssitzung von Vierkirchen. Errichtet und Betreiher der Anlage war bislang ausschließlich die Firma Boreas. Vor sechs Jahren wurde das Windfeld eingeweiht.  Sieben Windkraftanlagen produzieren hier mehrere Megawatt Strom, der über ein Erdkabel in das Umspannwerk Oppeln eingespeist wird. (cj)

Eicheln für Opas Wollschwein

Die fast spätsommerlich anmutenden Temperaturen dieser Tage haben Constantina (links) und Philipp Dießner aus Buchholz noch einmal angeregt, Eicheln für das Wollschwein "Lotte" ihres Opas einzusammeln.  Das wird "Lotte“ bestimmt auch freuen, denn für sie ist die Eichelmast schon eine Delikatesse.      Foto: B. Donke

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+++ Sächs. Zeitung, Donnerstag 16. Nov. 2006 +++

 

Fördermittel nicht fürs Dorf allein

von Constanze Junghanß

 

Vierkirchen.  Auf der Sitzung des Gemeinderates wurden die Räte über die neue "Fördergebietskulisse" informiert. Bisher konnten Gemeinden für eigenständige Projekte Fördermittel über das Land beantragen. Künftig sollen nicht nur ein Dorf, sondern gebündelte Aktionen einer Region im Mittelpunkt von finanziellen Förderungen stehen. Grund dafür ist, dass dem ländlichen Raum im Förderzeitraum bis zum Jahr 2013 weniger Geld zur Verfügung stünde.  Konzepte können künftig ländliche Regionen in Sachsen mit einer Einwohnerzahl von 10 000 bis 150 000 Einwohnern einreichen. "Wir müssen nun überlegen, in welcher Region wir künftig gemeinsame Projekte anstreben wollen", so Bürgermeister Andreas Nedo. (cj)

 

 

+++ Sächsische Zeitung, Mittwoch 15. November 06 +++

Tommy immer dabei

von Bernhard Donke  

Wenn Werner Graf aus Buchholz mit seinem Fahrrad unterwegs ist, dann begleitet ihn stets der zehn Jahre alte Terrier Tommy. Ist der Hund müde vom vielen Laufen, dann springt er einfach in das Körbchen an Herrchens Fahrrad und lässt sich so durch die Gegend kutschieren.   Foto:    Bernhard Donke

 

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+++ Sächsische Zeitung, Donnerstag, 2. November 2006 +++

Tobias Walzok löste Dennis Kirchhof als Jugendwart der evangelischen Kirche in Melaune ab.   Foto: B. Donke

Nach Rumänien und Kassel nun in Melaune

Niesky/Reichenbach/Melaune. Tobias Walzok ist seit 1. August Jugendwart der evangelischen Kirche für die Region.

von Bernhard Donke  

  Alleinunterhalter will Tobias Walzok (29) nicht sein: „Es geht nicht an, dass Jugendarbeit nur au den Schultern der hauptamtlichen Mitarbeiter liegt. Es müssen alle Gemeindemitglieder eingebunden werden“, sagt er, der seit dem 1.August selbst hauptamtlich als Jugendwart für die evangelische Kirche im Kirchenkreis Niesky arbeitet und überwiegend für den „Evangelische Jugendscheune Melaune e.V.“ tätig ist. “Natürlich werde ich versuchen, so viele ehrenamtliche Mitstreiter wie möglich aus den Gemeinden zu gewinnen, die sich mit in die Kinder- und Jugendarbeit einbringen wollen“.
  Der gebürtige Dresdner hat mit seinen nicht einmal 30 Jahren ein schon recht bewegtes Leben hinter sich. Aufgewachsen als zweites Kind von drei Geschwistern in Höckendorf bei Dresden, erlernte er nach dem Realschulabschluss den Beruf eines Dachdeckers. Seinen Zivildienst leistete er in der Domus- Rumänienhilfe des Christlichen Vereins Junger Menschen Flöha1998/99 im ungarischen Teil von Rumänien ab. Hier war er in einem Wohnheim für ehemalige Kinderheim-Jugendliche ab 18 Jahren beschäftigt. Dem Zivildienst schloss sich ein fast vierjähriger Freiwilliger Dienst im ungarischen Christlichen Verein für Junge Männer in Szekelyudvarhely - einer 38.000 Einwohner zählenden Stadt in Rumänien - an. Dort betreute er Menschen der nationalen Minderheit der Sinti und Roma. Im Anschluss an diese Tätigkeit folgte 2003 bis 2006 ein Theologie- und sozialpädagogisches Studium in Kassel. Nach dessen Abschluss begann nun am 1. August seine Tätigkeit als Jugendwart im Verein Evangelische Jugendscheune Melaune.
  Die ersten Veranstaltungen - wie den Tag der offenen Tür in der Jugendscheune hat Tobias Walzok schon gemeistert und auch bei den Entdeckertagen in den Herbstferien in Buchholz hat er sich erste Sporen in der Jugendarbeit der Region verdient. Nächster Höhepunkt wird die Jugendnacht in Rothenburg vom 18. zum 19. November sein. Interessenten können sich untern 035827/7 03 54 melden.

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+++ Sächs. Zeitung, Mittwoch 1. November 2006 +++

 

Stein mit freundlichem Gesicht

von Bernhard Donke  

Das freundliche Gesicht auf dem Stein zum Haus Nr. 32 in Buchholz auf der Dorfstraße bringt Lysian (li) und Jolien zum Lachen. Ein Maler gab dem sonst eher unbeachteten Stein mit ein wenig Farbe und Fantasie sein neues Aussehen. So wurde er ein Hingucker für alle, die nicht mit geschlossenen Augen durch den Ort gehen. (Foto: B. Donke)

O k t o b e r   2 0 0 6

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+++ Sächsische Zeitung, Dienstag, 17. Oktober 2006 +++

Vierkirchen. Polnische Grundschüler waren für einen Tag zu Gast.
von Bernhard Donke

  Nicht nur Deutsch oder Englisch wurde vor den Ferien an der Grundschule Vierkirchen in Buchholz gesprochen - man konnte auch polnische Worte vernehmen. 20 Schüler und drei Lehrer aus der Grundschule Siedlecin - aus der polnischen Partnergemeinde Jezow Sudecki der Gemeinde Vierkirchen - waren zu einem Gegenbesuch an die Grundschule Vierkirchen gekommen. "Seit gut vier Jahren haben wir eine sehr gute freundschaftliche Verbindung.  Regelmäßige gegenseitige Besuche halten diese Freundschaft aufrecht", sagt Gudrun Koch, die Leiterin der Vierkirchener Grundschule.
  Diesmal wurden zwei gemeinsame Unterrichtsstunden durchgeführt, an denen die polnischen Schüler sehr aktiv teilnahmen. Danach, zum Abschluss des gemeinsamen Tages, war Spielen angesagt auf dem "Knax-Spielplatz" in Sproitz. "Ich denke, dieser Tag hat uns wieder ein ganzes Stück näher gebracht. Der gemeinsame Unterricht und das Spielen miteinander tragen mit Sicherheit dazu bei, Barrieren und Vorurteile abzubauen", war sich Schulleiterin Gudrun Koch sicher. (bd)

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+++ Sächsische Zeitung, Montag, 16. Oktober 2006 +++

 

Jedes Kilogramm wurde abgewogen. Je mehr Gemüse im Sack, umso stolzer waren die Selbsternter. Eine wohlverdiente Pause durfte nach der schwerer Arbeit natürlich auch eingelegt werden.    Fotos: Constanze Junghanß

Hilbersdorf.  Möhren, Porree oder Rosenkohl wurden am Wochenende frisch vom Feld geholt.

von Constanze Junghanß

  Körbe, Kisten, Eimer und Säcke stapeln sich auf Hilbersdorfer Flur. Prall gefällt sind die Behälter mit verschiedenen Gemüsesorten. Die Ernte geht zügig voran. Schließlich sind mehr als 100 Frauen, Männer und Kinder mit dem Einsammeln der Vitamin Bomben beschäftigt. Hergelotst wurden die Leute von der ortsansässigen Gärtnerei Jung. Diese bietet seit vier Jahren ein besonderes Einkaufsrezept an. Das Motto lautet "Selbsternte". "Erntehelfer zu sein ist eine schwere körperliche Arbeit. Mit einem durchschnittlichen Stundenlohn von etwa 3,50 Euro ist diese Saisonarbeit für viele nicht attraktiv", sagt Stefan Jung. So sei es einerseits schwer, Erntehelfer zu finden. Andererseits könnten von dem Konzept Kunden und Gärtnerei gleichermaßen profitieren. "Uns ist geholfen, weil die Ware schnell und frisch sofort in die Haushalte verteilt wird", erzählt Stefan Jung. Die Käufer dagegen zahlen bedeutend weniger, als beim Direkteinkauf.

          Ohne Umwege auf den Tisch

"Doch uns kommt es nicht vordergründig auf das Geld an“, ergänzt Gotthard Gärtner.  Gemeinsam mit Sohn Manuel hockt er zwischen den Zwiebelreihen. Zwei Eimer mit je einer gelb- und rotschaligen Sorte werden gefällt. Für die Gärtners ist es wichtig, dass die Ware aus der Region ohne große Umwege auf den Tisch kommt. "Man muss dann nicht wie im Supermarkt auf Etiketten achten", sagt der Vater.
Mit eigener Hände Arbeit etwas zu schaffen und das Ergebnis mit nach Hause zu nehmen, ist für den Sohn Anreiz, bei der Selbsternte mitzumachen. Eine betagte Dame schleppt derweil mit ihrem Mann einen Korb voller Krautköpfe zur Waage. "Finanziell nötig haben wir das eigentlich nicht", erzählt sie. Aber Spaß mache das Ernten und deshalb wären die beiden, gern mit dabei. Vier Zentner Futterrüben verstauten Sylvia Bookhold und Christine Weigel schon im Auto. Nun sind die Möhren dran. "Was wir hier aus dem Boden holen, ist doch bestimmt gesünder als beim Großmarkt", sind sich die Frauen einig. Für die Hilbersdorfer Produkte trifft das im doppelten Sinne zu. Nicht nur frisch vom Feld kommen Rote Beete, Porree, Rosenkohl und Co., sondern auch aus naturnahem Anbau. Soweit wie möglich, verzichtet das kleine Unternehmen auf den Einsatz der chemischen Keule.


So mancher legt sich Möhren in großen Mengen als Wintervorrat an.

  Nur wenn Krankheiten oder Schädlinge drohen überhand zu nehmen, muss zur Not gespritzt werden. Weil das selten geschieht, verirrt sich so manche Raupe oder mancher Käfer zwischen den Blättern. Das stört hier jedoch niemanden. Schließlich nehmen alle auch schmutzige Finger und Schweißtropfen bei der Arbeit in Kauf.

            Anerkennung für süße Rüben

  Gerade die Kinder zeigen sich oftmals erstaunt, wie das Gemüse in seiner Urform auf dem Feld eigentlich aussieht. Rosenkohl wächst an Stängeln, Krautköpfe bilden blumenförmige Rosetten oder Möhren teils ulkige Zwillingsformen. Eine Gruppe Jungs untersucht zum Beispiel mit Hingabe eine Futterrübe. Da wird natürlich auch gekostet mit dem Ergebnis: "Schmeckt echt süß und lecker.  Im Supermarkt gibt´s so was leider nicht.

Noch einmal steht das Feld allen offen

- Die Gärtnerei Jung in Hilbersdorf (Nr. 108) führt am 21. Oktober die letzte Selbsternte für das Jahr 2006 in der Zeit von 9 bis 12 Uhr durch.
- Interessenten sollten neben Behältern auch Grabegabeln bzw. Spaten und Messer für die Ernte mitbringen.
- Preisbeispiele bei Selbsternte je 50 Kilogramm: Futterrüben 3,35 Euro, Weißkohl 11,25 Euro, Mohrrüben 6 Euro. Der Verkauf ist auch Kiloweise geringer möglich.
- Öffnungszeiten der Gärtnerei: Dienstag 13 bis 18, Donnerstag und Freitag 9 bis 12 und 13 bis 18 sowie Sonnabend 9 bis 12 Uhr,

 

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+++ Sächsische Zeitung, Sonnabend, 14. Oktober 2006 +++

Das Fiedler-Häuschen in Döbschütz  Fotos: C.Junghanß

Das Bushäuschen Melaune sind wahre Schmuckstücke aus Holz, Glas und Ziegelsteinen. 

 

Manche Hütte lockt Filmemacher an 

Bushäuschen. Sie sind berühmt oder berüchtigt, wahre Schmuckstücke oder Schandflecke.

von Anja Hecking

Im Schwarzbuch der Steuerzahler 2006, so wie die in der Gießener Innenstadt, stehen die Buswartehäuschen im Görlitzer Umland nicht. Es gibt hier auch kein Schwarz-Rot-Goldenes, wie in Linden, passend zur Fußball-WM. Aber bei Bauweise, Größe, Nutzungsvielfalt und Zustand können die Görlitzer "Umländler" ohne weiteres mithalten.
  So viele Bushäuschen wie Haltestellen gibt es zwischen A wie "Abzweig Holtendorf" und Z wie "Zodel Schule" aber nicht. Das müssten dann immerhin über 90 sein.  ...
... Auf schrägen Füßen behauptet sich das Wartehäuschen „Fiedler“ in Döbschütz. „ Das heißt so nach einer Frau die hier mall gelebt hat“, erzählt eine Anwohnerin. Da gab es einst auch einen kleinen Laden mit einer Poststelle. Heute ist das schmale am Hang stehende Bushäuschen besonders bei dem Schülern sehr beliebt. Eine große Mülltonne steht vorsorglich darin. Das rnassiv gebaute „Trodler“-Häuschen in Arnsdorf fällt durch seine fünf Öffnungen auf. Eine für den Türrahmen, zwei links und rechts daneben für die Fenster, und an den Seitenwänden auch noch zwei als Gucklöcher. Für die Arnsdorfer Kurzfilmer war es Drehort. Ein Hexenhäuschen finden die Fahrgäste nicht weit entfernt, zwischen Hilbersdorf und Königshain. Lauter Pfefferkuchen zieren die Unterstellmöglichkeit am Straßenrand. Passend zum Namen "Schäferei" haben die Bushäuschenmalkünstler hier die Innenwände mit Schäfchen versehen. Bei so viel Ideen sollte den Bushäuschen auch einfach ein wenig mehr Achtung gebühren. Weder Müll noch Schmiererein stehen ihnen gut zu Gesicht. Und immerhin verkürzen sie, womit wir einen großen Teil unseres Lebens verbringen: das Warten.

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Sigrid Vogt bereitet einen ihrer Beratungstermine vor.  Foto: Bernhard Donke

Direkt vor Ort im Einsatz

Melaune. Einmal im Monat kommen die Mitarbeiter der Jugendhilfeagentur Niesky zur Beratung für Bürger.

von Bernhard Donke

Sigrid Vogt fährt immer öfter aufs Land - und zwar beruflich. Denn die Nieskyer Jugendhilfeagentur, bei der sie arbeitet, will sich zukünftig noch stärker um das Umland kümmern. "Wir wollen den Jugendlichen vor Ort beratend zur Seite stehen und uns ihre Probleme anhören", erklärt sie, während sie sich für das Beratungsgespräch in Melaune vorbereitet.
  Doch sie ist nicht nur für die Jugendlichen da, sondern erhofft sich zudem, dass auch ältere Bürger den Kontakt suchen. "Oft ist es doch so, dass die Menschen Hemmungen haben, sich uns anzuvertrauen und mit uns über ihre Probleme zu sprechen.  Diese Hemmschwelle versuchen wir mit den Beratungen in ihrer vertrauten Umgebung abzubauen." Die Mitarbeiter der Jugendhilfeagentur fühlen sich vor allem als Ansprechpartner bei Anfragen, Problemen und Schwierigkeiten im persönlichen Umfeld.  Sie ist außerdem Anlaufstelle für Vereine, Jugendclubs und Initiativen und tritt unter anderem als Vermittler zum Allgemeinen Sozialen Dienst des Jugendamtes auf.
  In Vierkirchen konnte bereits ein Projekt auf die Beine gestellt werden: die "Jugendinitiative Vierkirchen". Sie will mit dazu beitragen, das sportliche und kulturelle Leben im Ortsgebiet zu beleben. Der erste Höhepunkt, den die jugendlichen gemeinsam mit der Jugendhilfeagentur gestalten wollen, ist en Streetball-Turnier am 21. Oktober. Beginn ist 10 Uhr im Eisstadion am Burgberg in Melaune.

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+++ Sächsische Zeitung, Donnerstag, 12. Oktober 2006 +++

Sorgfältig kontrolliert Hobby-Imker Reinhold Kosan die Bienenstöcke. Er bereitet sie derzeit für die Überwinterung vor. Danach haben die Bienen Ruhe bis zum kommenden Frühjahr.  Foto: Bernhard Donke

 

Bei Kälte werden sogar die Bienen zahm 

Arnsdorf. Hobby-Imker Reinhold Kosan ist mit der zu Ende gehenden Honigsaison zufrieden.
von Bernhard Donke

  Es ist ein sonniger warmer Herbsttag. Für die meisten Imker ist das Bienenjahr damit beendet.  Jetzt haben die Insekten Ruhe bis zum Frühjahr, wenn die ersten Sonnenstrahlen zum Ausflug locken.
  So hält es auch Hobbyimker Reinhold Kosan aus Vierkirchen-Arnsdorf. Sorgfältig prüfend geht der Blick des Imkers in die Bienenkästen seines Standes, um festzustellen, ob auch noch alles in Ordnung ist. Er benötigt dazu nicht die üblichen Utensilien wie Hut, Schleier und Imkerpfeife. "Zu dieser kalten Jahreszeit schwärmen die Bienen nur sehr wenig aus und sind auch nicht mehr so aggressiv", sagt Reinhold Kosan beruhigend.
          Ruhe nach letzter Fütterung
  Den letzten Honig des Bienenjahres entnahm der Hobbyimker bereits Mitte August aus den Bienenstöcken. Dabei wurden bereits die Waben und der Zustand der Weisel, (der Königin) kontrolliert. Nach ihrer Säuberung wurden die Waben wiedersorgfältig eingesetzt, und heute erfolgt nochmals eine Kontrolle derselben, erklärt Kosan, der sich seit seiner Jugend der Imkerei verschrieben hat. Nach der letzten Fütterung haben die, Bienen dann Ruhe bis ins kommende Frühjahr, wenn die ersten warmen Sonnenstrahlen und Temperaturen von 14 Grad Celsius die Tiere wieder zum Flug anregen.
  Zurzeit ist eine Zufütterung mit Zuckerlösung nicht notwendig. In den Zwischenmonaten von Oktober bis zum Frühjahr kommenden Jahres wird der Imker trotzdem hin und wieder einen kontrollierenden Blick in sein Bienenhaus werfen, um bei Eventualitäten sofort reagieren zu können. Um seine Bienen vor der gefährlichen Milbe und der Amerikanischen Faulbrut (eine Infektionskrankheit) zu schützen, setzt Reinhold Kosan Ameisensäure in seinen Bienenkästen ein.  Bienenverluste durch Krankheiten musste der Hobbyimker zum Glück nicht hinnehmen.  Das ging aber nicht allen Imkern der Region so. Einige beklagten im Frühjahr Verluste durch einen Milbenbefall ihrer Bienenstöcke.
  Für den Imker Reinhold Kosan ist das nun zu Ende gehende Bienenjahr aber ein gutes. Die Witterung während der gesamten Trachtenzeiten, insbesondere während der Rapstracht, war günstig. Das wirkte sich natürlich positiv auf das Ergebnis aus. Der gesammelte Honigvorrat reicht für die Familie und den gesamten Bekanntenkreis. Alle, egal ob Jung oder Alt, profitieren nun von der fleißigen Arbeit der Bienen bis zur nächsten Honigernte, genießen den Honig als süßen Brotaufstrich oder Süßungsmittel für den Tee.

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Blütenpracht am Catalpa

Gut 650 bis 800 Blüten trägt der Trompetenbaum (Catalpa) von Horst Brinner in Vierkirchen-Buchholz. Auf dem Grundstück stehen gleich acht Bäume, deren Blüten die Betrachter in diesen Tagen in den Farben, weiß, gelb und rosa erfreuen. Im Spätherbst, bei noch frostsicherem Wetter, werden die Pflanzen auf entsprechende Raumgröße zurückgeschnitten und überwintern in einen frostsicheren Raum.     Foto: Bernhard Donke

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+++ Sächsische Zeitung, Mittwoch, 11. Oktober 2006 +++

60 Kilogramm Weißkraut hobelt Sabine Thiel jedes Jahr für die Familie zu Sauerkraut ein.  Das ist dann der gesamte Jahresvorrat an Sauerkraut für die Familie.  Foto: Bernhard Donke

 

60 Kilogramm Kohl in feinen Streifen  

Döbschütz. Sabine Thiel hobelt sich seit Jahren das Sauerkraut selbst.

von Bernhard Donke

Noch kann man es Duft nennen. Im Haus der Familie Thiel in Döbschütz riecht es nach frischem Weißkraut. Sabine hat gerade begonnen, in der angrenzenden Garage Weißkraut einzuhobeln. In einer großen Zinkwanne hat sich bereits eine ganze Menge dieses fein geschnittenen und stark riechenden Krauts angesammelt. 60 Kilogramm Weißkraut stehen bereit, um von der Hausfrau in feine Streifen gehobelt und zu Sauerkraut verarbeitet zu werden.
          Diesmal keine Helfer
 "Das wird unser gesamter Sauerkrautvorrat für die nächsten Monate bis zur neuen Weißkrauternte", sagt die Hausfrau, während sie kräftig am Krauthobel dreht. "Es ist seit Generationen Tradition in meiner Familie, dass wir unser Sauerkraut selbst machen."
  In den vergangenen Jahren hatte stets die Verwandtschaft mitgeholfen. "In diesem Jahr kann mir leider niemand helfen, weil sie alle arbeiten müssen", sagt Sabine Thiel. So muss die Hausfrau alle Arbeitsgänge vom Krautausputzen bis hin zum Einstampfen des gehobelten Weißkrautes in die bereitstehenden Tonkruken selbst machen.
  Das fein gehobelte Weißkraut, das sich in der Wanne ansammelt, wird anschließend in die bereitstehenden Tonkruken mit viel Kraftaufwand hineingestampft. Dazu kommen Salz und andere Gewürze, die und deren Menge uns aber die Hausfrau nicht verraten möchte. "Nein, das bleib unser Familiengeheimnis, was wir so in das Kraut hineintun", sagt sie und hobelt fleißig weiter. So hat jeder Haushalt, der hier in Döbschütz noch Weißkraut selbst zu Sauerkraut einhobelt, sein ganz privates und geheimes Rezept, das man auch den besten Freunden nicht preisgibt.
"In Döbschütz ist das Krauteinhobeln, wie man hier die Sauerkrautherstellung bezeichnet, seit Generationen verwurzelt.  Hier wird So wird's Kraut sauer diese Arbeit noch in vielen Familien praktiziert. Da aber nicht jede Familie im Besitz eines Krauthobels ist, wird dieser von Haus zu Haus zur Einhobelzeit verborgt", erzählt Sabine Thiel.
          Erfahrung in der Kraut-Fabrik
  Früher, zu DDR-Zeiten, war das Krauthobeln übrigens nicht nur ein Hobby.  Für Sabine Thiel war es ein Beruf Sie arbeitete in der sehr bekannten Sauerkrautfabrik Weicha bei Weißenberg.  "Schade, dass da nichts mehr hergestellt wird und die Fabrikanlagen dem Verfall preisgegeben sind.  War doch Sauerkraut aus Weicha zu dieser Zeit ein sehr bekanntes, geschätztes Produkt."

So wird Kraut sauer

- Das eingestampfte Weißkraut samt Salz und Gewürze wird an einem mäßig warmen Ort (ca. 20-23 Grad Celsius) aufbewahrt, Bei diesen Temperaturen können sich Milchsäurebakterien bilden, die das Kraut zum Gären bringen.
- Dabei muss man streng darauf achten, dass keine Luft an das Kraut kommt, da sich sonst Fäulnisbakterien bilden können, die das Kraut verderben würden.
- Nach drei Wochen so genannter Reifezeit stellt die Hausfrau die Kruken mit dem gegorenen Kraut, die aber immer noch luftdicht verschlossen sein müssen, an einen kühlen Ort.

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+++ Sächsische Zeitung, Sonnabend, 7. Oktober 2006 +++

Keineswegs nur rühmliche Geschichten sind auf der Straße zu finden. in Arnsdorf-Hilbersdorf ist es um die Ortsdurch fahrt schlecht bestellt.    Foto: P. Wilhelm

Wo man Lehrer dreimal grüßt

Viele Geschichten, gute und weniger gute, liegen auf der Straße.  Schauen wir nach.  Heute an der Dorfstraße in Arnsdorf-Hilbersdorf
STRASSENANSICHTEN

von Ullrich Martin

  Genau zwei Kilometer ist sie lang, die Kreisstraße und Ortsdurchfahrt in Arnsdorf-Hilbersdorf.  Kommt man aus Richtung Königshain, zeigt sie sich etwa auf 200 Meter recht passabel. Der nächste Kilometer aber kann Geschichten erzählen. Leider weniger gute. Das holprige Pflaster, unterbrochen von immer mehr abplatzenden Teerschichten, Löcher, Rinnen, geschweige denn ein Randstreifen, lassen die Dorfbewohner, ob motorisiert oder per Fuß, verzweifeln. Radfahren wird zur Lebensgefahr. Seit Jahrzehnten geht das schon.
          Markierungen aus Hartplaste
  Seitens des Baulastträgers gibt es zurzeit nur Geschwindigkeitsbegrenzungen von 30 km/h. Die hält kaum einer ein. Und rot-weiße Randmarkierungen aus Hartplaste. Die stehen dort, wo es ganz eng ist, sich Straßenrand und Hauswand geradezu berühren. Zum Beispiel am Haus Nummer 166. Dort wohnt Susanne Müller seit 2 Jahren mit ihrer Familie. "Wir waren schon aus Görlitz den Straßenlärm gewöhnt. So war das keine große Umstellung, zumal die beiden Kinder nachts richtige Schlafmützen sind. Vor Jahren muss das ja vor allem mit dem Schwerlastverkehr viel schlimmer gewesen sein", sagt die junge Frau. Aber wehe, der Königshainer Tunnel wird mal wieder gesperrt und das kommt im Jahr mehrmals vor, dann rollt ein Teil des Autobahnverkehrs Tag und Nacht durch den Ort. "Das hält kaum einer aus. Die Kinder kommen nur auf Umwegen zur Haltestelle des Schulbusses." Besonders schlimm ist es im Winter, wenn bei Schneefall nach 4 Uhr der Schneepflug die Straße räumt. "Dann denke ich, der nimmt das ganze Haus mit."
  Wie SZ-Recherchen Mitte der 90erjahre ergaben, lagen da schon im Landratsamt Baupläne und Versprechungen für die Kreisstraße vor. Leider nur in der Schublade, bis heute. Der Grund: Erst muss der Abwasserkanal für den Anschluss des Ortes an das öffentliche Netz unter die Straße.
  Ein Arnsdorfer weiß dazu eine ganz andere Geschichte: Der Kanal soll ganz woanders verlaufen. Und das Tempo, wie sich das Projekt Abwasser auf Arnsdorf-Hilbersdorf zu bewegt, gleicht dem einer Schnecke. Ortsvorsteher Peter Gloger stellt fest: "Wir müssen halt weiterhin mit der wohl schlechtesten und unsichersten Dorfdurchfahrt im Landkreis leben".
  Eine gute Geschichte erzählt die sogenannte "Alte Schule". Nur wenige Meter von der Stelle entfernt, wo die Straße Richtung Autobahn wieder einigermaßen befahrbar ist, befindet sich der ockerfarbene Gebäudekomplex 1843/44 begann es mit einem Klassenzimmer und Lehrerwohnung, um 1910 erfolgte der Erweiterungsbau, 15 Jahre später kam ein Lehrerwohnhaus mit Klassenzimmer dazu. Etwas weiter oben, am Berg. Leider vergaß der Architekt damals das Klo für die Wohnung. So musste die Lehrerfamilie jedes Mal runter in die Schule, um dort die Toilette zu benutzen.
          Freitags war Straftag
  Auch Margarethe Karrasch, 1929 eingeschult, erinnert sich an das Klassenzimmer auf dem Berg „Dort lernten die Klassen eins bis vier. Wir hatten viel Respekt, aber keine Angst vor dem Lehrer. Allerdings war freitags immer Straftag. Da gab's was mit dem Rohrstock, doch nur für die Jungs.
  Lachend setzt die 83-Jährige hinzu. "Die Lehrer mussten wir immer ganz höflich grüßen, selbst wenn wir ihnen dreimal am Tage auf der Straße begegneten."

