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D e z e m b e r   2 0 0 5

Sächsische Zeitung
Mittwoch, 28. Dezember 2005

Altes S 51 ist bei neuem Besitzer heiß begehrt
Vierkirchen. Auf der Thomas-Müntzer-Straße im Ortsteil Melaune entwendeten Diebe ein blaues Moped Simson S 51. Das Fahrzeug hat die Fahrgestellnummer 5525334 (Versicherungskennzeichen 340 HPF).

 

Sächsische Zeitung
Sonnabend, 24. Dezember 2005

Die gesamte Familie ist unterwegs. Zwischendurch wird Rast gemacht und wie hier Deutsch Paulsdorf 1995 ein Lagerfeuer entzündet.     Foto: privat

Gewandert wird in der Sippe
Mengelsdorf/Melaune
. 50 Familienmitglieder treffen sich am 26. Dezember zum Weihnachtsausflug.
von Constanze Prause

  Weihnachte und Familie gehören für viele Menschen zusammen. Man trifft sich zu Lebkuchen und Stollen, singt vielleicht gemeinsam unter der Blautanne oder lichtelt eine Runde an Heiligabend. Auch für die miteinander verschwägerten Familien Träger aus Mengelsdorf und Groß aus Melaune sind diese Bräuche fester Bestandteil in der Weibnachtszeit. Allerdings ist es damit nicht getan. In diesem Jahr trifft sich die mittlerweile 50-köpfige Familie vom Urenkel bis zu den Großeltern zu einer "Sippenwanderung" am zweiten Weihnachtsfeiertag.
          Kilometer festlegen
  Bereits zum 20. Mal in Folge findet diese statt, und Wolfgang Träger, der für die Organisation der Saison 2005 den Hut auf hat, leistet eine Menge Vorbereitungsarbeit. Nicht nur Einladungen müssen gestaltet, auch der Ablauf für die rund 20 Kilometer führende Wanderung festgelegt werden. "An erster Stelle steht bei uns die Familie. Freud und Leid werden miteinander geteilt, und man findet immer wieder zusammen", begründet er. Selbst Familienmitglieder, die arbeitsbedingt in München oder weiter weg wohnen, nehmen sich dafür Zeit. Entstanden ist die Idee in Vorbereitung und Mitwirkung der 600-Jahr-Feier in Mengelsdorf 1985. In dem Zusammenhang wurde damals noch mit 20 Mitgliedern - eine erste Exkursion Richtung Zigeunerhöhle unternommen.
  Das daraus eine so lang anhaltende Tradition entstehen würde, hätte niemand voraussehen können. Der Vorteil kristallisierte sich jedoch schnell heraus: Bei so einer große Familie passen bei weitem nicht alle Mitglieder zu Geburtstagsfeiern und ähnlichen Veranstaltungen zusammen unter ein Dach. Die freie Natur dagegen biete Platz für alle.
  Und so machen sich am 26.  Dezember Alt und Jung gemeinsam auf den Weg, um die nähere Region zu erkunden. "Immer wird eine Überraschung vorbereitet", erzählt Hannelore Ullrich.  In der Vergangenheit waren das Grillstationen im Wald, eine Pferdekutsche zum Mitreisen oder ein riesiger Topf Schlesischer Mohnklöße als Proviant.
 
Zum Jubiläumswandertag wird es wieder ein außergewöhnliches Ereignis geben. Was das ist, möchte Wolfgang Träger noch nicht verraten. "Dann wäre es ja keine Überraschung mehr", meint er augenzwinkernd. Fest steht, dass die Jüngsten mit Geschenken versorgt werden und ein Gläschen Sekt das Jubiläum besiegelt.

 

Sächsische Zeitung
Sonnabend, 24. Dezember 2005

Haushaltplan wird eng gestrickt
Vierkrchen. Die Gemeinde investiert im kommenden Jahr in verschiedene Projekte.
von Constanze Prause

  "Steuererhöhungen soll es keine geben", sagte Bürgermeister Andreas Nedo. Der Entwurf des Haushaltplanes wurde in der letzten Sitzung von den Gemeinderäten diskutiert. Eng gestrickt sei der Plan.
  Eigenmittel in den Vermögenshaushalt sollen unter anderem für den Kindergarten in Melaune, das Schwarzdeckenprogramm, eine Brückensanierung und für die Errichtung von Bushäuschen in Arnsdorf eingestellt werden. Der Straßenbau im Ortskern von Melaune und der damit verbundene Bau des Abwasserkanals steht ebenfalls auf dem Plan, ist jedoch abhängig von der Förderung des Abwasserzweckverbandes.
  Einen weiteren Posten nimmt die Sanierung der Wassermühle in Melaune ein. Hier soll eine Euroregionale Begegnungsstätte entstehen (die SZ berichtete). Dafür wurden Fördermittel beantragt. Für diese Investitionen muss die Gemeinde einen Kredit aufnehmen.
 
Nach den vorläufigen Orientierungszahlen erhöht sich die allgemeine Schlüsselzuweisung um 36000 Euro. Deren Berechnung ist abhängig von der Steuerkraftmesszahl der Gemeinde.  Sprich: Sind mehr Steuereinnahmen zu erwarten, ist die Schlüsselzuweisung geringer. Das betrifft Vierkirchen nicht. Hier haben sich gegenüber dem Vorjahr die Gewerbesteuereinnahmen vermindert. Dadurch wird die Schlüsselzuweisung erhöht.
          Zahlen bereits angefordert
 
Mit der zu zahlenden Verwaltungskostenumlage hat die Gemeinde ein Problem. Das wurde noch einmal deutlich. Die Verwaltungsgemeinschaft befindet sich in Reichenbach. Dort wurde mehrmals angefragt, wie sich die Umlagezahlen zusammensetzen. "Vierkirchen ist in Widerspruch gegangen und hat die Zusammensetzung angefordert", sagte Bürgermeister Andreas Nedo auf Nachfrage von Gemeinderat Peter Gloger. Sinn wäre eigentlich gewesen, Kosten einzusparen. Das sei bisher nicht geschehen. Spätestens Anfang des nächsten Jahres möchte die Gemeinde darüber Aufschluss erhalten. Weiterer Knackpunkt ist, dass die mittelfristige Finanzplanung der Kreisumlage mit dem gleichen Wert wie 2006 geplant ist.  Feste Planwerte allerdings liegen noch keine vor, so dass eine absolute Sicherheit gar nicht gewährleistet werden kann.

 

Sächsische Zeitung
Freitag, 23. Dezember 2005

Viel Beifall für Schüler
von Bernhard Donke

Buchholz. Weihnachtliche Stimmung im Vereinsheim des Kultur- und Sportverein Buchholz/Tetta e.V.. Die Mitglieder des Kultur- und Sportvereins hatten alle Senioren eingeladen. Gabriele Kreusch und viele fleißige Helfer bereiteten den Senioren einige frohe und unterhaltsame Stunden bei Kaffee und Kuchen. Die Schüler der Grundschule Vierkirchen bereicherten das Programm mit weihnachtlichen Liedern und dem Märchenspiel "Frau Holle". Ein kleiner Höhepunkt war der Auftritt des Schulchores aus der polnischen Partnergemeinde von Vierkirchen Jezow Sudecki. Die Schüler und Lehrer besuchten mit einer Delegation aus Mitgliedern ihrer Gemeindeverwaltung den Ort. Mit weihnachtlichen Liedern aus ihrer Heimat trugen sie maßgeblich zur guten Stimmung bei.

Sächsische Zeitung
Sonnabend, 17. Dezember 2005

Pfarrer Andreas Fünfstück zählte in diesem Jahr 150 Pilgerbesucher.  Foto: Autor

Besinnung in hektischer Zeit

Vierkirchen.  Der ökumenische Pilgerweg führt bis ins spanische Santiago de Cornpostela. Drei Herbergen in der Gemeinde sind Gastgeber.
von Constance Prause

  Die letzten Pilgergäste in diesem Jahr kamen am 3. November. Irmgard und Renate aus Erfurt haben sich gemeinsam mit Kraftfahrer Kurt im Gästebuch verewigt. Acht weitere Tage, so haben sich die Frauen vorgenommen, möchten sie zu Fuß den Weg der Jakobsmuschel entlang gehen. Unterkunft fanden sie im Oberstübchen des I,andkinos Arnsdorf.  "In Vierkirchen gibt es weitere Pilgerherbergen in Melaune und Buchholz", sagt Andreas Fünfstück. Der Pfarrer erzählt, dass 2005 alle drei Unterkünfte von rund 150 Pilger in Anspruch genommen wurden.
         Pilger sind international 
  Nicht nur Deutsche baten, in Vierkirchen um ein Quartier.  Kanadier, Neuseeländer oder Schweizer klopften in der Vergangenheit an die Türen ihrer Gastgeber. "In diesem Jahr kamen auch Menschen aus Polen zu uns", hat Andreas Fünfstück beobachtet. Den Grund dafür vermutet er im neu ausgeschriebenen Pilgerweg. Rund 80 Kilometer von Görlitz entfernt liegt jenseits der Neiße das Städtchen Jakubow. Von dort aus führt die Strecke Richtung Grenze. Die Einweihung des Abschnitts erfolgte im Sommer an der Görlitzer Altstadtbrücke.
  Die meisten Pilger auf der Strecke durch Sachsen, Sachsen-Anhalt bis ins thüringische Vacha beginnen ihre Wanderroute in Görlitz. "Oft ist das heilige Grab die erste Station" sagt Andreas Fünfstück. Und so mancher, das erfährt er von seinen Gästen, habe sich in der Neißestadt mit der Zeit völlig verschätzt.  So viele Eindrücke wollen mitgenommen, so viele Dinge entdeckt werden.  Gerade von der historischen Altstadt zeigten sich die Besucher immer wieder aufs Neue begeistert.  Doch dann machen sich die Wanderer zu Fuß oder per Fahrrad weiter auf den Weg. 
          Matratze, Brot und Wasser
  Die gelbe Muschel auf blauem Grund, Zeichen und Wegweiser der Pilger, leitet ihre Schritte ins knapp 20 Kilometer entfernte Vierkirchen. Im Schnitt benötigten die Frauen und Männer etwa fünf Stunden bis dahin. Das sei eine anstrengende Sache.  Und so zeigten sich die Pilger mit den eher spartanisch anmutenden Unterkünften durchaus völlig zufrieden: Eine Matratze zum Schlafen, ein Stück Brot gegen den Hunger, ein Schluck Wasser gegen den Durst. Die einfache Unterkunft nehmen die Pilger gern in Kauf. Ist doch oftmals Ziel einer solchen Wanderung, in einer eher hektischen Zeit sich wieder auf sich selbst und die wesentlichen Dinge im Leben zu besinnen. 
  Nichtsdestotrotz finden Gäste seit diesem Jahr in Arnsdorf schon einen kleinen Luxus vor. Mit Hilfe der Kirchgemeinde, des Vereins für Kirchenbau- und Dorfgeschichte sowie privaten Spendern konnte der ehemalige Stall im Pfarrhof zu behindertengerechter Duschmöglichkeit mit Toilettentrakt ausgebaut werden. "Für uns hat das Pilgern etwas ganz Besonderes gebracht", ergänzt der Pfarrer. Die tägliche Öffnung der Katharinenkirche vom Frühjahr bis zum Spätherbst erfolgte, weil die Pilger meist als Erstes im Gotteshaus eine Weile der Stille und Besinnung finden möchten.
  Ein schöner Nebeneffekt ist, dass dadurch zahlreiche Menschen aus dem Ort jetzt einfach so mal einen Blick hinter die Kirchentüren werfen. Nicht zuletzt motivierten die Aussagen der Gäste die Einheimischen, ihrem Ort nicht den Rücken zu kehren.  "Denn von außen wird immer wieder an uns herangetragen, wie schön es in unserer Region doch ist", sagt der Pfarrer.

Am Rande:

Ehrung: Einen mit 5 000 Euro dotierten Kinopreis mit Übergabe in Berlin im November diesen Jahres erhielt das Landkino auf initiative der Pilger. Ein Berliner Ehepaar schlug das kleine Lichtspieltheater bei der Defa-Stiftung vor. Helmut Morsbach, Vorstand der Stiftung, wurde neugierig, besuchte das Kino und zeigte sich davon begeistert.
Die größte Pilgergruppe in Vierkirchen in diesem Jahr trägt normalerweise eine Uniform. 19 Polizisten pilgerten gemeinsam mit dem Polizeipfarrer auf dem Weg der Jakobsmuschel und übernachteten in Melaune.
Nicht gelesen werden kann ein Gästebucheintrag in Arnsdorf.  Hier haben sich Pilger mit asiatischen Schriftzeichen verewigt.
Die ersten Pilger in diesem Jahr reisten Anfang März aus Berlin an. Sie holten sich Blasen und kalte Füße, da sie durch tiefen Schnee stapfen mussten. "Selten hat Tütensuppe so lecker geschmeckt', formulierten sie ihren Gasteintrag.
Die jüngsten Pilger waren im Sommer zu Gast. Zwei Brüder reisten mit ihren zehn- und elfjährigen Enkelkindern an, um auf dem Jakobsweg zu wandern.

 

Sächsische Zeitung
Freitag, 16. Dezember 2005

Die "Alte Mühle' in Melaune, einst wirtschaftliches Zentrum des Ortes, ist seit Jahren schon dem Verfall preisgegeben.  Nun soll sie nach dem Willen der Gemeinde Vierkirchen, die das Gebäude erwarb, zu einem euroregionalen Begegnungszentrum ausgebaut werden.  Foto: Bernhard Donke

Schöps schaffte die Mühle

Melaune.  Einst wurde hier Korn zu Mehl gemahlen, dann Elektroenergie erzeugt und am Ende trieben die Schüler in den Räumen Sportunterricht.
von Bernhard Donke

Am "Schwarzen Schöps" in Melaune, am Fuße des 206 Meter hohen Buchberges, steht heute ein Gebäude, das dem Verfall preis gegeben war. Einst war in seinen Mauern eine Mühle untergebracht, in der bis 1909 Korn zu Mehl gemahlen wurde. Wann die Mühle gebaut wurde, weiß keiner. Nur die Kirchenbücher der Melauner Kirche geben einiges preis. Annehmen kann man aber, dass schon im 14. Jahrhundert am "Schwarzen Schöps" in Melaune eine Mühle ihr Werk verrichtete. Denn der Ort wird 1239 als "Meraw" erwähnt, und schon damals wusste man die Kraft des Wassers für sich zu nutzen. Die Mühlen in Weißenberg am "Löbauer Wasser" fanden bereits 1228 Erwähnung.
  So wird in den Kirchenbüchern erstmals die Mühle im Zusammenhang einer Schenkung des Müllers Georg Richter im Jahre 1739 erwähnt. Dieser schenkte der Kirche damals wertvolle Bücher. Ein Zeichen, dass der Müller im Dorf eine gesonderte Stellung inne hatte. Zum einen musste er Lesen und Schreiben beherrschen und über einen gewissen Wohlstand verfügt haben, denn Bücher waren zu dieser Zeit auch schon teurer. Das ist aber auch nichts Ungewöhnliches, denn schon in den alten Märchen wird erzählt, dass die Müller oft reiche, aber auch hartherzige Menschen waren.
  Das scheint aber bei den Melauner Müllergeschlechtern nicht der Fall gewesen zu sein.  Zumindest nicht, dass sie geizig waren. Denn bereits 1847 schenkte der Besitzer und Müllermeister der Kirche zu Melaune ein Legat von 20 Talern. Dieses sollte zum Kauf eines Taufsteines verwendet werden.
 
Ein Schrecken muss den Melaunern am 9. Juli 1854 in die Knochen gefahren sein, als ein nie da gewesenes Hochwasser großen Schaden an der Mühle, die noch bis 1856 mit Stroh gedeckt war, im Ort anrichtete. Hochwasser bestimmte schon seit Menschengedenken die Ängste der Müllersleute an den Gewässern - in Melaune in den Jahren 897, 1864, 1887, 1908, 1926, 1930, 1938, 1958 und 1981.
          Trockenheit und Hochwasser
  1867 erfolgte der Mühlwerk-Umbau auf Sandsteinrädern. Damit konnte das Korn qualitätsgerechter und feiner gemahlen werden. Genauso wie Hochwasser war aber auch Trockenheit bei den Müllern gefürchtet. Da konnte nur begrenzt, wenn Oberhaupt gemahlen werden. Eine solche herrschte im Frühjahr 1887. Tagsüber musste das Wasser angestaut werden, um in der Nacht im geringen Umfang zu mahlen. Diese Trockenheit wurde am 18. Mai durch heftige Regenfälle am Rotstein abgelöst. So kam es zum verheerenden Hochwasser, das die Gebäude der Mühle in arge Mitleidenschaft zog. Als 1906 der damalige Müller und Besitzer der Mühle diese zu einem Elektrowerk umbaute, endete für Melaune die stromlose Zeit. Ein neues Zeitalter brach für das Dorf an, die Elektroenergie veränderte das Leben im Dorf. Zwei Generatoren und zwei Benzolmotoren erzeugten fortan 110 Volt Gleichstrom. 1910 wurde von Döbschütz Oberdorf, Gut und Schloss sowie der Ort Prachenau an die Stromversorgung angeschlossen. Am 27. Januar 1914 wird eine Elektrizitätsgesellschaft mit Sitz in Prachenau gegründet.
  1920 wurde die Mühle von der Familie Engelke gekauft. Sie ließ zwei liegende Turbinen einbauen, die den Bau eines Wehres erforderten, aber die Stromversorgung stark verbesserten. Dadurch war 1928 der Anschluss an das Überlandnetz möglich.  Nun konnte auch das Unterdorf von Döbschütz mit Strom versorgt werden. Noch bis 1943 wurde in der ehemaligen Mühle Strom erzeugt.  Die Gebäude dienten nun nur noch als Wohnraum und Wirtschaftsräume. Ein Hochwasser 1958 zwang die Mühlenbewohner zur Evakuierung.
 
1965 wurde die Maschinenhalle der Mühle und das Elt-Werk zu einer Sporthalle umgebaut. Bis 1982 tummelten sich hier die Schüler der Melauner Schule. Ein weiteres Hochwasser 1981 richtete derart viel Schaden an, dass die Mieter wiederum evakuiert werden mussten. Seitdem steht das Gebäude leer. Sportunterricht war nur noch beschränkt möglich. 1990 gelangten die Nachfahren des Eigentümers vor 1945 wieder in den Besitz der Gebäude. Doch bisher wurde nichts daran getan.

 

Sächsische Zeitung
Freitag, 16. Dezember 2005

Kinder studieren fantasievolles Krippenspiel ein

Arnsdorf.  Die Kirche bietet am Heiligabend die Kulisse für eine ganz besondere Aufführung mit Laienschauspielern
von Constance Prause

Andreas Fünfstück zeigt auf den Platz vor dem Altar. "Hier ist der große Marktplatz", behauptet der Pfarrer. Mehr als ein Dutzend Kinder lassen ihrer Fantasie freien Lauf und sehen tatsächlich einen Marktplatz in der evangelischen Sankt Katharinenkirche vor ihrem geistigen Auge. Die Mädchen und Jungen sind mit Eifer bei den Proben für Heiligabend dabei, dann führen sie im Gotteshaus das Stück "Melodie der Hoffnung" auf Bis dahin muss der Text sitzen. Und schauspielerisches Können ist ebenfalls gefragt. Fleißig üben die Interpreten gemeinsam mit ihrem Pfarrer. "Wenn du den Text in der Hand behältst, kannst du nicht spielen", sagt dieser zu einem Jungen. Philipp legt das umfangreiche Papier beiseite, um seinen Part richtig auszuleben. Der 13-Jährige schlüpft in die Rolle des König Augustus, dessen Diener es ihm wohl niemals recht machen können. Mimisch und gestisch unterstreicht er seinen Part. Geschafft: Phillip setzt sich auf eine der Kirchenbänke und hat ein bisschen Zeit zum Reden.

Die fantasievollen Kostüme wurden von Christa Balzer alle selbst geschneidert.  Die kleinen "Schauspieler' schlüpf en gern in ihre Rollen.  Foto: C. Prause

Schon seit mehreren Jahren sei er bei den Aufführungen gern dabei. "Für mich gehört das zu Weihnachten dazu. Die Proben steigern die Vorfreude auf das Fest", erzählt er. Lysann übernimmt im Stück die Rolle eines Dieners.  "Es macht mir Spaß, den Leuten Freude zu bereiten", sagt die Elfjährige.
  Die gleichaltrige Lisa stülpt sich einen zipfeligen Hut auf den Kopf und zieht ein blaues Gewand über ihre Jacke. Die schauspielerischen Fähigkeiten auszulosen, reize das Mädchen einerseits. "Außerdem ermutigen wir vielleicht andere Kinder, im nächsten Jahr ebenfalls mitzumachen", hofft sie. Das könnte auch für diejenigen interessant werden, die sich gern kostümieren.
 
Bereits im Vorjahr nähte mit Engagement und ehrenamtlich Christa Balzer vom Verein für Kirchenbau und Dorfgeschichte Königsgewänder, mittelalterlich anmutende Umhänge oder fantasievolle Kopfbedeckungen für Aufführungen im Ort. Für diese Saison wurde der Fundus um zwei weitere Stücke ergänzt.  Von der Pracht der Formen und der "Melodie der Hoffnung" können sich Besucher am 24.  Dezember, um 17.30 Uhr, in der Kirche überzeugen.

Sächsische Zeitung
Dienstag, 13. Dezember 2005

Nun muss auch dieser Puter, den Roy Hoke von der Prachenauer Putenfarm behutsam in den Händen hält, den Weg ins Schlachthaus antreten.  Als Weihnachtsbraten werden er und seine Artgenossen in wenigen Tagen den Festtagstisch so mancher Familie bereichern.  Ein Großteil der geschlachteten Tiere werden im eigenen Hofladen verkauft.  Immer mehr verdrängen die aus Nordamerika stammenden Hühnervögel die traditionelle Gans.  Auf dem weitläufigen Gelände werden die Tiere in großen, dem Gesetz entsprechend geschlossenen Ställen gehalten. Foto: Bernhard Donke

Sächsische Zeitung
Donnerstag, 15. Dezember 2005

Firmen bündeln ihre Kräfte in einer Gesellschaft

Vierkirchen. Eine neue Vertriebsgesellschaft für mineralische Baustoffe (VMB) hat sich gegründet. Darüber wurde während der jüngsten Gemeinderatssitzung informiert. Das betrifft die in Arnsdorf/Melaune ansässige Firma ProStein, die gemeinsam mit der Firma Sutter GmbH Vertriebsaktivitäten organisiert.  Geschäftsführer von ProStein, Wolfram Steller, erklärt: "Der Steinbruch in Arnsdorf/Melaune bleibt weiterhin in Betrieb." Um den Anforderungen der sich verändernden Marktbedingungen besser gerecht zu werden, bündeln künftig die ProStein GmbH & Co. KG und die Sutter GmbH in einer gemeinsamen Gesellschaft ihre Kräfte. Der Sitz der VMB befindet sich ab 1. Januar 2006 in Bischofswerda.
  In den Arnsdorfer Granitwerken erfolgt die Gewinnung und Aufbereitung von Natursteinen zu Mineralgemischen, Splitt und Schotter sowie von Kies beziehungsweise Sand in betriebseigenen Steinbrüchen und Kiesgruben.  Außerdem werden unter anderem Baustoffrecycling oder die Annahme und Aufbereitung von Asphalt- und Betonaufbruch durchgeführt. (cp)

 

Parkproblem gelöst

Buchholz. In den vergangenen Wochen gab es Beschwerden hinsichtlich der Schülerbeförderung in Buchholz. "Die Straße war oft zugeparkt, so dass der Bus nicht durchkommen konnte", informierte Bürgermeister Andreas Nedo den Gemeinderat. Eine verkehrsrechtliche Anordnung wurde geschaffen. Jetzt gilt einseitig eingeschränktes Parkverbot.  Die Bushaltestelle bleibt im Schulbereich. (cp)

Pflege historischer Technik

Vierkirchen. Im Sommer gründete sich ein Traditionsverein der Feuerwehr Melaune/Prachenau7Döbschütz. Darüber informierte Vierkirchens Bürgermeister Andreas Nedo die Gemeinderäte während der Dezembersitzung. Ziel des Vereins soll die Pflege historischer Feuerwehrtechnik und Pflege der Tradition sein. Jetzt erfolgte die Eintragung ins Vereinsregister. (cp)

Vereine werden gefördert

Vierkirchen.  Zwölf förderfähige Vereine gibt es derzeit in Vierkirchen. Acht davon stellten bis Anfang Dezember einen Förderantrag für das kommende Jahr. 2006 könnten laut Entwurf des Haushaltsplans 3500 Euro in die Vereine fließen. (cp)

In Buchholz soll ein Museum eröffnet werden

Buchholz. Eine Heimatstube soll entstehen. Während der diesjährigen 700-Jahrfeier des Ortes gab es eine erste Ausstellung mit Exponaten aus dem dörflichen Leben. Ein Teil dieser privaten Objekte kommt dem neu zu bildenden Museum zu Gute. Ein kleiner finanzieller Grundstock ist vorhanden. Nach der Verrechnung von Einnahmen durch Spenden und Ausgaben der 700-Jahrfeier konnte ein Plus von rund 400 Euro erzielt werden. Dieses Geld findet für den Aufbau der Heimatstube Verwendung (cp)

 Pappelallee wird gefällt

Tetta. Die aus den 50er Jahren stammende Pappelallee in Tetta/Buchholz wird abgetragen. Grund dafür ist, dass die Bäume die Straße anheben. Als vorgezogene Ausgleichsmaßnahme soll dahinterliegend eine Neupflanzung von Sträuchern erfolgen. (cp)

 

Sächsische Zeitung
Freitag, 09. Dezember 2005

Kleine Nikolausmützen für die Musiker

Konzert.  Festfiche Bläsermusik erklang in der Kirche.
von Bernhard Donke

Melaune. Aus der hell erleuchteten evangelischen Kirche Melaune drang weihnachtliche Bläsermusik. Im Innenraum des Gotteshauses saßen gut 150 Menschen und lauschten der festlichen Musik. Eingeladen zu dieser hatte traditionell die Posaunenmission der schlesischen Oberlausitz im Kirchenkreis Niesky. Wie schon in den Jahren zuvor kamen Bläser und Posaunenchöre aus dem ganzen Kirchenkreis von Schleife bis Hagenwerda. Auch für den gastgebenden Pfarrer Helmut Törne ein Grund mehr, sich bei den Bläsern für diese langjährige Treue, die sie dieser "Festlichen Bläsermusik im Advent" nun schon halten, zu bedanken. Waren es vor Jahren fast nur Zuhörer aus Melaune, so sind es jetzt sehr viel Zuhörer aus der Region, die sich dieses geistliche Konzert nicht entgehen lassen wollen.
  Das spricht eindeutig für die beteiligten Bläser und ihren musikalischen Leiter, Landesposaunenwart Bernd-Johannes Alter, der das Konzert von Beginn an leitet.  Es ist für ihn nicht einfach, neun Posaunenchöre aus den verschiedensten Gemeinden des Kirchenkreises in nur einer Stunde auf ein gemeinsames Spiel einzuproben. Aber die immer mehr ansteigenden Zuhörerzahlen zeigen, dass die Bläser dem hohen Anspruch der Zuhörer gerecht werden.
  So auch bei diesem Konzert, das mit der Eröffnungsmusik Passamezzo von Francisque Caroubel von 1612 begann und gut eine Stunde lang die Zuhörer begeisterte. Am Ende hatte Pfarrer Helmut Törne noch eine kleine Überraschung für die Bläser und ihren Chorleiter, an diesem Tage Bernd-Johannes Alter, parat: für jeden eine kleine, selbst gebastelte Nikolausmütze.  "Es soll ein kleines Dankeschön sein für die langjährige Treue, die Sie unserer ,Festlichen Musik im Advent' nun schon halten. Ich hoffe, dass Sie das auch noch viele Jahre tun. Die immer mehr steigenden Zuhörerzahlen zeigen, dass dieser Bläserabend schon ein fester Bestandteil in unserem Leben im Advent ist", sagt der Pfarrer.
  Die Nikolausmütze hat auch noch eine andere Bedeutung, von der hier nichts bekannt ist. In manchen Regionen Süddeutschland küren am Nikolaustag Kinder und Schüler mit so einer Nikolausmütze einen Bischof, der ihre Interessen bis zum 28.  Dezember, dem "Tag der unschuldigen Kinder", vertritt.