1998 "lief“ die Arnsdorfer Grundschule aus. Doch Stillstand, den wollte keiner so richtig wahrhaben.  Die Schule wurde zur Sache der Gemeinde, nach eigenen Vorschlägen um- und ausgebaut als Vereinshaus, Kindergarten, Krippe, Hort und Gemeindezentrum. Ein neues Gerätehaus für die Freiwillige Feuerwehr Arnsdorf/Hilbersdorf kam gleich noch hinzu. So entstehen neue Geschichten.

Stolperstein: ehemaliges Gemeindeamt

- Bis 1992 war in der Nummer 165 das Gemeindeamt untergebracht. Seitdem ist in dem Grundstück am Arnsdorfer Wasser nichts mehr los. Auch der Verkauf brachte nichts ein. 
- Die Bausubstanz ist seitdem nicht besser geworden. Nur an der Trockenlegung des Fundaments wurde etwas getan.
- Gestapelte Mauerziegel an der Straßenseite lassen auf bessere Zeiten für das einstige Häuslerhaus hoffen. Dem Ortsbild an der Dorfstraße würde das gut tun.

S e p t e m b er   2 0 0 6

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+++ Sächsische Zeitung, Donnerstag, 28. September 2006 +++

Elviera Reimann, Jutta Renner und Gabriele Kreusch (von rechts) bereiten die herbstliche Bastelstraße für das Fest vor.   Foto: C. Junghanß

Nadeln aus Holz im Heuhaufen suchen 

Buchholz/Tetta. Der Herbst steht vor der Tür, und die Ortsansässigen begrüßen die Jahreszeit mit einem Fest.
von Constance Junghanß

  Langsam färben sich die Blätter der Kastanienbäume im Buchholzer Schlosspark bunt. Stachelige Hüllen platzen und lassen die bei Kindern so beliebten glänzenden Samen herausfallen. Seit kurzem sammeln in dem Vierkirchener Ortsteil auch Erwachsene die braunen Kugeln. Gedacht sind die Kastanien für das Herbstfest.
Ins Leben gerufen wurde die jahreszeitlich angehauchte Party vom Kultur- und Sportverein Buchholz/Tetta in Zusammenarbeit mit der Ortsfeuerwehr. "Grundidee war damals, dass viele umliegende Gemeinden ein Oktoberfest feierten", erzählt Gabriele Kreusch. Genau in der gleichen Form wollten die Buchholzer ihren Saisonabschluss nicht begehen. Der Gedanke ein Herbstfest durchzuführen, setzte sich durch. 
          Schmuck aus der Natur
  Mittlerweile steigt die Veranstaltung zum elften Mal. Jedes der 20 Vereinsmitglieder packt bei den Vorbereitungsarbeiten mit an. Denn noch ist eine Menge zu tun. Für die Bastelstraße muss Material besorgt werden. Kürbisse oder Äpfel spendieren Vereinsmitglieder aus dem eigenen Garten. Naturmaterialien sammeln Frauen und Männer eigenhändig. Entstehen sollen daraus zum Herbstfest Teelichter, Gestecke und Tischschmuck. "Wir backen außerdem den Kuchen selbst. Mit dem Erlös refinanzieren wir unsere Ausgaben", sagt Gabriele Kreusch, die ehrenamtlich seit zehn Jahren im Vereinshaus arbeitet. Die Buchholzer organisieren einige kleine aber feine Höhepunkte. Ein Puppenspieler aus Bautzen präsentiert das Märchen für die Jüngsten, Ponys laden zum Reiten ein, Knüppelkuchen backen, Hüpfburg, Lampionumzug und witzige Spiele stehen ebenfalls auf dem Plan.  Gesucht werden darf zum Beispiel die berühmte "Nadel im Heuhaufen".  Damit dieses Vorhaben aber nicht ganz so schwer wird und sich niemand in die Finger sticht, kommen statt der winzigen Metallnadeln mehrere hölzerne Nähutensilien in die Strohbunde.
           Gummikuh zum Melken
  Geschicklichkeit ist aber auch beim Schubkarrenrennen gefragt. Einfach den Karren über die Wiese zu bugsieren, wäre zu simpel.  Deshalb müssen die Teilnehmer in der Staffel mit Gummistiefeln und Stallbekleidung antreten.
 Wer schon immer mal eine Kuh melken wollte, ist beim Herbstfest genau richtig.  Eine echte Milchspenderin kommt jedoch nicht zum Einsatz. Vielmehr darf an einem Gummimodell gezuppelt werden.
  "Bei den Spielen sollen sich Eltern mit ihren Kindern gemeinsam mal richtig austoben", sagt Gabriele Kreusch.  Und die Buchholzerin verrät zudem, dass es zur Belohnung kleine Preise gibt.  Auch bei der Tombola winken Gewinne, und das sogar bei jedem Los.  Gespendet haben die Preise ortsansässige Firmen.  "Dafür sagen wir ganz herzlich Dankeschön", gibt Gabriele Kreusch den Dank weiter.

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+++ Sächsische Zeitung, Dienstag, 26. September 2006 +++

Ricky Nennemann, Mutti Katja und Tante Fanny (v.l.) aus Melaune bestaunten die erst drei Tage alten Putenküken im Glaskasten.   Foto: B. Donke

 

Küken, Stände, Tombola 
Prachenau. Das dritte Hoffest auf der Putenfarm Paul Hoke war ein Erfolg.
von Bernhard Donke

Außerordentliches Interesse bei der Besichtigung der Hof- und Farmanlagen zeigten die Besucher des dritten Hoffestes auf der Putenfarm in Prachenau. Besonders die Aufzucht und Haltung vom Putenküken bis hin zur schlachtreifen Pute, die einmal als Festtagsbraten oder verarbeitete Delikatesse unseren Speiseplan bereichern soll, stießen auf Interesse. Auf Fragen, die sich den Besuchern während der  Besichtigung der Ställe und Anlagen stellten, waren die Mitarbeiter gern bereit zu antworten. Vor allem Fragen, die sich um die Gefahren der Massentierhaltung und die damit verbundene Anfälligkeit für Infektionskrankheiten drehten, beschäftigten die Hoffestbesucher. Auch die erst unlängst aufgetretene Vogelgrippe mit ihren auch für Menschen gefährliche Formen gehörten dazu. Aufgebaute Stände mit einem sehr reichhaltigen Angebot aus Putenfleischspezialitäten sorgten dafür, dass kein Besucher hungrig blieb. Bei einer Tombola konnte man schöne Preise gewinnen, und die Melauner Feuerwehrkapelle sorgte für eine unterhaltsame musikalische Umrahmung des dritten Hoffestes. Erstmals konnten die Besucher die noch provisorisch eingerichtete Heimatstube "Prachenau" auf dem Farmgelände besichtigen. Eine Ausstellung historischer landwirtschaftlicher Maschinen und Geräte im weitläufigen Hofgelände rundeten das gelungene Hoffest auf der Putenfarm Paul Hoke ab.

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+++ Sächsische Zeitung, Montag, 18. September 2006 +++

Kirmes rund um die Kartoffel

 

Melaune feierte am Wochenende seine Kirmes. Am Fuße des Burgbergs erlebte das Publikum zahlreiche Attraktionen. Musikalisches wechselte sich ab mit Informationen, Speisen und Spielen rund um die Kartoffel. Kinder konnten so zum Beispiel lustige Kartoffelmännchen basteln. Foto: Constanze Junghanß

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+++ Sächsische Zeitung, Donnerstag, 14. September 2006 +++

Heiße Musik im Eisstadion
Melaune. Auf der Kirmes am Wochenende spielen die Waltersdorfer Quirle.
von Bernhard Donke

  Es herrscht emsiges Treiben rings um das Melauner Eisstadion. Mitglieder des Heimatvereins Döbschütz/Melaune und die Landfrauen Melaune bringen das Gelände am Fuße des Burgberg auf Vordermann. "Wir bereiten die traditionellen Melauner Kirmesfeiertage am Wochenende vor", sagt Herbert Riedel, der Vorsitzende des Heimatvereins, ohne seine Arbeit zu unterbrechen. Die Kirmes ist seit vielen Jahren der kulturelle Höhepunkt im Ort.
  Schon in den ersten Tagen des neuen Jahres machen sich die Organisatoren Gedanken, was man für die Kirmes auf die Beine stellen könnte. "In diesem Jahr hoffen wir, mit den beiden Vollblut-Volksmusikern Kathrin & Peter aus dem Waltersdorfer Quirle-Haus den Geschmack unserer Gäste getroffen zu haben" sagt Riedel und fügt hinzu: "Es wird immer schwieriger, etwas zu finden, was die Leute noch zu den Volksfesten lockt. Außerdem ist alles auch eine Frage der Finanzen, denn was man ausgibt, möchte man auch wieder einspielen."
  Trotzdem haben die Melauner in diesem Jahr den gesamten Freitag und den Kirmessonnabend bis 21 Uhr als eintrittsfrei erklärt.
  Viel halten die Melauner auch von der Tradition: Jährlich wird die Kirmes am Freitagabend mit Fackelumzug und Feuerwerk eröffnet.  Weitere Dauerbrenner sind der Festgottesdienst am Sonntagvormittag in der Melauner Kirche, der Wettbewerb "Wer stellt den originellsten und schönsten Erntekorb her?" und das Preiskegeln.
  Am Kirmessonntag kann sich der Gast in diesem Jahr in einer kleinen Ausstellung über den wohl ber-ühmtesten Sohn und Mitbürger des Ortes, den Architekten und Kirchenerbauer Julius Fritsche, inform,ieren. "Selbstverständlich haben wir auch an unsere jüngsten Besucher gedacht. Die können sich an den von den Schaustellern aufgestellten Volksbelustigungen an allen drei Tagen vergnügen", sagt Herbert Riedel. Nun hoffen die Veranstalter nur noch, dass Petrus mitspielt, damit recht viele Besucher den Weg nach Melaune ins Eisstadion finden.

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+++ Sächsische Zeitung, Mittwoch, 13. September 2006 +++

Barbara Brauer, Eveline Hasse und Anja Bürger (von links) haben in Hilbersdorf begonnen, Äpfel der Sorte Reglinde zu ernten.   Foto: Bernhard Donke

Dieses Jahr sind die Äpfel viel zu klein

Hilbersdorf. Im Stadtgut Görlitz hat die Ernte begonnen. Für die Saisonkräfte ist das kein Zuckerschlecken.
von Bernhard Donke

  Auf den Plantagen in Hilbersdorf und Kunnerwitz in Görlitz begann am Montagmorgen die Apfelernte des Stadtgutes. "Die Ernte wird sehr ertragreich, aber leider mit dem Manko, dass viele der geernteten Äpfel nicht die qualitätsgerechte Größe haben", sagt Maik Schwarzbach, der Leiter Obstbau in der Görlitzer Stadtgut GmbH auf dem Hof der Apfelplantage des Stadtgutes in Hilbersdorf. Der Abteilungsleiter war gekommen, um die Saisonkräfte und Mitarbeiter des Stadtgutes in die beginnende Ernte einzuweisen.
          Trockenheit hat geschadet
  Grund für die geringe Fruchtgröße sei in erster Linie die diesjährige Trockenperiode im Juni und Juli, die das Wachstum der Äpfel negativ beeinflusste. "Das schmälert natürlich das Ergebnis der diesjährigen Apfelernte, bei der wir mit etwa 600 bis 700 Tonnen rechnen", so Schwarzbach. Die Ernte beginnt mit den Herbstapfelsorten, die zum sofortigen Kauf bestimmt sind, oder – wenn sie nicht die entsprechende Qualität und Größe haben - als Mostgut an eine Mosterei oder Kelterei verkauft werden. Auch in diesem Jahr sind für die bis November gehende Apfelsaison viele Helfer als Saisonkräfte auf den Plantagen des Gutes beschäftigt.
          Richtiger Griff ist wichtig
  Barbara Brauer ist nicht zum ersten Mal dabei und weiß, wie der Hase bei der Apfelernte läuft. "Es ist entscheidend, dass wir die Äpfel qualitätsgerecht, also ohne Druckstellen oder andere Beschädigungen, vom Baum und Spindel in die bereitstehenden Plasteeimer pflücken.", sagt sie. Um das zu schaffen, braucht man den richtigen Griff zum Apfel und ein gutes Auge, um Schadstellen sofort zuerkennen.
  Anja Bürger ist das erste Mal als Saisonkraft bei der Apfelernte. Noch fehlt der routinierte Blick auf die Äpfel, aber das wird sich ändern.  Ein Zuckerschlecken ist die Apfelernte nicht: Das ständige Pflücken der Äpfel und Tragen,. der schweren Eimer ist kräftezehrend und verursacht schon mal Rückenschmerzen.  "Da muss man einfach durch, und ich werde ja auch von Eveline Haase, einer sehr erfahrenen Mitarbeiterin des Stadtgutes bestens angeleitet", sagt die junge Frau lächelnd.
  Später, Ende September bis hinein in den November, werden dann die Winteräpfel gepflückt. Diese sind für die Lagerung bis zum kommenden Frühjahr und Sommer bestimmt.

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Diego Scholz (Zweiter von links) erklärt im Armenhaus anhand eines Modells, künftige Projekte des Vereins.     Foto: Constanze Junghanß

Die Slawenzeit hält Einzug im Armenhaus
Melaune
. Die Miliener stellen Projekte zum Tag des offenen Denkmals vor. Korbmacher-Handwerk soll wieder zum Leben erweckt werden.

von Constanze Junghanß

  Die "Milzener" sind der Geschichte der Region auf die Spür gegangen. Zum Tag des offenen Denkmals stellte der Verein aus Melaune ein weiteres Projekt im Ort vor. Bereits 2003 erwarben die Mitglieder von der Gemeinde Vierkirchen das ehemalige "Armenhaus" in Melaune. "Letzter Bewohner war Martin Starke, ein Korbmacher", erzählt Manja Richter.
  Sein damaliges Handwerk wieder zum Leben zu erwecken ist eines der Ziele. Dieses Handwerk soll zukünftig in musealer Form wieder an, orginaler Stelle gezeigt werden. Am Denkmaltag konnten sich die zahlreichen Besucher des Hauses Nummer 28 ein Bild von der Vereinsarbeit und den geplanten Projekten machen. Mittelalterliche Weisen erklingen. Es gibt frisch gebackenen Kuchen und ein leinenes Sonnensegel mit darunter aufgestellten Sitzmöglichkeiten lädt zum Verweilen ein.
          Sanierung mit Eigenleistung
  Gäste haben die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Denn noch ist viel zu tun. Der Dachboden muss ausgebaut, Wände erneuert oder der Fußboden saniert werden. Dabei spielt der Denkmalschutz eine wichtige Rolle. Finanziert wird die Sanierung, die mit rund 42 000 Euro zu Buche schlägt, aus Eigenmitteln, Eigenleistungen und eingeplanten Fördermitteln.
  Der Vereinsvorsitzende Diego Scholz möchte vorwiegend ortsansässige Firmen in die Sanierung einbeziehen. Und die Mitglieder selbst werden fleißig mit Hand anlegen. "Die heutige Veranstaltung ist eine Präsentation von dem, was wir in Melaune machen wollen", sagt er.
          An Ideen mangelt es nicht
  So staunen Besucher über ein Modell des Ortes rund um den Burgberg, auf dem die zahlreichen Projekte dargestellt sind. Neben einem mit der Gemeinde erarbeitetem Konzept zur Erstellung eines Naturund Geschichtslehrpfades und dem Freilichtmuseum für slawische Frühgeschichte entsteht am Melauner Eisstadion ein Abenteuerspielplatz mit pädagogischer Begleitung, der von der slawischen Zeit angehaucht ist.
  Ein "Burgwall" aus Holz, versehen mit Netzen, Seilen, Rutsche, Winden und Brustwehr sowie Pferdewippen, lädt künftig nicht nur die Kinder aus dem Ort zum erkunden ein. "Wir wollen dieses Projekt pädagogisch begleiten", sagt Manja Richter. Die junge Frau weiß auch, wie das Armenhaus zu seinem Namen kam. Vor allem wohnten dort zu früheren Zeiten Flüchtlingsfamilien und Witwen. Die Zimmer scheinen gegenüber den heutigen Verhältnissen winzig.
          Büro und Heimatstube
  Der Verein möchte hier seinen Hauptsitz mit Büro sowie eine Heimatstube errichten und erforschen, wie die Menschen im Haus anno dazumal in Melaune gelebt haben.  "Dazu sind wir auf Auskünfte von heutigen und ehemaligen Einwohnern angewiesen", sagt Manja Richter.  Die Milzener würden sich über möglichst viele Informationen freuen.
   - Melden können sich Auskunftswillige bei Diego Scholz, 02894 Melaune 67, Telefon 035827/7 30 52 oder über die Gemeinde Vierkirchen. 

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+++ Sächsische Zeitung, Montag, 11. September 2006 +++

Blicke in Verlies und Küche des Wasserschlosses

Döbschütz. Das Wasserschloss Döbschütz hatte am Sonntag anlässlich des Tages des offenen Denkmals geöffnet. Die Schlosseigentümer Sylke und Thomas Rößler hatten sich eigens als die einstigen Herren von Debschitz kostümiert, denen das Schloss von 1218 bis 1280 gehörte und die dem Ort den Namen gaben. In den Kellerräumen zeigte Thomas Rößler den Besuchern das einstige Verlies und die Schlossküche. Im historischen Königszimmer, in dem der böhmische König Wladislaw 1174 verstorben sein soll, zeigte Sylke Rößler alles Sehenswerte. Über mangelnden Besuch brauchte sich das Schossherrenpaar nicht zu beklagen. Der Besucherstrom riss bis in die späten Nachmittagsstunden nicht ab. (bd)

 

Sylke Rößler zeigt das historische Königszimmer Foto: B. Donke

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So soll die Mühle mit Beendigung der Baumaßnahmen im nächsten Jahr einmal aussehen Repro: Archiv Constanze Junghanß

Zartes Birkengrün auf der Wassermühle
Melaune.
Die künftige euroregionale Begegnungsstätte wächst weiter. Inzwischen wurde Richtfest gefeiert.

von Constanze Junghanß

  Für die "Alte Wassermühle" in Melaune wurde jetzt das Richtfest gefeiert. Zartes Birkengrün zierte Ende vergangener Woche den Dachfirst, und die Zimmerleute gaben dem Projekt gute Wünsche mit auf den Weg. Vierkirchens Bürgermeister Andreas Nedo benötigte einige feste Schläge, um den obligatorischen Sparrennagel einzuhämmern.
  Nun gehen die Sanierungsmaßnahmen weiter.  Das Gebäude wird zu einer euroregionalen Begegnungsstätte ausgebaut (SZ berichtete).  "Die Einweihung soll spätestens im September des nächsten Jahres erfolgen", sagte Andreas Nedo. Erste Veranstaltungen für diese Zeit seien bereits in Planung. So soll zum Beispiel in einer Galerie deutsche sowie polnische Kunst der Partnergemeinde Jedzow Sudecki ausgestellt werden. Im oberen Bereich hält voraussichtlich ein musealer Teil Einzug. Der angrenzende Neubau wird auf den alten Grundmauern errichtet. Hier sollen später einmal Veranstaltungen, Schulungen sowie Kulturangebote stattfinden.
  Bauherr für das Projekt ist die Gemeinde. Sie wird das Objekt zusammen mit dem Heimatverein und dem Milzener-Verein nutzen, bestätigte der Bürgermeister. Letzterer hatte sich vor der Grundsteinlegung Mitte Juli zu den Sanierungsmaßnahmen kritisch geäußert, weil das Fachwerk innerhalb kurzer Zeit ausgesagt werden musste.
  "Diesem Abriss", sagte damals Vereinsvorsitzender Diego Scholz, "wollten wir eigentlich nicht zustimmen." Der Verein möchte die Maßnahmen aber weiterhin begleiten. "Allerdings kommt für uns eine Nutzung nur dann in Frage, wenn es auch ein Freilichtmuseum für slawische Frühgeschichte gibt", sagte Diego Scholz. "Dafür wurden bereits erste Schritte von Seiten der Gemeinde eingeleitet", so der Bürgermeister.

+++ Sächs. Zeitung, Freitag, 8. September 06 +++

 

Herbstputz bei Melaune

Die Straßenränder müssen sich in diesen Tagen einem ersten Herbstputz unterziehen. So wurden an der S 121 zwischen Melaune und Reißaus von Mitarbeitern der Straßenmeisterei Niesky beide Seiten abgemäht und von Unrat beräumt. Die Arbeiten erfolgten trotz des Verkehrs.  Foto: B. Donke

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+++ Sächsische Zeitung, Mittwoch 6. September 2006 +++

POLIZEIBERICHT:

Melaune Im Jugendklub ist einem Mann (27) mit einer Bierflasche das Nasenbein gebrochen worden. Die Kriminalpolizei ermittelt.

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+++ Sächs. Zeitung, Mo 4. Sep 06 +++

Deutsche Krone auf polnischem Altar

Zgorzelec. Jenseits der Neiße gestaltet sich die Erntedankfeier zu einem fröhlichen Volksfest. 
von Frank Fischer

Dass Erntedank nicht nur hinter Kirchenmauern gefeiert wird, zeigte sich am Sonnabend in den Straßen von Zgorzelec. Nach einem Gottesdienst 
...
 Neben so bekannten Gemeinden wie Bogatynia, Zawidow, Sulikow oder Piensk war auch der deutsche Niederschlesische Oberlausitzkreis mit einer Erntekrone vertreten. 
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  Die Erntekrone wurde von den Landfrauen aus Melaune hergestellt und später von der Jury mit dem dritten Platz belohnt. 
...

 

Schlossherrin Sylke Rößler wird zum Tag des offenen Denkmals die Inschriften zeigen. Foto: B.Donke

+++ Sächs. Zeitung, Di. 5. September 2006 +++

Inschriften entdeckt

von Bernhard Donke

Döbschütz. Bei Sanierungsarbeiten im Wasserschloss Döbschütz wurden Inschriften aus den Jahren 1582 und 1594 über den beiden Saaltüren entdeckt. Über der einen steht: “IVSTVS MORTEM CAVET NON PAVET CASPARVS VON FÜRSTENAVER ANNO 1582“. Zu deutsch bedeuten die in lateinischer Sprache geschriebenen Worte “Der gerechte gibt acht auf den Tod, aber ängstigt sich nicht. Casper von Fürstenaver im Jahre 1582.
  Die über der zweiten Saaltür freigelegte Inschrift lautet “NONEST RES MAGNA DIV VIVE (R) E. MAGNVM EST HONESTE ET BEATE MORI ALEXANDER VON FÜRSTENAVER ANNO 1594“, was übersetzt „Es ist keine große Sache, lang zu leben, (aber) es ist was Großes, ehrenvoll und glücklich zu sterben, Beate und Alexander von Fürstenaver im Jahre 1594“ heißt.
  Zum Tag des offenen Denkmals am 10.September sind diese Inschriften erstmals auch der Öffentlichkeit zugänglich.(bd)

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Ines Wilhelm, die künftige Klassenlehrerin der 1.Klasse an der Grundschule Buchholz, legt die Bücher für die elf Jungen und vier Mädchen zurecht, die morgen eingeschult werden.

+++ Sächs. Zeitung, Freitag, 1.September 2006 +++

Mindestens 155 bunte Zuckertüten
Landkreis. Am Montag beginnt für etwa 990 Mädchen und Jungen der Unterricht in den Grund- und Mittelschulen im südlichen Landkreis. 

von Anja Hecking

Mindestens 155 Zuckertüten werden am Sonnabend bei den Schuleintrittsfeiern der sechs Grundschulen im Südteil des Landkreises für leuchtende Kinderaugen sorgen.
...
Kleine Veränderungen und >Verschönerungen wurden genauso in Zodel und Buchholz auf den Weg gebracht, damit sich die Kinder von Montag an beim Lernen wohlfühlen. Die Schulhäuser in Buchholz, Friedersdorf und Königshain werden in mehr oder weniger absehbarer Zeit ihre Türen schließen. Aus Friedersdorf geht es ab dem Schuljahr 2007/2008 nach Markersdorf, aus Königshain zeitgleich nach Ebersbach und aus Buchholz irgend wann einmal in das sanierte Schulhaus in Nieder-Seifersdorf.

A u g u s t   2 0 0 6

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+++ Sächs. Zeitung, Fr, 25. Aug 06 +++

Schlafen im Schloss

von Bernhard Donke

Sich einmal wie ein Schlossherr fühlen, können sich jetzt Gäste im Wasserschloss Döbschütz. Schlossherrenfamilie Rößler hat zwei großzügige Ferienwohnungen ausgebaut. Für ihre Gäste bereitet Sylke Rößler schon einmal die Betten vor. Vom Schloss aus kann der Urlauber die Schönheiten der Region anschauen und sich am Abend am Kamin vom Wandern erholen.

 

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Sächsische Zeitung
Donnerstag, 24. August 2006

Die Zeiten habe sich geändert: Heutzutage muss Andreas Melde als Stellmacher auch andere Gewerke beherrschen - wie  hier das des Tischlers beim Zusammenbau eines Schrankes. Foto: Bernhard Donke

Meldes Wohnwagen nach ganz Europa
Buchholz.
Andreas Melde hat als Stellmacher einen heute seltenen Beruf. Eigentlich aber beherrscht es viele verschiedene Gewerke

von Bernhard Donke

  Es riecht nach frischem Holz und Farbe in der Stellmacherwerkstatt von Andreas melde in Buchholz. Eine Säge kreischt, daneben arbeitet eine Hobelmaschine, und man hat Mühe, sein eigenes Wort zu verstehen
  Die Werkstatt sieht schon lange nicht mehr aus wie eine Stellmacherei vor 60 Jahren. Damals baute ein Stellmachermeister vor allem landwirtschaftliche Hänger, Wagen, Räder und Deichseln aus Holz. "Heute hat sich das Bild des Stellmachers gewaltig geändert", erklärt Andreas Melde: gerade ist er mit dem Einbau eines Wandschrankes in einen Containerwohnwagen beschäftigt. "Eigentlich eine Aufgabe für eine Tischler, aber heute müssen wir Handwerker in der Stellmacherbranche viele Gewerke und Tätigkeiten beherrschen", sagt er -aber er kann dabei lächeln.
  "Früher gab es in jedem Dorf einen Stellmacher, der sich mit der Herstellung landwirtschaftlicher Geräte beschäftigt. Heute sieht die Sache ganz anders aus", weiß Andreas Melde. Er selbst hat trotzdem noch den Umgang mit den üblichen Handwerkszeugen wie Säge, Stechbeitel oder Hobelmaschine erlernt und 1990 den Meistertitel erworben. Noch heute könnte wer ohne große Überlegungen ein Wagenrad herstellen, wie er lächelnd erzählt.
          Das Bild hat sich verändert
  Dabei hatte Andreas Melde anfangs den Beruf des Karosseriebauers erlernt und ist erst über eine Umschulung im Jahr 1982 zum Stellmacherhandwerk gekommen. Ein Grund dafür war die Suche des Familienunternehmens nach einem Nachfolger." Und außerdem wurde mir die Liebe zum Holz schon in die Wiege gelegt", fügt der 44-Jährige lächelnd hinzu. Heute arbeitet Andreas Melde als vierte Generation in der 1898 gegründeten Stellmacherei seines Urgroßvaters. Auf den Wohnwagenbau hatte sich schon sein Großvater Wilhelm in den 1920er Jahren verlegt - zu einer Zeit, als der Bedarf an Produkten des Stellmachers wie Wagenräder, Sensenwürfe oder Futtertröge allmählich schwand. Während sein Vater noch Wohnwagen in Holzbauweise für den damaligen Staatszirkus der DDR baute, musste sich sein Sohn nach der Wende auf die Containerbauweise umstellen. Jetzt sind hauptsächlich Schausteller seine Auftraggeber, denen er die mobilen Unterkünfte baut. Neben seiner Werkstatt macht dies nur noch eine andere Stellmacher-Wagenbauwerkstatt im Leipziger Land.
          Qualität setzt sich durch
  Das heißt aber nicht, dass sie ein Monopol haben. Ausländische Konkurrenz macht auch ihnen zu schaffen. Da helfe nur solide und gute Qualitätsarbeit: "Unsere Wohncontainer und Wohnwagen verkaufen wir europaweit", sagt der Meister nicht ohne Stolz, "natürlich lässt die Ausstattung an nichts zu wünschen übrig. Neben modern ausgestatteten Räumen kann man nach Wunsch auch die rustikale und volkstümliche Variante bekommen." Und dann ruft auch schon wieder die Arbeit...

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Sächsische Zeitung
Dienstag, 22. August 2006

Dixie allein gegen drei Königshainer Oldies
von P. Wilhelm

Höhepunkt des Arnsdorfer Sommerfestes am Wochenende war ein freundschaftlicher Fußballvergleich zwischen den Traditionsmannschaften der Dresdner Dynamos und des SV Königshain. Auch wenn es um nichts als die Ehre ging, gekämpft wurde trotzdem. Hier duelliert sich Dixie Dörner (55Jahre, in Gelb) mit dem SVK-Kapitän Roland Maiwald.  Burkhard Eichler (links), Uwe Jähnig (verdeckt) und Rainer Pinkert (rechts) beobachten die Szene.  Am Ende behielten die Dynamos – außerdem mit Hartmut Schade, Reinhard Häfner, Dieter Riedel und Andreas Diebitz in ihren Reihen mit 10:3 die Oberhand:. Roland Maiwald nach dem Spiel "Das war für mich noch mal ein Höhepunkt meiner Karriere.“ Foto: P. Wilhelm  

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Sächsische Zeitung
Montag, 21. August 2006

Paul Marko (links) und Marko Römisch sind große Dynamo-Fans

Zehnmal traf der Ball ins Tor des Gegners
Arnsdorf.
Dynamo Dresden betrat den grünen Rasen und lockte Besucher in Massen.
von Constanze Junghanß

  Zehnmal traf der Ball ins gegnerische Tor. Gegen die Altherrenriege des Sportvereins Königshain gewann die Traditions-Elf von Dynamo Dresden in Arnsdorf souverän.  Austragungsort des Wettkampfes war der Sportplatz in Arnsdorf.
  Prominente Fußballer aus der EIbestadt wie Hans-Jürgen "Dixie" Dörner, Lutz Findeisen, Reinhard Häfner oder Hartmut Schade kickten auf dem grünen Rasen. Die Arnsdorfer feierten drei Tage ihr Dorffest, und da durfte ein außergewöhnlicher Höhepunkt nicht fehlen.  Hergelotst wurden die Dynamos von den Sportlern des Ortes, denn der Sportverein Arnsdorf-Hilbersdorf hatte den Hut für drei Tage Party auf.
  Und mit den Dresdenern hatten die Mitglieder den richtigen Riecher. Die schwarz-gelbe Oldie-Mannschaft zog Besucher aus der gesamten Region an. "So viele Leute standen noch nie bei uns am Stadionrand", sagte Vereinsmitglied Peter Wünsche. Mehr als 600 Gäste ließen sich dieses Spiel nicht entgehen. Auch die Königshainer haben sich wacker geschlagen. Drei Tore erzielten die Männer und heimsten mit diesem Ergebnis-natürlich eine ganze Menge Beifall ein.
 "Wir sind ganz große Dynamo-Fans", erzählten in der Pause Paul Marko und Marko Römisch.  Den beiden Jungs sah man die Anhängerschaft genauso an, wie manchem anderen Besucher.  Dynamo-Schal, passende Kopfbedeckung und T-Shirt mit dem Logo der Mannschaft durften nicht fehlen.
 Für die Jüngsten gab es zum Dorffest aber auch andere Höhepunkte. Während sich die Großen mit Bier und Bockwurst verwöhnten, ließen sich Mädchen und Jungen beim Kinderschminken verzaubern. Ob Tiger, Katze oder Clown - alles war möglich, und die kleinen Gäste präsentierten ihr neues Outfit voller Stolz.
       Comedy vom Feinsten
  Der Sonntagnachmittag stand im Zeichen eines bunten Show-Programms.  Ein Papiervirtuose zeigte seine Kunst.  Die "Bierhähne" - eine urkomisch-musikalische Männerwirtschaft - boten Comedy vom Feinsten.  Die Musiker von "Bella Vista" begeisterten durch Schlagerpop mit "Gute-Laune-Faktor".  Zu abendlichen Disco-Klängen und dem Eröffnungsfeuerwerk kamen an beiden Tagen jeweils über tausend Besucher. Die gesamten ehrenamtlichen Vorbereitungen durch den Verein haben sich also gelohnt. Der trug auch die Finanzierung selbst bzw. wurde von ortsansässigen Firmen unterstützt.

 

Sächsische Zeitung
Sonnabend, 19. August 2006

Der junge  Mann genießt den Blick über einen der Arnsdorfer Steinbrüche. Doch weder das Zelten noch das Baden sind hier gestattet.

Knollchen für Abgekühlte
Baden
. In den meisten Steinbrüchen und im Berzdorfer See ist es verboten. Dennoch kümmern die Gefahren nicht jede Wasserratte.
von Constanze Junghanß

Blaugrün schillert das Wasser im Königshainer Firstensteinbruch. Umrahmt von Bäumen bietet das Gewässer eine Wohltat für die Augen. Badelustige ziehen ihre Bahnen im Loch, das durch den Granitabbau entstand. Doch die Idylle trügt - zumindest im Sommer. Baden ist im Firstensteinbruch nämlich verboten.
 Doch das Tabu überschreiten Ortsansässige ebenso, wie Besucher von außerhalb. "Wer das Verbot missachtet, geht ein Risiko ein und gefährdet die Gesundheit und sein Leben", sagt der Königshainer Bürgermeister Siegfried Lange. Die Gemeinde sei verpflichtet, darauf mittels Verbot hinzuweisen. Niemand scheint sich allerdings darum zu scheren. Warum das Baden im Steinbruch gefährlich ist, kann Siegfried Lange nicht eindeutig beantworten. "Fragen Sie mal beim Ordnungsamt in Reichenbach nach", lautet sein Tipp.
  Die Steinbrüche in Arnsdorf/Hilbersdorf werden ebenfalls gern genutzt. Joachim Weigel musste schon "reichlich Knöllchen verteilen." Der Mann vom Reichenbacher Ordnungsamt ist in diesen Tagen ständig zwischen den Steinbrüchen in Vierkirchen und Königshain unterwegs.  Strafzettel erhalten die Badenden nicht, weil sie sich über das Verbot hinwegsetzen.  "Bei den Steinbrüchen handelt es sich um private Gewässer.  Wenn da ein Unfall passiert, haftet der Besitzer", sagt Joachim Weigel. Deshalb müssten die Eigentümer Verbotsschilder aufstellen, um sich rechtlich abzusichern.
          Parken kann teuer werden
  "Knöllchen" gibt es aber für die Falschparker.  Die Königshainer Berge gelten als Landschaftsschutzgebiet.  Deshalb besteht im Wald ein Einfahrverbot.  Trotzdem setzen sich Badelustige immer wieder da rüber hinweg und müssen mit Geldbußen rechnen.  Das kann teuer werden. Nach einem neuen Bußgeldkatalog des Forstamtes berappen die Parksünder künftig bis zu 50 Euro. Für Vierkirchen beschloss die Gemeinde für diese Saison, ein einseitiges Parkverbot zwischen dem Ortsteil Heideberg bis Ortseingang Arnsdorf zu errichten
  Auch dort halten sich bei weitem nicht alle Steinbruchbesucher an die vorgegebene Order.  "Außerdem hat es hier bereits zum sechsten Mal gebrannt", sagt Joachim Weigel. Für die Männer der Freiwilligen Feuerwehr sind die Einsätze eine besonders große Belastung. "Durch die Falschparker ist die Einfahrt zum Steinbruch oft dicht", weiß der Ordnungshüter.  Um der Fackelei ein Ende zu setzen, bedarf es von den Floriansjüngem eine Menge Geschick, damit benötigte Schläuche zwischen Ausflugsgepäck und Gebüsch bis an den Brandherd durchgefädelt werden können. Die Badenden gefährden so nicht nur die eigene Gesundheit.  Doch eine große Chance, dem Treiben Einhalt zu gebieten, sieht Joachim Weigel nicht: "Ich kann mich nicht hinstellen und die Leute aus dem Wasser rufen. Dazu habe ich auch gar keine Handhabe", begründet er.
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Sächsische Zeitung
Dienstag, 15. August 2006

Mehrere Feuerwehren aus dem Umland waren bis tief in die Nacht mit Löscharbeiten beschäftigt. Da der Brandort an der Autobahn lag, kam es zu Sichtbehinderungen auf der A4.  Foto: RP

Verdacht auf Brandstiftung
Arnsdorf.
  Ein Wohnhaus fiel am Wochenende den Flammen zum Opfer. Verletzt wurde niemand. 
von Constanze Junghanß

  Im Vierkirchener Ortsteil Arnsdorf kam es am Sonnabendabend gegen 19.15 Uhr zu einem Brand eines leer stehenden Wohnhauses in der Nähe der Autobahnauffahrt Nieder Seifersdorf. Mehrere Feuerwehren waren bis tief in die Nacht mit Löscharbeiten beschäftigt, die Rauchsäule war weithin sichtbar. Noch heute, drei Tage später, liegt der Geruch von verbranntem Holz in der Luft.
          Großer Sachschaden
  Der angrenzende Baumbestand wurde von den Flammen verschont. Fensterscheiben sind jedoch zerbrochen, Balken vollständig verkohlt. Durch das Feuer fackelte das Objekt "An der Holzmühle" bis auf die Grundmauern nieder. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von rund 100 000 Euro. Bisher ist die Ursache des Feuers noch unklar.
           Privates Eigentum
  Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Denn es besteht der Verdacht auf Brandstiftung", teilte Petra Kitsch, von der Pressestelle der Polizeidirektion Oberlausitz Niederschlesien, mit. Personen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden, da das Gebäude unbewohnt war.
  Bei dem Bauwerk handelt es sich nicht um kommunales, sondern um privates Eigentum, bestätigt Vierkirchens Bürgermeister Andreas Nedo auf Nachfrage der SZ.  Auf der Liste des Denkmalschutzes vom Landratsamt wird das Objekt nicht geführt.

 

Der Flexible: Julia Findeisen präsentiert die Döbschützer Spezialität, einen Fruchteisbecher.

 

Abkühlung mit Sahnehaube
Gastronomie. Die Temperaturen steigen wieder, und was gibt es da Besseres als Eis essen..... 
von V. Bernau und C. Junghanß

Mit der Sonne kehrt auch der Appetit auf eis zurück. Die SZ hat sich in Görlitz und Umgebung umgeschaut, wo eine leckere Abkühlung zu haben ist....

Beim Döbschützer Eiscafé Intarsia sind 30 Sorten von A wie Ananas bis Z wie Zimt zuzüglich der drei Sorten Diabetikereis auf der Sonnenterasse, im Biergarten oder im Innenbereich zu haben. An der frischen Luft ist Selbstbedienung angesagt. Mehr als 70 Plätze stehen insgesamt zur Verfügung. Hergestellt wird das Eis auch auf Nachfrage: So zum Beispiel mit Wallnüssen oder der Geschmacksrichtung Pfirsich-Maracuja. Demnächst ist die Schleckerei sogar mit Cornflakes zu haben. Als Spezialität des Hauses gelten Eisbecher mit frischen Früchten ,wie Erdbeeren, Brombeeren und Johannesbeeren.

Eiscafé Intarsia, Döbschütz Nr. 13, geöffnet sonnabends bis donnerstags von 11 bis 19.0 Uhr, auch auf Nachfrage

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Sächsische Zeitung
Freitag, 11. August 2006

Seit dem 30. Juni hat sich Gabriele Pursche mit einem Reisegewerbeschein in die wirtschaftliche Selbstständigkeit gewagt.   Foto: Bernhard Donke

Als letzte Ich-AG Tag für Tag auf dem Land unterwegs
Vierkirchen
. Mit einem Reisegewerbeschein wagt Gabriele Pursche den Schritt in die Selbstständigkeit.

von Bernhard Donke

  Heute steht Gabriele Pursche auf dem Platz vor der "Alten Schule" Arnsdorf-Heideberg und versorgt aus ihrer mobilen Verkaufsstelle die im Steinbruch badenden Leute mit einem Imbiss oder Getränken. Morgen ist sie vielleicht in Königshain und versucht dort, etwas an den Mann oder die Frau zu bringen. Ihr Angebot reicht von Dingen des täglichen Bedarfs bis hin zu Bockwurst und Brötchen mit Senf oder Ketchup. Seit dem 30.Juni hat die 46-jährige Frau einen "Reisegewerbeschein", der ihr diese Art des Verkaufs gestattet. "Ja was soll's. Nach all dem, was ich schon gemacht habe und dabei oft auf die Nase gefallen bin, weil die Arbeitgeber nur sehr unregelmäßig oder auch gar keinen Lohn zahlten, habe ich den Schritt in die wirtschaftliche Selbstständigkeit gewagt", sagt sie.
          Manchmal blieb der Lohn aus
  Gelernt hat die Arnsdorferin eigentlich einen Beruf in der Textilbranche und später als Kantinenwirtin im Volksgut Hilbersdorf gearbeitet. Doch das schloss 1994 seine Pforten und fortan wechselte sie als Angestellte von Arbeitgeber zu Arbeitgeber. Dabei hat sie oft unangenehme Erfahrungen mit ausbleibenden Lohnzahlungen gemacht. 1996 wurde sie wieder arbeitslos, hatte aber das Glück, dass sie in einigen Arbeitsbeschaffungs-Maßnahmen und Fortbildungs- und Umschulungslehrgängen ihr Auskommen fand. Eine Umschulung schloss sie als Fachlogistikerin ab.
Doch all die Abschlüsse und die vielen Bewerbungen, die sie schrieb, haben ihr nichts gebracht.  "Wer stellt schon eine Frau mit 46 Jahren ein? Da kann der Arbeitsminister Müntefering noch so viel über Berufserfahrung älterer Arbeitnehmer philosophieren, für unsereins gibt es einfach nichts auf dem Arbeitsmarkt", sagt sie verbittert. Deshalb fällte sie die Entscheidung, den Schritt in die wirtschaftliche Selbstständigkeit zu wagen. "Aber glauben sie nicht, dass mir das leicht fiel. Es kostete mich so manche schlaflose Nacht und viel Diskussionen mit meinem Lebensgefährten Frank", fügt sie hinzu.
  Eigentlich hatte Gabriele Pursche sich das mit der Selbstständigkeit etwas anders vorgestellt.  Sie wollte die "Alte Schule" in Arnsdorf-Heideberg als Verkaufsraum und Geschäftsstelle anmieten. "Leider wurde wegen der Besitztumsverhältnisse daraus nichts", sagt sie etwas enttäuscht.  Deshalb beantragte sie einen "Reisegewerbeschein" und kaufte sich einen Kleintransporter, den sie zum mobilen Verkaufswagen umgestaltete.  Damit fährt sie nun von Ort zu Ort, um ihre Waren zu verkaufen. In Arnsdorf hat sie außerdem einen kleinen Getränkeshop mit Imbiss eingerichtet.
  "Das mit dem Gewerbeschein war dann auch noch so eine Sache.  Kaum vorstellbar, was da für Bürokratie zu bewältigen ist. Letztlich aber klappte es dann doch noch vor dem 1. Juli. Damit komme ich vielleicht als Letzte - noch in den Genuss der Ich-AG-Förderung, mit ihren drei Jahre langen monatlichen Zuschüssen vom Arbeitsamt", meint sie zuversichtlich. Trotzdem, leicht wird es nicht für Gabriele Pursche, darüber ist sie sich schon im klaren: "Aber nur zu Hause sitzen und Däumchen drehen, das ist nicht mein Ding. Ich will arbeiten und so werde ich es auf alle Fälle erst einmal mit Zuversicht, Mut und Optimismus angehen."

 

Sächsische Zeitung
Mittwoch, 9. August 2006

Alexandra Fröb zeigt Bilder im Wasserschloss
von Bernhard Donke 

Döbschütz. Alexandra Fröb bereitet derzeit eine Ausstellung im Wasserschloss vor. Die junge, 1973 in Halle/Saale geborene Künstlerin hat sich der skurrilen Pflanzen- und Landschaftsmalerei verschrieben und stellt ihre Werke vom 12. August bis 10. September (dem Tag des Denkmals) für die Öffentlichkeit aus. Alexandra Fröb hat nach einem abgeschlossenen Geologiestudium ein Studium der Landschaftsarchitektur an der Fachschule in Erfurt absolviert. Dabei war sie zeitweise Gasthörerin am Kunstzweig der Pädagogischen Hochschule. Seit Januar 2005 ist sie freiberuflich tätig. Die Ausstellung ist ab dem 12. August täglich von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Größere Gruppen sollten sich unter  035827/78486 oder 0160/6941099 anmelden. Einige Bilder aus der Ausstellung kann man auch käuflich erwerben.

 

Sächsische Zeitung
Dienstag, 8. August 2006

Alteigentümer lässt das Schloss sanieren

von Bernhard Donke

ARNSDORF.  Das Schloss ist eingerostet, ein Bauarbeiter trägt einen Holzbalken zur Verarbeitung heran. Nachdem Eigentümer Hansheinrich Schnorr von Carolsfeld bereits die Orangerie und einige Hofgebäude aufwendig sanieren ließ, werden jetzt am und im Schlossgebäude Sanierungs- und Rekonstruktionsarbeiten in großem Umfang durchgeführt. Das Gebäude soll einer neuen Nutzung zu geführt werden: Es entstehen großzügig zugeschnittene Wohnungen, die zu erschwinglichen Preisen vermietet werden sollen. Das Erdgeschoss ist einer gewerblichen Nutzung vorbehalten. Der Alteigentümer hatte das Schloss, das seine Familie 1945 durch die Bodenreform verloren gegangen war, wieder zurück erworben.  Foto B. Donke

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Der Mühlstein und eine Tafel mit der Legende der Windmühle, zeugen heute davon, dass hier einmal eine Windmühle stand. Foto: B.Donke

Wo sich einst die Flügel einer Windmühle drehten  
Prachenau.
Von dem, was den Müller zum reichsten Mann des Ortes machte, ist nur ein Stein übrig.

von Bernhard Donke

  Dem aufmerksamen Beobachter wird - wenn er aus Prachenau in Richtung Melaune fährt - der Mahlstein und eine dazu gehörende Tafel im vorletzten Gartengrundstück auf der rechten Straßenseite nicht entgangen sein.  Der auf dem Grundstück aufgestellte Mühlstein ist das letzte Zeugnis der einst hier stehenden Windmühle, die den Bauern von Prachenau und Umgebung das Korn zu Mehl mahlte.
  Doch diese Zeiten sind lange her 1520 wurde erstmals in den Annalen des Klosters Marienthal eine Windmühle in Prachenau erwähnt. Der Ort gehörte damals zum Besitz des Zisterzienser-Nonnenklosters. Noch bis 1834 gehörten dem Kloster 25 Orte mit über 16.000 Einwohnern.  Der Müller arbeitete im Auftrag des Klosters. Die Windmühle muss damals einiges an Profit abgeworfen haben.108 Jahre später kaufte sich der Prachenauer Windmüller die Mühle im benachbarten Attendorf.
  Er war zu dieser Zeit - 1628, mitten in den Wirren des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) - der reichste Mann im Ort. 1888, also 260 Jahre später, wurde die Mühle abgerissen. Die Mühlsteine und das Holz der Mühle wurden für den Bau einer Scheune auf dem Windmühlengrundstück verwendet.
  110 Jahre später war auch das Schicksal der Scheune besiegelt. Sie wurde teilweise abgerissen und an ihrer Stelle entstand ein Wohnhaus. Da die Prachenauer sehr geschichtsbewusste Leute sind (kleines Freilichtmuseum in der Ortsmitte), wurden die Mühlsteine und Holzteile der Windmühle, die zum Bau der Scheune verwendet wurden, geborgen.
  Im Garten des Grundstücks aufgestellt bezeugen sie heute, dass hier einst eine Windmühle 368 Jahre lang das Korn der Bauern gemahlen hat.

 

Auf acht Rädern unterwegs

BUCHHOLZ. Aline (links) und Anna Wagner sind auf ihren Inline-Skatern auf der Straße zwischen Buchholz und Margarethenhof unterwegs. Auf der sehr wenig befahrenen Straße haben die Mädchen auf ihren acht Rollen kaum etwas zu befürchten. Trotzdem - ein wachsames Auge haben sie immer, um einem sich nähernden Fahrzeug ausweichen zu können.  Foto: Bernhard Donke

  

Sächsische Zeitung
Donnerstag 3. August 2006

Heinz Neumann, Peter Stein und Reinhard Wählt (von rechts) freuen sich, die Elbstädter nach Arnsdorf holen zu können.  Foto: Constanze Junghanß

Vom Karnickelfutter zum Fußballrasen
Arnsdorf.
Demnächst kickt die Traditions-Elf von Dynamo Dresden auf dem Sportplatz.
von Constanze Junghanß

  Auch nach dem Ende der Fußballweltmeisterschaft scheint das Jagdfieber nach dem runden Leder ,nicht gesunken zu sein. Noch richtig infiziert sind die Arnsdorfer. Schließlich spielt der Fußball während der 43. Dorffestspiele diesmal eine ganz besondere Rolle. Prominenz wie Hans-Jürgen"Dixie" Dörner, Lutz Findeisen, Reinhard Häfner oder Hartmut Schade werden den grünen Rasen am 20. August betreten. Keine geringere als die Traditions-Elf vom 1. FC Dynamo Dresden gibt sich die Ehre. Gekickt wird Punkt 12 Uhr gegen die Altherrenriege des Sportvereins Königshain.
          Männerteam seit zwei Jahren
  Hergelotst wurden die Elbestädter von den Sportlern des Ortes. "Bei uns gab es seit 1990 keine Männermannschaft mehr. Erst vor zwei Jahren wurde eine solche wieder ins Leben gerufen", sagt Sebastian Thamm.  Der Abteilungsleiter der Fußballer erzählt, dass derzeit 22 Erwachsene und neun jugendliche dem Rasensport frönen.
  Peter Stein steht für viele Einheimische, die eine ganz besondere Beziehung zu den  Dresdenern haben. "Wir fuhren früher mit bis zu 50 Leuten zu fast allen Europapokalspielen", erzählt er.  Als Transporter wurde selbst der LPG-Bus genutzt "Es gab hier im Ort eine wirklich große Fangemeinde", sagt Peter Stein - und so manches Histörchen: "1952 hat sich unser Verein gegründet", erinnert sich Heinz Neumann. Er war von Anfang an dabei und erzählt, dass nach dem Krieg kaum einer der Einwohner überhaupt Ahnung vom Fußball hatte.
  Im gesamten Dorf sei man damals in mit dem Fahrrad herumgefahren, um den besten Standort für den geplanten Sportplatz zu finden. Eine Ackerwiese stieß auf Gegenliebe. "Allerdings mussten die Kleintierhalter von unserem Vorhaben, hier den Sportplatz zu errichten, erst mal überzeugt werden", so der 74-Jährige. Die nämlich holten ihr Ziegen- und Karnickelfutter von der Wiese. Mit Hacke und Schaufel machten sich dann die Sportsfreunde an ihr Werk- Pappeln wurden gepflanzt. " Und selbst für die Fußballtore fällten wir im Busch passende Bäume" sagt Heinz Neumann.
  Von den damaligen Mühen werden die Dynamos nichts mehr entdecken können. Modernes Vereinsgebäude, Tennisanlage, überdachte Bühne und natürlich ein schmucker Fußballplatz - so sieht es heute hier aus. Nicht zuletzt werden in diesen Tagen extra für das Spiel neue Sitzgelegenheiten geschaffen.

J u l i   2 0 0 6

Sächsische Zeitung
Donnerstag, 27. Juli 2006

Erst gestern musste die freiwilligen Brandbekämpfer zu einem Einsatz beim Ortsteil Reißaus.
unten: Meister Adebar steht staunend mitten im schwarzen Feld und begutachtet das Treiben der Feuerwehrleute.  Fotos: Constanze Junghanß

Funkenflug über den Feldern
Br
andbekämpfung. Auf Grund der großen Trockenheit zündelt es in der Region immer öfter. 
von Constanze Junghanß

  Es ist kein Schwarzstorch, der über die Stoppeln des Getreidefeldes stolziert. Das Gefieder von Meister Adebar nimmt aber langsam eine immer dunklere Farbe an. Bei Reißaus hat es gestern wieder gebrannt. Der Storch watet durch Asche und beobachtet mit wachsendem Interesse die Löscharbeiten der Freiwilligen Feuerwehren (FFw) Reichenbach, Döbschütz/Melaune/Prachenau, Buchholz, Weißenberg und Gebelzig. In Reichenbach ging der Notruf um 10.50 Uhr ein. Nur wenige Minuten später sind die Wehren zur Stelle. Der Brandherd betrage ungefähr die Fläche von zwei Fußballfeldern, schätzt FFw-Mann Dennis Tschirner ein. Gemeinsam mit seinem Kollegen Wolfgang Bäselt erzählt er, dass in den letzten Tagen vermehrt zum Einsatz ausgerückt werden musste. "Allein an den Steinbrüchen in Arnsdorf brannte es jetzt bereits sechsmal", sagen die Brandbekämpfer. In dem Zusammenhang möchten sie noch einmal dringend darauf hinweisen: Es herrscht derzeit die höchste Waldbrandstufe. Jeder Umgang mit Feuer und offenem Licht sei deshalb strengstens verboten.
  Gebrannt hat es auch vor zwei Tagen in Meuselwitz. Manfred Hindemith schaut über das abgekokelte Stoppelfeld.  Er hat mit seinem Traktor sofort Wasser nach Reißaus gefahren, um zu helfen. Bis Feuerwehr und Bauern den Brand gelöscht haben, vergehen rund 15 Minuten.  Da und dort versucht noch eine kleine Flamme, weiter am Stroh zu fressen. 

Das Feuer hat jedoch keine Chance. Im nur wenig entfernten Meuselwitz waren die Brandbekämpfer ebenfalls ganz schnell vor Ort, lobt Manfred Hindemith. "Dort zogen die Flammen allerdings schon Richtung evangelischer Kindergarten. Zum Glück konnte Schlimmeres verhindert werden", sagt er.
  Reichenbachs stellvertretender Ortswehrleiter Torsten Preis bestätigt, dass die FFw Reichenbach in der letzten Woche bereits viermal ausrücken musste. Dabei handelte es sich um Brände auf Feldern. Torsten Preis vermutet, dass vor allem Funkenflug der landwirtschaftlichen Maschinen auf Grund der großen Trockenheit zu diesen Bränden führte. Insgesamt, so die Auskunft von Seiten der Rettungsleitstelle Weißwasser, wurden 38 Feuer im Niederschlesischen Oberlausitzkreis gezählt. Am meisten brannten der Wald (19-mal) und die Felder (13-mal). Auch zu fünf Ödlandbränden- und einem Wohnungsbrand rückten die Kameraden aus. Mario Pillath, Disponent der Leitstelle, schätzt diese Zahlen als wesentlich höher ein als im vergangenen Jahr. Menschen kamen bisher zum Glück nicht zu Schaden.