 

Bernd-Johannes Alter und neun Posaunenchöre erfreuten Dienstagabend bei der "Festlichen Musik im Advent" viele Zuhörer in der Kirche Melaune.  Foto: Bernhard Donke

 

Sächsische Zeitung
Dienstag, 06. Dezember 2005

Kuscheldecken im Kino? Während der Film über die Leinwand flimmert, sind Mitarbeiter und Publikum gut gegen die Kälte gewappnet. Foto: C. Prause

Kein Klappern im Kino

Arnsdorf.  Die Wintervariante bildete den Abschluss dieser Saison im Landkino.
von Constance Prause

  Geklappert wird im "Klapperkino" Arnsdorf nicht wirklich. Dafür sorgt ein Schwung von mehr als 40 flauschigen Decken. Doppelt so viele Sitzplätze gibt es in der umgebauten ehemaligen Scheune. Zum mittlerweile siebenten Mal findet hier das Klapperkino statt. Der Film "Robinson Junior" wird gezeigt.
  "Diese Veranstaltung im Advent hat Kultcharakter", sagt Bettina Hahn, Mitglied vom Verein für Kirchenbau und Dorfgeschichte. Das Publikum findet den Weg nicht nur aus der eigenen Gemeinde, sondern reist auch aus dem Umland oder Görlitz an.
  Nach einer starken Saison, in der mehr als 2000 Gäste gezählt wurden, bildet die Wintervariante den Abschluss. Noch einmal zu sehen ist der in Eigenregie gedrehte Vorfilm über Albert Einstein. Schauspieler sind die Arnsdorfer selbst.  Sie setzen die Suche einer "Journalistin" nach dem Genie in den vor Ort gelegenen Einrichtungen bis hin zu den Steinbrüchen auf komödiantische Weise in Szene.
  Die Filmkamera war in diesem Jahr noch auf ganz andere Art im Einsatz.  Helmut Morsbach, Vorstand der Defa-Stiftung mit Sitz in Berlin, überbrachte im Herbst die Nachricht einer besonderen Würdigung. Die Reaktion der Vereinsmitglieder und Gäste auf die Botschaft wurde auf Film festgehalten. Für ihre ehrenamtliche Arbeit erhielt die Initiative der evangelischen Kirche einen mit 5 000 Euro dotierten Programmpreis Ende November in Berlin überreicht.  Der Film über die Arnsdorfer flimmerte über eine große Leinwand und trug das Engagement bis in die Hauptstadt.
  Auf den Lorbeeren ruhen sich die Vereinsmitglieder jedoch nicht aus. Zum Klapperkino sind Vorbereitungen zu treffen. "Unser Klapperkino heißt so, weil die Leute vor Kälte in dem ungeheizten Raum mit den Zähnen klappern könnten", sagt augenzwinkernd Isolde Karrasch. Für Wärme ist allerdings in sämtlichen Varianten gesorgt. Glühwein, Grog und heiße Zitrone werden geköchelt.
  Die 30 mal neun Meter große Scheune zieren Tannenbaum, weihnachtlicher Schmuck und lebensgroße Figuren von Knecht Ruprecht oder Rudolf dem Rentier. Ein riesiger Topf Soljanka, Bratwurst und Langosfladen stillen Hungergefühle. Im Pfarrhof lodern Schwedenfeuer. Mit diesem Ambiente sorgt das Landkino für urige Gemütlichkeit. Das Publikum dankt es. Bis auf den letzten Platz sind alle der historischen Kirchenbänke belegt.
  Vorhang auf heißt es dann im nächsten Jahr wieder, wenn die Kinosaison im Juli 2006 startet.

N o v e m b e r  2 0 0 5

Sächsische Zeitung
Dienstag, 29. November 2005

Die Knotentechnik will erlernt sein. Mit Hilfe der Ausbilder Sven Weigel (2.v.re.) und Marko Kosan (3.v.re.) begreifen die Jugendlichen schnell die manchmal lebensnotwendige Technik des Knotenknüpfens.. Foto: B. Donke

Knotentechnik und Humor

Vierkirchen. Jugendliche aus drei Ortswehren lernen in Arnsdorf.
von Bernhard Donke

Im Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Arnsdorf-Hilbersdorf in Arnsdorf stehen Jungs an einer langen Stange und bemühen sich, Knoten in Seile zu knüpfen. Es sind die  Mitglieder der Jugendfeuerwehr Vierkirchen, die ihre Übungsstunden abhalten. Heute steht die Knotentechnik auf dem Lehrplan. Das heißt, die jungen Kameraden müssen lernen, wie ein richtiger Knoten fachgerecht geknüpft wird.
Keine leichte Aufgabe, diese Technik zu lernen, obwohl es sehr leicht aussieht. „Die Technik muss jeder Kamerad bei der Feuerwehr, auch bei uns freiwilligen Feuerwehrleuten, richtig können. Ein Knoten kann manchmal überlebenswichtig sein“, sagt Marko Kosan, Leiter der Jugendwehr. Er und sein Stellvertreter Sven Weigel bemühen sich schon seit Jahren um die Ausbildung des Feuerwehrnachwuchs in Vierkirchen. „Wir haben eine zentrale Jugendwehr für alle Ortsteile und Ortswehren in Vierkirchen gebildet. Das erspart den Wehren viel Arbeit und Mühe“, sagt Sven Weigel. Zurzeit gehören zwölf Jugendliche im Alter von zehn bis 18 Jahren dazu. Eine Aufgabe, die den beiden jungen Kameraden auf den Leib geschrieben ist. Mit viel Einfühlungsvermögen, einem Schuss Humor und fachlichen Kenntnissen begeistern sie seit Jahren die Jugendlichen aus Vierkirchen für die ehren- und verantwortungsvolle Arbeit in der Freiwilligen Feuerwehr.
Den Jugendlichen wird das Grundwissen über die Arbeit bei der freiwilligen Feuerwehr beigebracht – Fahrzeugkunde, Gerätekunde, Beherrschen der Knotentechniken und sich einfügen in eine Gemeinschaft, in der alle das gleiche Ziel haben: Schaden von Menschen abwenden und in Notsituationen helfen. Gleichzeitig erhält jeder Jugendliche eine Ausbildung in der Ersten Hilfe.
„Das ist sehr wichtig. Wenn die Jugendlichen das 16. Lebensjahr erreicht haben, können sie sich den Kameradschaften der Freiwilligen Feuerwehren in ihren Heimatorten anschließen. Mit ihrem fachlichen Wissen fügen sie sich nahtlos in den Dienst der Wehr ein“, sagt der Jugendwehrleiter.
Seit 1999 gibt es die Jugendfeuerwehr in Vierkirchen, und seit dem ist man bestrebt, den Jugendlichen  eine gute und solide Ausbildung zukommen zu lassen. Die Arbeit trägt schon Früchte: In den drei Ortswehren der Gemeinde Vierkirchen gibt es keine Nachwuchsprobleme. Denn wie der Jugendwehrleiter versichert, geht jeder zweite Jugendliche in die Freiwillige Feuerwehr seines Heimatortes.
Um die jungen Leute umfassend und solide auszubilden, trifft sich die Jugendfeuerwehr zweimal monatlich in einer der drei Ortswehren. Mit dem „Alten Feuerwehrgerätehaus“ hat die Jugendfeuerwehr Vierkirchen ihr eigenes Domizil. Erst vor kurzem wurde es von innen und außen renoviert.

Sächsische Zeitung
Sonnabend, 26. November 2005

 

Noch was Neugieriges

Na wer schaut denn hier zum Fenster herein? Das Foto entstand auf der Terrasse von Familie Mann aus Tetta. Die Kinder sind selbst gebastelt und werden je nach Jahreszeit eingekleidet. Der Winter kann kommen. Foto: R. Mann

 


 

Sächsische Zeitung
Sonnabend, 26. November 2005

 

Der Leiter (li.) der Wehr fasst beim Fliesen verlegen in den Toiletten des Gerätehauses selbst mit an. Gerd Walter verleiht dem Heizraum einen neuen Anstrich. Fotos: B. Donke

700 Stunden freiwillige Arbeit

MELAUNE. Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr bauen Gerätehaus, Schulungs- und Versammlungsraum selbst wieder auf.
von Bernhard Donke

  Im Feuerwehrgerätehaus und dem angrenzenden Vereinsheim der Freiwilligen Feuerwehr Döbschütz-Melaune-Prachenau am Eisstadion in Melaune wird kräftig gewerkelt. Im Versammlungs- und Gesellschaftsraum kreischt eine Säge, und es riecht angenehm nach frischem Holz.
  Hier verkleiden Kameraden der Wehr die Wände mit Holzpaneelen. Damit soll der Raum noch angenehmer und gemütlicher werden. Gleichzeitig soll die Verkleidung auch zur Schalldämmung beitragen, da auch die Blasmusiker der Feuerwehrkapelle hier ihre Übungsstunden abhalten. In der kleinen Teeküche neben dem Versammlungsraum gibt Gerd Walter den Wänden einen neuen Anstrich, und Feuerwehrchef Joachim Mielsch fliest die Toilettenwände.
Bereits im Sommer haben die Kameraden mit der Sanierung und Renovierung ihres 1984 erbauten Gerätehauses begonnen. Mit Hilfe von zwei Firmen aus der Region wurde das Dach und die Fassade neu gestaltet. Dabei leisteten die Kameraden eine Menge Vorarbeiten. „Die Innenarbeiten, wie das Streichen der Wände, der Decken und die neue Fußbodenbeschichtung im Gerätehaus wurden dann aber von den Kameraden allein in Eigenleistung erbracht. Genauso, wie wir jetzt den Versammlungs- und Schulungsraum sowie die Sozialräume, wie Teeküche und Toiletten renovieren und teilweise neu gestalten“, sagt Joachim Mielsch.
          60 000 Euro Fördermittel
  Diese umfangreichen Sanierungs- und Renovierungsarbeitenwerden etwa 60.000 Euro kosten. Dafür erhielt die Gemeinde aus dem Fördenprogramm für das Feuerwehrwesen des Regierungspräsidiums Dresdens 75 Prozent Förderung. Die noch verbleibenden 25 Prozent muss die Gemeinde als Eigenleistung aufbringen. Einen Großteil davon werden die Kameraden sozusagen in freiwilligen Arbeitseinsätzen abarbeiten.
Bisher haben die Kameraden etwa 700 Arbeitsstunden geleistet, das sind in etwa 4.000 Euro ohne Materialkosten. Dabei haben die Kameraden Gerd Walter, Joachim Mielsch, Klaus Schuster und Thomas Krause einen großen Anteil. Doch bis zur Fertigstellung aller Sanierungs- und Renovierungsarbeiten am und im Gebäude rechnet der Leiter der Wehr noch mit etwa 500 Arbeitsstunden, die die Kameraden noch zu leisten haben. Erst dann wird das Gerätehaus wieder ein kleines Schmuckstück in der Gemeinde werden.
Zurzeit sind auf Grund der Witterung nur Innenarbeiten möglich. Doch im kommenden Frühjahr soll auch der Vorplatz des Gerätehauses eine Neugestaltung erfahren. Im Mai 2006 sollen bis zur Jubiläumsfeier „40 Jahre Feuerwehrkapelle“ Melaune alle Arbeiten abgeschlossen sein. „Doch bis dahin ist noch ein ganzes Stück Arbeit zu leisten, um diesen Termin zu halten“, sagt Joachim Mielsch.

 

Sächsische Zeitung
Donnerstag, 24. November 2005

Während die Männer am Spielabend Ihren Skat kloppten, waren die Frauen und Kinder beim "Mensch-ärgere-Dich-nicht"-Spiel begeistert. Foto: B. Donke

Zwei Stunden spiel und Spaß

Der Heimatverein lädt zum Kartenspiel und "Mensch-ärgere-Dich-nicht" ein.
von Bernhard Donke

Während sich die Jugend zum Trip in die Disco stylt und es sich die meisten Leute vor dem Fernseher gemütlich machen, geht man in Melaune zum Spielabend. Es ist Sonnabend und ein Abend, der schon eine kleine Tradition in der dunklen tristen Jahreszeit hat.
  Vor Jahren vom Heimatverein von November bis Februar organisiert, trifft man sich im Versammlungsraum der Gemeinde zu gemeinsamen Spiel und Unterhaltung. "Man kann schon von einer Tradition sprechen", sagt der Vereinsvorsitzende Herbert Riedel und fügt hinzu: "Es ist eine lockere Tradition. Die Spielabende organisieren wir oft sehr spontan. Doch wie man sieht, werden sie auch gern angenommen.
  Und so haben sich am vergangenen Sonnabend eine ganze Anzahl von Leuten eingefunden. Während sich die Männer zu einer Skatrunde zusammensetzen, spielen die Frauen und Kinder Rommé oder Mensch-ärgere-Dich nicht".
          Vor dem Sieg rausgeworfen
  Mit dabei auch die Döbschützerin Sabine Thiel, die kurz vor dem Sieg im Spiel mit dem Würfel und den Figuren von Hannes Weist aus dem Rennen geworfen wurde. Sie ist begeistert von dem Abend. "Es ist doch besser, als vor der Glotze zu sitzen. Hier gibt es Spaß und Unterhaltung, und nebenbei erfährt man noch einiges aus dem Dorf. Außerdem kommt man sich auch menschlich näher.", sagt sie und nimmt den Würfel wieder auf, um erneut das Glück herauszufordern. Ihr Mann gibt sich am Tisch nebenan alle Mühe, um beim Skat mit Kontra, Re und Bock sein Glück zu versuchen. Am Ende haben beide das Spiele nicht gewonnen, aber wiedermal viel Freude und Unterhaltung gehabt. "Am nächsten Spielabend sicd wir wieder mit von der Partie", sagt die Hausfrau am Ende des gut zweistündigen Abends.  

Sächsische Zeitung
Freitag, 18. November 2005

Preis für das Landkino

Arnsdorf. Am 24. November wird zum fünften Mal der Programmpreis der DEFA-Stiftung in Höhe von 5000 Euro vergeben. Neben dem Museum of Modern Art in New York und einem Hallenser Programmkino wird die jährliche Aktion einer evangelischen Kirchengemeinde prämiert: in diesem Jahr das "Landkino Arnsdorf" mit der Kirchengemeinde, getragen vom Verein für Kirchenbau- und Dorfgeschichte.
  Es war der DEFA-Stiftung Mitte des Jahres durch seine Originalität, Qualität und wohltuende Ehrlichkeit im Erleben aufgefallen. Den sachdienlichen Hinweis an den Vorstand der Stiftung gab ein Berliner Ehepaar,  das sich über Pfingsten auf Pilgerschaft begeben hatte und im Landkino noch vor Saisoneröffnung übernachtete. Das Landkino, die urig eingerichtete Scheune eines oberlausitzer Pfarrhofes, bietet neben der sommerlichen Kinoräumlichkeit auch denen Schlaf- und Erlebnisgelegenheit, die sich von Görlitz aus in Richtung des spanischen Santiago de Compostela auf den ökumenischen Pilgerweg begeben. (SZ)

Sächsische Zeitung
Freitag, 18. November 2005

N O T I E R T

Jahresrechnung geprüft
Vierkirchen. D
as Ergebnis der Jahresrechnung nahm in seiner jüngsten Sitzung der Gemeinderat zur Kenntnis. Geprüft wurde die Jahresrechnung vom örtlichen Rechnungsprüfungsamt der Stadtverwaltung in Reichenbach. Der Schuldenstand wird mit rund 1,4 Millionen Euro angegeben - 721 Euro Pro-Kopf-Verschuldung. Die Jahresrechnung wird vom 1. bis 9. Dezember zur Einsichtnahme im Vierkirchner Gemeindeamt Melaune sowie in der Reichenbacher Stadtverwaltung öffentlich ausgelegt. (cp)

Berndtbrücke in Arnsdorf wird erneuert
Vierkirchen
. Beschlossen wurde vom Gemeinderat die Erneuerung der Berndtbrücke in Arnsdorf. Für die Sanierung wird ein Fördermittelantrag über das Brückensonderprogramm gestellt. Im Sommer wurde die Überführung geprüft, wobei erhebliche Schäden am Bauwerk festgestellt wurden. So ist zum Teil das Fugenmaterial ausgefallen, die Stahlblechplatten weisen Korrosionsschäden auf, das Geländer rostet und die Fahrbahn befindet sich in einem schlechten Zustand. Diese und andere Schäden beeinträchtigen die Standsicherheit der Brücke. Derzeit darf das Bauwerk mit einer Tonnage von sechs Tonen befahren werden. Allerdings sei dieser Zustand nur über eine beschränkte Zeitdauer akzeptabel. (cp)

 

Sächsische Zeitung
Donnerstag, 17. November 2005

 Der Döbschützer Meik Laßmann befällt seinen Tank mit einer biologischen Alternative.              Foto: Constanze Prause

Mit Salatöl Auto fahren

Vierkirchen.  Ein Döbschützer rüstet Fahrzeuge um, damit Kosten für Kraftstoff gespart werden.
von Constanze Prause

  Die meisten Menschen benutzen Pflanzenöl, um damit den Salatteller zu verfeinern. Meik Laßmann benötigt die Flüssigkeit zur Fortbewegung. Der Döbschützer betankt nicht nur sein Auto mit dem floralen Fett. Er baut Pflanzenöl-Technologie in Fahrzeuge ein. Von Seiten des Regierungspräsidiums Dresden hat er eine Ausnahmegenehmigung erhalten, Landmaschinen mit Dieselkraftstoff umzurüsten.
          Ungewohnte Tankalternative
  Im Sommer 2005 begann Laßmann, der zuvor eine Spedition betrieb, mit dem Gewerbe. Die Anmeldung dafür habe keine Probleme mit sich gebracht.  Mittlerweile kann sein Ein-Mann-Unternehmen auf fünf, umgerüstete Fahrzeuge verweisen. "Und die Nachfrage ist groß", bestätigt der 42-Jährige. Sprechen doch eine ganze Reihe von Fakten für die derzeit noch ungewöhnliche Tankalternative. "In erster Linie ist das eine Preisfrage. Pflanzenöl kostet bedeutend weniger als Diesel", sagt Laßmann.
  Andererseits biete sich gerade Landwirten die Möglichkeit an, für einen geschlossenen Kreislauf zu produzieren. Wer zum Beispiel Raps anbaue, könne damit seine Feldmaschinen betreiben und überschüssiges Öl weiter verkaufen. Der so genannte Rapskuchen als restliches Endprodukt wäre ein günstiges Viehfutter mit hohem Eiweißgehalt. "Die Produktion bliebe in der Region.  Man bräuchte kein teures Erdöl, beispielsweise aus arabischen Ländern, einfuhren" sagt der Firmeninhaber.
  Wer allerdings nach der Umrüstung im Niederschlesischen Oberlausitzkreis eine Tankstelle mit Pflanzenöl sucht, wird bisher nicht kein fündig. Anfahrtswege bis Nossen bei Dresden, Zittau oder Calau bei Cottbus müssen Interessenten derzeit in Kauf nehmen.
Das soll sich in Kürze ändern. Noch 2005 plant der Vierkirchener in Wurschen, zwischen Weißenberg und Bautzen, eine Zapfsäule dieser Art zu errichten. Dort befindet sich auch die Werkstatt seines Betriebes, der übrigens als Vertragspartner eines ökologisch-ökonomi
schen Unternehmens mit Sitz nahe
Berlin fungiert. Ob Raps-, Soja- oder Sonnenblumenöl im Tank - das Portmonee würde entlastet und der Umbau sei schnell rentabel.  Die Investition kostet ab rund 1000 Euro. Dafür schlägt dann der Liter "Sprit" mit nur noch zwischen 60 bis 75 Cent zu Buche.  Zur Not geht auch mal ein Schlückchen Speiseöl aus dem Supermarkt.
Ganz verzichtet werden könne auf den Diesel jedoch nicht.  "In die Fahrzeuge wird ein zweiter kleinerer Tank eingebaut, in den der Kraftstoff hineinkommt", erläutert der Fachmann.  So sollte der Kaltstart immer mit Diesel erfolgen.  Dadurch verhindern Nutzer eventuelle Schäden an Einspritzsystem und Motor.  Temperaturen unter Null Grad lassen den biologischen Treibstoff fest werden.  Dann sei es ratsam, ein Gemisch aus Pflanzenöl und Diesel zu fahren.

Zahlen und Fakten  

Bereits der Erfinder des Dieselmotors, Rudolf Diesel, betrieb seine ersten Motoren vor rund 100 Jahren mit Pflanzenöl.
Rund 95 Prozent der Dieselfahrzeuge lassen sich auf Pflanzenöl umrüsten. Dafür gibt es verschiedene Ausführungen.
Bei Benzinern funktioniere die Umrüstung bisher
noch nicht.
Je nach Hersteller und Abnahmemenge ist ein Liter Pflanzenöl ab 60 Cent zu haben. Leistung und Kraftstoffverbrauch des Fahrzeuges bleiben unverändert. Weiterer Vorteil: Naturbelassene Pflanzenöle wären schwefelfrei, kohlendioxid-neutral und ungiftig.