 

 

Kinostar in Arnsdorf

 

Petra Lämmel, Kinderstar des Defa-Klassikers "Sabine Kleist -sieben Jahre“, war am Sonnabend im Landkino Arnsdorf zu Gast. Nachdem der Film aus dem Jahr 1982 über die Leinwand geflimmert war, hatte das Publikum die Möglichkeit, mit der Künstlerin ins Gespräch zu kommen. Der Bühne hat Petra Lämmel den Rücken gekehrt. Sie plant, im sozialen Bereich tätig zu werden.

 

Sächsische Zeitung
Montag, 17. Juli 2006

Ballons für die jüngsten Gäste

Roland Kreusch schlüpfte beim Dorffest in Buchholz in eine historische Uniform und verteilte Luftballons. Organisiert wurde das Fest vom ortsansässigen Kultur- und Sportverein.  Foto: Constance Junghanß

 

 

 

Sächsische Zeitung
Sonnabend, 15. Juli 2006

Die alten Balken mussten Neuanfertigungen weichen. Dazu gibt es unterschiedliche Meinungen in der Gemeinde. Foto: Constanze Junghanß

Geld in der Wassermühle versteckt

Vierkirchen. Ein Teil des Fachwerkes der geplanten euroregionalen Begegnungsstätte musste

abgerissen werden.

von Constanze Junghanß

  8,88 Zloty und 3,83 Euro stecken in der geplanten euroregionalen Begegnungsstätte in Melaune. Die "Alte Wassermühle" wird derzeit umfangreich saniert und ausgebaut. Am Donnerstag erfolgte eine "verspätete" Grundsteinlegung. Das Geld wurde gemeinsam mit der Tageszeitung, dem Gemeindblatt, einer historischen Aufarbeitung von Ortschronist Ekkehard Radisch sowie dem deutsch-polnischen Partnerschaftsvertrag zwischen der Gemeinde Vierkirchen und Jezow Sudecki in einer Schatulle zwischen Zement und Steinen versenkt.
 
Bürgermeister Andreas Nedo und sein polnischer Amtskollege Edward Dudek ließen es sich nicht nehmen, gemeinsam mit dem Planer des Projektes, Steffen Böttger, während des kleinen Festaktes gute Wünsche für die Begegnungsstätte zu äußern. Jeder soll sich hier wohl fühlen, und der Bau soll schnell zu Ende gebracht werden, hieß es. Steffen Böttger wünschte: "Alle geplanten Nutzer möchten hier einziehen. "Denn momentan scheint noch Klärungsbedarf hinsichtlich der Sanierungsmaßnahmen notwendig.
  Als einer der künftigen Nutzer gilt der Milzener Verein. Vereinsvorsitzender Diego Scholz äußerte sich zu den Sanierungsmaßnahmen gegenüber der SZ kritisch.
  Zwar habe die Denkmalschutzbehörde keine größeren Auflagen hinsichtlich des Baugeschehens vorgegeben. "Doch innerhalb von nur drei Stunden wurde das gesamte Fachwerk herausgesägt.  Diesem Abriss hatten wir eigentlich nicht zustimmen wollen", sagt er. Nun scheine dem Verein die Nutzung des musealen Teils fraglich. Das Engagement der Milzener wollen die Mitglieder nun "grundlegend überdenken."
  "Wir mussten schauen, ob das Fachwerk erhalten werden kann", sagt Andreas Nedo. Das sei bei fast keinem der Balken möglich gewesen. Gemeinsam mit der Denkmalschutzbehörde und einem zusätzlich erstellten Holzgutachten wäre man zu diesem einvernehmlichen Ergebnis gekommen. Der Abriss sei deshalb notwendig geworden. "Nun sind wir sehr darum bemüht, gemeinsame Gespräche in die Wege zu leiten und eventuelle Missverständnisse aus dem Weg zu räumen", so der Bürgermeister. Das bisherige Baugeschehen ist auf dem Vormarsch. Im Altbau sollen Sanitärbereich und Heizung einziehen. Aufgrund der Hochwassergefährdung durch den anliegenden Schöps wird neben einer elektrischen Grund- eine Holzheizung eingebaut.
 
Das Gebäude wurde maximal entkernt und soll maßstäblich wieder errichtet werden. Glasschotter sorgt in einer Dicke von rund 30 Zentimetern für Dämmung und verhindert gleichzeitig eventuelle Wasserschäden. Im oberen Bereich hält laut Planung der museale Teil Einzug. Der angrenzende Neubau wird auf den alten Grundmauern errichtet. Hier sollen Veranstaltungen, Schulungen und Kultur stattfinden.

Filmstar Petra Lämmel zu Gast im Landkino
Arnsdorf-Hilbersdorf
.  Eine echte Schauspielerin "zum Anfassen" kommt morgen ins Landkino Arnsdorf Petra Lämmel, die die Hauptrolle im 1982 gedrehten Defa-Klassiker "Sabine Kleist - 7 Jahre" spielte, wird um 16 Uhr bei der Vorführung dabei sein. Im Anschluss an den Familienfilm steht sie dem Publikum Rede und Antwort. "Wir bekamen dieses Angebot von der Defa-Stiftung“
 
In diesem Jahr feiert die Defa ihr 60-jähriges Bestehen, und wir freuen uns natürlich sehr, Petra Lämmel hier begrüßen zu können", sagt Andrea Gloger vom Landkinoteam. Der 73 Minuten lange Streifen handelt von einem Mädchen, das nach dem Unfalltod ihrer Eltern im Heim lebt.  In ihrer Erzieherin Edith sieht sie fast eine zweite Mutter. Als diese aufgrund ihrer Schwangerschaft den Beruf aufgibt, reißt die kleine Sabine aus. Zwei Tage ist sie in Berlin unterwegs und erlebt Begegnungen unterschiedlichster Art.  Später sieht das Kind ein, dass das Heim letztendlich doch ihr neues Zuhause geworden ist.
  Um 20 Uhr beginnt der nächste Defa-Film "Ete & Ali". Am Sonntag erleben die Landkinobesucher die Maxiversion des Wendrich-Streifens "Hinten scheißt die Ente". Der Film "Nimm dir dein Leben" beginnt um 20 Uhr.  Ab 18 Uhr stehen Thomas Wendrich (Autor) und Sabine Michel (Regie) zum Gespräch bereit. (cj)

Pflanzen lechzen nach Regen

 

Die Natur lechzt nach Regen. So kann der aufmerksame Betrachter wie hier an einem Maisfeld zwischen Arnsdorf und Waldhufen an der S 121 deutlich erkennen, wie sich die Maisblätter besonders in der Mittagshitze zusammenrollen. Diese Reaktion der Pflanze schützt sie vor dem Austrocknen. Sollte es aber nicht bald regnen, dann sinkt der Ertrag deutlich.  Foto: Bernhard Donke

 

Halteverbot für Badegäste

 

Vierkirchen. Die Steinbrüche in Arnsdorf sind bei den hochsommerlichen Temperaturen beliebter Badeort für Einheimische und Auswärtige. Problematisch hat sich die Parkplatzsituation entwickelt. Über den Ortsteil Heideberg bis in das Dorf hinein sind beide Seiten zugeparkt.  Autofahrer haben keine Chance, auf diesem Abschnitt dem entgegen kommendem Verkehr auszuweichen.

Deshalb, so teilte Bürgermeister Andreas Nedo im Gemeinderat mit, wird ein einseitiges Halteverbot an dieser Stelle errichtet. Das Verbot gilt nur während der Sommersaison.  Polizei und Ordnungsamt werden die Einhaltung dieser Regel kontrollieren. (cj)

 

Sächsische Zeitung
Freitag, 14. Juli 2006

Denis Kirchhoff war mit dem Spielmobil gern gesehener Gast zahlreicher Veranstaltungen in der Region. Die Jonglage brachte er auch Jugendlichen mit entsprechenden Zirkusworkshops bei.  Foto: Constanze Junghanß

Abschied vom Kreisjugendwart
Melaune.
Denis Kirchhoff zieht es mit seiner Familie nach Meißen.  Die von ihnen sechs Jahre betreute Jugendscheune bleibt weiter bestehen.
von Constanze Junghanß

  Eine Menge Publikum hat sich in der evangelischen St. Johanneskirche eingefunden. Die Gäste sind gekommen, um Denis Kirchhoff zu verabschieden. Der Melauner arbeitete fast sechs Jahre als Kreisjugendwart des Kirchenkreises Niesky. Rund ein Dutzend Jugendgruppen wurden ständig betreut. "Meine Aufgabengebiete umfassten unter anderem Projektdurchführungen, Jugend-Gottesdienste, Rüstzeiten und deren Begleitung oder Zirkusworkshop", sagt der 35-Jährige. Dabei habe es keine Rolle gespielt, ob Teilnehmer Mitglieder der Kirche waren oder nicht.
          Neue Arbeit wartet
  Denis Kirchhoff geht mit seiner Frau und den Kindem nach Meißen. Dort wartet ein neues Arbeitsfeld auf ihn. Grund dafür sei, dass sich eine Kirchenkreiszusammenlegung anbahnt. „Damit soll die Jugendarbeit von den kreiskirchlichen Strukturen unabhängiger werden", erzählt er.
  Für die vier Kirchenkreise Niesky, Görlitz, Weißwasser und Hoyerswerda gab es vier Jugendwarte. Ob das so bleibt, stünde nicht hundertprozentig fest. „Die demografischen Verhältnisse ändern sich und die Bevölkerungsstruktur geht zurück", sagt der junge Mann.
  Meißen soll nun zur neuen Herausforderung werden. "Auch aus familiären Gründen haben wir uns für den Schritt entschieden, diesen Weg zu gehen", so der gebürtige Vogtländer. Trotzdem falle der Weggang natürlich nicht ganz leicht. Viele Verbindungen wurden geknüpft, Freundschaften aufgebaut.
         Rückblick fällt positiv aus
  Auch die Mitarbeit im Kreisjugendring schätzt Denis Kirchhoff sehr positiv ein. Als Vertreter der evangelischen Jugendarbeit konnten viele Gedanken eingebracht werden. "Es gab hier ein gutes Miteinander zwischen Landkreis und Kirchenjugend", meint er. Mit dem Spielmobil war Denis Kirchhoff auf zahlreichen Veranstaltungen in der Region immer präsent. Der bunt bemalte Bauwagen vom Nieskyer Kirchenkreis steht noch an der Jugendscheune in Melaune.
 
Wie geht es damit weiter?  "Geräte, wie Riesenskier, Einräder, Großspiele, Pedalos, Hockey und vieles mehr können weiter ausgeliehen werden", sagt er. Die Jugendscheune in Melaune soll ebenfalls bestehen bleiben.  Hier fanden bisher Kinder-, Jugend- sowie Erwachsenenfreizeiten statt.
 
Volleyball spielen am Selbstversorgerhaus stand ebenso auf dem Plan, wie Fußball, Billard, Tischtennis und Fußballkicker oder die Nutzung des hauseigenen Spielplatzes. Die Hausleitung hatte Silke Kirchhoff. Ab August soll diese Stelle nach dem Weggang der Familie neu besetzt werden.

Auftrag vergeben

 

Melaune. Tischlerarbeiten für die Sanierung der Wassermühle in Melaune wurden jetzt vergeben. Ein Unternehmen aus Cunewalde erhielt den Zuschlag in fast gleicher Höhe des vorgegebenen, Planer-Preises in Höhe von rund 20 000 Euro. Unter Auflagen des Denkmalschutzes müssen Türen und Fenster erneuert werden. (cj)

 

Noch kein Geld für das Museum

 

Melaune.  Für das geplante Freilichtmuseum unterhalb des Burgberges in Melaune ist noch keine finanzielle Förderung in Sicht.  Der Milzener Verein möchte das Museum errichten.  Dessen Mitglieder haben den Gemeinderat Vierkirchen angeschrieben und finanzielle Unterstützung angeboten.  Bis zu 1500 Euro möchte der Verein zur Verfügung stellen.  Das Geld soll zweckgebunden in den kommunalen Haushalt eingestellt werden. (cj)

 

Fünf Bushäuschen für Arnsdorf Hilbersdorf

 

Vierkirchen. Fünf Bushäuschen sollen in Arnsdorf-Hilbersdorf errichtet werden. Die Gesamtkosten dafür betragen rund 50 000 Euro. Gibt es die beantragten Fördermittel in Höhe von 75 Prozent von Seiten des Regierungspräsidiums, könnten weitere 20 Prozent Fördermittel über den ZVON fließen. Baubeginn ist, sobald die benötigten Voraussetzungen und Grundlagen für die Errichtung der Bushäuser gegeben sind. (cj)

 

Sächsische Zeitung
Mittwoch, 12. Juli 2006

Letzte Beeren

 

HILBERSDORF. Der kleine Eric erntet die letzten Erdbeeren im Garten seiner Großmutter. Am liebsten vernascht er sie sofort - aber vorher waschen muss noch sein.  Foto: B. Donke

 

Kirche soll wieder strahlen

Arnsdorf. Nicht nur zum Pfarrhoffest öffnet die Katharinenkirche ihre Pforten.
Die Kirchgemeinde Arnsdorf hat ihr zehntes Pfarrhoffest gefeiert. Mit einem kleinen Rückblick im Landkino, geselligem Beisammensein und einem Auftritt des Rothenburger Männerchores wurde das runde Jubiläum am Sonnabend begangen. In der voll besetzten Kirche heimste der Chor eine Menge Beifall ein.

 

Sächsische Zeitung
Sonntag, 2. Juli 2006

Sturer Esel blockiert Straßenkreuzung
Melaune - Im ostsächsischen Melaune hat am späten Samstagabend ein Esel ein Klischee bestens bedient. Er blieb stur und blockierte kurz vor Mitternacht eine Kreuzung. Die herbeigerufenen Polizisten waren machtlos. Erst nachdem der Besitzer des Tieres ermittelt wurde und als Verstärkung erschien, ließ sich der Esel zur Aufgabe seiner Position bewegen, teilte die Polizeidirektion Oberlausitz-Niederschlesien am Sonntag mit. (dpa)

 

Sächsische Zeitung
Sonnabend, 1. Juli 2006

Historischer Ortskern von Buchholz: An der "Straße an der Kirche" liegen auch die Alte und die Neue Schule (rechts).  Foto: Nikolai Schmidt

Zuckertüte mit Sirup und Holzwolle
Viele gute Geschichten liegen auf der Straße. Schauen wir mal nach . Heute in Buchholz, in der „Straße an der Kirche“.

von Ullrich Martin

  Gleich neben der Nummer 75 dem sanierten Fachwerkhaus der Familie Schwartze, etwas versteckt hinter einer über 100 Jahre alten Linde, beginnt das vor einem Jahr neu verlegte Pflaster der bis zum Ende der Friedhofsmauer reichenden  „Straße an der Kirche“. Und damit der historische Kern von Buchholz – mit der Alten Schule, Neuer Schule, Pfarrhaus und Kirche.
  Udo Gleisenberg, seit 1994 Ortsvorsteher, ist stolz auf diese Dorfmitte. „Als Vierkirchen ins Dorfentwicklungsprogramm aufgenommen wurde, da haben auch wir als Ortsteil zugegriffen. Dank Gemeinde- und Ortschaftsrat, der Bereitschaft der Buchholzer und natürlich den Fördergeldern aus Kamenz, veränderten wir vieles im Dorf. Aber das war ein ganz schön harter Kampf.“
          Grundschule bleibt erhalten
  Zum Beispiel mit der Grundschule, der so genannten Neuen Schule. Erbaut 1914 als Küsterschule und so der Kirche unterstellt. Der Ortschaftsrat: „Mit der Schulreform begann das große Zittern um den Erhalt des Schulstandortes. Schließlich entschied für uns der bessere bauliche Zustand und dmait die geringeren baulichen Investitionen gegenüber den anderen." 
Heute ist die Buchholzer Grundschule Bestandteil des Schulbezirkes mit der Gemeinde Waldhufen. In vier Klassen lernen zurzeit 66 Schüler. 13 verlassen in wenigen Tagen die Schule, 15 werden eingeschult.
  Gotthard Ender wurde 1944 in die damalige Volksschule eingeschult. Etwa 20 Kinder zählte damals die erste Klasse. Doch dieses Schuljahr war für den Tettaer kein besonders schönes. "An mehreren Tagen unterbrach Lehrer Fiedler den Unterricht. Er schickte uns wegen der Warnung vor feindlichen Fliegern nach Hause. Wir beobachteten dann, wie die großen amerikanischen Geschwader kamen und weiter Richtung Görlitz flogen", erinnert sich der 68-jährige. "Alle hatten Angst."

          Neuanfang mit neuen Lehrern
Wegen einsetzender Kampfhandlungen musste die Schule schließen. "Am 2. Juli 1945 begann wieder der Unterricht". Ohne Lehrer Fiedler, dem überzeugten Nazi. Dafür bekamen 1946 Erstklässler Siegfried Kreusch und seine 20 Mitschüler mit Bruno Schwarz und Fräulein Franke ganz andere Lehrer. "Die waren korrekt und gerecht. Wir lernten viel."
 
Besonders bei Herrn Schwarz, der als Umsiedler aus dem Schlesischen kam. "Obwohl der uns schon mal ein bisschen am Kragen schüttelte, meinte er es nie böse mit uns. Das war eher ein bis hierher und nicht weiter", schmunzelt Kreusch. Ganz genau kann sich der gelernte Schmied und Bauschlosser an seine Zuckertüte erinnern. "Sie war ganz neu. Gebastelt aus Tapetenpapier. Gefüllt mit Selbstgebackenem, Sirup aus Zuckerrüben und mit viel Holzwolle." Noch heute schaut Kreusch manchmal in der Schule vorbei. Wo früher die Lehrmittel standen, hängt jetzt die Garderobe. Vieles verändert sich. "Manches erinnert an früher. Das ist das Schöne." 
  Nur durch eine Gasse getrennt, befindet sich gleich nebenan die Alte Schule. In den Granit über dem Eingang ist die Jahreszahl 1844 eingehauen. "Da war während der Kriegsjahre der Kindergarten", sagt Gotthard Ender. "Mit den Größeren bin ich manchmal übers Dach abgehauen. Das Fischen im Bach war viel aufregender als die Beschäftigung im Kindergarten. Meist fingen wir Hechte".

 

J u n i   2 0 0 6

Sächsische Zeitung
Mittwoch, 28. Juni 2006

POLIZEIBERICHT

Arnsdorf.  Diebe stahlen aus der ungenutzten Schule Flächenheizkörper, eine Pumpe und Kupferrohre im Gesamtwert von 2600 Euro. (SZ)

 

Sächsische Zeitung
Donnerstag, 22. Juni 2006

Sprung ins kühle Nass
von
Bernhard Donke

Das ist in diesen Tagen mit hochsommerlichen Temperaturen die richtige Erfrischung, auch für die Buchholzer Jugendlichen an der Tongrube des Ortes. Für sie ist die Grube mit ihrem klaren Wasser ein Badeparadies. Doch man sollte sich vor dem Sprung ins Nass zuerst gründlich abkühlen. Sonst könnte es fatale gesundheitliche Folgen haben.

Sächsische Zeitung
Donnerstag, 22. Juni 2006

Heißer Arbeitsplatz
von
Bernhard Donke

Einen sehr heißen Arbeitsplatz wegen der hohen Außentemperaturen haben in diesen Tagen Geselle Enrico Hofmann (links) und Metallbaumeister Reik Dießner am Feuer in der Arnsdorfer Schmiede von Harald Dießner. Da hilft nur immer wieder Mineralwasser trinken und hin und wieder eine kleine Pause einlegen.

 

Sächsische Zeitung
Mittwoch, 21. Juni 2006

Alte Liebe
von
Bernhard Donke

Auch in seinem 70. Lebensjahr ist der passionierte Radfahrer Siegfried Windler aus Vierkirchen - Tetta mit seinem Drahtesel auf den Straßen Ostsachsens anzutreffen. Im vergangenen Jahr hat er nach zehn Jahren auf  dem Fahrrad mit 120000 gefahrenen Kilometern die dreifache Erdumrundung geschafft.  Foto: B. Donke

Sächsische Zeitung
Mittwoch, 21. Juni 2006

Charlie Chaplin kommt ins Sommerkino
von
Constance Prause

 

Arnsdorf. Schwarzweiß flimmerten sie vor Jahrzehnten über die Leinwand und begeisterten - als das Kino anfing, Geschichte zu schreiben - ein riesiges Publikum. Die Rede ist vom Stummfilm. Diesen lässt das Landkino-Team aufleben. Am 7. Juli startet die Saison auf dem Pfarrhof "Die Anregung dafür", erzählt Vereinsvorsitzende Andrea Gloger, "gab es während der Preisverleihung der Defa-Stiftung im November." Zehn Vertreter trafen damals im Berliner Kino Babylon auf Schauspielgrößen wie Jutta Hoffmann und Armin Mueller-Stahl. Mit dabei war Jürgen Kurtz, ein bekannter filmbegeisterter Musiker. Er wird zum Start der Kinosaison den Stummfilmklassiker (ab 20 Uhr) Goldrausch" mit Charlie Chaplin am Piano begleiten.
  Premiere hat an diesem Abend der neue Vorfilm, der mit Einwohnern gedreht wurde.  Die Sommerfilmwochen laufen bis zum 30. Juli. Im Internet kann man sich über das Programm informieren. www.landkino-arnsdorf.de

 

Sächsische Zeitung
Montag, 19. Juni 2006

Indianer erobern Prachenau
von
Bernhard Donke

Mitglieder der Indianistik-Gruppe Steinölsa dominierten am Sonnabend das Dorffest in Prachenau. Sie brachten die Kultur und das Leben der Ureinwohner Nordamerikas den Besuchern und Gästen nahe. Am Sonntagvormittag waren beim Lanz-Bulldog-Ziehen starke Männer gesucht, die sich am Nachtmittag dann auch beim Reitsport ausprobieren durften Foto: B. Donke.

Sächsische Zeitung
Dienstag, 20. Juni 2006

Prachenau feiert
von
Bernhard Donke

 

Vergangenes Wochenende feierte Prachenau mit seinen Gästen wieder das Dorffest. So wie der Sonnabend mit der Vorführung der Indianistikgruppe aus Steinölsa, stand auch am Sonntagnachmittag das Dorffest ganz im Zeichen des Pferdes. Die Sport- und Dressurreiter des Reitvereins „Am Geiersberg“ Kodersdorf e.V. zeigten ihr ganzes Können. Höhepunkt der Vorführung war die Quadrille von den Reiterinnen des Vereins. Diese Darbietung war sogleich eine Premiere für die Reiterinnen und ihre Pferde, die damit erstmals öffentlich auftraten.

 

Sächsische Zeitung
Mittwoch, 14. Juni 2006

Naturschönheiten am Rande
von
Bernhard Donke

Etwa 20 Mitglieder des Heimatvereins Döbschütz/Melaune starteten am Sonntag zu einer Radtour in die Gröditzer Scala. Die 25 Kilometer lange Strecke führte sie von Melaune nach Weißenberg, Weicha, Gröditzer und Weichaer Scala, nach Gröditz und zurück über Gebelzig-Prachenau wieder nach Melaune. Unterwegs konnten besonders in der Gröditzer und Weichaer Scala die Naturschönheiten bewundert werden.  Foto: Bernhard Donke

 

 

Sächsische Zeitung
Dienstag, 13. Juni 2006

Starke Männer werden beim Lanz-Bulldog-Ziehen gesucht.  Foto: B. Donke

Muskeln gegen Traktor
Prachenau
. Es werden wieder starke Männer gesucht und Geschichten von Indianern erzählt.
von
Bernhard Donke

  Am Wochenende feiert das kleine Prachenau sein traditionelles Dorffest, und die Kinder stehen wieder im Mittelpunkt. "Das ist bei uns Tradition, dass wir an allen drei Festtagen immer etwas für unsere Kinder im Programm haben. In diesem Jahr sind es nun die Indianer, die aus Steinölsa bei uns zu Gast sind und sich am Sonnabend mit den Kindern beschäftigen werden", erzählt Paul Hoke vom Sportverein Prachenau, der, wie auch die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr, alljährlich das Dorffest mitorganisiert.
  Auf Traditionen verstehen sich die etwa 150 Prachenauer ganz besonders. So werden sie wie schon viele Jahre lang auch in diesem Jahr wieder das stärkste Quartett beim Lanz-Bulldog-Ziehen ermitteln. "Doch es gibt nicht nur Indianer und starke Männer bei unserem Dorffest zu erleben. Eine ganze Reihe von anderen Veranstaltungen sollen Besucher zu uns auf das Sportplatzgelände locken", meint Hoke. So hat man sich in diesem Jahr die Pferdesportler aus Kodersdorf eingeladen. Sie werden auf einen kleinen aufgebauten Parcours ihr Können bei Spring- und Dressurübungen zeigen. Dabei besteht für die Besucher die Möglichkeit, sich selbst einmal im Reiten zu versuchen. Für die musikalische Unterhaltung der Gäste sorgen die "Oberländer Blasmusikanten" sowohl zum Frühschoppen am Sonntagvormittag als auch am Sonntagnachmittags dann aber gemeinsam mit "Hardys Modekabarett".
  Bereits am Freitagabend geht das Prachenauer Spektakel mit dem Bieranstich und anschließenden Unterhaltungsabend für Kinder, Eltern und Großeltern los.  "Bleibt nur zu hoffen, dass auch Petrus ein Einsehen hat und uns das ganze Festwochenende nur Sonnenschein und angenehme Temperaturen beschert", meint Paul Hoke.      >> zum Programm

 

Sächsische Zeitung
Donnerstag, 08. Juni 2006

Auf dem Pilgerpfad / Prachenau
von
Bernhard Donke

  Etwas abseits des "Jacob-Pilgerweges", zwischen Prachenau und Buchholz entlang der Betonstraße, befindet sich Ilona Richter aus Chemnitz auf dem Pilgerpfad. Die Chemnitzerin brach vor zwei Tagen von Görlitz aus nach Arnsdorf auf, um in der Pilgerherberge, dem Pfarrhof der Kirchgemeinde, zu übernachten. Die junge Frau hofft, in etwa 14 Tagen in Wurzen anzukommen.  "Ich habe es nicht eilig. Will die Natur genießen und auch mal mit den Leuten am Pilgerweg ins Gespräch kommen", sagt sie. Einen religiösen Hintergrund hat ihre Pilgerung nicht. „Ich habe einen Bürojob und kann die Natur meist nur flüchtig aus dem Fenster betrachten. Dabei wuchs die Sehnsucht, einmal ungezwungen Wind und Sonne zu genießen. Der Pilgerweg ist für mich deshalb optimal." Freude bereitet ihr dabei auch, dass sie täglich bei Ankunft an ihrem Ziel willkommen geheißen wird und eine Matratze zum Ausruhen bereit liegt. (bd)

Ilona Richter ist ohne religiösem Hintergrund auf dem Jacob-Pilgerweg unterwegs.  Foto: Bernhard Donke

 

 

Sächsische Zeitung
Sonnabend, 03. Juni 2006

Fischfütterung im Mühlenteich
von
Bernhard Donke

Arnsdorf-Hilbersdorf. Schwungvoll wirft Björn Hentschel, Praktikant, in der Krebaer Fisch GmbH, Fischfutter vom Kahn, den Fischwirt Matthias Kiffner steuert, in den Holzmühlenteich. Regelmäßig müssen auch hier die Fische (meist Karpfen) gefuttert werden, damit im Herbst eine gute Fischernte zu erwarten ist.  Foto: Bernhard Donke

 

 

Sächsische Zeitung
Freitag, 02. Juni 2006

Jugend auf dem Sportplatz
von
Bernhard Donke

Nachmittags und abends trifft sich die sportliche Jugend von Buchholz und Umgebung auf dem Sportplatz des Ortes neben dem Vereinsheim des Kultur- und Sportvereins Buchholz/Tetta. Hier wird gern Volleyball (im Bild) oder auch Fußball gespielt.

Foto: Bernhard Donke  

 

Sächsische Zeitung
Freitag, 02. Juni 2006

Ausflug mit dem Pony
von
Bernhard Donke

Einen Ausritt auf ihren Pony Hans unternimmt Anne Broda vom Ponyhof Michel in Arnsdorf. Freundin Dorothea Menzel führt Pony „Benito“ noch am Halfter.  Der kleine Kerl soll sich erst mal an die Longe gewöhnen. Später kann auch er geritten werden. Foto: B. Donke

M a i   2 0 0 6

Sächsische Zeitung
Freitag, 19. Mai 2006

Flagge zeigen bereits die Jüngsten: Die Fahnen einiger Tellnehmerländer der Fußball-WM wurden akribisch genau auf Pappe gebannt.  Foto: Constanze Prause

Motto Der Ball ist rund
Arnsdorf.
Das runde Leder steht beim Frühlingsfest des Kinderkreises am 24. Mai im Mittelpunkt.
von Constanze Prause

  Über Deutschland, Brasilien oder Argentinien machen sich Mädchen und jungen der Kindertagesstätte (Kita) einige Gedanken. Schließlich steht der Start der Fußball-Weltmeisterschaft vor der Tür, und da muss man doch wissen, welche Fahne zu welchem Land gehört. Hortkinder haben jetzt über ein Dutzend der Flaggen großformatig auf Pappe gebannt. Ausgestellt werden die akribisch genau gemalten Werke im Mai. Dann steigt in der Einrichtung zum neunten Mal ein Frühlingsfest. „Unter dem Motto Der Ball ist rund wird die Veranstaltung durchgeführt“, erzählt Erzieherin Katrin Himpel. Bälle spielen dabei ein besondere Rolle. Ein Stationsbetrieb mit Torwandschießen oder Eierlauf mit Bällen steht da ebenso auf dem Plan, wie das runde Leder zielgerichtet in Körbe zu werfen oder Minigolf.
  38 Kinder im Alter von null bis zehn Jahren besuchen derzeit die Einrichtung, deren Träger der Kinderkreis Vierkirchen ist.  Der setzt sich aus Vereinen und der Gemeinde zusammen.  "Zu unserem Frühlingsfest laden wir die Melauner ein", sagt Heilerziehungspflegerin Katja Menzel. Gleichzeitig sollen alle diejenigen aus den umliegenden Dörfern kommen, die gern einen Blick hinter die Kulissen des Hauses werfen möchten und Lust haben den eigenen Nachwuchs hier vielleicht später betreuen zu lassen. Geboten wird den Gästen ein buntes Programm. So studieren die Jüngsten fleißig Lieder und Tänze ein. Eltern der Krabbelgruppe und Frauen vom Arbeitslosenverein setzten sich den Hut für das Kuchenbacken auf. Der Erlös soll in den Kauf von Spielgeräten im Außenbereich fließen. Einen Quiz bietet der Verein für Kirchenbau und Dorfgeschichte an. T-Shirts können unter fachkundiger Anleitung kreativ gestaltet werden. „Dafür müssten Interessenten eigene Shirts mitbringen“, bittet Katja Menzel.
  „Uns ist es wichtig, dass die Kinder auch einmal ganz besondere Tage erleben“, sagt Katrin Himpel. So wären Mädchen und Jungen auf dem Dorf gegenüber Stadtkindern von einer Seite her ein bisschen im Nachteil: Dort gibt es Kino, Tierpark und andere Attraktionen direkt vor der Haustür. Eine Fahrt in den Zoo müsse zum Beispiel straff durchorganisiert werden. Helfen genug Eltern mit? Gibt es genug Fahrzeuge? Das sind Fragen, die geklärt werden müssen. „Viele Eltern sind sehr engagiert, wofür wir uns herzlich bedanken“, möchte Katrin Himpel weitergeben.

Das Frühlingsfest in der KiTa Arnsdorf steigt am 24.  Mai, Beginn ist um 15 Uhr. .

 

Sächsische Zeitung
Donnerstag 18. Mai  2006

Beim Heimatfest in Melaune vom 19. bis 21.  Mai feiern auch die Kameraden der Feuerwehrkapelle Melaune im Blasmusikverein e.V. den 40. Jahrestag zünftig mit.    Foto: Bernhard Donke

Drei Tage ganz im Zeichen der Blasmusik  
Melaune.
Das Heimatfest und 40 Jahre Feuerwehr-Kapelle werden vom 19. bis 21. Mai gefeiert.  
von Bernhard Donke  

  „Feiern werden wir natürlich ganz im Zeichen der Blasmusik, die in Melaune nun schon seit 40 Jahren von der Feuerwehrkapelle des Blasmusikvereins der FFw gepflegt wird. 40 Jahre Feuerwehrkapelle und aktive Blasmusik in Melaune, das muss man doch zünftig feiern“, sagt Thomas Krause, Leiter der Feuerwehrkapelle und Vorsitzender des 2004 gegründeten Blasmusikvereins.  
  Und die Melauner wollen gleich drei Tage ausgiebig dieses Jubiläum bei einem Heimatfest im Eisstadion und auf dem Vorplatz des Feuerwehrgerätehauses am Burgberg in Melaune feiern: vom 19. bis 21. Mai. „Darauf haben wir das ganze vergangene Jahr hingearbeitet und so manche Stunde unserer Freizeit geopfert, denn so ein Jubiläum feiert man nicht alle Tage“, meint der Leiter der Kapelle.  
  So wird es am Sonntag ein richtiges Blasmusikfest mit vielen prominenten Orchestern aus der Region geben. Dazu haben sich die Melauner Gäste eingeladen: Die Original Heideländer Blasmusikanten, den Nieskyer Blasmusikverein und die Löbauer Blasmusikanten. „Natürlich werden auch wir aktiv mit unserer Kapelle am Sonntag mitwirken“, erzählt der Leiter der Melauner.  
  Beginnen wird das Heimatfest bereits am Freitag mit einer Diskoveranstaltung mit Videoshow um 20 Uhr im Eisstadion. Der Sonnabend sieht dann die Moped-Rennpiloten auf ihrem nun schon legendären SR-2 beim Wettkamp. Feuerwehrsportlich zeigen sich die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr und die Jugendlichen der Jugendfeuerwehr Melaune am Sonnabendnachmittag bei Schauvorführungen. Der Abend gehört dann wieder all denen, die gern tanzen. Gegen 22 Uhr wird ein Feuerwerk entzündet.  
  Vor 40 Jahren waren es musikbegeisterte Feuerwehrmänner und, Frauen, die ein Schalmeienorchester in Melaune gründeten. Später wurde aus diesem Klangkörper die Feuerwehrkapelle, und 2004 wurde der Blasmusikverein gegründet. Die Kapelle erlebte Höhen und Tiefen, wobei die Höhen mit Sicherheit überwogen. Zahlreiche Auszeichnungen zeugen heute vom musikalischen Können der Musiker.  

Programm  
Freitag: 20 Uhr - Disko mit Videoshow im Eisstadion a Sonnabend: 14 bis 17 Uhr SR-2-Rennen und Schauvorführungen der Freiwilligen Feuerwehr und Jugendfeuerwehr Melaune; 20 Uhr Disko mit Videoshow mit "Livemusik mit Lifestyle"; 22 Uhr - Feuerwerk m Sonntag: 10 Uhr - Blasmusikfest mit dem Nieskyer Blasmusikverein, Original Heideländer, der Feuerwehrkapelle Melaune und den Löbauer Blasmusikanten, durch das Programm führt Ramona und Andreas.

 

Sächsische Zeitung
Freitag, 12. Mai 2006

Marcus Polier trainiert schon mal für das Finale am Sonntag.  Foto: Friedrich

Nur mit den Nachbarn geht´s vorwärts
Der Sportverein Arnsdorf-Hilbersdorf setzt auf Zusammenarbeit.
von Ullrich Martin

 Die Fußballverantwortlichen beim SV Arnsdorf-Hilbersdorf muss man bewundern. 14 Jahre lang gab es keine Männermannschaft mehr.
  Seit der Spielserie 2004/05 aber wird wieder gekickt. Zurzeit läuft mit der D-Jugend nur eine Nachwuchsmannschaft, und die mit einem recht kleinen Kader, auf. In den anderen Altersklassen stellt der Verein nur vereinzelt Spieler nach Meuselwitz oder Königshain ab. Und so rechte Perspektiven zeichnen sich auch in den nächsten Jahren nicht ab. Nicht umsonst machte die Grundschule in Arnsdorf zu. Denn es fehlen einfach die Kinder. Deshalb aber aufgeben?  Kein Nachwuchsfußball mehr in der wunderschönen Sport- und Freizeitanlage?  "Das kommt Oberhaupt nicht in Frage", sagt Vorstand und Jugendleiter Sebastian Thamm. "Die jetzige D-Jugend werden wir auf alle Fälle halten. Auch als C-Jugend, obwohl das mit dann elf Feldspielern ungleich schwerer wird." Die einzige Alternative sind und bleiben Spielgemeinschaften mit den Nachbarvereinen. "Obwohl es dort ähnliche Probleme gibt, arbeiten wir ordentlich zusammen und nehmen uns die Jungs nicht gegenseitig ab. Es geht nicht allein um unseren Verein. Nur so können wir garantieren, dass der Nachwuchsfußball zwischen Königshain und Vierkirchen nicht den Bach runtergeht. Damit ist ja auch der Bestand der Männerteams verbunden."
  In der D-Jugend, die von Trainer Wilfried Lüttke betreut wird, kicken neun Spieler. Oftmals reicht das kaum, um mit einem kompletten Aufgebot antreten zu können. Die Begeisterung aber ist da. "Wir lassen uns, auch wenn es mal 'ne Klatsche gibt, nicht unterkriegen", gibt Marcus Poller, der schon seit Wochen mit einer kleinen Blessur spielt, die Stimmung wieder. Die Jungs haben eben schon viel von den Großen gelernt.

Marcus Poller
Marcus Polier (11) wohnt in Arnsdorf.  Er ist Schüler der Klasse 6a und kann auf einen Zensurendurchschnitt von 2,0 verweisen. Sein Lieblingsfach ist der Sport,
Zum Fußball kam Marcus mit sechs Jahren vor allem durch seinen Freund Dominik Arit, der in der D-Jugend von Gelb-Weiß Görlitz spielt.
Als echter Linksfuß kickt Marcus im Mittelfeld. Er ist ein technisch guter und schneller Spieler und erzielte in der laufenden Saison bereits zwei Tore. Der Trainer bescheinigt ihm viel Fleiß. Als Zielstellung qibt das Talent an, in der Oberliga oder Regionalliga zu spielen. 
Auf 75 Ballberührungen bringt es Marcus.

 

Sächsische Zeitung
Donnerstag, 4. Mai 2006

Tipper räumt 70 000 Euro im Spiel 77 ab

Melaune.  Durch sechs richtige Endzahlen im Spiel 77 räumt ein Tipper satte 70 000 Euro ab. Der Glückstipp wurde in der Verkaufsstelle Richters Kaufpunkt in Melaune abgegeben. (SZ)

 

Sächsische Zeitung
Dienstag, 2. Mai 2006

Im Ort wird geschauspielert

Arnsdorf. Einen Vorfilm die Sommersaison hat Landkinoteam am Wochenende gedreht.
von Constanze Prause

  Ganz langsam öffnet sich der hölzerne Riegel. Die Eingangstür vom Arnsdorfer Landkino springt auf. „Zu Schnell“. ruft Kameramann Rolf Sondershaus.  Die Szene muss noch einmal gedreht werden. Das Wochenende haben sich rund 40 Laienschauspieler und ebenso viele Statisten im Pfarrhof eingefunden. Unter der Regie des Landkinoteams entsteht hier ein neuer Vorfilm für die kommende Saison. Bereits zum achten Mal seit 1999 werden in dem Ort am Fuße der Königshainer Berge die Kamera geschwenkt, Texte geprobt und Szenen filmerisch umgesetzt. „Der Vorfilm soll Werbung für unsere Heimat sein“, sagt Andrea Gloger. Die Vorsitzende vom Verein für Kirchenbau und Dorfgeschichte erzählt, dass in jeder Kinosaison ein aktuelles Thema für den Film zur Debatte steht. Diesmal haben sich die Akteure einen Streifen ausgedacht, der sich auf eine „Hilfsaktion" für die Stadt Görlitz bezieht.
  Übermäßig streng geht es bei den Filmarbeiten nicht zu. Zwar gibt es ein Drehbuch. Vieles passiert jedoch ganz spontan aus der Situation heraus", sagt Gloger. So kommen die beiden 16-jährigen Mario Büchse und Markus Niemz gemeinsam in einer Szene unter. Sie haben die Aufgabe, mit einem Quadt Runden auf dem Hof zu drehen.  Eigentlich sollte nur eine Person auf dem vierrädrigen Fahrzeug sitzen. Aber beide wollten bei dem Streifen mitwirken.
          Premiere ist am 7. Juli
  Der Kameramann aus Leipzig nimmt es gelassen: "Dann drehen wir die Szene eben mit zwei Leuten", ruft er den Jungs zu. Die Dreharbeiten finden großen Zuspruch und immer mehr Kinder, Frauen und Männer haben Lust, selbst mitzuwirken. So wurden sechs Knirpse für eine Szene benötigt. Vom Kinderkreis Vierkirchen kam gleich ein Dutzend Jungschauspieler Filmluft schnuppern. Auf einen Aufruf im Vorfeld hätten sich ebenfalls zahlreiche Teilnehmer gemeldet. "Das zeigt uns, dass die Menschen im Dorf wirklich hinter der Idee stehen und immer wieder spontan bereit sind, selbst mitzuspielen", sagt Gloger.
  Sie schickt Agnieszka Weigel und Heiko Kittlaus auf die Bühne.  Die beiden übernehmen den Part dei "Moderatoren". Für die Dreharbeiten im Innenbereich zeichnete Karla Fuhrmann die Kulisse der Görlitzer Altstadt. Eine polnische und deutsche Fahne zieren den Tisch Im Hintergrund glänzt ein Schlagzeug. Wofür die Requisiten Verwendung finden, wird noch nicht verraten. Zur Premiere am 7. Juli wissen Landkinobesucher mehr.

A p r i l   2 0 0 6

Sächsische Zeitung
Sonnabend, 15. April 2006

Einbrecher plündern Bungalow in Hilbersdorf

Vierkirchen.  Zwischen 10 und 14 Uhr drangen am Mittwoch Unbekannte Männer während der Abwesenheit des Besitzers in ein sonst ständig bewohntes Gartenhaus in Hilbersdorf ein. Nach dem Aufbrechen der Tür stahlen sie einen Receiver und dessen Fernbedienung.

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Sächsische Zeitung
Dienstag, 04. April 2006

Obstbäume verwandeln sich

Für den zehnjährigen Felix Lachnitt und seine ein Jahr ältere Schwester Melanie ist das Schmücken eines Obstbaumes eine schöne Tradition. Immer zwei Wochen vor dem Osterfest gehen sie ans Werk und behängen die Krone eines Obstbaumes im elterlichen Vorgarten mit bunten Plasteeiern. Foto: B.Donke

 

Sächsische Zeitung
Dienstag, 11. April 2006

25 Händler beim Ostermarkt

Der sechsjährige Markus staunte über Osterhasen, bunte Blumen und zartes Grün. Zum ersten Melauner Frühlings- und Ostermarkt lud am Wochenende der Heimatverein Döbschütz/Melaune ein. Etwa 25 Händler präsentierten ihre Waren rund um den Landshop. Frühlingsware rund um Haus, Hof und Garten wurden präsentiert. Foto: C. Prause

 

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Sächsische Zeitung
Montag, 03. April 2006

Pfarrer Helmut Törne (links) begrüßte die zahlreichen Gäste vor der sanierten "Alten Schule". Foto: C. Prause

Begegnungszentrum feierlich eingeweiht

Buchholz. Im Jahr 2000 gründete sich der Förderkreis "Alte Schule". Jetzt kann er die Früchte ernten, die er gesät hat.
von Constanze Prause

  Ganz Buchholz scheint am Sonntag auf den Beinen zu sein. In dem Vierkirchner Ortsteil herrscht vor der "Alten Schule" dichtes Gedränge. Das Haus wurde saniert, und jetzt zieht neues Leben ein - so ein soziokulturelles Begegnungszentrum. Beim festlichen Gottesdienst in der Kirche wird die Begegnungsstätte eingeweiht. Danach strömen mehrere hundert Besucher zum nur wenige Meter unterhalb der Kirche gelegenen Gebäude. Ein mit Rosen verziertes Band wird zerschnitten. Neben dem ehemaligen diakonischen Werk Görlitz, haben das Landratsamst des Niederschlesischen Oberlausitzkreises, die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz, die Gemeinde Vierkirchen, die Kirchgemeinde Buchholz sowie Firmen und Privatleute das Projekt unterstützt. Die Kirchgemeinde im Ort hat dem Tenne-Verein die denkmalgeschützte "Alte Schule" durch einen Erbbaupachtvertrag langfristig überlassen. Künftig werden hier kulturelle Veranstaltungen, wie eine Musikwerkstatt, ein Erzählcafé, Seniorennachmittage, Chorproben, Vorträge, Konzerte, Tanz oder Ausstellungen stattfinden.
  Von dem Ambiente zeigen sich bereits im Vorfeld die Gäste begeistert. "Die Sanierung ist eine Aufwertung des Dorfzentrums. Ich hoffe, dass dieses Haus mit Leben erfüllt wird", sagt Gotthard Ender.
  Vom ausgebauten Dachgeschoss führen die Schritte zu einer offenen Galerie, von der aus man bis in den Versammlungs- und Veranstaltungsraum blicken kann. Helles Holz dominiert hier vor hellen Wänden. "Zuerst war ich wohl ein bisschen skeptisch, als ich das Gebäude als Altbau sah. Nun bewundere ich den Mut derer, die die Sanierung in Angriff genommen haben", sagt Eckehard Radisch.

M ä r z   2 0 0 6

 

Sächsische Zeitung
Mittwoch, 22. März 2006

Diebische Elstern erobern sich die Ladenkasse
Hilbersdorf.
Nicht bunte Blumen oder vitaminhaltige Frischkost waren es, die diebische Elstern in einen Gemüse- und Blumenladen Vierkirchens lockten, sondern Bargeld. Dieses fanden sie in einer Geldkassette, und sie nahmen es anschließend natürlich mit.

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Sächsische Zeitung
Dienstag, 21. März 2006

Platz zum Spielen, Reden, Musizieren
Buchholz
.  Ein ehrgeiziges Ziel wird umgesetzt. In der „Alten Schule“ des Vierkirchener Ortsteils entsteht ein Begegnungszentrum.
von Constanze Prause

Im rund 419 Hektar großen Dorf zieht ein breit gefächertes kulturelles Leben ein. Kreativworkshops stehen bald ebenso auf der Tagesordnung wie offene Nachmittage für die Senioren, Spieleabende, Erzähl-Cafe, Musikerwerkstatt oder Theater. Die „Alte Schule“ in Buchholz wandelt sich zur soziokulturellen Begegnungsstätte.
  Das denkmalgeschützte Gebäude hat die Kirchgemeinde dem Tenne-Verein mittels Erbaupachtvertrag langfristig überlassen.  Wir möchten hier im Ort ein Haus schaffen, das für alle Menschen egal welchen Alters oder welcher Konfession - offen steht", informiert Helmut Törne. Der Pfarrer der Kirchgemeinde wünscht sich, dass Frauen, Männer und Kinder mehr aus den eigenen vier Wänden herauskommen.
  „Zwischenmenschliche Begegnungen von Angesicht zu Angesicht sind gerade in der heutigen Zeit so wichtig. Gemeinsam können Gespräche geführt, Potenziale entdeckt oder Interessen gefördert werden“, sagt er.
  In den kleineren Orten der Region bricht so manches weg. Die Gemeinde wurde davon nicht verschont. Eine Gaststätte gibt es in Buchholz schon lange nicht mehr. Zum Großeinkauf müssen die Leute in die Umgebung fahren. Die Grundschule läuft vermutlich aus. Damit das Leben im Dorf nicht erlischt, haben sich Tenne-Verein, Förderkreis „Alte Schule“ und Kirche den Hut für ihr Projekt aufgesetzt: Menschen die Möglichkeit bieten, zusammen sinnvoll und mit Spaß Freizeit vor der eigenen Haustür zu gestalten. Programmideen für die Nutzung des Gebäudes liegen jede Menge vor. Reiseberichte werden künftig zu hören sein. Ein Chorprojekt ist geplant. Vorträge zu religiösen, politischen und historischen Themen stehen auf der Tagesordnung. Ausstellungen, Tanz und Konzerte finden statt. „Es wird einen Umwelttag, Pilgertag, Mobil-ohne-Auto-Tag und vieles mehr geben“, freut sich Pfarrer Törne auf die Umsetzung der zahlreichen Ideen aller Mitstreiter.
  Die Ziele werden schon bald verwirklicht. Am 2. April erfolgt die feierliche Einweihung der neuen „Alten Schule“.  Alle jene sollen kommen, die die Sanierung des Gebäudes mit auf den Weg gebracht haben. Dazu zählen das Landratsamt des Niederschlesischen Oberlausitzkreises, das ehemalige Diakonische Werk Görlitz als Hauptunterstützer, die Evangelische Landeskirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, die Gemeinde Vierkirchen, die Kirchgemeinde Buchholz, die Firma Boreas sowie Einzelunterstützer von Politik und Kirche. Sie beteiligten sich in unterschiedlichster Form am Objekt, welches insgesamt rund 200 000 Euro kostete. Davon flossen 140 000 Euro aus Fördermittel. 35 000 Euro sind Zuschüsse und Spenden, der Rest wurde an Eigenleistungen erbracht.'
  „Alleine hätten wir es nie geschafft, die ehemalige Schule wieder herzurichten“, sagt Helmut Törne und möchte sich auf diesem Wege ganz herzlich bei allen Unterstützern und Befürwortern des Projektes bedanken. Fleißig wurde in den vergangenen Monaten gewerkelt. So erfolgte die komplette Sanierung des Daches. Das Gebäude wurde entkernt und der Innenbereich vollständig instand gesetzt.
  Das Herzstück des Hauses ist der große Versammlungsraum mit der fast bis unters Dach reichenden offenen Galerie. Im Kreativraum wird bald gemalert, getöpfert und gebastelt. In der unteren Etage gibt es Küche, Aufenthaltsmöglichkeit und einen Sanitärtrakt mit Duschmöglichkeit.  Gerade für Pilger und Gäste ein lohnenswertes Ziel, einmal in Buchholz für eine gewisse Zeit Fuß zu fassen.

Zur Geschichte der „Alten Schule“

1844 wurde die „Alte Schule“ als Dorfschule wiedererrichtet.
Bis Anfang des 20. Jahrhunderts lernten hier die Kinder. Zeitweise gab es ein Jugendheim. Später war im Objekt Sitz der Diakonieschwesternstation. Auch gewohnt wurde in dem Haus. Nach dem Krieg bis zum Ende der 70er Jahre gab es ein Klassenzimmer im Gebäude. Bis 2000 wurde es noch als Wohnmöglichkeit genutzt. Bereits fünf Jahre zuvor zog die Junge Gemeinde mit ein.
1997 gründete sich der Tenne-Verein und im Jahr 2000 der Förderkreis „Alte Schule“, der sich Sanierung und Nutzungskonzept zum Ziel setzte.
Am 2. April 2006 wird die soziokulturelle Begegnungsstätte mit einem Gottesdienst um 14 Uhr eingeweiht. Die musikalische Gestaltung übernimmt der Kantor der Partnerkirchgemeinde aus Lemwerder bei Bremen. Danach erfolgt die feierliche Eröffnung mit kulturellem Rahmenprogramm.

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Sächsische Zeitung
Montag, 20. März 2006

Fingerfertigkeit bewiesen beim Bogenbau Sebastian Pfeifer, Clemens Hoffmann und Reik Dießner (v. l.n.r.). Foto: C. Prause

Workshop versetzt in vergangene Zeiten

Melaune. Der Milzener Verein bot am Wochenende die Möglichkeit, das Mittelalter zu erleben.
von Constanze Prause

  In Melaune hat das Mittelalter am Sonnabend in der Jugendscheune Einzug gehalten. In der Küche stapeln sich hölzerne Schalen und tönerne Gefäße. Gekocht wird hier nach Rezepten der Vorfahren.
  Berge von Schafwolle türmen sich in einem anderen Raum. Die Wolle soll gefärbt werden. Auch Pfeil und Bogen werden gebaut. Ritter kämpfen mit Schild und, Schwertern.
  Organisiert hat das mittelalterliche Treiben der Milzener Verein in Form eines Workshops mit polnischen und deutschen Gästen. Seit vier Jahren sei man mit dem Verein "Kruk" aus Breslau befreundet, erzählt Diego Scholz. Dessen "Krieger" geben sich auf der Bühne vor dem Eisstadion die Ehre. Die Regeln nach denen gekämpft wird, werden erläutert, bevor Äxte, Holzknüppel oder Schwerter durch die Luft schwirren. Wer den Gegner am behelmten Kopf trifft, muss zur Strafe Liegestütze machen.
  Doch das Mittelalter bietet auch friedliche Beschäftigungen. Vereinsmitglied Kathleen Schubotz fährt einen Teil der rund 30 Gäste zu den Tieren der Milzener: Vierhornschafe und Pommersche Landschafe. Die Wolllieferanten wurden schon vor einiger Zeit geschoren. Das kuschelige Vlies kommt in Töpfe, in denen ein Sud aus unterschiedlichen Pflanzenfarben brodelt - grüne, gelbe und rote Töne.
          Mitgliederzuwachs
  Wie man einst lebte, das möchten die Milzener nachvollziehbar machen. Der Verein trifft damit auf großes Interesse und kann sich über Mitgliederzuwachs freuen. Die Neuen haben bei dem Workshop einiges gelernt.
  Sebastian Pfeifer, Student für Ur- und Frühgeschichte hat einen Rohling für einen Bogen bearbeitet. „Vorzeitliche Techniken auszuprobieren, war für mich sehr interessant“, sagt er. Sich Wissen anzueignen und mit anderen darüber auszutauschen, das seien für ihn wichtige Gründe, bei den Milzenern mitzuwirken. Er kenne auch keinen anderen Verein, der solche Möglichkeiten anbiete.
  Schon lange dabei ist Reik Dießner. Der Arnsdorfer Schmied möchte in der Freizeit "gern mal mit anderen Rohstoffen hantieren." Mit historischem Werkzeug bearbeitet er das Holz. Es ist eine langwierige Prozedur, bevor die historisch,, nachempfundene Waffe entsteht. Auch die Kämpfer legen selbst Hand an. Laut Diego Scholz werden die Ausrüstungen - bis auf Helme und Schwerter - selbst hergestellt. Die Milzener werden es nicht bei Workshops belassen. Künftig soll ein Museum unter freiem Himmel unterhalb des Burgbergs Geschichtsinteressierte nach Melaune locken.