Sächsische Zeitung
Dienstag 15. November 2005

Der amerikanische Conference Minister David Moyer (links) mit Silke und Denis Kirchhoff aus Melaune, seinen Gasteltern während seines Besuches in der Görlitzer Kirchenregion. Foto: Emst-Bertram

Wollmütze statt Heiligenschein
Kirche.
Bischof David Moyer aus den USA knüpft an die alten Bindungen zur Lausitz an und besucht die Region.

von Bettina Ernst-Bertram

  David Moyer lacht. Er sitzt in einer Küche in Melaune und zählt seinen Gasteltern Silke und Denis Kirchhoff vergnügt deutsche Wörter auf, die es original im Amerikanischen gibt: " kaputt", "Gemütlichkeit"...
  Von der Decke der Küche hängt ein runder Leuchter herab , auf dem zwölf Kerzen brennen. Im Schein, dieser Kerzen leuchtet Moyers ohnehin freundliches Antlitz noch mehr. Wieder lacht er, denn es sieht aus, als wäre dieser Lichterkranz sein "Heiligenschein". Wie passend für einen Mann der Kirche...
  David Moyer ist "Conference Minister" der "Vereinigten Kirche von Christus" (UCC) in Wisconsin/USA. Der "Conference Minister" ist der Erste Pfarrer, Generalsekretär oder Bischof einer UCC-Kirche.
  Er kam aus Nordamerika zu einer Tagung nach Berlin geflogen, bei der 25 Jahre Partnerschaft zwischen der UCC und der deutschen Evangelischen Kirche der Union gefeiert wurden.  Die sieben Stunden Zeitunterschied hatte er bereits gut verkraftet, als er Sonntagnacht im Auto mit Pfarrer Albrecht Naumann aus Berlin in Melaune bei Kirchhoffs, seinen guten Ökumene-Freunden, ankam.
          Erste Kontakte in den 80ern
  Auf seine Mission in der hiesigen Kirchenregion freut sich David Moyer, als er am Montag morgen in den sonnigen Herbst hinaustritt. Er will Regionalbischof Hans-Wilhelm Pietz treffen und die Superintendenten aus Görlitz, Weißwasser, Niesky und Hoyerswerda für Kontakte auf breiter Gemeindebasis begeistern.  Mit Wollmütze und Rucksack macht er sich in Begleitung von Albrecht Naumann auf den Weg ins ehemalige Konsistorium in Görlitz.
  Die Görlitzer Kirche war Anfang der 80er Jahre die erste, die eine landeskirchliche Partnerschaft mit einer UCC-Kirche, nämlich der Wisconsin Conference, auf den Weg brachte, daran lässt sich anknüpfen. Das ist die offizielle Seite", sagt der Görlitzer Pfarrer Albrecht Naumann, der in Berlin dabei war. "Wir wollen die Kontakte nach Amerika nun von der Kirchenbasis her aufleben lassen." Nun organisiert er mit einer Gruppe für Juni 2006 eine Besuchsreise nach Wisconsin, bei der viele persönliche Begegnungen zwischen Gemeindegliedern geplant sind.
  In dem derzeitigen Conference Minister David Moyer haben die ökumenisch Engagierten einen Freund und begeisterten Förderer dieser Verbindung gefunden.
  Die kirchliche Verbindung "Lausitz-Amerika" reicht schon ins 19. Jahrhundert zurück.  Ausgerechnet ein aus Reichenbach/OL stammender Missionar, Eduard Ludwig Nollau (geboren 1810), der als 27-Jähriger - eigentlich zur Indianermission - in die Neue Welt aufgebrochen war, gründete 1840 den Deutschen Evangelischen Kirchenverein in St. Louis, einen Vorläufer der heutigen UCC. Schon damals spielte das überkonfessionelle sozialdiakonische Engagement eine gewichtige Rolle, das sich bis heute durchgetragen hat.
         
Lausitzer schwärmen von USA
  Diejenigen, die heutzutage von ihren Reisen zur UCC wiederkommen, sind begeistert. Jana Hanusch aus Schleife war als Schülerin bei einem Sommercamp in Wisconsin dabei. Silke Kirchhoff aus Melaune besuchte die UCC 2003. Das "weite Herz der Kirche" könnte man sich abschauen, sagt Silke Kirchhoff. "Was für eine Offenheit, was für eine Wertschätzung untereinander, was für ein Respekt füreinander ist in den Kirchengemeinden zu spüren."
  Die UCC ist ein Zusammenschuss verschiedenster evangelischer Kirchen. Deutsche Auswanderer, Engländer, reformierte Schweizer, konvertierte Katholiken, Lutheraner in verschiedenen Hautfarben bringen ihr jeweiliges Erbteil mit. "Die gemeinsame theologische Basis ist der Glaube an Jesus Christus", sagt Moyer, wobei die mögliche Auslegung der Bibel "tolerant" gehandhabt werde.
  Auf die Ausbildung der Laien in den Gemeinden, zum Beispiel zu "Laienpredigern", weist David Moyer besonders hin.  Statt aus Geldnot Gottesdienste zu streieben, bilden die Amerikaner in ihrer "Macher-Mentalität" Laienprediger aus, die besonders in Ideinen Gemeinden zum Einsatz kommen.
  Im Schnitt besuchen rund 40 Prozent der Kirchenmitglieder den Sonntagsgottesdienst, ein Verhältnis, das in unseren Breiten sogar am Heiligen Abend kaum erreicht wird.

Heute, 19.30 Uhr, Informationsabend, Brüdergemeine Niesky. Mittwoch, 9.30 Uhr, Gottesdienst, Kirche Königshain. Am Mittwoch (Bußtag) wird David Moyer in Königshain im Gottesdienst predigen(9.30 Uhr) und danach über die deutsch-amerikanischen Kontakte informieren und nach Wisconsin (USA) einladen.

 

Sächsische Zeitung
Dienstag 15. November 2005

Die Bläserschüler Philipp Kob, Aaron Ritter, Armin Ritter, Sebastian Jäger und Richard Piehl (von rechts) zeigten ihr Können.   Foto:: B. Donke

Erster Auftritt vor großem Publikum
Tetta
. Konzerterlös zu Gunsten der Görlitzer Kirchenmusikschule.

Sonntag in den frühen Abendstunden, aus der hell erleuchteten Tettaer Kirche drang lautes Orgelspiel. An der Königin der Musikinstrumente saß Kantorin Hannelore Schulz und begrüßte mit dem Opus E-Moll Prelude und Fuge von Johann Sebastian Bach die Besucher und Zuhörer zum Konzert in der Kirche - eines der besonderen Art. Sieben Kirchenmusikschüler der Kantorin, vier Bläserschüler und drei Orgelschüler, zeigten den Gästen aus Tetta und Umgebung ihr Können. Nach der Begrüßung durch Pfarrer Helmut Törne zeigten sie, was sie gelernt haben. Jeder der Orgelschüler spielte drei geistliche Stücke vor.
  Zwischendurch spielten die Bläser auf ihren Instrumenten. Für einige Schüler war es der erste Auftritt vor so viel Publikum. Da kann man schon mal etwas aufgeregt und nervös sein.  Trotzdem und gerade deshalb gab es immer Beifall. Der trug auch zu einer sehr aufgelockerten Atmosphäre während des gesamten Konzertes bei.  Zum Abschluss dieses kleinen Konzertes, dessen Kollekte der Kirchenmusikschule zugute kommt, spielten die Bläserschüler das Lied "Herr wir bitten, komm und segne uns". (bd)

 

Sächsische Zeitung
Mittwoch, 09. November 2005

Durch herrlich herbstlich buntgefärbte Wälder  führte die diesjährige Herbstwanderung 35 Wanderfreunde des Heimatvereins Döbschütz/Melaune e.V. Foto:: B. Donke

Über Berg und Tal zur Zigeunerhöhle und zurück

Melaune / Döbschütz. 35 Wanderfreunde nutzten den strahlenden Sonnenschein der letzten Tage für eine Tour.
von Bernhard Donke

    Kein schöner Land in diesen Tagen. wie das Landschaftsschutzgebiet Königshainer Berge, in das die Wanderfreunde des Heimatvereins Döbschütz/Melaune u ihrer Herbstwanderung am Sonntagmittag aufbrachen. Es ging von Döbschütz über Heideberg in Richtung der neu erschlossenen Steinbrüche zur Zigeunerhöhle. Nach kurzer Rast und der erzählten Geschichte von Ortschronist Eckhard Radisch über die Zigeunerhöhle ging es weiter vorbei an Zeugen des einstigen Hilbersdorfer Steinbruchs und durch einen bunten herbstlich gefärbten Wald. Über den einstigen Steinbruch Hilbersdorf konnte Eckhard  Radisch viele Geschichten und Anekdoten aus eigenem Erleben den 35 Wanderfreunden des Heimatvereins erzählen.
  Eine kurze Rast wurde dann vor Karlsdorf eingelegt. Kaffe, Tee und ein Imbiss stärkten die wanderlustige Gesellschaft, die sich von Karlsdorf in Richtung Döbschütz auf den Heimweg machte. "Schon allein die herrliche Natur, durch die wir wanderten war es wert, die Tour mitzumachen. Es war eine richtige Wanderung in den goldenen Herbst", so Grit Weist vom Heimatverein.

O k t o b e r   2 0 0 5

Sächsische Zeitung
Sonnabend, 29. Oktober 2005

Nicht nur Filme flimmern über die Leinwand. Auch Theateraufführungen und andere kulturelle Beiträge bereichern das Repertoire des Landkinos. Foto:: Constance Prause

Großer Preis für ein kleines Kino

Arnsdorf. Im November erhält das Landkino-Team in Berlin eine ganz besondere Auszeichnung.
von Constanze Prause

    "Wir würdigen Initiativen, die über Jahre hinweg gewachsen sind", sagt der Vorstand der Defa-Stiftung mit Sitz in Berlin, Helmut Morsbach. Einmal jährlich vergibt die Stiftung unter anderem drei Programmpreise. Am 24. November nehmen in der Hauptstadt diesen mit jeweils 5.000 Euro dotierten Preis Initiativen aus Halle und den USA entgegen. In den Kreis der Preisträger gehört als Dritter im Bunde auch das Arnsdorfer Landkino. "Die Einrichtung gibt es schon seit sieben Jahren und verfolgt keinen kommerziellen Charakter", schätzt Helmut Morsbach ein. Das Kino in der ehemaligen Pfarrhofscheune sei "sehr bemerkenswert." Mit geringen finanziellen Mitteln werde hier ein umfangreiches interessantes Programm geboten. Gleichzeitig ist in den Augen der Stiftung die Verbindung zwischen Kirche, Kino und Ortsgeschichte von Bedeutung.
  Bereits Ende September war Morsbach vor Ort zu Gast, um künftige gemeinsame Projekte mit den Arnsdorfern anzukurbeln. Gezeigt wurde damals - verbunden mit einer anschließenden Diskussionsrunde - der Defa-Film "Die Architekten".  "An diesem Abend erfuhren wir erstmals und für uns völlig überraschend von der Auszeichnung", erinnert sich Andrea Gloger. Sie ist die Vorsitzende des Vereins für Kirchenbau- und Dorfgeschichte, unter dessen Regie dem Landkino Leben eingehaucht wird. 
  Mit dem Preis hätten die Kinomacher Oberhaupt nicht gerechnet. "Umso mehr freuen wir uns natürlich. Denn das ist auch eine Bestätigung für unsere Arbeit", sagt Andre Gloger. Die Berliner brachten ein Kamerateam mit, welches den Moment der Ankündigung des Preises und die Reaktion des Landkino-Teams in Bildern festhielt. "Vielleicht wird es dazu mal einen kleinen Film geben", überlegt Helmut Morsbach. Wofür die Gelder eingesetzt werden, steht derzeit noch nicht fest. Einige Baumaßnahmen sind noch nicht abgeschlossen. Weitere Sanierungsarbeiten stünden an. "Verein und Kirchgemeinde überlegen nun gemeinsam, wie das Preisgeld am besten zweckgebunden eingesetzt wird", so Andrea Gloger.

Schon gewusst?

Die Stiftung erhält die Filme der Defa und somit das gesamte Filmerbe der ehemaligen DDR. Sie übernimmt deren rechtmäßige Verwaltung. Finanzielle Mittel aus Verwertung und Ausstrahlung fließen in die klassische Förderstiftung.  Diese fördert die deutsche Filmkunst und -kultur durch die Vergabe von Stipendien, Projektmitteln und Preisen.

Sächsische Zeitung
Freitag, 28. Oktober 2005

Der Spaß ist Grit Weist anzusehen beim Ausschnitzen der aufgemalten Gesichtskonturen, die den Kürbis jetzt noch zieren. Doch nach getaner Arbeit wird er die Besucher mit seinem gruselig-lustigen Grinsen begrüßen.                   Foto: Bernhard Donke  

Erleuchteter Hohlkopf grinst die Leute an
Melaune
. Zu Halloween begrüßt ein ganz besonderer Geselle die Besucher eines Hauses.
von Bernhard Donke

  In einen einfachen und bisher gesichtslosen Kürbis schnitzt Grit Weist aus Melaune ein lustiges Gesicht. Die dafür notwendigen Gesichtskonturen hat sie schon vorher auf den Kürbis vorgemalt. Der Kürbis soll nach seiner Gestaltung ausgehöhlt und mit einer Kerze von innen beleuchtet auf der Gartenmauer im Hof der Familie postiert werden. Hier wird er dann Besucher und Gäste mit seinem gruselig-lustigen Grinsen begrüßen.
  Das Aushöhlen und kunstvolle Schnitzen macht der Hobbyblumengärtnerin Grit Weist nicht nur Spaß, weil Helloween bevorsteht. „Sie macht mir allgemein einfach Spaß, diese Arbeit, und lustig sieht das Ergebnis am Ende doch auch aus. Als Schmuck an der Haustür soll das lustige Gesicht gleich alle Besucher begrüßen", sagt sie lächelnd.

Der lustige Geselle bewacht bis zum 31. Oktober, dem Halloween-Tag, den Hauseingang. Dann hat der gelblich-orangefarbene Kürbis mit seinem lustigen Gesicht seine Schuldigkeit getan und landet auf dem Komposthaufen, wo er verrotten und die Nährstoffbasis für die nächste Kürbisgeneration schaffen wird.

 

Sächsische Zeitung
Freitag, 28. Oktober 2005

Aufmerksam lauschen die Schüler den Worten von Vierkirchens Bürgermeisters Andreas Nedo (links) bei der Übergabe der neuen Computertechnik. Schulleiterin Gudrun Koch (2. v. 1. hinten) hatte schon zuvor Süßigkeiten als "Nervennahrung' für ihre Schüler bekommen.  Foto: Bernhard Donke

Neueste Technik hält Einzug in der Grundschule
Vierkirchen.  Der Bürgermeister übergibt den Schülern moderne Computer und Software.
von Bernhard Donke

  Im Computerkabinett der Grundschule Vierkirchen in Buchholz hatte sich am Dienstagvormittag Vierkirchens Bürgermeister Andreas Nedo angesagt. Er kam nicht mit leeren Händen zu den Schülern. In einem großen Beutel brachte er eine ganze Ladung "Nervennahrung" in Form von Süßigkeiten für die Kinder mit.
  Doch deswegen hatte sich das Gemeindeoberhaupt nicht auf den Weg in die Schule gemacht. Sein Anliegen war anderer Natur: Er hatte die sehr angenehme Aufgabe, den Schülern acht neue Computer samt dazugehöriger Software zu übergeben. Die Gemeinde hatte das Förderprogramm des Freistaates "Medienprogramm an den Schulen" die dafür notwendigen finanziellen Mittel von etwa 25.000 Euro gefördert bekommen. In den Sommerferien ließ die Gemeinde das Computerkabinett renovieren und neu ausstatten. Noch kurz vor Schulbeginn wurden die acht neuen Computer installiert. Nun erfolgte im Beisein der Schüler die feierliche Übergabe.
  Der Bürgermeister selbst ließ es sich auch nicht nehmen, sogleich einen der neuen Rechner auszuprobieren. Das gelang ihm auch ganz gut mit Hilfe der Schüler aus der Computer-Arbeitsgemeinschaft. An die Schulleiterin Gudrun Koch und die Leiterin der Computer-AG Manuela Frenzel übergab er die mitgebrachten Süßigkeiten. Die werden sie sicher in der ersten Zeit an ihrer neuen Computertechnik brauchen.
  Im Vorfeld der Übergabe hatten die Schüler der Computer-AG schon mal gut vorgearbeitet und eine Raumordnung für das Kabinett erarbeitet. So weiß jetzt jeder Schüler, wie er sich im Kabinett zu bewegen und wie er zu arbeiten hat.
  Für den Bürgermeister war diese Übergabe, bei der er sich auch schnell an seine eigene Schulzeit mit Rechenstab und Kopfrechnen erinnerte, schon etwas Besonderes, wie er zu den Kindern sagte. "Ich wünsche euch bei der Arbeit mit den Computern viel Spaß. Denkt aber auch daran, dass sie nicht nur zum Spielen da sind. Ihr sollt für euer späteres Leben an ihnen lernen. Das soll aber nicht heißen, dass ihr nun eure ganze Freizeit an den Geräten verbringen sollt. Nach wie vor ist Bewegung an frischer Luft noch die gesündeste Beschäftigung", sagte er bei der Übergabe.
  Auch für die Schulleiterin Gudrun Koch und die Leiterin der Computer-AG Manuela Frenzel war dieser Tag wie für die Kinder ein freudiger. "Nun sind unsere Schüler in der Lage, an modernster Computertechnik zu arbeiten. Das macht auch für uns als Lehrer vieles einfacher und den Kindern sicher auch viel mehr Spaß", sagten beide. 
  Die alten Computer sind indes in die Klassenräume verteilt worden und dienen jetzt den Kindern nur noch zum Spielen.

Sächsische Zeitung
Donnerstag, 27. Oktober 2005

Die Fäden in der Hand halten künftig Manuela Görner und Tochter Maren. Foto: C. Prause

Neues Leben im Wirtshaus
Melaune
. Die Gaststätte wird wieder eröffnet. Damit entstehen neue Arbeitsplätze.
von Constanze Prause

  "Da könnte man was draus machen", war erster Gedanke von Christian Görner, als er das ehemalige Gasthaus Melaune sah. Hier wurde schon seit über zwei Jahren kein Bier mehr gezapft, kein Mittagstisch kredenzt. Nun soll wieder neues Leben einziehen. Das 1985 als Klubgaststätte "Thomas Münzer" errichtete Objekt unterhalb des 206 Meter hohen Burgbergs steht noch leer. Christian Görner hat vor, das Wirtshaus neu zu eröffnen. Allerdings nicht, um sich selbst hinter dem Tresen zu stehen. Der junge Mann schafft Arbeitsplätze. Mutter Manuela und Schwester Maren halten künftig die Fäden in der Hand. "Ich bin gelernte Hotelfachfrau derzeit aber leider arbeitslos", erzählt Maren Gömer. Für sie ergebe sich eine berufliche Perspektive in ihrer Heimat. Ihre Mutter bezeichnet sich als "leidenschaftliche Köchin". "Für mich ist das eine große Chance, um weiter arbeiten zu können", sagt sie.
  Geplant ist die Wiedereröffnung der Pforten im kommenden Frühjahr. "Der Bekanntheitsgrad des Ortes wird sicher steigen", hofft Manuela Gömer. Für Ausflügler eine lohnende Sache: Denn die beiden Melauner Rundwanderwege führen direkt am Objekt vorbei. Das anliegende Terrain soll in den nächsten Jahren eine Aufwertung erfahren. Unter anderem entsteht gleich nebenan durch die Gemeinde Vierkirchen eine euroregionale Begegnungsstätte in der ehemaligen Wassermühle. Auf der angrenzenden Wiese möchte der Milzener-Verein ein Freilichtmuseum errichten. Vorhanden ist ein Eisstadion sowie eine Freilichtbühne. Nun werde überlegt, sich in der Zukunft auch mal mit den anderen Betreibern zusammen zu setzen, um Kräfte zu bündeln. Dem Erwerber schwebt zum Beispiel vor, sich in das Dorffest einzubringen.
 
Bevor es soweit ist, müssen noch Umbauten getätigt werden. Mit der Modernisierung im rustikalen Stil hoffen die neuen Nutzer, eine gemütliche Atmosphäre zu schaffen.  Außerdem führt der Pilgerweg mit der Jakobsmuschel als Zeichen am Objekt entlang. "Je nach Geldbeutel bieten wir den Pilgern unterschiedliche Speisen an", so die künftige Köchin. Regionale gutbürgerliche Küche stünde im Vordergrund. Kalte Büfetts und ein Partyservice sollen das Angebot ergänzen. Gebackenes Schaf, Spanferkel oder Kassler im Brotteig zählten dazu. "Dann kommt es darauf an, wie das Geschäft läuft", sagt Manuela Görner. Nehmen die Einheimischen und Besucher von außerhalb die Gaststätte an, könnten je nach saisonalem Bedarf weitere Arbeitsplätze entstehen.

 

Sächsische Zeitung
Mittwoch, 26. Oktober 2005

Senioren besuchen Spielzeugmuseum
Döbschütz.
Die Fahrt vom Pflegeheim "Lichtblick" in das Wasserschloss brachte alte Erinnerungen zurück.
von Bernhard Donke

  Für die elf Senioren aus dem Pflegeheim "Lichtblick" in Rauschwalde war der Ausflug in das Wasserschloss Döbschütz eine Reise in die Kindheit zurück.  "Ja, so eine Puppe habe auch ich gehabt, und wie habe ich sie gepflegt und behütet", sagt zum Beispiel Else Krämer.
  Die Senioren besichtigten die Ausstellung "Historisches Spielzeug" und die rund tausendjährige Schlossanlage.  Schnell wurden Erinnerungen aus der Kindheit wach, als sie selbst noch mit dem hier ausgestellten Spielzeug ihre Freizeit verbrachten. Für die Frauen waren das zumeist Puppen und Puppenspiele, den Männern waren da noch die Zinnsoldaten und anderes militärisches Spielzeug in guter Erinnerung. Else Krämer, die aus dem nahen Reichenbach stammt, konnte sich auch noch gut an das einst zu den schönsten Wasserschlössern der Oberlausitz gehörende Döbschützer Schloss erinnern. "Es hat sicher nicht mehr die Schönheit und den äußeren Glanz wie zu meiner Jugendzeit. Doch die jetzigen Besitzer - so sieht man es - tun sehr viel, um dem Schloss seinen einstigen Glanz wieder zurückzugeben", sagt die rüstige Rentnerin.
 
Nach ihrem Rundgang durch die alten Schlossmauern gab es noch eine gemütliche Kaffeerunde mit Kuchen. Dabei erzählten ihnen die Schlossherren Sylke und Thomas Rößler Geschichten und Anekdoten über das Schloss und ihren einstigen Schlossherren. Der gemütliche Ausflug der Senioren endete so für sie in einer Welt der Schlossgespenster und des Spuks. Mit vielen neuen Eindrücken und den wieder erwachten, alten Erinnerungen an ihre Kindheit traten sie zufrieden die Heimreise nach Rauschwalde an.

Sächsische Zeitung
Montag, 24. Oktober 2005

Gerd Walter, André Renner und Sebastian Zabel holen alles aus dem Teich, was dieser zu bieten hat: Karpfen, Schleien und Störe. Foto: Bernhard Donke

Mit Zuschauern klönen
Melaune. Fünf Hobbyfischer bringen ihre "Ernte" ein und feiern anschließend ihren Erfolg.
von Bernhard Donke
 
Bis zu den Knien stehen Gerd Walter, Andre Renner und Sebastian Zabel am Sonnabend im Wasser. Sie fangen Karpfen, Schleien und Störe aus dem abgelassenen "Fiedlerteich" in Melaune-Feldhäuser.
  Nur wenige hundert Quadratmeter groß ist das Refugium, in dem fünf Männer der Fischzucht frönen. "Eigentlich züchten wir nur für den Eigenbedarf. Und als sinnvolle Freizeitgestaltung betrachten wir die Arbeit mit den Fischen und dem Teich", sagt Mario Nennemann beim Abfischen. Wer den gepflegten Teich und das Umfeld ansieht, der kann ermessen, wie viel Arbeit in diesem Hobby steckt und dass man sich damit keine "goldene Nase" verdienen kann. Nachdem die fünf Hobbyfischer Jens König, Wilko Junge, Andre Renner, Mario Nennemann und Michael Bernd ihre "Emte" eingebracht haben, feiein sie in der "Hüblersenke" ihr traditionelles Fischerfest. Leute aus der Umgebung haben die Einladung gern angenommen. Das Wetter spielt mit. Die Besucher reden über das Fischen, fachsimpeln Bier und Grillwurst.
  Für die Kinder haben die Hobbyfischer als Anschauungsmaterial ein Wasserbecken aufgebaut, in dem sie die im "Fiedlerteich" lebenden Fische beobachten können.

Herbstlicher Fuchsschwanz

Jetzt zeigt sich der Herbst - wie hier an diesem Fuchsschwanz in einen Hof von Arnsdorf-Hilbersdorf - in seiner bunten Vielfalt.  Noch stehen die Bäume meist in vollem Grün.  Doch schon bald werden sich auch hier die Blätter färben und die Landschaften in eine bunte Vielfalt verwandeln.  
Foto:
Bernhard Donke

Sächsische Zeitung
Mittwoch, 12. Oktober 2005

Unfallursache: Autofahrer fährt zu weit links

Arnsdorf.  Der Fahrer (76) eines Pkws befuhr die Verbindungsstraße Thiemendorf in Richtung Nieder Seifersdorf. Weil er nicht weit genug auf der rechten Fahrbahnseite fuhr, stieß er mit einem Pkw im Gegenverkehr zusammen.