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Sächsische Zeitung
Sonnabend, 18. März 2006

Die Saiten zu bändigen ist gar nicht so leicht
Vierkirchen.
Nach dem Unterricht erlernen sieben Schüler das Spiele eines Musikinstruments
von Bernhard Donke

Einfühlsam bringt Musikpädagogin Mechthild Szostakowski (rechts) der Gitarrenschülerin Svenja Görnitz das Spiel auf dem Instrument bei. Dabei schauen auch andere Musikschüler aufmerksam zu. Foto: Bernhard Donke

  Donnerstag in den frühen Nachmittagsstunden. Eigentlich müsste es mucksmäuschenstill sein im Gebäude der Grundschule Vierkirchen in Buchholz. Ist es aber nicht. Vielmehr sind aus einem der zwei Kassenräume im Erdgeschoss Gitarrenklänge zu hören. Sie sind aber noch nichts für das Ohr eines Musikliebhabers, da sie von noch ungeübter Hand den Saiten der Gitarre entlockt werden.
          Im Moment noch Anfänger
  „Das ist ja auch nicht verwunderlich. Die Kinder, die sich hier auf der Gitarre versuchen, befinden sich erst am Anfang ihres Instrumentalunterrichts", sagt Mechthild Szostakowski, Musikpädagogin und Regionalleiterin Reichenbach der Kreismusikschule des Niederschlesischen Oberlausitzkreis. Einmal in der Woche, jeden Donnerstagnachmittag, kommt sie hierher nach Buchholz in die Vierkirchner Grundschule, übt mit Kindern das Spielen eines Musikinstrumentes und das nun schon regelmäßig seit sieben Jahren.
  Zurzeit sind es sieben Schüler,
die ihre Liebe zum Gitarrenspiel entdeckt haben. Sie üben jeden Donnerstagnachmittag fleißig, um es vielleicht auch einmal zum Meister auf diesem Instrument mit den sechs Saiten zu bringen. Vorbilder wie Jimi Hendrix (1942-1970) oder den 61-jährigen Amerikaner Eric Clapton motivieren da schon. Natürlich lernen die Instrumentalmusikschüler auch die zur Musik gehörenden Noten.
          Investition in die Zukunft
  Für Svenja Görnitz aus Nieder Seifersdorf, die in Buchholz die zweite KIasse besucht, ist der Instrumentalunterricht immer ein kleines Erlebnis: "Mir macht der Unterricht seit der ersten KIasse viel Spaß, und ich komme gern hierher. Ich will doch einmal richtig auf der Gitarre spielen", sagt das Mädchen, das nach dein Unterricht immer von ihrer Mutti vom Unterricht aus der Schule abgeholt wird.  „Musik machen und das Beherrschen und Spielen eines Musikinstrumentes ist ja auch eine der schönsten Freizeitbeschäftigungen für  Kinder und Jugendliche. Wer einmal ein Musikinstrument richtig spielen kann, der verlernt das sein Leben lang nicht mehr“, fügt die Musiklehrerin den Worten der Schülerin hinzu.
  Auch Mutti Sigrid Görnitz ist mit dem, was ihrer Tochter hier beigebracht Wird. sehr zufrieden. „Das Geld, das wir dafür bezahlen müssen, ist eine gute Investition für unser Kind in die Zukunft.“

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Sächsische Zeitung
Donnerstag, 16. März 2006

Essen und Arbeiten wie im Mittelalter
Melaune.
Polnische und deutsche Gäste nehmen an einem besonderen Workshop teil. An diesem Wochenende treffen sie sich in der Jugendscheune.
von Constanze Prause

  An diesem Wochenende gibt es einen internationalen Workshop zu Handwerkstechniken des Mittelalters in der Jugendscheune Melaune. Veranstalter ist der Milzener-Verein. Dessen polnischer Partnerverein "Kruk" ist ebenfalls mit von der Partie. „Seit sechs Jahren sind wir auf dem Gebiet der experimentellen Archäologie tätig und haben in diesem Zeitraum weitreichende Partnerschaften aufgebaut, sagt Diego Scholz.
          Intensiver Kontakt zu „Kruk“
  Der Vereinsvorsitzende der Milzener erzählt, dass gerade auf Grund territorialer und inhaltlicher Nähe der Kontakt zur Gruppe „Kruk“ aus Wroclaw (Breslau) seit mehreren Jahren sehr intensiv sei.  Freundschaften entwickelten sich, Polnisch und Englisch werden gelernt und Veranstaltungen gemeinsam auf die Beine gestellt. Das Melauner Projekt zählt dazu. Beide Gruppen konnten im vergangenen Jahr eine Vielzahl an neuen Mitgliedern verbuchen. Diesen das „kleine Einmaleins“ des Mittelalters näher zu bringen, ist Ziel des Workshops.
  Rund 30 Teilnehmer werden erwartet. Außer einem ausführlichen Vortrag zu ehemaligen slawischen Befestigungsanlagen in der Oberlausitz zuzuhören, können die Besucher bei unterschiedlichen experimentellen Aktionen mitwirken.  So erhält Schafwolle olivgrüne, rote sowie gelbe Farbe durch Walnussblätter, Krapp und Zwiebelschalen. Hand anlegen ist beim Waschen, Spinnen und Verzwirnen angesagt.
         Mit Pfeil und Bogen
 
Auch wie die Lebensmittelverarbeitung im Mittelalter erfolgte, ist zu erleben. „Damals gab es zum Beispiel keine Kartoffeln. Möhren standen erst ab dem 13. Jahrhundert auf dem Speiseplan“, erklärt Diego Scholz.  Welche Möglichkeiten unsere Vorfahren hatten, Gerichte auf den Tisch zu bringen, wird während des Workshops gezeigt. In Theorie und Praxis erleben die Gäste außerdem den Bau von Pfeil und Boden und historische Kampftechniken.

- Workshop vom 18. bis 19. März, Beginn 11 Uhr in der Jugendscheune Melaune. Einzelanmeldungen auf Nachfrage möglich unter fidelius-web@gmx.de

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Sächsische Zeitung
Mittwoch, 15. März 2006

Michael Kösling hat sich für die Arnsdorfer Kirchgemeinde einiges vorgenommen: zum Beispiel Gottesdienst unter freiem Himmel Foto: C. Prause

Gottesdienst auch mal unter freiem Himmel
Arnsdorf.
Der Vikar möchte neue Ideen in der Kirche umsetzen.
von Constanze Prause

Rockkonzerte in der Kirche? Michael Kösling macht sich darüber Gedanken, ob das vielleicht möglich wäre. Seit kurzem ist der 29-jährige Vikar in der Arnsdorfer 520 Mitglieder zählenden Kirchgemeinde.  Gottesdienst, Frauenkreis, Seelsorge und Konfirmandenunterricht zählen zu seinen Aufgaben. „Eigentlich wollte ich ursprünglich nicht unbedingt aufs Dorf“, erzählt er. Doch von dem Ort in der Nähe der Königshainer Berge zeigte sich der gebürtige Brandenburger begeistert. Der Brückenschlag zwischen Kirche und Kultur im Ort sei „sehr interessant“.
  Zwar haben Vikare - also angehende Pfarrer - keine alleinige Entscheidungsgewalt darüber, wo sie ihr Vikariat abhalten werden. Sie können aber um Rücksichtnahme bei der Ortswahl ersuchen. Für Michael Kösling war wichtig, in der Nähe von Frau und kleiner Tochter arbeiten zu können. Seine Frau arbeitet als Rechtsreferendarin in Bautzen. Die Berufe der Eheleute wären kein Widerspruch. „In unserer Familie greifen wir buchstäblich Gesetz und Evangelium mit den Händen“, sagt der Christ.
  Dass er sein Vikariat in der Region durchfuhren kann, ist eigentlich nur durch die Kirchenfusion zwischen der Evangelischen Kirche der Schlesischen Oberlausitz und der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg im Jahr 2004 möglich. Ohne den Zusammenschluss wäre er im heimatlichen Brandenburgischen eingesetzt worden. Nun will der junge Mann, der in Leipzig und Rostock Theologie studierte, so manche neue Idee in der Kirche anbieten. Jugendgottesdienste mit Musik wären ebenso vorstellbar, wie Kindergottesdienste oder Gottesdienste unter freiem Himmel. „Natürlich sollten solche neuen Dinge zuvor miteinander abgesprochen werden“, sagt er. Deshalb gibt es ab April eine Gottesdienstwerkstatt“. Neu ist auch das künftige Angebot der Wochenandacht Ostern, die den sonntäglichen Gottesdienst nicht ersetzen soll.
  Derzeit betreut Michael Kösling außerdem Konfirmanden und Vorkonfirmanden. Während seine Kollegen in den Großstädten bis zu 60 Mädchen und Jungen anleiten, sind es in seinem Gebiet momentan acht Jugendliche. Grund dafür sei der besonders geburtenschwache Jahrgang. „Doch in einer kleinen Gruppe sind persönliche Gespräche viel besser möglich“, sagt der Vikar, der bis Februar 2007 in der Kirchgemeinde bleibt.

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Sächsische Zeitung
Sonnabend, 11. März 2006

Ein architektonisches Kleinod im Ortskern von Melaune: die sogenannten Weberhäuser. In den Häusern 67 (links) und 65 (dahinter) standen die letzten Webstühle. Mitte des 19. Jahrhunderts war die Blütezeit der Handweberei im Ort. Foto: SZ/Thomas Fiedler

Das Herz schlägt unten im Dorf

--STRASSENANSICHTEN--

Viele gute Geschichten liegen auf der Straße. Schauen wir mal nach Melaune, unten im Ort: "Alter Dorfring".
von Ullrich Martin

  Görlitz bezaubert durch seine Altstadt, Melaune mit seinem "Alten Dorfring". Obwohl zwischen den beiden geschichtsträchtigen Stätten Welten liegen, besteht einer der wohl größten Unterschiede darin, dass außer den Einheimischen kaum jemand weiß, welch bauliche Jahrhundertzeugnisse im Unterdorf zu bewundern sind. Auf engstem Raum schmiegen sich am Alten Dorfring Haus an Haus. Davon sieben Fachwerkhäuser, die allesamt ihre 250 Jahre auf dem Buckel haben.  "Früher waren die Häuser durch enge Gassen miteinander verbunden, dann wurde fast alles überbaut, etliche Fachwerke zugeputzt", sagt Ortschronist Eckehard Radisch, mit dem und Ortsvorsteher Herbert Riedel die SZ einen Rundgang unternimmt. Auch heute ist der obere Teil des Dorfrings noch eng, sind Bauten und Straße eins.
          Neues Leben einhauchen
  Zum Beispiel das Fachwerk mit den dunklen Klinkern von Christian Görner. Nichts erinnert mehr an das einstige Gesindehaus aus dem 18. Jahrhundert. „20 Jahre stand es, leer, dem Verfall überlassen. Nach dem Abriss vor sechs Jahren begann ich mit dem Neubau. Mit einer etwas moderneren Fassade und vergrößertem Grundriss. Ohne dem Veto des Denkmalschutzes.“ Der gelernte Tischler hauchte mit seinen vielen Helfern und Freunden dem Herzstück der Ortschaft Melaune neues Leben ein.
  Gleiches kann man von Kerstin und Carsten Scholz, die aus Reichenbach und Görlitz zuzogen, sagen. Nur wenige Schritte weiter, dort an der Wegebiegung, wo die einstigen Weberhäuser stehen, bauten die Eheleute die Nummer 67 originalgerecht wieder auf, mit Wohnküche und Ofenheizung, Guter Stube, drei Schlafkammern. Sogar mit einem Kochkamin, indem Frau Kerstin ab und an Spiegeleier brät. Zwei Jahre dauerten die aufwendigen Arbeiten, alles in Eigenleistung. Somit erfüllten sich die jungen Leute ein Stück ihrer Lebensphilosophie, die über der Küchentür geschrieben steht: „Schaue vorwärts, nicht zurück. Neuer Mut ist Lebensglück."
  Bei den Scholzes fällt der Apfel nicht weit vom Stamm. Wir treffen Sohn Diego, den Ältesten der drei Kinder, nur ein paar Meter weiter. Auch hier leistet die Familie ganze Arbeit, entsteht ein weiteres Weberhaus neu, ebenso im Stil von einst. „In zwei Jahren ist alles fertig. Innen richten wir uns wie zur Gründerzeit ein“, verrät der 26-Jährige. Bleibt von dem Dreier-Ensemble die Nummer 65. Sie ist unbewohnt. Hier ratterte bis vor 150 Jahren der Webstuhl von Traugott Gerber, dem letzten Handwerker von Melaune "Schön wär's, wenn sich da was tun wurde", wünscht sich Nachbarin Kerstin Scholz.
  Auf viele Details weisen Herbert Riedel und Eckehard in dieser „Herzkammer“ von Melaune hin. Da sind noch zwei Schöpfbrunnen, direkt in den Stein gehauen. Einer unmittelbar neben dem Fachwerk von Christian Görner mit der Jahreszahl 1819. Der andere am Grundstück der Familie Schweigert, um 1700 errichtet, mit einem hölzernen Tor. Herbert Riedel: „Hier schöpfen einige sogar noch ihr Wasser.“ Eine Treppe aus Granit führt neben dem Brunnen nach oben, zum Melauner „Malerblick“.  Von hier aus öffnet sich ein wunderbarer Blick zur Kirche.

Stolperstein Gebäude am Konsumgässel

- Bis 1985 war das Haus am Konsumgässel, gleich neben dem Dorfring, bewohnt. Nach der Wende verkaufte die Gemeinde das gut erhaltene Grundstück, 
- Der Käufer aus dem Westen „wollte etwas machen“ aus dem stattlichen Gebäude. Doch der Mann ließ plötzlich nichts mehr von sich hören. 
Bürgermeister Andreas Nedo: „Wir haben uns bemüht. Doch vom Besitzer fehlt seit Jahren jede Spur. So wird auch keine Grundsteuer gezahlt.“ Das Haus ist noch intakt, könnte aber irgendwann der Gemeinde zur Last fallen. So ist dieses Gebäude neben der Alten Gaststätte an der Kirche oder der Alten Post am Schmiedeberg ein echter Stolperstein in der Gemeinde. (um)


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Sächsische Zeitung
Donnerstag, 9. März 2006

Vortrag erinnert an101-jährige Geschichte

Melaune. Leider hat sich in, Artikel .Erinnert an ein Stück Verkehrsgeschichte" (8. März) ein Fehler eingeschlichen. Es muss richtig heißen: Eckehard Radisch berichtete aus der 101-jährigen Kreisbahngeschichte. Während dieser Zeit bestand die Teilstrecke der Kreisbahn Görlitz von Buchholz (Krischa bis 1936) nach Königshain 67 Jahre vom 31. Mai 1905 bis 30. September 1972. Die Strecke Königshain-Görlitz wurde erst am 22. Mai 1993 stillgelegt. (bd)

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Sächsische Zeitung
Mittwoch, 8. März 2006

Erinnert an ein Stück Verkehrsgeschichte
Melaune.
Ein Vortrag klärte die Bedeutung der Kreisbahn für die wirtschaftliche Entwicklung des Ortes.
von Bernhard Donke

  Einen Vortrag heiterer und ernsterer. Episoden aus der 67-jährigen Geschichte der Kreisbahn gab Ortschronist Eckehard Radisch am Freitagabend im Versammlungsraum der Freiwilligen Feuerwehr in Melaune. Hierher hatte der Heimat verein Döbschütz-Melaune e.V. und der Ortschronist eingeladen.
  In Wort und Bildern schilderte er die Geschichte der einst privaten Bahn vom Bau bis hin zur Stilllegung des Abschnitts Weißenberg Königshain am 30.  September 1972 sehr anschaulich. Die eigenen Erlebnisse Radischs machten den Vortrag interessant und lebendig. Denn wer vor allem von den jüngeren kann sich noch an den Winter ,1969/70 erinnern, als die Bahn mit riesigen Schneemassen zu kämpfen hatte. Oder wer kennt heute noch die Männer der ersten Stunde, die die Bahn schon kurz nach dem Zweiten Weltkrieg wieder zum Rollen gebracht hatten. Aber es gab auch mehr oder weniger lustige und ernste Begebenheiten in der 67-järigen Kreisbahngeschichte, die er zusammen mit Andrea Weise am Dia-Projektor zu berichten hatte. „Ja ich kann sagen, das war sehr interessant, was da Herr Radisch uns vorgetragen hat“, sagt Helmut Walter aus Melaune. „Ich kenne die Bahn noch von Kindesbeinen an und bin mit ihr alt geworden“, bekennt das Melauner Urgestein, der sich noch an seine eigenen Fahrten mit der Bahn erinnern kann.
  Dagegen sagt Jan Kreusch aus Melaune die Kreisbahn nicht viel. „Ich war damals, als sie stillgelegt wurde, gerade mal zwei Jahre alt. Mein Vater aber arbeitete bei der Bahn und aus seinen Erzählungen weiß ich so manches darüber.  Der Vortrag von Eckehard Radisch hat mir aber noch so manches vermittelt, was ich bisher noch nicht wusste“, sagte der heutige Busfahrer bei der NVG im Anschluss an den fast zweistündigen Vortrag.

Sächsische Zeitung
Dienstag, 07. März 2006

Christian Görner (links) lässt schon mal das Feuer im neuen Kamin von Aufbauhelfer Andreas Behr schüren.  Am 10. März wird die Gaststätte wieder eröffnet.

Wasser auf die Mühlen
Vierkirchen.
Am Freitag öffnet das ehemalige Gasthaus Melaune unter neuem Namen wieder.
von Constanze Prause

  Gleich zweimal gibt es künftig unterhalb des Burgberges eine „Alte Wassermühle“. Während die eine von Seiten der Gemeinde Vierkirchen zu einer euroregionalen Begegnungsstätte ausgebaut wird, hat sich für das andere Objekt ein privater Bauherr den Hut aufgesetzt. Christian Görner sanierte das ehemalige Gasthaus Melaune, welches mehrere Jahre leer stand.
  In das zu DDR-Zeiten als „Klubgaststätte Thomas Münzer“ bekannte Haus zieht ab dem 10. März der laufende Betrieb ein. Dann öffnet „Zur alten Wassermühle“ erstmalig wieder die Pforten. „Den Namen wählten wir natürlich wegen der Lage“, sagt Mutter und Inhaberin Manuela Görner. Sie hält zusammen mit Tochter Maren künftig die gastronomischen Fäden in der Hand. Für Gäste könnte das Terrain gleichzeitig wegen dem Gesamtensemble ein lohnenswertes Ausflugsziel werden. Unterhalb des Burgberges entsteht nicht nur die euroregionale Begegnungsstätte, hier gibt es auch ein Eisstadion, Freilichtbühne, Jugendscheune, Feuerwehr und zwei Rundwanderwege. Ganz in der Nähe befinden sich Ausflugsziele wie das Döbschützer

 "Ohne die Hilfe von Freunden und Familie wäre der Umbau und die jetzige Eröffnung nur schwer realisierbar gewesen" Christian Görner

Wasserschloss oder Schloss Krobnitz. Der Milzener-Verein führt Freilichtveranstaltungen durch und lässt die historische Zeit der Slawen wieder auferstehen. „Ein gutes Übereinkommen mit Gemeinde und Vereinen ist wichtig.  Wir sind schon daran interessiert, dass man sich zum Beispiel bei Veranstaltungen gemeinsam ergänzt“, blickt Manuela Görner in die Zukunft.  Bevor es soweit ist, musste eine Menge Schweiß in das Objekt fließen. „Ohne die Hilfe von Freunden und Familie wäre der Umbau und die jetzige Eröffnung nur schwer realisierbar gewesen“, schätzt Christian Görner ein. Seit Dezember des Vorjahres werkelten mehr als ein Dutzend Helfer fleißig mit. Ein zusätzlicher Gastraum entstand auf einer zweiten Ebene. Theke und Küche sind erneuert worden. Für Gemütlichkeit sorgt ein großer Kamin. Ein Kühlhaus wurde eingebaut. Entstanden sind im unteren Bereich 36 Sitzplätze, im oberen zwölf.  Dazu kommen noch mal rund 20 Plätze im Wintergarten. Bereits jetzt liegen die ersten Anfragen für Geburtstage, Klassentreffen und Hochzeit vor.
  Geplant ist, dass kulturelle Angebote die regionale gutbürgerliche Küche ergänzen. Vorstellen kann sich Familie Görner Kleinkunst von Buchlesungen bis Kabarett. Wie es heute im 1985 errichteten Wirtshaus aussieht, können Besucher ab dem 10. März, um 17 Uhr erfahren. Für Gäste gibt es am Eröffnungswochenende ein Freigetränk.

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Sächsische Zeitung
Freitag, 03. März 2006

Jenny, Isabell, Thomas, Maik und René, allesamt Buchholzer Kinder und als Fastnachtsnarren verkleidet, mit Pony „Elly“ auf Zampertour.  Foto: B. Donke

Brauch. Kinder gehen mit Liedern und Gedichten auf "Betteltour"
von Bernhard Donke

  „Eigentlich heißt das bei uns Betteltour“, klärt Katrin Petzold auf, deren Kinder auch auf „Betteltour“ durch Buchholz sind. Zampern (sorbisch Camprowanje - heischen, einfordern), das kommt mehr aus dem sorbischen Gebiet und wird da schon vor dem Faschingsdienstag betrieben. Es hat auch eine andere Bedeutung, wie hier in Buchholz, wo regelmäßig nur am Faschingsdienstag bunte Kinderscharen, als Fastnachtsnarren verkleidet, durchs Dorf von Haustür zu Haustür ziehen, um sich singend und Gedichte aufsagend von den Leuten kleine Gaben zu erbetteln.  Und das nun schon seit Generationen, wie Katrin Petzold bestätigt.
  Auch ihre Kinder sind an diesem Tage mit ihren Freunden als Fastnachtsnarren verkleidet unterwegs im Ort. Die Lieder und Gedichte, die sie heute singen und vortragen, sind von Generation zu Generation Weitergegeben worden. So singen die Kinder heute genau dieselben Liedtexte, die von einen kleinen König handeln, dem man nicht zu wenig geben soll, und vom Fastnachtsnarren, der auch etwas haben will, und wenn es auch nur ein Streifen Kuchen wäre. Am Ende der Tour wird alles geteilt und gemeinsam verzehrt.

F e b r u a r   2 0 0 6

Sächsische Zeitung
Dienstag, 28. Februar 2006

Die grünen Flächen in der Karte sind Wald.  Ingo Weber (links) betreut das Revier Königshain. Jürgen Eichholz ist Leiter des Forstbezirkes Weißwasser. Foto: Constanze Prause

Viele Besitzer nutzen jetzt ihren Wald
Arnsdorf.
Das ehemalige Forstamt ist nun Sitz von drei Revierdienststellen des neuen Staatsbetriebes Sachsenforst.
von Constanze Prause

  Bis Ende 2005 befand sich der Sitz des Görlitzer Forstamtes in Arnsdorf. Nun gibt es hier kein Forstamt mehr. Drei Revierdienststellen sind ins Haus eingezogen - die Dienststellen der Reviere Kodersdorf, Hohendubrau und Königshain. Im Januar wurde der Staatsbetrieb Sachsenforst gegründet. Aus 47 Forstämtern in Sachsen wurden 15 Forstbezirke gebildet. Für die Forstverwaltung brachte die Umstrukturierung mehr Selbstverwaltung. „Der Staatsbetrieb kann die vorhandenen Mittel besser und zweckmäßiger einsetzen“, sagt Jürgen Eichhorst, Leiter des Forstbezirks Weißwasser.
          Viele Besitzer - kleine Flächen
  Für das Revier Königshain hat Förster Ingo Weber den Hut auf. Er betreut rund 2700 Hektar Wald. Dabei handelt es sich um Privatwald. Zu seinen Aufgaben zählt die kostenlose Beratung hinsichtlich der Bewirtschaftung. „Andererseits betreuen wir die Flächen als Dienstleister nach Bedarf oder auf Dauer“, erklärt Ingo Weber. 670 Waldbesitzer gibt es im Königshainer Revier. Den meisten gehören eher kleine Grundstücke. Während in den letzten Jahren Waldbesitzer geringe Flächen oftmals abstoßen wollten, hat sich das geändert. „Viele Besitzer erschließen jetzt den Wald als Holzquelle“, hat Jürgen Eichhorst beobachtet. Den Grund vermutet er in den steigenden Energiepreisen. Holz als nachwachsender und preisgünstigerer Brennstoff sei deshalb im Kommen. Die Axt im Wald zu schwingen wie man will, ist dennoch nicht erlaubt. Beschränkungen gibt das Gesetz vor. Kahlschläge, die breiter als 25 Meter sind, bedürfen einer Genehmigung. Gleichzeitig muss an die Neuaufforstung gedacht werden. So schließt der Holzeinschlag eine kontinuierliche Nutzung nicht aus. 
  In der Vergangenheit wurde für die Neuanpflanzung viel getan. Mit Eichen, Buchen oder Lärchen wurde in Königshain aufgeforstet. Und selbst die eher selten gewordene Weißtanne findet sich kleinflächig in der Königshainer Flur.  Hauptsächlich gibt es aber Nadelgehölze, insbesondere Fichte.
  Die auf Umweltgifte sensibel ansprechende Fichte wurde bis Ende der 80er Jahre durch die Abgase der Kraftwerke in Hagenwerder und im polnischen Turow geschädigt. „Diese Emissionsschäden haben drastisch nachgelassen“, sagt Jürgen Eichhorst. Bedingt durch den trockenen Sommer vor zwei Jahren leide die Fichte allerdings heute noch. Wann sich der Bestand erholt, das hänge vom Wetter ab.
  Im Sommer kann dem Baum auch der Buchdrucker - eine Borkenkäferart - zu schaffen machen. Wird das Schadinsekt beizeiten erkannt, wird es auch bekämpft. Chemische Mittel müssen nicht unbedingt zum Einsatz kommen.  Auch andere Maßnahmen können eine großflächige Weiterverbreitung im Bestand stoppen, zum Beispiel, das Fällen der Bäume und anschließende Schälen der Rinde.
          Wanderer suchen Erholung
  Wanderer und Spaziergänger halten sich sehr gern im Königshainer Forst auf „Wenn man die Zahlen der Erholungssuchenden betrachtet, so ist der Stellenwert des Waldes immer weiter gestiegen“, hat Ingo Weber beobachtet. Die touristische Erschließung durch Radwege oder den ökumenischen Pilgerweg spiele eine nicht unbedeutende Rolle für die Region.
  Es locken aber auch zahlreiche seltene Tierarten in das Königshainer Waldgebiet.  Unter anderem die Kreuzotter oder die Haselmaus. Beide haben hier ihre Heimat gefunden. Und manchmal fliegt sogar der unter Naturschutz stehende Uhu über das Terrain.  

- Zum Revier Königshain gehören die Gemarkungen Sohland, Deutsch Paulsdorf, Gersdorf, Markersdorf, Pfaffendorf, Kunnerwitz, Görlitz, Klingewalde, Ebersbach, Girbigsdorf, Königshain, Mengelsdorf, Reichenbach, Zoblitz, Meuseiwitz, Dittmannsdorf, Hilbersdorf, Melaune.
- Der Forstbezirk Weißwasser hat eine Fläche von rund 44 000 Hektar. Davon entfallen auf den Staatswald nur etwa 3 800 Hektar, die sich auf Flächen um Weißwasser (Hermannsdorf und Kreba/Kosel/Klitten erstrecken. Der Rest ist Privatwald. 
- Hauptsitz des regionalen Forstbezirkes ist Weißwasser. In Niesky befindet sich die Außenstelle für Privat- und Körperschaftswald und in Arnsdorf der Sitz von drei der insgesamt 13 Reviere.