 

Sächsische Zeitung
Montag, 10. Oktober 2005

Susann und Markus stöbern zwischen den historischen Kartoffelsorten. Besonders begeistert waren die Kinder von bunten Arten und ungewöhnlichen Formen. Foto: Constance Prause

Besucher essen blaue Schlumpfensuppe
Hilbersdorf. Mehrere hundert Gäste sind zum Kartoffeltag gekommen und haben über ungewöhnliche Sorten gestaunt.
von Constanze Prause

  Bläulich blubbernd macht die "Schlumpfensuppe" ihrem Namen alle Ehre. Kredenzt wurde sie am Sonnabend in der Gärtnerei Jung in Hilbersdorf. Dort stand die Kartoffelknolle im Mittelpunkt des Geschehens. Zu einer Ausstellung historischer und seltener Sorten sowie einer umfangreichen Verkostung hatte die Gärtnerei eingeladen.
          Zartrosa nach dem Kochen
  Mehrere hundert Besucher ließen sich dieses Angebot nicht entgehen. Zumal die dargebotenen Speisen das Geköchel am heimischen Herd ersparten und kostenlos waren. Auf besonderes Interesse stießen Kartoffelsorten mit buntem Innenleben.  Tiefblau, dunkelrot, zartrosa oder reinweiß bleiben die Arten selbst nach dem Kochen.  So gab der "Blaue Schwede" der Schlumpfensuppe seine eigenwillige Farbe.
  "Das ist echt witzig, solche Kartoffeln habe ich noch nie gesehen", sagte Markus Kretschmer. Mit seinen Eltern reiste er aus Oberneundorf an. "Wir interessieren uns für historische Kartoffelsorten", sagten diese.
  Vor Ort könne man hautnah nachvollziehen, wie die Ursprungssorten der heutigen Erdäpfel aussehen. In den Schaukästen tummelten sich unter anderem gekämmte "Bamberger Hörnchen", rotfleischige "Red Duke of York", dunkelschalige "Hermans Blaue" oder langgezogene "Nagelner Kipferl".
          Alles einzeln beschriftet
  Insgesamt wurden 16 der seltenen Sorten auf einem 1000 Quadratmeter großem Versuchsfeld in Hilbersdorf angepflanzt. Stefan Jung sowie Dagmar und Kerstin Ickert beschrifteten alle einzeln.
  Zur Ausstellung konnten sich die Besucher nicht nur von den unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen in Form von Suppe, Salat oder Pellkartoffeln mit Quark überzeugen. Hinweise zu Ursprungsland, Entdeckung und Kocheigenschaften waren ebenfalls zu finden. Davon zeigte sich auch Susann Scholz begeistert. Die Neunjährige erzählt, dass in ihrer Vierkirchener Grundschule derzeit das Thema Ernte behandelt wird. Da soll jeder was von zu Hause mitbringen", sagte das Mädchen. Sie lasse sich deswegen hier Informationen zu den vielen interessanten Sorten mitgeben.
  Neben den "Apern" bereichern eine Vielzahl anderer Gemüsesorten das Sortiment.  Riesige Brokkoli, Blumenkohl, verschiedene Paprika- und grün gestreifte oder knallrote Tomatensorten wachsen auf Feldern und im Gewächshaus.  Staunend nehmen Besucher die bis zu acht Kilogramm schweren Kohlköpfe in Augenschein.  Hat da die Chemie zu viel des Guten getan?
          Geschmackliche Alternative
  Ganz im Gegenteil. "Die Gärtnerei vertritt die Ansicht, dass der naturnahe Gemüseanbau die bessere Alternative in punkto Geschmack, Inhaltsstoffen und vernünftigen Preisen gewährleistet", stellt Dagmar Ickert die Unternehmensphilosophie dar. So kommen tierische Nützlinge zur Schadens- und Krankheitsbekämpfung zum Einsatz. Erst wenn diese überhand nehmen, müssten gezielte chemische Gegenmaßnahmen getroffen werden.

Tipp: -Ernte: Am 1 5. und 22. Oktober können Möhren, Rüben, Rote Beete, Weiß- und Rotkraut sowie Rosenkohl selbst in der Zeit von neun bis zwölf Uhr vom Feld geerntet werden. Dafür gibt es 25 Prozent Rabatt. Das Feld befindet sich auf den Flächen der ehemaligen Kirschplantage in Hilbersdorf.

 

Sächsische Zeitung
Freitag, 07. Oktober 2005

Eveline Haase pflückt in diesen Tagen die Äpfel Jonagold auf der Plantage des Görlitzer Stadtgutes in Hilbersdorf. Etwa 1,5 Hektar dieser mittelspäten Sorte gedeiht hier am Fuße der Königshainer Berge. Foto: B. Donke

Vom Baum ins Lager oder den Hofladen
Hilbersdorf
Auf der Plantage des Görlitzer Stadtgutes werden fleißig Äpfel geerntet.

von Bernhard Donke

  Es ist Bewegung in diesen Tagen auf der etwa 1,5 Hektar großen Anbaufläche für die mittelspäte Apfelsorte Jonagold. Eveline Haase und ihr Ehemann Mario, beide Angestellte im Stadtgut Görlitz, ernten gemeinsam mit Helfern das Obst.
  "Die Äpfel dürfen keine Druckstellen bekommen, sonst sind sie für die Lagerung ungeeignet", sagt Eveline Haase.  Sie pflückt mit vorsichtigem Griff die Äpfel.
  Eingelagert in den Lagerhallen des Stadtgutes in Hilbersdorf werden nur die unbeschädigt gepflückten Äpfel. Denn Druckstellen würden beim Erntegut sofort in Fäulnis übergehen und damit die ganze eingelagerte Ernte verderben, sagt Haase.  Um beim Entleeren des Eimers dem Erntegut auch keinen Schaden zuzufügen, ist der Eimer unten zusammengebunden.  Die Schnur wird gelockert, und die Äpfel kullern langsam, ohne Schaden zu nehmen, in den Sammelbehälter.
  Mit sicherem Auge muss der Pflücker gleich beschädigte, kranke und von Vögeln und Insekten angebissene Äpfel erkennen. Die bleiben aber als nicht verwertbares Erntegut auf der Plantage liegen. Das Lagergut wird dem Handel und im Hofladen zum Kauf angeboten.
  Ernte ist im vollen Gang Die Apfelernte hier in Hilbersdorf am Fuße der Königshainer Berge ist in vollem Gange. In diesem Jahr wird es eine zufrieden stellende Ernte, so der Apfelanbauer. Wurden zuerst die frühen Sorten für Verkauf und für Most- und zur Saftherstellung geerntet, sind nun die späteren Sorten wie Jonagold an der Reihe. Abgeschlossen wird die Ernte mit den sehr späten Sorten Gloster und Pinova im Oktober.

 

Sächsische Zeitung
Donnerstag, 06. Oktober 2005

Was da im Körbchen von Dagmar Ickert und Stefan Jung landet, kann sich sehen lassen. 16 historische Kartoffelsorten wachsen auf dem Versuchsfeld.

Bunte Knollen auf zehn Ar

Hilbersdorf.  Ganz und gar ungewöhnliche Erdäpfel holt diese Woche die Gärtnerei Jung aus dem Boden.

Von Constance Prause

  Der "Blaue Schwede" macht seinem Namen alle Ehre. Dunkel wie Tinte präsentiert sich beim Anschnitt sein Innenleben. Dagmar Ickert zückt ein weiteres Mal das Messer. Die nächste Kartoffel hat eine knallrote Schale. Ihr Fleisch jedoch ist fast weiß. Die "Red Duke of York", das "Golden Wonder" oder "Bamberger Hörnchen" sowie 13 weitere seltene und historische Kartoffelsorten wurden erstmals auf Hilbersdorfer Flur von der Gärtnerei Jung angebaut.
          Alte Sorgen erhalten
  Auf dem etwa 1 000 Quadratmeter (zehn Ar) großen Versuchsfeld blühte es in unterschiedlichsten Farben. "Man hätte die Stauden fast als Sträuße ansehen können", sagt Stefan Jung augenzwinkernd. Für den ungewöhnlichen Anbau entscheid er sich, um alte Sorten zu erhalten. Das Saatgut stammt aus einem ökologischem Betrieb in den alten Bundesländern. "Andererseits wollen wir schauen, welche Sorten besonders resistent sind oder einen guten Geschmack haben", begründet Stefan Jung.
          Mandelkartoffeln und Kipferl
  Und so tummeln sich auf je 50 Metern Sorten wie Mandelkartoffel, Nagelner Kipferl oder Hermanns Blaue unter der Erde. Nicht nur die Farben von Schalen und Fleisch sind außergewöhnlich. Auch die Formen ziehen erstaunte Blicke auf sich. Was jetzt aus dem Boden geholt wird, hat mit der üblichen Knolle oft nur wenig gemeinsam. "La Ratte" beispielsweise wirkt wie die verdrehten zusammengewachsenen Finger einer Hand. Andere Arten sind lang gestreckt und schmal. Mit Genmanipulationen hat das nichts zu tun.  Vielmehr handelt es sich um alte Sorten, die oft von der modernen und ertragsreicheren Kartoffelzucht verdrängt wurden.  "Die Artenvielfalt möchten wir sichern", so Stefan Jung.
 
Mit dem Kartoffelanbau kennt er sich aus. Zwei Hektar Fläche mit vier handelsüblichen Arten sind seit Jahren im Sortiment. Während der Ernte können er und seine Helfer Vergleiche ziehen. Kartoffelkäfer und Mäuse ließen sich auch von den bunten Knollen nicht beeindrucken.  Und so ganz einfach ist das Roden der "Apern" nicht. Da jede Sorte einzeln abgesackt und bezeichnet wird, dauert es halt ein bisschen länger.  Außerdem wäre der Ertrag geringer, als bei den konventionellen Sorten.  Doch der Spaß an der Sache und die Freude über das Gelingen der Aussaat machen die kleinen Mühen wieder wett. Die besondere Ernte soll Interessenten nicht vorenthalten werden. Eine Ausstellung sowie der Verkauf alter Kartoffelsorten findet am 8. Oktober in der Zeit von 9 bis 12 Uhr statt. Geplant ist als besonderes Schmeckerchen eine "blaue Kartoffelsuppe". Außerdem gibt es Verkostungen und den Verkauf von Einkellerungskartoffeln.

S e p t e m b er   2 0 0 5

Sächsische Zeitung
Mittwoch, 28. September 2005

Mit Händen und Füßen verständigen

Vierkirchen. Deutsche und polnische Schüler trafen sich zum gemeinsamen Sportfest.
von Bernhard Donke

  Auf dem Zilsberg (238 Meter) bei Arnsdorf, wo sich sonst Fuchs und Hase "Gute Nacht" sagen, herrschte kürzlich reges Leben. Fast auf der Krone des Berges war ein Lager aufgebaut. Dort kochten Kinder von der Grundschule Vierkirchen und der Grundschule Siedlecin aus der polnischen Partnergemeinde Jezow Sudecki über vier offene Feuerstellen Suppe.
  Die Grundschule Vierkirchen hatte die polnische Grundschule zum gemeinsamen Sporttag nach Vierkirchen eingeladen. Henryka Mikolajczak, Direktorin der polnischen Grundschule, reiste mit 20 Schülern und zwei ihrer Kolleginnen nach Vierkirchen. Auf dem Sportplatz in Arnsdorf nahmen sie, aufgeteilt zu je fünf Schülern pro Klasse, am Sporttag regen Anteil.  Sie schlossen sich der Sternwanderung vom Sportplatz auf den Zilsberg genauso an, wie sie auch die Aufgaben an den verschiedenen Stationen entlang der Wanderstrecke lösten und dabei ihr Wissen und Können unter Beweis stellten. Auch eine Fahrradstrecke der Verkehrswacht oder ein Wissenstest der Feuerwehr waren kein Thema.
  Zu Mittag waren alle Schranken und Dämme unter den Kindern gebrochen, und man konnte kaum noch unterscheiden, wer ein Vierkirchener Schüler und wer ein Schüler aus der polnischen Partnergemeinde war. Wenn die Verständigung in Englisch nicht klappte, nahm man auch schon mal die Hände und Füße zur Hilfe.
          Zum 60-Jährigen in Polen
  Von diesem Miteinander waren auch die beiden Schulleiterinnen Henryka Mikolajczka und Gudrun Koch beeindruckt. "So eine gelebte Freundschaft ist doch das Beste, um Vorurteile abzubauen", sagt sie. "Unsere Zusammenarbeit wird langsam zur Tradition. Seit drei Jahren treffen wir uns zweimal jährlich.  Heute sind die polnischen Schüler unsere Gäste. Wenn die Grundschule Siedlecin in unserer Partnergemeinde ihr 60-jähriges Bestehen feiert, sind wir wieder dort", fügt sie noch hinzu. Dass es auf den Zilsberg so locker und ungezwungen zugehen konnte, daran haben die Eltern und der Bürgermeister Andreas Nedo von Vierkirchen einen großen Anteil.  "Sie waren bei den recht umfangreichen Vorbereitungen maßgeblich beteiligt", fügt Gudrun Koch hinzu.

Spenden für Rumänien

Melaune. Besucher und Gäste erhielten zum Tag der offenen Tür einen Einblick in die Arbeit der Jugendscheune.

von Bernhard Donke

  Ein wunderbarer warmer sonniger Sonntagnachmittag empfing die Besucher und Gäste zum Tag der offenen Tür in der Jugendscheune. Kreisjugendwart Denis Kirchhoff und seine Ehefrau und Mitarbeiterin Silke gewährten mit vielen Helfern des Kuratoriums einen Einblick in das Leben und Wirken der Jugendscheune. In seiner Predigt zum Gottesdienst im Parkgelände ging auch Landesjugendwart Thomas Brendel auf die wichtige und notwendige Arbeit solcher kirchlichen Einrichtungen ein.
  Im Anschluss an seine Predigt rief Pfarrer Helmut Törne die anwesenden Besucher auf, sich bei einer Spendenaktion für die Opfer der Hochwasserkatastrophe in Rumänien zu beteiligen. Die Evangelische Jugendarbeit Görlitz hat dazu eigens einen Freundeskreis "Rumänien" ins Leben gerufen. Mit der Spende soll 70 Familien in einen vom Hochwasser betroffenen Gebiet geholfen werden.
  An Informationstafeln konnten sich die Besucher über das gesamte Wirken und Schaffen sowie alle Veranstaltungen, die hier stattfinden, informieren. "Einfach wunderbar die Einrichtung. Schade, dass man schon fast zu alt ist, um hier einmal zu übernachten", sagt Ludwig Hetzel beeindruckt von dem, was er hier an angenehmen Räumen zu sehen bekam. Er, der Kreisjugendwart aus Weißwasser, gestaltete dann noch einen Teil vom Nachmittagsprogramm mit Musik und Humoristik. Seine Frau Ramona überlegte bei der Besichtigung des Hauses schon einmal, wie man auch aus Weißwasser junge Menschen hierher vermitteln kann. "Es ist doch wunderbar hier, wie die Räumlichkeiten hier ausgestattet sind.  Das ist nicht nur auf die Schlafräume bezogen, auch die Freizeitmöglichkeiten, die hier in Melaune geboten werden, finde ich super", sagt sie.
 
Mit dabei an diesem Tag waren auch die kleinen Künstler des "Mit Mach Zirkus". Sie zeigten beim Keulenjonglieren ihr künstlerisches Können, dass sie bei Denis Kirchhoff gelernt haben. Für den kleinen Hunger und Kaffeedurst sorgten die Frauen und Mädchen der Kirchgemeinde. Gegen Abend gab es noch mal ein kleines Lagerfeuer. Wer da noch Hunger verspürte, konnte sich ein Stockbrot über dem offenen Feuer backen. Pfarrer Helmut Törne war es noch vergönnt, mit einem Schlusswort den Tag der offenen Tür in der Jugendscheune, bei herannahender Abenddämmerung, zu beschließen.

Sächsische Zeitung
Dienstag, 27. September 2005

Putenschau

Am Wochenende luden Paul Hoke und seine Helfer zum zweiten Hoffest auf die Putenfarm in Prachenau ein. Schon in den Vormittagsstunden kamen interessierte, um sich über die Arbeit auf der „Hartha“ zu informieren. Auch einen Blick in den Schaukasten mit kleinen Eintagsküken konnte man werfen.  An die jüngsten Besucher wurde mit Hüpfburg und Tombola gedacht. Foto: B. Donke

 

 

   

Sächsische Zeitung
Donnerstag, 22. September 2005

Vom Putenküken zum Festtagsbraten

Prachenau. Zum zweiten Hoffest wird am Sonntag auf die Putenfarm Hoke eingeladen.
von Bernhard Donke

  Der Besucher kann den Werdegang eines Putenkükens vom Schlüpfen aus dem Ei, bis hin zur schlachtreifen Pute verfolgen. Auch wer sich für historische Zweiradfahrzeuge oder historische Landmaschinen interessiert, ist hier richtig.
          Historische Landmaschinen
  Dieser Tage ist mit Eric Strehle, einen 16-jährigen Schüler aus Prachenau, nicht viel anzufangen. Seine ganze Freizeit verbringt der an Technik interessierte Schüler in der Garage. Hier hat der Junge 15 Mopeds aus DDR-Zeiten liebevoll repariert und wieder fahrtüchtig gemacht. Da steht ein alter SR 1 und sein Nachfolger ein SR2 aus den 50er und dem Beginn der 60er Jahre genauso aufgemotzt und aufpoliert neben einer S 51.
  "Ich will beim Hoffest am Sonntag im Rahmen einer Ausstellung ,Historische Landmaschinen und Zweiräder' 

diese Mopeds aus DDR-Zeiten präsentieren", sagt der Junge ganz stolz und fügt hinzu: "Dafür müssen sie schon in alter neuer Schönheit glänzen." So wie der technikbegeisterte Schüler bereitet sich auch Familie Hoke, die hier auf der Hartha in Prachenau seit gut 13 Jahren die Putenfarm betreibt, auf dieses Hoffest vor. "Die Leute, die uns hier besuchen, sollen und können sich einmal einen Überblick verschaffen, wie aus einem Putenküken der 

spätere Festtagsbraten heranwächst. Dafür stehen ihnen alle Ställe und Stallungen offen soweit es die Vorschriften zulassen", sagt Paul Hoke.  Aus Oldenburg vom Putenzüchterverband kommt ein Fachmann mit einem Informationsstand. Und natürlich kann jeder an den aufgebauten Ständen im Hofgelände seinen Hunger und Durst stillen.
  Für die musikalische Unterhaltung auf dem Hoffest sorgen die Musikanten der Feuerwehrkapelle aus Melaune. Spielen können auch die kleinen Besucher.  "Dafür haben wir schon originelle Malhefte und Buntstifte, die jedes Kind erhält, besorgt", sagt der Farmbetreiber. Außerdem wird es bei diesem Fest auch wieder eine Tombola mit Verlosung geben. Den Gewinnern winken schöne Preise.
          Hoffnung auf schönes Wetter
  Auf schönes Wetter hoffen auch Paul Hoke und seine Mitarbeiter, die sich alle Mühe geben werden, auch dieses Fest zum Erfolg zu führen. Doch hofft man dabei auch auf die Hilfe von Petrus, der an diesem Tag nur Sonnenschein und warme Temperaturen zulassen möge.

Mitarbeiter der Putenfarm haben das rustikale Hinweisschild in Prachenau aufgebaut, um den Besuchern am Sonntag den Weg zum zweiten Hoffest zu weisen. Foto: B. Donke

Sächsische Zeitung
Dienstag, 20. September 2005

 
Bei der Wahl des schönsten Erntekorbes hatten auch Kurt und Carla Balvin so ihre Mühe. Bei dieser kurios gewachsenen Kartoffel waren seiner Meinung.   Mit ihrem bunten Bändertanz begeisterten die Kinder der Grundschule Vierkirchen in Buchholz die Besucher der Melauner Kirmes. Fotos: B. Donke (4)

Tanz, Folklore, Erntekörbe

Melaune. Zur Kirmes wurde der Erntekorb der Schüler der Grundschule Vierkirchen zum originellsten und schönsten gewählt.

Von Bernhard Donke

  Über ganz Melaune wolkenloser Himmel, so lautete am Sonntag die Wetternachricht für den kleinen Ort am Schwarzen Schöps. Und diese Tatsache löste auch bei Herbert Riedel, den Vorsitzenden des Heimatverein Döbschütz/Melaune e.V., Erleichterung aus. Sein Verein und die anderen im Ort feierten seit Freitag ihre traditionelle Kirmes. "Petrus hat uns die ersten beiden Tage nicht gerade mit schönem Wetter verwöhnt", sagt er beim Frühschoppen mit den Original Heideländer Musikanten im Melauner Eisstadion. Hier feiern die Melauner seit Jahren ihre Kirmes. Sollte man den Moderator des "Bunten Familienprogramms" am Sonntagnachmittag, Heiko Harig, Glauben schenken, dann wäre das in diesem Jahr die 160. in Melaune. Da aber die Kirmes etwas mit dem Kirchweihfest zu tun hat, ist anzunehmen das dieses Fest schon einige hundert Jahre älter ist. Immerhin ist der Ort und damit auch die Kirche 1239 als "Merjow" (Ort des Mer') erstmals urkundlich erwähnt worden.
  So herrlich wie die Sonne über das Eisstadion strahlte, so strahlten auch die Augen der Schüler aus der Grundschule Vierkirchen bei ihrem Auftritt auf der frisch renovierten Bühne des Eisstadions. Leider funktionierte die Lautsprecheranlage nicht so richtig, denn unter dem aufgebauten Festzelt konnte man kaum etwas vom Gesang des Chores hören. Ein Umstand der sich leider dann auch beim Auftritt der Folkloregruppe der Landfrauen aus der polnischen Partnergemeinde von Vierkirchen Jezow Sudecki nicht gebessert hat. Weniger störend werden es die Gäste beim Auftritt der Countrytanzgruppe Sohland empfunden haben. Die Mädchen machten mit ihren flotten Tänzen dieses Missgeschick bestens wett.
  Fürs Auge gab es dann beim traditionellen Wettbewerb "Wer stellt den schönsten und originellsten Erntekorb her". Auf einem Erntewagen, der von einer Erntekrone hergestellt von den Melauner Landfrauen - waren alle zum Wettbewerb eingereichten Erntekörbe aufgestellt. Keine leichte Aufgabe für die Besucher, sich da zu entscheiden, welcher nun der schönste und originellste darunter ist.

 

Korbmacher Siegfried Förster aus Beiersdorf zeigte das alte Handwerk.  

Beliebt ist die Bastelstraße von Grit Weist und Heidrun Mühle.


  Da hatten auch der dreifache Weltmeister im Bowhunter-Bogenschießen von 1993, 1996 und 2001 Kurt Balvin (Görlitz) und seine Ehefrau Carla ihre liebe Not. "Alle sehen fantastisch aus und haben bestimmt sehr viel Mühe gemacht", sagen beide.  Der Weltmeister im Bogenschießen ist zum ersten Mal Gast in Melaune und erstaunt über die doch recht zahlreichen Besucher der Kirmes. "Die Stimmung ist bestens, und die Leute werden gut unterhalten. Was will man mehr", sagt er und steckt seinen Zettel mit seinem Favoriten in die Erntekorbwahlurne. Ob er nun seine Stimme dem Sieger in diesem Wettbewerb, den Schülern der Grundschule Vierkirchen in Buchholz, gegeben hat, wird sein Geheimnis bleiben.Den zweitbesten Korb hatte Familie Hennersdorf aus Döbschütz, und Platz drei ging an den Heimatladen der Familie Frenzel in Gersdorf.
  Nicht ganz so konnte der Kirmessonntagnachmittag Poland Pinkert und seine Frau samt Schwager aus Arnsdorf vom Hocker reißen. "Ja es ist schon recht schön und unterhaltsam hier, doch finden wir, dass der Eintritt doch etwas happig ist. Dagegen sind Preise für Getränke und Imbiss moderat", sagt der Trainer der Königshainer Fußballmannschaft versöhnlich. Für Herbert Riedel und seine vielen fleißigen Helfer war dann kurz vor Mitternacht auch die Kirmes 2005 Geschichte. Letztlich stimmte ihn der schöne sonnige Kirmessonntag noch versöhnlich mit Petrus. 

Sächsische Zeitung
Dienstag, 20. September 2005

Die Defa kommt ins Landkino

Arnsdorf.  Noch bis zum 25. September läuft die Herbstvariante des Lichtspieltheaters.
von Constanze Prause
Daniel projektiert Wartehäuschen, bis der lang ersehnte Großauftrag eintrifft: Für eine Trabantenstadt in Berlin soll er ein kulturelles Zentrum errichten. Doch die Zeit ist schwierig. Tausende DDR-Bürger verlassen während der Wende den Staat in den Westen der Republik. Der Film "Die Architekten" handelt davon. Aufgeführt wird er am 23. September um 19.30 Uhr im Landkino während der Herbstvariante". "Den Film schlug uns die Defa-Stiftung vor", sagt Andrea Gloger. Deren Vorstand Helmut Morsbach kommt zur Aufführung. Die Stiftung mit Sitz in Berlin unterstützt das Landkino, indem dieses die kostenlosen Aufführungsrechte für den Streifen erhält.  "Aufmerksam geworden sind sie auf uns, weil wir hier gerne Defa-Filme zeigen", sagt die Vorsitzende vom Verein für Kirchenbau- und Dorfgeschichte. "Die Architekten" kam 1990 in die Kinos.Durch die Wendesituation stieß er bei der Bevölkerung nicht auf das zu erwartende Interesse. Doch der Streifen sei sehr sehenswert. Zumal Helmut Morsbach die Arbeit der Stiftung erklären sowie ein Vorgespräch zur Entstehung des Films führen möchte. 
          Seit 1999 ehrenamtlich
  Andrea Gloger meint: "Der Besuch des Vorstandes ist eine Wertschätzung unserer Initiative rund um das Landkino." Dieses wird ehrenamtlich betrieben und besteht seit 1999. Ein fester Stamm von rund 50 Leuten engagiert sich dafür freiwillig. Neben dem Kirchbauverein sind es die Kirchgemeinde und die Feuerwehr, die diese Aktivitäten unter einen Hut bringen. Statt Eintritt zahlen Cineasten einen Unkostenbeitrag. Die Erlöse finden gemäß der Vereinssatzung Verwendung in der Unterhaltung und Sanierung der Pfarrhofgebäude. Erst kürzlich konnte so eine Sanitäranlage für die Pilger mitfinanziert werden.

21.9., 20 Uhr: "Napola“, 23.9., 20 Uhr: "Die Architekten“, 24.9., 16 Uhr: "7 Zwerge -Männer allein im Wald“, 25.9., 20 Uhr: "Vorn Suchen und Finden der Liebe". 

 

Sächsische Zeitung
Freitag, 16. September 2005

Die Knirpse vom Kinderkreis Vierkirchen in Melaune haben allen Grund zum jubeln. Sie freuen sich auf den Höhepunkt ihres Dorfes.

Schönster Erntekorb gesucht

Melaune.  Im Ort steigt die Kirmes. Bereits seit 160 Jahren wird gefeiert.

Von Constance Prause

  Die Vorbereitungsarbeiten für die Kirmes sind beendet. Renoviert wurde die Kegelbahn, die Freilichtbühne erhielt einen neuen Farbanstrich und rund ums Eisstadion wurde das Terrain geputzt. "Unsere Einwohner haben Häuser und Vorgärten für das Fest geschmückt", sagt Herbert Riedel. Er ist der Vorsitzende des Heimatverein, der mit seinen 26 Mitgliedern die Veranstaltung auf die Beine stellt.
  An der Kirmes können sich Gartenfreunde rege beteiligen. Gesucht wird der schönste Erntekorb. Riesenkohlrabi, schwergewichtiger Kürbis oder seltene Pflanzen und Früchte jeder Art dürfen zum Wettbewerb eingereicht werden. Die Prämierung erfolgt am Sonntag. Der steht auch ganz im Zeichen der Familie. Ein buntes Programm mit den Kindern der Vierkirchener Grundschule, der Sohländer Country-Tanzgruppe, Folkloredarbietungen der polnischen Partnergemeinde Jezow Sudecki oder "Hits und Witz" stehen auf dem Plan. Kinder probieren das Quadfahren, toben auf der Hüpfburg und entwickeln beim Basteln Kreativität.  Nach dem Festgottesdienst um 9.30 Uhr in der Kirche mit anschließender Prozession spielen die "Original Heideländer Musikanten" während des Frühschoppens auf.
 
Start der Kirmes, die auf mittlerweile 160 Jahre Geschichte verweisen kann, ist heute. Mit einem Fackelumzug um 19.30 Uhr und Feuerwerk beginnt der jährliche Höhepunkt im Dort Danach schwingt die Jugend das Tanzbein zu Discoklängen. Tags darauf steht der, Sport im Vordergrund. Ein Fußball-Punktspiel der E-Jugend zwischen Meuselwitzer und Friedersdorfer Kickern lädt zum Mitfiebern ein. Mannschaften aus den Vierkirchener Ortsteilen jagen dem runden Leder während des Altherren-Turniers nach.

Die Strohpuppen werben für die Kirmes. Fotos C. Prause  


  Daneben gibt es verschiedene Stände mit Speisen- und Getränkeangeboten. An allen Tagen ist ein Schaustellerbetrieb vor Ort. "Und wir möchten einen Trödelstand errichten", sagt Herbert Riedel. Einwohner sind aufgefordert, Gegenstände jeglicher Art dafür kostenlos zur Verfügung zu stellen. Der Erlös kommt den Senioren der Gemeinde für ihre Weihnachtsfeier zugute. Angesagt sind zudem ein Wissenstest mit Fotoquiz zur regionalen Umgebung sowie Preiskegeln.
  In die Vorbereitungsarbeiten und die Durchführung klinken sich neben dem Heimatverein die Feuerwehr, die Landfrauen, der Jugendverein und ehrenamtlich Engagierte ein. Herbert Riedel wertet das als positives Signal. Strohpuppen am Straßenrand weisen auf die Kirmes am Wochenende hin.

Kirmes vom 16. bis 18.  September in Melaune, Sportveranstaltungen auf dem Sportplatz, Festveranstaltungen rund um das Eisstadion am Fuße des Burgberg.

Sächsische Zeitung
Donnerstag, 8. September 2005


Siegfried Windler mit seinem Fahrrad an der "Sandgrube". Foto: Bernhard Donke  

Dreimal um die Erde

Hobby. Siegffied Windler fuhr in zehn Jahren mit dem Fahrrad mehr als 100 000 Kilometer.

von Bernhard Donke 
  Viele kennen ihn vielleicht, den freundlich grüßenden Fahrradfahrer mit dem Koffer auf dem Gepäckträger. Es ist Siegfried Windler aus Tetta. Vor zehn Jahren entdeckte der 69-Jährige seine Leidenschaft.

Da wurde er gerade Rentner. Für den Zeit seines Lebens in der Landwirtschaft tätigen Mann bedeutete das Rentnerdasein Stillstand - ein unerträglicher Zustand.  "Es war die Unruhe in mir und der Drang, sich in der freien Natur zu bewegen.  So besann ich mich auf das Fahrradfahren.  Etwas, was ich schon als Jugendlicher sehr gern getan habe", sagt er heute, nachdem er etwa 121 000 Kilometer mit seinem Fahrrad durch die Region Zittau-Bischhofswerda-Hoyerswerda-Bad Muskau gerodelt ist. Eine Strecke, die etwa einer dreifachen Erdumrundung entspricht!
          Schnell 40 Kilometer täglich

So kaufte er sich vor zehn Jahrenein neues, für die damalige Zeit modernes Fahrrad und begab sicherst einmal auf kurze Strecken.  Erfuhr fast täglich in drei bis fünf Stunden etwa 40 bis 80 Kilometer.
  Bewegt von dem, was er auf seinen Fahrten erlebte, begann er ein Tagebuch zu führen. Täglich konnte er so neue interessante Begebenheiten aufschreiben.  Damit ist er zu einem echten Dokumentaristen unserer Zeit geworden.
 
Aus den anfänglichen Kurzstreckenausflügen wurden mit der Zeit lange Fahrradtouren, die auch schon mal einen ganzen Tag dauerten. Oft wurde er von Passanten gefragt, warum er sich das in seinem Alter noch antut, da er ja doch immer nur die selben Strecken fahre. Siegfried Windlers Antwort war stets die selbe: "Die Natur und alles, was sie umgibt, bietet dem Betrachter jeden Tag etwas Neues. Nie ist ein Ort, den ich durchfahre, genauso wie am Tag zuvor. Die Veränderungen lassen sich nun mal vom Fahrrad am besten beobachten."
  Zu seinen schönsten Erlebnissen gehören die beiden ersten Weibnachtsfeiertage der Jahre 2003 und 2004. 2003 sah er am frühen ersten Weihnachtsfeiertag um 8.30 Uhr einen Regenbogen. Der spannte sich vom Weißenberger Stromberg bis hin zum Monumentberg bei Groß Radisch. Eine Naturerscheinung, die er in seinen langen Leben zu dieser Jahreszeit noch nie gesehen hat. Genauso die Beobachtung am ersten Weihnachtsfeiertag im vergangenen Jahr.  Da war bei Sonnenaufgang der gesamte Osthimmel rot und der Mond ging als feuerroter Ball am Himmel unter. Noch heute schwärmt Siegfried Windler von diesen Anblicken.
Natürlich hat er auch gelernt, was auf solchen Fahrradtouren wichtig ist. "Eine Trinkflasche, Wetterbekleidung und das unvermeintliche Flickzeug für die Bereifung", meint er. Dinge, die heute für ihn selbstverständlich sind. "Eine Reifenpanne ist sehr schnell passiert und wenn man Flickzeug zur Hand hat, auch schnell wieder behoben.  Und der Tee in der Trinkflasche ist der beste Durstlöscher."
In diesen zehn Jahren hat der rüstige Rentner 67 Ganztagstouren nicht unter 100 Fahrkilometer hinter sich gebracht. In Spitzenzeiten fuhr er sogar 170 Kilometer am Tag. Er verschliss 21 Reifen, neun Ketten und hatte 51 Pannen.
          Und er wird weiterfahren
Für Ehefrau Ingeborg ist die Fahrradleidenschaft ihres Mannes kein Problem. "So lange es ihm Spaß macht und die Gesundheit es zulässt, soll er fahren", meint sie. Und so wird er auch weiterhin kräftig In die Pedalen treten, wenn er das siebente Lebensjahrzehnt überschritten hat. Aber er will die Sache etwas ruhiger angehen. "Da sollen es nur noch mindestens vier Fahrten, aber höchstens sieben pro Woche sein. Natürlich immer vorausgesetzt, die Gesundheit spielt mit.  Aber dafür tut er ja jetzt schon einiges: "Ich rauche nicht und Alkohol spielt auch kaum eine Rolle. Aber ich verachte keineswegs ein Bier und auch mal etwas Härteres", meint Siegfried Windler lächelnd. 

 

 

Sächsische Zeitung
Donnerstag, 8. September 2005

Zur Kirmes nach Melaune

Hagen Böhme und Herbert Riedel (v.I.) vom Heimatverein Döbschütz-Melaune werkeln kräftig auf dem Gelände des Melauner Eisstadions. Freileichtbühne und Kegelbahn erhalten einen neuen Anstrich. Wenn vom 16. bis 18.  September die Melauner Kirmes hier auf dem Gelände am Burgberg stattfindet, wollen sie den zahlreichen Besuchern ein schönes und gepflegtes Ambiente bieten.  Foto: B. Donke 

 

Sächsische Zeitung
Freitag, 2. September 2005

Sammlerglück an der Autobahn

Buchholz. Einen riesigen Bovist konnte Lutz Theißen jetzt mit nach Hause nehmen.
von Bernhard Donke

 

Sammlerglück hatte der Buchholzer Lutz Theißen. Nahe der Autobahnbrücke Buchholz fand er einen Riesenboviste von enormem Ausmaß. Ein solches Glück beim Pilze sammeln ist dem Endvierziger und Familienvater noch nicht vorgekommen. Er traute seinen Augen kaum, als er am Waldesrand einen weißen Fleck sah und beim Annähern dann feststellen musste, dann er einen Riesenbovist (Langermania gigantea) gefunden hatte. Die Freude war riesengroß, denn. s einen Pilz hatte er noch nie gefunden. Die Maße dieses Exemplares: 148 Umfang und 7.640 Gramm schwer.  Jung ist der Pilz ein guter Speisepilz und kann bei entsprechender Größe einer ganzen Familie als Mahlzeit reichen.
  Bei Familie Theißen kommt der Riesenbovist nicht in die Pfanne. Er wurde auf dem Wiesengrundstück zum Verrotten abgelegt. Mit der Hoffnung, dass seine Sporen vielleicht im kommenden Jahr für kleine Boviste sorgen, die dann in der familiären Pfanne landen könnten.

Sächsische Zeitung
Sonnabend, 3. September 2005

Blütenpracht in Arnsdorf

Es ist doch wirklich ein kleines Wunder der Natur, jetzt überall die herrliche Blütenpracht zu beobachten. Diese Crimson-Meidiland-Rose und Sonnenblume sind in einem Vorgarten in Arnsdorf auf der Hauptstraße zu bewundern. Das wunderbare Rot der Rose steht dem kräftigen Gelb und Braun der Sonnenblume keineswegs nach.  Foto: Bernhard Donke

 

A u g u s t   2 0 0 5

Sächsische Zeitung
Freitag, 19. August 2005


Spielen war bei Regen die richtige Alternative für die Jugendlichen aus Plauen. Foto: Bernhard Donke  

Vogtländer unterwegs in der Oberlausitz

von Bernhard Donke 

 

  Melaune. Es ist wieder Leben in die Jugendscheune der evangelischen Jugendarbeit des Kirchenkreises Niesky eingezogen.16 Jugendliche aus dem vogtländischen Jugendkreis Plauenwollen von hier aus mit ihren Betreuern, den beiden Gemeindepädagogen Madeleine Kliemann und Thomas Dehnel, die Oberlausitz erkunden.
  "Wir führen hier mit den Jugendlichen eine Wanderrüstzeit durch. Dabei geht es uns nicht nur darum, die Sehenswürdigkeiten kennen zu lernen. Auch den Kontakt zu den Leuten wollen wir suchen", sagt Thomas Dehnel.
  So haben die Jugendlichen im Alter von 14 bis 22 Jahren schon eine Pilgerung auf dem Jacobus-Pilgerweg nach Görlitz unternommen, das Landkino Arnsdorf besucht", erzählt er weiter. Weitere Wanderungen und Exkursionen werden in diesen Tagen folgen. Für manche der Teilnehmer hat es schon die ersten Blasen an den Füßen gegeben. Das macht aber nichts, die Blasen werden wieder verheilen. Die Eindrücke aber, die die Jugendlichen auf ihren Wanderungen und Exkursionen sammeln, werden sie vielleicht ein Leben lang behalten. Mit Kleinbussen sind auch Fahrten nach Bautzen und Zittau geplant.

 

Sächsische Zeitung
Donnerstag, 18. August 2005


Gemeinsames Spielen im Sand macht allen besonders viel Spaß.  

Geld für die neue Holzwerkstatt

Die Sparda-Bank fördert mit Hilfe der SZ Vereine. Einen Scheck erhielt kürzlich auch der Kinderkreis Vierkirchen.
von Constanze Prause

  Noch ist es mucksmäuschenstill. Die Kinder vom Kinderkreis Vierkirchen schlafen tief während der Mittagsruhe in der Arnsdorfer Einrichtung. Schließlich haben sie gerade eine lange Wanderung zur "Zigeunerhöhle" in Hilbersdorf unternommen.  Gegen halb Drei räkeln und strecken sich die Knirpse. Aufstehen ist angesagt. Sabine Lätsch, Leiterin des Kinderkreises, hilft beim Anziehen.
  Zur Vesper hat sie ein bisschen Zeit, über ein besonderes Projekt zu sprechen. "Der im Jahr 2000 gegründete Kinderkreis besteht aus zwei Einrichtungen. Ein Haus befindet sich in Arnsdorf, das andere in Melaune", erzählt sie. In letzterem entstand im vergangenen Jahr eine Holzwerkstatt. Hintergrund dafür war, den Kindern den Umgang mit Hammer, Säge und Nagel näher zu bringen sowie die Kreativität im Hinblick auf das Naturmaterial anzuregen.
          Sprechblasen-Wünsche
"Das Angebot richtet sich momentan speziell an unsere Hortkinder", sagt die Leiterin. Derzeit besuchen rund 25 Mädchen und Jungen von der ersten bis zur vierten Klasse beide Häuser. Von denen würde das Projekt "sehr gerne angenommen. "Allerdings fehlten Gelder zur Anschaffung von neuem Werkzeug.  Nach einem Zeitungsaufruf in dir SZ bewarb sich der Kinderkreis für die finanzielle Unterstützung seitens der Sparda-Bank. Gefertigt wurde eine Tafel, auf der die Kinder, mit Hilfe von Sprechblasen ihre Wünsche aufschrieben. Ganz oben auf der Wunschliste standen Schraubstock, Laubsägen oder eine richtige Werksbank. "Dafür wird die Spende auch ausgegebene, sagt, Sabine Lätsch. Mit Beginn des neuen Schuljahres öffnet sich die in den Ferien geschlossenen Werkstatttüren wieder. Momentan sucht die Einrichtung eines engagierten Vati oder Opa, - der diesen Bereich ehrenamtlich mit betreuen hilft.
  Neben der Werkstatt kann der Kinderkreis noch einige weitere Besonderheiten aufweisen. So ist der eingetragene Verein eine integrativ arbeitende Einrichtung. Mitglieder sind die Gemeinde Vierkirchen, die Evangelische Kirchgemeinde Arnsdorf, der Landfrauenverein Melaune, der Sportverein Arnsdorf-Hilbersdorf, der Verein für Kirchenbau und Dorfgeschichte sowie engagierte Privatpersonen. Die damalige Gründung war deshalb notwendig, weil die vorhandenen Kindertagesstätten geschlossen werden sollten. Dass das Konzept aufgeht, beweist die Auslastung beider Einrichtungen. "Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt, dass unsere Arbeit angenommen wird", so die Leiterin.
  Mit der Schaffung des Kinderkreises kann der Nachwuchs im eigenen Ort betreut werden. Gleichzeitig tragen die Jüngsten zur Belebung der Dörfer bei. Ob Feste, Seniorennachmittage, Mitgestaltung von Gottesdiensten oder Geburtstagsständchen - die Mädchen und Jungen sind immer mit dabei.

Kinderkreis Vierkirchen
Derzeit besuchen 25 Hort-, 1 5 Krippen- sowie 47 Kindergartenkinder die Einrichtungen in Melaune und Arnsdorf.  Abwechselnd findet in beiden Häusern jeweils mittwochs eine Krabbelgruppe in der Zeit von 9.30 Uhr bis 11 Uhr statt.  Interessenten sind willkommen.  Pädagogische Ziele sind unter anderem das Kennen lernen und Mitgestalten christlich-kirchlicher und ländlich-dörflicher Traditionen, Schulvorbereitung, Toleranz-Einübung oder Abbau von religiösen, nachbarschaftlichen, ethischen und individuellen Vorurteilen.

            Sächsische Zeitung
Dienstag, 16. August 2005

"Grüne Berufe" präsentieren sich

Arnsdorf. Zum Dorffest steigen ein Berufs-Wettbewerb und jede Menge Veranstaltungen.
von Constanze Prause

  Ihr Dorffest feiern die Arnsdorfer bereits zum zwölften Mal. Traditionell ist es der Sportverein, der die Veranstaltung auf die Beine stellt. Für die Planung zeichnet sich der Kulturausschuss verantwortlich. "Ideen werden gesammelt, Partner geworben oder Künstler eingeladen", erzählt Vereinsmitglied Ursula Kliem. "Unsere 130 Mitglieder sind alle in die Festvorbereitungen mit eingebunden", lobt Sportvereinsvorsitzender Ludwig Günzel. Der Sportplatz ist zugleich Schauplatz für das Dorffest. Hier hat sich in den letzten Jahren eine Menge getan. Das Vereinshaus wurde umgebaut und erweitert, es gibt eine Kegelbahn und ein Tennisplatz entstand. Besucher erleben vom 19. bis 21.  August ein vielfältiges Programm, dessen Höhepunkt am Sonntag ein Berufswettbewerb der Landjugend ist. Auszubildende der Forstwirtschaftsbranche zeigen ihr Können unter anderem beim Sägen oder Entästen von Holzstämmen. "Grüne Berufe sind voller Leben" lautet das Motto am Sonntag. "Ich denke, wir bieten hier ein breites Angebot für sämtliche Altersklassen", sagt Ursula Kliem. Sie hofft genau wie alle anderen Festvorbereiter auf regen Publikumszustrom.

DEFA-Stiftung unterstützt Landkino

Arnsdorf. Für einen Film während der "Herbstvariante" erhält das Filmtheater die kostenlosen Aufführungsrechte.
von Constanze Prause

  Auf das Arnsdorfer Landkino wurde die DEFA-Stiftung mit Sitz in Berlin kürzlich aufmerksam. Die Stiftung erhält die Filme der DEFA (und damit die gesamte Kinoproduktion der DDR-Filmstudios aus fast fünf Jahrzehnten) und macht sie als Teil des nationalen Kulturerbes für die Öffentlichkeit nutzbar. Gleichzeitig fördert sie die deutsche Filmkunst und -kultur durch die Vergabe von Stipendien, Projektmitteln und Preisen.
  Das Kino befindet sich in einer umgebauten 30 mal neun Meter großen Scheune auf dem Pfarrhof. Dort gibt es auch eine Pilgerherberge. "Gäste dieser Unterkunft empfahlen das Landkino an die Stiftung weiter", erzählt Andrea Gloger. Die Vorsitzende des Vereins für Kirchenbau und Dorfgeschichte freut sich über diesen geknüpften Kontakt. Dadurch könnten künftige Projekte gemeinsam angeboten werden, hofft sie. Auf die "Herbstvariante" im Landkino trifft das schon zu.
  Für den Film "Die Architekten" erhält das Filmtheater von Seiten der Stiftung das kostenlose Aufführungsrecht. Gleichzeitig wird am 23. September der Berliner Vorstand, Helmut Morsbach, zu Gast in Arnsdorf sein. Er berichtet über die Entstehung des zur Wendezeit 1990 gedrehten Films und wird mit dem Publikum anschließend über den Streifen diskutieren.
  Die Kino-Herbstvariante bietet außerdem in der Zeit vom 16. bis 25. September weitere Filme für kleine und große Cineasten an. Mit den Besucherzahlen des Sommerkinos 2005 zeigt sich Andrea Gloger sehr zufrieden. Von Mitte Juni bis Mitte Juli kamen rund 2000 Gäste. Derzeit macht das Kino Pause und das Landkino-Team plant die kommenden Veranstaltungen.

Jetzt das Abwasser anschließen

 von Bernhard Donke

BUCHHOLZ. Im vergangenen Jahr wurde das Abwasserleitungsnetz in Buchholz verlegt. Nun sind die Anlieger und Grundstückseigentümer gefordert, ihre Anschlüsse zu tätigen. Wer es nicht selbst aus eigener Kraft schafft, der muss professionelle Hilfe wie der Grundstückseigentümer auf der Dorfstraße 83 in Anspruch nehmen. Hier verlegt die Firma Tobias den Anschluss an die zentrale Abwasserleitung. Foto: Bernhard Donke  

 

Sächsische Zeitung
Donnerstag, 11. August 2005

Dank für Buchholzer 700-Jahr-Feier

Vierkirchen. "Die Vorbereitungen zur 700-Jahr-Feier in Buchholz waren eine große Herausforderung, die aus meiner Sicht hervorragend gemeistert wurde", teilt Ortsvorsteher Udo Gleisenberg der SZ mit. Er möchte noch einmal allen danken, die zu dem guten Gelingen der Feierlichkeiten beitrugen. Kultur- und Sportverein, Anglerverband, die Arbeitsgruppe zur Gestaltung der historischen Ausstellung im Schloss, Grundschule, Festkomitee, Privatpersonen, Vereine oder Sponsoren hätten sich sehr engagiert. Udo Gleisenberg nimmt das Meistern der umfangreichen Veranstaltung zum Anlass, ein neues Ziel für die Jahre 2006/2007 abzustecken.  Er schlägt vor: "Diese neue Herausforderung könnte die erfolgreiche Teilnahme am Wettbewerb Unser Dorf soll schöner werden, unser Dorf hat Zukunft' sein." (cp)

 

Niederschlesischer - Kurier
Sonnabend, 13. August 2005


Zu den Versteigerungsobjekten der diesjährigen Herbstauktion gehört auch die frühere Gaststätte in Melaune.

Polnische Objekte unterm Hammer

von Uwe Menschner


Görlitz/Dresden. Eine Premiere gibt es bei der Herbstversteigerung der Sächsischen Grundstücks AG am Dienstag, 30 August im Hygienemuseum Dresden.
 ...
In Melaune soll die ehemalige Gaststätte (Haus Nr. 46 a) versteigert erden, die 1970 errichtet, 1996/97 für ca. 150.000 Euro saniert und bis 2003 betrieben wurde. Die noch vorhandene Ausstattung wird nicht mitverkauft, das Mindestgebot liegt bei 20.000 Euro.
...

 

Sächsische Zeitung
Freitag, 12. August 2005


26 polnische Jugendliche vom Wroclawer Kulturverein "Choreia" mit ihrem Vorsitzenden Darek Lech (kniend mit Hut) sind in Buchholz zu Gast. Foto: Bernhard Donke  

Unbegrenzte Freundschaften

 

Buchholz. Jugendliche aus Polen sind beim Tenne e.V. zu Gast

von Bernhard Donke 

 

  Eigentlich herrscht an diesem Tag Ruhe auf dem Pfarrhof. Nicht aber so diesmal. Seit dem Morgen schlagen hier 26 Jugendliche im Alter von 13- 25 Jahren ein kleines Zeltlager auf. Es sind Jugendliche vom polnischen Kulturverein "Choreia" aus Wroclaw (Breslau). "Ein Verein zu dem wir schon seit 2002 partnerschaftliche Beziehungen pflegen", sagt Stefan Biele vom "Tenne e.V.", während er den Jugendlichen beim Zeltaufbau behilflich ist. "Wir haben uns für diese Woche ein umfangreiches Programm ausgedacht, mit Workshops und Ausflügen in die Region." Die ersten Kontakte zu diesem Kulturverein aus der Nähe von Wroclaw knüpften die Buchholzer im Jahr 2002 bei einem Treffen des "Deutsch-Polnischen Jugendwerks". Noch im selben Jahr wurde zwischen den beiden Vereinen ein Partnerschaftsvertrag geschlossen. 
  Das Treffen ist  bereits das vierte dieser Art. Zweimal waren die Buchholzer schon zu GAst bei ihren polnischen Partnern. Diese sind wiederum nun zum zweiten Mal Gast in Buchholz mit ihrem Vorsitzenden Darek Lech. "Es entstand nicht nur eine enge Partnerschaft zwischen unseren Vereinen, es gibt auch schon engen persönliche Beziehungen zwischen den Mitgliedern", sagt Darek Lech zufrieden.

Sächsische Zeitung
Mittwoch, 10. August 2005


Ute Gründer, Klassenleiterin der 2. Klasse, richtet während ihrer Dienstwoche schon mal ihr neues Klassenzimmer ein. Foto: Bernhard Donke  

Neues Schuljahr wird schon vorbereitet

 

VIERKIRCHEN. Trotz der Schulferien ist Leben in der Grundschule. 

von Bernhard Donke 

  Es ist Mittwochvormittag in der dritten Sommerferienwoche. Eigentlich müsste im Schulgebäude der Grundschule Vierkirchen Ruhe und Stille herrschen. Doch das ist weit gefehlt. Neben Handwerkern, die einen großen Teil der Fenster mit einer neuen Farbe versehen, und Elektrikern, die das Computerkabinett neu verkabeln, ist auch die Klassenlehrerin Ute Gründer mit Umräumarbeiten beschäftigt. "Nichts ungewöhnliches", bestätigt die Pädagogin.
  "Jeweils eine Lehrerin unserer Schule hat eine Woche Dienst im Schulgebäude.  Das wird sicher auch in allen anderen Schulen des Freistaates so sein, schon damit stets ein Ansprechpartner für eventuelle Handwerker anwesend ist", sagt sie. "Die meisten Lehrer bei uns nutzen diese Woche, um sich auf das neue Schuljahr vorzubereiten. Ich habe mir vorgenommen, mein zukünftiges Klassenzimmer umzuräumen. Meine Klasse 2 bezieht für das neue Schuljahr einen anderen Raum", fügt sie noch hinzu.
  So verschafft sich die Lehrerin einen guten Start mit ihrer Klasse in das neue Schuljahr.  Daneben kümmert sich die jeweils diensthabende Lehrerin in Buchholz um den Schulgarten.  Außerdem nimmt die jeweils anwesende Lehrerin das Lehrmaterial, dass in den Schulferien angeliefert wird, entgegen. In der letzten Ferienwoche treffen dann alle Lehrerinnen in der Schule zur so genannten Vorbereitungswoche ein. Dann beginnt er schon wieder, der Schulalltag an der Vierkirchener Grundschule in Buchholz.