Sächsische Zeitung
Montag, 27. Februar 2006

Melauner Eismann kommt mit Marke Eigenbau

Damit das Eis im Melauner Eisstadion spiegelglatt und huckelfrei bleibt, hat Manuel Vetter vom Jugendklub eine „Eismaschine“ selbst zusammengebaut. Ein fahrbarer Untersatz mit einem großen 200-Liter-Plastebehälter sorgt hier nun für Glätte. „Einfach, aber es funktioniert“, freut sich der Konstrukteur. Bei Frost und mit gefälltem Wassertank verteilt er eine nur ein Millimeter starke Wasserschicht auf der Eisfläche. Das Wasser füllt sofort Rillen und gleicht auch unebene Flächen aus. Wenig später kann man schon wieder hervorragend Schlittschuh laufen. Gut 20 Stunden Freizeit hat der gelernte Dachdecker dafür gebraucht um das Gerät zu bauen und funktionsfähig zu machen, damit er es an den Kleintraktor ankoppeln kann.  Foto: B. Donke

Sächsische Zeitung
Mittwoch, 22. Februar 2006

Alle Maschinisten sind fit /
Arnsdorf-Hilbersdorf.
In ihrer Jahresversammlung zog die FFw eine gute Bilanz. Die Kameraden retteten Leben und brachten sich im Ort ein.
von Bernhard Donke

  Sogar polnische Gäste konnte Reinhold Kosan, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Arnsdorf-Hilbersdorf, diesmal zur Jahreshauptversammlung begrüßen: Edward Dudek, Bürgermeister der Vierkirchner Partnergemeinde Jezow Sudecki, und den dortigen Leiter der Freiwilligen Feuerwehr.
          Bei drei Einsätzen dabei
  Wehrleiter Kosan zog eine überwiegend positive Bilanz, äußerte sich zufrieden über die Leistungen des vergangenen Jahres und dankte allen 32 Kameraden für ihr Engagement. Die Wehr hat an drei Einsätzen teilgenommen. Zweimal ging es darum, Leben zu retten. Einmal wurde eine Ölspur beseitigt. Darüber hinaus haben sich die Kameraden im Ort engagiert. Sie beteiligten sich an der gemeinsamen Einsatzübung aller drei Wehren der Gemeinde Vierkirchen. Nach dem Besuch eines Lehrgangs sind die Maschinisten der drei Ortswehren in der Lage, jede Pumpe der drei Wehren fachmännisch zu bedienen.
  Die örtliche Ausbildung der Kameraden lässt jedoch zu wünschen übrig.  Die Zahl der Ausbildungsstunden ist 2005 gegenüber 2004 gesunken - von 760 auf 532 Stunden. Positiv zu bewerten ist dagegen die Qualifizierungsquote.  Immerhin haben drei Kameraden Qualifizierungslehrgänge erfolgreich abgeschlossen. Geehrt wurde unter anderem Hartmut Ritter. Er erhielt das Ehrenkreuz für 50 Jahre treuen Dienst. Grete Rettig wurde für 40-jährige Treue gewürdigt, Hans Lachmann und Horst Nerger für 30 treue Jahre.
  Bürgermeister Andreas Nedo dankte der Wehr für ihren ehrenamtlichen Einsatz und sagte, die Gemeinde wolle die Ortswehren wieder unterstützen. 2005 habe man eine Werkbank, ein Winkeltrennschleifer und zehn Sicherheitsgurte angeschafft.
          Jugendwehr überwindet Tief
  Das Resümee der Jugendfeuerwehr Vierkirchen fiel nach Hochs und Tiefs auch optimistisch aus. Jugendfeuerwehrwart Marko Kosan hatte es Anfang 2005 nicht leicht gehabt. Von elf Mitgliedern haben vier Mädchen die Wehr verlassen. Der Schwund konnte zum Jahresende ausgeglichen werden.
  Am Ende der Versammlung wurden Wehrleiter Reinhold Kosan und sein Stellvertreter Sven Weigel aufs Neue im Amt bestätigt.

 

Sächsische Zeitung
Dienstag, 21. Februar 2006

Insekten im Karton: Gärtner Stefan Jung setzt Hummelnester in den Gewächshäusern ein. Die Hummeln befördern die Befruchtung der Tomaten. Je intensiver die Tomatenpflanzen von den Hummeln angeflogen werden, um so einheitlicher ist der Fruchtansatz und umso höher der Ertrag. Foto: Constanze Prause

Hummeln und Schlupfwespen tun Tomaten unter Folie gut
Arnsdorf/Hilbersdorf. Insekten werden in spezialisierten Betrieben herangezogen.
von Constanze Prause

  Noch ist in der Hummelkiste kein Surren zu hören. Bald jedoch umschwirren zahlreiche Insekten die Pflanzen in Hilbersdorf. Stefan Jung benötigt sie für seine Tomaten. Auf 600 Quadratmetern Fläche baut der Gärtner rund 1 500 Pflanzen in seinen mit Holz beheizten Gewächshäusern an. Die Hummeln bestäuben die unscheinbaren gelben Blütenköpfe.
  Nester werden dafür nicht aus dem Boden genommen. Das kommt nicht in Frage.  Denn die Erdhummeln oder lateinisch „Bombus terrestris“ zählen zu den schützenswerten Insekten. Deshalb kauft der Hilbersdorfer Hummel-Nester über einen speziellen Versandhandel.
          Raubwanzen tummeln sich
  Weitere Untermieter tummeln sich in den Gewächshäusern: Raubwanzen und Schlupfwespen. Die Winzlinge helfen beim Vertilgen der Weißen Fliege sowie anderer Schadinsekten, die die Ernte schmälern könnten. „Wir versuchen, die chemische Keule so wenig wie möglich einzusetzen“, erklärt der Gärtner. Zum Einsatz komme Chemie nur in Notsituationen. Etwa, wenn durch feuchtes Wetter die Braunfäule in großem Maße droht.
  Bereits seit mehr als zwei Jahrzehnten werden in der Gärtnerei Tomaten angepflanzt. Der Arbeitsaufwand ist größer als bei Gurken. Triebe müssen ausgegeizt, hochgebunden und teilweise entblättert werden, um einen optimalen Ertrag zu erzielen. Durch den weitgehend biologischen Anbau fällt die Erntemenge nicht so hoch aus, wie bei Tomaten aus Holland.
          Nicht alltägliche Sorten
  Mit einem Ertrag von rund 15 Kilogramm Tomaten pro Quadratmeter rechnet Stefan Jung. Dafür bietet die Gärtnerei neben handelsüblichen auch nicht alltägliche Sorten an. So werden neben „Red Daylight“ und „Sportivo“ noch eine grün-orange gestreifte und eine kurios geformte Art das Angebot bereichern. Ab Mai werden die ersten Früchte reifen. Jetzt ist Stefan Jung noch damit beschäftigt, die selbst aus Samen gezogenen Pflanzen in die Erde zu setzen. Schnüre werden angebracht. Daran sollen die bis zu sechs Meter langen Stauden entlang kriechen. „Unter Gewächshausbedingungen könnte man Tomaten sogar mehrjährig anbauen“, sagt der Gärtner. Allerdings ginge dann der Ertrag rapide zurück. Auf dieses Experiment würde sich kaum ein Gärtner einlassen. Mit der Hummelbestäubung hat die Gärtnerei Jung dagegen gute Erfahrungen gesammelt.

Sächsische Zeitung
Sonnabend, 18. Februar 2006

Gotthard Ender präsentierte hier im vergangenen Sommer seine gerade erschienene Festschrift. Jetzt bekommen Interessierte kein einziges Exemplar mehr. Foto aus dem Archiv: Constanze Prause

Büchlein hätte noch dicker sein können

Buchholz. Die Festschrift zum Geburtstag des Ortes ist fast ein dreiviertel Jahr später bereits vergriffen.
von Anja Hecking

  Das hätte Gotthard Ender aus Tetta nicht gedacht. Vor einem Jahr noch saß, er über den letzten Zeilen der Festschrift. Da lag ein ganzes Jahr Arbeit hinter ihm.  Fakten und Daten, Fotos und Geschichten mussten gesichtet, ausgewählt, an einem Faden aufgefädelt und aufgeschrieben werden.
          Schriften kommen ins Archiv
  Ab Juni war dann die liebevoll erarbeitete Broschüre erhältlich, pünktlich zum 700. Geburtstag von Buchholz. Ein knappes dreiviertel Jahr später wiederum gibt es von den 400 gedruckten Exemplaren nur noch zwei.  „Aber die können wir nicht hergeben“, sagt Andreas Nedo, Bürgermeister der Gemeinde Vierkirchen.
  Die beiden letzten Festschriften werden im Archiv der Kommune aufbewahrt.  „Herr Endet hat sich damit sehr viel Mühe gemacht“, sagt der Bürgermeister.  Das sieht auch der Görlitzer Kunsthistoriker Andreas Bednarek so: „Das, was die Heimatforscher an Fakten alles zusammentragen, ist außerordentlich wertvoll für die Wissenschaft. Wir greifen deshalb gern darauf zurück. Diese Kleinarbeit kann man nicht hoch genug einschätzen.“
  Für Gotthard Ender, der sich seit vielen Jahren als Heimatforscher engagiert, war das Verfassen der Festschrift eine richtige kleine Premiere. Beiträge, Chroniken und geschichtliche Betrachtungen hatte er bis dahin schon geschrieben - eine, Festschrift noch nicht. „Allein hätte

„Wenn ich heute darüber nachdenke, fällt mir natürlich vieles ein, was ich noch hätte aufschreiben können.“ GOTTHARD ENDER, Ortschronist

ich das nicht geschafft. Deshalb möchte ich mich besonders bei Manja Zumpe, Stephan Menzel, Rainer Zumpe, Heiner Mitschke und Josephine Schmacht sowie bei den Firmen bedanken, die das Vorhaben mit ihrer finanziellen Hilfe überhaupt erst ermöglicht haben.“
  Dass er nun mit Liebe zum Detail und dennoch dem Blick für die gesamte Entwicklung von Buchholz und Tetta diese Zeitreise gewagt hat, haben bereits viele Menschen anerkannt. Unter ihnen sind nicht nur Nachbarn oder Bekannte, sondern auch ehemalige Dorfbewohner.  Die wohnen zwar inzwischen weit weg, halten aber alle den Kontakt zu ihrem ehemaligen Heimatort. „Viele Leute haben mich angesprochen und sich bedankt. Das freut mich sehr.“ Es gab auch Hinweise und Wünsche. Ein Leser wollte in der 70 Seiten umfassenden Broschüre mehr Fakten zu den aktuellen Geschehnissen finden, zum Beispiel über den Zusammenschluss der Dörfer zur Gemeinde Vierkirchen. Ein anderer habe gesagt, das Büchlein müsste noch viel dicker sein.
          Genug Stoff zum Schreiben
  „Wenn ich heute darüber nachdenke, fällt mir natürlich vieles ein, was ich noch hätte aufschreiben können“, sagt der Ortschronist. Allein über die Geschichte der Kirchenglocken hätte es noch viel zu erzählen gegeben.
  Auch wenn die Broschüre selbst nicht mehr erhältlich ist, so liegt in der Gemeindeverwaltung von Vierkirchen, in Melaune, zurzeit die Festrede von Josephine Schmacht aus. Die ehemalige Einwohnern nimmt darin auch Bezug zu geschichtlichen Ereignissen und Entwicklungen und zu der Festschrift von Gotthard Ender.

- Die Festrede von Josephine Schmacht können sich Interessenten gegen einen kleinen Unkostenbeitrag in der Gemeindeverwaltung, in Melaune, holen.

 

Jeden Donnerstagabend üben die Melauner Blasmusikanten unter der Leitung ihres Dirigenten Markus Till für ihr 40-jähriges Jubiläum vom 19. bis 21.Mai dieses Jahres. Foto: B. Donke

Vom Volkslied bis zum kompletten Konzert

Fest. Der Blasmusikverein der Freiwilligen Feuerwehr Melaune e.V. bereitet sich auf das 40-jährige Bestehen vor.
von Bernhard Donke

  Markus Till, Dirigent des Blasorchesters des „Blasmusikvereins der Freiwilligen Feuerwehr Melaune“, gibt jeden Donnerstagabend im Versammlungsraum des Gerätehauses der Freiwilligen Feuerwehr Döbschütz, Melaune und Prachenau den Takt an. Die Musiker des Orchesters üben regelmäßig an diesem Abend in der Woche im Versammlungsraum am Burgberg in Melaune. In diesem Jahr machen sie das besonders engagiert und mit viel Hingabe.
  Nicht ohne Grund, wie Thomas Krause, Leiter und Manager des Klangkörpers, sagt: „In diesem Jahr wird das Blasorchester, das einst als Feuerwehrkapelle begann, 40 Jahre alt. Das wollen wir dann auch kräftig mit den Melaunern und Gästen vom 19. bis 21. Mai feiern. Deshalb üben wir schon fleißig für unser Jubiläumsfest“, sagt der Leiter, der selbst im Orchester die Tuba spielt.
  Seit dem Gründungsjahr 1966 hat sich das Orchester stets weiterentwickelt, und das trotz mancher Krise, die es zu überwinden hatte.
  Heute reicht das Repertoire der Musiker vom Volkslied über Blasmusik bis hin zu Konzerten. Etwa 15 vertraglich gebundene Auftritte haben sie bei Frühschoppen, Platzkonzerten und Festumzügen.
 
Für das Jubiläumsfest haben sich die Musiker einige Überraschungen zurechtgelegt, über die sie jetzt natürlich noch nichts ausplaudern wollen.

Sächsische Zeitung
Freitag, 17. Februar 2006

Frühjahrsmarkt sucht noch Mitwirkende

 

Melaune. Der Vorstand des Heimatvereins Döbschütz/Melaune e. V. hat beschlossen, erstmals einen Frühjahrsmarkt zu organisieren. Den Termin legten die Vereinsmitglieder auf Sonntag, den 9. April. Stattfinden soll er auf dem Gelände des Melauner Landshops in der Zeit von 10 bis16 Uhr. Dafür suchen die Vereinsfreunde nach Mitteilung des Vorsitzenden des Vereins Herbert Riedel noch Händler aus den Branchen Handwerk, Handwerkskunst, Gartenbau, Landwirtschaft und österliche Volkskunst. Der Markt ist nicht für Händler mit Konfektionsware und Schuhwaren vorgesehen. Sie werden auch keine Standgenehmigung dafür erhalten.

- Interessenten aus den genannten Branchen können sich unter der Telefonnummer 035827/7 03 00 für den Markt anmelden.

 

Sächsische Zeitung
Dienstag, 14. Februar 2006

Ab 4.30 Uhr sind Ursula und Manfred Koch als Zusteller für die SZ-Leser unterwegs in Arnsdorf und Hilbersdorf. Foto: B. Donke

Ein Erlebnis, wenn früh die Natur erwacht

Amsdorf-Hilbersdorf. Das Ehepaar Koch ist für die Leser ab 4.30 Uhr morgens unterwegs.
von Bernhard Donke 

  Täglich, und das seit August 2000, sind Ursula und Manfred Koch aus Arnsdorf für die Sächsische Zeitung unterwegs. Sie bringen bei Wind und Wetter, Sommer wie Winter die Zeitung pünktlich bis 6 Uhr zu den Lesern. Zu ihrem Zustellerbezirk gehören ein Teil der Gemeinde Arnsdorf und die gesamte Gemeinde Hilbersdorf. Insgesamt haben sie eine Strecke von etwa elf Kilometern zurückzulegen, um allen Lesern ihre SZ pünktlich zu überbringen.
  „Es ist eigentlich eine Tätigkeit, die ich wegen der schönen Naturerlebnisse gar nicht mehr missen möchte“, sagt die Rentnerin Ursula Koch. Sie wird in ihrer Arbeit von Ehemann Manfred tatkräftig unterstützt. Er fährt mit dem Auto und versorgt die Zeitungsköcher auf der einen Straßenseite mit der SZ, sie wiederum die andere. So geht beiden die Zustellarbeit flink von der Hand. Irgendeine „unheimliche Begegnung“ oder ein besonderes Erlebnis, an das sie sich mit Schrecken erinnern, gab es bei ihnen noch nicht.
  Doch fast täglich begegnen sie Tieren, die meist auf Suche nach Futter sind.  „Sind es jetzt im Winter meist Füchse, die wir auf unseren Touren im Ort antreffen, so sind es zu den anderen Jahreszeiten des Öfteren Rehe und Damwild, das man am Ortsrand oder auch schon mal in der Ortslage antrifft. Doch das schönste an dieser Arbeit ist, das ganze Jahr über mitzuerleben, wie die Natur täglich erwacht. Dabei ist es dann schon toll, wenn im Frühjahr und Sommer die Amsel frühmorgens mit ihrem Gesang den beginnenden Tag begrüßt. Das wurden wir nie erleben oder mit bekommen, wen wir noch zu Hause in den Federn liegen würden“, sagen beide Senioren.
  „Im Winter ist es oft nicht ganz so angenehm, da machen Eisglätte und Schneeverwehungen oft die Zufahrtswege unpassierbar“, fügt Manfred Koch hinzu. „Doch auch das meistern wir gemeinsam, genauso wie wir für das Briefzustellunternehmen Post Modern täglich unterwegs sind“, sagt seine Frau Ursula. Da hat das Seniorenehepaar eine Fahrstrecke von ebenfalls etwa elf Kilometern täglich zurückzulegen, denn die Briefe müssen bis 12 Uhr dem Empfänger zugestellt werden. 

Sächsische Zeitung
Mittwoch, 08. Februar 2006

Frühlingsboten in Arnsdorf

 

Kaum ist es mal etwas wärmer, stecken die Blütenkätzchen (Weidenkätzchen) der Salweide (Palmweide, salixcaprea) in Arnsdorf ihre Köpfe heraus und künden vom hoffentlich nahen Frühling. Die an Flüssen, Waldrändern, Lichtungen und feuchten Teichrändern, wie hier in Holzmühle, verbreiteten Salweiden sind die ersten Bienenfutterpflanzen des Jahres und stehen deshalb unter Naturschutz. Foto: B. Donke

 

Nancy und Dennis Herrmann suchen sich ihren Lesestoff für die nächste Zeit in der Fahrbibliothek heraus.. Foto: B. Donke

Nachschub rollt an
von Bernhard Donke

Buchholz. Am 16. Februar bringt die Fahrbibliothek wieder Nachschub zum Schmökern. In Buchholz hält die mobile Bibliothek regelmäßig, um Lesehungrige mit Lesestoff aus ihrem reichhaltigen Angebot von etwa 4 500 Medien zu versorgen. Während die zehnjährige Nancy noch das Angebot an Kinderbüchern studiert, hat ihr zwölfjähriger Bruder schon das Angebot an Jugendabenteuerliteratur durchstöbert und sich für ein Buch in diesem Genre entschieden.
  Doch damit geben sich die Geschwister noch nicht zufrieden, denn immerhin muss der Lesevorrat gut zwei Wochen reichen. Denn erst dann kommt die Fahrbibliothek wieder ins Dorf.
  Bei dem jetzigen kalten und ungemütlichen Wetter bleiben viele lieber in der warmen Stube, und mancher greift auch zu einem guten Buch. Das geht Erwachsenen genauso wie Kindern und Jugendlichen. Sie nutzen deshalb jetzt gern das Angebot der Fahrbibliothek der Stadt und Kreisbibliothek Reichenbach des Niederschlesischen Oberlausitzkreises.

- Termine: 16. Februar sowie 2., 16. und 30.         März, jeweils von 17 bis 17.30 Uhr

Sächsische Zeitung
Mittwoch, 08. Februar 2006

Der Winter geht in die Kohlen 

Die eisigen Temperaturen haben bei vielen Familien ein großes Loch in die Heizkostenkasse sowie den Kohle-, Heizöl und Heizgasvorrat gerissen So auch bei Familie Weise in Melaune. Die Familie hat noch Ofenheizung. Die Kälte hat den Kohlevorrat schmelzen lassen, so dass Wilfried Weiser für Nachschub sorgen musste.  Dabei stellte er fest, dass die Briketts zweimal einheizen - beim Einschaufeln in den Schuppen und beim Heizen im Ofen. Foto: B. Donke

 

Sächsische Zeitung
Donnerstag, 02. Februar 2006

Am frühen Freitagabend trafen sich Buchholzer und Tettaer zur 1. Buchholzer Grillparty auf dem Eis des Mittleren Dorfteich in Buchholz zu Grillwurst, Glühwein und Kinderpunsch unter sternenklarem Himmel. Foto: B. Donke

Grillparty auf eisigem Untergrund
von Bernhard Donke

  Spontan trafen sich auf dem "Mittleren Dorfteich" in Buchholz Erwachsene und Kinder zu einer Grillparty auf dem Eis. "Man sieht und erlebt es immer wieder:
"
Was spontan ohne große Vorbereitung und Arikündigung gemacht wird, gelingt am besten und macht viel Freude", sagt Yvette Dießner. Die junge Frau und Mutti von zwei Kindern ist eine derjenigen Frauen aus Buchholz und Tetta, die sich am Freitagabend spontan für eine Grillparty entschieden haben. "Warum auch nicht. Ist ja zurzeit sonst nicht viel los hier bei uns auf dem Dorf", fügt sie hinzu. Und sie fand für ihre Idee auch einige Mitstreiter. "Wir dachten vor allem auch dabei an die Kinder. Ihnen wollten wir einen kleinen romantischen Abend bei Grillwurst und Kinderpunsch bieten", fügt Marlies Hübner aus Tetta hinzu. Und so fand sich auch eine beträchtliche Anzahl von Gästen ein.  Alle brachten irgendetwas mit.  Die einen hatten Glühwein, Tee oder Kinderpunsch in ihren Thermoskannen. Auf dem Grill wendete Yvette Dießner Bratwürste, und die Eisfläche wurde von Fackeln erhellt. Fest steht für alle, die sich aktiv einbrachten: Das soll keine Eintagsfliege gewesen sein. Man wird sich mit Sicherheit noch einmal zusammenfinden, so lange das Eis trägt.

Sächsische Zeitung
Mittwoch, 01. Februar 2006

Der Zahn der Zeit hat nicht nur an der Alten Wassermühle genagt, sondern kräftig zugebissen. Die Bausubstanz ist marode, aber die Mühle selbst wird von der Gemeinde gegenwärtig entkernt.  Foto: Steffen Gerhardt

Großvater sorgte für Strom

Melaune. Der SZ-Artikel zur Alten Wassermühle erreichte auch die Nachfahren des einstigen Besitzers, der dort ein Elektrizitätswerk führte.
von Steffen Gerhardt  

  So geschichts- und geschichtenträchtig wie die Mühle am Schöps in Melaune ist, so sind mit ihr auch viele Einzelschicksale verknüpft. Über eins davon schrieb uns jetzt Friedrich Engelke aus Hamburg, der von einem Freund den SZ-Artikel vom 16. Dezember zugeschickt bekam. Darin berichteten wir über das wechselhafte Leben der einstigen Mühle in vier Jahrhunderten.  
  Friedrich Engelkes Großvater setzte 1920 das fort, was der Vorbesitzer und einstige Müller 1906 begann: Statt Mehl wurde fortan Elektroenergie erzeugt.  Mit ihr zog die Elektrifizierung auch im Dorf Melaune ein. Friedrich Engelke, der Großvater gleichen Namens, kaufte zusammen mit seiner Frau Margarete, einer geborenen Morgenstern aus Löbau, die Mühle vom Vorbesitzer und führte sie als Elektrizitätswerk Melaune GmbH bis Mitte der 40er Jahre.
  „Noch vor dem Kriegsende setzte sich mein Großvater mit seiner Frau in einem Mercedes gen Westen ab. Die Belegschaft folgte auf einem Firmen-Lkw“, berichtet sein Enkel. Aus heute nicht mehr nachvollziehbaren Gründen kehrten Großvater und -mutter aber wieder nach Melaune zurück, was in den Kriegswirren 1945 für sie ein tödlicher Entschluss war. Beide wurden schließlich in einem Treck westwärts getrieben. Die kranke Großmutter verstarb bei Dresden, ihr Mann gilt seit dem als verschollen.  
  Mit dem Kriegsende kam auch das Ende des Elektrizitätswerkes. Der Enkel und heutige Rechtsanwalt erinnert sich: Die russischen Besetzer hatten das Elektrizitätswerk, obwohl es sich zum Ende des Krieges nicht mehr in Betrieb fand, komplett ausgeplündert." Die zwei Turbinen, die der Großvater einbauen ließ, und die gesamte technische Anlage wurden herausgerissen und in die Sowjetunion geschafft - obwohl oder vielleicht gerade, weil sie schon musealen Charakter hatte. „Mein Großvater hat auf Altvertrautes gesetzt und lieber selbst daran getüftelt, als immer die neuste Technik zu haben, was ihn oft in Konflikt mit meinen Vater brachte.“  
          Werk wurde leer geplündert  
  Die Mühle selbst wurde nach dem Krieg als Wohnraum genutzt und Mitte der 60er Jahre zur Sporthalle umgebaut (SZ berichtete). Interessanter wurde es für Nachfahre Friedrich Engelke, als er zusammen mit seinen Cousinen Elke Eschen und Ingrid Thelin als Erbengemeinschaft 1991 den Antrag auf Rückübertragung bei der Treuhandanstalt stellten. Uns wurde im selben Jahr noch die ehemalige Mühle mit den Ländereien übertragen." Nun stand für sie die Frage: Was sollte aus Großvaters Besitz werden? Als gastronomische Einrichtung in unmittelbarer Nähe zur von der Gemeinde geschaffenen Eisbahn war die Mühle nicht zu unterhalten. „Das lag definitiv nicht an dem Betreiber, sondern daran, dass nicht genügend Kunden vorhanden waren“, schätzt der Erbe aus heutiger Sicht ein.
  Die Gemeinde Vierkirchen suchte Jahre später nach einer neuen Perspektive und fand sie in einem Euroregionalen Zentrum, sprich internationale Begegnungsstätte. SZ sprach mit Bürgermeister Andreas Nedo am 4. Januar darüber. Im Frühjahr konnte mit dem Umbau der Mühle zu einer soziokulturellen Stätte für Vierkirchen und die Partnergemeinden in Polen und Tschechien begonnen werden. Um dieses Vorhaben umsetzen zu können, verkaufte die Erbengemeinschaft vergangenes Jahr Grund und Mühle an die Gemeinde.  
  „Trotz des familiären Hintergrundes haben wir uns von den Flächen und Gebäuden getrennt. Das ist uns emotional umso leichter gefallen, da wir eine wirtschaftlich vernünftige Lösung nicht schaffen konnten“, schätzt Friedrich Engelke im Namen der Erben ein. Umso erfreulicher ist es für sie, dass Dank auch der Bemühungen des Bürgermeisters, die alte Mühle einer gänzlich neuen Perspektive entgegen sehen kann.  

Ein geschäftstüchtiger Fabrikant

- Friedrich Engelke war gelernter Molkereifachmann und Inhaber zweier Firmen, der Elektrizitätswerk Melaune GmbH und der Friedrich Engelke GmbH Molkerei und Dauermilchprodukte.

- In den 20er Jahren kaufte er nicht nur die Wassermühle in Melaune, sondern betrieb auch die Dampfmolkerei im selben Ort, nicht für lange Zeit.

- Die Molkerei in Niesky und die nebenstehende Fabrikantenvilla (Klubhaus zu DDR-Zeiten) ließ der tüchtige Engelke in den 20er Jahren bauen

- Bis 1945 waren Gebäude in seinem Besitz, die schließlich zwangsenteignet wurden.

- Der Fabrikant hatte mit seiner Frau Margarete einen Sohn und zwei Töchter.  Der Sohn, ebenfalls Molkereifachmann und Betreiber einer Molkerei in Schleswig Holstein, sollte in den 50er Jahren nach Niesky kommen, um die Molkerei zuführen, was er ablehnte.

J a n u a r   2 0 0 6

oben

Kalender als Dankeschön
von Constanze Prause

  Einen Kalender in tschechischer, polnischer und deutscher Sprache von Vierkirchens Partnergemeinde Jezow Sudecki erhielten die Gäste beim Neujahrstreffen 2006 in Buchholz. Bürgermeister Andreas Nedo sowie die tschechische Bürgermeisterin Hanna Ruzickova aus Pasek nad Jizerou und das polnische Gemeindeoberhaupt Edward Dudek (v.r.n.l.) präsentierten den Jahresweiser den Besuchern. In einem Rückblick sprach Andreas Nedo bisher Erreichtes und Zukunftspläne an. So gibt es zum Beispiel die Idee, in den Orten für jedes neugeborene Kind einen Baum zu pflanzen.