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Sächsische Zeitung
Montag, 18. Juli 2005


In der Ausstellung "700 Jahre Buchholz' wurde den Besuchern die Geschichte des Ortes thematisch und übersichtlich dargestellt. Fotos: Bernhard Donke (2)  

Die spannende Geschichte eines kleinen Ortes

 

Jubiläum. Ausstellungen haben den Reigen der Veranstaltungen zur 700-Jahr-Feier von Buchholz beschlossen.

von Bernhard Donke 

 

  In den frühen Nachmittagsstunden des Sonnabends beginnt auf der Festwiese im ehemaligen Schlosspark der Trubel zu den 28.  Dorffestspielen des Ortes.  In drei Räumen des Schlosses öffnet die Ausstellung "700 Jahre Buchholz" ihre Pforten.  Unter Anleitung von Sonja Leubner hat hier ein Team aus engagierten Bürgern keine Mühe gescheut, ein Spiegelbild über das Leben der Einwohner von Buchholz in seiner 700-jährigen Geschichte aufzubauen.

          Von den Nazis umbenannt
Gestaltet zu den Themen Schloss und Kirche, Vereinsleben, Landwirtschaft, Brauchtum, Handwerk und Gewerbe, Kriege und Flora und Fauna erfährt der Besucher auch, dass Buchholz seinen Namen erst 1936 erhielt, weil der bisherige Ortsname Krischa den Nazis nicht passte.
  "Die meisten der ausgestellten Exponate sind Leihgaben von Bürgern aus Buchholz und Tetta", sagt Gabriele Kreusch, verantwortliche Organisatorin für die Jubiläumsfei
erlichkeiten.
 
Zu den ersten Besuchern der Ausstellung zählte Erhard Thoma aus Stralsund. Der gebürtige Tettaer war extra wegen der 700-Jahr-Feier angereist. "Man muss die Macher dieser Ausstellung wirklich loben. Wunderbar was hier aus unserem Leben heute und aus der Vergangenheit gezeigt wird". Waltraud Philipp steht vor einem aufgemalten Lebensbaum auf dem übersichtlich die wichtigsten Daten aus der Geschichte des Ortes aufgezeichnet sind. Das ist so übersichtlich und thematisch aufgebaut und einprägsam", freut sie sich.
  Anklang findet aber auch die Schau "Eine Reise durch das Schuljahr" in der Grundschule Vierkirchen. "Wir wollten zum Abschluss der Jubiläumsfeierlichkeiten unseren Schulalltag den Besuchern zeigen", sagt Lehrerin Manuela Frenzel. Dafür interessiert sich dann auch Wolfgang Schmidt.  Er ist einst im Schulgebäude zur Welt gekommen. "Mein Großvater wirkte hier von 1902 bis 1935 als Kantor", erzählt Schmidt, der mit seiner Familie in Schieritz bei Meißen lebt. Nur wenige Schritte vom Schulgebäude hat der Tenne e. V. zu einem "Tag der offenen Tür" in seine Räumlichkeiten auf dem Pfarrhof und in das im Umbau und Ausbau befindliche Vereinsheim „Alte Schule" eingeladen. "Wir wollen Besuchern zeigen, wie sich unser Leben hier im Verein abspielt," erzählt Katharina Tobias. Sie führt die Besucher durch die Räumlichkeiten. Juliane Kolpe aus Weißenberg zeigt sich von der Idee des "Tages der offenen Tür" begeistert. Aber sie interessiert auch die Kirchenführung und das anschließende Musikprogramm durch den Tenneprojektchor.

          Eine besondere Liedervielfalt
  In dem Musikprogramm werden alte und neue Lieder unter dem Motto "Jeder bringt ein, was er kann" vorgetragen. So entstand eine besondere Vielfalt an Liedern, Geschichten und Lesungen. Und wer es heiter und ernster haben will, eilt zur anschließenden Lesung durch.
  Stefan Biele "Zwischen ernst und unernst - lustig und unlustig" auf der Lesebühne der Tenne im Pfarrhof Hier sitzt Günter Richter, der sich die beiden Ausstellungen angeschaut, und den "Tag der offenen Tür" hier in der Tenne besucht hat und von allem begeistert ist.

900 Meter lang war die Strecke beim traditionellen SR 2-Rennen.  


          Enge Kurven gemeistert
 
Drei Fahrerinnen und zehn Fahrer kämpften beim traditionellen SR 2-Rennen um den Sieg. Und es waren viele Zuschauer gekommen, um die etwa 900 Meter lange Rennstrecke zu säumen.  Sie bekamen spannende und interessante Läufe zu sehen.
 
Noch kurz vor dem Start machten sich Fahrer und Mechaniker mit viel Eifer und Engagement an der Technik der Oldtimer-Mopeds zu schaffen.  Da wurde geschraubt und geputzt, wurden Kerzen gewechselt, der Vergaser nochmals gereinigt.  Schließlich sollte das Fahrzeug beim Rennen nicht plötzlich auf der Strecke bleiben.
  Eine kurze Probefahrt beendete meist die Bastelei. Kurz vor 13.30 Uhr rief Rennleiter Peter Obierski die Fahrer zum Start. Die Strecke führte durch den Schlosspark und über das Sportplatzgelände. Für die Fahrer galt es, schnittige und scharfe Kurven zu meistern und den Feuerstuhl über eine schmale Brücke im Schlosspark zu führen.  Im Finale hatte letztlich bei den Männern Manuel Vetter aus Melaune die Nase vorn. Er verwies Steffen Bernhardt und Daniel Kern (beide aus Beiersdorf) auf die Ränge. Bei den Damen musste sich die Lokalmatadorin Manja Zumpe der Holtendorferin Judith Heinrich nach drei Wertungsläufen geschlagen geben.

 

Sächsische Zeitung
Sonnabend, 16. Juli 2005


Im Rahmen der 700-Jahr-Feierlchkeiten von Buchholz führten die Kinder der Grundschule Vierkirchen ein kleines Programm auf: Mit Liedern, Sketchen und dem Märchen von deen sieben Geißlein.   Foto: Constanze Prause

Die spannende Geschichte eines kleinen Ortes

 

Jubiläum. Ortschronist Gotthard Ender hat eine Festschrift über Buchholz verfasst. Anlass ist das 700-jährige Bestehen des Dorfes.

von Roland Otto Ratsarchivar  

 

  Das im Südwesten des Niederschlesischen Oberlausitzkreises gelegene Dorf Buchholz, seit 1994 in die Gemeinde Vierkirchen integriert, wurde 700 Jahre alt. Anlass für den langjährigen Ortschronisten Gotthard Ender eine Festschrift, die den Zeitraum von 1305 bis 2005 umfasst, zu erarbeiten.

          Kirchdiener lehrten Kinder
  Er entschied sich dafür, die einzelnen Themenkomplexe weitgehend chronologisch darzustellen.  Eine dreiseitige Zeittafel über wichtige Ereignisse ist eine gewisse Zusammenfassung der Ortsgeschichte.  Zunächst beschreibt er Lage und Zugehörigkeit und gibt Einblicke in die Tier- und Pflanzenwelt.
  Gottfried Ender informiert beispielsweise über 63 einzelbäuerliche Wirtschaften in der Größe von einem bis über 50 Hektar in Buchholz sowie 32 Einzelbauern und eine kleine LPG von einem bis 20 Hektar im benachbarten Tetta im Jahre 1954.  Später werden die für DDR-Zeiten typischen Namen wie

LPG Typ I "Vorwärts Tetta", LPG Typ III "Thomas Müntzer" Melaune und LPG Typ I "Bauernfleiß" Buchholz genannt. Detailliert werden die baulichen Veränderungen an der Kirche in Buchholz erfasst. So erfährt der Leser, dass am 22. Januar 1703 die Kirche und das Pfarrhaus sowie das daneben liegende Lehngütlein "Thümlitz" abbrannten. Die Pfarrer nach 1900 werden aufgeführt, so u. a. der Oberkonsistorialrat Hans-Joachim Fränkel von 1947-1952, der spätere evangelische Bischof des Görlitzer Kirchengebietes und Ehrenbürger der Stadt Görlitz.  Im 16.  Jahrhundert unterrichteten noch die Kirchdiener, auch Schreiber genannt, in den hiesigen Dörfern die Kinder.
          Masern-Epidemie 1946
 
Ein Grund für den auch später noch niedrigen Bildungsstand auf dem Lande war die geringe Besoldung der Lehrer. Da anfangs geeignete Räumlichkeiten fehlten, erfolgte der Unterricht zunächst in der Wohnung des Lehrers.  Später nutzte man ein kleines Fachwerkhaus, und erst 1844 konnte ein neues Schulgebäude gebaut werden (jetzt alte Schule).  Infolge des Ersten Weltkrieges richtete man 1915 in der alten Schule ein Lazarett ein. Am 9. Dezember 1946 brach eine Masernepidemie aus, und man schloss die Klasse I, da von insgesamt 23 Schülern nur noch fünf zum Unterricht erschienen. Unter der Rubrik Kriegsnöte wird zum Beispiel über die Hussittenkriege (1417-1434), den Siebenjährigen Krieg (1756-1763), den Napoleonischen Feldzug (1811-1813)" den Ersten Weltkrieg (1914-1918) mit Namen der Gefallenen aus Krischa (seit 1937 Buchholz) und Tetta (von 1937-1949 Margaretenhof und den Zweiten Weltkrieg (1939-1945) mit Namen der Gefallenen und Vermissten aus Buchholz, Tetta und Maltitz berichtet.

Das Bild aus vergangener Zeit zeigt die Bahnhofsstation.              Foto: privat  

            Bau eines Spritzenhauses
 Gottfried Ender gelingt eine gute Einordnung des Ortsgeschehens in die regionale und europäische Geschichte.  Am 11.  Dezember 1903 erfolgte unweit von Görlitz der erste Spatenstich zum Bau der so genannten Kreisbahn. Zwischen 1905 und 1972 gehörte Buchholz/Tetta zu ihren Stationen. Ender nennt auch die jeweiligen Postboten in Buchholz von 1967-1992, als die Dienststelle geschlossen wurde, sowie von Tetta 1952-1992. Am 14. Februar 1902 wurde in der Krischaer Gemeindevertretersitzung laut Verfügung des Königlichen Landratsamtes der Bau eines Spritzenhauses gefordert. Die Gründung der gemeinsamen Freiwilligen Feuerwehr Krischa/Tetta erfolgte im Jahre 1923. Im August 2000 wurde schließlich im Rahmen eines "Tags der offenen Tür" der mit Hilfe freiwilliger Arbeitseinsätze und Betriebsspenden neu gestaltete Vorplatz der Feuerwehr eingeweiht.
        
  Dorfclub aufgelöst
Den ehemaligen Dorfclub Buchholz löste man im Zuge der politischen Wende 1989/90 auf und am 3. Februar 1994 wurde sein Nachfolger, der Kultur- und Sportverein Buchholz/Tetta e.V. gegründet.  Dieser ist u.a. für Seniorennachmittage bzw.  Ausflüge zuständig.  Im Juli findet das Buchholzer Dorffest statt und seit 1995 werden auch Kinderfeste, Kindernachmittage und Ferienprogramme organisiert.  Der Tenne e.V. Christlicher Kulturverein Buchholz wurde am 18.  November 1997 gegründet.  Wer noch mehr über die Geschichte von Buchholz erfahren möchte, erhält im Buchhandel und bei Rainer Zumpe in Buchholz die Festschrift.
          Noch mehr Interessantes
- Statistik und Aufstellung.
Ender gibt in seinem Buch Zahlen zu Einwohner, Bürgermeister, die politische Wende und die folgenden Wahlen an.
- Fünf beliebte Sagen der Region beschreibt er. Die Quellen sowie die Literatur werden, wohl aus Platzgründen, knapp auf einer Seite vermerkt.

Sächsische Zeitung
Montag, 4. Juli 2005


Das Landkino bot die Kulisse für Darbietungen mit Sketchen von der Nieder-Seifersdorfer Theatergruppe.       Foto. C. Prause

Pfarrhoffest mit vielen Überraschungen

Arnsdorf. Zum bereits neunten Mal feierten Einheimische und Gäste zwischen Landkino und Kirche gemeinsam.
von Constance Prause

  Wurde Albert Einsteins Gehirn von einem Splitter aus Arnsdorfer Granit getroffen?  Dieser Frage ging der in Eigenregie inszenierte Kurzfilm im Landkino nach. Laienschauspieler aus dem Ort produzierten gemeinsam mit dem erfahrenen Kameramann Rolf Sondershaus ein witziges, mit geschichtlichen Aspekten gespicktes Werk über das Genie.  Zum mittlerweile neunten Pfarrhoffest war der Film zu sehen.
  Aber nicht nur Kino erlebten die Besucher. Ein Trödelmarkt mit 16 Ständen - betreut vorrangig von Kindern der Gemeinde und der näheren Umgebung - zog Schnäppchenjäger an. Wildbret, kaltes Buffet, der Blick in Richtung Himmel mit der Görlitzer Sternwarte oder Theateraufführungen lockten das Publikum. "Wir wollen erreichen, dass Kontakte untereinander nicht abreißen", sagte Pfarrer Andreas Fünfstück zum Anliegen der Veranstaltung.  Wichtig sei, den Menschen zu zeigen: "Man ist nicht allein." Trotz unterschiedlicher sozialer Hintergründe sollte gemeinsamer Gesprächsstoff möglich sein.  Diesen Gedanken macht Fünfstück am Beispiel der Arbeit fest: Die einen hätten einen Job, die anderen seien arbeitslos.  Um alle an einen Tisch zu bekommen und zu ermutigen, am Gemeindeleben teilzunehmen, könne das Pfarrhoffest beitragen.
  "Der Unterschied zu anderen Festen ist die überschaubare Größe, verbunden mit einer familiären Atmosphäre", hat der Pfarrer beobachtet.  So werden alle Altersstufen in das Geschehen eingebunden.
 
Das Motto "Menschenskinder wir sind Gottes Kinder" stelle den Bezug zum Hannoveraner Kirchentag dar, dessen Slogan lautete "Wenn dein Kind dich morgen fragt...... Der Kurzfilm widmet sich dementsprechend anfangs auch der Kinderzeit Einsteins. Ein rothaariger Lockenkopf verkörpert den Wissenschaftler und untersucht mit kindlicher Neugier einen Kompass.  Der Hammer ist für ihn das Instrument, um dem Geheimnis der Magnetnadel auf die Spur zu kommen.  Dabei fliegt ein Splitter der Granitmauer an seine Stirn.
  Das Kompassexperiment habe es tatsächlich gegeben, heißt es am Ende des Films. Ob es wirklich Arnsdorfer Granit war? Der Frage geht eine "Journalistin" aus "Berlin" nach, die zu keinem Ergebnis fährt. Möglich jedoch sei alles, denn Arnsdorfer Granit fände man schließlich auf der gesamten Welt.
  Die Welt des Humors holten die Mitglieder der Niederseifersdorfer Theatergruppe auf die Bühne. Anekdoten rund um die "kleinen menschlichen Verfehlungen" heimsten eine Menge Beifall ein.
  Zu später Stunde hieß es dann Vorhang auf für eine Uraufführung. Das Tokioter Solisten-Dreieck gab ein Konzert in der Arnsdorfer Kirche.  Unter der Leitung von Yoko Hamabawe Wylegala wurde "B isst Eis" uraufgeführt. Die Inspiration zu diesem Stück holte sich die Künstlerin aus der Beobachtung von Leuten, welche die Straßen, Eiscreme essend und unschuldige Gesichtsausdrücke tragend, entlangschlenderten. Die in die Aufführung gestreuten Hinweise zu "B" führten schrittweise zu Beethoven.  In der Besetzung von Flöte, Posaune, und Klavier begeisterten die Interpreten ihre Zuhörer. "Sie haben wunderbar gespielt", sagte Andrea Gloger, Vorsitzende vom Verein für Kirchenbau und Dorfgeschichte Arnsdorf.

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Sächsische Zeitung
Donnerstag, 30. Juni 2005


Die fünfjährige Mara probiert schon das Riesentrampolin aus..

Bauernhof wird zur Festkulisse

Buchholz. Der Familienhof Leubner feiert an zwei Tagen das runde Jubiläum der Gemeinde
von Constance Prause

  Martin Leubner hatte eine Idee, bei der seine siebenköpfige Familie im ersten Moment die Hände über dem Kopf zusammenschlug. "Wir machen an zwei Tagen erstmalig ein großes Hoffest", dachte sich der Buchholzer. Anlass dafür ist die 700-Jahr-Feier der Gemeinde. Da biete sich so ein Fest doch an. Mittlerweile hat er Frau und Kinder überzeugt. Fleißig sind alle gemeinsam am Werkeln: Sie schmücken das Terrain, bereiten Speisen vor oder räumen und putzen. Denn am 1. und 3. Juli steigen auf dem Familienferienhof Leubner eine Menge bunt gemixter Veranstaltungen.
  Kulisse dafür bietet das rund ein Hektar große Gelände des ehemaligen Bauerngehöfts. "Die Hoffeste", findet Tochter Esther, "sind eine super Idee, die gleichzeitig eine Menge Arbeit mit sich bringen."
  Gedankengeber für dieses Angebot waren Höfe in Ebersdorf und Großhennersdorf. "Dort werden solche Veranstaltungen gut angenommen", zeigte sich im Vorfeld der Familienvater angetan. Nun gibt es die Premiere in Buchholz. Eingebunden werden in das runde Jubiläum des Ortes Unter-, Mittel- sowie das Oberdorf. Für Letzteres bietet der Familienferienhof die Szenerie. So erleben Besucher am Freitag ab 19.30 Uhr ein eher außergewöhnliches Gospelkonzert unter der Leitung von Brigitte Neumeister aus Wuppertal mit ihrer Band. Ein Dutzend Musiker aus der Lausitz interpretieren  stimmgewaltig christlich-soziales Liedgut. Zwei Stunden später startet die Break-Dance-Show junger Bautzener. Gegen 22 Uhr heizt die Band "Independence" mit rockigen bis Gothic-Klängen ihrem Publikum ein.
  Der Sonntag steht ganz im Zeichen der Familie. Nach einem Hof-Gottesdienst, anschließendem Mittagessen und Dorfspazierung samt Erfrischungsbad wird die Vergangenheit wieder zum Leben erweckt. Geschichten über die letzten 70 Jahre des Anwesens machen die Runde. Dafür konnten Erzähler gewonnen werden, verrät Martin Leubner. Und bevor um 15 Uhr das Kindermusical "Der verlorene Sohn" zu sehen ist, können sich die Besucher ein Bild vom Umfeld machen. 20 verschiedene Stände sind aufgebaut. Sackkarrenrennen steht da ebenso auf dem Plan, wie Riesentrampolin hüpfen, Reiten, Volleyball, Schnitzen, Einrad fahren, floristisches Gestalten oder Gipsmodellage.
- Familienferienhof Leubner, Buchholz Nr. 90, 02894 Vierkirchen (drei Kilometer von der Autobahnabfahrt Weißenberg entfernt).  Foto: Prause
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Sächsische Zeitung
Dienstag, 28. Juni 2005

Buchholz bereitet sich auf die 700-Jahr-Feier vor

Da steht kein Pferd auf dem Flur, sondern auf der Wiese im Vierkirchner Ortsteil Tetta. Hier hat sich jemand besonders viel Mühe gegeben, um auf die 700-Jahr-Feier des zugehörigen Nachbarortes Buchholz hinzuweisen. Das Jubiläum wird mit einer Reiheverschiedenster Veranstaltungen in zwei Wochen - vom 8. bis zum 17. juli - begangen. Bei Petrus ist schönes Wetter bestellt worden, damit die Feier "nicht ins Wasser fällt".

 

 

Sächsische Zeitung
Mittwoch, 29. Juni 2005

Die Erde bebt  

Buchholz. Einen kurzen dumpfen Knall hörte Helmut Sarodnik vergangene Woche Montag, am 20.  Juni, gegen 14.15 Uhr in Buchholz auf der Dorfstraße Nr. 42.  Er spürte ein leichtes Beben der Erde. Zuerst dachte er an einen Unfall auf der Straße, doch verwundert musste Sarodnik feststellen, dass sich das aus Granitsteinen bestehende Schnittgerinne vor seinem Grundstück auf eine Länge von einem Meter etwa um 18 Zentimeter gehoben hat. Eine echte kleine Sprungschanze ist entstanden. Die Gemeindeverwaltung wurde benachrichtigt. Sie sperrte den Straßenrand auf die entsprechende Länge mit Warnbaken ab. Vermutlich hat sich das Granitpflaster durch Wärmeeinwirkung ausgedehnt und dadurch gehoben. (bd)

   

 

Sächsische Zeitung
Dienstag, 28. Juni 2005


In diesem Jahr das erste Mal dabei: eine Mannschaft aus Prachenauer Kindern, die von Lanz-Fahrer Horst Paul kräftig unterstützt wurden.  Foto: B. Donke.

Bürgermeister zieht am Traktor

von Bernhard Donke

Prachenau. Unter den 20 Paar Füßen der Tänzer und Tänzerinnen der Reichenbacher "Tanzsenioren" bebte auf der Festwiese in Prachenau die Diele. Mit flotten Rhythmen von Standard über Volkstanz bis hin zu Lateinamerikanischen Turniertänzen erfreuten sie die Besucher des Dorffestes. Mit Eleganz und Geschmeidigkeit, begleitet von der Musik der "Oberländer Blasmusikanten", schwebten sie über die Tanzdiele und zeigten, dass man auch im Alter noch sehr viel Freude am Tanz haben kann.
 
So richtig ins Schwitzen kamen die Prachenauer und ihre Gäste am Sonntagmorgen. Da traten sieben Mannschaften zum sechsten Prachenauer "Lanz-Bulldog-Ziehen" an. Beim Frühschoppen hatten sich die Männer die richtige Stärkung geholt, um den vier Tonnen schweren Lanz über eine Strecke von 20 Metern in möglichst kurzer Zeit zu ziehen. Lag es an der Farbe des Lanz-Bulldogs, wie es die beiden Wettkampfleiter Steffen und Lutz Medak dem Publikum immer wieder weiß machen wollten, oder hatten die Wiesaer und Nieder Seifersdorfer Feuerwehrleute etwas zu viel "Kraftstoff" getankt. Sie bekamen trotz anfeuernder Rufe der gut 100 Zuschauer den gewaltigen Traktor nicht über die Ziellinie. Anders dagegen die Vorjahressieger - die Männer vom D&L-Team Prachenau. Platz zwei ging an die "Sportfreunde Lautitz". Bürgermeister Andreas Nedo und Zuschauer bei diesem Spektakel wollte es auch einmal wissen, wie stark ihre Gemeinde ist, und sammelte schnell ein Team aus Vierkirchen zusammen. Unter lauten Anfeuerungsrufen wurde das "Blitzteam" dann noch Dritter. Geschafft haben auch drei Feuerwehrleute ihr 50jähriges Dienstjubiläum. Das Dorffest bot für ihre Auszeichnung mit dem Ehrenkreuz des sächsischen Feuerwehrverband des eine feierliche Kulisse. (bd)

Sächsische Zeitung
Donnerstag, 23. Juni 2005


Carsten Scholz (Mitte) ließ bei historischen Schnitzarbeiten die Jugendlichen selbst mit Hand anlegen.    Foto: C. Prause

Schüler reisen in die Vergangenheit

VIERKIRCHEN. Mädchen und Jungen entdecken das 11. Jahrhundert in der Gegenwart

von Constance Prause

  Das Mittelalter ist im Vierkirchener Ortsteil Melaune gegenwärtig. Studenten des Fachbereichs der Ur- und Frühgeschichte der Universität Jena holen in dieser Woche gemeinsam mit dem "Milzener"-Verein das 11. Jahrhundert an den Fuß der 1 000-jährigen slawischen Burganlage.  Eingebunden in das Projekt sind Kinder und Jugendliche. "Wir bieten an, dass die Teilnehmer Geschichte hautnah erleben können", sagt Diego Scholz, Vorsitzender der Milzener. Mitte der Woche nehmen Schüler des Görlitzer Joliot-Curie-Gymnasiums an dem Ausflug in die Vergangenheit teil. Den Schülern solle neben dem regulären Geschichtsunterricht auch die Praxis vermittelt werden, begründet Lehrerin Gudrun Assig.
 
Mit Enthusiasmus sind die beiden siebenten Klassen dabei. "In der Theorie haben wir diese Zeitepoche bereits in der Schule durchgenommen", erzählt Max.
          Schafwolle verarbeiten
  Das Kneten von Teig, Backen der Fladenbrote an der offenen Feuerstelle und der anschließende Gaumenschmaus machten jedoch besonders viel Spaß.  Insgesamt durchlaufen die Teilnehmer fünf verschiedene Stationen. Beim Schmiedehandwerk entfachen die Jungen das Feuer mittels Blasebalgen. Dass die Wolle vom Schaf erst unterschiedliche Stufen der Verarbeitung durchläuft, bevor der Faden gesponnen werden kann, ist ebenso erlebbar. Gespannt lauschen Mädchen und Jungen den
Ausführungen zur damaligen "Mode". Besonders die Leinenstoffe wurden zu Kleidung verarbeitet Petra Kusch demonstriert an Hand der nach historischem Vorbild hergestellten Kleidung deren vorrangigen praktischen Wert. Gekicher gibt es beim Thema Unterhose. Die so genannte "Bruche" war von den Ahnen an der Schenkelinnenseite nicht zusammen genäht, erfahren die Zuhörer. "Die Redewendung, dass man von einem Paar Hosen spricht, geht auf die Slawenzeit zurück", erläutert Petra Kusch. Denn damals sei es üblich gewesen, die Hosenbeine als einzelne Beinlinge zu tragen. Die Zeitgenossen des Mittelalters waren Perfektionisten der Handwerkskunst. Spannend finden es die Jugendlichen, selbst zum Schnitzmesser zu greifen und zu erfahren, wie viel Arbeit die Herstellung von Geschirr oder Besteck machte.
         
Backen und Kammweben
  Vor dem Workshop stieß Diego Scholz mit Hilfe einer einleitenden Führung die Tür zum Anfangspunkt der regionalen Besiedlungsgeschichte auf und erklärte altersgerecht, weshalb Städte und Dörfer unterschiedlich aussehen. "Würdet ihr in der damaligen Zeit leben, müsstet ihr schon in einem Alter von drei Jahren Arbeitsaufgaben übernehmen", klärt er auf. Dazu hätten Feldbestellung genauso gehört, wie beispielsweise Schweine im Wald hüten. Eigenhändiges Anpacken war dann auch in der Gegenwart Thema des Mittelaltertages.  Backen, Kammweben oder das Nutzen historischer Handwerkstechniken standen auf dem Plan.  "Zwar wird uns diese Zeit zum Teil durch das Altstadtfest in Görlitz nahe gebracht", erzählen Florian und Robert. Doch in dieser Form Mittelalter zu entdecken, sei "außergewöhnlich und sehr interessant."

 

Sächsische Zeitung
Donnerstag, 9. Juni 2005


Vor dem Panorama stehen die Schüler und staunen.

Geburtstagsfeier mit Zeitreise

von Bernhard Donke

 

Staunend stehen die Schüler der Klasse zwei der Grundschule Vierkirchen und ihre Klassenlehrerin Manuela Frenzel vor dem Panorama der Schlacht bei Lützen. Das Zinnfigurenpanorama steht im Spielzeugmuseum im Wasserschloss Döbschütz, dass die Schüler während ihres Wandertages besuchten.  Dabei wurden sie von den beiden Muttis Conny Rentsch und Marlies Hübner begleitet. Vor dem Besuch im Spielzeugmuseum suchten die Schüler noch die Milchviehanlage der Landfarm Melaune eG und die Gemeindeverwaltung Vierkirchen in Melaune.

  Die Schlacht bei Lützen fand am 16. November 1632 im Dreißigjährigen Krieg (1618 bis 1648) statt.  Dabei schlugen die Mannen um den der protestantische Schwedenkönig Gustav Adolf II Wasa (1594 bis 1632) die Truppen des katholisch kaiserlichen Generalissimus Graf Albrecht von Wallenstein (1583 bis 1634). Die Schweden gewannen die Schlacht, verloren aber ihren König.

Sächsische Zeitung
Mittwoch, 8. Juni 2005


Das Blechblasquintett "Swing Brass" bekam beim Konzert zum Auftakt der 70-Jahr-Feier in der vollbesetzten Kirche viel Beifall.  Foto: Bernhard Donke

Buchholz. "Swing Brass" eröffnet den Reigen bunter Veranstaltungen zur 700-Jahr-Feier.
von Bernhard Donke

 

In den späten Nachmittagstunden herrschte am Sonntag eine etwas andere Stimmung in der 301 Jahre alten Kirche von Buchholz. Aus den altehrwürdigen Mauern des Gotteshauses drangen nicht Kirchenlieder oder der Klang einer Orgel, sondern Swingmusik und Gospelgesang. Mit einem Konzert des "Swing Brass"-Quintett wurde der Auftakt zur 700-Jahr-Feier des Ortes gegeben. Eine vollbesetzte Kirche und fünf junge Musiker machten Stimmung in dem Gotteshaus.

  Zu dem Repertoire der Bläserin Annedore Schmidt und ihrer vier Kollegen gehörten Titel aus der Swingära, Gospel, Ragtime und Latin. Jeden ihrer gespielten Titel und Lieder erklärten sie dem Publikum.

  Ihre beschwingte und heitere Art trug so sehr zu diesem unterhaltsamen Konzert bei. Honoriert wurde es von den Zuhörern immer wieder mit viel Beifall. Vor Beginn des Konzertes, der fünf Musiker aus Görlitz, Meuselwitz und Dresden, begrüßte Pfarrer Helmut Törne die Zuhörer.

  Während der Pause die die Musiker einlegten ergriff Vierkirchens Bürgermeister Andreas Nedo das Wort und hieß die Zuhörer ebenfalls zum Auftakt der 700-Jahr-Feier willkommen. Sein Anliegen war aber dann eine kurze Vorstellung der von den drei Autoren Gotthard Ender, Josefine Schmacht und Manja Zumpe ausgearbeiteten Festschrift. Die drei Autoren haben sich bei der fachlichen und gestalterischen Arbeit zu diesem Werk sehr viel Mühe gegeben. Bei Reiner Zumpe liegen schon Nachfragen zum Erwerb der Festschrift, die sechs Euro kosten wird, vor.

 


Sächsische Zeitung
Sonnabend, 7. Juni 2005

Sport und Spaß zum Kinderfest.

von Bernhard Donke

Mit einem kleinen Sportfest auf dem Buchholzer Sportplatz haben die Schüler der Grundschule Vierkirchen den Kindertag. Offensichtlich hatten die drei Jungs beim Laufen im Dreimannski beim Kinderfest der Grundschule Vierkirchen so ihre Schwierigkeiten.  Andere sportlich-spielerische Disziplinen waren da leichter zu meistern. Foto: B. Donke

 

Sächsische Zeitung
Mittwoch, 01. Juni 2005

Kino-Saison in Arnsdorf startet mit Tanz

Arnsdorf.  Bevor das Landkino Arnsdorf am 24.  Juni in die neue Kino-Saison startet, heißt es am 11. Juni, ab 20 Uhr, erst einmal "Tanz(en) wie im Film". Zu Filmmusiken vergangener Jahre bis hin zur Gegenwart gibt es auch Show-Einlagen und beeindruckende Filmausschnitte. In einem "Mini-Tanzkurs", können erste Salsa-Schritte gelernt werden. (SZ)

Sächsische Zeitung
Mittwoch, 01. Juni 2005

Rosskastanie in Döbschütz blüht

Einen schönen Anblick bietet jetzt die Rosskastanie im Döbschützer Schlosspark. Die rosa-rote Farbe der Blüten und ihr süßer Duft locken wieder Bienen und Insekten an. Foto: B. Donke

 

M a i   2 0 0 5

Sächsische Zeitung
Sonnabend, 28. Mai 2005


An der Festschrift zum runden Geburtstag hat Gotthard Ender ein ganzes Jahr lang gearbeitet.  Jetzt freut er sich, dass die Broschüre am 5. Juni zum Konzert in der Buchholzer Kirche erstmals erhältlich sein wird.  Foto: Constanze Prause

Geburtstagsfeier mit Zeitreise

 

Jubiläum. Mit einem Konzert in der Kirche beginnen die Feierlichkeiten zum 700-Jährigen von Buchholz.  Eine Festschrift lädt zur Spurensuche ein.

von Constance Prause  

 

  Geburtstag, das heißt: wieder ein Jahr älter werden, gemeinsam feiern, Geschenke bekommen. Was zählt ein einziges Jahr im Vergleich zu sieben Jahrhunderten?  Und doch kann gerade ein Jahr besonders schicksalhaft sein.  Buchholz hatte viele solcher Jahre erlebt.  Sie haben den kleinen Ort in Vierkirchen zu dem gemacht, was er heute ist.

          Ein romantisches Dorf
  "Ein romantisches Dorf mit drei großen Teichen, in das ich vor über 30 Jahren zugezogen bin und deshalb vielleicht eine etwas andere Sicht darauf habe." Das sagt der Pfarrer, Helmut Törne, und fügt hinzu: Ein Dorf, in das zwar kaum neue Leute zu-, aus dem jedoch viele junge Bewohner wegziehen.  Ein Dorf aber auch, in dem es einen guten Kern von Einwohnern gibt, die gern etwas bewegen, und sei es so ein Fest. "Sich bewusst werden, wie schön der eigene Heimatort ist, hinschauen und erkennen, dass man ihn mit Leben erfüllen und als Gemeinschaft viel erreichen kann, darin sehe ich den tieferen Sinn eines solchen Anlasses zum Feiern." Feiern wollen die Buchholzer und Tettaer gern gemeinsam mit ihren Gästen. Und da besonders die Kultur Begegnungen schaffen kann, und die Kirche ihre Rolle als Kulturträger für das gesamte Dorf verstärkt aufgreift, steuern Kirchgemeinde und Tenne-Verein als Geburtstagsgeschenk ein besonderes Konzert bei. "Wir wollten gern auch etwas Klassisches veranstalten", erklärt Helmut Törne. Am 5. Juni wird das Görlitzer Blechbläserquintett der etwas anderen Art "Swing Brass" die Buchholzer Kirche mit Musik von Klassik bis Jazz zum Tönen und Swingen bringen.
  Diesen musischen Rahmen macht sich Gotthard Endet aus Tetta für ein zweites besonderes Geburtstagsgeschenk zu Nutze. Ein Jahr lang hat er aus der Historie von Buchholz Zahlen und Fakten ausgewählt, Fotos und andere Dokumente zusammengetragen, Gespräche geführt, Geschichten aufgeschrieben und mit Liebe, Fleiß und Sachverstand eine vielseitige Festschrift verfasst.
          Fleiß, Ideen und Engagement
 
"Das hätte ich allein nicht geschafft", sagt er bescheiden. Und doch laufen die Fäden für diese geschichtliche Betrachtung in seinen Händen zusammen. "Der Streifzug durch die oft leid-, aber immer hoffnungsvolle Geschichte macht uns deutlich, dass wir ein Teil davon sind", schreibt Bürgermeister Andreas Nedo in seinem Grußwort.

Ein Blick zurück ermöglichen Dokumente, wie diese Postkarte. 

  Gotthard Ender hofft besonders, dass er viele interessierte Einwohner und Gäste auf seine Zeitreise mitnehmen kann. Deshalb soll die rund 70 Seiten umfassende Schrift zum Konzert erstmals erhältlich sein. "Das Wissen um unsere Vergangenheit ist ein großer Schatz. Wer nicht weiß, woher er kommt, weiß auch nicht, wo er steht und wohin er zu gehen hat." Mit diesen Worten ist die Broschüre überschrieben. Die Auswahl der einzelnen Bereiche und Ereignisse sei ihm gar nicht so leicht gefallen, sagt der Tettaer. "Oft habe ich gemerkt, wie schnell man ins Detail gerät und viel mehr aufschreiben könnte, als Platz da ist." Für den langjährigen Ortschronisten war die Arbeit an der Festschrift eine ganz besondere Aufgabe. "Beiträge und geschichtliche Betrachtungen sowie die Chronik habe ich schon verfasst, aber keine Festschrift." Wie ein roter Faden durchzieht dabei ein Fakt die verschiedenen Kapitel: Von der Besiedlung angefangen war und ist die Entwicklung von Buchholz und Tetta untrennbar mit der Landwirtschaft verknüpft.
 
Unter dem Kapitel "Wichtige Ereignisse und Kuriositäten" sind all die Kriege und Naturgewalten, wie  Seuchen, Hagelkatastrophen, Dürre, Kälte, Wasser, eine Heuschreckenplage oder gar ein Erdbeben, aufgeführt. All das konnte den kleinen Ort nicht in seinen Grundmauern erschüttern. Heute haben die Menschen ganz andere Sorgen. 
 
Die Feierlichkeiten zum Geburtstag werden aber nicht nur daran erinnern, sondern zeigen, mit wie viel  Fleiß und Ideen die Menschen ihre Heimat als einen lobenswerten Ort  erhalten. "Wenn es uns gelingt, aus der Geschichte für die Zukunft zu  lernen, hat dieses Fest ein großes  Ziel erreicht", sagt Andreas Nedo.   "Ich wünsche uns allen eine unvergessliche 700-Jahr-Feier, die Spuren in unserem Leben hinterlässt."
 

          700 Jahre Buchholz
Auftakt: 5. Juni 17 Uhr Buchholzer Kirche mit "Swing Brass" Karten für 6 Euro ermäßigt 5 Euro Vorbestellung Tel: 035876 42 7 16
Festschrift: nach dem Kontert erhältlich bei Rainer Zumpe in Buchholz. Ein Dank gilt allen, die das Vorhaben unterstützt haben.
Das Festprogramm hält im Juli unter anderem ein Hoffest und einen Familientag auf dem Ferienhof Leubner, eine Präsentation des Anglervereins, ein Festgottesdienst in der Buchholzer Kirche und das mehrtägige Dorffest bereit.

 

Sächsische Zeitung
Freitag, 27. Mai 2005


Heinz Lepke hält den Friedhof in Ordnung.  Foto: B. Donke

Ehrenamt seit über 35jahren
von Bernhard Donke

Vierkirchen.  Ordentlich und sauber präsentiert sich das ganze Jahr hindurch der Friedhof in Tetta. Die Hecke ist von fachmännischer Hand beschnitten. Die Wege zwischen den Gräbern sind in gutem Zustand.
  Nur am Ostrand des Friedhofes macht sich ein Mann zu schaffen. Er hat die alte Hecke gerodet und bereitet die Erde für das Pflanzen einer neuen vor. Es ist Heinz Lepke, der seit Ende der 1960er Jahre ehrenamtlich als Friedhofsgärtner in Tetta arbeitet. Trotz seiner 66 Jahre macht es ihm noch Spaß. "Mit Leib und Seele hält er den Friedhof hier in Ordnung", so die Tettaer.
  Als er Ende der 60er Jahre diese Tätigkeit begann, war die Kirchgemeinde froh, dass sie einen ehrenamtlichen Friedhofsgärtner gefunden hatte. "Als wir einen ehrenamtlichen Helfer suchten, stellte sich Heinz Lepke sofort zur Verfügung.  Er sieht seine Tätigkeit als ehrenvolle Aufgabe und als letzten Dienst an seinen Mitbürgern an", so Pfarrer Helmut Törne von der Kirchgemeinde über seinen Friedhofsgärtner. Heinz Lepke sorgt auf dem Friedhof nicht nur für die Einhaltung der Friedhofsordnung. Er pflegt den Rasen, die Gehwege und pflanzt Blumen. (bd)

 

Sächsische Zeitung
Donnerstag, 26. Mai 2005

Trägerverein für Ortszentrum gegründet

 

Vierkirchen.  In 'Vorbereitung des Ortszentrums an der "Alten Wassermühle" Melaune gründete sich für die bauliche und konzeptionelle Entwicklung ein Trägerverein. Die Mühle soll zu einer eurokommunalen Begegnungsstätte ausgebaut werden.

  30 000 Euro an Eigenmitteln stellt die Gemeinde Vierkirchen in diesem Jahr dafür aus ihrem Haushalt zur Verfügung. Vorraussetzung für die Umnutzung sind finanzielle Mittel aus Fördertöpfen seitens des Amtes für Ländliche Entwicklung Kamenz. Anträge wurden von der Kommune eingereicht.

  Weiterhin war die Gründung eines Trägerkreises für das in der Planung mit rund 400 000 Euro veranschlagte Projekt notwendig. Dieser setzt sich nun aus der Gemeinde Vierkirchen, dem Heimatverein Döbschütz /Melaune, dem Milzener e.V. sowie privaten Personen zusammen. Nennen wird sich der Trägerverein "Alte Wassermühle". Er soll den Hut für Baumaßnahmen, Veranstaltungen und Planungen auf haben. (cp)

Sächsische Zeitung
Mittwoch, 25. Mai 2005

Satzung soll gelockert werden
von Constance Prause

Vierkirchen. Die Gemeinderäte in Vierkirchen werden sich im Herbst dieses Jahres wiederholt mit dem Thema "Baumschutzsatzung" beschäftigen. Zur Debatte stand bei der jüngsten Sitzung, die Satzung ersatzlos zu streichen, da sie eine Bevormundung gegenüber den Bürgern sei. Derzeit gilt weiterhin die bestehende Satzung. Nun werde eine Lockerung angestrebt. Die Änderungen sollen noch in diesem Jahr im Gemeinderat diskutiert und entschieden werden.

Neues Auto für Melaune

Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Melaune erhielten zu ihrem 80-jährigen Jubiläum ein neues Fahrzeug. Gleichzeitig informierte Vierkirchens Bürgermeister Andreas Nedo über den Zusammenschluss der Wehren Döbschütz, Melaune und Prachenau. Bereits ab Juni werden Ausbildungen, Schulung und Einsätze von Melaune aus durchgeführt.. 

Sächsische Zeitung
Mittwoch, 25. Mai 2005


Foto: C. Prause

 

 

Sächsische Zeitung
Freitag, 20. Mai 2005


Liebevoll wurde die Handspritze, Baujahr 1908, von der Freiwilligen Feuerwehr Melaune Mitte der 1980er Jahre wieder hergerichtet.  Foto: B. Donke 

Mit Spritzpistole und Eimer

Melaune. Die Feuerwehr feiert ab heute ihr 80-jähriges Jubiläum

von Bernhard Donke  

 

  Es ist jeden Abend das gleiche Bild. Vor dem Feuerwehrgerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Melaune am Eisstadion sind die Kameraden nicht mit Wasserschläuchen und anderen Feuerlöschutensilien bewaffnet. Vielmehr sind ihre Werkzeuge, Putzlappen und anderes Reinigungsgerät. Den Grund verkünden überall im Ort Plakate: die 80-Jahr-Feier zur Gründung der Feuerwehr an diesem Wochenende.

  "Die Geburtstagsparty ist schon ein Grund mehr, auch hier rund um unser Feuerwehrgerätehaus alles auf Hochglanz zu bringen", meinte Joachim Mielsch, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Melaune, während er beim Putzen und Aufräumen seinen Kameraden behilflich ist. Das Glanzstück ist dabei natürlich ihre alte Handspritze aus dem Jahr 1908. Eine fahrbare Spritze, die Melaune 1908 für 1 200 Reichsmark erwarb. Also ganze 17 Jahre, bevor die erste Freiwillige Feuerwehr im Ort gegründet wurde, gab es im Ort bereits einen Feuerlöschdienst. Die Handspritze wurde Mitte der 1980er Jahre von den Kameraden in liebevoller Handarbeit wieder restauriert und rekonstruiert, so wie sie einst 1908 der Spritzenbauer Spohn aus Löbau ausgeliefert hat. Daran hatten Peter Kleint, Helmut Walter und Manfred Tschoch maßgeblichen Anteil.

  Älter wie die Feuerwehr ist im Ort der Löschdienst, der meist von den männlichen Einwohnern wahrgenommen werden musste. So gab es bereits im Jahre 1900 mit Burghard Kramer einen gewählten Spritzenmeister. Sieben Jahre später erhielt die Gemeinde per Beschluss ein Statut zur "Reglung der persönlichen Feuerlöschdienste".  Nach dieser wurde jeder zur Brandbekämpfung herangezogen. In der Regel betraf das die Männer ab 18 Jahre. Aber auch Frauen stellten sich bei der Brandbekämpfung nicht abseits, sondern fügten sich oft auch in die Eimerkette mit ein. Bereits ein Jahr später wurde der Feuerwehrlöschdienst zur Pflicht für jeden männlichen Melauner Bürger gemacht.

  Zur Gründung der Freiwilligen Feuerwehr kam es aber erst am 1 1. Mai 1925.  Ihr erster Brandmeister war der Bürger Gebauer Wilhelm. 23 aktive Kameraden gehörten der ersten Freiwilligen Feuerwehr an. Der Zweite Weltkrieg riss auch hier Lücken, die nach dem Krieg 1945 nur schwer zu schließen waren.

  Erster Wehrleiter wurde noch im Sommer 1945 Bürgermeister Helmut Richter. War die Ausrüstung und Technik nicht immer zufriedenstellend, so doch die Moral der Truppe.1966 wurde gar von musikbegeisterten Feuerwehrkameraden eine Schalmeiengruppe gegründet. Nach 1990 brachen auch für die Freiwillige Feuerwehr neue Zeiten an. Freundschaftliche Kontakte zu den Wehren im bayrischen Geiselhöring und den niedersächsischen Ingeln-Oesselse haben ihren festen Platz im Leben der Wehr. Zurzeit gehören der Freiwilligen Feuerwehr Melaune 19 Kameraden an. Eine eigenständige Jugendfeuerwehr gibt es nicht. Die Jugendlichen sind in der Vierkirchner Jugendfeuerwehr integriert.

Sächsische Zeitung
Mittwoch, 18. Mai 2005


In diesen Wochen bereiten sich die Musiker erst einmal auf die 80. Geburtstagsfeier der Freiwilligen Feuerwehr vorFoto: B. Donke

„Wir sind auch für kleine Ständchen zu haben“
von Bernhard Donke

Melaune. Blasmusikverein der Feuerwehr probt für das Fest zum 80. Jubiläum an diesem Wochenende.
Die Bläser des Blasmusikvereins Feuerwehrkapelle Melaune, ein weit über die Grenzen der Region bekannter Klangkörper, bereitet sich intensiv auf das 80-jährige Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Melaune vor. Am 21. und 22. Mai feiern die Kameraden. Da dürfen auch die Musikanten des Blasmusikvereins Feuerwehrkapelle Melaune nicht fehlen.
  Waren es doch die musikbegeisterten Kameraden der freiwilligen Feuerswehr, die im Jahr 1966 das Schalmeienorchester gründeten. Dem Vorläufer der späteren Feuerwehrkapelle, aus der dann im vergangenen Jahr der Blasmusikverein Feuerwehrkapelle Melaune hervorging. 18 Musiker im Alter von 20 bis 75 Jahren zählt der Verein zurzeit, die sich regelmäßig jeden Donnerstag in den Räumen des Melauner Feuerwehrgerätehauses treffen, um zu üben und zu trainieren. Das Repertoire des Klangkörpers reicht von Volkslied über Blasmusik bis hin zu Konzertstücken. "Jährlich haben wir etwa 15 vertraglich gebundene Auftritte in Form von Frühschoppen, Platzkonzerten und Festumzügen in unserem Plan. Aber wir sind auch einmal für ein kleines Ständchen zum Geburtstag. zur Hochzeit oder ähnliches zu haben", sagt der Vorsitzende des Blasmusikvereins, Thomas Krause.
  Zur Zeit laufen bei den Musikanten des Vereins die Vorbereitungen für die Jubiläumsfeier der Melauner Freiwilligen Feuerwehr auf Hochtouren. Doch auch für das eigene Jubiläum im kommenden Jahr, den 40. Geburtstag des Klangkörpers, gibt es jetzt schon die ersten Vorstellungen, wie man es begeht.
  Leider haben aber auch die Mitglieder des Klangkörpers so ihre Sorgen mit dem Nachwuchs. Wie überall im gesellschaftlichen Leben fehlt es an Jugendlichen und Kindern die einmal die altersbedingte Lücke schließen werden. Der Vorsitzende des Vereins ist auf alle Fälle zuversichtlich, dass man das Nachwuchsproblem gemeinsam in den Griff bekommt.

 

Sächsische Zeitung
Mittwoch, 11. Mai 2005

Die Milzener und ihre Freunde der Gruppe "Kluk" haben gemeinsam in der Schöpsaue am Fuße der Slawenburg Schafe geschoren. Die Wolle bildet mit die Grundlage für die Textilherstellung. Foto: B. Donke 

Junge Leute auf einer Reise ins Mittelalter
von Bernhard Donke

Melaune. Der Verein Milzener und die polnische Gruppe „Kruk“ erforschen im Camp das mittelalterliche Leben.

Sonnabendnachmittag am Fuße der tausendjährigen Slawenschanze dem Burgberg in Melaune beißender Rauch und ein deutsch-polnisches Stimmengewirr. Irgendwie fühlt sich der Betrachter in eine Zeit versetzt, die gut 1000 Jahre zurückliegt. In einem aufgeschlagenen Zeltlager aus grob gewebten Stoffen bewegen sich junge Leute in mittelalterlicher Kleidung des ausgehenden elften Jahrhunderts.
          Ein Leben wie vor 1000 Jahren
  Eine Frau kommt mit ihrem Kind und einem Korb voller Schafwolle ins Lager. In der nahen, zwischen Burgberg und Eisstadion gelegenen Schöpsaue schert eine Gruppe von Männern und Frauen Schafe.
  Diego Scholz vom Verein „Die Milzener e.V.“ klärt über Treiben hier auf. „Für vier Tage haben die Milzener und die polnische Gruppe „Kruk“ aus Wroclaw ihr Lager hier aufgeschlagen. Es ist ein internationales Jugendcamp der experimentellen Archäologie, um das Alltagsleben im elften Jahrhundert in Zeltkonstruktionen, selbstgefertigter mittelalterlicher Kleidung und ausschließlich historischer Küche nachzuempfinden. "Ziel des Experiments ist , gemeinsame und unterschiedliche Ansätze der historischen Forschung zu vergleichen. So soll beispielsweise der Töpfer versuchen, Klarheit darüber zu bekommen, wie die Art und Weise der Herstellung "langsam nachgedrehter slawischer Keramik" funktionierte. Ähnliche Fragen ergeben sich in nahezu allen Bereichen der Alltagskultur. Zum Beispiel Kleiderforschung, Textilherstellung, Lebensmittelzubereitung und Holzverarbeitung. 
  Für die Textil- und Kleidungsforschung wurden die sechs Schafe der Milzener am Sonnabendnachmittag gemeinsam geschoren. Die gewonnene Wolle von den Frauen gereinigt, kardiert und zu Fließ verarbeitet. Ein anderer Teil der Wolle nach der Reinigung gesponnen gefärbt und gewalkt oder zu einer Decke gewebt. Die Frauen hatten die Lager auch vier Tage lang mit der Küche aus damaliger Zeit zu versorgen. Einen weiteren Schwerpunkt in diesem Camp sehen die Veranstalter im sozialen und kulturellen Austausch beide Gruppen. So soll die seit zwei Jahren bestehende Zusammenarbeit der beiden Gruppen auch praktisch funktionieren.
          Mit Händen und Füßen
Am Ende des Camps am Sonntagnachmittag konnten beide Gruppen nur positives sehen. So lernten die polnischen Campteilnehmer von den Milzenern, wie man Feuer mit Feuerstein und Stahl anfacht und aus heimischen Pflanzen Textilien färbt. Die Milzener wiederum lernten, wie man in irdenen Töpfen Hirsebrei kocht und das traditionelle Herstellen von Holzmulden funktioniert. Sprachlich verständigte man sich in Polnisch, Deutsch und Englisch oder auch mal mit Händen und Füßen.