Sächsische Zeitung
Montag, 30. Januar 2006

EISVERGNÜGEN

An diesem Wochenende kamen beim Eislauffest in Melaune die Schlittschuhfreunde voll auf ihre Kosten. Die Veranstaltung im Stadion unterhalb des Burgberges lockte vor allem jüngeres Publikum auf die Spiegelglatte Fläche. Initiiert wurde das Eislaufen vom Jugend- und vom Heimatverein. Selbst Vierbeiner ließen sich da überreden, das Eisparkett mit den Pfoten zu testen. Fotos: Constanze Prause

 

Sächsische Zeitung
Donnerstag, 26. Januar 2006

In die Wassermühle wird am meisten investiert
Vierkirchen
. Jetzt steht fest, wofür das Geld verwendet wird. Der Gemeinderat hat den Haushalt beschlossen.
von Constanze Prause

Die Sanierung der "Alten Wassermühle" kann nun in Angriff genommen werden.  Die Gemeinderäte haben mit dem Beschluss ihres Haushalts dafür die Weichen gestellt. Die Eigenmittel, die Vierkirchen dafür aufbringen muss, wird der größte Posten im Haushalt sein. Das entspricht aber auch der Bedeutung des Projektes. Denn die Wassermühle soll zu einer euroregionalen Begegnungsstätte umgebaut werden (SZ berichtete).
  Als weitere Baumaßnahmen sind die Erneuerung des Dachs der Kindertagesstätte "Kinderkreis" in Melaune, die Instandsetzung der "Brücke bei Bernd" in Arnsdorf, der Straßenbau im Ortskern Melaune, die Errichtung von vier Bushäuschen in Arnsdorf sowie der Umbau der Straßenbeleuchtung geplant.
  Fest steht jedoch, dass die zu erwartenden Gewerbesteuereinnahmen sinken. Die Hebesätze für Steuern liegen noch leicht unter dem Landesdurchschnitt.  "Dennoch sollen diese Sätze nicht angehoben werden", versicherte Bürgermeister Andreas Nedo. Vierkirchen muss einen Kredit in Höhe von rund 130.000 Euro aufnehmen. Wie will man sonst zu Geld kommen? Gemeinderat Peter Gloger (Freie Wählervereinigung Vierkirchen) schlug vor, dass die Gemeinde 20.000 Euro aus Grundstücksverkäufen erzielen könnte. Dann könnte man nach Fertigstellung der Planung der Kreisstraße in Arnsdorf den Gehweg erneuern und die Ortsmitte des Dorfes auf Vordermann bringen.
  Der Beschluss über den Haushalt für 2006 haben die Gemeinderäte in Vierkirchen mit acht Für- und fünf Gegenstimmen verabschiedet.

NOTIERT
Flur wird neu vermessen
Buchholz/Tetta. Die Vermessungsarbeiten im Rahmen der Flurneuordnung in der Ortslage Buchholz/Tetta wurden beendet. Demnächst werden die Einwohner zur Neufestlegung der Flurstücke informiert. Weitere Vermessungsarbeiten betreffen die Feldflur. "Im Frühjahr möchten wir diese Arbeiten in Angriff nehmen lassen", sagte Bürgermeister Andreas Nedo. Dazu gehört die Zusammenlegung von Splitterflächen. (cp)

  
Im Winter wandern
Döbschütz/Melaune. Der Heimatverein Döbschütz/Melaune und der Verein für Kirchbau und Dorfgeschichte Arnsdorf laden am 4. Februar zur Winterwanderung ein. Treffpunkt ist 13 Uhr der Parkplatz am Melauner Eisstadion. Ziel soll das Schloss Krobnitz sein. Über die Wanderstrecke hüllt sich der Heimatvereins-Vorsitzende Herbert Riedel in Schweigen: "Wir werden dem Wanderführer auf bisher unbekannten Pfaden folgen." (cp)

 

Sächsische Zeitung
Mittwoch, 25. Januar 2006

    

Eislaufen auf dem Schwarzen Schöps in Melaune
von Bernhard Donke
  Das Eisstadion am Burgberg in Melaune stand am  vergangenen Wochenende noch unter Wasser, weshalb das Eistaufvergnügen ausfallen musste. Nun soll es am Sonnabend nachgeholt werden. Die Zeichen dafür stehen sehr günstig.  Der vorherrschende Frost ließ seit Jahren wieder einmal das kleine Flüsschen Schwarzer Schöps gefrieren. So können Martin Krause und Robert Kuhn (rechts) hier Schlittschuh laufen. Die vielen Minusgrade verwandelte auch die Fischtreppe an der Alten Wassermühle in einen romantisch plätschernden Wasserlauf. Fotos: B. Donke

 

Sächsische Zeitung
Freitag, 20. Januar 2006

Gemeinsame Übungen gelungen
Melaune
. Freiwillige Feuerwehr hatte Hauptversammlung und zog Bilanz für 2005.
von Bernhard Donke

  Bilanz des vergangenen Jahres gezogen wurde jetzt von den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Melaune/Döbschütz/Prachenau in ihrer Jahreshauptversammlung. Für den Wehrleiter Joachim Mielsch fiel die Bilanz positiv aus. So leisteten die Kameraden bis zum Jahresende 2005 über 800 freiwillige Arbeitsstunden beim Umbau und der Sanierung ihres Feuerwehrgerätehauses mit Schulungs- und Versammlungsraum. Die Bauarbeiten sollen im Mai dieses Jahres, wenn die Jubiläumsfeierlichkeiten "40 Jahre Feuerwehrkapelle Melaune" vom 19. bis 21. Mai stattfinden, fertiggestellt sein.
  Mit Martin Krause und Robert Kuhn haben sich zwei Kameraden im Jahr 2005 erfolgreich zum Truppmann qualifizieren lassen. "Das erhöht neben der uns im Mai vergangenen Jahres zur Verfügung gestellten neuen Technik, einem Einsatzwagen TSF-W mit 750 Liter Löschwasservorratstank, die Einsatzbereitschaft unserer Wehr", sagt der Wehrleiter. "Man kann die Bereitschaft, in der Wehr ehrenamtlich mitzuarbeiten, nicht hoch genug einschätzen. Wer sich dazu noch qualifiziert, und das meist noch in seiner Freizeit, der verdient unsere Anerkennung."
  Erfreulich ist für den Wehrleiter auch die Tatsache, dass bei allen drei Einsatzübungen im vergangenen Jahr die Einsatzbereitschaft der Kameraden sehr hoch war. Besonders die Einsatzübung mit allen drei Wehren der Gemeinde Vierkirchen im Buchholzer Schloss zeigte das. "Das erfreut um so mehr, wenn man bedenkt, dass fast alle Kameraden noch voll im Berufsleben stecken und wenig Freizeit haben", betont der Wehrleiter in seinen Rechenschaftsbericht.
          Traditionsverein gegründet
  Höhepunkt des vergangenen Jahres war zweifelsfrei das 80-jährige Jubiläum der Melauner Freiwilligen Feuerwehr, das im Mai begangen wurde. Hier beteiligten sich alle Kameraden an der Organisation. Bei der jährlichen traditionellen Melauner Kirmesfeier, dem Prachenauer Sport- und Kinderfest haben sie ebenfalls im vergangenen Jahr ihren Anteil geleistete Mit der Gründung des "Traditionsvereins Freiwillige Feuerwehr Melaune/Döbschütz/Prachenau e. V.", der sich insbesondere mit dem Erhalt und der Pflege alter Feuerwehrtechnik befassen wird, soll die kulturelle Arbeit im Ort aktiv mitgestaltet werden. In die Arbeit dieses Vereins sollen sich besonders die Kameraden der Alters- und Ehrenabteilung einbringen.
  Weniger erfreulich ist die Tatsache, das man im vergangenen Jahr dreimal zur Brandbekämpfung und je einmal zur Tierrettung und zur Hilfeleistung beim Beräumen einer Straße ausrücken musste.

 

Sächsische Zeitung
Donnerstag, 19. Januar 2006

Am Sonnabend in Melaune Eislaufen
Melaune. Eislaufen und Eishockey stehen in Melaune am Sonnabend auf dem Plan. Im Eisstadion an der "Alten Wassermühle" beginnt die Veranstaltung um 15 Uhr. Jeder ist herzlich eingeladen, auf blitzenden Kufen seine Runden zu drehen. Für Speis und Trank wird gesorgt. Am Abend, 20 Uhr, finden Hockeyspiele unter Flutlicht statt. Initiiert wird das sportliche Treiben vom Heimatverein und dem Jugendclub. (cp)

Gewässer sollen saniert werden
Vierkirchen. 15 Teilnehmer sind für so genannte Mehraufwands-Entschädigungs-Jobs (MAE) in Vierkirchen in nächster Zeit eingeplant. Dabei handelt es sich um Gewässersanierungen in Arnsdorf/Hilbersdorf sowie Tetta/Buchholz. Ebenso sollen von einem Teil der Ein-Euro-Jobber Umfeldarbeiten an der Wassermühle durchgeführt und von einem anderen Teil Öffentlichkeitsarbeit für die Gemeinde oder Betreuungsleistungen in der Schule erbracht werden. (cp)

Sächsische Zeitung
Mittwoch, 18. Januar 2006

Feuerwehr erbringt Eigenleistungen

Vierkirchen. Anfang Januar trafen sich die Kameraden der neu zusammengeschlossenen Freiwilligen Feuerwehr (FFw) Döbschütz/Melaune/Prachenau zu ihrer Jahreshauptversammlung.
Bürgermeister Andreas Nedo informierte den Gemeinderat, dass die Kameraden der FFw einen Großteil der Eigenleistungen an ihrem Gerätehaus erbracht haben.  Die Einweihung des Gebäudes erfolgt am 20. Mai.
Von diesem aus starten die notwendigen Einsätze. Außerdem finden im Haus Schulungen sowie Ausbildungen statt. Im Rahmen der 80-Jahr-Feierlichkeiten der FFw Melaune im vergangenen Frühjahr erhielten die Wehr ein neues Fahrzeug überreicht.
Der "Barkas" der Brandbekämpfer aus Prachenau soll in nächster Zeit abgemeldet werden. Das alte Döbschützer Tankfahrzeug bleibt dagegen noch so lange in Betrieb, wie es funktionstüchtig ist, sagte Andreas Nedo. (cp)

 

Sächsische Zeitung
Dienstag, 17. Januar 2006

Hartmut Branzk ist öfter mit "Munitionskisten“ der ganz besonderen Art - hier einer Cake-Box - unterwegs.  Foto: Constanze Prause

Es knallt nicht nur Silvester 
Heideberg
. Hartmut Branzk versorgt die Region mit außergewöhnlichen Spezialeffekten.
von Constanze Prause

  Einen goldenen oder bunten Himmel gibt es nur in der Fantasie?  "Ich kann solche Wünsche wirklich wahr werden lassen", verspricht Hartmut Branzk. Der Diplomingenieur machte aus einem Hobby seinen zweiten Beruf. Nicht nur zu Silvester lässt er es im großen Stil knallen, wie 2005 auf der Insel Usedom.  Hartmut Branzk ist zertifizierter Bühnenfeuerwerker.
  Bereits 1984 nahm ihn diese Idee gefangen. "In unserem Bad Muskauer Karnevalsverein dachten wir damals über neue Gestaltungsvarianten nach", erinnert er sich. Warum nicht auch mit Spezialeffekten, Rauch und Rums das närrische Treiben begleiten? In der ehemaligen DDR habe es nur wenige Menschen gegeben, die Großfeuerwerke durchführen durften. Die politische Wende 1989 machte es dem heute 55-Jährigen möglich, diese Befähigung während einer entsprechende Weiterbildung auf Schloss Rammenau zu erlernen.
          Feuer und Farben faszinieren
  Seine 1997 gegründete Firma PyroLive bietet heute neben Großfeuerwerken im Freien auch Bühnenfeuerwerke und Spezialeffekte an. "Bereits seit dem Mittelalter fasziniert die Menschen das Spiel mit Feuer und Farben", sagt der Heideberger. Seit der Erfindung des Schwarzpulvers könne die Feuerwerkerei auf ein lange Tradition zurück blicken. "Im Laufe der Zeit wurden die Erzeugnisse immer wieder verändert und verbessert, wobei die Herstellung einzelner Effekte auch heute noch eine Kunst und manchmal ein Geheimnis sind", klärt der Diplomingenieur auf.
  Ihn habe der Umgang mit dem nicht ganz ungefährlichem Material schon immer gereizt. Ob Wasserfall, Fontänen oder Sterne, den Möglichkeiten für das Erstellen von Figuren, Formen und Farben wären kaum Grenzen gesetzt. Dabei sei Kreativität gefragt.
  Während so genannte "Cake-Boxen" vorgefertigte Feuerwerke enthalten, sind bei den handgemachten bunten Himmelsstürmern zahlreiche Fingerfertigkeiten notwendig. Winkel und Höhen müssen berechnet, Rhythmen für mit Musik untermalte Darbietungen ausgelotet werden. "Ein Feuerwerk ist zu komponieren", meint der Spezialist. Solche "Konzerte" veranstaltete er unter anderem schon in Arnsdorf oder Diehsa.
          Derzeit im Nebenerwerb
  Allein mit der Pyrotechnik finanziell über die Runden zu kommen, bleibt vorerst ein Traum. Dieser Job läuft momentan als Nebenerwerbsquelle. Hochzeiten in der Region, Dorffeste und runde Geburtstage begleitet das Ein-Mann-Unternehmen mit farbenprächtigem Funkenflug. Pro Jahr kommt Hartmut Branzk so bis auf rund 20 Veranstaltungen. Der Markt sei eng gestrickt und der Preiskampf der Anbieter extrem.
  Doch Hartmut Brarizk möchte seinen Traum weiter verwirklichen. "Die Firma wächst zwar langsam, aber sie wächst. Feuerwerkerei ist Vertrauenssache, und ich hoffe, dass dieses Angebot angenommen wird", blickt er in die Zukunft.

Schon gewusst?
Vor einem Großfeuerwerk müssen bestimmte Sicherheitsauflagen erfüllt werden. Dazu zählen unter anderem vorbeugender Brandschutz, notwendige Absperrungen oder Einholen von Genehmigungen bei den Behörden.

Es gibt die unterschiedlichsten Varianten, bunte Kracher gen Himmel zu schießen. Möglich sind zum Beispiel Barockfeuerwerke, Höhenfeuerwerke, Kombinationsfeuerwerke, Feuerschriften und Logos, Indoorfeuerwerke und Feuerwerke zu Musik.

Hartmut Branzk verwendet nur ausgewählte Erzeugnisse, die den geltenden Sicherheitsbestimmungen entsprechen. Interessenten können sich unter Telefon/Fax 035827/7 09 77 oder im Internet unter www.pyro-live.de kundig machen.

 

Sächsische Zeitung
Sonnabend, 14. Januar 2006

Wanderung zu Mühle und Schloss am 4. Februar

Arnsdorf/Hilbersdorf. Gemeinsam mit dem Döbschützer Heimatverein führen die evangelische Kirchgemeinde und der Verein für Kirchenbau- und Dorfgeschichte am 4. Februar eine Winterwanderung durch. Geleitet wird diese vom Revierförster. Die Wanderung führt zur Melauner Wassermühle und dem Krobnitzer Schloss. (cp)

Sächsische Zeitung
Freitag, 13. Januar 2006

Allabendlich trifft sich die Melauner Jugend zum Eishockey spielen im Eisstadion in Melaune. Foto: B. Donke

Familieneisfest geplant
Melaune
. Im Eisstadion könnte auch ein Nachtturnier stattfinden.
von Bernhard Donke

  Die Melauner Jugend trainiert zurzeit für ein Eishockeyturnier. Sollte es das Wetter zulassen, wird auch der hiesige Jugendclub ein Turnier und Eishockeyspiele im Eisstadion organisieren und durchfuhren.
  Die Stadionbeleuchtung lässt nicht nur das Eislaufen zu abendlicher Stunde zu.  Auch könnte hier ein Nachtturnier durchgeführt werden. Vorstellungen und Ideen dazu bestehen schon seitens des Jugendclubs. Der Heimatverein Döbschütz/Melaune plant bei günstiger Witterung ein Familieneisfest an einem der kommenden Wochenenden. Clubvorsitzender Silvio Borisch sagte jetzt, dass sich die Clubjugend darum kümmern will, dass es im und um das Stadion herum immer ordentlich aussieht.

 

Sächsische Zeitung
Donnerstag, 12. Januar 2006

Silke Adler (links) und Kathrin Boitz sortieren im Apfellager der Görlitzer Stadtgut GmbH Äpfel zum Versand aus. Foto: Bernhard Donke

Im Apfelparadies lagern die Früchte bis unter die Decke
Hilbersdorf
. Das Stadtgut Görlitz fuhr im Herbst eine gute Apfelernte ein. Noch 150 Tonnen lagern in Arnsdorf Hilbersdorf.
von
Bernhard Donke

  Mit prüfendem Blick schauen sich Silke Adler und Kathrin Boitz die Äpfel in den bis zu 340 Kilogramm fassenden Lagerkisten an. Die beiden Mitarbeiterinnen im Görlitzer Stadtgut sondern verdorbene, angeschlagene und dem Qualitätsstandard nicht entsprechenden Äpfel aus. Gleichzeitig sortieren die Frauen die Apfelsorten entsprechend ihrer Größe und machen sie für den Großhandel und für den kleinen Hofverkauf des stadtgutes versand- und verkaufsbereit. Hofverkauf ist auf dem Gelände des Lagers in Hilbersdorf täglich. Im Hilbersdorfer Apfellager des Görlitzer Stadtgutes lagern noch 150 Tonnen Qualitätsäpfel, ein Teil der Apfelernte aus dem vergangenen Jahr. In Lagerkisten, zum Teil bis unter die Decke der Lagerräume gestapelt, warten sie auf ihre Auslieferung in den gesamtdeutschen Raum.
          50 Tonnen auch in Borthen
 
Ein kleinerer Teil der vorjährigen Ernte, etwa 50 Tonnen, sind im zentralen Apfellager der Veoso in Röhrsdorf bei Borthen eingelagert. "Das Lager dort gehört zu den modernsten in Deutschland. In ihm können die Äpfel bis zur diesjährigen Ernte gelagert werden, ohne dass sie dabei Qualitätsverluste erleiden", sagt Maik Schwarzbach, Bereichsleiter Obstbau im Stadtgut Görlitz GmbH.
  Der Bereichsleiter spricht von einer mittleren bis guten Apfelernte 2005, die das Stadtgut auf seinen beiden Plantagen in Hilbersdorf und Kunnerwitz einfahren konnte. Allerdings kam man 2005 mit rund 450 Tonnen nicht an das Ernteergebnis des Jahres 2004 (540 Tonnen) heran. Ursache waren der späte Frost im Frühjahr und ein Hagelschlag, der kurz vor der Blüte die Plantage in Kunnerwitz heimsuchte. Aber im Stadtgut ist man trotzdem mit dem Ergebnis der Ernte 2005 zufrieden.
  Während die Kolleginnen die Äpfel nach Größe und Qualität sortieren überprüft Maik Schwarzbach die Lagerbedingungen, in den großen nassen und zum Teil düsteren Lagerräumen.
          Kalt und feucht muss es sein
  "Es ist sehr wichtig, dass wir in den Lagerräumen auf die Temperatur achten, die so zwischen zwei und vier Grad Celsius liegen muss. Das ist genauso wichtig für die Konsistenz der Äpfel wie die notwendige Luftfeuchtigkeit in den Lagerräumen", sagt der Bereichsleiter. Um die entsprechende Luftfeuchtigkeit zu sichern, werden die Lagerräume ständig mit Wasser befeuchtet. Zwei bis vier Zentimeter Wasser auf dem Fußboden sorgen für die geforderte Luftfeuchtigkeit.  Doch mit der Überwachung von Temperatur und Luftfeuchtigkeit ist es noch nicht getan. Ständig sind neben Silke Adler und Kathrin Boitz noch ein bis zwei weitere Kolleginnen mit der Kontrolle des Lagergutes beschäftigt.
          Sorgfalt ist gefragt
  Dabei ist äußerste Sorgfalt gefragt. Zum einem darf ihnen kein verdorbener Apfel entgehen, der dann in den Lagerkisten noch größeren Schaden anrichten könnte. Und bei der sorgfältigen Kontrolle dürfen die Apfel auch keine Druckstellen bekommen, diese machen bei den Äpfeln eine weitere Lagerung unmöglich. Denn: Wer kauft schon einen Apfel, der verdorben ist oder Druckstellen aufweist. 

 

Sächsische Zeitung
Dienstag, 10. Januar 2006

Auf dem Gelände der Landfarm Melaune gibt es nicht nur eine Biogasanlage zu entdecken. Die Kinder zeigten sich auch von der kunstfertig geformten Erntekrone der Landfrauen begeistert.   Foto: Constanze Prause

33 Kinder sind dem grünen Weg auf der Spur
Vierkirchen
. Kinder aus der Schule der polnischen Partnergemeinde Jezow Sudecki informieren sich über alternative Stromerzeugung.
von Constanze Prause

  33 polnische Kinder schauen sich auf dem Gelände der Landfarm Melaune um. Auch wenn einige von ihnen ein bisschen die Nase rümpfen, überwiegt das Staunen. Denn so was haben die Schüler noch nie gesehen: Auf dem Landfarmgelände gibt es eine Biogasanlage, mit deren Hilfe Strom erzeugt werden kann.
  In Vierkirchen sind noch mehr umweltfreundliche Betriebssysteme zu entdecken.  Windkraftanlagen oder die Kunststoffverarbeitung in Arnsdorf zum Beispiel, die aus recyceltem Material neue Teile produziert. Die Mädchen und Jungen aus der Vierkirchener Partnergemeinde Jezow Sudecki (Grunau), nehmen diese Orte genauestens unter die Lupe.
  Doch was hat Partnerschaft mit Biogas oder Windkraft am Hut? Dolmetscherin Agata Kowal-Ruschil klärt auf. "Die Kinder nehmen an einer besonderen Exkursion teil." Das Projekt heißt "Grüner Weg von Europa". Beide Partnergemeinden lernen sich in diesem Rahmen von einer anderen Seite kennen. So fuhren im November Einwohner von Vierkirchen nach Jezow Sudecki, um dort alternativen Energien auf die Spur zu gehen. "Wir stellten unseren Gästen unter anderem einen ökologischen Bauernhof und eine Wasserkraftanlage vor", erzählt die Dolmetscherin. Auf Initiative der Lehrer des Gymnasiums der polnischen Kommune folgte jetzt der Gegenbesuch. Die Kinder sollen sich selbst ein Bild ökologisch arbeitender Systeme im Nachbarland machen.
  Ihr Wissen, das sie mit nach Hause nehmen, wird im Unterricht, in der Schulzeitung sowie dem örtlichen Gemeindeblatt aufgearbeitet. "Und wir wollen bei uns einen ökologischen Schulgarten errichten", sagt Direktorin Wanda Bobryk. Um ,den Kindern Zusammenhänge bildlich begreifbarer zu machen, sei eine solche Exkursion eine gute Vorbereitungsarbeit. "Zum Beispiel sind Windkraftanlagen in Polen nicht so populär wie in Deutschland", ergänzt Agata Kowal-Ruschil. Eine Biogasanlage sei für die Kinder etwas völlig Neues.
          Ökologisches Picknick im Mai
  Während ihres Ausfluges lernen die Schüler Projekte kennen, die es in ihrem Ort so nicht gibt.  "Ziel der grenzüberschreitenden Arbeit ist auch, den Horizont zu erweitern", sagt Bürgermeister Andreas Nedo. So könne man schauen, welche Ideen die Partner verwirklichen. "Und man lernt voneinander", so Nedo weiter. Vor allem sei der Enthusiasmus zu würdigen, mit dem die Nachbarn an Dinge herangingen, denen in Deutschland manchmal Gleichgültigkeit entgegengebracht werde.
  Begeisterung spiegelt sich in der Stimme von Wanda Bobryk wieder, wenn sie vom nächsten Projekt erzählt. Im Mai reisen Vierkirchener nach Jezow Sudecki. "Bei uns findet ein großes ökologisches Picknick statt. Spezielle Produkte aus der Region werden dort präsentiert", verrät die Schuldirektorin.

Sächsische Zeitung
Mittwoch, 4. Januar 2006

Jede helfende Hand wird auch 2006 gebraucht
Döbschütz/Melaune.
Für die Veranstaltungen 2005 bedankt sich der Heimatverein mit einer Feier - und plant für dieses Jahr gleich weiter.
von Bernhard Donke

  Ein Dankeschön allen Helfem, die den Heimatverein Döbschütz Melaune bei seinen Aktivitäten im vergangenen Jahr unterstützten, auszusprechen, das tat dessen Vorsitzenden Herbert Riedel und seinen Vereinsmitgliedern mit Sicherheit sehr gut. Eigens dafür organisierte der Verein im Saal der ehemaligen Meuselwitzer Gaststätte eine kleine, aber feine und gemütliche "Dankeschön-Veranstaltung".
  Eingeladen waren alle Helfer und ihre Partner, die sich besonders während der Kirmesfeierlichkeiten engagierten. „Es ist nicht nur mir, sondern allen Vereinsmitgliedern ein besonderes Bedürfnis, sich für die geleistete Hilfe zu bedanken", sagt der Vereinsvorsitzende und fügt noch hinzu: "Ohne diese Hilfe wäre es nicht möglich, so eine Veranstaltung in dem Rahmen, wie wir sie durchfuhren, zu realisieren."
          Partner mit eingeladen
  Gleichzeitig sprach er auch seinen Dank an alle Partner der Helfer aus. Ohne deren Einsicht und Verständnis würde so manche helfende Hand fehlen und das wäre sicher nicht gut. "Deshalb dürfen auch sie bei unserer kleinen Feier nicht fehlen", meinte er dazu. Außerdem muss man die Sache auch mal so sehen: In diesem Jahr wollen wir auch unsere Kirmes feiern, und da brauchen wir wieder viele helfende Hände", sagt der Vorsitzende.
 
Und so kamen etwa 80 Personen zusammen, die sich nicht nur bei der kleinen Feier vergnügten, sondern gleich wieder Pläne für das kommende Jahr diskutierten – wie und was man sich Neues für das größte Fest einfallen lassen kann.

 

Sächsische Zeitung
Mittwoch, 4. Januar 2006

Internationales Leben in der alten Mühle
Vierkirchen. Zu einem Euroregionalen Zentrum soll die Alte Wassermühle Melaune ausgebaut werden. SZ sprach mit dem Bürgermeister.

Was entsteht mit dieser Begegnungsstätte, wer soll sie künftig nutzen?

Mit dem Bau entsteht eine soziokulturelle Stätte für unsere Gemeinde und die Partnergemeinden aus Polen und Tschechien. Gleichzeitig wird ein Ortschaftszentrum für die Vereine und Gruppen in Vierkirchen errichtet. Als künftiges "Eingangstor" für das geplante anliegende Freiluftmuseum des Milzener Vereins wird im Gebäude ein Museumsshop aufgebaut. Geplant sind eine Zusammenarbeit mit der neuen Gaststätte und der Jugendscheune, die sich direkt in unmittelbarer Nachbarschaft befinden. Und nicht zuletzt liegt die ehemalige Wassermühle am Pilgerweg und ist damit eine zentrale Anlaufstelle für die Pilger.

Welche Schritte wurden dafür bisher auf den Weg gebracht?  

Wir haben einen Antrag auf euroregionale Förderung in Kooperation mit unserer polnischen Partnerstadt Jezow Sudecki gestellt. Dieser wurde bereits bewilligt. Die Gemeinde führte nach dem Grunderwerb außerdem erste Sicherungsmaßnahmen an Dach und Mauerwerk durch. Nun wurde der Bauantrag gestellt.

Wie hoch sind die Kosten und gibt es bereits Fördermittelzusagen?

Alles in allem kostet das Projekt rund 400 000 Euro. Fördermittelzusagen erfolgten bereits über 280.000 Euro aus Mitteln der Europäischen Union. Gleichzeitig hoffen wir auf eine Förderung durch die Agentur für Arbeit. Den Rest Andreas Nedo werden die Vereine durch Eigenleistungen und die Kommune mit Eigenmitteln erbringen, die in den Haushalt eingestellt wurden.

Wann ist Baubeginn?

Der Bauantrag liegt beim Landkreis vor und wird zurzeit bearbeitet. Wir hoffen, im Frühjahr zu beginnen. Die Ausschreibungen könnten vielleicht noch im Winter erfolgen.

Gespräch: Constanze Prause