 

Sächsische Zeitung
Mittwoch, 11. Mai 2005

    

Ehrenplatz

Während andernorts die Hexen verbrannt wurden, wird der schönsten und originellsten Hexe in Buchholz dieses Schicksal erspart. Sie bekommt ein Jahr lang einen Stellplatz am  Eingang des Vereinsheimes des Heimat- u8nd Sportvereins Buchholz. Sie wurde von Familie Laßmann gebastelt. Foto: B. Donke

A p r i l   2 0 0 5

Sächsische Zeitung
Freitag, 29. April 2005

Doppelt gesehen
von Bernhard Donke

  Gleich im Doppelpack gibt es die Buchholzer Kirche im Foto zu sehen. Sie spiegelte sich wunderbar im Wasser des kleinen Dorfteiches wieder, so dass man nur schwer erkennen konnte, was das richtige Bild und was das Spiegelbild ist. 

 

Sächsische Zeitung
Dienstag, 19. April 2005


Die Jüngsten lernen im Spiel
von Rolf Ullmann

  Polizeimeister Hans-Jürgen Keul erklärt den Mädchen und Jungen im Kinderkreis Vierkirchen e.V. worauf sie achten müssen, um sicher über die Straße zu gelangen. Im Spiel lernen die jüngsten Verkehrsteilnehmer bei ihm wichtige Grundregeln des Verhaltens im Straßenverkehr. Hans-Jürgen Keul ist dazu einer Vielzahl von Kindereinrichtungen zu Gast. Foto: Rolf Ullmann.  

 

M ä r z   2 0 0 5

Sächsische Zeitung
Samstag, 19. März 2005

Entwurf gibt Rahmen für Gemeinde vor
Von Anja Hecking

Regionalplan. Wichtigste Aussage des Papieres ist für Reichenbach die Ausweisung als ein Grundzentrum.

Einstimmig hat der Stadtrat die Stellungnahme zur Regionalplanung beschlossen. Das regionale Planungsinstrument soll, nachdem der Landesentwicklungsplan (LEP) im Januar in Kraft getreten ist, fortgeschrieben werden. Den Vorentwurf für die Region Oberlausitz-Niederschlesien hat die Verwaltung durchgearbeitet.
  Wichtigste Aussage für Reichenbach ist die Ausweisung als Grundzentrum. Damit wird der Stadt nicht nur ihre Bedeutung als Versorgungsbereich für das Umland zuerkannt, sondern sie übernimmt auch Entwicklungsfunktionen. Positiv ist auch, dass Reichenbach in die regionale Achse zwischen Dresden und Breslau integriert ist. Den Ausbau der grenzüberschreitenden Verbindungen sieht die Verwaltungsgemeinschaft (VG) Reichenbach (Mitglieder sind Königshain, Sohland, Vierkirchen und Reichenbach) als erforderlich an.
          Gefahr durch Erosion
  Verschiedene Flächen werden als so genannte ausgeräumte Landschaften und mit einer großer Erosionsgefährdung durch Wasser bezeichnet. Die Kommune sieht hier jedoch nur begrenzte Möglichkeiten, um dem durch Anpflanzungen entgegen zu steuern. Aussagen zu Maßnahmen gibt es indes in verschiedenen Planungsunterlagen. Fraglich ist aus Sicht der Verwaltungsgemeinschaft jedoch, inwieweit die erforderlichen Mittel dafür bereit gestellt werden.
  Neben den bestehenden Landschaftsschutzgebieten stimmt die Verwaltungsgemeinschaft der besonderen Ausweisung der Schöpser Schanzen ausdrücklich zu. Diesen Schanzen komme eine entscheidende Bedeutung für das geschichtliche und kulturelle Verständnis der Region zu.
  Kritisch weist die VG auf die derzeitige Finanzausstattung der meisten Kommunen hin. Diese würde nötige Investitionen im Bereich der Infrastruktur verhindern.
          Granitabbau nicht dauerhaft
  Zu den Vorbehaltsgebieten für den Granitabbau nördlich von Königshain und im Mengelsdorfer Forst geht die VG davon aus, dass auf eine langfristige Sicherung dieser Rohstoffvorkommen verzichtet werden sollte. Die mit dem Abbau einhergehenden dauerhaften Schäden würden dem Landschaftsschutzgebiet und der Ausweisung als FFH-Gebiet entgegen stehen.
  Den Neubau der B 178 und den Bau von straßenbegleitenden Radwegen an stark frequentierten Bundes- und Staatsstraßen begrüßt die Verwaltungsgemeinschaft. Die Vorrang- und Eignungsflächen für Windenergie in Sohland, Reichenbach und Melaune wurden in den Entwurf für den Flächennutzungsplan eingearbeitet. 

F e b r u a r   2 0 0 5

Sächsische Zeitung
Samstag, 26. Februar 2005

Durch eine winterliche Landschaft führte die Wanderung zum höchsten Punkt von Döbschütz der „Steinbank“. Einst ein wichtiger strategischer Punkt, bietet er heute dem Betrachter einen herrlichen Ausblick über das Land. Foto: B. Donke 

Winterliche Wanderung auf geschichtlichen Spuren

Melaune. Nicht allein das ideale Wetter hatte die wanderlustigen Melauner und Döbschützer an einem Sonntagmittag auf den neugestalteten Melauner Dorfplatz geführt. Der Heimatverein hatte zu einer Winterwanderung eingeladen. Auf dieser sollten die Teilnehmer auch etwas über die Geschichte der beiden Dörfer Melaune und Döbschütz erfahren. Dafür zeichnete sich Ortschronist Ekkehard Radisch verantwortlich. Vom Eisstadion am Burgberg, führte die Wanderung auf dem Dammweg durch das Urstromtal des „Schwarzen Schöps“ nach Döbschütz zum Wasserschloss. Einst als das schönste Wasserschloss der Oberlausitz angepriesen, hat es seit wenigen Jahren einen neuen Besitzer. Weiter führte der Weg auf die 210 Meter hochgelegene Steinbank. Von hier oben hatte man einen wunderbaren Ausblick über Melaune und Döbschütz.
  Auf der Lindenallee entlang am Ortsrand von Krobnitz ging es weiter auf dem „Ziegeleiweg“ in Richtung Heidedorf. Der kleine Ort entstand im Zuge des Granitabbaus. Das war dann auch schon die letzte Station der Winterwanderung 2005. Denn nun ging es wieder zurück über Döbschütz auf dem „Schulweg“ zum Ausgangspunkt Dorfplatz. (Donke)

Sächsische Zeitung
Mittwoch, 2. Februar 2005

Schauwettkämpfe im Timbersport gab es beim Dorf- und Sportfest Arnsdorf-Hilbersdorf. Foto: Archiv/Rolf Ullmann 

Arnsdorfer wetteifert mit Säge und Axt
Von Anja Hecking

Freizeitangebot. Mit ungewöhnlichen Leidenschaften machen Lausitzer, wie Gunnar Poller aus Arnsdorf, auch ihre Heimat bekannt.

  Dass ausgerechnet in Arnsdorf-Hilbersdorf in den vergangenen Jahren bekannte Timbersportathleten wetteiferten, kommt nicht von ungefähr. Friedbert Lindner hat den außergewöhnlichen Sport bei dem Holzstämme mit der Axt oder der Säge nach Zeit durchtrennt werden, über seine Firma schon mehrfach nach Vierkirchen geholt.
  Doch nicht nur das. Ein junger Arnsdorfer ließ sich vor drei Jahren von der Liebe zu Wald, Holz, Sport und den verschiedenen Fälltechniken anstecken. Es blieb nicht nur beim Ausprobieren. In relativ kurzer Zeit qualifizierte sich Gunnar Poller als einziger Sportler aus den neuen Bundesländern für die Deutschen Meisterschaften.
  „Natürlich muss man dabei sehen, dass es insgesamt in Deutschland noch nicht so viele Timbersportler gibt“, grenzt er seinen Erfolg ein. Inzwischen hat er ein zweites Mal an den Meisterschaften teilgenommen. Der Sport, bei dem es um den Einsatz von Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und Perfektion im Umgang mit Säge oder Axt geht, hat für den 24-Jährigen nichts an Faszination verloren. Mitte Februar tritt er mit 20 Athleten aus ganz Europa während der Haus-Garten-Freizeit-Messe in Leipzig bei einem internationalen Cup an. Dieser wird zum ersten Mal in den neuen Bundesländern ausgetragen.
  Wettkämpfe finden in Europa erst seit 2001 statt. Die nicht alltägliche Sportart hat ihren Ursprung in den Wäldern Nordamerikas. Seit 20 Jahren fördert die Stihl AG, selbst Produzent in der Sägebranche, den Timbersport. Im Februar werden vier Trainer aus den USA mit den Nachwuchssportlern und Profis auf dem Leipziger Messegelände trainieren. Für Gunnar Poller ist die Teilnahme aber auch aus einem anderen Grund etwas ganz Besonderes. „Familie, Freunde und Bekannte können in Leipzig mit dabei sein, denn der Weg dorthin ist ja nicht so weit.“
          Auf der Leipziger Messe
  Mit einer Motorsäge wird er wie die anderen Sportholzfäller versuchen, die Holzstämme auf Zeit zu durchtrennen. Je nach Wettbewerbsdisziplin dürfen auch Spezialaxt oder Handsäge zum Einsatz kommen. Bei der Haus-Garten-Freizeit-Messe in Leipzig rechnen die Veranstalter mit einem großen Publikum für den Timbersport.
  Dieser ist inzwischen nicht nur aus dem Fernsehen bekannt. Die Arnsdorf-Hilbersdorfer jedenfalls wissen, was es mit dem Sportholzfällen auf sich hat.
 

J a n u a r   2 0 0 5

Sächsische Zeitung
Freitag, 30. Januar 2004


Beim Mutter-Kind-Tag des Kultur- und Heimatverein Buchholz/Tetta e.V. sollen Kinder und Mütter spielend Kontakt zueinander finden. Foto: Bernhard Donke 
Mutter-Kind-Tag ebnet den weiteren Lebensweg / Ein Tag zum Kennen lernen und zum Erfahrungsaustausch   Von Bernhard Donke

Einmal im Monat lädt der Kultur- und Sportverein Buchholz/Tetta zum Mutter-Kind-Tag in das Vereinsheim ein.
  „Meist sind es etwa zehn Kinder im Alter bis zu drei Jahren, die mit ihren Muttis den Weg hierher finden“, sagt Gabriele Kreusch vom Verein, die gemeinsam mit ihren Helferinnen Marietta Beck und Brigitte Pabst den Mutter-Kind-Tag vorbereiten. An diesem Tag verwandelt sich der Gesellschaftsraum im Vereinsheim in eine große Spielwiese. Auf dieser können sich die Kinder mit ihren Müttern tummeln. Vor etwa zwei Jahren hat der Verein mit diesem Mutter-Kind- Tag versucht, die in Buchholz und Tetta herrschende Lücke bis zum Eintritt der Kinder ins Kindergartenalter ein wenig zuschließen.
  „Unser eigentliches Anliegen mit diesem Tag ist, dass wir die Kinder, ehe sie in den Kindergarten gehen, schon etwas miteinander bekannt machen. Beim Spielen miteinander lernen sich die Kinder schon vor ihrem ersten Kindergartentag kennen. So erreichen wir, dass eventuelle Ängst, ob nun von der Mutter ausgehend oder vom Kind, abgebaut werden oder gar nicht erst aufkommen. Das hat mit Sicherheit sehr viele Vorteile, können doch die Mütter viel entspannter ihren Arbeitstag gestalten und das Kind hat Freude vom ersten Tag an im Kindergarten. Und auch die Mütter finden im Gespräch besser und leichter zueinander“, sagt Gabriele Kreusch.
  Cornelia Ponert die mit ihrer 13 Monate alten Tochter Ruby regelmäßig an diesem Tag teilnimmt, und dabei auch so ihre Erfahrungen gemacht hat, stimmt ihr bei: „Das Wichtigste ist doch, dass die Kinder untereinander Kontakt finden und gemeinsam spielen. So werden sie keine Einzelgänger, und haben es beim späteren Besuch des Kindergartens etwas leichter.“ Auch für die junge Mutti Romy Nowak, die mit der 21 Monate alten Tochter Alina regelmäßig zu diesem Tag kommt, ist das eine feine Sache. „Alina hat schon viele Freunde hier gefunden, die mit ihr dann in einem reichlichen Jahr gemeinsam den Kindergarten in Melaune besuchen werden. So werden ihr mit Sicherheit die ersten Tage dann in dieser Einrichtung leichter fallen, da sie ja schon einige der Kinder gut kennt“, sagt die junge Mutti.
  Diese positive Erfahrung hat Yvette Dießner schon mit ihren zwei Kindern gemacht: „Ja, da kann ich Romy nur beipflichten, bei unseren beiden Kindern war es tatsächlich so, dass sie die ersten Tage im Kindergarten viel besser und vor allem stressfreier erlebt haben“, erzählt sie über ihre Erfahrungen. „Und weil es meinen beiden so gut hier beim Mutter-Kind-Tag gefällt, kommen wir auch noch regelmäßig hierher.“ Eigentlich ein dickes Lob für die drei Frauen vom Kultur- und Heimatverein.

Sächsische Zeitung
Montag, 31. Januar 2005

Dankeschön für die Helfer
Von Constanze Prause

Vierkirchen. Mit Gästen und den Partnern aus Polen feierte die Kommune ihr Neujahrstreffen.

In polnischer, tschechischer und deutscher Sprache tönt das Lied „Stille Nacht“ durch die „Alte Schule“ in Arnsdorf. Dort feierte die Gemeinde Vierkirchen ihre Neujahrsbegegnung. Eingeladen war der Chor aus der polnischen Partnerkommune Jezow Sudecki. Mädchen und Jungen des Gymnasiums begeistern mit ihren Liedern – begleitet von Flöten-, Xylophon- und Geigenklängen – das Publikum.
  Als Dankeschön-Treffen für die „vielen ehrenamtlich Engagierten“ bezeichnet Bürgermeister Andreas Nedo die Veranstaltung. Er sieht das Treffen als Möglichkeit, mit den Gästen ins Gespräch zu kommen. Aufgezählt werden in seiner Ansprache Gemeinde- und Ortschaftsrat, die freiwilligen Ortsfeuerwehren, Vereinsmitarbeiter, Lehrer, Wahlhelfer, der Ortschronist und die Grundschule Buchholz.
  Durch die Bildung eines gemeinsamen Grundschulbezirkes hätten die Gemeinderäte eine gute und kluge Entscheidung für die Kinder getroffen, sagte Roland Jäkel, stellvertretender Bürgermeister von der an Vierkirchen anliegenden Kommune Waldhufen.
  Beide Ortschaften seien sich in vergangener Zeit ein „beachtliches Stück näher gekommen.“ Dabei verwies er unter anderem auf das gemeinsame Trinkwassernetz, dem in Zukunft ein Abwassernetz folgen soll. Edward Dudek, Bürgermeister von Jezow Sudecki, ging ebenfalls in seiner Rede auf die Zusammenarbeit beider Gemeinden ein.
  Seit 2003 besteht die Partnerschaft. Insgesamt 14 Treffen auf deutscher und polnischer Seite gab es 2004. „Im Vergleich mit anderen Partnerschaften sind das sehr viele Zusammenkünfte“, übersetzte Dolmetscherin Agata Kowal-Ruschil.
  Obwohl die Sprache auch eine Barriere darstelle, würde das Verständnis untereinander gut funktionieren. Der Bürgermeister hofft, dass sich zwischen den drei Gemeinden in Polen, Tschechien und Deutschland die Kontakte ausweiten. Ziel ist der Abschluss eines Partnerschaftsvertrages mit Pasek nad Jizerou.
  Anlass für die bisherigen Treffen waren Fest- und Feiertage sowie verschiedene Wettkämpfe – vor allem der Freiwilligen Feuerwehren. Ermöglicht wurde die Herausgabe eines Kalenders mit dem Titel „Lernen wir uns kennen“. Fotografien zeigen neben den Monatsangaben verschiedene Projekte, wie einen Wettbewerb der Erntedankfestkörbe in Melaune, ein internationales Treffen der Segelflugzeuge in der polnischen Partnerstadt oder einen euroregionalen Feuerwehr- und Sportwettbewerb im tschechischen Pasek nad Jizerou.
  Einen Jahresrückblick konnten die Besucher per Monitor mit verfolgen. Fotografien und Zeitungsartikel stellte im Vorfeld ein Gemeinderatsmitglied als Präsentation zusammen.
  Erinnert wurde an Aktivitäten im Eisstadion, Winterwanderung, das – für die Region typische – Hexenbrennen oder den „Zirkus Buchholzi“, einer Kinderveranstaltung der Grundschule.
 

Sächsische Zeitung
Samstag, 15. Januar 2005

Gemeinderat strebt Stundung an
Von Constanze Prause

Vierkirchen. Vorgeschlagen wurde während der Januarsitzung des Gemeinderates eine zinslose Stundung der Anschlussgebühren für das Abwasser in Vierkirchen. Betroffen sind davon allerdings nur so genannte übergroße Grundstücke. Diese müssen eine Fläche von über 2 000 Quadratmetern im Innenbereich haben und unbebaut sein, jedoch eine Bebaubarkeit ausweisen. Die Fläche, die über die 2 000 Quadratmeter hinausgeht, könnte vom Beitrag her für fünf Jahre zinslos gestundet werden.
  Darauf einigten sich die Gemeinderäte in der Januarsitzung. Die Stundungsrichtlinie betrifft den Abwasserzweckverband (AZV) „Schwarzer Schöps“. „Der Entwurf der Erweiterung der Stundungsrichtlinie wurde bisher noch nicht im Zweckverband beschlossen“, begründete Bürgermeister Andreas Nedo (parteilos) die anstehende Diskussion. Ein Bürger wollte in der Fragestunde wissen, ob mit der Erweiterung der Richtlinie Mehrbelastungen auf ihn zukommen könnten. Dem sei nicht so, sagte der Bürgermeister. „Gestundet werden kann nur bei jemandem auf Grund seiner wirtschaftlichen Lage“, merkte Gemeinderätin Christine Nicht (Wählervereinigung Arnsdorf/Hilbersdorf) an.
  Ein Gemeinderat der Wählervereinigung Buchholz/Tetta brachte die Überlegung ein, kostengünstigere Bauweisen bei der Errichtung des künftigen Abwasserkanalnetzes über nicht öffentlichem Grund in Betracht zu ziehen. Denn bei einer Verlegung unter Straßen und Wegen wäre deren Wiederherstellung wesentlich teurer, als auf privatem Grund. Dass man den Eigentümern entgegenkommen müsste und gleichzeitig kein Nachteil für den AZV entstünde, sei wichtig. In Vierkirchen sollen noch die Ortsteile Arnsdorf/Hilbersdorf, Melaune, Döbschütz, Prachenau und Tetta angeschlossen werden.
  Bei der Stundungsrichtlinie spricht die Gemeinde nicht allein das letzte Wort. Zum AZV gehört auch Waldhufen. Die Kommune wird sich zu diesem Punkt noch äußern, hieß es während der Sitzung. Kleineren Grundstücken dürfe durch die Richtlinie keine Nachteile entstehen, meinte Christine Nicht. Für Besitzer der übergroßen Grundstücke reicht beim Antrag auf eine Stundung der Grundbuchauszug. Bei kleineren Grundstücken müssen die Eigentümer für den Antrag viele Papiere ausgebreiten.
  Peter Gloger (Wählervereinigung Arnsdorf/Hilbersdorf) beantragte den Beschluss vom Februar 2004 aufzuheben. Da stimmten sechs Gemeinderäte dagegen. Somit bleibt der alte Beschluss mit der damals festgelegten Richtlinie für übergroße Grundstücke bestehen. Nun muss sich der AZV mit der Problematik befassen.
 

 

Sächsische Zeitung
Freitag, 14. Januar 2005

Notiert in der Gemeinde Vierkirchen

          Kulturelle Angebote
  Der neue Veranstaltungskalender der Gemeinde Vierkirchen wird an die Haushalte und öffentlichen Einrichtungen der Kommune verteilt. Im rosaroten Faltblatt finden die Anwohner rund 50 verschiedene Veranstaltungstipps. Ersichtlich ist, dass viele kulturelle Höhepunkte von den ortsansässigen Vereinen und den Kirchen organisiert werden. Unter anderem richtet der Heimatverein Döbschütz/Melaune im September die Kirmes aus. Im Landkino werden vom Verein für Kirchenbau- und Dorfgeschichte Filme präsentiert. Als Höhepunkt feiert Buchholz mit einer Festwoche im Juli 700. Geburtstag. (cp)
          Kredit umgeschuldet
  Die Vierkirchener Gemeinderäte trafen während der jüngsten Sitzung eine Eilentscheidung zur Umschuldung eines Kredites. Dieser beträgt rund 194 000 Euro. Der Investitionskredit aus den 90er Jahren lief bei einer Bank bisher über einen angesetzten Zeitraum von sieben Jahren. Eine andere Institution habe ein günstigeres Angebot mit niedrigerem Zinssatz zu bieten, lautete der Vorschlag der Verwaltung. Die Räte stimmten einstimmig einer Vertragslaufzeit von zehn Jahren bei diesem Institut zu. (cp)
  
        Feier als Dankeschön
  Am 28. Januar findet eine Neujahrsbegegnung in der „Alten Schule“ Arnsdorf statt. Diese soll als Dankveranstaltung für die ehrenamtlichen Helfer in der Gemeinde aufgefasst werden. Neben einem Jahresrückblick werden der Schulchor der polnischen Partnergemeinde Jezow Sudecki und Musik von Schülern der Kreismusikschule zu hören sein. (cp)   

Sächsische Zeitung
Samstag, 8. Januar 2005

Kommune berät über Haushalt

Vierkirchen. Beraten wird im Gemeinderat Vierkirchen am kommenden Montag, dem 10. Januar, über den Haushaltsplan für dieses Jahr. Auf der Tagesordnung steht ebenfalls eine Beratung zur Erweiterung der Stundungsrichtlinie des Abwasserzweckverbandes „Schwarzer Schöps“. Behandelt werden des Weiteren im öffentlichen Teil Bauanträge und im nicht öffentlichen Teil Grundstücksangelegenheiten. Die Sitzung findet im Versammlungsraum der Gemeindeverwaltung in Melaune statt. Beginn ist 19.30 Uhr. (cp)

07.01.2005
SZ Sächsische Zeitung

Sternsinger sind wieder unterwegs

Landkreis. In den nächsten Tagen werden die Sternsinger der Katholischen Pfarrgemeinde St. Anna und St. Hedwig Reichenbach/Mengelsdorf im südlichen Landkreis unterwegs sein. Die Mädchen und Jungen werden von Erwachsenen aus der Pfarrei begleitet. Sie bitten um Unterstützung für Kinder und Jugendliche in armen Ländern.
  In mehr als 2 000 Projekten sollen vor allem kranke Mädchen und Jungen Medikamente erhalten, hungernde Kinder Nahrung. In Kinderdörfern sollen sie ein neues Zuhause finden, in Waisenhäusern Liebe und Geborgenheit. Die Mädchen und Jungen, die sich am Dreikönigssingen beteiligen, freuen sich bereits sehr auf ihre Aktion. Sie wissen, dass sie mithelfen, einen Teil der Not vieler ihrer Altersgefährten zu lindern und ihnen ein kindgemäßes Leben zu ermöglichen. Das diesjährige Dreikönigssingen, das am Montag bundesweit begonnen wurde, steht unter dem Motto "Kinder haben eine Stimme".
  Das Sternsingen geht bis ins Mittelalter zurück. Nicht nur die Geburt Christi, sondern auch die Geschichte der Weisen sollte in Szenen dargestellt werden. Mit einem Stern zogen die Kinder zwischen Neujahr und dem 6. Januar von Haus zu Haus und baten mit einem Lied um Gaben. Verknüpft mit missionarischen Projekten wird das Sternsingen bereits seit einigen Jahren. (SZ/ah)
  8. Januar: Deutsch Paulsdorf, Gersdorf, Zoblitz, Reichenbach; 9. Januar: Königshain, Thiemendorf, Arnsdorf, Nieder Seifersdorf; 15. Januar: Sohland, Meuselwitz, Melaune, Buchholz, Tetta, Prachenau; 16. Januar: Reichenbach, Mengelsdorf, Jerchwitz, Gebelzig.